Hi Leute, danke für eure Reviews. Find ich süß von euch.
Leider nehmen Studium und Familie viel Zeit in Anspruch, daher werden die Updates wohl sehr unregelmäßig bleiben.
Aber es ist trotzdem schön das euch die Story gefällt. Viel Spaß.
Kapitel 15
Riddle hielt sich die gesamte Zeit auffällig zurück. „Darf ich frage, weshalb so viele hoch stehende Persönlichkeiten", dabei nickte er Richtung des Ministers und den Familienoberhäuptern, „ Meinen Kampf beobachtet haben? Ich dachte dies wäre nur ein Test für meine Verteidigungsnote." Tristans Stimme zeigte seine Kuriosität deutlich.
Die Stimme die ihm antwortete kannte er gut: „Ganz einfach." Abraxas trat vor: „Unsere Familien schulden dir etwas. Nachdem du uns gerettet hast."
„Malfoy, ich hab dich nur gerettet weil ich gerade nichts anderes zu tun hatte. Bild dir nichts drauf ein." War Tristans trockene Antwort. Die drei Jungs grinsten sich an. Alle drei dachten dasselbe Wir werden schon miteinander auskommen!
Nun öffnete Riddle seinen Mund. Aber noch bevor er etwas sagen konnte stürmte eine junge Dame in den Raum.
„Minister Nott. Minister Nott. Das…Das ist erstaunlich. Dies ist.." schweratmend und keuchend stoppte sie vor dem Minister und hielt ihm einen geschlossenen Briefumschlag vor die Nase. „Dies sind die Note von Mr. Nathair. Sie müssen sie sich anschauen, sie sind unglaublich und" Da riss Tristan ihr den Umschlag aus der Hand. „Meine Noten gehen jawohl nur mich und meine Lehrer etwas an." Fauchte er.
„Was fällt Ihnen ein? Der Minister muss davon erfahren! Geben Sie mir den Umschlag!" kreischte die Hexe los. Der Violettäugige entspannte sich unter den lauten Rufen und zog eine Augenbraue hoch: „Ich kann also davon ausgehen, dass Sie unter einem Verschwiegenheitszauber stehen? Gut." Er lächelte freundlich und schob den Umschlag in seine Tasche. Dann verbeugte er sich höflich: „Ich werde jetzt gehen. Auf Wiedersehen Minister, die Herren und Damen." Damit wollte er den Raum verlassen aber eine seidigglatte Stimme hielt ihn zurück. „Mr. Nathair wollen Sie uns nicht in Ihre Ergebnisse einweihen." Ohne sich umzudrehen antwortetet er: „Nein, ich denke das möchte ich nicht." Er ließ 5 geschockte Erwachsenen, 2 amüsierte Teenager und 1 erbosten Dunklen Lord hinter sich. Und er tat es mit Absicht.
Zurück in seinem Verließ warf er sich auf sein Bett, Nemesis war beinahe sofort neben ihm. „Was steht da drin? Wie waren deine Prüfungen? Sind das deine Noten? Wie geht's dir? Funktioniert dein Stab gut? Und…" „Nemesis!" „Ja. Meister?" „Halt den Schnabel!" Die Schlange zuckte beleidigt zurück und begann zu schmollen. Tristan zog es vor seine schmollende Schlange zu ignorieren und öffnete den Umschlag. Als er nach zehn Minuten immer noch auf den Brief starrte wurde Nemesis ungeduldig: „Was steht denn da drin?" zischte er entnervt. Als er keine Antwort bekam schlug er seinen Meister mit seinem Schwanzende: „SAG MIR WAS DA DRIN STEHT!". Nemesis konnte wirklich laut werden wenn er das wollte.
Der Erbe der Nathairfamilie schreckte aus seinen Gedanken und begann leise zu sprechen: „Das sind meine Ergebnisse in meinen Prüfungen. Ich hab nur noch nie meinen Namen über so guten Ergebnissen gesehen. Ich hab überall O`s, in Verwandlung, PmG, sogar in Arithmantik und Runen. Obwohl ich mir diese Fächer selbst gelehrt hab. In Zaubertränke, Zauberkunst und Verteidigung hab ich sogar ein O mit Auszeichnung."
Er hob geschockt seinen Kopf: „Ich meine, ich wusste das ich, " er musste schlucken. "Das ich eine Menge meines Könnens unterdrückt habe, meiner Freunde zuliebe. Aber so viel? Ich hatte nie ein O abgesehen von Verteidigung und jetzt?" Er konnte einfach nicht mehr. Es war zu viel, es war einfach zu viel gewesen. Erst starb sein Pate, dann verrieten ihn seine Freunde und sein Mentor und jetzt zeigte sich, dass scheinbar auch jemand mit seinen Schulergebnissen gespielt hatte. Man hatte echt alles getan um ihn klein zu halten. Und wenn er sich an den Ministeriumsbesuch heute erinnerte, dann hatte er jetzt schon mindestens 2 mächtige Feinde. Er war erst knapp 2 Tage hier, verdammt!
Er hielt das nicht aus. Was jetzt folgte, war einer der wenigen Gefühlsausbrüche seines Lebens.
Nach zwei Stunden hatte er sich wieder beruhigt und atmete nur noch schwer.
Er raffte sich mühselig auf. Er musste sich noch ein paar Sachen besorgen. Einen Koffer, am besten mit verschiedenen Abteilen, groß genug um darin eine Bibliothek unterzubringen; einen Postvogel, am besten eine Eule oder einen anderen Jagdvogel und er musste sich unbedingt noch in den Verließen umsehen. Also los geht's. Als erstes der Koffer und der Vogel, na dann ab in die Winkelgasse…Erneut.
Tristan eilte durch die Straße, er hatte bereits in 3 Kofferläden gesucht aber keiner hatte das was er wollte. Wohl oder übel musste er in die Nocturngasse, aber das hatte er ja ehh vorgehabt. Er zog sich seine Kapuze über den Kopf und trat in die dunkle Gasse. Nachdem er an Burgin and Burkes vorbei war, wurde die dreckige Gasse heller und sauberer. Es gab zwar Läden die sichtbar illegal waren, wie beispielsweise „Lecoras". Der Laden war klein und dunkel und irgendwie wirkte er fies. Sofern ein Laden das konnte. Der Laden, der die Aufmerksamkeit des Nathairerbens auf sich zog dagegen, war unscheinbar, unauffällig und irgendwie ziemlich normal. Allerdings hatte er das von dem Zauberstabladen auch gedacht, das Ganze war also mit Vorsicht zu geniessen. Aber der Laden hieß „Koffer für Sie", Wenn das keine Einladung war.
Langsam trat er ein. Überall standen Koffer und Taschen. Aus Leder, aus Stoff, aus irgendetwas undefinierbarem, in schwarz, bunt, mit Streifen, mit Mustern und nach den Schwingungen im Raum auch mit unterschiedlichen Verzauberungsstufen.
„Entschuldigung? Ist hier jemand?" leise schlich er sich an den Verkaufstresen heran.
„Ja, hi. Entschuldigen Sie bitte. Ich komme schon." Eine junge Frau kam aus dem hinteren Raum. „Wie kann ich Ihnen helfen?" Tristan lächelte leicht: „Das hoffe ich doch. Ich brauche einen Koffer und zwar einen ganz speziellen." „Sagen Sie mir was Sie wollen und ich mache es Ihnen." „Okay. Ich möchte einen Koffer in dem 3 Abteile drin sind, in das erste Abteil sollen Bücher rein und zwar sortiert, in das zweite Abteil soll Kleidung rein, ebenfalls sortiert und in das dritte soll…"
Insgesamt war er 3 Stunden in dem Kofferladen. Als er schließlich heraus trat war er 30 Galleonen ärmer und einen unauffälligen schwarzen Koffer reicher. Sobald er den Laden verlassen hatte, spürte er wie etwas gegen seine Schulter schlug, Krallen bohrten sich in seine Schulter. Tristan drehte langsam den Kopf und blickte in ein schwarzes Auge. Der dazugehörige silberne Falke verlagerte sein Gewicht von einem Bein auf das andere und streckte ihm einen Brief entgegen. Vorsichtig löste er das Band und entfaltete den Brief. Es war ein Schreiben von Abraxas Malfoy, der ihn einlud morgen im Zug bei ihm und Satanus zu sitzen und ihm außerdem den Vogel schenkte. Welch unglaubliche Ehre.
Dummerweise hatte er Draco einmal über den silbernen Falken seines Großvaters sprechen hören und nach dem was er gehört hatte war das ein echtes Biest gewesen. Der Falke hatte niemanden gemocht, auf niemanden gehört und jeden der ihn angefasst hatte gebissen. Mal abgesehen davon, das er Briefe frass und klaute wie eine Elster. Das war ein wirklich zweifelhaftes Geschenk, er konnte nur hoffen, dass Nemesis den Falken ganz ließ. Da sich das mit dem Postvogel ja jetzt erledigt hatte…auf ins Verließ.
Den Falken immer noch auf der Schulter betrat er Gringotts und sofort steuerten zwei Kobolde auf ihn zu: „Was machen Sie mit diesem Tier hier drin? Tiere sind nur in Käfigen erlaubt." Die Stimme des sprechenden Kobolds war nicht nur grimmig sondern richtig gehend unfreundlich. Tristan zog seine Augenbrauen hoch und blickte ungläubig auf den Kobold hinunter, dann schaute er sich um.
Überall sah er Tiere und zwar ohne Käfige. „Das ist doch nicht Ihr Ernst? Ich bin nicht der Einzige mit einem Tier hier!" Seine Stimme war kühl, wer ihn kannte wäre überrascht. „Es tut mir Leid, Sir. Es geht nicht so sehr darum, dass es ein Tier ist, sondern darum das es ein Malfoyfalke ist." der Kobold der nun sprach klang entschuldigend. „Wir haben schlechte Erfahrungen mit Malfoytieren gemacht. Glücklicherweise sind sie sehr auffällig und meistens können wir die anderen Anwesenden vor ihnen schützen. Aber Sie scheinen ihn gut unter Kontrolle zu haben. Trotzdem halten wir es für besser wenn Sie den Vogel in einen Käfig stecken. Bitte." Tristan verzog den Mund und schuf dann mit seinem Zauberstab einen geräumigen, leichten Käfig für seinen Falken. Der sprang auch sofort in sein neues Heim und ließ sich dort nieder.
Tristan trat nun kopfschüttelnd den Weg in sein Verließ an. Mann, wie schrecklich musste dieser Vogel sein, wenn GRINGOTTS vor ihm warnte.
Kapitel 16
„Neeeiiinn!" Tristan schrie innerlich. Das konnte doch nicht war sein, fast hätte er es geschafft. Er war so kurz davor gewesen. Und jetzt kamen diese Kobolde nur Sekunden bevor er endlich sein Verließ betreten konnte. Er war so müde. Verdammt!
Er ließ eine seiner Masken über sein Gesicht gleiten. Als er sich den Kobolden zuwandt lächelte er freundlich. Ihm wurden sofort mehrere Ohrringe unter die Nase gehalten. Tristan bekam den Mund nicht zu.
Das waren unglaubliche Arbeiten. Nach einiger Überlegung wählte er drei silberne Ohrringe aus: einen in Form eines Wolfes mit Saphiren als Augen, einen in Form einer Schlange mit Smaragden als Augen und einen in Form der Rune des Schutzes. Alle drei waren mit Schutzzaubern belegt. Zauber gegen Verbrennungen, Geistmagie, leichte Flüche, nicht tierische Gifte und gegen unfreiwillige Apparationen oder Portschlüsselreisen. Vorallem die letzten waren ihm ein echtes Bedürfnis gewesen, er hatte zu viele Erfahrungen gemacht um sich solch einer Gefahr weiter auszusetzen.
Nach einigen Danksagungen und Einladungen über die Ferien betrat Tristan endlich sein Verließ. Nemesis lag vollständig erledigt neben dem Bett: „Meister. Ihr seid zurück. Ich habe Neuigkeiten. Was ist das?" Das letzte war eindeutig auf den Falken in seinem Käfig bezogen. Der Teenager seufzte leise. „Das, Nemesis, ist ein Geschenk von Abraxas Malfoy, mein neuer Postvogel bzw. meine neuester Plagegeist, Sogar die Kobolde warnen vor ihm. Naja… Du wirst ihn nicht fressen klar? Malfoy würde das als Affront werten und ich brauch wirklich nicht noch mehr Feinde." „Ich fress ihn nicht. Versprochen! Wieso noch mehr Feinde?" Die nächste halbe Stunde verging mit der Erzählung Tristans über den Vormittag und Nemesis fiesen Kommentaren dazu. Er durfte diese Schlange niemals allein mit den Snapes oder den Malfoys lassen, er würde sie glatt fressen!
Dann war Nemesis dran zu erzählen. Und was er zu erzählen hatte. Dumbledore war hier gewesen und hatte Einsicht in die Familiengeschichte der Nathairs verlangt. Ziemlich lautstark wenn man Nemesis so zuhörte. Scheinbar war der alte Mann nervös wegen seiner Abstammung.
„Nemesis, was glaubst du? Was an der Nathairfamilie könnte Dumbledore gefährlich werden?" „Ich hab keine Ahnung, aber es müssen irgendwelche Fähigkeiten sein. Einfluß hast du in England kaum, Geld haben andere Familien auch, von deiner magischen Stärke weiß er nichts und von mir oder deiner Reise weiß er auch nichts. Wir werden es in Hogwarts wohl feststellen." „Ja, das werden wir. Ich brauch für meinen Falken noch nen Namen und möchte noch mal durchs Verließ stöbern. Hilfst du mir?" „Ich komm gern mit stöbern. Vielleicht finden wir ja einen Heizstein für mich und für deinen Vogel… Wie wärs mit Leckerbissen, Federvieh, Hungerhaken, oder..?" Tristan unterbrach ihn: „Okay, ich such selber nen Namen." Dann hob er Nemesis auf seine Schultern, öffnete die Türen des Käfigs und musste sich prompt erstmal unter dem Vogel wegducken, der sofort aus dem Käfig schoss. Danach begab er sich auf Schatzsuche in seinen Verließen.
Nach zweistündiger Suche hatte er ein vollausgestattetes Tränkelabor gefunden, ein perfekt ausbalanciertes Dolchset und auch einen Heizstein für Nemesis. Jetzt saß er gerade in einer Art Bibliothek und überlegte welche der vielen Bücher er einpacken wollte. Alle konnte er unmöglich mitnehmen.
Nach einiger Überlegung schob er einige Bücher über fortgeschrittenen Tränke, Schwarze Magie und Kampfstrategien in seinen Rucksack. Dann stieß er auf ein schmales schwarzes Buch. Auf dem Einband war eine erblühende Rose zu sehen. Die Schrift in dem Buch war kunstvoll, es wirkte wie gemalt. Noch erstaunlicher war aber der Inhalt des Buches. Es war voller unbekannter Zaubersprüche, halber Trankrezepte und Arithmantikgleichungen. Was er hier vor sich sah, war das Notizbuch eines Genies. Manche der Trankansätze kannte er, in seiner Zeit hatte man sie zu Ende entwickelt. Aber in diesem Büchlein waren noch viel mehr. Er schob das Buch vorsichtig in seinen Rucksack, aber erst nachdem er mehrere Schutz- und Illusionszauber darauf gelegt hatte. Es war zu unsicher es offen herum liegen zu lassen. Nach reiflicher Überlegung durchsuchte er die Bücherstapel auch noch nach Büchern über die schönen Künste, Musik, Kunst und Kalligraphie. Als Reinbluterbe würde er das brauchen.
Tristan lag in seinem Bett und las die Bücher über die Kalligraphie. Das klang gar nicht so schwer. Er versuchte es und es sah schrecklich aus. Aber mit einiger Übung schaffte er es tatsächlich zumindest sauber zu schreiben, wenn auch noch nicht schön. Müde räumte er seinen Kram beiseite und legte den Kopf auf sein Kissen. Innerhalb von Sekunden war er eingeschlafen.
Was habt ihr herausgefunden? Die Frage stand unheilvoll im Raum. Rascard trat langsam vor und sank vor dem Thron auf die Knie: „Es gibt beinahe nichts zu finden. Er heißt Tristan Nathair, ist 16 Jahre alt und ein französisches Reinblut. Das wussten wir bereits. Außerdem hat er die meiste Zeit seines Lebens bei Squibs gewohnt. Nach Angaben des französischen Ministeriums zählten die Nathairs zu den reichsten Familien Frankreichs. Es gibt keine Unterlagen über ihn. Niemand weiß wo er gelernt hat. Tatsache ist nur, dass er sowohl in magischen als auch in nichtmagischen Kampfstilen geschult wurde. Und mehr haben wir nicht herausgefunden."
Rascard senkte zitternd den Kopf und erwartete seine Strafe. Er hatte ihm zu wenig gebracht und er wusste es. Aber sein Lord reagierte völlig ruhig:" Ich verstehe. Dann müssen wir ihn wohl beobachten um an Wissen über ihn zu kommen. Black!2 das letzte Wort war ein Befehl: „Du wirst deinen Söhnen Anweisung geben Nathair zu beobachten und über ihn zu berichten. Das ist alles für heute. Verschwindet!"
Tom Riddle blieb allein in dem dunklen Raum zurück. Seine Gedanken kreisten um den Jungen. Warum fand er ihn so interessant? Was war das besondere an ihm? Gab es etwas besonders an ihm?
Nagini glitt über den Boden auf ihn zu. Er legte den kopf schief und beobachtete die Bewegung. Jetzt wusste er woran ihn der Junge erinnerte. Macht hatte ihn schon immer fasziniert.
Am nächsten Morgen schritt ein junger Mann auf den Bahnhof Kings Cross. In seiner linken Hand trug er einen schwarzen Koffer, seine rechte Hand hatte er lässig in die Tasche seiner schwarzen Jeans gesteckt. Über der Jeans schimmerte ein violettes Kapuzenshirt unter einer schwarzen Jacke hervor. An seinem linken Handgelenk befand sich ein kleiner schwarzer Reif, darauf schienen Runen zu sein. Aber was wirklich skandalös auf einige ältere Damen wirkte war der schwarze Ohring in seinem linken Ohr.
Der junge Mann trat auf den Bahnsteig und lehnte sich lässig an eine der Barrieren zwischen Gleis 9 und 10. Nach einem Blick auf die Uhr, es war halb elf, lehnte er sich stärker an die Mauer und glitt einfach hindurch. Auf der anderen Seite stand eine große Lok und davor standen mehrere Menschengruppen. Der Junge schlängelte sich unbemerkt hindurch und betrat einen der Waggons. Er ging von Abteil zu Abteil und suchte einen freien Platz als aus einem der Abteil eine silberblonder Junge rief: „Hey Tristan. Komm her und setz dich."
Tristan setzte sich mit Leichenbittermiene neben Satanus und blitzte Abraxas an: „Was hab ich dir getan, Malfoy? Was hab ich dir getan, dass du diesen Teufel auf mich hetzt?" „Ich weiß nicht wovon du sprichst, Tristan. Was für ein Teufel?" „Hahh, netter Versuch, Malfoy, aber dein verdammter Falke treibt mich in den Wahnsinn!" Satanus kicherte im Hintergrund leise. So ein Schauspiel hatte er noch nicht gesehen. Nathair war es unglaublich schnell möglich geworden Abraxas Maske zu durchschauen. Er schien direkt hindurch zu sehen. Die Fahrt würde bestimmt interessant werden.
Tatsächlich war die Fahrt sehr ruhig. Die drei Jungs unterhielten sich und freundeten sich langsam an. Es geschah nichts Komisches bis kurz vor Hogwarts etwas gegen das Fenster krachte. Alle drei zuckten zusammen, Tristan zischte entnervt und öffnete das Fenster. Sofort schlossen sich Krallen um seine linke Schulter und schwarze Augen funkelten die anderen Anwesenden an. „Darf ich vorstellen: Mein persönlicher Satan, Intisar." Mit diesen Worten stellte er seinen Falken den anderen vor. „Er sitzt auf deiner Schulter? Womit hast du ihn bestochen?" Tristan zog seine Augenbraue hoch und sagte: „Gar nicht. Er sitzt da, seit er das erste Mal in meiner Nähe aufgetaucht ist. Macht er das normalerweise nicht?" Satanus starrte mit offenem Mund, schluckte und krächzte dann heiser: „Nein, nein macht er nicht:" Das Abteil versank für den Rest der Fahrt in ehrfürchtigem, bzw. entnervtem Schweigen: „Warum immer ich?"
Kapitel 17
Hogwarts war noch genauso schön wie später. Klingt echt schräg. In sich hinein grinsend betrat Tristan die große Halle, er wurde flankiert von Abraxas und Satanus. Die beiden würden nicht von seiner Seite weichen bis er sein Versprechen einhielt. Sie hatten ihn tatsächlich lange genug genervt bis er zugestimmt hatte ihnen einige Nahkampftricks zu zeigen. Er hätte echt nicht gedacht dass ein Reinblut sich so erniedrigen würde.
Die beiden Slytherin wandten sich ihrem Tisch zu, beide schickten ihm noch einmal Blicke die ihm einen grausamen Tod versprachen sollte er tatsächlich in Hufflepuff landen, wie er vorhin gescherzt hatte, Er persönlich fand Hufflepuff gar nicht so schlimm, Loyalität konnte man gut gebrauchen. Aber es widerspräche seinen Plänen sollte er dort hinkommen, mal abgesehen davon dass Nemesis sich vermutlich umbringen würde.
Tristan wusste nicht warum, aber seine Schlange hasste die Farbe Gelb abgrundtief. Wirklich mit Passion, es war echt erstaunlich.
Kopfschüttelnd stellte er sich zu den Erstklässlern, er hatte es geschickt vermieden sich in eines der kleinen Boote quetschen zu müssen und war stattdessen mit Abraxas und Satanus in eine der Kutschen gestiegen. Geduldig wartete er bis sein Name aufgerufen wurde, er lauschte während der Wartezeit amüsiert den Ideen der Jüngeren.
Langsam zählte er runter, als er bei Null angekommen war schwebten die Geister in die Halle und erinnerten ihn daran, dass er noch ein kompliziertes Gespräch vor sich hatte. Dann fokussierte er seine Aufmerksamkeit wieder auf die Auswahlzeremonie. Als er endlich dran war, schritt er elegant in den Raum, er konnte mehrere Mädchen seufzen und flüstern hören. Das war doch echt jedes Mal das Selbe. Er verzichtete darauf sich auf den wackeligen Hocker zu setzen, setzte sich den Hut auf den Kopf und wartete:
/AHH/ sprach es dann in seinem Kopf. /Du kennst das Prozedere schon. Na dann./ Der Hut huschte ohne Probleme durch seine Okklumentikbarrieren.
/Hey!/
/Stell dich nicht so an. Ich bin der Sortierende Hut. Ich darf das…/ Nach einigen Minuten Pause sprach der Hut erneut:
/Ich fürchte wir haben ein Problem./
/Was für ein Problem?/ /Ganz einfach. Ich kann dich nicht sortieren./
Tristan war geschockt, sekundenlang herrschte Leere in seinem Kopf bevor er zischte: /WAS? Was soll das heißen Du kannst mich nicht sortieren? Du bist der Sortierende Hut, es ist dein verdammter Job mich ein zu sortieren!/
/Naja,/ begann der Hut nervös, er spürte Tristans Magie und konnte auch seine zerstörerischen Pläne im Bezug auf einen gewissen Hut in seinem Geist lesen: /Nachdem ich deine Erinnerungen gesehen hab, kann ich dich nicht sortieren. Du hast die Qualitäten für jedes der Häuser. Unglaubliche Loyalität zu deinen Freunden, Mut und Dickköpfigkeit wenn nötig. Gleichzeitig bleibst du ruhig und bist intelligent genug um die Vorteile einer Flucht zusehen. Und über deine Slytherinseite brauche ich ja wohl nicht reden. Du kennst deine manipulativen Pläne selbst. Du siehst, ich kann dich nicht einsortieren./
/…/
/…/
/..Du willst mich doch verarschen!/ ächzte Tristan und hatte plötzlich das Bedürfnis seinen Kopf gegen die Wand zu schlagen oder wahlweise auch eine gewissen Hut zu verbrennen, zerstückeln, ertränken…Lassen wir das!.
/Und was jetzt? Ich kann nicht ewig hier stehen bleiben./
/Ich hab keine Ahnung. Hast du ne Idee was die Gründer mit mir machen, wenn ich dich nicht in ihr Haus einsortiere? Hee?/
/Entschuldige bitte. Aber die Gründer sind tot. Du solltest dir lieber Sorgen darum machen, was ich mit dir anstelle wenn du nicht bald zu nem Entschluss kommst./
Tristan war ganz ruhig und klang richtig nett. So dauerte es einige Herzschläge bis der Hut die Drohung in den Worten hörte.
/Okay, ich habs. SORTIER DICH SELBST! Dann bin ich unschuldig und du musst dich vor ihnen verantworten./
/Und du hättest nicht ein bisschen schneller auf diese Idee kommen können?/ knirschte Tristan zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
/Entschuldige bitte, dass ich Probleme damit hab einen Schüler sich selbst sortieren zulassen, wenn das eigentlich mein Job wäre./ Antwortete der Hut indigniert.
Tristan atmete tief durch und sagte dann: /Das heißt also ich wähle jetzt, ja?/ Tristan klang jetzt ernsthaft ungeduldig, er spürte die brennenden Blicke der beiden schwarzmagischen Reinbluterben in seinem Rücken.
/Ja, du ungeduldiger Junge! Du wählst./
/Ginge es nur um mich würde ich Ravenclaw wählen. Wissen ist macht außerdem wird Ravenclaw nicht so ausgegrenzt wie Slytherin. Aber ich bin nun mal nicht allein. Hufflepuff wird zu sehr unterschätzt, niemand nähme mich ernst und Griffindors…Griffindors sind mir aus Erfahrung einfach zu neugierig, die werd ich nie los./
/Also Ravenclaw?/
/Bedauerlicherweise nicht. Ich fürchte mein Begleiter wäre dort nicht willkommen. Ich wähle Slytherin./
/Ich erwarte, dass du mir deinen Begleiter irgendwann mal vorstellst. Und jetzt begrüße deine neuen Freunde in SLYTHERIN!/. Nach dem letzten Wort setzte Tristan den Hut wieder auf den Hocker und verneigte sich leicht in seine Richtung; „Ich danke dir, Sortierender Hut und bewundere erneut die Macht und Intelligenz deiner Schöpfer."
Damit schritt er hinüber zu seinem neuen Tisch, bevor er sich setzten konnte, sprang einer der Slytherins auf und zischte leise: „Du hast hier nichts verloren, Schlammblut. Niemand hier kennt die Nathairs, also verschwinde!" Tristan stoppte in seiner Bewegung und drehte sich langsam zu ihm um: „Entschuldige bitte. Ich wollte niemanden mit meiner Anwesenheit beleidigen:" Tristan klang sanft und freundlich: „Wenn du 15 andere Slytherins findest, die gegen meine Anwesenheit sind, werde ich gehen.
Abraxas hatte die Auswahlzeremonie ungeduldig beobachtet, es schien ewig zu dauern bis Tristan endlich dran kam. Er war inzwischen kurz davor seine Maske zu verlieren und ungeduldig auf seinem Platz herum zu rutschen. Der Ausgang der Zeremonie sorgte bei ihm für erstaunliche heftige Besorgnis. Er wollte seinen Freund wirklich gern in seinem Haus haben. Als der Hut endlich „Slytherin" rief sackte der Malfoy-Erbe erleichtert zusammen. Satanus und er hatten Tristan vorsichtshalber bereits einen Platz freigehalten und freuten sich wirklich auf darauf mehr Zeit mit dem rätselhaften Jungen zu verbringen. Und jetzt ruinierte Nott ihre Pläne! Was fiel diesem Wurm ein bestimmen zu wollen wer bei den Slytherin willkommen war und wer nicht? Die Augen des Malfoy-Erben verwandelten sich von ihrem üblichen sturmgrau in blitzendes Silber und er spürte Satanus Anspannung neben ihm. Beide Erben wechselten einen Blick und schauten dann kurz zu ihren Klassenkameraden. Diese wichen vor der offensichtlichen Wut der zwei einflussreichen Jungen tatsächlich zurück. Niemand war bereit sich gegen sie zu stellen.
Nott bleckte die Zähne und wandte sich hochmütig seinem Tisch zu: „Nun, wer ist meiner Meinung?" Niemand am Tisch bewegte sich, es blickte auch niemand in seine Richtung. Nur Orion Black antwortet ihm leise: „Glückwunsch Nott. So wütend hab ich Abraxas und Satanus noch nie gesehen. Du wirst bestimmt Spaß haben dieses Jahr. Idiot." Waren schon die ersten Worte nicht besonders nett, so war das Letzte kopfschüttelnd vor sich hingesagt. „Du schaffst es noch Slytherin in aller Öffentlichkeit zu blamieren."
„Setz dich Nott." Satanus Stimme schwang ruhig durch den Raum, aber der Befehl war nicht zu überhören. Dann änderte sich sein Tonfall: „Tristan", die Freundlichkeit in seiner Stimme ließ die restlichen Slytherins überrascht die Augen aufreißen, nur ihre antrainierte Selbstbeherrschung verhinderte, dass ihre Kinnläden auf dem Boden landeten. „Hier ist noch ein Platz frei. Setz dich doch zu uns." Tristan war sich der Ehre wohl bewusst. Scheinbar nahmen Abraxas und Satanus hier den gleichen Platz ein wie Draco später: die Eisprinzen von Slytherin. Das sie ihn beim Vornamen ansprachen, ihn verteidigten und ihm einen Platz anboten hob ihn von der niedrigen Stufe des neues Schülers direkt in die Position eines Rätsels. Und Rätsel waren etwas dem kein Slytherin widerstehen konnte.
Tristan setzte sich und nickte Satanus dankbar zu. Dann wand er sich seinen neuen Mitschülern zu: „Um mal eben für Klarheit zu sorgen. Mein Name ist Tristan Nathair und ich bin durch aus ein Reinblut." Die brachte er mit ruhiger Stimme und gerade dem richtigen Maß an Arroganz und Stolz vor, um seine Zuhörer zu überzeugen. Dann würgte er sämtliche weiteren Fragen ab, indem er sich dem Direktor zuwandt und sagte: „Ich werde hier keine Fragen mehr beantworten. Wände haben Ohren und Augen, wir sprechen im Gemeinschaftsraum darüber." Leicht nickten die Anwesenden. Die Gründe waren logisch und nachvollziehbar. Also akzeptierten sie sie und hörten ebenfalls wieder zu.
#######
Dieser Junge war seltsam. So lange hatte noch niemand unter dem Hut gesessen. Irgendwas war seltsam an dem Jungen und er würde heraus bekommen was. Auf jeden Fall scheint der Kleine Einfluss zu haben, wenn man sich mal anschaute wie die Slytherins auf ihn reagieren. Er musste ihn in seine Finger kriegen. Er konnte keine unbekannten Spieler gebrauchen. Schlimm genug, dass Malfoy Riddle unterstützte und ihn scheinbar das gesamte Ministerium anhimmelte. Er würde den Jungen einfach morgen zu sich ins Büro bestellen, er musste ihn überprüfen. Vielleicht war es ja noch möglich den Jungen zu retten. Die blauen Augen funkelten hinterhältig. Nötigenfalls eben durch Zwang.
########
An einem anderen Ort regte sich ein uraltes Wesen Lange hatte es geschlafen, lange nichts von seiner Umgebung gemerkt. Jetzt ruft sein alter Freund nach ihm. Sein Ruf schallt durch die ganze Erde. Es wurde Zeit.
Sein langer, schmaler Kopf hob sich, er witterte. Es gab viel Macht in dieser Zeit. Vielleicht sollte er sich etwas davon zunutze machen. Er konzentrierte sich und spürte die Veränderung. Jetzt würde er seinen Freund suchen. Vielleicht schaffte er es ja jetzt mal das alte Schlangengesicht zu überraschen.
#######
Caligula und Rascard saßen gemeinsam mit Tom Riddle im Salon der Malfoys. „Ihr hattet eine klare Anweisung. Nicht wahr, Caligula?" die Stimme war ruhig und schien in der Luft zu schimmern. „ja, Milord. Wir sollten unsere Söhne von Nathair fernhalten. Aber Milord.." „Hab ich dir erlaubt zusprechen, Caligula?" die Stimme war immer noch ruhig aber jetzt schimmerte kalter Stahl hindurch. „Nein Milord". „Nun , dass ist jetzt sowieso hinfällig. Der Befehl wird aufgehoben. Tristan Nathair ist zu interessant und zu mächtig um ihn zu ignorieren." Der rotäugige Mann erhob sich geschmeidig und schlich durch den Raum. Seine dunkle Magie strömte aus jeder seiner Poren, deliziös, machtvoll, umgarnte sie die beiden anderen Männer. Umschlang sie, zwang sie beinahe sich zu entspannen. Dann verschwand sie abrupt, hinterließ eine Lücke. Es schmerzte wo sie fehlte.
Tom apparierte in seine Villa und ließ sich dort in einen Sessel sinken. Dieser Junge… die Art wie er kämpfte war ungewöhnlich, auch wie er sich verhielt. Er hatte weder Angst noch Ehrfurcht gezeigt als er dem Minister gegenüber stand. Als wäre er es gewohnt mächtigen Menschen gegenüber zustehen. Als wüsste er das er stärker wäre als der Minister. Tom hatte gehofft den Jungen isolieren zu können um ihn in seine Richtung zu ziehen. Aber so? Scheinbar waren Abraxas und Satanus von dem neuen Jungen fasziniert. Aber gut. So konnte er drei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Er wollte diese Drei. Und er bekam immer was er will.
#####
Tristan schritt neben Abraxas aus der Halle, an seiner linken Seite stolzierte Satanus und hinter ihnen lief der Rest der Slytherins. Sie liefen durch die verwirrenden Gänge Hogwarts und jedes Mal wenn sie an einem markanten Ort vorbei kamen, blieben sie stehen und Tristan bekam eine Blitzeinführung. Geduldig ließ er alles über sich ergehen. Er konnte schlecht sagen, dass er sich hier besser auskannte als die anderen Schüler. Schließlich war er ja das erste Mal hier.
Während er also quasi durch sein eigenes Heim geführt wurde, glitten seine Gedanken zu seinem letzten Gespräch mit Raphik.
Flashback
Der Kobold saß in seinem Sessel hinter seinem Schreibtisch als Tristan eintrat. Stirnrunzelnd und mit verengten Augen setzte sich der Nathair-Erbe ihm gegenüber. Der Kobold wirkte angespannt, beinahe nervös.
Dementsprechend unruhig war Tristan den Neuigkeiten gegenüber, die es gewiss geben würde. Schließlich hob Raphik den Kopf, scheinbar hatte er sich entschieden. Mit einer raschen Bewegung zog er einen dicken Hefter unter seinem Schreibtisch hervor. „Dies ist eine Sammlung der Kobolde über jeden momentanen Slytherinschüler. Wir stellen sie Ihnen zur Verfügung aber das darf niemals bekannt werden. Offiziell existiert diese Sammlung nicht. Darin befindet sich eine Beschreibung jeder kompromittierenden Situation, in der sich ein Slytherin je befand. Von seiner Herkunft zu seinen Spielkameraden bis zu seinen Noten und Bekanntschaften. Mach davon klugen Gebrauch. Wir vertrauen dir. Und jetzt geh. Zeig niemandem dieses Mappe."
Flashback Ende
Vor dem Eingang zum Gemeinschaftsraum blieb Abraxas erneut stehen und riss damit Tristan aus seinen Gedanken:
„Dies ist der Eingang zu unserem Gemeinschaftsraum. Dafür gibt es ein Passwort, solltest du es vergessen ist die Strafe, dass du vor der Tür übernachten musst. Solltest du es jemandem verraten, wirst du dich vor dem gesamten Haus verantworten müssen. Den Rest erklären wir dir drinnen. Nachtschatten." Das letzte Wort setzte die Steinwand in Bewegung.
Die Gruppe trat hindurch, während die Siebtklässler sich vor dem Kaminfeuer in die Sessel setzten gingen die restlichen Schüler in ihre Schlafsäle. „So, Tristan. Die Regeln hier in Slytherin sind eigentlich einfach. In der Öffentlichkeit stehen wir zusammen. Das mit Nott heute war eine Ausnahme für die er seine Strafe noch bekommen wird." Nott am anderen Ende des Raumes schluckte schwer.
„Wir zeigen in der Öffentlichkeit nur wenige Emotionen, wir zeigen niemals alles was wir können aber wir sind in nichts schlecht. Wenn du irgendetwas nicht kannst, dann sag es jetzt. Wir kümmern uns dann um nen Lehrer für dich."
„Danke, aber ich denke ich werde keine Probleme kriegen. Bevor ihr jetzt aber alle geht, muss ich euch noch einen besonderen Freund von mir vorstellen".
Er griff in seine Tasche und zog vorsichtig etwas heraus. Die Jugendlichen konnten nicht genau erkennen was es war. Tristan öffnete vorsichtig seine Hand und zeigte ihnen eine kleine Schlange. Sie war kaum 10 cm lang, ein süßes kleines Ding. Schwarz mit einem hübschen silbernen Muster auf dem Rücken.
Cygnus Black stöhnte auf und tönte: „Das wolltest du uns zeigen? Diesen kleinen Regenwurm? Das Ding ist eine Schande für jede Schlange."
Nemesis hob langsam seinen Kopf, er fand das überhaupt nicht witzig. Tristan war auf diese Reaktion allerdings vorbereitet und hob ruhig seine eine Hand während sich die Finger der anderen Hand enger um seine Schlange legten. „Macht euch lustig so viel ihr wollt. Schwört mir das ihr ihn nicht verraten werdet." „Was bekommen wir dafür, mmhh?" es war ein Mädchen das diese Frage stellte. Sie musterte ihn dabei abschätzig von Kopf bis Fuss. Tristan neigte sich vor und raunte samtig: „Ich werde dafür nicht verraten, dass deine Mutter kein Reinblut war. Wie ist es; Deal?" Lauter sagte er dann: „Ich hab über jeden von euch etwas. Jeder von euch hat Dreck am Stecken. Ich werde schwören, dass was ich momentan weiß nicht öffentlich zu machen und ihr schwört, dass nichts was mich oder gewisse Schlangen betrifft die Slytheringemeinschaft verlässt. Einverstanden?" Tristan grinste maliziös, er hatte sie und er wusste es. Sie würden zustimmen.
Die Slytherins waren nicht dumm. Sie waren zwar nicht sicher ob er etwas über sie wusste aber sie wollten es auch nicht darauf ankommen lassen.
Schnell waren die Schwüre ausgetauscht und der Nathair-Erbe lächelte sanft. „Gut. Nun da das geklärt ist, kann ich euch meinen Freund ja noch einmal vorstellen. Dies ist Nemesis." Die eben noch kleine Schlange verzwanzigfachte ihre Größe und glitt geschmeidig durch den Raum. Sie schlängelte wütend gegen Cygnus Beine und schlang sich dann wieder an Tristan herauf.
„Ich würde euch raten ihn nicht wütend zu machen. Selbst wenn ihr ihm entkämt…. Ich würde euch finden. Nemesis, ich geh ein wenig spazieren. Schau dich um." Damit verließ Tristan bereits wieder den Gemeinschaftsraum und ging in Richtung der Schlafsäle davon, dabei ließ er etwa zwanzig geschockte Schüler zurück. Jemand flüsterte ehrfürchtig: „Ein Parselmund."
