Fürchtet Euch sehr! Meine Muse hat zugeschlagen und zwar wie eine Bombe! Muahahahaha...Äh, ich versuch mal den Irrsinnsmodus wieder auszustellen. Also hier ist das neueste Kapitel, hoffentlich Euch gefällts...Also ich mag es...irgendwie sind alle am grinsen...;-)

Vielen Dank für die lieben Reviews!

10. Steam

„Alle da?" fragte Hermione überflüssigerweise. „Gut, dann können wir ja mit Plan B beginnen".

„Und wie soll der Bitteschön aussehen?" fragte Ginny mit hochgezogener Augenbraue.

Fragende Gesichter sahen Hermione an, die leicht genervt zurückfunkelte.

„Vielleicht strengen wir alle mal gemeinsam unser Hirn diesbezüglich an. Ich bin schließlich nicht die einzige die zusammenhängend denken kann" erwiderte sie spitz.

„Mädels, jetzt beruhigt euch mal" versuchte Zabini die Stimmung wieder runter zu bringen, aber genauso gut hätte er sich auch mit der Wand unterhalten können, da wäre vielleicht noch einmal ein Echo zurückgekommen.

Ron ging vorsichtshalber in Deckung. Er kannte seine Schwester und aus irgendeinem Grund (und er dankte Merlin dafür, dass er nicht dieser Grund war) war sie auf 180. Und in der Tat Ginny war sauer. Sauer auf Herm, für die blöde Bemerkung von vorhin, sauer auf Malfoy, weil er sich benahm wie ein kompletter Idiot (aber ein sexy Idiot, wie Missy Elliot nicht müde wurde zu betonen), sauer auf sich selber, weil es sie sauer machte, was er machte, was es nicht hätte tun sollen. An dieser Stelle verwirrte sie sich regelmäßig selber und suchte sich noch andere Gründe, um sauer zu sein.

Um es kurz zu machen, eigentlich hatte Ginny die Nase gestrichen voll. Eine einsame Insel für die nächsten 10 Jahre wäre jetzt genau das Richtige! Sie atmete tief ein und versuchte dann so versöhnlich und nonchalant wie möglich zu klingen: „ Hört mal, ich finde es wirklich lieb von euch, dass ihr euch solche Gedanken macht. Aber hey, wisst ihr was? Ich glaube wir lassen Plan B einfach sein. Ich meine, wenn Malfoy der Meinung ist, er muss sich so bescheuert benehmen, bitte. Im Grunde genommen ist es mir völlig egal. Ich habe eigentlich wirklich besseres zu tun, seid mir nicht böse, aber ich glaube, ich blase das ganze ab, bevor es gänzlich aus dem Ruder läuft".

Und um den Anderen nicht noch Gelegenheit zu geben, irgendetwas zu erwidern, schlüpfte sie an ihrem Bruder vorbei und weg war sie. 3 Leute sahen ihr mit offenem Mund hinterher.

„Nun ja, wahrscheinlich ist es eh besser, wenn sie nicht dabei ist, dann können wir den Plan ja in aller Ruhe ausarbeiten" kam es von der 4. Person, die dabei fast selbstzufrieden grinste.

Ron sah seine beste Freundin verwirrt an: „ Du willst trotzdem an dem Plan schmieden, obwohl sie gesagt hat Malfoy wäre ihr egal? Eine Einstellung, die ich im Übrigen sehr begrüße, da das bedeutet, dass mir nicht der Kopf von meiner Mutter abgerissen wird" fügte er noch hinzu.

Hier meldete sich Goyle zu Wort und stand seiner Liebsten bei: „ Nun, meinen Beobachtungen zufolge, meinen Frauen, wenn sie sagen, dass ihnen jemand total egal ist, meistens das komplette Gegenteil! Allerdings sollten wir mit der Umsetzung des Planes vielleicht ein wenig warten, Schatz!"

„Wieso?" fragte Hermione verdutzt.

„Weil", warf Zabini ein, „Frauen, die der Meinung sind, ein Kerl ist ihnen total egal, immer versuchen, eben jenen Kerl eifersüchtig zu machen. Und ganz ehrlich Kinder? Ich meine, Draco ist mein Freund und so, aber ich würde seine Reaktion schon ganz gerne sehen". Das Lächeln, welches auf Zabinis Gesicht lag, war schon nicht mehr als fies zu bezeichnen. Teuflisch traf es eher.

„Äh, 'tschuldigung, aber warum wollt ihr meine Schwester unbedingt mit Malfoy verkuppeln? Denkt an meinen Kopf!"

Goyle betrachtete Ron einen Moment mitleidig: „Weasley, bei der Liebe müssen auch Opfer gebracht werden. Wenn das dein Kopf ist…" er zuckte mit den Schultern. „ Hör mal, wenn es sich um ein x-beliebiges Pärchen handeln würde, wäre es mir auch völlig schnuppe. Aber wenn du mal ganz ehrlich zu dir selber bist, die beiden passen hervorragend zusammen."

„Findest du?" gab Ron gereizt zurück. Dass sein Kopf anscheinend so wenig wert war wurmte ihn. Zumal sein Liebster eher auf der Seite der, in seinen Augen, Verrückten stand.

„Aber ja", mischte sich Hermion ein. „ Du hast doch nie wirklich im Ernst gedacht, dass Harry und sie ein Traumpaar wären, oder? Und die Sache mit Dean, also bitte. Oder Michael Corner, herrjemine! Draco ist der einzige, der sich nicht von ihrer großen Klappe einschüchtern lässt."

„Was zu beweisen wäre" murmelte Zabini. Laut fügte er hinzu:" Und ich habe Draco noch nie so gesehen, wegen eines Mädchens. Vielleicht wegen seines Rennbesens, oder wenn St. Potti, mal wieder ne bessere Note bekommen hat, aber nie, niemals wegen eines Mädchens. Ich meine, habt ihr in letzter Zeit mal auf seine Frisur geachtet?"

Alle sahen sich und brachen in einstimmiges Gelächter aus. Zabini fuhr fort: „Ich würde wirklich abwarten und sehen, wie und vor allen Dingen, mit wem sie ihn eifersüchtig machen wird."

„Vielleicht meinte sie ja, was sie gesagt hat" hoffte Ron.

3 mitleidige Augenpaare waren auf ihn gerichtet und es erscholl ein vielstimmiges: „Nee!"

„Gut, damit wir das jetzt hinter uns haben, wir warten noch ein paar Tage ab. Geben den beiden sozusagen eine Gnadenfrist, ihr Dilemma selber auf die Reihe zu bekommen. Klappt das nicht, tritt Plan B in Kraft" an Teuflischkeit stand Hermiones Grinsen, dem von Zabini keine Spur nach!

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Harry Potter saß in der großen Halle beim Frühstück und fühlte sich mehr als unwohl. Ihm entgingen nicht die komischen Blicke, die quer durch die Halle geworfen wurden. Merkwürdiges Getuschel dran an sein Ohr und von Ginny perlte ein eindeutiges falsches Lachen hervor. Mittlerweile hatte er das Gefühl auf einem Fass mit Schwarzpulver zu sitzen, dessen Lunte schon brannte. Er wusste aber beim besten Willen nicht, wie er diese löschen sollte.

Plötzlich spürte er eine Hand auf seinem Bein und wäre fast vor Schreck in die Luft gesprungen. Colin Creevey grinste ihn an: "Na Süßer, so schreckhaft heute?" Dann griff er seelenruhig nach einer Scheibe Toast.

Harry war sprachlos. Er wusste ums verrecken nicht, was er darauf sagen sollte und als Colin ihm sein Toast unter die Nase hielt, damit er abbeißen konnte, tat er dies völlig verwirrt.

"Guter Junge" lobte Colin, " wir wollen doch ein bisschen Fleisch auf deine Rippen bekommen und in letzter Zeit isst du zu wenig. Hast du Sorgen? Willst du darüber reden?"

Um Zeit zu gewinnen kaute Harry langsam an dem Stück in seinem Mund. Wollte er über seine Sorgen reden? Mit Creevey? Lag dessen Hand etwa immer noch auf seinem Bein und zog sein Daumen etwa hypnotische Kreise? "Äh Colin, was macht deine Hand auf meinem Bein?" fragte er schließlich.

Colin grinste immer noch:" Gefällt es dir nicht?"

Harrys Mund klappte auf und zu und seiner größten Überraschung und zugleich auch Scham sprudelte es aus ihm heraus: "Doch, total..." Entsetzt sah er sich um. Hatte das irgendwer mitbekommen? Aber es schien, als wären alle anderen mit Dingen beschäftigt, von denen er nicht wusste, ob er sie wissen wollte. " Mir wird das alles zuviel, ich glaub ich habe wirklich nicht mehr alle Murmeln im Beutel" murmelte er, sprang auf und lief aus der Halle. Zurück blieb ein extrem zufrieden grinsender Colin Creevey.

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Ein paar Stunden später stand Draco Malfoy im Schatten einer Säule in der Eingangshalle und beobachtete die Szene die sich etwas entfernt von seinem Posten abspielte. Was er sah gefiel ihm nicht. Gefiel ihm ganz und gar nicht. Nein, überhaupt nicht. Ja ja, nölte die Stimme in seinem Kopf und was willst du dagegen tun, wenn es dir so ganz und gar nicht gefällt? Klappe, zischte Draco und beobachtete weiter.

Etwas entfernt stand Ginny Weasley und sprach mit Crabbe. Draco konnte es nicht fassen. Sie sprach mit Crabbe. Vincent Crabbe! Oh Mann, mischte sich seine innere Stimme wieder ein, könntest du bitte diese permanenten Wiederholungen lassen? Die gehen mir echt auf den Sack! Draco ignorierte diesen Kommentar geflissentlich. Er wünschte er könnte hören, was die beiden miteinander sprachen. Nun ja, eigentlich sprach nur Ginny und Crabbe grinste dümmlich. Ginny Weasley hingegen lächelte, klimperte mit den Wimpern und warf zwischendurch ihr offenes Haar nach hinten. Draco hätte sich auf der Stelle übergeben können. Was für ein Getue.

Nichtsdestotrotz spürte er, wie sich eine unbändige Wut in ihm breit machte. Am liebsten hätte er Crabbe zu Boden geworfen und Ginny kräftig durchgeschüttelt. So ein Quatsch, murmelte die allgegenwärtige Stimme, am liebsten würdest du Crabbe die Fresse polieren und das Weasley-Mädchen küssen. Diesen Kommentar konnte Draco nicht so einfach ignorieren, ließ er ihn doch innerlich sehr zusammenzucken. War da etwas Wahres dran? Am besten er zog sich zurück, um in Ruhe darüber nachzudenken. Das konnte er jedenfalls nicht, solange er die beiden bei ihrer Balz beobachtete. Er schüttelte sich und schlich dann Richtung Kerker davon.

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Ginny Weasley war frustriert. Klar sie hatte den anderen erzählt, Malfoy wäre ihr egal. So ganz stimmte das nicht, aber sie hatte auch keine Lust mehr sich von allen erzählen zu lassen, wie sie es am besten anstellen sollte. Also hatte sie sich gedacht, am besten wäre es ihn eifersüchtig zu machen. So etwas funktionierte immer. Vorausgesetzt dem Jungen lag etwas an ihr. Genau, funkte Missy Elliot dazwischen, es geht doch nichts über eine gut geplante Eifersuchtsaktion. Nur hättest du dir dafür nicht jemanden suchen können, der ein klein wenig attraktiver ist?

Ginny seufzte. Missy hatte Recht, Crabbe war nicht gerade eine Augenweide. Von seinem IQ wollen wir gar nicht reden, Babe. Der ist nämlich nicht vorhanden! Ginny seufzte ein zweites Mal. Auch hier hatte Missy mit ihrem Genöle Recht, aber irgendwie war ihr kein Anderer eingefallen. Worauf man wirklich auf deinen Geisteszustand schließen kann, Babe! Ach halt den Mund, grummelte Ginny.

Sie war sich nur nicht sicher, ob Draco drauf anspringen würde. Heute Nachmittag hatte es nicht danach ausgesehen. Sie hatte aus dem Augenwinkel sein Lauern bemerkt, hatte auch gesehen, wie sich sein Gesicht verfinstert hatte, aber anstatt Crabbe in der Luft zu zerreißen, war er einfach abgehauen. Sollte sie es noch einmal versuchen? Vielleicht musste sie noch schwerere Geschütze auffahren?

Hätte ich mich nicht einfach in Neville Longbottom verlieben können, verdammt noch mal? Das wäre so schön einfach gewesen. Und zum Gähnen langweilig kommentierte Missy. Ginny zuckte mit den Schultern. Auch wieder wahr.

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„Sie hat WAS?"

„Ron schrei nicht so, es muss ja nicht gleich die ganze Schule mitkriegen" zischte Hermione. Sie befanden sich in einem der vielen Gänge, wo es zu den Klassenzimmern abging.

„Bist du dir sicher, dass es Crabbe war?" kam es hektisch zurück.

„Ja! Wieviele große, dumme Kerle haben wir in unserem Jahrgang?"

„Schon gut. Ich hatte 2 Sekunden die dumme Hoffnung, du könntest dich geirrt haben. Jetzt reißt mir meine Mutter nicht nur den Kopf ab, jetzt wird sie mich vierteilen!"

„Keine Sorge, das werden wir zu verhindern wissen. Wir müssen sie ja nur noch mit Draco zusammen kriegen, dann geht es wieder nur um deinen Kopf, Weasley" tröstete Zabini. „Ich hätte deiner Schwester allerdings eigentlich mehr Verstand und Geschmack zugetraut, aber na ja".

„Scheint aber trotzdem zu funktionieren, Dracos Gesichtsausdruck nach zu urteilen" gab jetzt auch Greg seinen Senf dazu.

„Ja, aber der Trottel läuft lieber davon, als endlich zu handeln" erwiderte Zabini.

„Gebt ihm noch ein bisschen Zeit" riet Hermione. „ So wie ich Ginny kenne, wird sie noch einen Versuch machen, mal sehen wie er dann reagiert."

„Hoffentlich richtig, ich bin dieser Intrigen langsam müde" maulte Zabini. „Man kommt ja kaum dazu, sich um sein eigenes Liebesleben zu kümmern". Sprach's, schnappte sich Ron und verschwand in einem der vielen Klassenzimmer.

Hermione schüttelte nachsichtig den Kopf und sah ihren Freund an: „Irgendwie hat er ja Recht, wir waren auch schon lange nicht mehr allein, oder?"

Greg grinste: „ Das können wir ja ändern!" Und zog sie schnurstracks zum nächsten Zimmer.

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