(K)ein Tag wie jeder andere
von Callista Evans
Disclaimer: Siehe Kapitel 1
A/N: Auch diesmal wieder ein ganz herzliches Dankschön an Nici, du bist die Beste!
Und noch einmal die Filme auf die ich in letzten Kapitel angspielt habe:
Mary Poppins - Das Lied mit dem Teelöffel Zucker
Club der Teufelinnen - Moniques Mutter
Der Wixxer 2 - der umgelegte Schwarzweiß-Schalter)
Star Trek Standardspruch der Borgs - Widerstand ist zwecklos
Tatsächlich Liebe, der Premierminister - Der Satz mit dem 'Flachlegen
Schlaflos in Seattle - Alles was ich sagen konnte war Hallo
Standardspruch von Teal'c aus Star Gate SG1 - In der Tat
Darth Vader in Episode 6 - Ich bin dein Vater!
Das zusätzliche Zitat stammt aus dem Zauberlehrling von Goethe: Hat der alte Hexenmeister...
Kapitel 9: Wir sind alle keine Engel
Die Augen aller Anwesen waren auf den gigantischen Bildschirm gebannt. Das Geraune im Raum schwoll an und so etwas wie Vorfreude lag in der Luft. Die schwebenden Wölkchen, auf denen die versammelten Engel wieder Platz genommen hatten, schienen die Aufregung aufzunehmen und durch sanftes Schwingen zu reflektieren. Mitten in diese spannungsgeladene Atmosphäre platzte eine arrogant wirkende Stimme: „Und er wird dieses Mal tatsächlich Erfolg haben? Ich dachte, dass ihr dies verhindern würdet. Er ist doch viel zu alt für sie."
Entrüstet, drehten sich einige Engel um. Der Metatron mit seiner Fernbedienung in der Hand seufzte auf. Natürlich, niemand anders, als J konnte in diesem Moment die Stimmung auf den Kopf stellen. „Ach komm schon, James, das ist dir doch egal … dir geht es doch um etwas ganz anderes", meinte eine hübsche Rothaarige beschwichtigend. „Gönn' es ihm doch einfach."
James' Antwort war kaum zu verstehen, nur ein ‚lieber mehr von Harry', konnte man heraushören.
„Und was diese Sache mit dem Alter angeht", brachte sich Q ein, „das hatten wir doch schon. Bei der längeren Lebenserwartung der Magischen, spielt so ein Altersunterschied kaum eine Rolle, solange sich die Personen gut verstehen. Und überhaupt: Warum hat sich bei diesem Werwolf und seiner Freundin keiner darüber beschwert? Bei denen beträgt der Altersunterschied immerhin auch... was war es noch gleich... 13, 14 Jahre? Also mach mal halblang. Wenn es dir nicht passt, brauchst du ja nicht hierzubleiben."
Doch J gab nicht sofort auf. „Ja, ist das denn eines Engels würdig? Sollten wir nicht lieber andere Dinge tun wie Halleluja singen oder Ähnliches?" James' Lächeln wirkte eine Spur zu unschuldig.
Q sah auf. „M?"
Der Metatron zog eine Grimasse, „Die Frage können wir durch eine simple Abstimmung klären. Ich bin sicher, die Engel werden mehrheitlich, demokratisch und würdig entscheiden. Alle diejenigen, die das Halleluja Singen, ein klassisches Programm, heilige Musik, ein wahrhaft spirituelles Repertoire vorziehen, heben jetzt die Hand." Js Arm schoss in die Höhe und auch ein paar Engel weiter hinten meldeten sich.
„Alle diejenigen, die mein eher weltliches Programm bevorzugen, heben jetzt die Hand." Der Großteil der Engel signalisierte nun seine Zustimmung. „Die Mehrheit hat gesprochen!" Zufrieden bewegte M die Fernbedienung und drückte ein paar Knöpfe. Jetzt zog James die Grimasse, blieb aber wo er war.
„Wer ist denn dieser Typ?", flüsterte jemand. Darauf musste J allerdings doch noch einmal reagieren: „Mein Name ist Potter, James Potter!"
Auf dem Monitor wurden zwei Gestalten sichtbar, die inzwischen vor Snapes Quartier angekommen waren. Als Snape das Losungswort sprach, sah ihn Hermione prüfend an. „Deine Ex-Freundin?", fragte sie eine Spur zu gelassen.
„Du meinst das Passwort, nehme ich an", entgegnete Severus ruhig. „Das hätte ich in dem Fall wohl vorher geändert. Nein, Sophia ist das griechische Wort für..."
„…Weisheit", beendete sie für ihn den Satz. „Darauf hätte ich gleich kommen müssen", fügte sie mit entschuldigendem Tonfall hinzu. Mit einer einladenden Geste wollte er ihr den Vortritt überlassen. Bevor sich die Tür öffnete, fragte er: „Und du bist dir sicher, dass du dich in die Höhle des Löwen - ich meine der Schlange - wagen willst?"
Sie nickte.
„Ganz sicher, und ich gestehe, ich bin neugierig auf diese Höhle."
„Ich denke wohl vor allem auf meine Bücherregale", antwortete er trocken.
„Nun, wir werden sehen." Und wieder war da dieses mysteriöse Lächeln auf ihrem Gesicht. Sie schwiegen einen Moment, während Tür und Wände klickende und ratternde Geräusche von sich gaben als würden die schweren Eisenketten einer Burg hochgezogen. Der Schutzzauber von Snapes Räumen brauchte anscheinend Zeit sich zu deaktivieren. Scheinbar ohne Zusammenhang meinte Hermione plötzlich: „Weißt du eigentlich, dass es regelmäßig Wetten darüber gab und gibt, welche Farbe deine Möbel und vor allem deine Bettwäsche hat?"
Jetzt starrte Snape die Kollegin ungläubig an. Sie nickte zur Bestätigung und fuhr dann fort: „Als ich im vierten Schuljahr war, hatten es ein paar Ravenclaw-Schüler fast geschafft, heimlich in dein Quartier zu gelangen und die entsprechenden Beweisfotos zu machen."
Noch immer schwieg Severus, doch er wirkte nicht verärgert, eher neugierig, also sprach Hermione weiter: „Aber irgendein Zauber hat sie im letzten Moment zurückgestoßen. Bis jetzt hat keiner geschafft, einen gültigen Beweis zu erbringen und diese Wette zu gewinnen. Und ich beginne zu verstehen, woran das liegt." Sie deutete mit dem Kopf Richtung Tür.
Ein siegessicheres Lächeln umspielte den Mund des Slytherins. Dann wurde er wieder ernst.
„Und du möchtest das ändern."
„Das hätte ich schon damals machen können, aber da hat es mich noch nicht interessiert." Mit dieser Aussage betrat Hermione Severus' Quartier durch die inzwischen offene Tür, sodass Snape keine Chance hatte, ihr Gesicht in dem Moment zu beobachten.
„Noch nicht bedeutet also, dass es dich jetzt interessieren könnte?" Severus' Stimme klang zurückhaltend. Er war immer noch vorsichtig. So weit wie in dieser Zeitschleife war er noch nie gekommen, das wollte er wohl nicht aufs Spiel setzen.
„Die aktuelle Wette läuft zwischen Gryffindor und Slytherin."
„Welche Überraschung!" warf er ein.
„Deine Schlangen haben behauptet, dass niemand es schaffen würde, sich bei dir einzuschleichen, was die Gryffindors natürlich nicht so im Raum stehen lassen konnten."
„Bezieht sich diese Wette auch auf ehemalige Schüler dieses Hauses? Ist das vielleicht der Grund, warum du hier bist?", fragte er mit seltsam heiserer Stimme.
„Du meinst, ob Gryffindors so raffiniert sein können, solche Zufälle in eine magische Wette miteinzubeziehen und dass jemand, der zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort wäre, die Wette für sein Haus gewinnen könnte?"
„So ähnlich. Irgendeinen Grund, warum du mit mir gekommen bist, muss es doch geben, obwohl du weißt..." Snape biss sich auf die Zunge.
Leises Getuschel im Raum mit dem großen Monitor schwoll an. „Er verhält sich nicht gerade wie ein Paradebeispiel für Slytherins, findest du nicht Lily?", flüsterte eine weibliche Stimme. „Du hast recht, das ist untypisch gerade für ihn, wobei doch so viel auf dem Spiel steht", gab die Rothaarige von sich, ohne die Augen vom Bildschirm zu lassen.
„Er scheint sie wirklich sehr zu mögen, wenn er so durcheinander ist."
„Das ist wie Magie", warf Q ein, „wenn du verliebt bist, kannst du nicht richtig denken." „Pech für ihn", kam es voller Schadenfreude von J.
„Du machst dir tatsächlich Gedanken, dass ich aus Berechnung mit dir mitgegangen bin?", fragte Hermione mit ungläubigem Blick. „Wer von uns stammt denn aus dem Haus, das für seine Gerissenheit bekannt ist? Du bist der Slytherin - und ein Mann dazu. Du hast mich gefragt, ob ich dich begleiten möchte. Ich müsste Bedenken haben. Allerdings habe ich die nicht und jetzt bin ich erst recht neugierig, dein 'Reich' kennen zu lernen."
Sie zwinkerte ihm zu und er lächelte erleichtert. „Ihr Gryffindor seid meistens einfach zu begeistert, wenn es um Wetten geht.". Die beiden hatten inzwischen den Wohnraum betreten. „Dann wollen wir uns mal näher mit der Kammer der Geheimnisse befassen." Er legte seinen Zauberstab auf ein Sideboard und sorgte mit einer simplen Geste durch einen multiplen Lumoszauber für die richtige Beleuchtung.
„Zauberstablose Magie? Das erklärt einiges", meinte Hermione beeindruckt. „Ich hätte es mir denken können, es ist ja bekannt, wie wenig du von Zauberstabgefuchtel hältst", fügte sie grinsend hinzu. Ihr Blick wanderte neugierig im Raum umher. „Wenn ich schon einmal hier bin, sollte ich die Gelegenheit nutzen", kommentierte sie trocken. Im hellen Kerzenschein betrachtete sie den Wohnraum, der wider jede Erwartung in hellen freundlichen Tönen gehalten war.
„Ich vermisse deine Lieblingsfarbe", scherzte sie während sie mit der Hand über die weiche Lehne eines großen Sessels strich. Die Wände waren in einem hellen Ton gehalten, der an Eierschalen erinnerte, auf dem Boden lagen terrakottafarbene Fliesen und die Möbel waren in einem warmen dunklen Braun gehalten. Suchend sah Hermione sich weiter um und erspähte sogleich die lange Wand mit den Bücherregalen, dessen Inhalt sie sofort in seinen Bann zog. „Darf ich...?", fragte sie und steuerte ohne eine Antwort abzuwarten in diese Richtung.
„Selbstverständlich!", antwortete Severus und folgte ihr in kurzem Abstand. Einen Moment lang standen sie stumm vor Severus' ansehnlicher Sammlung. Schmunzelnd beobachtete er, mit welchem Eifer sie die Titel der Einbände studierte. Dass er ziemlich nah hinter ihr stand, schien keinen der beiden zu stören. Im Gegenteil. Als er sich noch weiter nach vorn beugte und mit sanfter Stimme fragte: „Hättest du gedacht, dass ich so viele Bücher von Muggelautoren in meinen Regalen habe?" da ging wie ein leichtes Zittern durch sie und sie musste schlucken bevor sie eine Antwort geben konnte.
„Nein, damit habe ich nicht gerechnet." Hermione atmete ein wenig schneller und ihre Stimme klang belegt. Einen Moment lang herrschte wieder Stille.
Dann drehte Hermione sich um, was den Abstand zwischen ihnen allerdings nur geringfügig veränderte. Die Frage, die aus ihrem Munde kam, schien ihn allerdings zu überraschen. „Ich bin neugierig, Severus! Wozu der Zauber, um deine Party farblich so zu begrenzen, wenn du doch gar nicht so sehr an dieser Farbe hängst, wie du uns alle anscheinend glauben machen willst?"
Severus' Antwort war ein tiefes herzhaftes Lachen. „Du hast mich erwischt, Hermione. Abgesehen von meinem Wunsch unseren Schulleiter einmal in gedeckten Farben gekleidet zu sehen, war es eine Möglichkeit mein Image zu pflegen. Und ich dachte mir, wenn ich schon gezwungen werde, eine Party zu feiern, dann darf ich meine Gäste auch nötigen, mir einen Gefallen zu tun. Außerdem ein Faible für die Farbe schwarz kann ich doch nicht verleugnen."
Fasziniert schaute sie zu ihm auf. Ob es seine Nähe war oder die leisen Vibrationen seines Lachens war nicht ganz klar, aber ihre Atmung wurde tiefer. Sie schluckte, leckte sich die Lippen und zögerte zu antworten. „Allein Albus' Gesichtsausdruck war die ganze Sache wert. Diese Einschränkung ließ ihm aber auch keine Ruhe". Ihre Stimme klang ein wenig rau.
„Ist alles in Ordnung mit dir?" Besorgt betrachtete Snape seinen Gast und berührte Hermione sachte am Handgelenk. „Deine Hände sind ja eiskalt, ich werde noch ein wenig nachheizen. "
Mit diesen Worten ließ er sie los und ging zum Kamin.
„Oh ja, vielen Dank", erwiderte Hermione und rieb sich verlegen die Hände, während sie leise einen Wärmezauber darüber sprach.
Als Severus wieder neben ihr stand fragte er vorsichtig: „Möchtest du dich noch weiter in meinem Bücherregal umsehen, oder wollen wir sehen, ob auch ehemalige Schüler aus Gryffindor für ihr Haus eine Wette gewinnen würden?"
Hermione schaute ihn an. Eine leichte Röte erschien in ihrem Gesicht. „Die Wette ist mir egal...", sprach sie zögernd, „nun ja, fast, ich bin ich schon neugierig, ob der Aufwand dieser Wette sich lohnt. Aber es geht alles so schnell und ..."
„… du hast nicht nur kalte Hände", beendete Severus den Satz für sie. „Interessant zu erkennen, wie Gryffindors an ihre Grenzen geraten."
„Es stellt sich die Frage, ob du diesen Spruch jetzt gesagt hast, um mich zu provozieren? Bei Harry oder Ron hätte das bestimmt gewirkt."
„Nur dass ich weder Harry noch Ron jemals hierhin einladen würde. Die Frage bleibt aber im Raum stehen: Willst du den nächsten Schritt gehen oder soll das Geheimnis um mein Schlafzimmer eines bleiben?"
Hermione legte den Kopf schief und betrachtete Severus mit großer Aufmerksamkeit. „Du hast eine Menge Aufwand betrieben, um mich davon zu überzeugen, dass dir etwas an mir liegt, deshalb denke ich, dass du das nicht einfach aufs Spiel setzen willst, indem du…"
„...indem ich was mache? Zu frech werden? Und wenn genau das mein Ziel ist?" Seine schwarzen Augen blitzten und er sah sie herausfordernd an.
Ihr Blick hielt dem seinen stand und ihr Kinn schob sich energisch nach vorne. „Ich denke, damit kann ich umgehen. Du könntest mir ja zunächst ganz unverbindlich dein gesamtes Quartier zeigen, wie man das bei einem lieben Gast so macht, ganz neutral, so wie man eine neue Wohnung vorführt. Über andere ‚Ziele' können wir dann später sprechen."
„Warum kommt mir das jetzt wie ein Rückzug vor?", hakte Snape nach. Sie schüttelte den Kopf. „Du weißt doch, Rückzug ist nicht die Stärke meines Hauses. Aber ich gehe gerne einen Schritt nach dem anderen und wir haben uns doch noch nicht einmal…"
Sie brach ab, denn Severus hatte den Abstand zwischen ihnen wieder verringert und schien zu ahnen, was sie sagen wollte. Sein Gesicht näherte sich ihrem. Wie von selbst schloss sie die Augen und neigte sich ihm entgegen. Er zog sie an sich und umfasste ihren Hinterkopf mit seinen Händen. Ihre Lippen berührten sich für einen kurzen Augenblick und es war, als würde die Zeit plötzlich stillstehen oder nur sehr langsam fortschreiten. Dann ging sein Kopf so weit zurück, dass er sie ansehen konnte und seine rechte Hand streichelte an ihrem Kinn vorbei. Ihre Augen öffneten sich wieder und er betrachtete sie fragend.
Statt einer Antwort zog sie ihn wieder zu sich heran. Als ihre Lippen sich erneut trafen, umschlang Severus Hermione und presste sie an sich. Dieser Kuss war lang und leidenschaftlich. Während ihre Lippen miteinander verschmolzen gingen ihre Hände entlang ihrer Körper auf Wanderschaft, erfühlten Muskeln und sensible nackte Haut, strichen sanft über weiche Rundungen.
Als sie sich wieder von einander lösten, atmeten beide schwer. Endlich konnte Hermione wieder sprechen. Mit einem Grinsen auf dem Gesicht sagte sie: „An einigen Gerüchten über die Slytherins scheint etwas dran zu sein. Zumindest an dem einen über die besten Küsser. Hätte ich das eher geahnt."
„Die besten Küsser, sonst nichts weiter?", hakte Severus scheinbar entrüstet nach.
Mit einem Lächeln im Gesicht neigte sie ihm ihr Gesicht wieder entgegen. „Sollte es da noch mehr geben?"
„Das wirst du wohl ausprobieren müssen", murmelte er in ihr Ohr, bevor seine Lippen die ihren erneut berührten.
In diesem Moment ertönte ein lautes dreifaches Klopfen. Erschrocken fuhren die beiden auseinander. Severus' Gesicht verzog sich vor Ärger. „Wer zur Hölle, könnte es wagen...?"
Er brach ab und stöhnte wissend auf. Mit raschen Schritten ging er zu einer Tür, die bis zu diesem Augenblick niemandem aufgefallen war. „Albus, oder Harry und Ron?", fragte Hermione nicht gerade glücklich, während sie versuchte, ihr Haar wieder in Ordnung zu bringen und ihre Kleidung glatt zu streichen.
„Professor", hörte man eine dumpfe Stimme rufen. Dann noch einmal ein Klopf, Klopf, klopf. „Professor" und zum dritten Mal erklang es Klopf, Klopf, Klopf. „Professor."
„Nein, dies ist eine Geheimtür für Notfälle. So wird der Verschlussmechanismus der Haupttür umgangen." Seine Hand war bereits am Griff, doch er wartete noch, bis Hermione sich weiter in den Raum zurückgezogen hatte, bis er die Klinke herunterdrückte. Sofort wurde das Umfeld um die Tür herum unscharf, sodass nur noch Stimmen zu hören waren.
„Sir, entschuldigen Sie die Störung, aber es hat einen Unfall gegeben."
„Schon gut, Miss Parker, ich weiß, der Fall ist ernst, sonst wären Sie nicht zu mir gekommen. Ich werde Sie begleiten, geben Sie mir noch einen Moment." Mit diesen Worten ließ Severus die Slytherin-Schülerin vor seinem Quartier warten, denn das Klacken der Tür verriet, dass diese wieder geschlossen wurde.
„Hermione, ich weiß nicht, wem ich diesen weiteren Stolperstein auf meinem Weg verdanke. Bitte bleib hier Sieh dich doch in meiner Bücherecke um, ich bin so schnell es geht zurück."
Er nahm die Kollegin noch einmal in die Arme und drückte ihr einen kurzen, aber intensiven Kuss auf die Lippen.
Hermione nickte. „Bleib nicht zu lange, sonst lese ich mich fest und du wirst mich nicht wieder los." Sie grinste ihn an.
„Vielleicht ist genau das ja mein Plan", schmunzelte er und schlug die Tür hinter sich zu.
„Mist, und ich dachte, wir würden erleben, wie Gryffindor, seine Wette endlich gewinnt."
Q und auch viele andere Engel wirkten persönlich beleidigt, als der Metatron mit seiner Fernbedienung den Bildschirm wieder verdunkelte. Allein James grinste zufrieden vor sich hin. M dagegen war selber enttäuscht und fragte sich, was diese Störung verursacht haben konnte, denn er hatte dies gewiss nicht so geplant. „Trotzdem versuchte er die Stimmung mit seinem Lieblingsspruch aufzuheitern: „Heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder keine Frage!"
Ende des Kapitels
