Disclaimer: Die Twilight Welt gehört Stephenie Meyer und nicht mir!

Warning: Eine Spankingszene in diesem Kapitel! Bitte nicht weiter lesen, wer das nicht mag ;) Danke!


Edwards Pov

Als ich endlich die Augen auf schlage, ist es bereits dunkel. Etwas verstört drehe ich mich ein Stück, um einen Blick auf meinen Wecker zu werfen. 08.41 pm. Ich habe fast sechs Stunden geschlafen. Ich schalte das kleine Licht neben mir an und gähne. Erst jetzt fällt mir auf, dass die Schulter nicht mehr weh tut. Auch nicht das Knie oder der Kopf. Das ging wirklich verdammt schnell. Langsam setze ich mich auf, starre auf die Zimmertür und überlege. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten und keine davon, hört sich gut und schmerzfrei an.

Entweder lege ich mich wieder hin, versuche so lange zu schlafen, bis Carlisle nach mir sieht und selbst heruas findet, dass es mir wieder gut geht. Oder ich gehe jetzt runter, suche ihn und sage ihm, dass ich wieder fit bin und die Strafe so schnell wie möglich hinter mich bringen will!

Vielleicht bringt mir das sogar noch ein paar Bonuspunkte bei ihm ein, weil ich freiwillig zu ihm gekommen bin?

Ich stehe auf, ziehe mir eine Jeans und Socken an. Dann verlasse ich mein sicheres Zimmer und gehe auf ins Badezimmer. Als ich wieder heraus komme, steht Esme vor mir. Die Arme vor der Brust verschränkt und funkelt mich wütend an.

„Was zum Teufel hast du dir dabei gedacht, Edward?"

„Entschuldige, Mum."

Sie geht nicht darauf ein. „Carlisle ist in der Garage, falls du ihn suchst!"

Ich nicke. Sie weiss genau, was ich von ihm will ..."Danke, Mum!"

Schnell verschwinde ich wieder in meinem Zimmer, ziehe mir die Sneaker an die Füße und laufe die Treppe hinunter, um ein paar Sekunden später im Wohnzimmer zu stehen. Dort sitzen Alice und Emmett auf dem Sofa und der Fernseher läuft. Ich nicke ihnen kurz zu und öffne die Zwischentür zur Garage.


Ich öffne die Holztür und betrete die moderne Garage. Die fünf Deckenlichter sind an und erhellen unsere Autos, die blank geputzt nebeneinander stehen. Ich rieche Carlisle und sehe ihn dann an der Schnauze seines Mercedes stehen. Die Motorhaube ist geöffnet und er lugt besorgt und irritiert in den Innenraum. Eine Handlampe hängt an einem Ständer über ihm. Ich gehe auf ihn zu und stelle mich ohne einen Laut von mir zu geben an die Seite des schwarzen Wagens. Er trägt immer noch das schwarze Killers-T-Shirt und die bequeme Jeans. Vielleicht ist er doch nicht Joggen gewesen?

„Ah, mein Sohn ist aufgewacht," sagt er und sieht mich an. „Und? Wie sieht es aus? Ist alles verheilt?"

Ich nicke. „Ja!"

Er kommt um den Ständer herum und stellt sich schräg hinter mich. Dann tastet er meine Schulter und mein Knie unter der Hose ab, um sich selbst einen Eindruck von meiner körperlichen Verfassung zu machen. Er lässt mein Bein los und sieht mich an. „Hast du noch getrunken?"

„Ja, hab ich!"

Carlisle stützt sich wieder am Rand der Motorhaube ab und sieht grübelnd in den Innenraum und auf die schwarzen Schläuche, die kreuz und quer von einem Teil zum anderen laufen. Ich stelle mich dicht neben ihn und schaue über seine Schulter.

„Was ist mit ihm," frage ich im Plauderton.

„Ich war vor hin im Krankenhaus, weil ich meinen Koffer neu bestückt habe und auf dem Rückweg ist er zwei mal ausgegangen," teilt er mir mit und hebt einen der Schläuche vorsichtig an. „Außerdem macht er seltsame Geräusche."

Ich grinse. „Was für Geräusche?"

Mein Vampirvater stellt sich gerade hin und greift in die Tasche seiner Jeans. Er zieht seine Autoschlüssel hervor und reicht sie mir. „Lass ilhn an und hör genau hin!"

Ich hebe eine Augenbraue, gehe aber dann hinter seinem Rücken um das Fahrzeug herum, öffne die blank geputzte Tür und setzte mich in den warmen Innenraum. Ich stecke den Schlüssel ins Schloss, sehe meinen Dad kurz durch die Windschutzscheibe an und starte dann den Motor. Er hat Recht, der Ton hört sich anders an als sonst, irgendwie stotternd und röchelnd. Ich hebe eine Augenbraue und ziehe den Schlüssel wieder heraus.

Ich steige aus, schlage die Fahrertür zu, lehne mich mit dem Rücken dagegen und reiche ihm die Zündschlüssel. „Stimmt!"

Er nickt grinsend. „Was glaubst du, was es ist?"

Ich zucke die Schultern. „Er röchelt vor sich hin ... Ich hab keine Ahnung, Dad."

Carlisle sieht etwas enttäuscht aus. Er hatte gehofft, dass ich den Fehler vielleicht finden würde. „Ich werde mir das Morgen noch mal ansehen und wenn ich nicht mehr weiter weiss, muss ich am Montag mit ihm in die Werkstatt. Verdammter Mist!"

Er löst die Verankerungen der Motorhaube und schlägt sie zu. Dann drückt er auf den Knopf für die Zentralverriegelung und verschließt seinen geliebten Mercedes per Fernbedienung. Es klickt, als die Riegel an den Türen herunterschießen. Ich setze mich seufzend auf die kleine Bank, die an der Wand steht und sehe ihm beim Hände waschen zu. Als er fertig ist und alle Spuren von Dreck und Öl den Abfluss hinunter gespült sind, macht er die Handlampe und die Deckenstrahler aus. An der Zwischentür bleibt er stehen und dreht sich zu mir um, als ich hinter ihm stehe.

„Ich denke ich weiss was du willst," sagt er leise und ernst. „Ich würde das auch sehr ungern noch weiter hinaus zögern, was weder für mich, noch für dich gut wäre."

Langsam nicke ich und bin froh, dass ich es nicht aussprechen musste. Dad streicht sich durch das blonde Haar und fährt fort. „Dann werden wir mal sehen, wie wir den Rest der Familie los werden."

Wir gehen zusammen ins Haus und ich bleibe an der Tür stehen. Mum sitzt auf dem Sofa mit Emmett und Alice. Jasper und Rosalie sind ja wahrscheinlich noch in ihren Zimmern, falls sie von Dad nichts anderes gehört haben.

„Liebling," sagt mein Vater und wartet bis Esme vor ihm steht. „Wie wäre es, wenn du mit den Kindern einen kleinen Ausflug machst? Ich muss mit Edward etwas besprechen."

Meine Mutter wirft mir kurz einen Blick zu. „Ja mach ich! Wie lange wird es dauern?"

Dad überlegt kurz und mir fällt die Kinnlade runter, als ich seinen Gedanken erfasse.

„So zwei Stunden etwa!"

Ich schlucke und mir wird etwas komisch, aber ich weiss, dass ich es verdient habe und sage nichts. Das würde eh nichts bringen, Dad hatte sein Urteil gefällt und davon würde er sicher nicht abweichen. Esme dreht sich um. „Kinder! Zieht euch was an und lasst uns spazieren gehen. Emmett, geh nach oben und hol bitte Jasper und Rosalie, ja?"

Emmett sieht erst Mum an, dann Dad und schließlich mich. Als er versteht, was gleich passieren wird, springt er auf und läuft mit Alice die Treppe hinauf, um so schnell wie möglich das Haus zu verlassen. Zum Abschied gibt Mum Dad einen Kuss auf die Wange und sagt ihm, er solle nicht zu hart zu mir sein. Rosalie schreitet mit spöttischem Grinsen und geschminktem Gesicht durch die Haustür und Emmett klopft mir auf die Schulter. „Ich hoffe du überlebst es, Bruder! Aber falls nicht, kriege ich dann dein Zimmer?"

Ich stöhne. „Nein, Emmett!"

„Okay, schon gut!"


Nachdem auch der Letze der Cullens aus dem Haus und wir endlich allein sind, geht Dad ins Schlafzimmer, um sich ein sauberes T-Shirt anzuziehen. Ich verdrücke mich vorher noch mal auf die Toillette, gleich würde er mich nicht mehr aus seinem Büro lassen.

Als ich fertig bin, schlendere ich über den Flur und setzte mich auf das bequeme Sofa in seinem Arbeitszimmer. Für einen Moment schließe ich die Augen und versuche mich mit einem Song, den ich im Kopf laut vor mich her singe, etwas ab zu lenken. Doch als ich Schritte höre und die Bürotür ins Schloss fällt, ist es mit meiner Ruhe vorbei.

Ich öffne meine schwarzen Augen und schlucke, als mein Blick auf den Gürtel fällt, den Carlisle in der rechten Hand mit sich trägt. Dad hat sich umgezogen, schwarzes T-Shirt, eine neue Jeans und schwarze Turnschuhe. Er legt den dunkelbraunen Ledergürtel auf seinen Schreibtisch und setzt sich auf die Kante, um mich besser an sehen zu können. Mein Blick haftet immer noch auf dem verhassten Gürtel.

Dad hebt eine Augenbraue. „Was? ... Das hatte ich dir gestern angedroht, Edward! Hast du das vergessen?"

Ich senke meinen Blick und schüttele verneinend den Kopf.

„Sie mich an!"

Ich gehorche nur widerwillig. Dad legt die Hände in seinen Schoß und sein Gesichtsausdruck wird sanft und freundlich. „Erzähl mir wie der Unfall passiert ist?"

Richtig! Ich habe ihm die witzige Story noch gar nicht erzählt ... Die Frage ist nur, ob er es witzig finden wird? Ich denke eher nein!

Als ich am Ende der Geschichte angekommen bin, wo Jasper mich medizinisch versorgt hat, kann ich mit ruhigem Gewissen behaupten, dass ich den Gürtel wohl mehr als verdient habe. Und ich denke, dass Dad das genau so sieht! Ich senke meinen Blick und beginne wieder eins meiner Lieblingslieder vor mich her zu trällern, nur um nicht an seinen Gedanken teil haben zu müssen. Er war die ganze Zeit sehr ruhig gewesen und hat mich ausreden lassen. Doch jetzt ist er dran mir eine Standpauke zu halten.

Carlisle räuspert sich. „Siehst du mich bitte an!"

Okay, das Lied ist jetzt so wieso zu Ende ... Ich hebe meinen Kopf an, um ihm in die Augen zu sehen, wie er es verlangt hat. Er beißt sich auf die Unterlippe, legt seine Hände auf die Kante des Tisches und beugt sich etwas vor. „Du hast dich also verletzt, nur weil du etwas Spass haben wolltest?"

Ich weiss sehr gut, dass er darauf von mir keine Antwort verlangt.

„Es tut mir leid, Dad," sage ich deshalb und hoffe, dass er meine Entschuldigung akzeptiert. „Du weißt, dass ich jede Strafe auf mich nehme, wenn-"

Dad lacht. „Ich würde sagen, du hast keine andere Wahl, mein Junge!"

Sofort wird er wieder ernst. „Du hast gestern und heute einige Regeln dieses Clans gebrochen, Edward! Und du weißt, wie andere Rudelführer darauf reagieren würden?"

Ich nicke. „Ja, ich weiss!"

„Sie würden dich töten! ... Also denke ich, kannst du sehr froh darüber sein, dass du von mir für dein Fehlverhalten nur eine ordentliche Tracht Prügel kriegst und ich dir nicht bei lebendigem Leibe den Kopf abreisse und dich irgendwo verbrenne!"

Gut gesagt, Dad! Ja, ich bin froh darüber, dass du mich leben lässt!

„Ja, Dad," sage ich leise. „Können wir jetzt anfangen, bitte? Ich halte diese Spannung nicht mehr aus, entschuldige!"

Er seufzt und steht endlich auf. Dann gibt er mir einen Wink mit der Hand und ich komme zu ihm. Er nimmt den Gürtel vom Tisch, faltet ihn einmal in der Mitte und schließt die Schnalle. „Hosen runter. Beide!"

Ich schlucke, aber protestiere nicht, das hätte eh keinen Sinn.

Nachdem ich die Jeans geöffnet und sie mit samt meiner schwarzen Boxershorts zu Boden gefallen lassen habe, trete ich auf den Tisch zu und falte meine Arme auf der blank polierten Platte zusammen. Dann lege ich meinen Kopf auf die Arme und schließe die Augen, obwohl ich natürlich eh nichts sehen kann. Ich spüre wie mein Vater hinter mich tritt und seine Hand auf meinem Rücken. Dann ist absolute Stille, aber nicht für lang.

Ich höre wie der Gürtel durch die Luft saust und schließlich meinen Hintern trifft. Wie immer bin ich von dem Schmerz überwältigt, rucke jaulend nach vorn und springe auf. Dad lässt seine Hand auf meinem Rücken und übt Druck aus. „Runter!"

Ich folge dem Befehl und begebe mich wieder in Position, in der Hoffnung, dass ich nicht noch mal aufspringe – dadurch würde sich alles verzögern und Dad wäre, denke ich, verdammt angepisst!

„Edward, wenn du noch einmal aufspringst, wird das Konsequenzen haben! Klar?"

Ich stöhne. „Verstanden."

Der nächste Hieb war genau so schlimm und auch der dritte, vierte und fünfte Schlag. Ich hatte ganz vergessen, wie weh das tut! Zehn Hiebe mit dem Leder später, kullern mir die ersten Tränen hinunter und ich fange leise an zu schluchzen. Carlisle macht trotzdem weiter. 20 ... 25 ... Ich kann immer noch mitzählen, obwohl ich inzwischen schreie und ihn anflehe aufzuhören. Er hört natürlich nicht auf mich, das war ja irgendwie klar!

Ich kann durch die Tränen nichts mehr erkennen und habe die Befürchtung, dass mir meine Hinterseite sogar am Montag in der Schule noch arge Probleme machen wird. Plötzlich hört er auf und ich höre wie er den Gürtel auf den Tisch fallen lässt.

Langsam drücke ich mich von der Tischplatte weg, bis ich wieder gerade auf meinen zwei Beinen stehe. Ich ziehe mich so vorsichtig, wie es geht an und schreie wieder, als der Stoff meinen Hintern berührt. Nachdem ich mich wieder angezogen hatte, drehe ich mich zu Carlisle um.

Er sieht mich an und schon lasse ich mich in seine Arme fallen, schmiege mich an ihn und fange wieder an zu weinen. Behutsam streichelt er mir über den Kopf und den Rücken und hält mich noch fester. Das tut gut! Wieder ziehe ich seinen Geruch durch die Nase ein und fühle mich bei ihm sehr geborgen – auch wenn er mir vor einer Minute noch an die 100 Schläge mit dem Gürtel verpasst hat!

Nein, es waren sicher keine 100, aber mit Sicherheit um die 50 oder so ...

Ich schlucke und versuche die Tränen zu unterdrücken. Dann löse ich die Umarmung und er sieht mir in die Augen. „Geht es?"

Langsam nicke ich und wische mir mit den Fingern durch die Augen. Er reicht mir ein Taschentuch, was ich dankend annehme. „Es tut mir so leid, Dad!"

„Ich verzeihe dir, Edward," sagt er mit seiner ruhigen Stimme. „Aber, wenn du mich noch mal hintergehst, anlügst oder nicht das tust, was ich dir sage, werde ich mir sehr gut überlegen, ob ich dich nicht vierteile und dann irgendwo verscharre!"

Ich grinse und er auch. „Ich hab verstanden, Dad!"

„Hoffentlich! Dein Hausarrest bleibt bestehen und das Fahrverbot auch, aber ich denke, dass das eigentlich klar ist, oder?"

Mist ... „Ja!"

Er nickt, nimmt den Gürtel in die Hand und öffnet mir die Tür.

„Ich gehe schlafen," sage ich gähnend. Er antwortet nicht, sondern geht in sein Schlafzimmer, um den Gürtel wieder zurück zu legen. Mein Hintern brennt wie Feuer und dieses Mal verzichte ich auch darauf, ihn nach Schmerzmitteln zu fragen, die ich eh nicht bekommen würde ...

Tbc ...