V. Mittelteil: Jack
„Charakter ist das, was man hat, wenn keiner zuschaut." - Siegfried Lowitz
Als ob Jack nicht schon genug Sorgen hätte, gingen mit einem Mal plötzlich alle Lichter im Hub aus. Wunderbar. Kann diese Woche noch besser werden? Hoffentlich funktionierte wenigstens das Notstromaggregat, ansonsten mussten sie jeden Moment mit einem Haufen frei im Hub herumlaufenden Weevils rechnen.
Jack erhob sich, achtete dabei allerdings darauf, dass seine Hände nichts berührten, und schon ging das Licht wieder an. Was war das denn jetzt? Eine Stromschwankung?
Jack verließ sein Büro und sah sich nach den anderen um.
Owen eilte gerade mit irgendeinem technischen Gerät in den Händen in Richtung Krankenstation.
„Owen, was geht hier vor sich? Warst du das?", rief Jack dem Arzt hinterher, doch der reagierte nicht auf diese Anfrage, sondern ging einfach weiter. Also nahm Jack die Verfolgung auf.
In der Krankenstation war auch Gwen. Sie schien erleichtert zu sein, Jack zu sehen, und schien ihm etwas sagen zu wollen, doch Jack konzentrierte seine Aufmerksamkeit auf Owen, der ihn seinerseits keine besondere Aufmerksamkeit schenkte, sondern damit beschäftigt war, an einer kleinen Apparatur herum zuschrauben und dabei etwas vor sich hinmurmelte.
„Owen, bist du für den Stromausfall von vorhin verantwortlich?", fragte Jack laut und streckte seinen rechten Arm nach dem Arzt aus bevor er sich daran erinnerte, dass es besser wäre den anderen Mann nicht zu berühren, „Also? Ich höre?"
„Ja, ja, das war mein Werk, aber jetzt ist es wieder vorbei, also besteht kein Grund zur Sorge. Keine Weevils sind entkommen und der Lockdown wurde nicht aktiviert, alles ist in Ordnung. So ich bin gleich fertig damit", erwiderte Owen, ohne sein Tun zu unterbrechen, oder Jack auch nur anzusehen.
Langsam scheint er vollkommen den Verstand zu verlieren. Und er ist derjenige, der an der Heilung für uns gearbeitet hat. Das ist gar nicht gut.
„Owen, was hast du gemacht? Und was treibst du da eigentlich?", stellte Jack zwei weitere Fragen, in der Hoffnung beachtet zu werden und Antworten zu erhalten. Er tauschte einen kurzen Blick mit Gwen, die nur die Schultern zuckte.
„Fertig", murmelte Owen und wandte sich um. Dann runzelte er die Stirn. „Oh, was? Ach, ja, ich habe an diesem Ding hier gearbeitet und dabei kurzzeitig den Strom unterbrochen. Tut mir leid, wird nicht wieder vorkommen. Hatte mich verkalkuliert und vergessen den Strom abzuschalten, bevor ich die Diode, die ich brauche, aus dem Sicherungskasten entnehme. Aber der elektrische Schlag hat mich auf eine neue Heilmethode für Alzheimer gebracht. Ianto, komm her!"
Jack blinzelte und versuchte zu begreifen, was Owen da eigentlich von sich gegeben hatte. Irgendwie gefielen ihm die Implikationen gar nicht.
„Willst du damit sagen, dass du einen elektrischen Schlag bekommen hast, als du den Sicherungskasten auseinandergenommen hast? Owen, was… Moment, ist Ianto hier?" Jack blickte sich verwirrt um. Abgesehen von Owen, Gwen und ihm selbst war hier niemand zu sehen.
„Ähm, ja Jack, ich bin hier", räusperte sich Iantos Stimme neben ihm. Jack warf einen Blick in die entsprechende Richtung und sah nichts. Offenbar war der junge Waliser wieder einmal unsichtbar.
„Ianto hat – ehm- ein kleines Problem", erklärte Gwen zögerlich, „Er scheint nicht mehr in der Lage zu sein sichtbar zu werden, auch nicht wenn er sich darauf konzentriert. Also…"
Einer verrückt und einer unsichtbar, ohne Chance darauf wieder gesehen zu werden, wenn das so weiter geht, haben wir bald kein einsetzbares Team Torchwood mehr.
„Deswegen habe ich ja das hier gemacht", erklärte Owen etwas irritiert, beinahe so als sollte das eigentlich allen klar sein, und tastete dann in der Luft neben Jack herum, bis er offensichtlich Iantos Körper spürte, und heftete dann die handflächengroße metallische Apparatur in die Luft (so schien es zumindest).
Wenige Sekunden später verschwand die Apparatur, doch dafür erschienen grün leuchtende Umrisse einer scheinbar menschlich-männlichen Gestalt neben Jack.
„Ianto, schön dich wieder zu sehen. In Grün siehst du richtig gut aus", bemerkte Jack und die Gestalt wandte ihren Kopf in Jacks Richtung. Ein Gesicht war nicht zu erkennen. Ianto wirkte im Moment so wie eine durch magische Weise zum Leben erwachte Zeichentrickfigur, bei der man noch nicht dazu gekommen war, die Details zu skizzieren, weswegen sie vor allem aus leeren Flächen bestand. Aber zumindest wussten sie so, wo der junge Mann war.
„Bevor ihr fragt: Ja, es sollte Iantos Kraftfeld standhalten. Ich habe es extra so designt, dass die elektrischen Impulse sein Kraftfeld überwinden und zugleich eingrenzen. Es hält nicht nur Ianto sichtbar, sondern sollte ihn auch daran hindern sein Kraftfeld auf andere Objekte auszudehnen; wir sind also nicht in unmittelbarer Gefahr ebenfalls unsichtbar zu werden", erklärte Owen geschäftig, während er seinen Mitarbeitern allerdings schon wieder den Rücken zugedreht hatte und damit begann seine überall wild durcheinander herumliegenden Notizen zu durchsuchen.
„Moment, heißt das es bestand die Möglichkeit, dass sich mein Kraftfeld unkontrolliert ausdehnt?", fragte Iantos Stimme leicht erschüttert. Da die Umriss-Gestalt keinen Mund besaß, konnte man ihn nach wie vor nicht reden sehen, nur hören, „Und du bist nicht auf die Idee gekommen, dass zu erwähnen?"
„Jetzt besteht diese Gefahr nicht mehr, also keine Sorge", gab Owen ungerührt zurück, während er einen seiner Notizzettel wild beschrieb, „Gefahr gebannt. Oh, das hatte ich noch gar nicht bedacht…"
Gwen wirkte sehr unglücklich und Jack konnte gut nachvollziehen, was sie gerade empfand. Ihm ging es ähnlich.
Er starrte wütend auf Owens Rücken und erkundigte sich dann möglichst gefasst: „Gibt es noch andere Dinge, die du uns nicht gesagt hast, obwohl wir sie eigentlich wissen müssten? Über unsere Kräfte, meine ich?"
Owen reagierte überhaupt nicht, sondern murmelte einfach nur unverständliches Zeug vor sich hin und schien geistig schon wieder tief im nächsten Problem zu stecken. Vielleicht hatte er Jacks Frage auch gar nicht gehört.
„Da siehst du, was ich meine", verkündete Gwen.
Jack seufzte. Ja, er sah tatsächlich, was Gwen meinte. Aber, wenn er ehrlich war, dann wusste er auch nicht, was er dagegen tun sollte. Er konnte Owen nicht dazu zwingen an einen Heilmittel für sie zu arbeiten. Er konnte den anderen Mann ja offensichtlich nicht einmal dazu bringen ihm Antworten auf wichtige Frage zu geben, ganz zu schweigen davon ein richtiges Gespräch mit ihm zu führen.
Zu dritt beobachteten sie wie Owen aufhörte zu schreiben, einen Moment lang erstarrte und dann hinüber zu seiner Tafel rannte, alles, was auf dieser stand, von ihr löschte und stattdessen einen Haufen neuer Formeln aufschrieb, bis er mitten im Tun innehielt und aus der Krankenstation rannte. Die letzte Formel hatte er gar nicht mehr fertig aufgeschrieben.
Sein derzeitiges Verhalten, wie auch der Stromschlag, machten Jack Sorgen. Um Owens Konzentration schien es nicht mehr besonders gut bestellt zu sein. Und wenn der Arzt nicht mehr in der Lage war sich zu konzentrieren, dann war er vielleicht auch nicht mehr in der Lage zu arbeiten und dann würde er auch nichts gegen ihre Kräfte unternehmen können.
„Ich hab Hunger", murmelte Gwen unglücklich.
Jack warf einen kurzen Blick auf sie und dann auf den grünen Umriss-Ianto und zuletzt starrte er kurz auf seine behandschuhten Hände. Und alles, was er dabei vor sich sah, waren Entwicklungen zum Schlechten.
Nachdem er Gwen losgeschickt hatte um etwas zu essen und Ianto angewiesen hatte nach Hause zu gehen und etwas zu schlafen, kehrte Jack in sein Büro zurück.
Es wurde immer offensichtlicher, dass die Kräfte, die sie erhalten hatten, nicht nur nie für sie bestimmt gewesen waren, sondern noch dazu nicht zu kontrollieren waren. Iantos Zustand war vermutlich erst der Anfang, und nachdem es nicht danach aussah, dass Owen bald eine Lösung für ihr Problem finden würde, mussten sie sich vielleicht eine alternative Option überlegen, wie sie mit dieser Situation umgehen sollten. Allerdings fiel Jack nichts ein, was wirklich erfolgversprechend wäre.
Letztlich war die Schockwelle doch eine Waffe. Letztlich hat sie es doch geschafft Torchwood handlungsunfähig zu machen. Ich wünschte der Doctor wäre hier. Ihm würde mit Sicherheit etwas einfallen um die derzeitige Lage zu lösen. Aber er ist nicht hier. Vielleicht sehe ich ihn nie wieder. Damit bleibt uns wohl nur noch eines: UNIT anrufen und hoffen, dass die in der Lage sind ein Heilmittel zu finden.
Aber was, wenn sie es gar nicht erst versuchen würden? Was wenn sie Jack und die anderen auf Grund ihrer neuen Kräfte vor allem als eine Gefahr ansahen und diese zu neutralisieren suchten?
Die Beziehungen zwischen Torchwood und UNIT waren an guten Tagen gespannt, an schlechten - nun an schlechten musste sich die britische Regierung einschalten, um zu verhindern, dass die beiden Organisationen sich gegenseitig an die Gurgel gingen und das nicht immer nur im übertragenen Sinn.
Jack konnte sich nicht erinnern, wann UNIT zuletzt irgendetwas Nützliches für diesen Planeten getan hatte, doch er war sich ziemlich sicher, dass das noch vor Ende der 80'er geschehen sein musste. Seitdem schien die Unified Intelligence Taskforce nichts Besseres zu tun zu haben, als die Menschenrechte im Namen der internationalen Sicherheit mit Füßen zu treten (Tosh war nur eine von vielen, die ein Lied davon singen konnten) und sich um sinnlose Projekte wie das Errichten einer Basis auf den Mond und ähnliches zu kümmern. Offensichtlich fiel den Vereinten Nationen nichts anderes ein, um die Erde zu schützen.
Wenn es in den letzten Jahren wirklich einmal zu einer außerirdischen Bedrohung gekommen war, dann war es meistens an Torchwood oder dem Doctor gewesen dieser ein Ende zu setzen. UNIT versuchte es meistens gar nichts erst. Was vielleicht auch ganz gut so war, denn diesen Militär-Faschisten fiel in solchen Fällen meistens sowieso nichts anderes ein als auf die besagte außerirdische Bedrohung mit Handfeuerwaffen zu schießen. Zumindest sehen sie in ihren Uniformen und mit diesen roten Kappen gut aus.
Aber es war ihnen zuzutrauen, dass sie es für eine gute Idee halten würden eine Atombombe auf das Hub zu werfen, nur um sicher zu gehen. Also lieber nicht UNIT. Doch wer blieb dann noch?
Niemand außer ihnen selbst.
Jack ließ seine Handflächen über seinen Schreibtisch schweben und dachte nach. Es musste doch etwas geben, das sie tun konnten. Etwas, das er tun konnte. Er musste einen Weg finden sein Team zu beschützen. Um Owen und Ianto stand es bereits schlecht, bald würde es Toshiko und Gwen vermutlich ähnlich gehen. Und er selbst…
Jack verbarg das wahre Ausmaß seines Zustandes so gut er konnte vor den anderen. Sie hatten bereits genug Sorgen. Er musste ihnen den funktionierenden Anführer vorspielen, damit sie sich wenigstens daran festhalten konnten.
In Wahrheit jedoch war Psychometrie nur so lange lustig solange andere davon betroffen waren. Es war nicht so, dass Jack seine Fähigkeit kontrollieren konnte. Im Gegenteil. Jedes Mal, wenn er einen Gegenstand berührte, wurde er – ungebeten – von Bildern aus der Vergangenheit des Gegenstands heimgesucht. Und zwar wirklich jedes Mal.
Als es angefangen hatte, und ihm noch nicht wirklich klar gewesen war, was vor sich ging, hatte er sich darüber noch gewundert. Dann, als ihm langsam klar wurde, was los war, hatte ihn seine neue Fähigkeit beunruhigt. Doch inzwischen hatte sie sich zu einem wahren Alptraum entwickelt.
Ihm war bisher nie klar gewesen wie oft pro Tag er Gegenstände (oder Menschen) berührte. Selbst harmlose Bilder – wie etwa seine eigene Kaffeetasse in seiner eigenen Hand – gingen ihm inzwischen auf die Nerven. Außerdem war er zu dem Schluss gekommen, dass er dringend einen neuen Schreibtisch brauchte. Seinen jetzigen hatte er von Alex geerbt und dieser Schreibtisch hatte eindeutig zu viel miterlebt und gesehen. Inzwischen wusste Jack mehr über seinen ehemaligen Boss, als er hatte wissen wollen, und all die Dinge, die er erfahren hatte, erklärten ihm auch nicht wirklich besser als zuvor, wie es zu dessen letzter Bluttat hatte kommen können.
Auch über seine jetzigen Mitarbeiter wusste Jack inzwischen mehr, als ihm lieb war. Die Affäre von Gwen und Owen hatte sich offenbar über diverse Orte im Hub gezogen, denn während Jack, Ianto und Tosh mit anderen Dingen beschäftigt gewesen waren (wie etwa damit zu arbeiten), hatten die beiden das anscheinend genützt, um sich näher zu kommen, und dabei die unmöglichsten Gegenstände im Hub mit ihren sexuellen Spielchen beschmutzt. Jack war die letzte Person auf Erden, die etwas gegen Sex hatte, und es ging nicht einmal darum, dass er nicht daran beteiligt gewesen war (okay, bis zu einem gewissen Grad ging es doch darum), aber er lebte hier, und obwohl er sich nie als einen dieser Spießer gesehen hatte, gehörte er offenbar doch zu den Menschen, die ihr Sofa nie wieder mit den gleichen Augen ansehen konnten, nachdem sie erfahren hatten (bzw. gesehen hatten) wer sich in ihrer Abwesenheit darauf mit wem vergnügt hatte.
Und dann waren da natürlich auch noch die Dinge, die er aus anderen Gründen nicht hatte wissen wollen und nun doch erblickt hatte, wie Iantos Ausflug zum Waffenschrank. Oder andere Beweise für den nach wie vor sehr großen inneren Schmerz des jungen Mannes. Von denen gab es genug, denn immerhin war Ianto im Hub sehr umtriebig und hatte an vielen Objekten seine Spuren hinterlassen.
Wenn man bedenkt, dass ich mehr über meine Angestellten wissen wollte, ist das fast schon ironisch: Jetzt weiß ich mehr über sie, als ich jemals wissen wollte. Wie soll ich jemals diesen pinken Slip von Gwen vergessen?
Um dem Problem zumindest ein bisschen beizukommen, hatte Jack sich die Handschuhe übergestreift. Zum Glück waren die Handschuhe neu. Jack wusste nun zwar alles über ihre Fabrikation und ihren Verkauf, aber seit dem blieb es zu seiner Erleichterung bilderlos.
Zuerst hatte er versucht das zu tun, was er auch den anderen aufgetragen hatte: Seine Fähigkeit selbst in den Griff zu bekommen. Er hatte versucht sie gezielt einzusetzen und bestimmte Bilder heraufzubeschwören oder eben nichts zu sehen, es zu blockieren. Zu Beginn hatte das sogar beinahe funktioniert. Doch dann war er nicht mehr in der Lage gewesen die Bilder abzublocken, also hatte er zu den Handschuhen gegriffen.
Trotzdem war er sich immer noch nicht sicher, ob sie wirklich funktionierten. Manchmal hatte er den Eindruck selbst durch die Handschuhe hindurch … weniger etwas zu sehen als etwas zu spüren. Es waren mehr emotionale Eindrücke als Bilder, und vielleicht bildete er sich das alles auch nur ein (wenn man sich erst einmal an eine körperliche Reaktion auf etwas bestimmtes gewöhnt hatte, konnte man kaum glauben, dass diese jetzt nicht erfolgte, wenn sie sich plötzlich nicht mehr einstellte), aber er fand es sicherer einfach nach Möglichkeit ganz darauf zu verzichten, etwas mit seinen Handflächen zu berühren. Was gar nicht so einfach war. Und irgendwie auch sehr frustrierend.
Und nun begannen auch die Kräfte der anderen Schwierigkeiten zu machen. Wie lange sollte er auf Gwens Rückkehr warten bis er sich Sorgen um sie machte? Und was war eigentlich mit Tosh? Sie hatte über Kopfschmerzen geklagt, als sie heimgegangen war. Wenn diese wirklich mit ihrer Telepathie zusammenhingen, wenn sie von fremden Gedanken überflutet wurde und keine Barriere mehr dagegen errichten konnte, ähnlich wie Jack selbst keine Barriere gegen die psychometrischen Bilder aufrecht halten konnte, würde sie das nicht lange durchhalten, ohne dass ihre geistige Gesundheit Schaden nahm.
Mir muss etwas einfallen. Wenn schon keine Lösung, dann wenigstens eine Methode, um Owen dazu zu bringen uns alle zu retten.
Jack widerstand dem Drang seine Schläfen zu massieren. Er war auch nicht gegen Bilder über sich selbst, die von seinem eigenen Körper kamen, immun. Und nicht alle von diesen waren angenehm. Abgesehen davon hatte er keine Lust jedes Mal an seine vergangenen Liebhaber erinnert zu werden, wenn er einen Teil seines Körpers berührte, der von diesen auch berührt worden war (und nicht nur, weil er teilweise nicht mehr verstand, was er jemals an dem einen oder anderen gefunden hatte. Manche Erinnerungen waren einfach zu schmerzhaft).
Vielleicht sollte er selbst auch versuchen ein wenig zu schlafen. Vielleicht würde ihm das dabei helfen einen klaren Kopf zu bekommen, möglicherweise fiel ihm sogar im Schlaf eine Lösung für das ganze Schlamassel hier ein.
Jack stieg also hinunter in sein Schlafzimmer. Tatsächlich merkte er erst jetzt wie müde er eigentlich war. Die ständige Sorge um die anderen schien ihn sehr stark ausgepowert zu haben. Müde fiel er auf sein Bett … und sah Bilder von sich selbst in diesem Bett.
Das ist jetzt doch nicht euer Ernst?
Jack richtete sich wieder auf und starrte seine Handflächen an. Sie berührten nichts, doch die Bilder hörten nicht auf. War es jetzt schon sein ganzer Körper? Konnte er nun schon mit jedem Stück Haut psychometrische Eindrücke empfangen?
Aber ich bin angezogen. Kein Hautkontakt. Heißt das…
Ja, es ging durch den Stoff hindurch.
Jack stolperte aus seinem Bett hinaus und landete auf allen Vieren auf den Boden. Offenbar war er im Laufe der Jahre oft an dieser Stelle hier gestanden. Mühsam kam er hoch in der Hoffnung, dass das die Bilderflut stoppen würde. Jetzt berührten nur noch seine Füße den Boden, was scheinbar ausreichte.
Schuhe halfen auch nicht wirklich. Er sah nicht nur die Geschichte der Schuhe vor sich, sondern auch immer noch die des Bodens.
Er musste zu Owen, der Arzt musste ihm helfen! Er musste die Bilder stoppen. Musste sie stoppen.
Jack wankte in Richtung Leiter, während die diversen Bilder weiterhin auf ihn einstürmten. Er stolperte, konnte sich nicht mehr auf den Füßen halten und dann … wurde es gnädiger Weise dunkel und er sah gar nichts mehr.
A/N: Zwei Drittel dieser Fanfiction sind damit geschafft und es liegt noch ein Drittel vor uns.
Ich hoffe niemand fühlt dich durch das UNIT-Bashing gestört, aber in Bezug auf Torchwood und auch meistens in Neu-Who und den SJA ist diese Organisation meistens nur unnütz und einfach da und tut gar nichts. Erinnert ihr euch an CoE, wo es immer nur geheißen hat, sie arbeiten an den Problem aber nie wirklich etwas passiert ist? Innerhalb von Torchwood hat UNIT eigentlich nur durch Martha etwas getan.
„Miracle Day" scheint sie bisher auch nicht zu kümmern, aber wer kann's ihnen verübeln, denn mich als Zuseher juckt es auch nicht besonders. Überhaupt, wenn ich nicht wüsste, dass das im Who-Versum spielen soll und Torchwood sein soll, würde ich mich wundern, warum John Barrowman und Eve Myles erneut Charaktere namens Jack und Gwen spielen, die gewisse Ähnlichkeiten mit Jack und Gwen aufweisen und dauernd auf Ereignisse und eine Vergangenheit von TW anspielen, die es so eigentlich nie gab, und ansonsten befinden, dass „Miracle Day" weder so gelungen wie „24" noch so gut wie „Alias" ist. Denn mit diesen beiden Serien hat dieses starz-Monster mehr gemein als mit „Torchwood". Nebenbei ist alles auch irgendwie sehr langweilig, aber ich habe mich ja auch schon bei CoE gelangweilt (das aber nur halb so lang war, weswegen MD jetzt noch mal doppelt so langweilig ist).
Und nach eigener Aussage aus Folge 5 von MD sind die Mitglieder von Torchwood keine „Investigators" mehr, sondern „Freedom Fighters", wenn ich nur wüsste gegen wen sie da eigentlich (angeblich) kämpfen, wäre ich klüger als ich bin.
Aber genug davon. Schreibt mir lieber ein nettes Review zu diesem Kapitel!
