10. Freunde

Die Tür knarrte als Ginny seine Zimmertür öffnete, langsam schlich sie auf sein Bett zu. Dort lag er friedlich schlafend. Sie setzte sich auf die Kante von Draco's Bett und beobachtete ihn. Er schlief tief und fest, doch als er sich plötzlich umdrehte fiel Ginny fast aus seinem Bett. Draco sah so friedlich aus. Eine Haarsträhne fiel ihm ins Gesicht und kitzelte seine Nase, drohte ihn aufzuwecken. Sachte strich sie die weiche, hellblonde Haarsträhne hinter sein Ohr. Sie spürte seinen Atem auf ihre Haut, es kribbelte und eine Gänsehaut legte sich darauf. Plötzlich ertönte ein lauter Gong. Vor Schreck verlor Ginny den Halt und rutschte von der Kante herunter.

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Draco setzte sich auf, ein lautes Geräusch hatte ihn geweckt, er festigte den Griff um die schöne Uhr in seiner Hand, und blickte sich um.

Er fing schallend an zu lachen als er Ginny dort am Boden sah mit einem völlig erschrockenen Gesicht.

„Was war das?"

„Was?" antwortete er lachend, Ginny gab ein zu witziges Bild ab.

„Das Geräusch eben, es war…" Sie brach ab und musterte ihn, sie überging, dass man durch sein weißes T-Shirt nur allzu gut sehen konnte, was sich darunter verbarg, und schürzte die Lippen als sie bemerkte, dass er immer noch lachte.

„Was gibt's da zu lachen?", fauchte sie.

„So was Albernes wie dich hab ich noch nie gesehen!" brachte er lachend hervor.

Er sah sie von oben bis unten an, Ginny wurde rot. Nicht das sie schlecht aussah, aber ihr Aufzug war einfach vollkommen albern. Rosa Plüschpantoffeln, ein rosa flauschiger Bademantel und ein weißes Nachthemd, das wie Draco bemerkte doch ganz reizend aussehen wurde wenn nicht diese Rosa Zeugs herum wäre.

„Du siehst aus wie Pansy!" Draco hielt sich bereit den Bauch vor lachen und drohte bald aus dem Bett zu fallen. Ginny's Miene wurde von mal zu mal wütender und ihre Hautfarbe nahm ein stechendes Rot an. Was wie Draco bemerkte das Rosa noch grauenvoller wirken lies, da es sich schrecklich mit Ginnys Haaren biss und nun auch mit ihrer Haut. Grinsend nahm er zur Kenntnis wie Ginny aufstand, sich ihr Gewand abklopfte und sich zur Tür wandte.

Er hörte auf zu grinsen als sie ihre Hand zum Türknauf ausstreckte.

„Warte Ginny es tut mir Leid…" Er musste einen weiteren Lacher als Husten tarnen.

„Bleib doch noch!", setzte er leise hinzu. Sei drehte sich zu ihm um und sah in an.

Plötzlich war wieder ein lauter Gong zu hören. Mit einem Satz war Ginny bei Draco im Bett. Erschrocken sah sie sich um. Draco grinste als er spürte wie sie sich an ihn schmiegte.

„Gin, das war bloß die Uhr!", grinste er, „es ist Mitternacht vorbei!" Ginny sah in sein Gesicht nur ein paar Zentimeter trennte sie voneinander. Er wollte sich vorbeugen, als Ginny urplötzlich den Kopf drehte und auf die Uhr sah. „Ach und ich dachte, dass Ding funktioniert nicht!"

Draco lehnte sich wieder zurück und antwortete frustriert: „Dieses Ding nennt sich Uhr, man kann davon die Zeit ablesen und sie funktioniert. Sie lässt sich nur nicht öffnen."

„Ach, ich hab diesen Gong noch nie gehört!", sagte Ginny und zog sich noch weiter zurück.

„Zufälligerweise macht sie das auch nicht immer! So und nun sei nicht so neugierig und könntest du mich bitte weiterschlafen lassen!"

„Meine Güte wusste ja nicht dass eure königliche Hoheit ihren Schönheitsschlaf braucht", schnappte Ginny, stand auf und verlies eilig Draco's Zimmer.

Draco lehnte sich in die Kissen zurück und wollte einschlafen, aber es gelang ihm nicht. Immer wieder starrte er auf die Uhr und dachte an Ginny. So konnte es nicht weitergehen, in ihrer Gegenwart war er ein Schwächling. So was konnte sich Lucius Malfoys Sohn nicht leisten, selbst, wenn er selbst es gerne so wollte. Mit diesem Firlefanz war jetzt Schluss. Er war erwachsen und so würde er sich auf verhalten.

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„Noch Wein, Regulus?" In dem zwielichtigen Gasthof. in dem sich Regulus befand konnte man seinen gegenüber kaum verstehen.

„Nein danke Yorin!" Yorin war ein alter Freund, bei ihm hatte er die meiste Zeit verbracht als sie ihn damals nach Narju gebracht hatten.

„Und du denkst wirklich der Junge weiß etwas mit dem Serpentin anzufangen?"

„Keine Ahnung! Das fragst du mich schon seit ich angekommen bin!", seufzte Regulus.

„Ja aber immerhin hast DU dieses wertvolle Stück aus der Hand gegeben. Einem Jungen", fluchte Yorin „Der nicht mal etwas damit anzufangen weiß!"

Wie alle Kobolde war auch Yorin sehr geldgierig, obwohl sich Regulus sicher war, dass das sicher nicht der einzige Grund war, warum Yorin die Uhr haben wollte.

„Ich vertraue dem Jungen!"

„Pah!" kam es von dem Kobold. „Er ist 15 und…"

„17, Yorin, 17, und bei euch Kobolden sowie bei uns Zauberern ein Erwachsener!"

„Trotzdem wird er es nicht schaffen die Uhr zu öffnen! Geschweige denn wird dir Kyrion nicht erlauben ihn hierher zuholen!"

„Wir brauchen ihn, die Horkruxe müssen zerstört werden."

„Nicht mal du hast es geschafft alle zu zerstören, was sagt dir das der Junge es schaffen wird?"

„Nichts!"

„Ha, siehst du ,nicht mal Harry Potter hat es geschafft!"

Regulus schnaufte versuchte aber ein Lächeln zu unterdrücken.

„Willst du mir immer noch nicht erzählen, was du weißt, die Leiche des Jungen ist spurlos verschwunden, obwohl seine Freunde sie noch gesehen haben als er getötet wurde. Unheimlich, wenn du mich fragst. Aber gut, Bane sagt, du weißt was du tust."

„Ach Bane!" Regulus schaute über den Rand seines Kelches hinweg „Ich dachte, du hast dich mit ihm gestritten!"

„Nun ja, immerhin ist er jetzt Anführer der Zentauren!"

„Pah, du willst nur deine Beziehungen verbessern!", grinste er. „Ich und Bane waren immer schon gute Freunde!"

Yorin zog eine Augenbraue hoch. „Tja, war auch deine Arbeit, Wächter!"

Als Yorin und er das Mahl beendet hatten und der Wirt immer wieder den Wein nachfüllte wurde Yorin unruhig.

„Was hast du nun vor?"

„Hmm" antwortete Regulus schläfrig

„Na, wegen dem Junge?"

Schlagartig war er wieder wach.

„Nunja, Kyrion wird nicht erlauben ihn herzuholen, es hat bereits Schwierigkeiten gegeben, dass ich hierher komme!" überlegte Regulus.

„Ja das denke ich auch also was machen wir? Du hast sicher schon etwas in Planung, so wie ich dich kenne!" mutmaßte Yorin.

„Übermorgen ist die Anhörung! Aber wenn er erst mal hier ist, kann man ihn nicht mehr abschieben!" Regulus zwinkerte „Du verstehst!"

„Hört sich nach einer Nacht und Nebelaktion an!"

„Eine Nacht und Nebelaktion also!" flüsterte Regulus

„Wie in alten Zeiten!", lachte Yorin und hob sein Glas, um mit Regulus anzustoßen.

Auch Regulus hob sein Glas „Morgen Nacht also!" Die Gläser klirrten als sie aufeinander trafen.

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Hi nochmal danke an alle Reviewer!

Sweat-peach-marina: Eigentlich könnte man schon wissen wer RAB ist.

Greeze&Kiss

Tash