Der restliche Tag ging schnell vorbei. Ich war froh, dass Charlie heute Nachtschicht hat. Denn ich kann meine Freude auf den morgigen Tag nicht verbergen. Deswegen dauerte es auch Stunden bis ich endlich einschlief.

Ich stand auf einer Lichtung und blickte einen Mann an. Umso länger ich ihn ansah umso wütender wurde ich. Doch ich weis nicht warum. Ich kannte diesen Mann noch nicht einmal. Wieso machte er mich so wütend?

Der Mann ging einen Schritt in die entgegengesetzte Richtung und da bemerkte ich das kleine Mädchen. Sie wimmerte und war verängstigt. Meine Wut stieg bis ins unermesslichen. Ich spürte kaum noch meine eigenen Bewegungen.

Mein Körper bewegte sich zu diesen Mann und kurz vor ihm, sprang ich ihn an. Jetzt bemerkte mich der Mann und wollte mich angreifen. In diesem Moment schreckte ich aus meinen Traum.

In meinem Kopf schwirren ein Haufen Fragen. Ich blickte mich im Zimmer. Ich erstarrte, als ich in zwei goldene Augen sah. Mein Gegenüber blickte mich genau so erschrocken an. Was …? Warum …?

Ich schüttelte leicht meinen Kopf um einen klaren Gedanken zu fassen. Jedoch ließ ich ihn nicht aus den Augen. „Was machst du hier?" fragte ich ihn schließlich. Er antwortete nicht gleich, sondern brauchte eine Minute. „Ich …. Ähm … Naja …. Ich ...Also" Er senkte seinen verlegen seinen Blick. Wenn er es könnte, würde er jetzt rot anlaufen. Das war der einzige Gedanke, denn ich bei diesen Anblick hatte.

Ich blickte kurz auf meinen Wecker. Es war kurz nach 1 Uhr abends. „Also was machst du hier kurz nach Eins?" fragte ich noch einmal mit ruhiger Stimme. Es regt mich nicht wirklich auf, dass er in meinem Zimmer ist. Bei im fühle ich mich sicher.

Er atmete einmal tief durch. „ Bella, ich weis nicht wie ich es sagen soll, aber ich versuche mal ganz ehrlich zu sein." meinte er mit den Blick auf seine Hand. Ich rutschte zu ihm ans Fußende des Bettes und legte meine Hand auf seine. Ich weis nicht warum ich es tat, doch es fühlte sich richtig an.

Er nahm meine Hand in seine und schaute mir ganz tief in die Augen. „Bella, seit ich dich das Erste Mal gesehen,fand ich dich faszinierend. Ich lebe seit über 100 Jahre auf dieser Erde und habe noch nie so etwas gefühlt wie wenn ich die ansehe oder nur an dich denke. Mein Himmel war schwarz, keine Sterne. Esme dachte schon Carlisle hat mich zu früh verwandelt, weil ich kein wirkliches Interesse an romantischer Liebe hatte. Meine Welt war düster. Doch dann kamst du!"

Er machte eine kurze Pause. Ich konnte nicht sprechen und starrte ihn nur interessiert an. Er legte noch seine andere Hand auf unseren Verschlungenen. „Du warst auf einmal da und erhelltest meine Nacht. Ich konnte die Sterne sehe. Alles was mir bis dahin wichtig war, verlor seine Bedeutung. Denn da einzige was in meinem Dasein wichtig ist bist DU.

Ich konnte einfach nicht bis morgen warten. Ich wollte dich jetzt wieder sehen." Es sah mich an und ich musste einfach fragen. „Machst du das öfters?" Irgendwie war es mir peinlich. Denn ich musste daran denken, dass ich im Schlaf rede. Ich hoffe es war nicht zu peinliche Sache, die ich von mir gab. „Ja, ich finde es niedlich dich beim Schlafen zu beobachten und sehr interessant." Jetzt wurde ich rot.

„Bella, bitte sei nicht sauer auf mich." Ich lächelte ihn an. Ich konnte einfach nicht sauer auf ihn sein. Er legte eine Hand auf meine Wange. Es war angenehm seine kalte Haut auf meiner zu spüren. Er atmete noch mal tief durch bevor er weiter sprach. „Bella, du bist mein Leben. Ich will keinen einzigen Moment mehr ohne dich sein. Bella, Ich liebe dich."

Mit diesen Worten bewegte er seinen Kopf zu meinen. Als sich unsere Lippen trafen, machte mein Herz Freudensprünge. Ich schlang meine Arme um seinen Nacken und zog ihn ein bisschen zu mir ran.

Leider musste ich atmen und so lösten wir uns voneinander. „Edward, ich liebe dich auch." sagte ich atemlos. Es bildete sich mein heißgeliebtes Lächeln auf seinen Lippen. Kaum das ich einen weiteren Gedanken fassen konnte, lagen seine Lippen auch schon auf meinen.

Wieder löste er sich von meinen Lippen, doch dieses Mal legte er seinen Kopf auf meine Brust. „Ah." murmelte er, als er hörte, dass mein Herz eine Party veranstaltete. Wir saßen eine Weile schweigen da und hörten zu wie sich mein Herz langsam beruhigte.

Ich war so müde. Doch ich wollte diesen Moment nicht zerstören. Ich kämpfte zwar gegen die Müdigkeit an, allerdings konnte ich mir ein Gähnen nicht unterdrücken. „Ich glaube du solltest jetzt weiter schlafen." meinte Edward, nachdem er seinen Kopf von meiner Brust nahm. Ich schüttelte meinen Kopf. „Ich will aber noch nicht schlafen."

Er schien kurz zu überlegen, bevor ein Grinsen sich in seinen Gesicht breit machte. Was hat er vor? Fragte ich mich in Gedanken ehe sich seine Lippen auf meine legten. Er drückte mich langsam aufs Bett. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Mein Verstand hat sich eh schon verabschiedet, als sich unsere Lippen berü wir uns voneinander lösten, fing er an mich zu zudecken.

„Ich will aber noch nicht schlafen." Ich zog wie eine drei-jährige einen Schmollmund. Er kicherte nur und meinte „Du brauchst deinen Schlaf." Bevor ich etwas erwidern konnte, fing er an eine Melodie zu summen. Sie klang so friedlich und wunderschön. Dadurch gewann die Müdigkeit und ich schlief in seinen Armen ein.

Etwas Kaltes strich über mein Gesicht. Ich versuchte es mit meiner Hand wegzuschieben und drehte mich dabei um. Ich kuschelte mich an etwas Hartes und doch war es angenehm.

Plötzlich vibrierte es unter mir. Es hörte sich an wie ein Kichern. Ein Kichern? Schlagartig fiel mir alles wieder ein, was gestern oder besser gesagt heute früh passiert war. Ich setzte mich abrupt auf und sah zu Edward. Er lag mit den Armen hinter dem Kopf verschränkt in meinem Bett. Mein heißgeliebtes Lächeln zierte seine Lippen. „Guten Morgen Liebling." lächelte er mich an.

Ich konnte nicht anders als zurück strahlen. „Guten Morgen" erwiderte ich noch etwas müde. Jetzt setzte er sich auf auf und legte seine Lippen auf meine. Mein Herz zeigte natürlich die gleiche Reaktion, wie heute früh. Es machte Luftsprünge, so weit dies möglich war.

Widerwillig löste ich mich von ihm. Denn ich brauchte leider Sauerstoff. Nachdem ich wieder genug Luft bekam, meinte ich: „Warte hier einen Moment. Ich muss nur schnell menschlichen Bedürfnissen nachgehen." Er machte es sich auf meinem Bett gemütlich, als wolle er zeigen, dass er nirgendwo hingeht. So stand ich auf und ging ins Bad.

Ich beeilte mich und war schon in 15 Minuten fertig angezogen. Doch als ich aus dem Bad kam, war Edward nirgends zu sehen. Er war nicht mehr auf meinem Bett. Wo ist er? Ein plötzliches Räuspern ließ mich herum fahren.

Edward! Er saß plötzlich auf dem Schaukelstuhl. Nach einen kurzen Moment sprang ich förmlich auf seinen Schoß. „Du warst weg." meinte ich vorwurfsvoll und zog einen Schmollmund. Er legte seine Arme um mich und zog mich an seine Brust. „Ich wollte nur das Auto holen während du dich fertig machst." Ich lächelte mich dabei schief an.

Wie kann ich nur so einen Lächeln wider stehen? Ich legte meine Lippen auf seine und er erwiderte den Kuss sofort. Doch als mein Magen knurrte, lösten wir uns von einander.

Nach dem Frühstück fuhren wir zum Fest. Auf dem Parkplatz der Schule, wo die Parade anfangen soll, wurden wir von vielen Leuten mit weißer Wolfsmasken begrüßt. Alles ist in weiß und mit weißen Wolfsköpfen geschmückt.

Auf jeden Festwagen war ein weißer Wolf zu sehen. Doch diese Wölfen konnten nicht mit dem echten schneeweißen Wolf mithalten. Er ist sehr viel schöner.

Am Abend konnte man trinken, tanzen und Spiele spielen, wo der Gewinnen einen weißen Plüschwolf bekommt. „Ich komm gleich wieder. Ich muss nur menschlichen Bedürfnissen nachgehen." teilte ich Edward mit.

Als ich wieder vom WC kam, sah ich Jacob. „Hey Jack." begrüßte ich ihn. „Na Bella. Wie geht's?" meinte er fröhlich. „Alles bestens." Ich hatte ein breites Grinsen im Gesicht. Dann rief jemand ihn und wir verabschiedete uns.

Ich machte mich gleich wieder auf den Weg zu Edward. Wo war er schon wieder? Dachte ich bevor zwei kalte starke Arme mich von hinten umschlangen. „Möchten sie mir mit tanzen, Miss Swan?" flüsterte er mir ins Ohr. „Ich kann aber nicht sonderlich gut tanzen" Doch diese Aussage interessierte ihn nicht.

Er führte mich zur Tanzfläche und schaute mir tief in die Augen. Dann stellte er mich auf seine Füße und wir tanzten. Es war richtig schön. Nach langer Zeit legte Edward seine Lippen auf meine. Oh, seine Küsse sind so süß!

Plötzlich hörten wir ein fürchterliches Knurren. Wir beide sahen uns um. Es waren nur noch ein paar Pärchen auf der Tanzfläche, die ebenfalls durch das Knurren zusammen schreckten. Doch wo kam das Knurren her? Dann sah ich Jacob. Er war am zittern und von ihm kam es. Er knurrte? Wieso sieht er so wütend aus?

Edward zog mich schnell in den Wald. Er muss Jacobs Gedanken gelesen haben. „Bleib hinter mir Bella. Ich werde dich beschützen." Seine Stimme war ernst. Jacob kam zu auf uns zu gerannt und als er sah, dass ich mich an Edward klammerte, wurde er noch wütender.

Von einer Sekunde auf die andere, stand nicht mehr mein bester Freund vor uns, sondern ein rostbrauner Wolf.