So und weiter gehts. wer wissen wills was Harry wiederfährt, der muss sich noch etwas gedulden, jetzt muss Draco erstmal wieder zu seinem Recht kommen:)

Ich danke allen die mir fleißig Kommentare schreiben und freue mich auf jedes weitere, das treibt so schön an, und ich danke natürlich wieder luckyserpent für die Korrektueren, die mir den Arsch retten :D. Ich wünsche viel vergnügen. Bleibt mir treu :)


Concadors Schergen attackieren IBA-Zentrale in Rio de Janeiro, Brasilien. Hunderte Tote bei Explosion. Chaos in der ganzen Stadt.

Die Muggelmedien sprechen von der schlimmsten Naturkatastrophe seit 100 Jahren und fragen sich, wie es dazu kommen konnte. Die Antwort ist so einfach wie unfassbar. Unter dem Corcovado, dem wichtigsten Wahrzeichen Rio de Janeiro, befindet sich die IBA-Zentrale Brasiliens, die zugleich die Hauptzentrale des IBA in ganz Südamerika ist. Gestern Mittag gegen ein Uhr, also zur besten Touristenzeit, haben die Schergen des berüchtigten Schwarzmagiers und Drogenbosses Concador die Zentrale mit einem mächtigen Explosionszauber attackiert, der den halben Berg zum Einsturz brachte und Hunderte von unschuldigen Besuchern in den Tod riss.

Daraufhin verbreiteten sich Concadors Männer in der ganzen Stadt, wo sie noch zu Stunde Chaos und Zerstörung stiften.

Der IBA hat mittels eines Illusionszaubers dafür gesorgt, dass die Muggel im Glauben sind, es habe in Rio de Janeiro ein Erdbeben gegeben. Das Gebiet wird gegenwärtig evakuiert.

Welche Ziele Concador mit diesem fürchterlichen Anschlag verfolgt, ist völlig unklar und sollte der IBA weitere Informationen haben, hält er diese zurück.

Auch der IBA England ließ sich zu keiner Stellungnahme bewegen. Wie viele englische Auroren zur Zeit des Anschlages in Brasilien waren, ist nicht bekannt. Sicher ist, dass es sich um eine zweistellige Zahl handelt. Die Personalien bleiben jedoch Verschlusssache. Ob und, wenn ja, wie viele Todesfälle es gibt, ist ebenso nicht bekannt.

Draco verzog das Gesicht und zerknüllte den Tagespropheten. Diese Zeitung war ungefähr so informativ wie eine Glückwunschkarte. Keine Hintergründe, keine klaren Fakten. Aber vielleicht war es auch besser so, dachte er süffisant. Wer wollte schon, dass die Bevölkerung genau Bescheid wusste? Es war besser, sie im Unklaren zu lassen, denn die Fakten waren, da wettete er, sicherlich alles andere als erfreulich. Fakt war zum Beispiel, das der IBA nicht angemessen vorbereitet gewesen war, obwohl man gewusst hatte, dass so etwas passieren konnte, und Fakt war auch, dass man die Muggel unzureichend geschützt hatte. Jetzt musste er grinsen. Seit wann scherte es ihn, was mit den Muggeln geschah?

Was ihn wirklich ärgerte war, dass er offensichtlich schon wieder außen vor gelassen wurde. Er hatte sich beim Hauptquartier gemeldet und gebeten, nach Brasilien versetzt zu werden, und hatte sofort Antwort erhalten, dass er seinen Auftrag weiterführen solle. Die Nachricht, dass ihnen Sarah Jones abhanden gekommen war, hatten sie in dem ganzen Chaos kaum wahrgenommen. Er und Potter sollten sie eben zurück bringen.

Er und Potter. Das was noch so eine Sache.

Malfoy,

ich weiß wir können uns nicht leiden, aber ich muss dich um einen Gefallen bitten.

Mach den Auftrag alleine weiter und sag niemandem, dass ich fort bin. Es geht um Leben und Tod und ich muss einfach fort. Wenn du das für mich tust, stehe ich tief in deiner Schuld.

Harry

Diesen Brief hatte ihm Hermine gegeben, nachdem sie ihn wieder entzaubert hatte. Sie war in Tränen aufgelöst gewesen und hatte kaum einen vernünftigen Satz herausgebracht. Offensichtlich hatte Potter erfahren, dass die kleine Weasley in Rio verschollen war und war augenblicklich losgestürmt, um sie zu finden und zu retten. Hermine hatte ihn nicht davon abhalten können.

Draco wusste selbst nicht genau, warum er Potter nicht gemeldet hatte. Das hätte diesem eingebildeten Fatzke sicher einen riesigen Ärger beschert und ihm selbst vielleicht Pluspunkte eingehandelt.

Es wäre karrieretechnisch klug gewesen und obendrein moralisch richtig, weil Potter jede Wette wieder irgendeine verrückte Ein-Mann-Aktion startete, die ihn und andere in Gefahr bringen würde. Und dennoch, Draco hatte es nicht übers Herz gebracht. Er wurde weich. Erst Muggel, dann Potter… wenn das so weiterging, würde er sich bald noch um Sarah Jones sorgen.

Das brachte ihn zu seinem eigenen Problem. Er war nun alleine in Berlin und musste diese verrückte Frau finden, bevor sie es schaffte, sich umbringen zu lassen.

Seufzend erhob er sich von der Parkbank, auf der er gelesen hatte und ging zur nächsten U-Bahnstation. Er hatte keine Ahnung wo sich Sarah aufhalten mochte. Einzig zwei Anhaltspunkte gab es. Zum einen natürlich das Firmengebäude des Pharmakonzerns, gegen den Sarah ermittelte. Es war sehr wahrscheinlich, dass sie irgendwann dort auftauchen und herumschnüffeln würde. Aber dort die ganze Zeit auf der Lauer zu liegen, war völlig sinnlos. Wieder einmal bedauerte er, dass er keinen Hauself hatte. Den hätte er problemlos dort postieren können.

Der zweite Anhaltspunkt war die Adresse eines mit Sarah befreundeten Reporters. Der IBA hatte ihn mit Hilfe der Zeitschrift, für die Sarah arbeitete, ausfindig gemacht. Es war nicht unwahrscheinlich, dass sie bei ihm Unterschlupf gesucht oder ihn zumindest kontaktiert hatte. Dorthin war Draco unterwegs.

Die U-Bahn kam und er stieg ein. Sie war voll mit stinkenden Muggeln, die stumpfsinnig ins Nichts schauten. Eine junge Frau beobachtete ihn. Sie hatte langes, blondes Haar und auffällig tiefe Grübchen. Hübsch, keine Frage. Draco schüttelte verärgert den Kopf. Was war nur mit ihm los? Jetzt gaffte er schon Muggelfrauen an. Plötzlich musste er an den Abend vor Sarahs Verschwinden denken.

Er hatte Potter nicht noch einmal gefragt, was vorgefallen war, und wollte es auch nicht wirklich wissen. Es konnte ihm ja auch egal sein. Was scherte es ihn, was Potter mit irgendwelchen Muggeln anstellte? Sarah Jones war ihm völlig gleichgültig. Sie war ein Job, eine lästige Aufgabe und obendrein ein ständiges Ärgernis. Allein das stimmte nicht so ganz. Es hatte ihn wahnsinnig gemacht an diesem Abend. Er hatte hineinstürmen und Potter die Fresse polieren wollen und streng genommen wollte er das noch immer. Warum bekam dieser Arsch immer alles, was er wollte?

Die U-Bahn hielt und Draco zwängte sich durch die Menschenmassen hinaus. Er brauchte eine Weile, aber schließlich fand er die Wohnung des Reporters. Sie lag im vierten Stock eines Wohnblocks. Er atmete kurz durch, entsann sich darauf, was er sagen wollte, und klingelte.

Der Summer ging, ohne dass jemand durch den Lautsprecher nach seinem Namen gefragt hätte.

Er öffnete die Tür und betrat einen düsteren, staubigen Hauseingang. Hier ging rechts eine Treppe hoch und nach hinten hinaus konnte man in den Innenhof, von wo man zu weiteren Gebäuden gelangte. Draco wählte die Treppe. Das Gebäude war ganz schön heruntergekommen, die Wände waren mit Graffiti beschmiert, die Treppenstufen schmutzig und teilweise beschädigt, das Geländer schien lose zu sein und wackelte bei jeder Berührung.

„Coprehendere," murmelte Draco, bevor er an der geschlossenen Wohnungstür klingelte.

Ein hagerer Mann mit Brille und kurzem, lockigen öffnete nach einer Weile.

„Ja?", fragte er gelangweilt auf Deutsch.

„Guten Tag, mein Name ist Andrew Smith, ich bin von der Zeitung. Man schickt mich, um Miss Jones zu unterstützen", antwortete Draco in fließendem Deutsch.

Der Mann schaute ihn skeptisch an, verschränkte die Arme vor der Brust und sagte: „Sarah? Die hab ich ewig nicht mehr gesehen. Ist die in Berlin?"

Draco ballte die Fäuste. Wenn dieser Kerl nicht log, fraß er einen Besen.

„Sie muss aber hier sein, ich habe von der Zeitung diese Adresse bekommen. Rufen Sie doch da an, wenn Sie mir nicht glauben."

„Ich sagte doch, sie ist nicht hier. Gehen Sie jetzt."

Mit diesen Worten schlug der Mann die Tür vor Dracos Nase zu.

Vielleicht war es der viele Stress, vielleicht die Wut über Potter, der sich irgendwo anders vergnügte, während er sich hier mit Muggeln herumschlagen musste. Vielleicht war es auch ein wenig der Schrecken über seine neuentdeckte Weichheit. Wie auch immer, es reichte nun!

Wütend zückte er den Zauberstab, richtete ihn auf die Tür und riss sie mit einem entschlossenen Fluch aus den Angeln, dann hechtete er hinein und packte den verdutzt schauenden Reporter am Kragen.

„Wo ist Sarah Jones?", fragte er mit zusammengepressten Zähnen.

„Lassen Sie mich los, das ist Hausfriedensbruch."

„Hier gibt es gleich noch einen ganz anderen Bruch, wenn du nicht redest."

Draco Zauberstab glühte und rückte bedrohlich auf den Hals des Mannes zu. Es scherte den Auror nicht, dass der Mann dies sah. Er hatte einfach keine Lust mehr auf Spielchen.

„ Also, wo ist sie?"

„ Herrgott, Lachsack, lass ihn los!", schrie Sarah plötzlich vom Ende des Flurs her.

Augenblicklich entspannte Draco sich und lächelte. Wer hatte noch einmal behauptet, mit Gewalt könne man keine Probleme lösen?

Lässig drehte er sich zu Sarah um, die ihn wütend anfunkelte. Der Reporter brach keuchend zusammen.

Sarah rannte zu ihm hin und half ihm behutsam auf.

„Es tut mir so leid, Klaus, der Typ ist geistesgestört."

„ Polizei…", raunte Klaus und ließ sich in die Küche führen.

„Nein, das wird nicht nötig sein. Der Typ ist sozusagen von der Polizei. Er tut mir nichts, er ist nur ein Arschloch."

„Wie hat er das gemacht? Wie hat er die Tür…?"

„Spezialtraining. Hier, trink einen Schluck."

Draco lauschte dem Gespräch durch die Tür durch, dann kam Sarah plötzlich heraus und schnurstracks auf ihn zu.

Vor Draco hielt sie an, funkelte ihn zornig an und scheuerte ihm eine.

„Bist du jetzt völlig verrückt geworden, Lachsack? Was fällt dir ein, meine Freunde anzugreifen."

Draco rieb sich die Wange, lächelte aber.

„Freunde? Mir war gar nicht klar, dass du überhaupt Freunde hast."

Mit höhnischem Lächeln packte er sie nun am Handgelenk und machte Anstalten, sie mit sich zu schleifen.

„Hey! Lass los", schrie sie und trat nach ihm. Draco wich mühelos aus, drehte ihren Arm herum und presse sie gegen die Wand.

„Jetzt hör mir mal gut zu, Fräulein: Ich habe mir deine Kapriolen lange genug angeschaut. Jetzt ist Schluss. Du hast unsere Anweisungen ignoriert und dich in Gefahr gebracht. Das wäre mir eigentlich völlig egal, aber ich werde nicht zulassen, dass mein allererster Auftrag scheitert, nur weil eine arrogante Muggelkuh nicht versteht, dass sie sich in Lebensgefahr befindet."

„Au, du tust mir weh."

„Sei froh, dass ich dich gefunden habe und niemand sonst. Das hätte bedeutend mehr weh getan."

Die Tür zur Küche wurde aufgerissen und der Reporter stand wieder da. Er hatte ein Telefon in der Hand.

„Lassen Sie sie los und gehen Sie oder ich rufe die Polizei," schrie er aufgebracht.

Draco seufzte und richtete seinen Zauberstab auf ihn.

„Nein", rief Sarah, „lass ihn in Frieden, dann mach ich auch, was du willst."

Draco grinste. Sarah Jones wollte verhandeln. Das war neu.

„Gut, dann pfeif ihn zurück"

„Klaus, es ist alles ok, mach dir keine Gedanken. Der Mann wird mir nichts tun."

„ Aber…", setzte Klaus an.

„Vertrau mir. Es ist alles gut. Lass mich los, Lachsack, ich komme mit dir."

Draco löste den Griff und schob sie an der Schulter Richtung Tür. Dort blieb er stehen, kratzte sich am Kopf und zog erneut den Zauberstab.

„Reparo", sagte er und die Tür setzte sich von Geisterhand wieder in die Angeln. Draco machte Anstalten sie zu schließen, doch dann schien ihm noch etwas einzufallen. Wie nebenbei schlenkerte er seinen Zauberstab in Richtung des staunenden Reporters:

„Amnesia"

„ Hier in der Nähe ist ein Supercafé", trällerte Sarah auf der Straße, als wäre nichts gewesen.

„Wir gehen umgehend zurück nach London", erwiderte Draco schneidend.

„Ach komm schon, ein kleines Frühstück, außerdem muss ich dir etwas zeigen. Dann sage ich deinen Vorgesetzten auch nicht, dass du meinen Kumpel angegriffen hast." Dabei lächelte sie unschuldig und Draco hätte ihr den Hals umdrehen können. Aber eigentlich hatte sie nicht Unrecht. Er hatte auch noch nicht gefrühstückt.

Sie setzten sich draußen vor einem kleinen gemütlichen Café hin und bestellten zwei „English Breakfast." Draco war noch nie in einem Muggelcafé gewesen. Eigentlich ganz angenehm. Keine lauten Halbriesen, keine grummelnden Goblins und man musste nicht fürchten, dass am Nachbartisch der Cappuccino explodierte. Einfach nur normale Menschen, die ihr Geld für seltsame Kaffeemixgetränke und überteuerte Sandwiches ausgaben.

Das Frühstück war gut, wenn auch eine sehr kontinentale Auslegung des Begriffes „English Breakfast". Was zum Beispiel hatte die Ananas auf dem Teller zu suchen?

Sie saßen da und aßen schweigend, aber Sarah glotzte ihn die ganze Zeit an.

„Was ist?", fragte er irgendwann ungehalten.

„Du willst mich wirklich schon zurückbringen?"

„Darauf kannst du wetten!"

Sarah seufzte theatralisch und stützte ihr Kinn mit der linken Hand ab. „Und ich hatte gehofft, wir könnten noch ein wenig Zeit verbringen. Nur wir beide."

Draco hustete fast seinen Kaffee über den Tisch. „Hör mal zu, du Harpyie: Ich habe wirklich langsam, aber sicher, genug."

„Warum bist du denn so wütend auf mich?" unterbrach sie ihn.

„Das fragst du noch? Du bist unverschämt, manipulativ und außerdem ein Flittchen!"

Sarah lachte plötzlich schallend und warf Draco einen Handkuss zu. „Ihr Zauberer seid echt die Wucht. So einen prüden Haufen habe ich noch nie gesehen. Ich wollte halt mal wissen, wie so ein Superheld schmeckt. Aber ich kann dich beruhigen, Mister Eifersüchtig, Potter ist langweilig."

Einen kurzen Moment lang schlug Dracos Herz schneller, dann obsiegte seine Vernunft und er ärgerte sich über sich selbst.

„Egal was du sagst, du gehst zurück nach England und zwar gleich." Er macht Anstalten aufzustehen.

„Draco, warte… ich muss dir etwas zeigen, es ist wirklich wichtig."

Draco schüttelte den Kopf, er hatte genug. Mit einer ungeduldigen Geste rief er den Ober.

Sarah ließ aber nicht locker. Eilig kramte sie in ihrer Handtasche und zog eine Zeitung hervor.

„Hier, lies das! Vielleicht verstehst du ja dann, wie wichtig es ist, dass ich hier bleibe und weiter recherchiere."

Draco schaute auf die unbewegten Bilder und zuckte mit den Achseln.

„Ich lese keine Muggelschmierblätter."

„Lies wenigsten rein, bitte, ich bezahl auch das Essen."

Draco zuckte zusammen. Daran hatte er gar nicht gedacht. Er hatte ja gar kein Muggelgeld, wusste nicht mal, wie es aussah, und er hatte gehört, dass die Deutschen auch noch ein anderes Geld hatten als die Engländer. Verrückt. Warum nicht einfach alles mit Gold bezahlen? Ist doch viel einfacher. Seufzend nahm er die Zeitung entgegen. „Wenn's dich glücklich macht."

Grippe mutiert zu tödlichem Virus.

Massenepidemie nimmt bedrohliche Ausmaße an.

Der Virus B1B1 ist, wie Forscher feststellten, offenbar mutiert und zeigt sich nun deutlich aggressiver und gefährlicher, als in den letzten Monate abzusehen war.

Allein in den letzten zwei Wochen sind doppelt so viele Menschen weltweit erkrankt wie das ganze halbe Jahr zuvor und ebenso steigen die Todeszahlen rapide an. Wo vor einem Monat noch 150 Menschen als Todesopfer verzeichnet waren, sprechen internationale Gesundheitsorganisationen mittlerweile von über 2000 Toten. Die Tendenz ist steigend.

Offenbar überträgt sich der Virus nun nicht mehr nur durch Speichelflüssigkeit, sondern auch, wenn gleich seltener, über Luftwege. Der Verlauf der Krankheit ist wie bei einer Grippe, nur ist beim mutierten Virus eine letzte Phase festzustellen, die einer Grippe nicht entspricht. Forscher versuchen derzeitig, weitere Erkenntnisse über diese letzte Krankheitsphase zu gewinnen.

Draco schaute auf.

„Und was soll mir das jetzt sagen? Es sterben mehr Muggel an einem Muggelvirus, da kann man nichts machen."

Sarah schaute wütend auf und ballte die Fäuste.

„Du bist kein Idiot, Lachsack. Du musst doch sehen, dass hier was nicht stimmt. Warum mutiert denn dieser Virus plötzlich? Das ist doch ein Trick des Konzerns. Damit wollen sie ihren Impfstoff wertvoller machen und Geld kassieren. Sie haben dieses Ding gebastelt, um mit dem Impfstoff Gewinn zu machen, aber die Leute haben sich von einer normalen Grippe nicht erschrecken lassen. Jetzt verschärfen sie die Spielregeln. Menschen sterben, Draco, und ich kann dem ein Ende setzten. Wenn ich beweisen kann, was diese Schweine getan haben, können wir dieses Theater auch beenden. Willst du verantwortlich sein für den Tod von Tausenden Unschuldigen?"

Draco starrte auf die Zeitung. Das Bild eines kleinen Jungen, der fiebrig im Bett lag, war dort zu sehen. Tausende Unschuldige… Tausende unschuldige Muggel… Spielte es eine Rolle? Machte es einen Unterschied? Wie viel war ein Muggelleben wert? Und hatte er das Recht, das zu entscheiden?

Er blickte wieder zu Sarah auf, die ihm angespannt gegenüber saß. Er verstand sie einfach nicht. Diese zynische hartherzige Egoistin, an die nichts heranzukommen schien, regte sich plötzlich unglaublich darüber auf, wenn fremde Menschen starben, mit denen sie nichts zu tun hatte. Sie tat so, als wären all diese Leute ihre engen Verwandten und sie für deren Rettung verantwortlich. Das passte doch nicht zusammen. Und doch, ein Teil von ihm, ein dunkler, schuldbewusster Teil, verstand sie nur zu gut. Draco stöhnte laut und schlug mit der Faust auf den Tisch. Verdammt, dann sollten sie ihn eben feuern.

„Was hast du vor?" fragte er.

Sarah strahlte plötzlich, beugte sich über den Tisch und küsste ihn auf die Stirn. Dracos ganzer Körper kribbelte.

„Ich brauche Beweise, aber das ist nicht so einfach. Ich muss in den Konzern eindringen und Unterlagen stehlen. Dafür aber brauche ich das Passwort des Computers und das haben nur die Abteilungsleiter der Labore."

„Und wie gedenkst du, von denen das Passwort zu bekommen?"

„In zwei Tagen gibt es eine Wohltätigkeitsveranstaltung der Firma, da werden alle wichtigen Leute da sein. Ich hatte ursprünglich vor, einen von ihnen zu bezirzen, aber jetzt wo ich einen Zauberlehrling zur Hand habe, gibt es vielleicht einen prüderen Weg."

Sie lächelte keck und schlürfte den Rest ihres Latte Macchiato mit dem Röhrchen, dann zahlte sie.

Draco nickte grimmig. Er hatte tatsächlich einen Plan, aber dafür würde er Hilfe brauchen.

„Was willst du denn schon wieder hier?" fragte Hermine, als sie Draco die Tür öffnete.

„Ich brauche deine Hilfe."

Hermine schaute ihn ungläubig an, dann lächelte sie.

„Draco Malfoy braucht meine Hilfe? Dass ich das noch erleben darf."

„Jaja, verschluck dich nicht an deiner Schadenfreude. Ich will nur wissen, wo man in Berlin Zutaten für Zaubertränke kaufen kann."

Hermines Augen verengten sich. Misstrauisch fragte sie: „Wozu musst du das denn wissen? Gehst du nicht eh heute noch nach London? Hast du das Mädchen eigentlich gefunden?"

„Das geht dich nichts an. Beantworte einfach meine Frage", fuhr Draco sie ärgerlich an.

„Ha, als ob ich dir helfen würde, wenn du so unfreundlich bist. Vielleicht sollte ich Kingsley Bescheid geben, dass du hier Zeit vertrödelst."

Draco seufzte. Er hatte sich schon gedacht, dass dies nicht einfach werden würde. Er hatte Hermine in der Vergangenheit einfach zu viel angetan und Frauen vergaßen so was nicht. Er würde es auf die sanfte Tour versuchen müssen.

„Hör mal, ich weiß, dass wir nicht gerade die dicksten Freunde sind, und ich mag das ein eine oder andere zu dir gesagt haben, das nicht so ganz korrekt war…"

„Du meinst so Dinge wie Schlammblut? Oder dass ich auch bald dran glauben werde?"

„Ja, solche Sachen." Draco wurde rot. Er war wirklich nicht stolz auf diese Dinge. „Aber hier geht es nicht um dich oder mich. Du wirst es kaum glauben, aber was ich vorhabe, tue ich, um die Muggel zu schützen."

Jetzt wurden Hermine Augen groß und Draco fühlte sich genötigt, ihr die ganze Geschichte zu erzählen. Als er fertig war, schaute sie ihn lange und kritisch an.

„Du willst mir also weismachen, dass du vorhast, ganz alleine diesen Pharmakonzern zur Strecke zu bringen, und das, weil du plötzlich eine Sympathie für Muggel entwickelt hast."

„So ähnlich", nuschelte er.

„Blödsinn Malfoy, du willst den Ruhm, oder nicht? Du willst beweisen, dass du ein besserer Auror bist als Harry, und den Fall ganz alleine lösen. Am Ende rennst du dann überall herum und erzählst, dass Harry euch im Stich gelassen hat."

Jetzt war es an Draco, sie erstaunt anzuschauen. Stimmte das? Ging es darum? Möglich wäre es und auch gar nicht so dumm. Wenn er das Rätsel um diesen Virus lösen konnte, wäre er ein Held, oder nicht? Er überlegte eine Sekunde, dann nickte er.

„Stimmt, so ist es, aber ändert das etwas daran, dass du mir helfen kannst, Tausende von Menschenleben zu retten?"

Hermine seufzte. Er hatte gewonnen.

„Im Kaufhaus des Westens gibt es im sechsten Stock einen Gefrierschrank mit Fischkonserven. Öffne die Tür und lauf geschwind auf die Konserven zu. Das Ganze funktioniert wie Kings Cross. Dahinter verbirgt sich der Jahrmarkt der Magie. Da solltest du finden, was du suchst. Und wenn du alle Zutaten hast, komm her. Ich denke, es ist sicherer, wenn ich den Trank braue."

„Hey, ich war immer gut in Zaubertränke", protestierte Draco.

„Möglich, aber ich war besser."

„Ich soll einfach so in die Dosen reinlaufen?"

Draco schnalzte mit der Zunge. Erst hatte Sarah unbedingt mitkommen wollen und jetzt diskutierte sie schon seit fünf Minuten mit ihm herum.

„Jetzt mach schon, sonst fallen wir auf."

„Du willst ja nur, dass ich voll in den Gefrierschrank hineinrenne und mich zu Affen mache."

Draco rollte mit den Augen.

„Dann eben nicht, ich gehe jetzt"

Mit zwei schnellen Schritten war er an den Dosen und schritt ohne zu zögern hindurch.

„Eulen, junge Eulen, beste Zucht aus dem Schwarzwald."

„Torsche- Superbesen, die besten Rennbesen der Welt. Deutsche Luxusqualität."

„Designerumhänge von Magerfeld, für den Zauberer mit Stil."

Was sich mit einem Mal vor seinen Augen auftat war die wohl prunkvollste Markthalle, die Draco je gesehen hatte. Gewaltige steinerne Säulen trugen ein hohes, sich nach oben spitz verjüngendes Dach, das man nicht wirklich erkennen konnte, weil davor kleine flauschige Wolken aus Goldstaub schwebten. Gold und Silber waren in die alten Säulen hineingearbeitet und zwischen ihnen hingen schwere rote Teppiche, die die ganze, schier ins Endlose reichende Halle feierlich wirken ließ. Teils hölzerne, Teils steinerne Verkaufshütten, mittelalterliche Marktkarren und unzählige Verkäufer mit Bauchläden füllten die Halle Reih um Reih und in der Ferne meinte Draco ein hölzernes Riesenrad zu erkennen. Dort stand tatsächlich ein Riese und drehte an einer Kurbel, damit sich das Rad bewegte.

Hinter ihm hörte er ein Keuchen und als er sich umdrehte sah er Sarah, die mit offenem Mund die Reihen von Verkaufsständen so wie das buntgemischte Publikum anstarrte.

Überall drängten sich in Zaubermäntel gehüllte Gestalten, die eifrig nach Schnäppchen Ausschau hielten, Goblins, die ihr Gold zählten, Feen, die nach der neusten Mode fahndeten, und natürlich Horden von magischen Touristen aus aller Welt, die ohne Unterlass Fotos machten.

„Unglaublic", flüstere Sarah, dann lächelte sie wie ein Kind an Weihnachten und hakte sich ungefragt bei Draco ein.

„Los, das müssen wir uns ansehen."

Eine Weile wanderten sie ziellos durch die Ständereihen und betrachteten die Auslagen.

Es gab hier nichts, was es nicht gab. Uralte magische Bücher, Amulette, Runensammlungen, Kessel, magische Zutaten, Rennbesen, Tiere, Gewänder für jede Gelegenheit, Schuhe für den modernen Magier, Zauberstäbe, Teppiche, rätselhafte antike Artefakte, dazwischen Snackstände, Butterbier, Fluchschießstände, Karussells und eine Bühne für Tanzshows.

Fast zwei Stunden zerrte Sarah Draco durch die Menge, blieb an fast jeden Stand stehen und betrachtete die Auslagen mit großen Augen. Sie hatte völlig vergessen, dass sie es eilig hatte, und Draco erinnerte sie nicht daran. Ihr weicher Arm an seiner rechten Seite, ihr irritierender aber auch betörender Duft und nicht zuletzt das so verwirrend ehrliche Lächeln auf ihren Lippen, ließ ihn die Zeit vergessen.

Schließlich kamen sie an einen Stand mit Zaubertrankzutaten. Eine alte Hexe mit dicken Warzen auf Nase und Kinn saß hinter einer chaotischen Auslage, auf der sich scheinbar völlig unsortiert Phiolen, Spinnenbeine, Hühnerknochen und Schlangenhautfäden türmten.

Er nannte ihr die Zutaten, die er brauchte und sie hob die Augenbraue.

„Veritaserum? Dafür braucht man eine Genehmigung", brummelte sie ungehalten auf Deutsch.

Draco lächelte. Die Deutschen waren bekannt für ihre übertriebene Obrigkeitshörigkeit.

Langsam zog er einen großen Beutel voll Gold hervor.

„Und hier ist sie auch schon."

Die Alte starrte den Beutel eine Weile an und Draco dachte schon, sie würde gleich nach Auroren rufen, aber dann grunzte sie zahnlos, griff überraschend flink nach dem Gold und schob ihm die Zutaten entgegen.

Draco nickte zufrieden.

„So, was jetzt?" fragte er Sarah.

„Ich will mit dem Riesenrad fahren und du muss mir einen Teddy fluchen," sagte sie sofort.

Als sie schon auf dem Rückweg waren (Sarah hatte eine riesige Trollstoffpuppe im Arm und lutschte an einer Zuckerstange, die nach jedem Lecken die Farbe veränderte), fiel Draco ein besonderer Stand auf.

Die ganze Hütte war ein riesiger Menschenkopf aus Pappe, dessen Mund geöffnet war. Dort befand sich der Verkaufsbereich und auf den Zähnen lagen die Auslagen. Der Kopf war der eines jungen Mannes mit roten Harren und einer Melone auf dem Haupt, auf der zu lesen war: „Weasleys International: Zauberspaß aus England."

Davor stand eine Horde von Kindern, die sich gegenseitig zu Seite zu schupsten versuchten und mit verschiedenen Waren herumhantierten.

Draco trat näher. Im Verkaufsraum stand George Weasley. Er war gerade damit beschäftigt, den Kindern vorzuführen, wie die Ballonkopfpillen funktionierten. Sein Kopf war dabei, sich langsam aufzublasen und immer dicker und dicker zu werden, bis der ganze Ausstellungsbereich mit seiner riesigen, roten Rübe gefüllt war und die hin und her wabbelte, wenn die Kinder sie anfassten.

Dann piekste er sich mit einer Nadel ins Ohr. Die Luft wich augenblicklich hinaus und ließ den Kopf schrumpfen. Dabei gab es ein irritierendes Furzgeräusch, das die Kinder schier ausflippen ließ vor Freude.

„Kauft die neuen sensationellen Ballonpillen. Damit einem der Kopf leichter wird nach all dem Pauken", sagte er fröhlich und verteilte einige Pillen gratis.

Dann blickte er auf und sah Draco. Sein Lächeln verschwand augenblicklich und machte einer ernsten, unlesbaren Miene Platz. Mit einem unangenehmen Gefühl im Magen ging Draco auf George zu.

„George Weasley, du verkaufst auch in Deutschland?" fragte er und versuchte, natürlich zu klingen.

Sein Gegenüber musterte ihn schweigend und mit kaltem Blick. Lag da Hass in den Augen, fragte sich Draco. Er hatte bis auf Ginny seit seiner Entlassung keinen der Weasleys gesehen und er fragte sich, ob sie ihn für den Tod von Fred Weasley mitverantwortlich machten. Die Erkenntnis war Draco erst nach einer ganzen Weile im Gefängnis gekommen. Er war, weil er auf der falschen Seite gekämpft hatte, auch mitverantwortlich für all diese sinnlosen Morde. Er trug die Schuld an Freds Tod mit und das würde er niemals wiedergutmachen können. Lange hatte er überlegt, ob er damit wirklich leben konnte, und sogar hin und wieder in seiner Zelle mit Selbstmordgedanken gespielt. Natürlich hatte er Fred und die anderen nicht getötet, aber er hatte es auch nicht verhindert und er hatte vor allem den Tod Dumbledores erst möglich gemacht. Man hatte ihm später gesagt, dass Dumbledores so oder so gestorben wäre, aber das änderte nichts an dem, was Draco getan und unterlassen hatte. Letztlich hatte er sich entschieden nicht zu sterben, sondern den schweren Weg zu gehen. Damit zu leben und es dieses Mal besser zu machen.

„Hör mal …", begann er, aber George unterbrach ihn sofort.

„Deine reizende Freundin will doch bestimmt den neuen Schönheitstrank ausprobieren. Nicht dass sie es nötig hätte." Mit einer eleganten Handbewegung zauberte er ein Fläschchen mit einer glitzernden, rosa Flüssigkeit hervor. In der anderen Hand hielt er eine Rose und reichte sie Sarah.

„Oh", machte die und nahm die Rose entgegen. Irgendwie war ein Teil ihres Zynismus' am Eingang des Jahrmarktes verpufft. Sie wirkte wie ein Kind, das gerade das Schlaraffenland betreten hatte, und irgendwie war es ja auch so.

„Hör mal, George, ich weiß, dass…", versuchte es Draco noch mal, er wollte das einfach loswerden, doch George ließ ihn wieder nicht ausreden.

„Ich hege keinen Groll, Malfoy, aber ich will auch nicht drüber reden. Ich bin nicht zufällig hier. Kommt in die Hütte, am Hinterkopf ist der Eingang."

Dann wandte er sich den Kindern zu und sagte ihnen, dass der Laden nun geschlossen werde. Die enttäuschte Bande bekam noch einige Geschenke, dann zog sie ab und George schloss den Laden.

Draco und Sarah taten wie geheißen, umrundeten den Kopf und traten durch eine kaum sichtbare Tür in einen Lagerraum. So einen vollgestopften, chaotischen Raum hatte Draco seit der Kammer der Wünsche nicht mehr gesehen. Das Innere war magisch vergrößert und bildete eine große Halle, die vollgestellt war mit Kisten, Tüten, und Containern aller Art und Form.

George kam gerade aus der Tür des Verkaufsbereichs, als sie eintraten. „Willkommen in meinem Allerheiligsten. Das ist mein fahrender Laden. Ich verkaufe auf verschiedenen Märken in ganz Europa, um Werbung zu machen. Folgen Sie mir doch in den Ausstellungsraum, meine Liebe. Schauen sie sich um. Wenn Ihnen etwas gefällt, geht es aufs Haus."

Er gab Draco ein Zeichen zu warten und führte Sarah, die viel zu verzaubert war, um zu widersprechen, am Arm durch die Tür, aus der er gekommen war.

Eine sprachlose Sarah Jones, so was konnte auch nur ein Weasley-Zwilling zustande bringen, dachte Draco fasziniert.

Nach einer Weile kam George zurück.

„Kommen wir zur Sache, Malfoy. Kingsley weiß, was los ist. Er weiß, dass du die Vorschriften missachten willst und dass Harry ausgebüxt ist."

„Woher?", fragte Draco verblüfft.

George zuckte nur die Schultern, aber Draco hatte schon einen Verdacht.

„Die Granger, nicht wahr?"

George reagierte gar nicht auf die Frage, sondern fuhr einfach fort.

„Harry hat einen dicken Bonus beim IBA und kann sich sowas eventuell leisten. Du nicht! Kingsley versteht aber deine Motive und gibt dir eine Chance. Wenn du diese Virussache aufklären kannst, schaut er über deinen Ungehorsam hinweg. Wenn du aber scheiterst oder Miss Jones stirbt, Gnade dir Gott."

Ein hartes, kaltes Lächeln zeigte, dass dies George keine schlaflosen Nächte bereiten würde.

„Und was hast du damit zu tun?", fragte Draco.

„Kingsley kann nicht selbst mit dir sprechen, weil niemand im IBA wissen darf, dass er dich unterstützt. Außerdem ist er voll und ganz mit Concador beschäftigt. Ich bin geschäftlich hier und weil ich hin und wieder für ihn arbeite, hat er mich gebeten, dir zu helfen."

„Was machst du für den IBA?"

„Ich versorge die Agenten mit nützlichen Hilfsmitteln." Jetzt kramte er in seinem Mantel und holte einen Beutel hervor.

„Diese Dinge werden dir weiter helfen. Nutze sie weise, wenn du das kannst."

Draco nahm den Beutel entgegen und schaute hinein. Dort fanden sich ein kleines Kästen, zwei Ohrstöpsel und eine Brille.

„Was ist das?", fragte er, das Kästchen herausnehmend. Es war eine silberne Schatztruhe in Miniatur und passte auf eine Handfläche. Ein kleiner Schlüssel steckte darin. Draco machte Anstalten, ihn herumzudrehen.

„Nicht!", rief George streng. „Öffne es nur in der Not und mit Not meine ich, dass ihr flüchten müsst und es keine andere Lösung gibt."

„Was ist das?", fragte Draco misstrauisch.

„Ich nenne es das Büchschen der Pandora, ein Prototyp, du darfst dich geehrt fühlen. Es ist allerdings ein wenig trickreich. Man weiß nie ganz, was geschehen wird, wenn man die Truhe öffnet, also wähle den Moment weise.

Draco rollte mit den Augen. Wie konnte man einen Moment weise wählen, wenn man nicht wusste, was passieren würde?

„Und die anderen Sachen?"

„Mit den Ohrstöpseln kannst du Gespräche belauschen und die Brille ermöglicht es dir, durch Wände zu sehen. Das Übliche also."

Draco lächelte und steckte den Sack behutsam in seinen Mantel.

„Ich danke dir, George."

„Nichts zu danken, ich tue nur meine Pflicht. Vermassle den Auftrag nicht!" Mit einem letzten, kalten Blick drehte er sich um und ging in den Laden.

„Miss Jones, meine Schöne, haben Sie etwas gefunden, was ihre liebreizenden Augen anregt? Bis auf mich selbst, meine ich natürlich."