Kapitel 10:

Als ich die Augen aufschlug, schaute ich in das Gesicht von Edward. Sein Blick ruhte liebevoll auf mir, und ich seufzte glücklich. An den gestrigen Tag konnte ich mich kaum erinnern. Es war alles wie im Traum. Nur wage erinnerte ich mich an das Geschehen. Ich gehörte nun offiziell zur Familie Cullen. Und ich war glücklich. „Wie gerne würde ich wieder deine Gedanken hören können." Flüsterte er mir zu, und ich war froh, dass er es in dem Moment nicht konnte. Ich dachte an den heutigen Tag. Den letzten Tag als Menschen. Mein Magen knurrte natürlich im unpassendsten Moment sehr verdächtig. Edward lachte, sprang auf und meinte im gehen „…und die Menschen unter uns müssen jetzt doch mal was essen. Ich geh dir frühstück machen. Komm nach, wenn du soweit bist." Und leichtfüßig war er verschwunden. Ich lag noch einen Moment da und wiederholte in Gedanken „Isabella Marie Cullen". Heute Abend würde ich mein Hochzeitsgeschenk erhalten. Er würde mich unsterblich machen. An die Schmerzen wollte ich nicht denken. Nur daran, dass uns dann nichts mehr trennen könnte. Verträumt starrte ich zur Decke. Es war ein schöner Augenblick bis mein Magen erneut knurrte. Seufzend ergab ich mich in mein Schicksal. Ich stand auf und ging frühstücken.

Ich verbrachte einen wundervollen Tag mit meiner Familie. Naja, bis auf die drei Stunden, in denen ich mit Alice shoppen musste. Ich konnte ihr diesen Wunsch nicht abschlagen, denn sie hatte Recht, als sie meinte, dass ich ab Morgen die nächsten paar Monate nicht in der Lage wäre, mit ihr einkaufen zu gehen. Ich liebte meine Schwägerin. Sie war immer für mich da, und ich wollte ihr nicht weh tun. Sie stattete mich mit neuen Jeans, viel zu engen Tops, zu kurzen Röcken und einem Hauch von nichts an Unterwäsche aus. Allein der Gedanke diese zu tragen, trieb mir das Blut in die Wangen. Sie lachte mich an. Es machte sie immer wieder glücklich, wenn sie mich in Verlegenheit brachte.

Als die Sonne unterging, saß ich noch immer mit Edward auf der Lichtung. Wir sagten nichts, wir schauten einfach nur zu, wie sich der Himmel verfärbte, und die Sonne am Horizont verschwand.

„Bella, wir sollten langsam zurück. Es wird kalt und du frierst…." Er stockte und schaute mich verzweifelt an, „ ich werde dir unsagbare Qualen bereiten, wenn ich dich beiße. Wirst du mir das je verzeihen? Ich kann dir die Schmerzen nicht nehmen. Und es wird auch hinterher die Hölle sein. Bist du ganz sicher, dass du das willst?" Mein Herzschlag setzte einen Moment aus. Er machte sich Sorgen um mich, dass ich ihm nicht verzeihen würde….Oh, wie ich diesen Mann liebte. Für ihn würde ich alles machen und alles ertragen, solange er nur bei mir wäre. „Ich liebe dich, Edward. Lass mich einfach nicht alleine. Gemeinsam schaffen wir das…" Er zog mich an sich und küsste mich so innig, dass ich das Gefühl hatte, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Ich konnte seine Verzweiflung spüren, und dennoch wollte ich nichts sehnlicher, als dass er mich endlich zu seines gleichen machte. Ich nahm ihn an die Hand und zog ihn sanft Richtung Haus. Die Zeit war gekommen. Carlisle wartete auf mich.