Im Aftokrator-Raumschiff verfolgen Hairein, Lamvanein, Mira und Viza weiterhin das Geschehen. „Sehr gut, sie verlassen das Gebäude", sagt Hairein zufrieden. „Mira, hast du den Spybug schon so programmiert, dass er ihnen überall hin folgt?" „Natürlich", bestätigt Mira. „Die anderen Spybugs habe ich auch wieder zurückgeholt, wir brauchen ja nur den einen." „Sehr gut, Mira", lobt Hairein sie und schaut wieder auf den Bildschirm. „Wie erfreulich, der Goldene Babyvogel ist auch dabei. Das könnte ein sehr erfolgreicher Tag werden."
Die Tamakoma-Ausflügler haben schon bald einen schönen Platz gefunden, wo sie ihre Decke ausbreiten können. Um ungestört zu sein, setzen sie sich weit abseits von den vielen Familien, die das ungewöhnlich milde Wetter ebenfalls genutzt haben, um sich an den blühenden Kirschbäumen zu erfreuen. Jin legt sich entspannt auf den Rücken, die Hände hinter dem Kopf verschränkt, und schaut sich die Blüten an, die an den Zweigen direkt über ihm hängen. „Wirklich wunderschön", sagt er und greift in seine Tasche, um eine Tüte Reiscracker herauszuholen. „Möchte jemand welche?", fragt er, aber alle lehnen ab. Chika und Osamu, weil sie noch satt vom Frühstück sind, und Yōtarō, Yūma und Hyuse, weil sie sich auf eine andere Leckerei eingestellt haben. „Da hinten ist ein Taiyaki-Stand!", ruft Yōtarō aufgeregt aus. Er hüpft vor Yūma und Hyuse herum. „Schnell, lasst uns hingehen, bevor alles ausverkauft ist!" Yūma springt ebenfalls auf. „Ja, ich muss alle Cremefüllungen probieren!", sagt er. Beide schauen Hyuse auffordernd an. „Kommst du mit?", fragt Yōtarō. Hyuse steht ebenfalls auf und murmelt: „Na schön." „Du kannst ruhig mal zeigen, wenn du dich auf was freust", tadelt Yōtarō ihn und Hyuse wirft ihm nur einen kurzen Blick von der Seite zu. So weit käme es noch, dass er zugibt, dass er so etwas wie Zuneigung für die Leute aus Tamakoma entwickelt haben könnte.
Im Raumschiff beobachten die vier Aftokratoren mit großer Zufriedenheit, dass sich Yōtarō, Yūma und Hyuse von der Gruppe entfernen. „Perfekt, jetzt sind sie nur noch zu dritt und der Goldene Babyvogel ist auch dabei", sagt Hairein. „Das ist genau der richtige Moment, um zuzuschlagen. Mira, mach dich bereit, wir gehen sofort runter." „Jawohl", sagt Mira und aktiviert ihren Trigger.
Chika ist die Erste, die das Erscheinen der Aftokratoren bemerkt. Sie springt auf die Beine und starrt auf das Wurmloch, aus dem vier Gestalten kommen. „Jin, Osamu!", ruft sie panisch aus und die beiden stehen auch sofort auf. „Chika, stell dich hinter mich!", ruft Osamu und schiebt sich beschützend vor sie. Gleichzeitig aktiviert er seinen Trigger. Auch Jin macht sich kampfbereit, setzt aber auch noch einen Notruf ab: „Humanoide Neighbors aus Aftokrator greifen uns an! Wir erbitten Unterstützung!" „Wir schicken Tamakoma 1 zu euch, sie sind nicht weit von euch entfernt", bekommt er zur Antwort. „Verstanden", antwortet Jin und stellt sich neben Osamu. „Hilfe ist unterwegs", murmelt er ihm leise zu und lässt die vier Aftokratoren nicht aus den Augen. „Ihr bekommt sie nicht", sagt er drohend.
Lamvanein fängt an zu lachen. „Und, wer will uns daran hindern, sie uns einfach zu schnappen?", fragt er spöttisch. „Versuch es nur, dann merkst du es schon", knurrt Jin zurück. „Als ob ich vor dir Angst hätte", amüsiert Lamvanein sich. „Du kannst dich doch sowieso an nichts erinnern, das macht dich zu keinem ernstzunehmenden Gegner." Jin stutzt. Woher weiß er das? Haben die sie irgendwie bespitzelt? Im Moment schiebt Jin die Gedanken daran zur Seite, es ist wichtiger, sich ganz auf die Verteidigung zu konzentrieren. Er warnt Lamvanein: „Trotzdem solltest du mich nicht unterschätzen."
Hairein beendet barsch die Diskussion. „Schluss damit! Wir sind nicht für einen netten Plausch hierhergekommen." Sein Trigger intensiviert sein Leuchten und eine Vielzahl von kleinen Vögeln fliegt auf Jin, Osamu und Chika zu. Jins Training mit Kei macht sich bezahlt, es gelingt ihm beinahe mühelos, die Vögel abzuwehren und von Chika und Osamu fernzuhalten.
Yūma, Yōtarō und Hyuse haben gerade den Taiyaki-Stand erreicht, als Yūma einen Blick zurückwirft und sieht, dass Jin, Osamu und Chika angegriffen werden. „Pass auf Yōtarō auf", ruft Yūma Hyuse zu und macht sich sofort auf den Weg zurück, bereits seinen Black Trigger aktivierend. Yōtarō beschwert sich: „Ich will mitkämpfen!" Aber Hyuse schüttelt den Kopf. „Nein, das ist viel zu gefährlich. Du bleibst hier." Hyuse schaut aus der Ferne zu, wie Yūma sich in den Kampf einmischt und muss sich sehr beherrschen, nicht ebenfalls sofort loszulaufen. Er erkennt, dass es sich bei den Angreifern um seine Landsleute handelt und ihr Erscheinen könnte sein Leben komplett umkrempeln. Sei es, weil er wieder nach Hause könnte, oder dass er zumindest dafür Rache nehmen könnte, dass sie ihn einfach hier zurückgelassen haben. Aber ein Blick auf Yōtarō reicht, dass er diese Gedanken wieder verwirft. Er könnte es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, wenn Yōtarō etwas passieren würde. Und Yōtarō würde garantiert nicht gehorchen, wenn Hyuse ihm befehlen würde, hier allein zu warten, bis alles vorbei ist. Yōtarō steht immer noch mit einem schmollenden Gesichtsausdruck da und Hyuse beschließt, seine Aufmerksamkeit von dem Kampf abzulenken. „Du hast mir doch so von den verschiedenen Füllungen für die Taiyakis vorgeschwärmt. Also, welche soll ich zuerst probieren?", fragt er und zieht ihn an den Stand.
Yūma stellt sich zwischen Jin und Osamu und hilft beim Abwehren der Vögel. „Unterstützung ist unterwegs, Yūma", informiert Jin ihn und Yūma nickt. Viza erkennt seinen Gegner wieder und fordert Yūma heraus: „Möchtest du dich noch einmal mit mir anlegen? Diesmal hast du keine Chance gegen mich!" Yūma grinst nur. „Aber gerne, alter Mann", entgegnet er, beschränkt sich aber darauf, Vizas Angriffe von Osamu und Chika abzuhalten. Lamvanein attackiert Osamu, dessen Schild aber gut standhält. Hairein macht ein verärgertes Gesicht. Jin kämpft trotz seiner Beeinträchtigungen viel besser als erwartet und Yūma und Osamu halten alle Angriffe von Goldenen Babyvogel ab. Die Mission scheint nicht so einfach zu sein wie geplant und gedacht.
Wenig später ertönt ein Motorengeräusch und aus den Augenwinkeln erkennt Jin den Jeep von Reiji, der voll besetzt mit den Mitgliedern von Tamakoma 1 ist. „Ihr kommt keine Sekunde zu früh", sagt Jin und ist sehr erleichtert, als sich die Elitetruppe von Tamakoma ins Kampfgeschehen einmischt. Hairein flucht. Gegen diese Übermacht haben sie kaum noch eine Chance, diesen Jin ausschalten zu können. Dennoch befiehlt er noch nicht den Rückzug. Manche Möglichkeiten ergeben sich unerwartet und noch hofft er auf eine solche.
Am Taiyaki-Stand hat Yōtarō Hyuse mittlerweile die Vanillecreme-Füllung empfohlen und Hyuse beißt hinein. Tatsächlich schmeckt diese Füllung sogar noch besser als die rote Bohnen-Füllung und für einen Moment schließt er genussvoll die Augen. Das ist die Gelegenheit, auf die Yōtarō gewartet hat und er läuft davon in Richtung Kampfhandlung. Als Hyuse Yōtarōs Verschwinden bemerkt, ist der Kleine schon ein ganzes Stück entfernt und Hyuse rennt ihm hinterher. Aber auch Osamu hat bemerkt, dass Yōtarō auf sie zu gerannt kommt und brüllt: „Yōtarō, verschwinde!" Gleichzeitig setzt er sich in Bewegung, um Yōtarō zu beschützen. Hyuse ist allerdings schneller bei Yōtarō und packt diesen. Hairein analysiert die Situation. Hyuse steht direkt neben diesem Kind, wenn sie sich den Kleinen greifen, müssten sie sich auch mit Hyuse auseinandersetzen, eine Konfrontation, der Hairein sich in dieser Situation nicht stellen möchte. Aber dieser Osamu steht jetzt allein da und das ist die Gelegenheit, auf die er gewartet hat. Zwar ist Osamu nicht derjenige, auf den sie es abgesehen hatten, aber er kann immer noch als Druckmittel eingesetzt werden. „Mira, schnapp dir den Kerl mit der Brille und dann alle zurück aufs Schiff!", befiehlt er. Mira erzeugt ein Wurmloch, in das alle Aftokratoren treten und im nächsten Moment öffnet sich ein neues Wurmloch genau hinter Osamu. Lamvanein packt Osamu, zerrt ihn in das Wurmloch und im nächsten Moment sind alle verschwunden und das Wurmloch schließt sich wieder.
