Ron lag in seinem Bett, er drehte sich von einer Seite zur anderen. „Verflucht! Warum konnte ich es ihr nicht sagen? Warum musste Hedwig auch kommen?" Wieder wurde ihm schmerzlich bewusste, wie sehr er sie brauchte und liebte. Für nichts in der Welt hätte er die zwei wunderschönen Tage mit ihr missen wollen und doch musst er versuchen seine Gefühle zu ignorieren um ihre Freundschaft nicht zu zerstören. Langsam schlief er endlich ein, aber auch in seinen Träumen ließ sie ihn nicht los.
Er stand am Bahnhof, der Zug war schon zur Abfahrt bereit und sie stand neben ihm. Sie suchte jemanden. Immer wieder ging ihre Blick durch die Menge und auf einmal fing sie an zu Lächeln und rannte los. Er folgte ihrem Blick und sah Harry, der auf sie zukam und strahlte,als er Hermine sah. Sie umarmte ihn und was danach passiert ließ Rons Herz zerspringen, sie küssten sich vor seinen Augen. Zärtlich und voller Hingabe, so wie er sie küssen würde. Was war das? Warum küssten sie sich und das genau vor ihm. Noch vor ein paar Stunden war er sich sicher gewesen das sie ihn liebte und jetzt? Händchen haltend kamen sie auf ihn zu. Harry reichte Ron die Hand, aber er war nicht fähig sie zu nehmen, zu sehr hatte ihn das verletzt was er gerade gesehen hatte. Wie konnten sie ihm das nur antun. Hermine schmiegte sich an Harry und sah ihn an. Diese wunderschönen Augen wie sie Harry ansahen, so voller Liebe genau so hatte sie ihn vor eine paar Stunden auch angesehen und jetzt? War es alles eine Lüge gewesen? Hatte er sich alles eingebildet? Hermine sah auf und ihm direkt in die Augen. Es fühlt sich an als würde sein Herz in tausend Teile zerspringen. in ihren Augen war nichts mehr von Liebe oder Sehnsucht zu sehen, es war Gleichgültigkeit. „Hey Mann, was ist los mit dir?", Harry sah ihn fragend an. „Ich" Ron suchte nach Worten. Was sollte er sagen? Das seine besten Freunde ihm grade das Herz gebrochen hatten? Er wollte Klarheit haben, in diesem Moment wurde ihm alles egal. Das Wissen, das er Hermine verloren hatte, ließ ihn wütend werden. Hatten sie sich schon seit Wochen einen Spaß daraus gemacht? Was hätten sie getan wenn er ihr wirklich gesagt hätte was er für sie empfindet? Seine Stimme war laut und seine Tonlage war wütend „Was ich habe? Nun ja ich weiß nicht, vielleicht bin ich grade etwas schockiert darüber das meine besten Freunde zusammen sind." Harry lächelte Hermine an. „Ja, weißt du, wir wollten es dir schon lange sagen, aber du warst so komisch, deswegen dachten wir es wäre nicht schlecht, wenn Hermine bei dir wäre, ihr euch besser anfreundet, weil ihr sonst ja nur streitet und wir es dir dann sagen, wenn ihr besser miteinander auskommt." Ron lachte laut auf, . „Wie lange seid ihr denn schon zusammen?" „Oh, seit fast einem halben Jahr.", meldete sich Hermine jetzt zu Wort. Das war zuviel für Ron. Er konnte seine Gefühle, seine Wut nicht mehr zurück halten. „Wie, seit einem halben Jahr? Ich dachte du liebst mich?" Er war verzweifelt, in seinem inneren fühlte es sich leer an. In seinem Kopf konnte er keinen klaren Gedanken mehr fassen. Hermine fing an zu lachen „Meinst du wirklich, ich würde mich in jemanden wie dich verlieben?" Harry stimmte in ihr lachen ein. „Nein…." Ron fing an zu weinen. In dem Moment wachte er Schweiß gebadet auf. Er taste nach dem Lichtschalter und machte das Licht an. Draußen war es noch dunkel. Also musste es noch mitten in der Nacht sein. Dieser Traum war zu viel für ihn gewesen. Sein Herz raste und sein Kopf schmerzte. Nie würde er es verkraften sie in den Armen eines anderen zu sehen und doch wusste er, dass sie einen Besseren als ihn verdient hatte. Lange lag er noch wach und dachte über den Traum nach. Vielleicht war es so etwas wie eine Vorahnung. Er würde sie morgen fragen was zwischen ihr und Harry war. Als die ersten Sonnenstrahlen zu sehen war schlief er ein.
Hermine war schon länger wach und starrte an die Decke, sie konnte nicht mehr schlafen. Immer noch dachte sie darüber nach warum Ron sich so komisch verhielt. Sie beschloss auf zu stehen und ging nach unten. Die Sonne schien durchs Küchenfenster, aber das Wetter war heute nicht so schön, wie die letzten zwei Tage. Ein paar Wolken waren am Himmel zu sehen. „Ob Ron, wohl schon wach ist?", fragte sie sich, wollte ihn aber nicht wecken und holte sich deswegen ihre Zaubersachen und fing an Hausaufgaben zu machen. Zwar hatte sie so gut wie alles fertig aber doch ein paar Aufgaben warteten noch auf sie.
Ron wurde wach. Er horchte, jemand ging die Treppen runter, „Hermine ist wohl schon wach.", dachte er sich. „Wie solle ich mich denn ihr gegenüber verhalten?" Er musste sich erst mal Klarheit verschaffen, was zwischen ihr und Harry war. So zog er sich an und ging die Treppe herrunter. Als Hermine, Geräusche hört sah sie auf und begrüßte Ron mit einem: „Wunderschönen guten morgen." Doch er antworte nicht. Satt dessen sah er auf den Boden und man merkte, wie er mit sich rang. „Was ist los?" sie machte sich Sorgen. Warum war er so komisch? Er sah sie nicht an und sprach nicht mit ihr. „Was läuft zwischen dir und Harry?", endlich hatte er das ausgesprochen was ihm schon seit gestern auf dem Herzen lag. Seine Frage überforderte Hermine ein bisschen „Was soll denn bitte zwischen mir und Harry laufen?" „Das frage ich dich ja!" Er sah sie immer noch nicht an. Doch in seiner Stimme war Angst. Angst vor der Antwort, Angst, dass es doch kein Traum gewesen war, Angst, dass sie mehr für Harry fühlte als für ihn. Wenn er sie schon nicht lieben durfte, wollte er wenigsten ihr bester Freund sein und gleichgestellt mit Harry. Oft fühlte er sich unwohl in Harrys Nähe. Er war immer besser gewesen als er, was die Noten anging, der Ruhm und das Geld und doch war Harry einer der wichtigsten Menschen in seinem Leben, wie ein Bruder, aber sollte er Hermine bekommen würde er das nicht verkraften. Mit allem anderen hatte er sich angefreundet, aber nicht das er das Mädchen bekommen würde, was er schon seit Jahren liebte.
