Sodele, hier ist nun wieder ein neues Kapitel. Ist leider nicht so spannend, weil es eher um Draco und seine Gedanken geht, aber naja, musste mal sein, fand ich. Habe schon so eine gute, also meiner Meinung nach, Idee, was später so passieren wird, also seid gespannt. Vielen Dank für die lieben Reviews, weil nur für euch schreibe ich immer wieder weiter und ich versuche auch immer so schnell wie möglich alles zu schreiben, naja. Also viel Spaß jetzt mit dem 10. Kapitel.


Kapitel 10: Interessante Gespräche

Als Draco am nächsten Morgen erwachte, hörte er den Regen draußen an seine hohen Fenster prasseln. Auf in einen neuen, langweiligen Schultag, dachte er sich, ehe er letztendlich doch aufstand und sich runter zum Badezimmer begab. Doch die Tür war verschlossen. „Verdammt noch mal, Granger. Was glaubst du, was du da tust? Mach die verfluchte Tür auf!", und so hämmerte er entschlossen gegen die für ihn verschlossene Badezimmertür.

Doch Hermine dachte gar nicht daran ihm die Tür aufzumachen. Und wenn er noch so oft dagegen hämmern sollte, ich war schließlich zuerst wach. „Ich denke, dass man es duschen nennen kann, Malfoy. Sagt dir dieser Begriff etwas!", erwiderte sie somit. „Und nein, die Tür bleibt zu für dich." Draußen ärgerte sich Draco sichtlich über ihre Reaktion und daher beschloss er einfach weiterhin gegen die Tür zu hämmern.

Etwa 10 Minuten später, Draco stand mittlerweile nur noch wütend vor der Tür, ging diese auf und Hermine kam heraus. Galant wand sie sich an ihm vorbei und mit einem Lächeln auf den Lippen fragte sie: „War was, Malfoy? Ich meinte, so ein Klopfen gehört zu haben." Und nun breit grinsend ging sie hoch in ihr Zimmer, während Draco mit einem hochroten Kopf im Bad verschwand und die Tür hinter sich schloss. Diese verdammte... Person... wagt es doch tatsächlich sich mir erneut in den Weg zu stellen. Das wird sie nochmal bereuen, darauf kann sie sich verlassen. Und mit diesen Gedanken verschwand er unter einem Strahl Duschwasser.

Hermine hingegen, schon angezogen, lag auf ihrem Bett, dem Regen draußen lauschend und dabei in Gedanken bei dem gestrigen Abend. Wäre Malfoy nicht gekommen, dann hätte Sean sicher nicht so schnell von mir abgelassen. Wie konnte ich nur so blöd sein und nicht bemerken, was für ein mieses Schwein er ist. Im Prinzip hat er mich nur benutzt und ich fall auch noch darauf rein. Aber von so einem darf ich mich nicht unterkriegen lassen. Das darf einfach nicht passieren... nicht mit mir. Wütend ballte sie ihre Hände zur Faust zusammen und sprang entschlossen von ihrem Bett auf. „Außerdem sind ja auch bald die ersten Prüfungen und da darf ich nicht an solche Idioten denken.", dies zu sich selbst sagend sprang sie schon etwas fröhlicher die Treppe runter und verschwand durch das Portraitloch, um sich runter in die Halle zum Essen zu begeben. Draco Malfoy war ebenfalls schon auf dem Weg aus seinem Zimmer als er die Schulsprecherin zu sich selbst reden hörte. Also wenn das nicht wieder typisch Granger ist, immer nur ans Lernen zu denken und bestimmt war sie gestern wirklich nur hingefallen. Und bei diesen Erinnerungen ging auch er zum Essen.

So ein verdammter Mist, ist das heute vielleicht mein Pechtag?, dachte sich Draco wütend als er, mit einer an ihn geklammerten Pansy, die große Halle betrat und auf den Tisch seines Hauses zuging. Irgendwie hatte diese es nämlich geschafft ihn vor der Halle abzupassen und obwohl er sich noch so sehr bemühte, war sie ersteinmal da, wurde er sie nicht so schnell wieder los. Also ließ er sich wie jeden Morgen, naja, fast jeden Morgen, Pansy konnte er manchmal auch entkommen, auf seinen Platz neben seinen Freund Blaise Zabini fallen. „Morgn.", wurde er auch sogleich von diesem begrüßt. „Kaffee?" „Ja, bitte, Zabini. War bisher nicht gerade mein bester Tag.", antwortete er dankbar und hielt ihm seine Tasse hin, die sogleich vollgeschenkt wurde. „Rückt dir Pansy wieder zu sehr auf die Pelle? Hab ich mir gleich gedacht, als ich euch die Halle hab reinkommen sehn." Er schaute an Draco vorbei und konnte jedoch feststellen, dass Pansy sich mittlerweile anderen Mädchen zugewandt hatte, denn selbst Draco wurde neben dem neusten Gerüchteaustausch nur noch nebensächlich. „Hat sich ja hiermit erledigt." „Ach, Blaise, wenn es wenigstens nur das wäre, obwohl das ja schon schlimm genug ist. Nein, Granger meinte heute mal wieder mich ärgern zu müssen, indem sie das Bad wieder ewig blockierte!" Verärgert, scheinbar darüber,nochmal über den Morgen nachdenken zu müssen, schmierte er sich sein Brötchen. Doch auf Blaise Gesicht breitete sich ein Grinsen aus. „Hmm, sag mal, Draco, wenn du ehrlich bist, war sie ja eigentlich nur früher wach und wahrscheinlich hat sie nichteinmal wirklich lange gebraucht. Ich denke ja, dass es eigentlich gar nicht so schlimm war." Abwartend blickte er nun seinen Freund an. „Mag sein.", grummelte dieser nun leise vor sich hin und biss nun herzhaft in sein Brötchen.

Nach seinem zweiten Brötchen fing Draco an, sich in der Halle umzuschauen und dabei bemerkte er, dass er nicht der einzige war, der die scheinbar angeregte Unterhaltung zwischen Granger und der rothaarigen Weaslyfreundin beobachtete. „Sag mal, Blaise, warum schaust du eigentlich so interessiert zu den Feinden?", grinsend schaute er nun seinen Freund an. „Naja, Draco, nur weil du sie dir zu Feinden gemacht hat, heißt das noch lange nicht, dass ich sie ebenso schrecklich finden muss. Wenn ich ehrlich bin, kann ich sogar sagen, dass Granger eigentlich sogar ganz ok ist." Erschrocken wurde er nun von Draco angeschaut. „Klar, sie ist die größte Besserwisserin der Welt und dazu noch ein wahnsinniger Bücherwurm, aber eigentlich ist sie ganz nett. Musste letztes Jahr ein Projekt mit ihr in „Alte Runen" machen und wenn wir uns in der Bücherei getroffen haben, war sie recht freundlich." „Wenn du dir sicher bist, Blaise.", antwortete Draco ihm kopfschüttelnd. „Ja, Ehrfahrungen machen klug, Draco. Außerdem...", er blickte sich um im Saal, „hast du mal darauf geachtet, dass sie mittlerweile echt was aus sich gemacht hat? Hey, Malfoy, alle Jungs schauen ihr früher oder später hinterher. Selbst du müsstest mittlerweile erkannt haben, dass sie nicht mehr das nervige hässliche Entlein von früher ist... Millicent, reich mal den Kaffee rüber!" Und als sich Blaise abwandte, hing Dracos Blick erneut auf Hermines Rücken. So ein Idiot, ich bin doch nicht blind. Natürlich wusste er, dass Hermine inzwischen zu den angesagtesten Mädchen, zumindestens vom Aussehen her, gehörte. Doch sie war immer noch Hermine Granger, seine größte Konkurrentin in der Schule, nervtötend und, was noch weitaus schlimmer war, sie war keine Reinblüterin. Granger Schlammblut zu nennen hatte er aufgehört, es kam ihm unpassend vor, und es hatte ihm mehrere Stunden Nachsitzen bei McGonagall eingebracht. Nur zuhause wurde das Wort in seiner Umgebung noch gebraucht. Sein Vater war da natürlich immer noch ziemlich streng, aber er hatte Blaise als besten Freund und er stammte immerhin aus einer Familie von nicht Reinblütern, seine Mutter war ein Muggel und hey, er selbst war in der Hinsicht etwas tolleranter geworden. „Aber gegen diese Neuen, Claire und Sean, kommt selbst unsere Leseratte nicht an.", Blaise hatte sich wieder Draco zugewandt und schaute nun zum Tisch, an dem die beiden Gastschüler saßen.

„Ich kann sie nicht leiden!", das wurde sich Draco nach kurzem Überlegen laut klar. „Hallo? Hast du Augen im Kopf, Malfoy? Die kleine ist ziemlich heiß, bei den Haaren und der Figur...", wurde er sogleich von Blaise zurechtgestutzt. „Ich weiß nicht, mag ja sein, aber irgendwie... die kommen mir so falsch vor. Kann mir da bei dem Gefühl nicht helfen, irgendwas stimmt nicht mit denen." „Du und deine Gefühle, Draco", grinste Blaise Zabini nun, „ich glaube ja, dass du einfach nur eifersüchtig bist, weil du dadurch nicht mehr so im Gespräch bist und das wurmt dich." Draco schaute seinen Freund überrascht an, aber nach einem kurzen Augenblick mussten beide laut loslachen.

Wieder zu Atem gekommen, meinte Blaise: „Sag mal, habt ihr nicht heute Quiddich-Training?" Draco schaute zu der Decke, von der es immer noch, wie schon am Morgen an seinem Fenster, unablässlich regnete. „Ach, so ein Mist, bei so einem Wetter fällt es bestimmt aus, wer will denn, bitteschön, so nass werden?" „Man, Draco, du bist echt der eitelste und empfindlichste Mensch den ich kenne..." „Hey, ich dachte du bist mein Freund, Zabini. Und du willst sicher auch nicht nass werden, also bei dem Wetter!" „Deswegen, mein Lieber, fliege ich auch nicht auf Besen durch die Gegend, sondern besuche lieber die Bibliothek!" Und mit diesen Worten erhob er sich, ging grinsend an Draco vorbei und eilte aus der Halle. Auch Draco selbst konnte sich ein Lachen nicht so richtig verkneifen, aber es verging ihm schnell wieder, als sich Pansy ihm erneut zuwandte und ihn auch nicht mehr losließ als sie sich auf den Weg zur nächsten Stunde machen mussten. So eine verdammt lässtige Nervensäge...