Disclaimer: mir gehört davon nichts, alles gehört Rowling
Sorry, hat etwas länger gedauert, aber ich habe auch noch ein Leben und kann nicht immer so, wie ich es gerne wollte. Viel Spaß beim Lesen
Harry Potter und sein Schicksal
Kapitel 10: Familie
Swiftaxe schaute zu diesem Menschen hin, der in zwei Tagen mehr zu verkraften hatte, als jeder andere und die Überraschungen waren noch nicht vorbei. „Eine Menge habe ich für Sie, jedoch sind alle weiteren Erben frei von Korruption. Als ich Ihre Titel sah, habe ich veranlasst, diese zu überprüfen, jedoch hatte sich dies als unnötig erwiesen. Einige Konten sind seit einer Ewigkeit nicht geöffnet worden, andere erst vor kurzem. Nun machen wir jedoch mit den Blacks weiter."
Harry hatte sich die Erklärung angehört und war erleichtert, als er hörte, dass die anderen Konten nicht manipuliert waren. „Ja bitte, ich würde gerne wissen, was ich von den Blacks erhalten habe."
„Wie ich Ihnen gestern bereits gesagt habe, hat Sirius Black Ihnen alles vermacht. Zu dem Zeitpunkt war ihm zwar nicht bewusst, dass das auch die Lordschaft beinhaltet, jedoch ist das kein Problem. Sie haben einige Verliese, davon drei, die für Mitglieder der Blacks vorgesehen sind und auch von diesen benutzt werden. Insgesamt sind ca. 24.500.000 Galleonen in allen Verliesen zusammen und Sie besitzen außerdem einige Geschäfte in der Nocturngasse, sowie einige Häuser."
„Für wen sind die Verliese und kann ich Zugang zu denen sperren lassen?" „Diese Verliese wurden für Bellatrix Lestrange, Narcissa Malfoy und Draco Malfoy angelegt und beinhalten zusammen wohl 2 Millionen Galleonen. Und ja, Zutritt kann gesperrt werden."
„Ich will, dass kein einziger außer mir Zutritt zu meinen Verliesen hat, egal welche Vollmacht diese bei sich zu haben scheinen. Andere sollen nur Zutritt haben, wenn ich persönlich es angeordnet habe und vorher auf Zauber und Tränke untersucht wurde. Man weiß in der Zaubererwelt ja nie, wer vor einem steht. Außerdem möchte ich alle Gelder in den drei Verliesen zurück in dem Familienverlies wissen, und am liebsten so fort"
„Sehr weise, ich werde es notieren und an Ihren Verwalter hier in Gringotts weitergeben. Ebenso werden die Gelder zurück transferiert. Sollen die Verliese dann geschlossen werden?"
Entspannt lehnte sich Harry zurück: „Ja, bitte veranlassen Sie das. Auch wenn Sie nicht mein Manager sind, so tun Sie mir bitte den Gefallen. Oder schreiben Sie es auf für den Manager, das ist mir letztendlich egal."
In diesem Sinne ging es weiter mit den Erbschaften, und da keines davon manipuliert worden war, ging das wesentlich schneller von statten, als das Erbe der Potters. Harry fragte zwischendurch: „Warum erbe ich eigentlich so viel? Sollte das nicht eigentlich nur Potter und Black sein?"
Swiftaxe zog eine Augenbraue hoch: „Das wäre ja auch der Fall gewesen, wenn Sie nicht auf den Erbschaftstest beharrt hätten. Dann stünden Ihnen nur die beiden ersten Erben zu. Gryffindor und Slytherin sind überraschend, da diese beiden Titel normalerweise nicht auftauchen. Sie sind zwar ein Nachfahre Godric Gryffindors, jedoch wurde es schon seit Jahrhunderten nicht mehr separat zu den Potters angezeigt. Ebenso merkwürdig ist das Erbe Slytherin. Sie sind der magische Erbe Slytherins, jedoch nicht durch Blut. Ich würde meinen, als der letzte Erbe starb, übertrug er das Erbe an Sie."
Perplex schaute Harry Swiftaxe an: „Soll das heißen, ich bin Slytherins Erbe, weil Voldemort mich töten wollte? Das ist verwirrend."
„Ich kann mir vorstellen, dass das verwirrend ist, jedoch entspricht das der Wahrheit. Sie sind Slytherins Erbe. Laut unseren Unterlagen ist der letzte Erbe am 31.10.1981 verstorben und gleichzeitig wurden Sie als Erbe eingesetzt. Bei Gryffindor weiß ich die Zusammenhänge jedoch nicht. Das Verlies hat besondere Voraussetzungen, die Gringotts nicht bekannt sind."
Harry erfuhr, dass er Erbe von sechzehn Familien war und bei der Frage, warum Harry alles erben konnte, antwortete Swiftaxe: „Die wenigsten lassen einen Erbschaftstest machen, da diese Praxis nicht weit verbreitet ist und somit wird in den meisten Fällen nur das Erbe der Eltern weitergegeben. Zusätzlich sind in den letzten beiden Kriegen viele Familien dezimiert worden. Dadurch sind einige Nebenlinien wieder an die Hauptlinie gefallen, oder entfernte Verwandte haben nun Anspruch auf die Erbschaft."
Der junge Gryffindor runzelte die Stirn: „Gibt es viele Erbschaften, die nicht angetreten wurden?"
„Ich kann über die Anzahl und die Familien selbst nicht nennen, gegen Gringottspolitik, aber es sind einige Verliese im Moment, die keine Besitzer vorweisen können."
Harry hatte nun fünfzehn der Erbschaften durchgesehen und hatte so einiges erfahren. Er hatte ein großes Vermögen, welches die Malfoys blass aussehen lassen sollte und viele Häuser und Wohnungen auf der ganzen Welt. Dazu kamen noch die Geschäftsanteile und einige Lordtitel. Ganz besonders freute es Harry, dass er durch die Erben zum Großteil den Tagespropheten besaß. Zu den Lords gehörten die Potters, Blacks, Gryffindors, Slytherins und die Warren. Jeder dieser Titel hatte einen Sitz im Zauberergamont und einen hohen Stand in der Zauberergesellschaft.
Swiftaxe reichte Harry nach jeder abgeschlossenen Erbschaft einen Siegelring. In manchen Fällen wie der Cordwells verschmolz dieser mit einem anderen Ring, da diese Linie die Nebenlinie war und nun wieder in die Hauptlinie der Warren überging. Letzten Endes hatte Harry sieben Ringe von den 15 Familien erhalten, von denen er jedoch nur selten alle tragen muss.
Als letztes nahm der Kobold eine Akte in die Hand, die wohl die dickste aller war und die der Potters übertraf. Harry hatte dabei kein gutes Gefühl und wollte sich aus dem Staub machen, besann sich jedoch eines besseren und blieb steif sitzen.
Swiftaxe war dieses Verhalten nicht entgangen, fing jedoch an: „Ich habe mit diesem Erbe bis zum Schluss gewartet, da es dazu einiges zu erklären gibt. Hier ist nichts unrechtes oder ungesetzliches geschehen, jedoch wollte ich dafür keine anderen dringende Dinge auf uns warten. Ihr letztes Erbe ist das des Dukes (ein Herzog) von Ashville, einer der wenigen Lords, die ihre Macht über ihren Landbesitz nicht verloren haben."
Harrys Augen weiteten sich. Selbst er hatte schon von diesem Titel gehört. Als Harry den Erbschaftstest gelesen hatte, wurde nicht der Titel, sondern der Name aufgeführt, Kenard Aillard, und hatte daher keine Ahnung, was ihm bevorstand. Dieser Titel wurde im Allgemeinen nur leise gesprochen und galt als nicht zu verärgern. Die Familie war berüchtigt dafür, ruchlos gegen diejenigen vorzugehen, die die Familie bedrohten und in schweren Zeiten beieinander zu stehen. Zudem galt diese als eine der ältesten und einflussreichsten Zaubererfamilien, die in Großbritannien noch verweilten.
Mit schreckensweitem Blick fragte Harry: „Wie kommt es, dass ich der Erbe bin? Immerhin ist das eine große Familie und welche Beziehung habe ich zu denen? Und wenn ich der Duke sein soll, wer leitet dann momentan die Familie?"
Tausend Fragen schwirrten Harry durch den Kopf und ihm wurde langsam schwindelig.
Swiftaxe versuchte dem entgegen zu wirken: „Beruhigen Sie sich, Harry, hohlen Sie tief Luft und ich werde Ihnen so weit alles erklären, was ich kann. Durch Seiten Ihres Vaters kann dieses Erbe nicht kommen, denn da sind alle Seiten klar und ein Familienmitglied der Aillard hätte höheren Anspruch. Über Ihre Mutter, Lily Evans, wissen wir jedoch nicht Bescheid, daher geht Gringotts davon aus, dass Ihre Mutter in Beziehung zu den Aillards stand, und somit nun Sie, Harry. Was das für Sie heißt, ist folgendes: Sie werden das neue Oberhaupt der Aillards, Duke von Ashville, und haben für die Familie Aillard zu sorgen. Jedoch sollten Sie dabei Hilfe von derselben bekommen, wenn die Geschichten über dieses Haus der Wahrheit entspricht. Die Familie Aillard ist nun seit einigen Jahren ohne Oberhaupt und wird von einem Vertreter übersehen, bis der Erbe gefunden wird. Es war bekannt, dass es einen direkten Nachfahren des verstorbenen Dukes geben musste, somit konnte der Siegelring nicht an den nächsten gegeben werden. Die Hintergründe sind dabei unklar. Ländereien, Finanzen und ähnliches werden über das Oberhaupt -oder in diesem Falle Vertreter- geregelt und somit kann Gringotts Ihnen keine großen Auskünfte geben. Sie haben ausgedehnte Ländereien in den Highlands und einige Verliese, die das Vermögen der Potters erreichen, jedoch gibt es Gerüchte, dass das Vermögen nicht an einem Ort gelagert ist. Für genauere Angaben befragen Sie am besten Ihren Stellvertreter. Sobald ich ihnen den Siegelring gegeben habe, sollten die Aillards benachrichtigt werden, dass es einen neuen Kopf der Familie gibt und sich auf nach Gringotts machen."
Harry hatte sich während der Erzählung beruhigt, jedoch änderte sich das wieder schlagartig, als er hörte, dass sich die Aillards sofort auf den Weg machen würden. Wieso passiert mir nur immer so was? Und was sind das für Menschen? Wie werden sie einen sechzehnjährigen Jungen als Kopf der Familie ansehen?
Resignierend seufzte Harry. Das alles half eh nichts und wenn er jetzt einen Rückzieher machen würde, würde er nie den Mut finden. Mit zittrigen Händen streckte Harry die Hand nach dem Ring aus und sagte mit ebensolcher Stimme: „Dann bringen wir es mal hinter uns." Harry zog den Ring auf einen Finger und spürte, als würde Magie ihn durchleuchten. Nach kurzem hörte es auf und der silberne Reif mit einem Wappen eines Luchses passte sich seinem Finger an.
Swiftaxe neigte den Kopf und meinte: „Glückwunsch zu Ihrem neuen Stand, Lord Harrison James Aillard-Potter-Black-Gryffindor-Slytherin-Warren, Duke von Ashville." Harry konnte nur ein gestammeltes Danke zustande bringen, während ihm der Mund offen stand.
