Chapter 10 – Den Bach runter...
Am Ende des Sommers verließ ich Russland. Nach dem Tag an dem ich mit Bella spazieren war, war ich nicht mehr zu den Cullens, Hales und Skadis gefahren. Einmal hatte ich Fabrizio noch gesehen. Er hatte mich angefleht zu bleiben und mir gesagt das er mich liebe aber ich hatte abgelehnt ich war nicht Bella.
In Jacksonville kehrte ich in mein Leben zurück als wäre in Moskau nichts gewesen. Ich, Sarah und Nicolas gingen jeden Abend in eine Bar, trafen uns bei einem von uns oder hingen auf dem Spielplatz rum, Angela lernte einen Mann kennen und mein Kontakt zu ihr riss fast vollständig ab. Ich dachte es wäre perfekt und würde niemals enden. Doch am ersten Januar starb Nicolas.
Wir hatten gedacht uns bliebe noch Zeit aber der viele Alkohol und das viele und schnelle tanzen am Vorabend hatten seinem Körper den Rest gegeben. Ich konnte es nicht glauben und mein Leben veränderte sich augenblicklich.
Aus unseren chilligen Abenden wurde etwas sehr trauriges. Sarah und ich ließen uns jetzt fast jeden Abend in irgendeiner Bar zulaufen und hatten uns nicht viel zusagen. Irgendwann kam Sarah mit einem Joint zu mir. Da kamen wir das erstemal an die Drogen.
Abends hingen wir jetzt in Discos rum, schmissen unser Geld für Haschisch, LSD, Vallium und Christels raus und stürzten immer weiter ab.
Wenn ich High war wanderte ich nicht durch groteske, bunte Welten sondern lebte Bellas Leben. Wenn ich high war, war ich nicht mehr Magdalena die auf Abwege geraten war sondern ich war Bella die ihre Familie hatte, den Mann den sie liebte, ein Kind und nichts von Magdalenas Absturz wusste.
Ich zerstritt mich mit Reneè und Phil als sie von meinen Drogenproblem hörten und sie warfen mich raus. Ich hatte sie schlimmer verletzt als Bella. Aber diese Wahrheit erreichte mich nie vollständig. Es hätte auch nichts geändert.
Ich hatte im letzten Sommer mein Leben nicht aufgeben wollen und das war jetzt daraus geworden. Ich hatte nichts mehr. Mein Leben war nicht langweilig wie vor Nicolas sondern es war komplett kaputt. Nichts war mehr da. Keine Liebe, keine Freundschaft. Ich hatte alles verloren.
