Roy traute seinen Ohren nicht. Hatte Amanda Waller tatsächlich gerade gesagt das die Opfer radioaktiv verseucht waren. Roy lehnte sich geschockt zurück. Die kaputte Sprungfeder bohrte sich in seinen Hintern, doch das kümmerte ihn nicht. Der Schock war einfach zu groß.

"Sie meinen... Radioaktiv im Sinne von... Tschernobyl radioaktiv oder... Godzilla mäßig radioaktiv?" stammelte Roy.

"Ich würde sagen eine Mischung aus beidem!" sagte Amanda mit einem leicht besorgtem Ton. "Ich bin mir sicher in ein paar Sekunden wird auf diesem Nachrichtensender eine Eilmeldung erscheinen. Wir können das nicht verheimlichen. Die Strahlung an der Absturzstelle ist so hoch das Plattenhardt wahrscheinlich evakuiert werden muss..."

Roy hörte weiter fassungslos zu. Mit offenem Mund und zitternd hörte er weiter zu.

"...Die Krebsrate wird in der ganz Filderstadt, Leinfelden-Echterdingen, eigentlich im ganz Baden-Württemberg sprunghaft ansteigen... Mister Harper, ich hoffe sie verstehen jetzt warum die Sache so heikel ist."

"Wie... ich meine... Ist da eine Atombombe im Frachtraum explodiert oder was?" fragte Roy und stand auf wobei er den Teller mit den Spätzle auf dem Couchtisch umwarf und alles auf dem Teppich landete.

"Wir glauben das er das Siebenbürgen-Projekt aus dem Land schaffen wollte. Er war nach Oslo gebucht und wollte in Hannover umsteigen. Wir wissen das er in Fredrickstad, im Süden Norwegens einen Freund hatte. Unsere Kollegen aus dem Büro in Oslo befragen ihn gerade..."

"Schon wieder dieses Siebenbürgen-Dingsbums. Warum können sie es nicht Transsylvanien-Projekt nennen? Ich kenne dieses Wort wenigstens. Sie-ben-bür-gen klingt so... Sieben mäßig..." maulte Roy und nahm sein Glas mit Cola vom Tisch um einen Schluck zu nehmen. "Ich meine... ich meine... was wollten die den in Transsylvanien? Und sie, was wollen sie da? Nach Vampiren suchen oder was?"

"Das müssen wir nicht! Den Beweis für die Existenz von Vampiren haben wir schon!" sagte Amanda nun wieder kühler.

Roy, der gerade einen Schluck Cola nehmen wollte, spuckte vor Schreck alles wieder aus und direkt auf Amanda. Diese wich erschrocken einen Schritt zurück und zog ein Taschentuch hervor um sich das Gesicht zu säubern.

"Wie bitte?"

Amanda wischte sich das Gesicht und ihr Kostüm ab und drückte Roy das feuchte Taschentuch in die Hand. "Ich sag nur soviel... Wenn sie mal nach Cluj reisen, besuchen sie den Hoia-Baciu-Wald Nord-westlich der Stadt. Wunderschön bei Tag. Aber meiden sie ihn unbedingt bei Nacht... Einer unserer Agenten hat ein Paar Tage nach seinem Besuch dort angefangen unsere Leute anzuzapfen... Wie auch immer... Wir wussten das das Siebenbürgen-Projekt eine Radioaktive Waffe sein musste. Wir haben aber keine Ahnung was sie bezwecken sollte oder wer in der Firma dafür verantwortlich war bzw. ist..."

"Und was soll ich jetzt tun?" fragte Roy geschockt.

"Sie, sagen mir jetzt endlich was sie mitbekommen haben als sie in diesem Gartenschuppen waren und unter der Terrasse als sie an diesem Balken hangen."

Roy setzte sich wieder und schlug die Hände aufs Gesicht. Er versuchte sich zu erinnern was an jenem Tag war. Er erinnerte sich noch an die Mausefalle in die er hineingegriffen hatte, an die Harke die ihm ins Gesicht knallte... aber dann kam es wieder...

"...er hatte Angst! Vor seinem Boss und vor Ihnen!" sagte er und zeigte mit dem Finger auf Amanda. "Er war verzweifelt... Die Frau sagte sie wollte es nicht mehr im Haus haben. Sie wusste wohl über das Projekt bescheid und was es konnte. Die Tochter hab ich nur kurz gesehen, sie ist mit einer Freundin ausgegangen sowie ich verstanden habe..."

"Das wissen wir... Die Freundin der Tochter wurde vor zwei Stunden tot aufgefunden! Noch bevor wir sie befragen konnten."

Erneut war Roy geschockt. "Oh Gott! Was ist passiert?"

"Jemand hat ihr in ihrem eigenen Zimmer das Genick gebrochen." sagte Amanda. "Wahrscheinlich wusste sie etwas und musste deshalb sterben."

"Ich... Ich habe ihnen alles erzählt was ich weiß! Außer..."

"Außer was?"

"Ich weiß nicht. Aber ich hatte das Gefühl... als ob er beobachtet würde. Er hatte Angst das er ausspioniert würde." erklärte Roy. "Sonst habe ich Ihnen alles erzählt was ich weiß. Sie sind ins Haus zum Essen und ich bin gegangen."

"Naja, Sie sind einen Weinberg runtergekullert. Aber genug davon. Sie haben mir sehr geholfen." sagte Amanda und schloss ihren Notizblock. "Wie schon gesagt, sie hatten großes Glück sich ausgerechnet in dieser Stadt niederzulassen. Ich bedauere es ehrlich gesagt sie da mit reingezogen zu haben..."

Roy sah es an ihrem Gesichtsausdruck. Sie schien wirklich besorgt zu sein. Sie blickte zum Fernseher und tatsächlich gab es Eilmeldungen über Radioaktive Strahlung rund um die Absturzstelle.

"Das ist ein neues Tschernobyl Mister Harper!" murmelte sie. "Sie sollten Vorsichtig sein. Das meine ich ernst! Wir können nicht vermeiden das die Deutschen Behörden nun alles auf den Kopf stellen werden. Er war ihr Fahrgast! Sollte sich die Polizei bei Ihnen melden... sagen Sie ihnen einfach das er nicht geredet hat während der Fahrt. Das wird das beste sein."

Amanda machte sich auf zu gehen. Roy sprang auf und stellte sich ihr in den Weg.

"Und was jetzt?" fragte er. "67 Menschen sind tot! Und ich weiß genug über Radioaktivität das ich weiß das viele weitere Folgen werden. Was gedenken Sie jetzt zu tun?"

"Ich kann nichts tun! Die Deutschen werden jetzt erst einmal den Ort evakuieren. Aus allem Anderen müssen wir und vor allem Sie sich heraus halten. Vergessen Sie nicht... Sie sind nicht mehr Roy Harper." sagte Amanda kühl und öffnete eine Schublade aus der sie seinen Kanadischen Reisepass herauszog. Er fragte sich im ernst woher sie wusste das er da war. "Sie sind Ronald Batson. Ein kanadischer Staatsbürger der gerade nach Deutschland eingewandert ist. Also benehmen sie sich auch wie einer."

Mit diesen Worten klatschte sie Roy seinen Pass in die Hand und machte sich auf zu gehen.

"Ich dachte Ihr Verein jagt Terroristen und so ein Scheiß?"

"Das war kein Terrorakt. Das war ein Flugzeugunglück bei dem unbekannte Fracht in Brand geraten ist. Wir können nichts tun im Moment. Wenn Sie sich einmischen wollen... Ich halte Sie nicht auf. Aber ich warne sie... Wenn Sie erwischt werden, können wir nichts für sie tun. Sie sind völlig auf sich alleingestellt. Aber ich rate Ihnen wirklich sich rauszuhalten..."

"Unter einer Bedingung!" rief Roy als Amanda zur Tür ging. Langsam drehte sie sich um und sah ihn streng auf. "Könnten Sie dafür sorgen das Andras' aus der Haft entlassen wird. Er hat mit der Sache nichts zu tun."

"Ich sehe was ich tun kann..." sagte sie lapidar und verlies die Wohnung.

Roy lief auf und ab. Immer wieder sah er auf den Fernseherbildschirm. Die noch qualmenden Trümmer der Maschine waren weit verstereut. Der besorgte Ton der Nachrichtensprecherin die sichtlich Geschockt war machte ihn ganz trübsinnig. Noch immer konnte er nicht stillhalten. Einer seiner Freunde war in Schwierigkeiten. Eine radioaktive Wolke hing über dem Land. Doch was sollte er tun... vielleicht wusste Felicity ja etwas... Sie jetzt anzurufen war riskant... aber jetzt war es ihm egal...

Weit entfernt in Starling City überreichte diese lächelnd ihrem Vermieter den Schlüssel zu der inzwischen leeren Wohnung während Oliver, mit etwas Hilfe von Thea noch ein paar Sachen ins Auto trug.

"Alles leer, besenrein und die Nachsendeadresse für die Post liegt auf dem Küchentresen." sagte Felicity.

"Danke! So eine gute und zuverlässige Mieterin wie sie wünscht sich jeder Miss Smoak!" sagte der Mann. "Ich wünsche Ihnen alles Gute!"

"Vielen Dank! Ihnen auch! Oh, das Telefon habe ich abgemeldet... könnte aber sein das es nochmal klingelt." sagte sie und ging zu Oliver und Thea nach draußen.

Thea umarmte ihren Bruder zum Abschied.

"Du musst uns umbedingt in unserem neuen Haus besuchen." sagte Oliver und schloss den Kofferraumdeckel.

"Mach ich auf jeden Fall. Aber versprecht mir euch nicht für alle Ewigkeit aus Starling City zu verziehen." sagte Thea. "Also machts gut!"

"Du auch!" sagte Oliver und stieg zu Felicity ins Auto.

Thea winkte ihnen hinterher als sie davonfuhren und blieb stehen bis der Wagen nicht mehr zu sehen war. Anschließend ging sie zurück zu Felicitys Haus um ihre Tasche zu holen die noch in der Küche war.

"Awww... Miss Smoak war die erste Mieterin die nie Probleme gemacht hat. Ich gebe zu das ich sie vermissen werde!" sagte der Mann.

"Hmm... Ja... ich auch..." murmelte Thea bis plötzlich das Telefon klingelte. "Hmm... Da sollten sie rangehen."

"Miss Smoak sagte sie hätte den Anschluss gekündigt!" sagte der Mann und hob ab. "Hallo!"

"Hallo?" sagte Roy verwundert während er auf seiner Couch saß und eigentlich Felicity erwartet hatte während er jetzt eine fremde Stimme hörrte. "Bin ich Richtig bei Felicity Smoak?"

"Oh, das tut mir leid! Sie haben Sie verpasst! Sie ist heute ausgezogen und mit ihrem Freund..."

"WAS?!" brüllte Roy und unterbrach den Mann. "WO IST SIE?"

"Sie ist vor zwei Minuten abgefahren."

"Awww... Bitte ich rufe aus Deutschland an! Ich muss dringend mit ihr reden."

"Aus Deutschland..." sagte der Vermieter laut was Thea aufschreckte gerade als sie zur Tür rausgehen wollte. Sie erinnerte sich an die Anrufe die sie aus Deutschland bekommen hatte.

"Geben Sie mir das Telefon!" sagte Thea und riss dem Mann den Hörer aus der Hand.

"...hallo sind Sie noch dran?" hörrte sie Roys Stimme.

"Roy?!" begriff Sie schokiert und sah aufs Display. Es war wieder eine Nummer aus Deutschland.

"THEA?!" schrie Roy geschockt.

"Was zum... Wie..." stammelte sie geschockt und sah das der Vermieter noch da war und zuhörte. "Entschuldigung... Das ist ein Privatgespräch... das ich für Miss Smoak notieren sollte. Entschuldigen Sie bitte!"

Der Vermieter ging weg als Thea ihn davon scheuchte und kontrollierte weiter die Wohnung. Thea nahm das Telefon und verzog sich mit dem Apparat in die leere Küche um mit Roy zu reden. Sie war völlig baff und musste erst einmal ihre Gedanken sortieren.

"Bist das wirklich du?" sagte sie ganz lapidar.

"I... Ich... Was machst du denn da? Ich meine... ich meine..." stotterte Roy und lies sich wieder auf sein Sofa fallen.

Thea zog sich noch weiter zurück und passte auf das Felicitys Vermieter nichts mitbekam.

"Roy, wie gehts dir?" fragte Thea besorgt. "Du lebst in Deutschland?"

"Hmm... Ja!" murmelte Roy. "Ich hatte, etwas Hilfe bei der Flucht. Was machst du da? Wo ist Felicity?"

"Sie ist heute ausgezogen. Sie ist mit Oliver in eine Kleinstadt gezogen!" erklärte Thea. "Hast du mich neulich im Club angerufen?"

"Ja!"

"Gut das du aufgelegt hast! Quentin stand in dem Moment neben mir und er hätte dich gehört. Wieso bist du in Deutschland?"

"Hat sich so ergeben! Du würdest es mir eh nicht glauben!"

"Und was wolltest du von Felicity?"

"Sie hatte mir schon mit meinem neuen Reisepass geholfen. Ich hoffte das sie etwas für mich herausfinden könnte..."

"Entschuldigung, ich möchte jetzt abschließen!" sagte der Vermieter der plötzlich wieder in der Küche war.

"Eine Sekunde!" sagte Thea als sie sich umdrehte und den Mann mit einem breiten Unschuldigen Grinsen ansah.

"Ist jemand bei dir?" fragte Roy.

"Ja, es ist schlecht im Moment. Ich sage deiner Cousine das du angerufen hast." improvisierte Thea.

"Meiner Cousine? Oh, jemand hörrt mit!" realisierte Roy. "Okay, hasst du was zum schreiben?"

Thea drehte sich zum Vermieter um. "Haben Sie zufällig was zum schreiben?"

Der Mann zog einen Kugelschreiber aus seiner Hand und einen kleinen Notizblock auf dem Thea die Nummer die Roy ihr notierte und die sie später zurückrufen wollte. Sie riss das Blatt ab und dankte dem Mann bevor sie sich wieder Roy zuwandte.

"Es war schön wieder deine Stimme zu hören!" sagte Thea wobei ihr beinahe die Tränen kamen.

"Ditto!" sagte Roy bevor sie sich verabschiedeten und auflegten.

Thea war sichtlich aufgewühlt als sie am Vermieter vorbei und aus der Wohnung eilte. Der Mann sah ihr noch kurz hinterher bevor er wieder auf seinen Notizblock blickte und mit einem Bleistift die Stelle schraffierte an der Thea geschrieben hatte und auf der nun die Telefonnummer zum Vorschein kam...

Thea sprang in ein Taxi und eilte in ihre Wohnung zurück. Dort schloss sie die Tür ab, zog sich in ihr Schlafzimmer zurück und kramte aus einer Schublade ein Spezialhandy heraus. Das laut Oliver, abhörsichere Handy war für dieses Telefongespräch besser geeignet. Roy hatte nicht einmal eine halbe Stunde gewartet bis sein Telefon wieder klingelte. In der Zwischenzeit hatte er weiter die Nachrichten verfolgt und versucht seine Gedanken wieder zu ordnen und das heruntergeworfene Essen vom Teppich zu putzen. Roy sprang auf das Telefon zu und nahm hastig ab.

"Hallo! Wer ist da?" sagte er auf Deutsch.

"Roy?" sagte Thea.

"Oh, hallo! Gut das du zurückrufst! Kannst du frei reden?"

"Ja, ich bin allein!"

"Awww... Thea... Es ist schön wieder mit dir zu sprechen."

"Geht mir genau so!" sagte Thea. "Wie bist du nach Deutschland gekommen?"

"Naja... das ist eine lange Geschichte..." murmelte Roy.

Roy erzählte etwa eine halbe Stunde lang von den letzen drei Monaten. Von seinem Umzug nach Deutschland. Von der Flucht bei der Ihm ein fliegender Superheld geholfen hatte. Von seinem neuen Job und seinen neuen Freunden.

"Du... hasst Captain Marvel erschaffen?! Und ich soll dir tatsächlich glauben das dieser 2 Meter große Schrank erst 12 Jahre alt ist?" fragte Thea ungläubig.

"Ich habe ihn nicht erschaffen!" maulte Roy und hielt kurz inne bevor er kleinlaut weiterredete. "Ich habe nur einen Teil dazu beigetragen das er den Typen trifft der ihn erschaffen hat. Thea hör mir zu... hier gehen einige seltsame Dinge vor..."

"Was meinst du? Ich dachte du wolltest dich aus allem heraushalten um nicht..."

"Ich weis was ich wollte!" sagte Roy schroff und fiel ihr damit ins Wort. "Sorry! Ich bin nur gerade... Aww... Hör mir zu! Ich bin ja Taxifahrer wie ich erzählt habe. Diese Amanda Waller von ARGUS hat mich aufgespürt und mich dazu gezwungen so einen Typen heim zufahren."

"Okay, soweit kann ich noch folgen! Ich habe sowieso den Verdacht das diese Waller sich viel zu sehr in unser aller leben drängt."

"Dieser Typ ist heute bei einem Flugzeugabsturz ums leben gekommen. Es ist überall in den Nachrichten. Bestimmt auch bei euch."

"Warte kurz!" sagte Thea und schaltete ihren Fernseher an. Tatsächlich wurde auch bei ihnen ausführlich über den Absturz und die radioaktive Verseuchung der Absturzstelle berichtet. Im Fernseher war zu sehen wie die Bewohner der naheliegenden Ortschaften ihre Häuser verließen und flohen. "Oh... mein... Gott!"

"Das kannst du laut sagen!" sagte Roy. "Diese Waller war wieder hier! Sie hat mich um den Finger gewickelt weil sie Sin aus der Stadt geschafft hat. Sie hat mich ausgefragt. Ein Freund von mir ist verhaftet worden nur weil er den Flieger beladen hat und ich habe die ganze Zeit das Gefühl als ob mein Fahrgast vielleicht daran schuld war. Er hat ein Kischinau-Projekt erwähnt. Und das Flugzeug wurde wahrscheinlich durch etwas ähnliches zum Absturz gebracht. Ich wollte eigentlich Felicity fragen, weil sie so fit darin ist aber... kannst du mir helfen?"

Thea bejahte sofort.

Was Thea nicht mitbekam war das nicht weit entfernt, Felicitys Vermieter das Gebäude des Starling City Police Departments betrat. Erhobenen Hauptes folgte er einer Polizistin durch das Gebäude und direkt in Quentins Büro. Dieser sah sich auch die Nachrichten über den Absturz an bis er merkte das an seine Tür geklopft wurde. Quentin sah durch die Glasscheibe sofort wer da war und winkte sofort das sie reinkommen sollten. Der Mann setzte sich Quentin gegenüber und die Polizistin verließ wieder den Raum.

"Und? Was haben Sie für mich?" fragte Quentin und sah den Mann mit strengem Blick an. "Ihr Anruf hat mich sehr überrascht."

"Also, eigentlich gehört es sich ja nicht seinen Mietern hinterher zuspionieren, aber..."

"Aber, was?" rief Quentin zorniger. "Wir haben eine Vereinbarung! Sie berichten mir über verdächtige Aktivitäten rund um Miss Smoak und ich sorge dafür das Ihre Tochter nicht angeklagt wird!"

Der Mann seufzte. Quentin kam einige Wochen zuvor auf ihn zu und bat ihn Felicity auszuspionieren und verdächtige Aktivitäten zu melden. Im Gegensatz dazu versprach Quentin dafür zu sorgen das seine Tochter, die in Central City verhaftet wurde, aus dem Gefängnis kommen würde. Quentin wollte herausfinden ob es wirklich noch einen 'Arrow' gab. Und Felicity war seiner Meinung nach die beste Verbindung.

"Also, Miss Smoak ist heute weggezogen..." begann der Mann.

"WAS?!" brüllte Quentin. "Sie ist heute weggezogen und Sie sagen mir vorher nichts?"

"Ich hielt es nicht für so wichtig." sagte der Mann zögerlich und reichte Quentin den Zettel mit Felicitys und Olivers neuer Adresse. "Ansonsten war nichts außergewöhnliches. Ich habe nichts gefunden. Außer..."

"Außer was?"

"Also... Da hat ein Mann angerufen. Die Schwester Ihres Freundes hat mir den Hörer aus der Hand gerissen. Aber ich bekam mit das der Anruf aus Deutschland kam!"

Das machte Quentin hellhörig: "Aus Deutschland! Woher genau? Können Sie die Stimme beschreiben?"

"Woher genau in Deutschland weiß ich nicht! Aber es war ein junger Mann. Und er sprach Akzentfrei Englisch. Er war also Amerikaner. Sonst habe ich leider nichts gehört. Aber er hat eine Telefonnummer hinterlassen die das Mädchen diktiert hat..."

Quentin nahm den Zettel mit der Nummer entgegen und auf seinem Gesicht zeichnete sich langsam ein lächeln ab.

"Was ist nun mit meiner Tochter?" fragte der Vermieter.

"Ich rufe gleich in Central City an." sagte Quentin kühl und verwies den Mann des Raumes.

Als er weg war stand er auf und schloss die Jalousien um den Blick nach innen zu verdecken. Dann ging er zurück zu seinem Schreibtisch und öffnete die unterste Schublade. Darin war eine große, schwere Stahlkassette die er mit einem Schlüssel aufschloss und in der sich eine dicke Akte mit dem Aufdruck 'Streng Vertraulich' befand. Quentin öffnete die Akte und blätterte sie durch.

Quentin wusste, Roy Harper war nicht Arrow. Oliver Queen musste es sein. Die Organisation ARGUS hatte irgend etwas damit zu tun. Der Typ der ihn damals entführt hatte und ihm alles erzählte auch. Und das Roy Harper noch irgendwo am leben war. Er hatte Beweise gesammelt. Der Papierfetzen den er vor einigen Wochen in Felicitys Wohnung fand hatte er mühsam selbst untersucht. Die Briefmarke war aus Deutschland, aus Stuttgart genauer gesagt. Von dort hatte der Club Verdant ein paar Anrufe erhalten. Einer von einer Privatnummer und einer aus einer Telefonzelle. Dann schielte Quentin wieder zum Fernseher in dem über den Absturz berichtet wurde. Ebenfalls in der nähe von Stuttgart. Sofort blätterte er weiter zu einer Weltkarte. Er hatte die Spur verfolgt... Monument Point, Blüdhaven, Keystone City, Central City, Fawcett City, Villers-Bogace (Frankreich), Paris,... und nun Stuttgart.

Quentin dachte nach. Wie konnte er nach Europa gelangen? Das war ihm jetzt egal. Denn er hatte einen Anhaltspunkt. Alle Spuren führten nach Deutschland!

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