Night before the Wedding

Nach dem „Nervenzusammenbruch" brachte Greg Sara in ihr Hotel, er begleitete sie bis in ihr Zimmer und sorgte dafür, dass sie schlafen ging.

Als er ihr geholfen hatte sich hinzulegen, decke er die zu und strich ihr einmal durch die Haare.

Mit einem zu tiefst traurigen Blick wandte er sich ab und ging zur Tür.

Bevor er jedoch das Zimmer verließ blicke er nochmal zurück.

Mit gesenktem Kopf verließ er schließlich das Hotel und machte sich auf den Weg zum CSI Gebäude.

Saras Erzählungen machten ihm schwer zu schaffen, er dachte viel drüber nach.

Zu einer Erkenntnis kam er jedoch nicht.

Er verstand nicht, wieso Sara ihnen nie etwas erzählt hatte. Irgendwas musste noch dahinter stecken. Er nahm sich vor, nach der Hochzeit am nächsten Tag, sie nochmal zur Seite zu nehmen und mit ihr zu sprechen.

Nach einigen Stunden Schlaf wachte Sara auf und fühlte sich so kaputt wie schon lange nicht mehr. Wie jedesmal hatte sie einen schrecklichen Alptraum, fast immer wachte sie schweißgebadet auf und bekam kaum noch Luft. Ihre Träume liefen immer gleich ab.

Sara geht einen Berg hinauf, oder sie versuch es eher. Auf dem Berg liegt ein schreiendes Baby in eine Decke eingewickelt. Maire. Das schrien wird lauter, doch der Berg ist zu steil, sie kommt nicht richtig hinauf. Das hinaufklettern raubt ihr die ganze Luft. Doch sie will zu ihrer Tochter, sie in die Arme nehmen und trösten. Deswegen beeilt sie sich und gibt alles. Immer wenn sie oben angekommen ist, nimmt sie Marie auf und Arm, doch dann löst sie sich auf. Sara hat schließlich noch eine leere Decke in der Hand, die voller Blut getränkt ist.

Jedesmal, wenn sie aufwacht fühlte sich nicht nur kaputt, sondern sie fühlte sich auch leer und einsam.

Schlagartig wurde ihr bewusst, dass sie einen großen Fehler begannen hatte.

Zum einen hätte sie Las Vegas nach Maries tot nicht einfach verlassen dürfen, sie hätte sich Grissom stellen müssen. Doch jetzt, jetzt war es zu spät.

Die ganze Zeit wollte sie es nicht wahrt haben. Doch dann wurde ihr klar, dass es immer so war. Schon als sie klein war, war sie einsam. Immer wurde sie verlassen oder sie hielt es nicht mehr aus und ging schließlich.

Nie war es anders, würde es sich je ändern? Sie wollte nicht mehr weinen, keine einzige Träne mehr vergießen, für niemanden. Mit ihrem ganzen Leben abschließen.

Einen Strich setzen und sich frei fühlen. Und zum andern wurde ihr Bewusst, dass sie es selber schuld war. Sie konnte niemanden schuldig machen. Die ganze Zeit hat sie immer versucht weg zu laufen, versucht sich nicht mit ihrem Gefühlsleben auseinander zu setze.

Doch jetzt wo sie wusste, dass Grissom eine andere Frau heiraten würde, konnte sie ihre Gefühle nicht mehr zurückhalten. Aber sie musste und wollte los lassen, dass war ihre letzte Rettung.

Der erste Schritt sollte Grissoms Hochzeit sein, sie nahm sich vor, ihn gehen zu lassen.

Ihr blieb nichts anderes übrig, er hatte sich für Jessica entschieden und gegen sie.

Hat nie versucht sie zu finden oder gar heraus zu finden, wieso.

Wieso Sara ihn verlassen hat. Noch ein Grund mehr, ihn sein Leben, leben zu lassen.



Ihn frei zu geben, damit er glücklich werden konnte. Sie erinnerte sich an ein Gespräch, was sie vor Monaten mich Grissom geführt hatte. Damals dachte sie Grissom hätte was mit Lady Heather und er dachte sie hätte etwas mit einem anderen, er sagte ihr:

Wir sollten immer miteinander reden und nicht wegrennen, dann kommt es auch nicht zu so einem durcheinander, okay?

Ihre Gedanken drehten sich nur um diesen einen Satz. Hätte sie ihm damals einfach erzählt, dass sie schwanger war, dann wäre das alles vielleicht nicht geschehen.

Doch sie sagte es nicht, ihre Angst war einfach zu groß, sie hatte Angst, dass er das Kind nicht wollte und sie alleine lassen würde.

Deswegen sagte sie nicht, dass sie nicht mehr Arbeiten dürfe und riskierte das Leben ihres Kindes und ihr eigenes. Ein fataler Fehler, denn ihr Tochter starb und was war sie noch?

Ein Frack, sie aß kaum noch und richtig geschlafen tat sie nur noch mit Schlafmitteln.

Ich hätte nicht her kommen dürfen. Wieso tue ich das? Bin ich etwa Sadistisch veranlagt? Nein. Es macht mir keinen Spaß mir weh zu tun, es soll aufhören.

Ich halte das nicht mehr aus, der ganze Schmerz, er soll aufhören.

Gleich fange ich wieder an zu heulen, ich kann nicht mehr.

Ich habe alles kaputt gemacht, ich wollte doch nur Glücklich sein.

Dabei stürze ich alle nur ins Unglück.

Ich habe es nicht verdient, ich habe so wunderbare Freunde verdient.

Ich bringe nur Unglück über sie, sie machen sich Sorgen um mich, dass sehe ich in ihren Blicken und was tue ich?

Ich weiche ihnen aus und tue ihnen weh.

Noch nie habe ich etwas anderes gemacht, mein ganzes Leben geht es schon so.

Zuerst brachte ich über meine Familie ein Unglück.

Wäre ich nicht gewesen, wären meine Eltern noch glücklich, denn meine Mutter hätte nicht meinen Vater getötet.

Weiter ging es im Heim, hätte sich Markus nicht in mich verliebt, hätte ich ihn nicht abweisen müssen, dann hätte er sich nicht das Leben genommen.

Ich könnte noch mehr Aufzählen, doch ich will alles nur noch vergessen.

Vergessen und Verdrängen, zwei Sachen, die ich schon immer gut beherrscht habe.

Doch irgendwann kommt alles wieder hoch, genau wie jetzt.

Ich kann das nicht mehr. I

ich werde morgen zu Grissom's Hochzeit gehen, ihm und Jessica viel Glück wünschen und dann für immer von der Bildfläche verschwinden.

Sara konnte nicht mehr, ihre ganzen Gefühle spielten durcheinander. Weinen sackte sie immer mehr in sich zusammen und klammerte sich regelrecht an ihre Decke. Langsam schlief sie wieder ein und blieb diesmal vom träumen verschont.

Grissom war derweil mit Warrick, Nick und Greg in einer Bar.

Er wollte keinen großen Junggesellenabschied, die Jungs verstanden das. Grissom war nie jemand, der groß feierte.

Also gingen die vier einfach nur in einer Bar einen trinken, oder mehrere.

Ohne es richtig wahr zu nehmen betrank Grissom sich. Er war sauer auf Greg, weil er Sara eingeladen hatte, er wollte sie eigentlich nicht bei der Hochzeit dabei haben.

Doch jetzt war es nicht mehr zu ändern. Sie war da und ausladen wollte er sie nicht mehr. Durch Catherine hatte auch Jessica von Sara erfahren. Kurz nachdem Sara mit James das Labor verlassen hatte, kam Jessica und wollte Grissom zum Mittagessen abholen. Dabei geriet sie in einer kleinen Auseinandersetzung zwischen Grissom und Catherine. Jessica konnte es nicht leiden, wenn zwei Personen sich stritten, also versuchte sie so gut es ging den 

Streit zu schlichten. Dabei erzählte Catherine ihr, dass Sara da wäre und auch zur Hochzeit kommen würde. Nach weiteren Erklärungen sagte Catherine ihr, dass Sara eine alte Mitarbeiterin war und vor Monaten einfach verschwunden sei, dies Grissom sehr mitgenommen hätte.

Das war natürlich eine große Untertreibung, Grissom wäre damals fast gestorben.

Doch das bekamen die anderen nicht mit, sie waren alle traurig, dass Sara sie verlassen hatte.

Jessica fragte Grissom beim letzten Mittagessen, vor ihrer Hochzeit noch ein bisschen über Sara aus. Grissom erzählte ihr dann, das er früher ihr Professor war, doch von seinen Gefühlen für Sara sagte er nichts.

Er erzählte ihr auch nicht, dass er vor ein paar Monaten mit ihr eine Beziehung geführt hatte, bis sie von ein auf dem anderen Tag verschwunden war.

Noch immer schlummerten Gefühle für Sara in ihm, diese Gefühle wurden vom Alkohol wieder hochgewühlt.

Nach einiger Zeit verließen die vier die Bar und fuhren mit Taxen nach Hause. Nick und Greg nahmen eins gemeinsam, da sie in der Nähe Wohnten und Grissom und Warrick nahmen sich jeweils ein eigenes.

Doch Grissom wollte nicht nach Hause, er wollte noch etwas erledigen.

Also nannte er dem Taxifahrer den Namen des Hotels, in dem Sara wohnte.

Nach einigen Minuten Fahrt kamen sie genau an dem genannten Hotel an, Grissom gab dem Taxifahrer ein hohes Trinkgeld und machte sich, so betrunken er wahr, auf zur Rezeption um die Nummer des Hotelzimmers zu erfahren, dass Sara und James bewohnten.

„Könnten… Sie,.. Sie mir sagen, in welchem Zimmer Sara Sidle und James Green übernachten?"

Grissom war zwar betrunken, aber er hatte keine Probleme sich auf die Beine zu halten oder gerade zu laufen. Nur sein Verstand, hatte ein paar Aussetzer.

Die junge Frau an der Rezeption musterte ihn kurz und war sich nicht sicher, ob sie es ihm wirklich sagen sollte. Doch Grissom blickte sie so flehend an, dass sie schließlich nachgab und im Computer nachforschte.

„Sara Sidle hat das Zimmer 203 und James Green bewohnt das Zimmer 204 genau daneben. Ich hoffe, ich konnte ihnen helfen und noch einen schönen Aufenthalt hier im Hotel."

Ohne ihr zu antworten, ging Grissom in Richtung des Aufzugs. Er verstand nicht, wieso Sara und James zwei verschiedene Zimmer hatten.

Immerhin waren sie ein Paar. Oder? Dann viel es ihm wie Schuppen von den Augen.

Sara hatte ihn belogen und gar keinen Freund. Sein Herz machte einen kleinen hüpfer.

Was Alkohol nicht alles bewirkt.

Am Zimmer 203 angekommen klopfte er barsch an die Tür und wartete bis ihm geöffnet wurde. Er musste lächeln, sie so zu sehen, nur im Bademantel und mit nassen Haaren, war so vertraut, aber auch irgendwie komisch.

Sara war verwirrt, wieso stand Grissom total betrunken vor ihrem Hotelzimmer?

Doch ohne dass sie groß drüber nachdenken konnte, drückte er sie ins Zimmer und schmiss die Tür regelrecht ins Schloss. Er drückte sie gegen die Wand und küsste sie fordernd.

Ihre Handgelenkte drückte er fest an die Wand, aber nicht zu feste.

Dabei drückte er sich mit seinen Körper gegen sie. Sara schmeckte durch den Kuss den Alkohol, den Grissom getrunken hatte. Sie versuchte sich zu wehren. Doch es gelang ihr nicht, nach einiger Zeit hab sie auf und erwiderte den Kuss.

Sie konnte ihm einfach nicht wiederstehen, natürlich wusste sie, dass es ein großer Fehler war. Ein riesen großer Fehler, denn sie auch bald bereuen sollte. Doch sie konnte nicht anders, ihre Gefühle spielten verrückt. Sie wollte ihn, so egoistisch es klingt. Sara wollte in dem 

Moment nur eins und zwar ihn spüren. Sie wollte Grissom so nah sein, wie schon lange nicht mehr. Ihn spüren und alles um sich herum vergessen.

Seine Küsse werden immer fordernder und er steckt ihr die Zunge regelrecht in ihren Hals. Langsam wandern sie ins Schlafzimmer und er legt sie sanft aufs Bett. Die Brutalität vom Anfang war verrauscht und er war so sanft, wie schon lange nicht mehr.

Mit seinen Händen streichelte er ihr übern ganzen Körper, er erkundete sie vom neuen.

Nach einiger Zeit, in der viele Küsse und Liebkosungen geschahen, lagen sie ohne Kleidung im Bett und berührten sich gegenseitig. Beide dachten an nichts mehr, die ganze Welt war stehen geblieben und alles um sie herum auch. Nur noch eins zählte, ihre Liebe zueinander.

Nach einiger Zeit in denen sie sich oft ihre Liebe und Leidenschaft bewiesen hatten, schliefen sie in den Armen des jeweiligen ein.