Zuvor:

Der Gastraum hatte sich geleert. Nur noch ein Betrunkener der übersehen worden war saß in einer Ecke.

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Riley sah den Mann als sie nach einem Luftzug zum Eingang sah.

Eine der Tänzerinnen hatte ihn zuerst gesehen. "Sorry Großer, wir schließen glgl...".

Der bullige Mann hatte sie unterbrochen, in dem er ihre Kehle gepackt hatte.

Riley war zwei Sekunden wie gelähmt. Dann war sie auch schon auf dem Weg nach Oben. Sie sah wie der Terminator seine Waffe zog und zwei Schüsse in die Decke abgab. Da hatte sie auch schon das Büro erreicht und stieß die Tür auf, so dass sie gegen die Wand krachte.

„JOHN!" schrie sie „TERMINATOR!"

Innerhalb von einer Sekunde überwand John seine Verwunderung über Riley. Er lies Cameron los und hastete zu einem Schrank.

Er nahm Eine Pistole und eine Pumpgun heraus, die er mit einer Hand durch lud. „Hast Du eine Waffe!?"Rief er Riley zu.

„Meine ist im Spind", entgegnete sie und fing geschickt die Desert Eagle auf, die er ihr daraufhin zuwarf.

Erneut griff John in den Schrank und nahm eine weitere Pistole heraus. Damit hastete er zu Cameron. „Ich erkläre Dir das später", sagte er und drückte ihr die Waffe in die Hand. „Das ist die Sicherung", erklärte er kurz. „Entsichern, Zielen und schießen". Dann küsste er sie kurz aber heftig. „Du bleibst hier Oben, egal was passiert", sagte er dann eindringlich.

Cameron sah kurz auf die Waffe in ihrer Hand, dann ihm hinterher. Ihr Blick fiel auf Riley, der sie die Waffe hochhaltend zunickte. Riley nickte zurück.

John hastete bis zur Tür. Riley stand vom einem Türpfosten gedeckt, John stellte sich hinter den Anderen. Beide sahen nach Unten.

„JOHN CONNOR!" Rief die Maschine, die mit der hilflosen Tänzerin an der Hand noch immer am selben Fleck stand. Die Rausschmeißer trauten sich nicht Etwas zu unternehmen, da der -Mann- mit seiner Waffe drohte.

John sah zu Riley. Die entsicherte ihre Waffe und sah zu ihm.

„Gib mir Feuerschutz", sagte er leise.

Riley schüttelte den Kopf. „Keine Chance Connor. Ich geh zuerst und Du gibst Feuerschutz".

„Wer bist Du?" Fragte er diesmal.

„Deine Beste Freundin Du Dussel", entgegnete sie augenverdrehend. Dann bewegte sie sich vorwärts.

John sah noch wie die Maschine am Eingang zu ihnen hoch blickte und die Waffe herumschwenkte. Sie eröffnete das Feuer auf Riley, die sich sofort auf der Treppe in Deckung ging.

Wegen der Tänzerin konnten sie das Feuer nicht gezielt erwidern aber noch bevor die Maschine einen Treffer anbringen konnte flog die Eingangstür auf.

Nachdem ein Schuss fiel, der ihn in den Rücken traf schleuderte der Terminator die Tänzerin unter deren lautem Gekreische wie eine Puppe von sich und wandte sich der neuen Gefahr zu.

Nachdem die Tänzerin aus der Schusslinie war wurde der Terminator von mehreren Schüssen getroffen. Auch Riley und John eröffneten das Feuer.

Von Allen unbemerkt leerte auch Cameron ihr Magazin mit unglaublicher Präzision in den Schädel des Angreifers. Sie hatte einige Sekunden gezögert und zu John gesehen, bevor sie die Zähne zusammenbiss und feuerte. Dann ging sie zurück ins Büro um ein neues Magazin zu holen.

So ins Kreuzfeuer geraten hatte die Maschine nur geringe Chancen. Treffer um Treffer zerfetzten die Kleidung und auch die Biologische Hülle. Es dauerte nicht lange, da begannen Warnmeldungen auf seinem HUD aufzutauchen.

John konnte beobachten, dass die Bewegungen der Maschine immer langsamer wurden. Der Terminator schien auch nicht mehr zu wissen, welchem Gegner er sich zuwenden sollte. Denen vor ihm oder den Dreien hinter ihm.

Nur nebenbei hatte John seine Mutter und Derek bemerkt. Die dritte Person stand für ihn unsichtbar aber unterbewusst nahm er an, dass es sich um diese Jesse handelte, die Freundin seines Onkels.

Immer schwerer wurden die Schäden, bis die Maschine schließlich zu Boden ging. Zuckend aber hilflos lag sie da.

Jetzt erst blickte John zu seiner Mom. „Hallo Mom", sagte er ohne viel Emotion.

„John", entgegnete sie mit genug Emotion für Beide.

„Ist lange her", sagte er und sah auf die zappelnde Maschine.

„Dreizehn Monate", warf Derek ein.

John sah kurz zu ihm. Die Frau neben seinem Onkel beachtete er gar nicht. „Ist das ein Zufall?"

„Wir sind einer Maschine gefolgt. Wir haben die Spur hier kurz verloren", sagte Sarah.

John stieß einen bitteren Lacher aus. Er sah auf den defekten Terminator am Boden. „Na dann bin ich ja froh dass ihr sie wieder gefunden habt". Kurz sah er in Sarahs Augen. „Dann könnt ihr ja wieder gehen". Demonstrativ drehte er sich herum und ging in Richtung Bar.

„Verdammt Connor, das hier ist nicht...", warf Jesse Flores aggressiv ein, wurde aber durch einen Griff an ihren Arm unterbrochen. Sie sah zu Derek, der aber nur mit dem Kopf schüttelte.

Sarah hatte nur kurz dankbar zu Derek gesehen,. „Wir haben eine Maschine verfolgt, die viel gefährlicher ist als diese. Eine Maschine, die Du auf jeden Fall nah genug an Dich heran lassen würdest.

John war schon bei Jesse Flores Worten stehen geblieben. Nun drehte er sich herum. „Komm schon Mom. Du weißt, dass ich selbst ein Modell 101 nicht so schnell an mich heranlasse und einen 1000er erkenn ich sofort".

Sarah schüttelte den Kopf. „Diese Maschine nicht. Sie ist neu. Der perfekte infiltrator".

John stemmte die Hände in die Hüften. „Und wer soll das sein? Er sah sich kurz um. Sein Blick blieb auf Riley haften. „Sie etwa?" Sagte er mit beißendem Spott in der Stimme und deutete mit dem Daumen auf die Blonde, die sich langsam in Camerons Richtung zurückzog.

„Sie ist brünett. Haare fast bis zu den Hüften", warf Jesse Flores ein.

John lachte kurz und schüttelte den Kopf. „Die Hälfte meiner Angestellten ist brünett mit langen Haaren. Da müsst ihr..."

„Sie meint mich!" Rief Cameron in diesem Moment. Sie war bereits auf dem Weg nach unten.

Drei Waffen schwenkten gleichzeitig in ihre Richtung.

Riley, die das kommen sehen hatte nahm immer zwei Stufen gleichzeitig und war vor Cameron, bevor Jemand schießen konnte.

Gleichzeitig tauchten zwei der Rausschmeißer und die zuletzt eingestellten Tänzerinnen und Bedienungen mit Waffen überall aus ihren Deckungen auf und legten auf die Neuankömmlinge an.

John sah sich verwundert um. Er wusste nicht, dass es Riley geschafft hatte mit einigen Widerstandsgruppen aus der Zukunft Kontakt aufzunehmen und die Leute geschickt unter die Bewerber zu schleusen. Kurz sah er fragend zu Riley, die aber verzerrt grinsend mit den Schultern zuckte.

Währenddessen sahen Sarah, Derek und Jesse über die Läufe ihrer Waffen hinweg im Raum um. Sie sahen sofort, dass sie in großen Schwierigkeiten waren, sollten es zu einem Gefecht kommen.

„Mein Name ist Sarah!" Rief Diese ohne die Waffe abzusetzen. „Ich bin Johns Mutter!"

Die Widerstandskämpfer, die natürlich den Namen Sarah Connor kannten senkten die Waffen und sahen sich an. Sie waren nach Camerons Bekenntnis ohnehin schon unschlüssig gewesen.

Sarah sah zu John, der nur zu Cameron starrte und die Vorgänge nur nebenbei mitbekam.

John und Cameron starrten sich in die Augen, während sie langsam die Treppe herunter kam.

Riley hingegen beobachtete die Neuankömmlinge aber insbesondere Jesse, die sie für die Unberechenbarste hielt. Riley hielt ihre Waffe in der einen Hand ständig in Jesses Richtung, während ihre Andere Camerons Hand umklammerte.

„Riley!" Rief die Australierin. „Was tust Du, das ist die Maschine...".

„Ich weiß!", unterbrach Riley harsch. „Sie ist Die, der ich am meisten vertraue und nicht die, die mich im Stich gelassen hat. Ich hab die Hölle durchgemacht, nachdem Du mich fallengelassen hast.

„Was willst Du?!" Fragte Jesse irritiert. Ich hab Dich hier her ins Paradies gebracht. Du hast ein tolles Leben...!"

„Paradies!? Ein tolles Leben!?" Erwiderte Riley sarkastisch. „Ich bin vergewaltigt und gequält worden! Schlimmer noch als mein Leben in den Tunneln!" Riley spürte einen beruhigenden Druck von Camerons Hand. Als sie kurz in Camerons Augen sah strahlte ihr Zuneigung und Mitgefühl entgegen. Sie lächelte Cameron an, was diese nickend erwiderte.

Jesse hatte die Interaktion der Beiden beobachtet und verzog angewidert das Gesicht. „Metal Lover", knurrte sie und wollte das Feuer eröffnen. Ihr Finger näherte sich dem Druckpunkt.

Cameron sah was passierte. Ihre Waffe zielte auf Jesse, bevor diese schießen konnte.

Trotzdem hätte die Australierin wohl geschossen, wenn nicht John vor sie getreten wäre. „Wag es Dich!" Seine Waffe zielte ohne Zittern auf Jesses Stirn.

Vorsichtig legte Derek die Hand auf Jesses Waffe und drückte sie gegen ihren Widerstand langsam nach Unten. „Derek?"

„Nimm die Waffe runter", sagte Derek und wies mit dem Kopf auf Sarah, die ebenfalls auf Jesse angelegt hatte.

„Wag es nicht die Waffe gegen meinen Sohn zu erheben", sagte Sarah. Dann nahm sie die Waffe runter und sah zu John. „John, sie ist gefährlich. Sie wird dich töten".

John senkte die Waffe und sah dann zu Sarah. „Wird sie das? Warum hat Sie dann gewartet?"

Sarah öffnete den Mund und schloss ihn wieder ohne eine Antwort zu haben. Sie sah zu, wie John sich abwandte und der Maschine entgegen ging.

Cameron hatte die Waffe ebenfalls sinken lassen und war mit Riley zusammen weiter die Treppe hinab gegangen. Nun am Fuß der Treppe bedeutete sie Riley, sie solle dort stehen bleiben. Riley protestierte stumm aber ihre Freundin lächelte ihr beruhigend zu. Dann ging sie weiter auf John zu, der ihr entgegenkam.

„Cam...", sagte John und brach ab. Er senkte den Kopf.

„Du hast gesagt dass Du mich liebst, mit mir zusammen sein willst, mich heiraten möchtest. Hat sich das geändert?" Fragte Cameron leise.

Tief atmete John durch und hob den Blick. „Du bist ein Terminator?"

Cameron legte den Kopf schräg und schüttelte ihn langsam. „Nein. Ich bin ein auf Langzeiteinsätze spezialisierter Infiltrator. Lebendes Gewebe auf einem Metall Endoskelett. 20 27 Hat General John Connor mich entlarvt, sofort als er mich erblickte. Es wurde versucht mich umzuprogrammieren. Danach habe ich für General Connor gearbeitet".

„Moment mal", warf Riley verwirrt ein. „Hast Du gesagt, es wurde VERSUCHT Dich umzuprogrammieren?"

Cameron sah zu ihr. „Ja." Sie sah wieder zu John. „Skynet hatte gelernt. Mein Modell bekam ein Backup System. Während im Vordergrund die Reprogrammierung sichtbar für den Widerstand lief, hatte die Originalprogrammierung unsichtbar im Hintergrund immer die Oberhand."

Johns Blick irrte zu der Waffe. „Also bist du gekommen um mich zu töten?"

Nun sah Cameron auf Johns Waffe, dann wieder in seine Augen. „Ja", sagte sie und sah das Zusammenzucken Johns.

Eine Sekunde lang wollte John wegrennen aber er bekam sich schnell genug wieder in seine Gewalt also blieb er stehen.

„Aber...", sagte Cameron und sah auf ihre Waffe.

„Aber?" fragte John ebenfalls mit Blick auf die Waffe.

„Als ich hier hereinkam wollte ich Dich terminieren", sagte sie leise. „General John Connor war ein hartherziger, ... unausstehlicher Mann. Er hat die Maschinen und auch seine Soldaten wie Gegenstände behandelt. Cameron sah zu Jesse. „Er hat seinen Leuten wichtige Informationen vorenthalten, was zu tödlichen Missverständnissen führte". Wieder sah sie John an. „Wenn ich ihm von Todesfällen berichtet habe hat er nur mit den Schultern gezuckt. Es war ihm egal".

John sah zu Boden

„Red nicht so von meinem Sohn", sagte Sarah wütend.

„General John Connor, DER John Connor den ich 2027 kennengelernt habe war nicht Dein Sohn", sagte Cameron fast aggressiv zu Sarah. Dann sah sie wieder mit sanften Augen in Johns Gesicht. „Dein Sohn ist anders. Als ich völlig durchnässt hier her kam war er sofort bei mir. Er war fürsorglich und äußerst liebenswert. Ich konnte ihn nicht... ich wollte ihn nicht terminieren".

„Liebenswert?" Fragte Sarah sarkastisch. „Was weiß eine Maschine von Liebe?"

Cameron sah zu Sarah. „Mehr als Du glaubst Sarah Connor". Sie sah wieder zu John. „Ich habe Gefühle, Emotionen. Sie mögen nicht biologischer Natur sein aber für mich sind sie real", sagte Cameron eindringlich.

„John, das..."

John unterbrach seine Mutter durch hochreißen der Hand. Er sah tief in die Augen vor sich. „Und?"

Cameron holte tief Luft. „Wenn es stimmt was ich über die Liebe gelesen habe ist sie unkonditionell. Wenn das so ist und Deine Liebe nicht davon abhängt ob ich ein Mensch bin dann... Ja. Ich möchte mit Dir zusammen sein".

„Warum?"

Cameron hob die Hand und legte sie an seine Wange. „Ich weiß es nicht", sagte sie ehrlich. „Aber ich würde es gerne herausfinden".

John sah zu Boden. Nachdenklich begann er im Raum auf und ab zu laufen. „Es ist keine Frage ob ich Dich liebe", sagte er irgendwann leise und sah sie an. „Das tue ich. unkonditionell".

Cameron lächelte. „Was ist dann die Frage?"

„Die Frage ist, ob sich das mit meiner Rolle, meinem Schicksal vereinbaren lässt". Er blickte zu seiner Mutter, die mit dem Kopf schüttelte. „Wie sagst Du doch immer? –Schicksal ist das, was wir daraus machen-". Während Sarah mit dem Kopf schüttelte sah John wieder zu Cameron. „Ich halte es lieber mit Doc Brown. –ZUKUNFT ist was wir daraus machen-.

„John.. Du kannst doch nicht...".

„Doch ich kann Mom", sagte er ohne hinzusehen. Stattdessen ging er zu Cameron. Seine Waffe legte er auf einen Tisch neben ihr und breitete die Arme aus.

Camerons Gesicht begann förmlich vor Glück zu strahlen. Sie legte ihre Waffe neben seine und glitt in die ausgebreiteten Arme.

Die Zeit schien still zu stehen. Einige der Personen im Raum sahen mit Unverständnis auf die Szene, einige weitere mit offener Abscheu und der Rest, insbesondere Camerons Kolleginnen mit einem feinen Lächeln.

Eine einzige Person war völlig auf Etwas Anderes konzentriert. Riley hatte sich unbemerkt bewegt.

„Ich beende das jetzt!" Rief Jesse plötzlich und riss ihre Waffe hoch.

Riley war schnell wie der Blitz. Sie schlug Jesses Waffe zur Seite und mit ihrer eigenen zu. Die Kampferfahrene Jesse ging nicht zu Boden sie wollte sich wehren aber ein Tritt gegen ihre Brust schmetterte sie in ein Regal hinter ihr.

Jesse hatte ihre Waffe nicht fallenlassen und versuchte trotz der Trümmer zwischen denen sie lag das gefährliche Instrument zu heben, um auf ihren Angreifer zu schießen.

Jesse stieß erst einen Schmerzenslaut aus, als Riley mit ihrem Fuß auf die Waffe trat und dabei Jesses Hand auf den Boden nagelte.

„Halt blos die Füße still du Schlampe", knurrte Riley mit ihrer eigenen Waffe im Anschlag. Das ehemals eher ängstliche Mädchen hielt die Waffe wie ein Profi und ihre Augen glitzerten kalt.

„Ha", quetschte Jesse hervor. „Das dumme Mädchen ist erwachsen geworden".

„Ich hab meine Lektionen gelernt", entgegnete die Blonde ruhig.

Jesse deutete mit dem Kopf auf John und Cameron, die sich an den Händen hielten und herüber sahen. „Das Ding ist eine Maschine. Wenn Du sie beschützt bist Du genau so ein Verräter wie Connor", spie sie hervor.

Riley schüttelte langsam den Kopf. „Du verstehst es nicht, hab ich Recht? Wie Cameron sagte, Liebe ist unkonditionell und...". Sie sah zu ihren Freunden und lächelte. „...Ich liebe Beide".

Jesse sah Riley in die Augen. Sie sah das Glitzern darin. Mit dem selben Blick hatte Riley sie auch immer angesehen. „Du hast mit Connor geschlafen", presste sie hervor.

Jetzt grinste Riley schief.

Jesse kniff die Augen zusammen. Dann schüttelte sie langsam den Kopf. „Nein... die Maschine". Jesses Gesicht lief vor Wut rot an. „DU HAST MIT DER MASCHINE GESCHLAFEN?!"

Rileys Grinsen zerfaserte. Sie sah schuldbewusst hinüber zu John.

John Connor hatte die Stirn gerunzelt und sah Cameron fragend an.

Die lächelte schüchtern und zuckte mit den Schultern. „Du sagtest es macht Dir nichts aus".

John kniff die Augen zusammen. Dann begann er zu grinsen, zog Cameron in seine Arme und küsste sie. „Hauptsache keine Pinkelspiele", sagte er nach dem Kuss.

Cameron und Riley sahen sich an. Riley wurde rot und Cameron hob die Augenbrauen.

John seufzte und lies die Schultern hängen. „Aber nicht im Bett bitte", sagte er resignierend.

„Arrrrrgh", stieß Jesse wütend hervor und befreite ihren Arm unter Rileys Fuß.

Behende wie eine Katze war sie auf den Beinen und schnellte auf Riley zu. Ihre zuschlagende Faust wurde kurz vor Rileys Gesicht von einer anderen aufgefangen.

Jesses Gesicht wandte sich dem neuen Gegner zu. Ihre Waffe hatte sie fallen gelassen aber sie wollte sich auf den Angreifer stürzen. Allerdings zuckte sie zurück, als sie eine sehr wütend zu sein scheinende Cameron vor sich sah, die mit unglaublicher Geschwindigkeit –herangeglitten- war. Jesse wollte ihre Faust aus Camerons Griff befreien aber die Hand saß fest wie in einer Stahlklammer.

„Lass mich los!"

Cameron selbst bewegte sich keinen Millimeter, weil Derek Reese ihr seine Waffe gegen das Ohr drückte.

„Lass sie sofort los oder..."

Derek wurde unterbrochen, als diesmal er den kalten Stahl einer Waffe an seinem Ohr spürte.

„Nimm sofort die Waffe runter", sagte John Connor und seine Stimme war kalt wie Eis.

John sah über seine Schulter. Sein Blick blieb auf Sarah hängen. „ALLE nehmen sofort die Waffen runter. Heute Abend wird nicht mehr geschossen!"

Johns Angestellte und Freunde senkten die Waffen. Dann sah er zu Jesse und Cameron. „Cam, lass sie bitte los".

Ohne zu zögern lies Cameron Jesses Hand los. „Ich meinte es ehrlich als ich sagte, dass mir der Verlust Deines Babys leid tut".

John sah zu Derek. „Derek?"

Der beachtete ihn aber gar nicht. Er senkte auch so die Waffe und starrte Jesse an. „Baby?"

John ergriff Camerons Hand und ging sie leicht hinter sich herziehend in die Mitte des Raumes.

Währenddessen bückte sich Riley nach Jesses Waffe und nahm diese an sich.

Derek und Jesse flüsterten leise miteinander. Nach einiger Zeit hatten Beide Tränen in den Augen.

„Mein Name ist John Connor!" Rief er in die Runde. „Für Alle die nicht wissen wer ich bin werde ich das später ausführlich erklären!" Er sah sich um und sah sich genau den bewaffneten Teil seine Angestellten an. „Diejenigen, die mich offenbar kennen werden heute Abend eine Entscheidung treffen müssen!"

„John...", begann Sarah vorsichtig. „Wir müssen Sie zerstören. Die Technik..."

„... darf nicht zurückentwickelt werden", unterbrach er sie brüsk. „ich kenn diese Sprüche zur Genüge, Mom. Du sagst das immer wieder, Onkel Bob sagte das und auch Derek hat es mir immer wieder gepredigt. Damit haben Du und Bob seine Zerstörung begründet. Vor 13 Monaten habt ihr mir dann erneut meinen einzigen Freund genommen, mit der gleichen Ausrede". Er deutete auf die noch immer zuckende Maschine am Boden" Und was hat es gebracht?"

Sarah starrte ebenfalls auf die Maschine, dann zuckte ihr Blick zu Cameron. „Das war etwas Anderes".

John lachte bitter auf. „War es das? Was hat es denn schon gebracht. Ben war nicht einmal beschädigt. Trotzdem habt ihr ihn hinterrücks deaktiviert und zerstört, obwohl ich es nicht wollte".

„Das war nicht Deine Entscheidung", entgegnete Sarah kleinlaut.

Er machte zwei Schritte auf sie zu. „Und genau das ist der Punkt, „sagte er aggressiv. „Es IST meine Entscheidung, denn ICH bin John Connor", entgegnete er und betonte die Worte mit seinem Finger. ICH werde die Menschheit zum Sieg gegen die Maschinen führen. ICH bestimme was geschieht und wenn damit einer ein Problem hat kann er meinetwegen mit dem Rest der Menschheit zur Hölle fahren".

Ernst waren diese Worte in deren Verlauf Sarah immer mehr zusammengeschrumpft zu sein schien.

„Du kannst doch nicht eine Maschine über die Menschen stellen!" Fuhr Derek Reese wütend richtete seine Waffe erneut auf Cameron.

Sofort wandte sich John ihm zu. „Doch, das kann ich und das habe ich gerade". John hob erneut seine Waffe. Unter dem entsetzten Blick der Anwesenden richtete er sie auf Derek. „Hast Du ein Problem Befehle von mir entgegen zu nehmen Lieutenant?" Fragte er kalt und spannte den Hahn, Mordlust in den Augen.

Cameron trat von der Seite zu John und legte ihre Hand auf seinen Arm. „John nicht", sagte sie nur. Als er sich ihr zuwandte legte sie die Hand an seine Wange und küsste ihn dann zärtlich auf die Lippen.

John, dessen Blick sofort weich geworden war, als er Cameron erblickte lies sich von Cameron die Waffe aus der Hand nehmen. Dann zog sie ihn heran und legte sein Gesicht an ihren Hals, wonach er sich seufzend entspannte und die Arme um sie legte.

Die Zeit schien eingefroren während sich die Beiden in den Armen hielten. Nur die Geräusche, die die defekte Maschine machte waren zu hören, sonst machte niemand einen Laut.

Gefühlte Minuten später hob John den Kopf und sah in das entsetzte Gesicht seiner Mutter. „Ihr könnt in der Nähe bleiben aber ich bestimme was geschieht".

„Sie könnte Skynet sein", sagte Sarah mit einer Geste zu Cameron.

Langsam löste sich John und lächelte Cameron zu. Dann ging er zu seiner Mutter.

„Könnte, Mom. Das sagt gar nichts. Jeder Mensch –könnte- ein Mörder sein und jeder Mensch –könnte- an der Schaffung Skynets beteiligt sein. So funktioniert das Leben einfach nicht. -Könnte-, -falls- und -eventuell- sind Alles Worte die man mit in Betracht ziehen muss". Er atmete tief durch. „Aber keinesfalls kann man diese Worte als der Weisheit letzten Schluss betrachten, dann macht man zu viele Fehler".

Sarah dachte darüber nach. „Aber falls sie doch...?".

John sah sie intensiv an. „Dann ist es immer noch mein Fehler und meine Entscheidung".

Sarah überlegte einige Zeit. Immer wieder sah sie zu Cameron, die wieder zu John getreten war und ihn anlächelte. Sie musste sich selbst eingestehen, dass ihr Sohn mit der Maschine glücklich zu sein schien. Auch hatte er Recht damit, dass er John Connor war und sie kein Recht hatte sich gegen seine Entscheidungen zu stellen. Anzweifeln ja, Maßnahmen zu seinem Schutz ergreifen vielleicht aber in keinem Fall durfte sie seine Autorität dadurch untergraben, dass sie etwas tat, was gegen seinen ausdrücklichen Wunsch ging.

Riley hatte die ganze Zeit Jesse im Auge behalten. Sie hatte aber auch mitbekommen, dass John zu Cameron stand, was sie sehr freute. Allerdings fragte sie sich ernsthaft, ob sie im Leben der Beiden noch einen Platz haben würde.

John war schließlich zu Derek und Jesse gegangen. „Ich kenn Dich nicht", sagte er zu ihr. „Und ich weiß auch nicht, ob ich Dich kennen möchte aber ich warne Dich. Jede Aktion gegen Cameron geht gegen mich und ich nehme das sehr persönlich". Er sah Derek an. „DU bist mir für sie verantwortlich".

Als Sarah aus ihren Grübeleien aufblickte zuckte sie zusammen als sie in ein paar sanfte braune Augen blickte.

„Was zur Hölle willst Du?" Fragte sie aggressiv.

„Ich will nicht, dass er Dich verliert", sagte Cameron ruhig.

Sarah verringerte die Distanz, bis sie sich Auge in Auge gegenüber standen.

„Was redest Du da?" Fragte sie wütend. „Warum sollte John mich verlieren? Willst Du mich etwa... terminieren?" Sie gestikulierte wild.

Cameron schüttelte langsam den Kopf. „Du wirst ihn verlieren, wenn Du dich gegen mich stellst und Du wirst ihn verlieren, wenn Du ihn vor die Wahl stellst".

Sarahs blick wurde nachdenklich. Sie sah hinüber zu John, der mit Derek redete. „Ich weiß", murmelte sie.

„Ich weiß Du magst mich nicht", sagte jetzt Cameron.

Sarah löste den Blick von ihrem Sohn. „Nicht mögen? Ich hasse Dich."

Jetzt sah Cameron zu John. „Vielleicht aber wir lieben Beide den selben Mann. Deshalb sollten wir einen Weg finden miteinander auszukommen".

Jetzt lachte Sarah auf. „Lieben?. Du Blechmann kennst doch gerade die Definition von Liebe, nicht mehr. Du könntest...".

„Ich war darauf programmiert ihn zu töten und habe das selbst geändert", unterbrach Cameron Sarah. „Ich bin bereit Alles für ihn zu tun. Ich bin bereit für ihn zu sterben und ich fühle mich unsicher und... wohl in seiner Nähe." Sie legte den Kopf schräg. „Was könnte das Anderes sein als Liebe?"

Sarah dachte über die Worte nach. Wieder blickte sie zu John. „Du hast gewonnen... vorläufig" Tief sah sie Cameron in die Augen. „Aber ich werde auf John aufpassen".

"Das... wünsche ich mir und vielleicht wirst Du eines Tages nicht mehr gegen mich sein".

Nach diesen Worten ging Cameron zu Riley. Sarah sah ihr nach.

„Darauf würde ich nicht wetten", sagte sie kaum hörbar aber mit der Gewissheit, dass Cameron sie hören konnte.

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An diesem Abend erfuhren auch die nichteingeweihten Mitarbeiter im Club, wer John Baum wirklich war und worum es ging.

An diesem Abend bildete sich die erste richtige Widerstandsgruppe gegen Skynet.

Und schließlich wurde an diesem Abend zum ersten Mal eine Maschine wirklich in den Reihen der Menschen akzeptiert. Von den Meisten zumindest