Kapitel 10: Die Überraschung (1)
Hey Leute hier mein neues Kapitel! H.P.2000 schön dass du meine FF liest!
Sunnymaus: In dem Kapitel das ich im Moment schreibe, is natürlich schon wesentlich weiter als ich geupdated hab, aber zur Info, Sam ist da!
Potter 120: Natürlich gibt's auch für mich ER ohne Carter nicht wirklich, genauso scheiße find ich auch das z.B. Mark gegangen ist, sogar Romano gehört auf seine Art dazu. Am beschießensten find ich Lizzies Ausscheiden, wie ihr ja mit Sicherheit bemerkt habt is sie mein lieblings Charakter. Dafür mach ich diesen Dubako verantwortlich und ich werde mit ihm abrechnen! Ihr werdet euren Spaß haben! ;-)
Es waren zwei Wochen vergangen seit John Carter mit einem Loch im Herzen eingeliefert worden war und noch immer war er nicht aus dem Koma erwacht. Lucy saß auf einem Stuhl zur Rechten des Krankenbettes ihres Freundes und hielt seine linke Hand in ihrer. Auch der letzte Hirnfunktionstest den Dr. Corday vor einer halben Stunde durchgeführt hatte, zeigte normale Funktionen.
„Er wird bestimmt bald aufwachen, seine Wunden sind schon sehr gut verheilt", hatte Dr. Corday ihr versichert.
Wieder spürte Lucy, wie stumme Tränen ihre Wangen hinab liefen. Sie lehnte sich zurück und atmete rief durch. Dann warf sie einen Blick auf die Uhr, die auf dem Tisch stand, es war kurz vor 8 Uhr und sie würde gleich Wohl oder Übel ihren Dienst antreten müssen. Dr. Kovac, dem sie jetzt zugeteilt war, hatte sie die letzten zwei Wochen vom Dienst entbunden, damit sie erst einmal den Schock verarbeiten konnte. Im Nachhinein glaubte Lucy sogar eine positive Sache in den schrecklichen Ereignissen zu sehen. Die Angst, die sie um ihn hatte, hatte ihr gezeigt wie stark ihre Gefühle wirklich waren gegen die sie sich zuerst gewehrt hatte.
Schließlich stand sie auf. Sie küsste ihn sanft auf die Stirn und flüsterte: „Ich liebe dich John." Dann verließ sie denn Raum und machte sich auf den Weg in die Notaufnahme.
Zur gleichen Zeit regte sich ein egozentrischer Oberarzt in der Chirurgie über seinen Terminplan auf.
„Wer hat diese verdammte Magenteilresektion in meinen Terminplan geschoben!", fragte Romano wütend und warf das entsprechende Krankenblatt auf den Empfangstresen vor Shirly.
„Das war Dr. Corday", antwortete die Oberschwester gleichgültig Romanos Wutausbruchs gegenüber.
„Seit wann mach Dr. Corday die Dienstpläne!"
„Seit Dr. Anspaugh sie zur Chefärztin der Chirurgie ernannt hat?", schlug Shirly vor.
„Anspaugh hat was!", der Oberarzt war außer sich, wie kam es, dass er davon nichts wusste!
„Wieso weiß ich davon nichts!"
„Vielleicht hielt es niemand für nötig Ihnen das zu sagen", erwiderte Shirly.
Wesentlich beschaulicher ging es dort zu, wo die Chefärztin zur Zeit war.
Gabrielle lehnte an einem Spind in der Notaufnahme und beobachtete Elizabeth die ihr Zeug in ihrem verstaute, als sich plötzlich die Tür öffnete und Doug und Carol streitend eintraten.
„Was soll das heißen, du warst nicht beim Gynäkologen", wollte Doug wissen.
„Wegen dem Notfall gestern hab ich das völlig vergessen", brachte die Oberschwester zu ihrer Verteidigung vor. Die beiden verstummten je, als sie bemerkten, dass sich Lizzie und Gabrielle im Zimmer befanden.
„Gynäkologe, Carol? Was willst du denn da? Hat's endlich geklappt?", fragte Elizabeth und lächelte wie ein Honigkuchenpferd. Carol war klar, dass es nich den geringsten Sinn hatte es zu leugnen, da Lizzie ihr sowieso nicht glauben würde, deshalb nickte sie.
„Herzlichen Glückwunsch, wie weit bist du?", wollte Elizabeth wissen und warf den Spind zu.
„Zweiundzwanzigste Woche", antwortete sie.
„Doug warum machst du nicht die Ultraschalluntersuchung?"
„Weil unsere liebe Schwester Hathaway, keinen Kinderarzt die Arbeit eines Gynäkologen machen lassen will", meinte Doug und grinste schelmisch.
„Nein du verstehst das völlig falsch, es ist nicht so, dass ich das keinen anderen Arzt machen lassen würde, ich will nur nicht, dass du das machst!", sagte die Oberschwester zu ihrem Verlobten.
„Dann mache ich's", bestimmte Lizzie, „Komm wir suchen uns einen Behandelungsraum." Doug und Carol sahen sich an.
„Ja warum nicht", meinte die Schwester schließlich und sie verließen gemeinsam das Ärztezimmer.
„Und was mache ich jetzt?", wollte Gabrielle wissen. Elizabeth öffnete den Mund um etwas zu erwidern, doch wurde von ihrem Pieper daran gehindert. Sie zog das Gerät aus der Tasche und warf einen Blick auf das Display, dann sagte sie:
„Mach bitte du für Carol die Untersuchung, in Ordnung", die Chirurgin warf auch Doug und Carol einen Blick zu.
„Ja geht in Ordnung", stimmte Carol schulterzuckend zu und auch Gabrielle nickte.
„Entschuldigt mich, das ist ein Notfall", erklärte Lizzie und eilte zum Empfang.
„Wo ist Kovac?", wollte sie von Randy wissen.
„Ist mit Lucy in Beobachtungsraum 3 und zeigt ihr wie man einen Abszess abträgt", antwortete die Notaufnahmekoordinatorin ohne aufzusehen. Lizzie machte ihren Weg zu Beobachtungsraum 3 und öffnete die Tür.
„Luka, ich muss Lucy mitnehmen, kannst du sie entbehren?" Der Arzt nickte und nahm Lucy das Eingriffsbesteck aus der Hand. Lucy starrte Elizabeth entgeistert an und Angst kochte in ihr hoch, das vielleicht etwas schreckliches mit Carter passiert war.
„Jetzt mach schon", sagte die Chirurgin, packte Lucy am Ärmel und zog sie hinter sich her aus dem Raum. Schweigend eilten sie auf die Chirurgie wo Shirly bereits auf die beiden vor Carters Zimmer wartete.
„Er ist wach, Werte sind gut, er ist ansprechbar und orientiert", berichtete sie und reichte Lizzie Carters Krankenblatt. Dann betraten die drei Frauen das Zimmer. Freudentränen liefen Lucys Wangen hinab, als sie ihren Freund aufrecht und lächelnd im Bett sitzen sah. Sie lief zu seinem Bett und drückte ihn fest an sich, ihr ganzer Körper zitterte und sie schluchzte unaufhörlich.
„Hey was ist denn Süße? Mir geht's gut, ich hätte es mir nie verziehen, wenn ich dich alleine gelassen hätte. Lucy, guck mich an." Die Medizinstudentin hob ihren Kopf, sah ihn lächelnd an und wischte sich mit ihrem Ärmel die Tränen aus dem Gesicht. Carter legte seine Hand auf ihre Wange und sagte: „Lucy ich liebe dich", und küsste sie zärtlich.
„Ich liebe dich auch", flüsterte sie als der Kuss geendet hatte.
Drei Wochen später.
Es war kurz vor zehn Uhr morgens an Heiligabend. Die Notaufnahme war festlich geschmückt und es herrschte eine ausgelassene Stimmung, denn glücklicherweise war an Heiligabend selten über die Maßen viel los, was wohl in erster Linie daran lag, dass alle Welt die Festtage im Kreise der Familie verbringen wollte. Etwas, worauf Notfallärzte und Schwestern zuweilen verzichten mussten. Carol Hathaway, die Oberschwester der Notaufnahme, lehnte an der Wand nahe eines Untersuchungsraumes. Ihre Augen ruhten auf dem pädiatrischen Oberarzt Doug Ross, ihrem Verlobten.
Sie beäugte ihn misstrauisch. Schon den ganzen Morgen, wenn sie genau darüber nachdachte sogar schon die letzten Tage, benahm er sich äußerst komisch. Ständig bekam er irgendwelche mysteriöse Anrufe, bat Kollegen um Gespräche unter vier Augen aus keinem ersichtlichen Grund. Carol war sich sicher, dass er sich wieder eine seiner Überraschungen hatte einfallen lassen, wie sie Überraschungen haste und das wusste er auch, dennoch konnte er es nicht lassen. Schließlich stieß sie sich von der Wand ab und ging auf Doug zu.
„Doug was machst du da?", fragte sie gerade heraus. Er sah auf und lächelte.
„Nichts", gab er unschuldig zu Antwort.
„Doug ich hasse Überraschungen und das weißt du, also versuch es gar nicht erst, ich spiel da nicht mit, sag mir..."
„Schon gut, schon gut, ich hatte ja gar nicht vor dich zu überraschen, gehen wir heute Abend Essen? Ich habe einen Tisch bestellt." Einen Moment lang war Carol versucht ihm zusagen, nur wenn du mir sagst was dieses Theater die letzten Tage sollte, entschied sich aber dann einfach nur zu lächeln und ihn zu küssen. In diesem Moment steuerte Chefärztin, Susan Lewis, auf den Empfang zu und Carol nutze die Gelegenheit.
„Susan, Susan ich muss dringend mit dir reden!" Die Ärztin fühlte sich ein wenig überrumpelt, dann nickte sie aber und sagte:
„Ja klar, was gibt's denn?" Carol führte Susan etwas von der Aufnahme und vor allem von Doug weg.
„Sag mal hat Mark dir etwas davon gesagt, dass Doug irgendeine Art Überraschung für mich vorbereitet?", wollte die Oberschwester wissen. Susan sah sie einen Moment lang an, bevor sie erwiderte:
„Nicht das ich mich erinnere..."
„Du lügst", stellte Carol fest, „Komm bitte sag mir was er vor hat."
Susan schüttelte demonstrativ den Kopf:
„Aus mir kriegst du nichts raus." In diesem Moment fiel der Chefärztin jedoch ein mit wem sie eigentlich über ein Thema sprechen wollte, das mit Dougs Überraschung fest verbunden war. Schleunigst verabschiedete sie sich von Carol und machte sich, um es nicht wieder zu vergessen, auf die Suche nach Anna Del Amico.
Diese saß an diesem ruhigen Tag in Untersuchungsraum 3 und bearbeitete Krankenblätter. Susan öffnete die Tür und trat ein. Anna sah auf, als sie bemerkt, dass die Tür geöffnet wurde.
„Störe ich?", fragte Susan und schloss die Tür hinter sich.
„Nein, ganz und gar nicht, was kann ich für Sie tun?"
„Ich habe vor ein Paar Tagen den wahren Grund ihrer Rückkehr ans County erfahren", meinte sie und setzte sich auf ein Liege. Anna sah die Chefärztin verblüfft an, dann entgegnete sie etwas unsicher:
„Der Grund warum ich zurück gekommen bin ist, dass ich hier eine Aussicht auf Erfolg hatte." Susan sah die Assistenzärztin einen Monet lang an und wiedersprach dann:
„Ich habe gehört Sie seien wegen Dr. Carter zurück gekommen."
„Kümmern Sie sich um jeden Assistenzarzt dermaßen?", wollte Anna wissen.
„Wenn ich es für wichtig halte, ja. Ich kann mir vorstellen, dass das alles sehr schwer für Sie sein muss, zum Beispiel, dass John mit einer anderen Frau liiert ist." Anna wandte schließlich ihren Blick ab und meint:
„Sie verstehen das nicht, an dem Tag an dem ich gegangen bin sagte er mir wie sehr er mich doch liebe und dass ich bei ihm bleiben solle. Ich wusste, dass ich ihn auch liebte aber sah keinen Sinn darin zu bleiben. Als ich zurück kam hatte ich die Hoffnung, dass wir noch ein mal von vorne anfangen könnten, ich hatte nicht daran gedacht, dass er sich vielleicht neu verlieben könnte."
Anna sah traurig drein, Susan meinte sogar Tränen in ihren Augen glitzern zu sehen.
„Wissen Sie, ich glaub, ich verstehe Sie sehr gut. Vor 1 ½ Jahren bin ich inmitten meiner Assistenzzeit nach Phönix gegangen. Mark – Dr. Greene meine ich- ist mir bis zum Bahnhof nachgelaufen und sagte mir, dass ich bleiben sollte weil er mich liebte. Ich liebte ihn auch und bin dennoch gegangen. Als ich jetzt aus beruflichen Gründen zurück gekommen bin, wurde mir klar, dass er auf mich gewartet hatte, ich hatte ein unwahrscheinliches Glück." Ein schwaches Lächeln zeichnete sich auf ihren Zügen ab, „Die beiden sind zwei ganz verschiedene Leute, John hatte noch nie an vergangenem festgehalten, ganz im Gegensatz zu Mark, ich finde Sie sollten es wie John machen und einfach weiter... leben." Mit diesen endgültigen Worten stand Susan auf, „Es ist besser für Sie, dass sage ich Ihnen in aller Freundschaft, wenn Sie hier weiterhin erfolgreich bestehen wollen müssen sie weiter leben, das sage ich Ihnen als Ihre Chefin."
Es war nunmehr Abend geworden, Dienste hatten geendet und Verabredungen standen an.
Carol und Doug verließen das Haus, die Frau warf ihrem Freund einen argwöhnischen Blick zu.
„Du musst dir ja wirklich Gedanken gemacht haben wenn du dich in so'n Gummiadler reinquetscht", bemerkte sie während sie seinen Smoking musterte, „Willst du mir nicht endlich sagen, was du vor hast?" Doug sah sie unschuldig an und meinte:
„Ich habe nichts vor, ich wollte nur mal zur Feier des Tages schick mit dir essen gehen."
Sein Blick wanderte an ihr auf und ab. Sie trug ein schwarzes, recht kurzes Kleid, das ärmellos war, dazu passende schwarze, hochhakige Schuhe und um den Hals trug sie die Kette, die er ihr zum Geburtstag geschenkt hatte. Er mochte diese sehr, sie war aus Weißgold und zahlreiche Kettchen hingen davon hinab, jedes endete mit zwei Smaragden und einem Rubin wobei die Smaragde jeweils vor und hinter dem Rubin angeordnet waren.
„Du siehst übrigens atemberaubend aus", kommentierte er dann. Carol schnaubte verächtlich, irgendetwas stimmte doch an dem Braten nicht und sie war beleidigt, dass Doug es nicht für nötig hielt ihr zu sagen, was er vorhatte.
Carol sah Doug unablässig an, dieser lächelte sie jedoch nur verschmitzt an. Das Essen hatte großartig geschmeckt und Carol war mittlerweile versucht ihm zu glauben, dass er nichts hinterhältiges geplant hatte. Sie lehnte sich zurück ohne ihrer Augen von ihm abzuwenden.
„Was ist denn?", wollte er wissen und lächelte. Erst zögerte sie, erwiderte dann jedoch:
„Und du hast wirklich nichts weiter vor?" Er schüttelte heftig den Kopf:
„Wie kommst du eigentlich immer auf so etwas albernes."
„Ich weiß es auch nicht... Macht der Gewohnheit würde ich sagen", seufzte sie, dann lehnte sie sich wieder nach vorne und fügte hinzu: „Ich bin froh, dass du diese Gewohnheit abgelegt hast, so muss ich nicht immer Angst haben, dass noch irgendetwas kommt auf das ich nicht vorbereitet bin!"
„Was zum Bespiel? Vielleicht so etwas?" Doug nahm einen Löffel und schlug damit gegen sein Weinglas um sich Gehör zu verschaffen, dann stand er aus und trat auf ihre Seite des Tisches. Der glückliche Ausdruck auf Carol Gesicht wich einem Ausdruck blanker Bestürzung. Hilfesuchend sah die Krankenschwester sich im Restaurante nur um zu sehen, dass sämtliche Blicke im Raum auf ihnen lagen.
Das kann doch nicht sein, bin ich echt so blind gewesen?, fragte sie sich bestürzt. Sie erkannte Mark und Susan die nur einen Tisch von ihnen entfernt saßen und Lizzie und Luka direkt daneben, noch weiter Carter, Lucy, Dave, Gabrielle und Anna an einem größeren Tische, eine Großteil der Schwestern, Randy, Jerry, Weaver, Jeanie, Benton... Als sie sich einmal komplett umgesehen hatte wurde ihr bewusst, dass ziemlich die gesamte Notaufnahme versammelt war. Doug räusperte sich um Carols Aufmerksamkeit wieder auf sich zu lenken.
