A/N: Tut mir sooooo Leid, Leute, dass ich erst jetzt wieder uploade! Nein, ich hab euch nicht vergessen. Ich war nur... ich weiß nicht, was ich war. Belassen wir's dabei, dass ich's nicht zu erklären brauche und ihr dafür gleich 2 Chappis kriegt? Gut! -g-


Freundschaften

Grissom fasste sich geistesabwesend an die Wange, und rieb sich die spannende Haut.

Eins muss man ihr lassen, stark ist sie ja…

„Hey, na das war ja wohl ein voller Erfolg."

Grissom schnellte in die Richtung aus der die Stimme gekommen war.

Catherine.

Sie musterte ihn von oben bis unten.

Er musste aussehen wie ein Volltrottel, wie er da stand, eine Hand im Gesicht und vollkommen von den schnell aufeinandervorlegenden Geschehnissen überrannt.

„Denkst du, das habe ich selber nicht bemerkt?", fuhr er sie an.

„Jetzt lass es nicht an mir aus."

Er ließ sich auf Sofa fallen und sah Catherine zu, wie sie einen Kaffee einschenkte und ihm dann die Tasse reichte.

Nachdem sie sich selbst auch einen eingeschenkt hatte, setze sie sich neben ihn uns drehte seinen Kopf am Kinn in ihre Richtung.

„Hat wehgetan, was?"

Er musste kurz grinsen.

„Hat es sich wenigstens gelohnt?"

Das Grinsen wurde breiter.

„Es war vermutlich nicht die beste Art, aber immerhin hast du mal irgendetwas bezüglich der Sache mit euch getan."

„Der Sache?"

„Entschuldige bitte, aber ich weiß einfach nicht wie ich das sonst nennen soll, was da zwischen euch abgeht."

„Bei uns geht nichts in irgendeiner Weise ab.", wiederholte er Catherines Ausdrucksweiße.

„Und das ist dir auch nicht wichtig.", sagte Catherine sarkastisch.

„Natürlich ist sie mir wichtig! Ich meine… schließlich arbeiten wir zusammen."

„Wenn du nicht verdammt gut aufpasst, hast du da gleich zwei rote Abdrücke im Gesicht."

Grissom sah sie unschuldig an.

„Jetzt hör mir doch mal mit der Tour auf! Ich weiß es, das ganze Labor weiß es, nur du scheinst es nicht wahrhaben zu wollen... Du liebst sie!"

„Woher willst du bitteschön wissen, was ich fühle?"

„Sagen wir einfach, ich kenne dich. Du bist ja normalerweise schon kompliziert genug, aber wenn es dann auch noch um sie geht, versteh selbst ich dich nicht mehr!"

„Lass das bitte meine Sache sein."

Er stand auf, stellte den Kaffee auf den Tisch und verschwand in seinem Büro.


Sara war auf den Parkplatz gegangen, um etwas frische Luft zu bekommen.

Die kühle Nachtluft von Vegas tat ihrer Wut über sein Verhalten keinen Abbruch.

Sie schob die Hände in die Hosentaschen und lief eine kleine Runde über den Parkplatz, als ihr auffiel, dass sie den Zettel mit Billys Telefonnummer noch in der Tasche hatte.

Einen kontrollierenden Griff später, hatte sie auch die Bestätigung, dass sie ihr Handy dabei hatte.

Und jetzt schien ihr genau der richtige Augenblick Billy anzurufen.

Er würde sie wieder beruhigen, wie er es schon immer getan hatte.

Nach dem zweiten Klingeln nahm er ab.

„Hey, Süße."

„Woher weißt du, dass ich es bin?"

„Weiß ich nicht. Ich nenne alle meine Anrufer so.", scherzte er.

Sara musste grinsen.

Sie konnte sich gut vorstellen, wie ein Versicherungsvertreter aussehen würde, wenn ihn einer vom anderen Ende des Telefons aus ‚Süße' nennen würde.

„Hast du nachher Zeit? Ich hab bald aus."

„Für dich doch immer. Soll ich dich abholen?"

„Du weißt ja jetzt, wo ich arbeite."

„Also ja?"

„Ja."

„Gut. Dann bis nachher. Ach Kleines, ich freu mich schon."

Bevor Sara etwas erwidern konnte, hatte er schon aufgelegt.

Kaum zu glauben, aber nur ein paar Worte mit ihm hatten sie wirklich etwas abgelenkt.

Okay, die Tatsache, dass sie ihr Boss, dem sie schon jahrelang verfallen war, mitten im Pausenraum geküsst hatte, blieb zwar, aber in gewisser Weise konnte man das ja auch positiv sehen.

Jetzt musste sie nur noch herausfinden was es daran Positives gab, und noch eine halbe Stunde Grissom aus dem Weg gehen.


Da sie entschieden hatte, dass Grissom wohl am ehesten nicht bei Hodges auftauchen würde, machte sie sich (das erste Mal, ohne einen Grund, der etwas mit der Arbeit zu tun hatte) auf den Weg zu ihm.

Vorsichtig klopfte sie an.

„Ja?"

„Hodges."

„Ja, so heiße ich. Was gibst denn?"

„Ich… uhm…"

Was für eine dumme Idee, hier her zu kommen…

„Ich wollte sie fragen wie weit sie mit der Analyse sind."

„Welche Analyse?"

War ja klar! Ausgerechnet jetzt hat er einmal nichts.

„Sie wissen schon, die Analyse..."

„Nein, ich denke ich weiß nicht."

„Die sie für Greg machen sollten."

Bitte, lass ihn irgendetwas für Greg zum analysieren haben…

„Ach, die Analyse."

Hodges reichte ihr einen DIN A4 Ausdruck.

Ich muss gut im Hellsehen sein…

„Sonst noch was?"

„Oh, uhm... nein... danke."

Kein Wunder hält es niemand mit dem Kerl freiwillig aus…

Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass sie noch eine Viertelstunde hatte.

Also konnte sie Greg ja auch gleich seine Analyse vorbeibringen.


Die Suche allein brauchte schon 10 Minuten.

„Hey, Greggo."

„Hey, du hast ja keine Ahnung, was gerade für absurde Gerüchte die Runde machen."

„Nein, vermutlich nicht. Was für welche denn?"

Bitte nicht, das was ich denke… Bitte nicht…

„Es heißt, du und Grissom hättet euch im Pausenraum geküsst. Da ist doch nichts dran, oder?"

Sara legte ihm das Blatt hin.

„Hier, ich hab was für dich bei Hodges geholt. Ich geh dann. Bis morgen."

Greg schrie ihr hinterher: "Da ist doch nichts dran, oder?"

Sara antwortete ihm nicht mehr.

Ich war noch nie sonderlich gut im lügen…


Sie machte sich auf den Weg zum Aufenthaltsraum und hoffte nur, Grissom nicht mehr zu treffen.