nach langer zeit kommt nun das nächste chapter.
sorry,das es nu so langsam voran geht, aber momentan bin ich mit dem Führerschein beschäftigt...
vielen lieben Dank für die tollen Kommis!
und auch an meine tolle Beta WolfgangdelaCroix! dich fest knuddel
viel spaß beim lesen:Parallel Lines
Part 10
Harry kehrte in der dritten Augustwoche nach Hogwarts zurück, eine Woche bevor die Schüler eintreffen würden. Professor McGonagall hatte es geschafft, für Harry eine Erlaubnis des Ministeriums zu bekommen, um dorthin zu apparieren. Severus hatte bereits alle seine Sachen mitgenommen. Alles was Harry also noch mitbringen musste, war er selbst, der Rollstuhl und natürlich die Tränke. Es war viel einfacher so, als mit dem Zug. Es half, dass der Transportminister der Onkel von Ernie Macmillan war. Albert Macmillan war eher dazu geneigt, Ernie's Version der Geschehenisse (schließlich war Ernie ja dort gewesen, nicht wahr?) darüber, dass Harry die Magie der anderen Schüler gelenkt hatte – was nur mit deren Einverständnis möglich gewesen war – zu glauben, als den Klatsch, der täglich den Tagespropheten schmückte. Dass Harry zu mächtig für sein eigenes Wohl war und den ganzen Rest.
Severus und Professor McGonagall warteten am Rande der Schutzzauber auf Harry, aber dieser hatte Augen für niemanden außer Severus, bekam sogar beinahe Minervas Begrüßung nicht mit. Sie nahm seine Hand und lächelte ihn sanft an. „Es ist gut, dich wieder hier zu haben, Harry."
„Dankeschön, Professor."
„Harry, du musst mich Minerva nennen. Schließlich sind wir ja jetzt Kollegen."
„Dankeschön, Minerva." Es fühlte sich seltsam an, diese strenge Frau mit ihrem Vornamen anzusprechen, aber er vermutete, dass er sich mit der Zeit wohl daran gewöhnen würde. Immerhin, wenn er es geschafft hatte, Snape Severus zu nennen, sollte Minerva kein Problem darstellen.
„Severus wird dir eure neuen Räume zeigen, aber ich erwarte euch beide um drei bei der Lehrerkonferenz. Ich dachte, ich würde nie den Tag sehen, an dem wir Severus aus den Kerkern bekommen würden!"
Sobald Minerva sich umdrehte und zum Schloss hinaufging, sah Harry zu Severus. „Sie weiß also über uns Bescheid?"
„Es ist Hogwarts, Harry. Natürlich weiß sie es. Stört es dich, wenn die Leute bescheid wissen?"
„Nein, das ist es nicht. Es ist – oh, wenn die Leute es herausfinden – ich kann es jetzt schon in ihren Köpfen arbeiten sehen, wenn sie sich fragen, was wir machen, wie wir es machen, wo ich doch im Rollstuhl sitze. Ich will nicht unbedingt, dass irgendwelche Leute sich über unser Liebesleben Gedanken machen."
„Harry, sie würden sich das immer fragen, ob du jetzt in einem Rollstuhl sitzt oder nicht. Es geht sie sowieso nichts an, versuch einfach sie zu ignorieren. So, soll ich dir jetzt die große Tour geben?" Severus verbeugt sich, lief dann um Harry herum und schob ihn zum Schloss hinauf, um ihm ihre neuen Räume zu zeigen.
Sie waren hell und geräumig, mit großen Fenstern, sodass sie von ihrem Wohnzimmer aus einen wundervollen Blick auf den See genießen konnten. Alle Türen waren breit genug für seinen Rollstuhl und sie öffneten und schlossen sich automatisch mit nur einem Wort.
„Aber mir ist es nicht erlaubt, Magie zu benutzen.", protestierte Harry.
„Es sind die Türen, die magisch sind, Harry. Nicht du. Sie wurden von Cynthia Cole genehmigt, der Gesundheitsministerin. Fudge kann daran nichts ändern." Harry sah hinunter auf sein Armband und dachte darüber nach. Severus führte ihn weiter herum und zeigte ihm alles, erst sein Büro, dann Harrys und dann das Badezimmer. Es war mit den Gedanken an eine behinderte Person erstellt worden, mit einer großen Doppeldusche, niedrigen Regulierern, einem Gelände und einem Hocker, sodass er nicht allzu lange würde stehen müssen. Dies alles würde es ihm ermöglichen, viel unabhängiger zu werden.
Es gab auch eine große klauenfüßige Badewanne in der Mitte des Raumes, aber Harry glaubte nicht, dass er diese würde benutzen können, außer Severus half ihm hinein und dann wieder hinaus, was natürlich auch Vorteile hätte. Er lächelte.
„Wer hat das alles gemacht?", fragte Harry. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass vorher Räume hier gewesen sind."
„Hagrid hat dem Schloss gesagt, was gebraucht wird und den Rest hat das Schloss gemacht."
„Hagrid? Das Schloss?"
„Wusstest du das nicht? Hagrid ist der Schlüsselhüter von Hogwarts."
„Doch, das wusste ich. Aber ich dachte, das bedeutet, er schließt das Schloss nachts ab und solche Dinge halt."
„Das auch, aber du denkst zu wörtlich, Harry. Hogwarts hat nicht nur physische Schlüssel. Der Hüter geht sicher, dass die Zauber intakt sind, er hat eine Verbindung zu dem Schloss, genau wie der Schulleiter, aber der Hüter ist derjenige, der das Schloss um etwas bitten kann."
„Wow! Also hat Hagrid das Schloss gefragt und es hat all das hier für mich gemacht?"
„Das hat es in der Tat, Harry. Hier lang, jetzt kommt die Küche."
Harry wurde in den bisher modernsten Raum gebracht, ein wahres Königreich aus Weiß und Chrom und ausgerüstet mit jedem erdenklichen, elektronischen Gerät. Eine Kaffeemaschine, elektrischer Kessel, Mikrowelle, Sandwich-Toaster und vieles mehr. Alle Regale und Schränke waren niedriger als normal angebracht, sodass Harry sie von seinem Rollstuhl aus erreichen konnte.
„Ich wusste nicht, dass Elektrizität in Hogwarts funktioniert."
„Genau genommen, tut sie es nicht.", erklärte Severus. „Arthur Weasley hat daran gearbeitet. Er hat ein dämpfendes, magisches Schild um die Küche herum errichtet. Es ist der einzige Ort in ganz Hogwarts, an dem Elektrizität funktionieren wird. Jetzt kannst du also kochen, wann immer du willst."
„Da gibt es nur ein Problem, Severus. Ich kann nicht kochen."
„Deine Mutter ist professionelle Köchin und du erzählst mir, du kannst nicht kochen?"
„Genau. Dachtest du wirklich, sie würde jemand anderen in die Küche lassen?", lachte Harry.
„Oh, ich denke, ich verstehe. Das heißt also, ich muss dir beibringen wie man kocht und auch…. andere Dinge." Severus lehnte sich hinunter und streichelte Harrys Nacken mit seinen Fingerspitzen. Harry lehnte sich in die Berührung, sein Nacken war schon immer empfindlich gewesen, aber jetzt sogar noch mehr, als ob es ein Ausgleich für die Taubheit in anderen Gebieten war.
„Gott, das fühlt sich wunderbar an, Sev.", seufzte Harry.
„Gut. Mein Ziel ist es, dir Freude zu bereiten."
„Das tust du wirklich, Severus." Harry drehte seinen Kopf so, das er den anderen Mann ansehen konnte. Er streckte seinen Hals in stiller Einladung, bereit für einen Kuss. Severus schien nur allzu glücklich, zu gehorchen.
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Ein wenig atemlos und erhitzt, schafften sie es fünf Minuten vor Beginn der Konferenz am Lehrerzimmer zu sein. Ein Platz in dem Stühlekreis war für Harrys Rollstuhl geräumt worden. Severus schob ihn dorthin und setzte sich in den Stuhl daneben.
„Nun, Harry, du kennst jeden hier außer Robert Andrews bereits. Er ist unser neuer Geschichte der Magie Lehrer. Robert, das ist Harry, Harry Potter."
„Harry Johnson.", sagte Harry automatisch. Er würde sich nie an diesen Namen gewöhnen. Er fühlte sich nicht wie ein Potter, ganz egal, wie oft die Leute ihm auch sagten, dass er ganz genau das war. Es waren nicht James oder Lily Potter an die er sich erinnerte, die ihm Gute-Nacht-Geschichten vorgelesen hatten; die sich um ihn gekümmert hatten, als er als Kind krank gewesen war, mit Husten und Erkältungen, es waren David und Helen Johnson, von denen er als seine Eltern dachte. Johnson war jetzt sein Name, nicht Potter.
„Sorry, Harry. Ich vergesse das nur immer.", sagte Minerva. Robert Andrews lehnte sich quer über den Kreis und hielt Harry seine Hand zum Schütteln entgegen. Seine Haare waren lang und blond, Harry schmerzhaft an Lucius Malfoy erinnernd und er schrak ein wenig vor der Berührung des Mannes zurück, sich fühlend, als würde er nicht genug Luft bekommen. Severus bemerkte seine Unruhe und legte seine Hand auf Harrys Knie, sie nicht bewegend, sondern ihn einfach nur wissen lassend, dass er da war.
„Was ist mit Professor Binns?", fragte Harry. Wenn der Tod ihn schon nicht davon abgehalten hatte, unzählige Schüler zu langweilen, wusste er nicht, was sonst.
„Er hat endlich den Geist aufgegeben!" Der neue Lehrer lachte laut, unglaublich amüsiert über seinen eigenen Witz. Niemand sonst lachte.
McGonagall blickte ihn finster an. „Professor Binns hat sich dazu entscheiden, auf eine höhere Ebene zu gehen."
„Du und ich, wir werden eine Menge voneinander sehen, Harry.", sagte Andrews. Die Augen des Mannes hatten die seltsamste Violett-Färbung, die er je gesehen hatte, aber außer der Wärme dieser Farbe, strahlte der Mann Kälte aus. Dies war ein Mann, der sich nur um sich selbst kümmerte, ganz egal, was er sagte oder tat. Harry spürte solche Dinge bei den Leuten, er wusste instinktiv, wem er vertrauen konnte und wem nicht.
Er hatte nie über sich selbst als übersinnlich oder irgendetwas in der Art gedacht, er akzeptierte einfach, dass er manchmal Dinge wusste, Dinge spüren konnte. Alle Haare auf seinem Körper standen ab, als er auf die Gefahr reagierte, die von diesem Mann ausging, nur wusste er nicht, was diese Gefahr war. Er hatte nur kurze Eindrücke von Gefühlen, nichts konkretes wie eine Vision.
„Werden wir?", fragte Harry, überhaupt nicht begeistert von der Idee, auch nur ein kleines bisschen Zeit mit diesem Mann zu verbringen.
„Ja, ich kann dir helfen mit den ganzen Zaubererbräuchen, die du nicht kennst, weil du ja von Mugglen aufgezogen worden bist."
Er schaffte es, dass Wort Muggle wie eine Art Krankheit klingen zu lassen. „Mugglegeborene kennen einfach unsere Art nicht."
„Als nächstes werden Sie wohl sagen, es solle ihnen verboten werden, Hogwarts zu besuchen.", sagte Professor Lupin. „Wie ist ihre Haltung zu Werwölfen?"
„W… Werwölfen? Schulleiterin, sicherlich erlauben Sie doch keine Werwölfe in Hogwarts?" Der Mann war erheblich blasser geworden.
„Sie meinen, Sie wussten es gar nicht?", fragte Severus ruhig. „Natürlich, Remus ist ziemlich sicher, solange er seinen Wolfsbann zu sich nimmt. Eine Schande, dass ich ihn noch nicht entwickelt hatte, als ich noch hier zur Schule ging, dann wäre es nicht zu dieser beinahen Katastrophe gekommen."
„Musst du mich immer daran erinnern?" Remus lächelte Severus und Harry an. „Das war vor fast zwanzig Jahren!"
„Er… e… er hat versucht, Sie zu beißen?" Wenn der Mann noch blasser werden würde, würde er Hagrids Hafergrütze Konkurrens machen.
„Ja, aber keine Sorge. Ich nehme jetzt den Wolfsbanntrank." Remus grinste und Harry war sich sicher, dass er ein leises Knurren hörte, Andrews kippte beinahe von seinem Stuhl.
„Danke, aber ich werde Ihre Hilfe nicht benötigen.", sagte Harry, sah Severus an und lächelte schüchtern. „Severus wird mir alles beibringen, was ich wissen muss."
so, das wars auch schon wieder.
hoffe auf viele und vor allem nette kommentare! grins
bye, wölfin
