Kapitel 10
Sara war seit zwei Tagen wieder in der Schule. Es war Mittwoch morgen und Sara kam gerade aus ihrem Zimmer und ging in die Küche. Dort war ihre Mutter schon am hantieren.
„Morgen Sara." sagte sie ohne auf zu schauen.
„Morgen." antwortete Sara verschlafen und nahm eines der Brote, die ihre Mutter geschmiert hatte.
„Was machst du da, Mum?" fragte Sara mit vollem Mund.
Sam sah zu ihr hoch und sagte: „Habe ich dir keine Manieren beigebracht?"
Sara schluckte den Bissen runter und antwortete. „Doch, hast du. Was machst du da?"
„Das sind Pläne für eins meiner Projekte." Sara nickte nur.
„Mum? Muss ich heute in die Schule?" fragte Sara leise.
„Ja, du musst heute in die Schule."
„Aber, Mum, heute ist doch die Allgemeine Schüler- und Lehrerversammlung, die dauert doch den ganzen Tag und ist einschläfernd."
„Mir egal, was heute ist. Wir hatten eine Abmachung, du gehst in die Schule und dann darfst du denn Rest des Tages wegbleiben."
„Mum, das ist nicht fair, andere aus meiner Klasse dürfen das auch. Selbst Cassy durfte das früher."
„Du bist nicht die anderen und auch nicht Cassandra. Mein letztes Wort." Sagte Sam mit Nachdruck.
„Das ist gemein!" mit diesen Worten, verschwand Sara nach oben.
'Jetzt weiß ich, was Dad mit `Sie ist wie du´, gemeint hat, total dick Köpfig. Ihre Abneigung gegen Vorträge hatte sie von ihrem Vater.'
dachte Sam, dabei grinste sie leicht. Schnell machte sie sich wieder an die Endwürfe, an denen sie arbeitete.
Nach zwanzig Minuten, kam Sara wieder runter.
„Bin weg." sagte sie.
„Moment." rief ihre Mutter ihr hinterher.
Sam kam aus der Küche gerannt.
„Wann kommst du wieder?" wollte sie wissen. „Vermutlich direkt nach der Schule. Ich muss jetzt los Mary wartet. " Sofort war Sara nach Draußen verschwunden.
Dort stieg sie zu ihrer Freundin Mary ins Auto. Zusammen fuhren sie zu der Schule.
„Wie geht's?" fragte Mary.
„Wie soll es mir denn gehen?" sagte Sara leicht gereizt.
„Las deinen Wut nicht an mir aus. Ich hatte dich gewarnt." meinte Mary.
„Ich weiß, Entschuldigung...", antwortete Sara. „Mir geht es Besser."
„Hinterher ist man immer schlauer. Mike war ein Idiot. Ich hätte dir vertrauen sollen", murmelte Sara
„Vergeben und Vergessen", antwortet Mary.
Sie kamen an ihrer Schule an und gingen in ihr Klassenzimmer.
Als es zur Stunde klingelte zählte der Lehrer die Schüler durch und sagte: „Da wir vollzählig sind, können wir gehen"
Die ganze Klasse ging in den großen Versammlungsraum, wo schon die restlichen Schüler versammelt waren.
Da die Aula voll war begann der Rektor mit seinem Vortrag. Sara schaltete schon nach den ersten Sätzen ab, wie fast immer, wenn sie etwas nicht interessierte.
Sie saßen schon seit einer Stunde in der Aula und hörten sich endlose Vorträge an, als die Türen des Versammlungsraumes quietschend geöffnet wurden. In der Tür standen fünf Soldaten. Es wurde ruhig im Raum, denn vier der Soldaten waren in voller Montur und bewaffnet. Drei der Soldaten gingen die Treppe zum Podium hinauf, während die anderen zwei sich neben die Tür stellten.
Sara war sofort wach. 'Bitte nicht meinet wegen, bitte nicht meinet wegen, bitte nicht meinet wegen'
, wiederholt Sara in Gedanken, denn einer der drei Soldaten, die Richtung Podium gingen trug eine Air Force Paradeuniform. Sie sah, wie der Rektor das Mikrofon mit der Hand bedeckte, und mit dem Uniformierten Soldaten sprach.
„...Ja...natürlich...soft...Mutter...verletzt..." bekamen die Schüler über das Mikrofon mit. Bei diesen Worten wich bei manchen Schüler die Farbe aus dem Gesicht, da diese Familienmitglieder bei der Armee hatten, auch bei Sara.
Der Rektor nahm wieder die Hand vom Mikrofon. „Sara Carter, kommen Sie bitte runter." Alle Augen im Umkreis von Sara sahen sie an. Sara stand auf sie zitterte am ganzen Körper. Langsam ging sie runter zu denn Soldaten. „Miss Carter, folgen sie uns bitte." sagte der uniformierte. Sie folgte denn Soldaten hinter die Bühne.
„Was ist mit meiner Mutter?"
