Kapitel 9 ~ Sasuke

Sein Blick verrät mir nichts. Wartet er auf eine Reaktion von mir. Vielleicht das ich doch noch auf sein Genjustu reagiere? Darauf kann er lange warten. Ich bin stark geworden und jetzt ist die Zeit gekommen es ihm zu bewiesen. „Wenn das so ist, hast du bestimmt kein Problem mit noch einer Runde.", sagt er zu mir und schon bin ich wieder in seinem Genjutsu gefangen. Wieder das gleiche Spiel, er durchbohrt mich, doch ich lass nicht einen Laut aus meinem Mund. Egal wie lange es dauern soll.

Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit, bis er mich endlich erlöst.

Starr bleibe ich auf dem Bett sitzen. Was kommt nun? Wird er mich in Ruhe lassen? Schickt er mich weg? Oder geht er selbst? Mensch Sakura reiß dich zusammen, darüber brauchst du dir doch keine Gedanken zu machen. Besser ich konzentriere mich darauf die Schmerzen zu verarbeiten.

„Das habe ich nicht von dir erwartet, du hast dich verändert.", lese ich von seinen Lippen. „Ist halt nicht jeder so wie du!", gebe ich zurück. „Wag dich besser nicht zu viel. Du reichst nicht an mich ran.", warnt er mich, doch das ist mir gerade ziemlich egal. „Ach ja, woher willst du das wissen?", frage ich etwas lauter. „Ganz einfach, du bist einfach zusammen gebrochen, als du mich gesehen hast.", erwidert er. Ich richte mich auf, stelle mich vor ihn, schaue zu ihm herab, da er noch immer auf dem Bett sitzt. „Das hat nicht zu bedeuten, dass ich in einem Kampf nicht gegen dich gewinnen könnte. Du hast selbst gesagt, dass ich mich geändert habe. Was lässt dich also so sicher sein, das ich nicht stark genug geworden bin um dich zu besiegen?", gebe ich wütend von mir. Jetzt erhebt er sich, drängt mich gegen die nächst gelangende Wand und stütz jeweils einen Arm an einer Seite von mir ab. „Deine Gedanken, deine Gefühle zu mir. Genau die werden verhindern, dass du mir nichts antun kannst. Nicht deine Fähigkeiten, die könnte vielleicht wirklich an mich reichen. Doch solange du Gefühle für mich hegst, wird das nichts!", flüstert er in meine Ohr. Seine rechte Hand sucht sich den Weg unter mein Shirt. „Wehre dich, wenn du kannst.", haucht er mir ins Ohr.

Nein, lass das sein. Nimm deine Hand da weg! Wieso bringe ich kein Wort hervor. Bitte, ich muss doch was tun, ich will das nicht. Seine andere Hand ergreift mein Handgelenk und drückt dieses gewaltsam an die Wand. Noch nicht einmal dagegen kann ich mich wehren. Bin ich ihm wirklich so verfallen? „Ja, das bist du.", höre ich seine raue Stimme an meinem Ohr. Er lenkt über meine Ohrmuschel. Wieso gefällt meinem Körper das, obwohl ich es nicht will? Ist meine Mauer endgültig gefallen, dass ich einfach alles mit mir machen lasse. Erst das vorhin und jetzt das hier.

Egal was er tut, ich bin ihm verfallen, kann mich nicht wehren. Er verfrachtet mich aufs Bett. Er schiebt mein Shirt hoch und streichelt mit einer Hand über meine Brust.

Langsam gleiten meine Gedanken ab, lasse es einfach geschehen.

Plötzlich kommt mir Sai in Gedanken. Genau Sai, der Junge der mir immer hilft. Für mich da ist, egal was passiert. Derjenige der mich auffängt wenn ich wieder einmal falle. Immer da ist, wenn ich ihn brauche. Aber wo ist er jetzt? Wieso ist er nicht hier? Warum kommt er mir nicht jetzt zur Hilfe?

Tränen bilden sich in meinen Augen. Bin ich doch so schwach, dass ich auf die Hilfe von ihm warte. Bin ich so verdammt schwach, dass ich mich noch nicht mal gegen etwas wehren kann, was ich nicht will? Kann es sein, dass ich mich immer noch auf andere Leute verlasse, obwohl ich es doch selbst schaffen kann? Verdammt nochmal, ich habe nichts dazu gelernt.

Verdammter Uchiha!

„Runter mit dir, Uchiha!", schreie ich ihn an. Drücke ihn mit meiner gesamten Kraft von mir. Endlich habe ich meine Hand wieder, nun stoße ich ihn komplett von mir und richte mich auf. „Wag es dich nicht noch einmal. Das ist mein Körper und niemand fasst ihn an! Hast du das verstanden?", schreie ich. In dem Moment geht die Tür auf die Frau, die ich aus dem Dorf, die ich nach dem Weg gefragt habe steht dort. „Na, wird die Kleine endlich lebhaft?", sagt sie gelassen. „Halt dich raus. Verschwinde aus dem Zimmer. Erledige deine Arbeit.", faucht Sasuke sie an. „Schon gut, ich wollt nur mal schauen, ob ich dir etwas behilflich sein kann.", antwortet sie noch immer ruhig. Wer verdammt nochmal ist diese rot haarige Frau? Gehört sie zu Sasuke, ist sie vielleicht seine Freundin? Nein, dann würde er nicht so mit ihr reden, oder doch? „Verpiss dich Karin. Geh zu den Jungs, ich habe dir schon oft genug gesagt, dass ich meine Aufgaben alleine erledige. Verschwinde und halt dich von diesem Zimmer fern!", faucht er sie an. Sehe ich Angst in ihrem Gesicht? Doch bevor ich mich vergewissern kann hat sie die Tür geschlossen.

Sasuke lässt nun vollkommen von mir ab. „Halt dich von ihr fern, sie ist eifersüchtig.", mit diesen Worten verlässt auch Sasuke das Zimmer. Ich lasse mich aufs Bett fallen. Was nun? Hier bleiben? Zurück gehen?