Kapitel 10
All you need is love, love – love is all you need +)
„William Darcy, ich hatte dir doch verboten, das zu tun!" rief Elizabeth in gespielter Empörung doch mit verdächtig glänzenden Augen und sie konnte auch ihr glückliches Lächeln nicht lange verbergen. William grinste verlegen.
„Aber es hat dir doch so gut gefallen", sagte er und trat näher, um ihr dabei zu helfen, die Kette anzulegen. „Ich musste es einfach kaufen." Seine Hände verweilten einen Moment auf ihren nackten Schultern, doch Elizabeth drehte sich um und küsste ihn sanft auf den Mund.
„Vielen Dank", sagte sie leise. „Ich werde es immer in Ehren halten. Es ist wirklich wunderschön. Und so filigran! Hast du gesehen, die Augen des Skorpions sind aus zwei winzig kleinen Türkisen gemacht."
William waren die Augen des Skorpions im Moment offen gestanden vollkommen egal. Elizabeth hatte ihn geküsst, sie stand lächelnd vor ihm, er konnte ihren zarten Geruch nach Vanille wahrnehmen, er brauchte bloß noch die Arme auszustrecken und sie an sich zu ziehen. Er wusste, sie würde ihn nicht abweisen. Elizabeth schaute ihn erwartungsvoll an und spielte geistesabwesend mit dem Anhänger um ihren Hals. Als William gerade die Hand ausstrecken wollte, um ihre Wange zu streicheln, erschien Charles' Kopf in der Tür.
„Kommt ihr nun mit oder wollt ihr das ganze Konzert verpassen?" rief er gutgelaunt und wie immer mit dem untrüglichen Instinkt, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. William seufzte unterdrückt und verdrehte die Augen, was Elizabeth zum Lachen brachte. Sie kniff ihm sanft in die Wange und kletterte hinter Charles aus dem Bus. William folgte den beiden kopfschüttelnd.
Er konnte nicht unbedingt behaupten, sich auf die nächsten zwei oder drei Tage zu freuen, wie lange dieses Spektakel auch immer andauern würde. All diese merkwürdigen Freaks, die sich hier tummelten, die zu einem Großteil nicht zu laufen, sondern zu schweben schienen und ständig am Lächeln waren. Wildfremde Menschen, die ihn spontan umarmten und ihm Frieden wünschten und oftmals seltsam abgerissen aussahen mit ihren langen Zottelhaaren.
Als er an sich herunterblickte, musste er jedoch verschämt grinsen, als er sich in einem orange, lila, grün und gelb gefärbten Batikshirt, löchrigen Jeans und den bloßen Füßen in Jesuslatschen steckend wiederfand – das lange, lockige Haupthaar mit einem Lederband zusammengebunden. Von seinem mehr als stoppeligen Kinn ganz zu schweigen.
War das wirklich William Darcy, seines Zeichens englischer Landadeliger, distinguierter Cambridge-Absolvent, erfolgreicher Unternehmer, einer der reichsten Männer Englands, Connaisseur und Förderer der schönen Künste, vor allem der klassischen Musik, der gerade im Begriff war, sich die nächsten Tage auf einem Hippie-Festival herumzutreiben? Als er draußen Elizabeth stehen sah, die gerade etwas lustiges mit Jane zu bereden schien und in diesem Moment ihr ansteckendes Lachen lachte, war die Antwort auf diese Frage umgehend beantwortet.
Elizabeth zwinkerte ihm zu und griff nach seiner Hand.
„Na, Mr. Stiff-upper-lip, bereit für die große Party?" lachte sie und zog ihn ohne viel Federlesens mit sich in Richtung der großen Bühne, wohin sich bereits eine gewaltige Menschenmasse aufgemacht hatte. Elizabeths Nähe, ihre Anwesenheit, ihre mitreißende Fröhlichkeit und kindliche Aufregung waren William genügend Anreiz, sich von ihr ins Getümmel mitziehen zu lassen. Er hatte so eine vage Ahnung, dass es drei wundervolle, unvergessliche Tage für sie werden würden.
Zuerst verlief alles jedoch ganz anders als wundervoll. Sie hatten das Gelände rund um die Bühne noch nicht richtig erreicht, da hatten sie Jane, Charles und die beiden Engel auch schon in der Menschenmenge verloren. Elizabeth zuckte mit den Schultern.
„Nicht zu ändern, fürchte ich. Ich hoffe, du nimmst mit mir vorlieb!" neckte sie William. Der tat so, als ob er angestrengt überlegen müsste.
„Hm. Ich denke, das ist ok", sagte er schließlich großmütig. „Es dauert ja nicht so lange, oder? Die paar Stunden werde ich dich schon ertragen können." Elizabeth, die Foppereien solcher Art von ihm nicht gerade gewohnt war, starrte ihn mit großen Augen an und kniff ihm dann kräftig in die Seite, als er losprustete.
„William Darcy!" schimpfte sie und zwickte ihn gleich noch einmal. „Seit wann treibst du solche Scherze mit mir!" William grinste und wehrte ihre Hände ab, den Rest ihres Gezeters kurzerhand mit einem Kuss stoppend, der Elizabeth endgültig zum Schweigen brachte.
Als sie wieder ein wenig zu Atem kam, lächelte sie ihn verlegen und mit ein wenig geröteten Wangen an, dann zog sie ihn weiter bis sie einen Platz fanden, an dem sie ihre Decke ausbreiten konnten, die William in weiser Voraussicht mitgebracht hatte.
Von diesem Augenblick an war alles ganz einfach und unkompliziert. Sie ließen sich auf der Decke nieder, die jedoch nicht allzu lange ihnen alleine gehörte, aber da Elizabeth sich kurzerhand zwischen Williams Beine setzte und sich dann behaglich an seiner Brust anlehnte, störten ihn die anderen „Deckenbesetzer" nicht im geringsten. Er legte seine Arme um Elizabeths Bauch, knapp unterhalb ihrer Brüste, hielt sie einfach nur fest, während sie sich an ihn kuschelte und behaglich wie ein Kätzchen schnurrte. William war selig.
Viele der Festivalbesucher vertrieben sich die Wartezeit auf diese Art und Weise. Entweder miteinander kuschelnd, einige teilten sich Joints diversen Inhalts, andere hatten sich einfach lang ausgestreckt und schliefen.
Kurz nach siebzehn Uhr begann endlich das Konzert und es kam etwas Leben ins Publikum. Die Musik war nicht unbedingt nach Williams Geschmack, aber es störte ihn nicht weiter. Elizabeth lag in seinen Armen, mehr brauchte er nicht, um glücklich zu sein. Und so wie es aussah, ging es ihr nicht anders.
Als der nächste Sänger die Bühne betrat und das Publikum anfangs nicht so recht fesseln konnte, drehte sich Elizabeth um und legte William die Arme um den Hals. Er lächelte überrascht, doch dann zog er sie an sich und hielt sie fest. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er sie in diesem Moment umgehend zum Bus zurückgeschleppt und um den Verstand geliebt.
Aber das war natürlich keine Option und William begnügte sich damit, Elizabeth im Arm zu halten und zu küssen und ab und zu der Musik verschiedener Interpreten zu lauschen. Irgendwann wurde ihm ein Joint in die Hand gedrückt. Er starrte das brennende Ding einen Augenblick verwundert an und Elizabeth lachte.
„Nimm einen Zug!" forderte sie ihn auf, doch William schüttelte entschieden den Kopf. Elizabeth grinste, nahm ihm den Joint aus der Hand und zeigte ihm, wie man daran zog. Genüsslich atmete sie aus und hielt ihm das Teil wieder hin, William ergriff es zögernd und nahm einen kleinen Zug. Ein weiterer Zug ließ ihn mutiger werden. Er zog Elizabeth hoch, nahm sie in die Arme und gemeinsam bewegten sie sich langsam zum Rhythmus der Musik, doch schon bald fanden seine Hände ihren Weg unter ihre weiße Bluse und streichelten sanft ihren Rücken. Und immer wieder suchten und fanden sich ihre Lippen. Ein Gefühl der Ruhe und des Friedens machte sich in William breit. Das Leben war schön.
Gegen Abend setzte ein sanfter Regen ein, doch keiner der Zuschauer schien sich daran ernstlich zu stören. William und Elizabeth hatten sich kurzerhand ihre Decke über die Köpfe gezogen und lauschten der Musik eng aneinandergekuschelt. Beide waren mittlerweile doch ziemlich berauscht, von den Joints, die großzügig verteilt wurden, von der Musik, von ihrem Beisammensein. Als ein indischer Sitar-Spieler auftrat, überkamen William die wildesten Phantasien.
„Liz?"
"Hm?"
"Aus dieser komischen Gitarre kriechen silberne Würmer raus und verschwinden in der Luft."
„Das heißt Sitar."
„Sehen aber wie Würmer aus."
"Diese Gitarre. Die heißt Sitar."
„Oh."
Pause.
„Liz?"
„Hm?"
„Ich… ich glaube, die Würmer paaren sich."
„Tatsächlich. Die machen Kasa… Kamsa… wie heißt das noch gleich… Kamasitar. Oder so ähnlich."
„Heißt die Gitarre deshalb so komisch? Weil da silberne Würmer rauskriechen die sich paaren?"
„Ich glaube schon. Sind ja auch indische Würmer. Würmer der Liebe. Kamasitarwürmer."
„Silberfarben. Sie sind silberfarben. Wie deine Augen."
„Ich habe silberfarbene Augen?"
William schaute sie mit einiger Anstrengung und gerunzelter Stirn an.
„Nein. Die sind jetzt türkis, wie von dem Skorpion. Skorpionaugen."
Elizabeth schüttelte lachend den Kopf, schloss ihre „Skorpionaugen" und wiegte sich im Rhythmus der fremdartigen Klänge, während William das Bedürfnis überkam, die obersten Knöpfe ihrer Bluse zu öffnen und dann ohne Scheu ihren nackten Busen zu betrachten. Ihm gefiel, was er sah. Und er wollte mehr.
Elizabeth fuhr wohlig zusammen, als sie seine Zunge plötzlich an einer ihrer harten Knospen spürte, während seine warmen Hände ihre Brüste umfassten und sanft kneteten. Sie bog den Kopf nach hinten und gab sich ganz Williams Zärtlichkeiten hin, jede Berührung vollkommen ungehemmt genießend.
„Du schmeckst nach… nach Regen", murmelte er und nahm die andere Brustwarze in den Mund. Elizabeth kicherte.
„Das liegt wahrscheinlich daran, dass es regnet, William." William schaute nach oben und verzog das Gesicht. In der Tat war der Regen mittlerweile so stark geworden, dass Ravi Shankar, der Sitar-Spieler, seinen Auftritt sogar abbrechen musste. William zuckte gleichgültig mit den Schultern und widmete sich wieder ganz Elizabeths Brüsten, die abwechselnd nach Regen, Honig und – wenn er sich genügend konzentrierte – auch ein wenig nach Sternenstaub schmeckten. Das bisschen Wasser konnte doch einen hartgesottenen Engländer nicht erschüttern, nicht wahr!
Immer wieder wurden Joints weitergereicht und William war bald davon überzeugt, dass er irgendwo im Paradies angekommen war. Jede Berührung, jeder Sinneseindruck wurde in seinem benebelten Gehirn tausendfach verstärkt und die Mischung aus Musik, Drogen und Elizabeths Nähe (und vor allem ihr Körper) ließen ihn regelrecht schweben. Er genoss das Hier und Jetzt mit allen Sinnen und nichts auf der Welt war im Augenblick wichtiger.
Bis er die Stimme wiederhörte. Diese unglaublich klare, eindrucksvolle Stimme, die er damals bei Charlotte zum ersten Mal gehört hatte. Wieder war er sofort davon bezaubert. Und heute sah er zum ersten Mal die Frau, die dieser Stimme ein Gesicht gab. Er erstarrte. Im ersten Augenblick dachte er schon, Elizabeth hätte sich auf die Bühne geschlichen, doch diese stand weiterhin vor ihm, kuschelte sich an seine Brust und da er immer noch seine Arme um ihren Bauch gelegt hatte, konnte sie zwischenzeitlich wohl auch nicht verschwunden sein.
Er schaute genauer hin. Nein, die junge Frau auf der Bühne war zwar auch dunkelhaarig und sehr hübsch, aber sie hatte einen eher mexikanischen Touch und ihre Gesichtszüge waren nicht ganz so feingemeißelt wie Elizabeths. Und Elizabeth war auch nicht so schwanger wie die Sängerin und deren Haare waren viel kürzer als Elizabeths. Aber ihre Stimme brachte die Engel im Himmel zum Weinen.
Schweigend löste William Elizabeths rotes Haarband und sah zu, wie ihre dunklen Locken über den Rücken herabfielen, schweigend vergrub er sein Gesicht darin und atmete ihren frischen Geruch tief ein. Elizabeth drehte sich zu ihm um, schenkte ihm ein Lächeln, das ihm direkt in den Magen fuhr und befreite seine mittlerweile schulterlangen Haare ebenfalls aus ihrem Gefängnis. Ohne ein Wort zu sagen, nahmen sie sich in die Arme und bewegten sich engumschlungen ganz langsam zu der einschmeichelnden Musik, die nur aus einer glockenhellen Stimme und leisen Gitarrenklängen bestand.
Gerade als Joan Baez den Abend mit „We shall overcome" beendet hatte, brach das Gewitter los. Viele der Zuschauer waren viel zu stoned, um sich daran zu stören; auch die Tatsache, dass innerhalb kürzester Zeit gewaltige Regenmassen auf das Land niedergingen, machte den wenigsten etwas aus. Auch William und Elizabeth ignorierten das Unwetter, ebenso wie die Leute um sie herum. Sie waren ganz alleine auf der Welt.
Der Regen hatte Elizabeths Bluse so sehr durchweicht, dass sie wie eine zweite Haut an ihr klebte – ein Anblick, der William außerordentlich erregte. Er selbst hatte schon vor einiger Zeit wegen der drückenden Hitze sein grellbuntes Hemd ausgezogen und trug nur noch seine zerrissene Jeans. Auch seine Jesuslatschen waren ihm irgendwann abhanden gekommen und da die Wiese sich durch den üppigen Regen mittlerweile in ein Schlammfeld verwandelt hatte, standen die beiden nun bis zu den Knöcheln barfuß im Matsch.
Es störte sie nicht im geringsten, ja sie bekamen es gar nicht mit. Sie tanzten, immer noch engumschlungen, langsam nach einer Melodie, die nur sie beide hören konnten und ließen den Regen auf sich herunterprasseln. Elizabeths Haare hingen klatschnass an ihr herunter und sie sah aus wie eine ertrunkene Ratte, doch sie lächelte William mit einem solch strahlenden und gleichzeitig zärtlichen Blick an, dass er sicher war, noch nie eine schönere Frau gesehen zu haben.
„Liz?"
„Hm?"
„Lass uns verschwinden, ok?"
„Ok."
William hob die Decke auf, die auch durch den Regen in Mitleidenschaft gezogen worden war, nahm Elizabeths Hand und führte sie durch die letzten versprengten Zuschauer weg in Richtung des kleinen Sees, wo auch irgendwo ihr Bus stehen musste. Er hatte heute früh beim Durchstreifen des Geländes ein kleines, abgeschiedenes Fleckchen Erde entdeckt, das seltsamerweise offenbar noch von keinem sonst bemerkt worden war. Möglicherweise hatte sich einfach niemand die Mühe gemacht, über die Steine zu klettern, die es vor neugierigen Augen verbargen. Es war perfekt für eine Liebesnacht unter freiem Himmel .
Sie kicherten albern, bis sie die natürliche, aber durch den Regen etwas glitschige Sperre überwunden hatten und William breitete die feuchte Decke auf dem moosigen Untergrund aus. Ein paar Bäume spendeten mit ihrem dichten Blätterdach ein wenig Schutz vor dem jetzt schwächer werdenden Regen. Elizabeth sank sofort auf die Decke nieder und streckte seufzend alle Viere von sich, während William sie liebevoll anschaute.
„Hey, komm zu mir", forderte sie schließlich leise und streckte die Arme nach ihm aus. William gehorchte sofort. Nachdem sie sich eine Weile zärtlich geküsst hatten, richtete er sich auf, strich ihr eine nasse Strähne aus dem Gesicht und begann, langsam mit dem Finger über ihre Konturen zu fahren. Unter dem durchgeweichten Stoff ihrer Bluse zeichneten sich ihre Brüste appetitlich ab und William überkam das Bedürfnis, sie unbekleidet zu sehen und zu berühren, zu schmecken. Elizabeth wehrte sich nicht dagegen, als er die Knöpfe öffnete und begann, an ihren harten Nippeln zu saugen.
William spürte seine Erektion schon bald sehr schmerzhaft in seiner engen Hose und ließ einen kurzen Moment von Elizabeth ab, um sich daraus zu befreien. Sie schaute ihm still dabei zu, doch leckte sie sich mit ihrer Zunge bei seinem Anblick unbewusst über ihre Lippen und eine Hand fuhr abwesend zwischen ihre Beine, ohne dass sie es merkte. William lächelte, als er es sah.
„Magst du dich nicht ausziehen?" sagte er leise und legte seine Hand auf ihre, die immer noch zwischen ihren Beinen ruhte. Elizabeth nickte und nur Sekunden später lag sie nackt neben ihm.
William nahm sich die Zeit, ihren Anblick in Ruhe zu genießen und ließ seine Blicke langsam über ihren – wie er fand – makellosen Körper gleiten. Er lächelte, als er die bunten Schmetterlinge sah, die sich aus ihren Haaren zu lösen schienen und komischerweise alle türkisfarbene Augen hatten. Elizabeth schaute ihn erwartungsvoll an.
„Willst du mich nicht berühren?" fragte sie und fuhr mit ihrer rechten Hand langsam über ihren Bauch nach unten, wo sie scheinbar abwesend mit den dunklen Locken zwischen ihren Beinen spielte. Ja, William wollte sie berühren. Und nicht nur das, sondern noch so viel mehr. Er wollte ihr aber auch weiter dabei zuschauen, wie sie sich selbst anfasste; mit sich spielte, es war eine seiner Lieblingsphantasien. Als einer ihrer Finger begann, schamlos über ihre Klitoris zu reiben, keuchte er auf. Dieser sinnliche Anblick war fast zuviel für ihn.
Elizabeth lächelte versonnen und spreizte lasziv ihre Beine, sich dabei immer noch selbst streichelnd.
„William?"
„Hm?"
„Soll ich jetzt vor deinen Augen kommen oder möchtest du mir dabei helfen?"
William kam endlich wieder in die Gegenwart zurück und grinste verlegen.
„Ich glaube, ich möchte dir dabei helfen", murmelte er und kniete sich über sie.
Normalerweise ließ er es beim Liebemachen immer langsam angehen, er liebte es, den Körper seiner Partnerin mit sämtlichen Sinnen zu erkunden, zu streicheln, zu küssen, zu lecken, zu sehen, zu schmecken. Heute war er viel zu berauscht für Vorgeplänkel dieser Art. Alles schrie in ihm, Elizabeth zu nehmen, jetzt und hier. Ihr schien es ebenfalls nicht schnell genug zu gehen, denn noch bevor er einen klaren Gedanken fassen konnte, lag er auf dem Rücken und sie obenauf. Er fragte sich für einen Augenblick benebelt, wie sie das bloß angestellt hatte, doch als Elizabeth anfing, ihn genussvoll und unerträglich langsam zu reiten, gab er sich bloß noch seiner Lust unter ihrer kundigen Führung hin.
William hatte so etwas noch nie erlebt. Ihr Körper war weich, wenn auch durch den Regen etwas kühl, doch als er in sie eindrang, war ihm, als tauche er immer wieder in einen unendlich tiefen Topf ein, der zum Überquellen mit warmem Honig gefüllt war. Er spürte jede Berührung um so viel stärker als sonst, seien es Elizabeths Brüste, die ab und zu seinen Oberkörper streiften, wenn sie sich nach vorne beugte, um ihn zu küssen, seien es ihre Finger, die über seine Brust fuhren. Aber was ihn regelrecht an den Rand des Wahnsinns brachte, war, wenn sich ihre Muskeln eng um seine Männlichkeit zusammenzogen, wann immer er in ihrer süßen Nässe versank. Dieses Gefühl war unbeschreiblich und er wollte, dass es niemals wieder aufhörte.
Nun ja, niemals war ein mächtiger Begriff, aber es dauerte schon eine ganze Weile, bis William Erlösung fand. Elizabeth ritt ihn mit einer Ausdauer, die ihn schier um den Verstand brachte. Seine eigene Lust ließ keinen Augenblick nach, er hatte auch überhaupt kein Verlangen danach, zum Höhepunkt zu kommen, es war einfach nur ein phänomenales Gefühl, Elizabeths weichen Körper auf sich und sich selbst tief in ihr zu spüren.
Als seine Gefährtin sich plötzlich aufrichtete und immer wieder „oh mein Gott!" rief, war es aber auch für William soweit. Mit einem letzten, mächtigen Stoß ergoss er sich in Elizabeths feuchten Schoß, immer und immer wieder, es schien gar nicht mehr aufhören zu wollen. Nach dieser Ekstase ohnegleichen fielen beide schließlich erschöpft in sich zusammen – Elizabeth sank auf Williams Brust, und sie schliefen kurz darauf ein, immer noch miteinander vereint.
+) The Beatles: All you need is love
