Die Königin läuft den Flur entlang in Richtung ihrer Gemächer. Sie Leon kommt ihr nachgeeilt. Gwen sieht sich kurz um, um dann entschlossen weiter zu gehen: "Bitte nicht jetzt. Ich bin müde und möchte zu Bett gehen. Dieses sogenannte Bankett hat mich furchtbar ermüdet." Sir Leon holt sie jedoch ein und hält sie mit einer Hand an ihrer Schulter auf: "MyLady bitte." Die junge Königin dreht sich zu ihrem Freund um, sie sieht ihm verzeifelt und erschöpft in die Augen: "Es tut mir leid, ich kann das nicht eine Sekunde länger Parasiten, diese Schmarotzer, diese Säufer und Schläger.., das ist alles so entwürdigend. Wo ist unser Camelot geblieben?" Sie seufzt tieftraurig. Sir Leon nimmt sie für einen Augenblick in den Arm, er flüstert: "Ihr dürft jetzt nicht aufgeben." Gwen schüttelt den Kopf. Trotz aller Bemühungen läuft ihr jetzt doch eine Träne über das Gesicht: "Aber was kann ich tun?" Sir Leon lässt seine Königin los und sieht ihr tief in die Augen: "MyLady, Ihr müsst stark sein und Euch durchsetzen. Ihr seid die Herrin hier. Zeigt ihnen wer Ihr seid! Ich weiß, dass Ihr das könnt." Traurig weicht die Königin den Blicken ihres Vertrauten aus: "Danke, das Ihr an mich glaubt. Aber vielleicht hatte König Alined recht. Vielleicht bin ich hierfür einfach nicht geboren."
"Seid Ihr doch!" Sir Gwaine kommt den Gang entlang gelaufen. Gaius folgt ihm. Sir Gwaine lächelt seine Königin aufmunternd zu. Er nimmt ihre Hand in seine: "Erinnert Ihr euch an unsere Erste Begegnung? Ich habe Euch sofort erkannt. Ich habe sofort die Königin in Euch gesehen, Prinzessin Esmeralda." Dabei verbeugt er sich und reicht ihr eine kleine Blume. Jetzt muss sogar die Königin lächeln. Für einen kurzen Moment ist die Liebe und Zuversicht nach Camelot zurückgekehrt." Nun tritt auch Gaius an sie heran: "Das Volk von Camelot, die Ritter, wir alle glauben an Euch. Ihr seid unsere Hoffnung. Ihr dürft sie nicht enttäuschen." Gwens Lächeln ist gegangen, der Zauber verflogen: "Ich weiß nicht, ob ich das schaffe. Ich weiß nicht, ob ich Eure Erwartungen erfüllen kann. Immer wieder muss ich beweisen, wer ich bin. Immer wieder wird es Menschen geben, die mich meiner Herkunft wegen anzweifeln. Immer wieder werden Einige meine Fähigkeiten das Königreich zu regieren anzweifeln. Ich bin es leid, mich immer wieder beweisen zu müssen." Sir Gwaine sieht ihr in die Augen: "Es kümmert mich nicht welcher Herkunft Ihr seid, und für Arthur hat es auch keine Rolle gespielt. Ihr seid meine Königin, Ihr seid Arthurs Wahl für das Königreich. Ihr wisst am Besten wie er regierte, Ihr könnt es am Besten in seinem Sinne fortführen." Und Sir Leon fügt hinzu: "Arthur, er lebt in Euch weiter. Jeder der das nicht erkennt, ist ein Narr. Aber Ihr müsst stark sein, zeigt Ihnen wer Ihr seid." Gwen nickt. Sie lächelt in die Runde ihrer Freunde. "So genug für heute." Gaius beendet die Diskussion. "Die Königin muss sich ausruhen."
