Bandpractise 10
Tai saß in seinem Zimmer und versuchte sich auf seine Hausaufgaben zu konzentrieren, aber seine Gedanken schweiften immer wieder zu einer ganz bestimmten Person ab.
Matt.
Es waren nun schon fast vier Tage vergangen, seitdem er das letzte mal mit ihm geredet hatte.
Izzy und seine anderen Freunde dachten sich nichts weiter dabei, es war ja schließlich keine Seltenheit, das Tai und Matt sich stritten. Allerdings ist auch ihnen aufgefallen, das es diesmal schlimmer war als sonst.
Matt redete fast gar nicht mehr und Tai kehrte ihm nur noch den Rücken.
Aber tief in seinem Innern wußte Tai, das er zu hart mit Matt ins Gericht gegangen war und er wollte doch eigentlich nur, das alles wieder so werden soll, wie es noch vor wenigen Wochen war.
„Tai?", es klopfte an seiner Zimmertür und Kari steckte ihren Kopf durch den kleinen Spalt, den sie geöffnet hatte.
„Ja"
„Warum bist du denn immer noch hier?", fragte seine kleine Schwester.
Tai verstand nicht, worauf sie hinaus wollte und sah sie fragend an.
Kari schlug sich mit den flachen Hand gegen die Stirn: „Tai! Geh zu Matt und entschuldige dich! Ich kann's nicht mehr sehn!"
„Was? Was kannst du nicht mehr sehn?", fragte Tai zurück, doch er konnte sich schon denken, was Kari meinte. In den letzten Tagen hatte er das Haus fast nicht verlassen, es sei denn, er mußte zur Schule, oder zum Fußball.
„Na das hier!", das Mädchen deutete mit der Hand durch das Zimmer, „Du verkriechst dich in deinem Zimmer und kommst fast nicht mehr raus! Dann erfahre ich heute auch noch von Mimi, das du kein Wort mehr mit Matt redest! Das bist nicht du Tai! Ich dachte, das Matt dein bester Freund ist."
`Wenn du nur wüstes..`, dachte Tai.
Tai wußte, das Kari recht hatte. Schon gestern wollte er Matt anrufen und sich entschuldigen, aber immer dann, wenn er die Nummer schon fast gewählt hatte, verließ ihn plötzlich der Mut und der hängte den Hörer ein.
Kari stand noch immer im Zimmer und starrte Tai an. Dieser rührte sich allerdings keinen Millimeter und nach einiger Zeit verlor das sonst so ruhige Mädchen die Geduld.
„Schön!", schrie sie. „Dann bleib doch hier drin und versauer!"
Als sie sich umdrehte und zur Tue ging fügte sie noch hinzu: „Ein schöner Freund bist du!"
Über Karis Worte dachte Tai noch lange nach, seine Hausaufgaben hatte er schon wieder vergessen.
Lange hallten Karis Worte noch durch seine Gedanken: Ein schöner Freund bist du...
Wenn Tai wirklich ein Freund, oder auch mehr, sein wollte, dann mußte er den ersten schritt machen und bei Matt um Verzeihung bitten. Das war nur fair und gerecht, da auch er schließlich mit dem ganzen Streit begonnen hatte.
Außerdem plagten ihn die Schuldgefühle, die er wegen dieser Sache mit sich rumschleppte, ungeheuerlich.
Als Tai auf der Couch saß und in den Fernseher starrte, überlegter er, was er tun könnte, um alles wieder gut zu machen.
Kari saß auch im selben Zimmer und beobachtete Tai genau. Sie wußte, was er dachte, schließlich war er ihr Bruder und sie hatte alle Jahre ihres Lebens mit ihm verbracht. Da fängt man an, den anderen zu verstehen.
„Geh dich einfach bei ihm entschuldigen", sagte sie.
Tai schaute verwirrt hoch und lächelte sie dann an. „Ja... ja, du hast recht..."
Langsam stand er auf und wollte zum Telefon gehen.
„Geh zu ihm. Ich glaube, das Matt das mehr zu schätzen weiß, wenn du zu ihm gehst", rief Kari ihm durch das Wohnzimmer zu.
Tai sah hinab auf den Hörer, den er schon in der Hand hielt. Er legte wieder auf.
Dann hob er ihn jedoch wieder hoch und wählte die Nummer. Es war nur ein Kontroll Anruf, ob Matt zu Hause war.
Tai lies es klingeln und wartete, als am anderen Ende jemand abnahm, legte er schnell wieder auf.
Kari hatte alles mit verwirrtem Gesichtsausdruck beobachtet. Sie brauchte ihre Frage gar nicht erst stellen, Tai wußte schon was sie fragen würde und antwortet: „Nur ne kleine Kontrolle. Um zu wissen, ob er überhaupt da ist."
„Ah, verstehe", nickte Kari ihm zu.
Nach fünf Minuten war er fertig und öffnete die Tür.
Kari erschien hinter ihm und wünschte ihm noch viel Glück, dann ging Tai hinaus, er war schon dämmrig geworden und vor Einbruch der Dunkelheit würde er wohl auch nicht bei Matt sein.
Er legte also schnellen Schrittes den Weg nach Matts Apartment zurück.
Auf dem Parkplatz sah er sich um, er konnte Mr Ishidas Wagen nirgends entdecken und schlußfolgerte daraus, das besagter Mann arbeiten gefahren war. Mal wieder.
Aber dieser Umstand kam Tai zugute, da er so mit Matt alleine reden könnte.
Er stieg also die stufen in den fünften Stock hinauf, der Aufzug funktionierte schon eine ganze weile nicht mehr.
Tai machte die zusätzliche Bewegung nichts aus, auf dem Weg nach oben konnte er noch einmal darüber nachdenken, was er Matt nun sagen wollte.
Vor der Tür angekommen betätigte er die Klingel und wartete.
Matt saß im inneren der Wohnung, als plötzlich jemand an der Tür schellte.
Er fuhr zusammen und erstarrte fast vor Scheck.
Sollte er die Tür öffnen oder nicht?
Die Chancen standen sehr hoch, das es wieder Sean, Dean und Kev sein würden, da sie ihn seit schon fast vier ganzen Tagen in Ruhe gelassen hatten. Aber andererseits konnte das auch nur ein Vertreter, der Postbote oder sonst irgendwer sein.
Matt blieb still auf der Couch sitzen und hielt den Atem an. Er würde auf gar keinem Fall zu dieser Tür gehen uns sie öffnen, wer weiß, wer nun wirklich dahinter steht.
Also versuchte Matt sich so ruhig wie nötig zu verhalten und so wenig Geräusche wie möglich von sich zu geben.
Es klingelte zu wiederholten male an der Tür.
Tai hob die Hand und klingelte nochmals. Er hatte die Möglichkeit nicht in Betracht gezogen, das Matt vielleicht nicht da sein würde, aber er hatte doch vorhin angerufen.
Warum sollte Matt jetzt noch weggehen sollen? Zur Band?
Nein, diese Möglichkeit konnte Tai streichen, da er wußte, das an diesem Tag einer der wenigen Abende war, an denen Matt eigentlich immer zu Hause war.
Also versuchte Tai es weiter.
„Matt?", fragte er durch die Tür hindurch.
In der Wohnung schreckte Matt beim klang von Tais Stimme aus seiner Hypnose auf und sah zur Tür.
Er sprang auf und hatte die Klinke schon in der Hand, als ihm einfiel, was Tai zu ihm gesagt hatte.
Warum sollte er sich jetzt auf einmal um ihn kümmern?
Außerdem würde Tai viel zu viele Fragen stellen, auf die Matt nicht antworten würde und das würde dann zu nur noch mehr Streitereien führen.
Matt ließ seine Hand von der Klinke sinken und starrte die Tür an, er hoffte, das Tai bald aufgeben würde und wieder nach Hause gehen würde.
Lange würde Matt das nicht mehr aushalten, die Gewißheit, das Tai vor seiner Tür stand und nur auf ihn wartete..
„Matt?!", rief Tai weiter. „Ich weiß, das du da bist, also mach die Tür auf!"
Es war nicht gerade die höfliche Art und Weise, wie Tai an die Sache rann ging, das wußte er selber nur zu genüge, aber er wollte in diese Wohnung und mit Matt reden.
Fast eine halbe stunde versuchte es Tai noch, dann gab er schließlich doch auf und machte sich niedergeschlagen auf den Heimweg.
Matt stand immer noch vor der Tür und starrte diese an.
Tai war wieder weg und er war nun wieder allein...
Am nächsten Tag wartete Tai nach der Schule auf Matt an ihrem gewohnten Treffpunkt.
Wohl oder Übel mußte Matt dort vorbei gehen, wenn er nach Hause wollte.
Den ganzen Tag über war Matt seinen Freunden aus dem Weg gegangen und hatte fast kein Wort gesprochen.
Tais Gedanken drifteten zu der Szene ab, die sich Gestern vor Matts Tür abgespielt hatte, er wußte, das Matt da war, der er das Licht unter der Tür durchscheinen sehen hatte. Also blieben seine Gedanken immer wieder an der Frage heften, warum Matt nicht aufgemacht hatte.
Durch das Geräusch von Schritten auf dem Gehweg wurde er aus seinen Gedanken gerissen und sah auf.
Matt ging ohne ein Wort zu sagen an ihm vorbei und schien ihn überhaupt nicht zu beachten.
Tai sah einen Moment verwundert zu Matt hinüber und holte dann zu ihm auf.
Er setzte sein freundlichstes Lächeln auf und sah Matt an.
„Hey, Yama", sagte Tai mit gespielter Freundlichkeit, da er eigentlich total traurig war.
„Hallo, Tai", kam die Antwort.
`Na ja, wenigstens eine Antwort, kann nur noch besser werden`, dachte Tai.
„Ich wollte mit dir reden", begann er.
„Worüber?", fragte Matt mit kalter Stimme und sah Tai noch immer nicht an.
„Du weißt doch genau worüber", sagte Tai.
„Nein, tu ich nicht", entgegnete Matt.
„Jetzt tu nicht so, es tut mir leid..", sagte Tai und sah sich kurz um, ob irgendwo Leute zu sehen waren, dann flüsterte er, „.. das mit uns."
„Ich weiß nicht, wovon du redest, Taichi"
`Uh oh, wenn Matt so ist, dann ist er richtig sauer`.
So abweisend, das war selbst für Matt nicht normal.
„Gut, warum gehst du uns dann immer aus dem Weg", fragte Tai.
`Ich will euch doch gar nicht aus dem Weg gehen`, dachte Matt verzweifelt.
„Nur so", antwortete er dann doch.
„Ich versteh dich einfach nicht, Matt. Was ist los mit dir?", fragte Tai weiter.
„..."
Tai senkte traurig den Kopf, Matt hatte Tai aus dem Augenwinkel beobachtet und der Anblick, der sich ihm bot, zerbrach ihm das Herz.
„Ich wollte dir eigentlich nur sagen, das ich dich noch immer liebe, und das mir alles, was ich gesagt haben sehr sehr leid tut", sagte Tai und drehte an der kommenden Straßenecke ab.
`Ich dich auch`, wollte Matt rufen, doch dir Worte blieben ihm im Hals stecken. Und er ging einfach weiter, aber diesmal mit Tränen in den Augen.
TBC
Tai saß in seinem Zimmer und versuchte sich auf seine Hausaufgaben zu konzentrieren, aber seine Gedanken schweiften immer wieder zu einer ganz bestimmten Person ab.
Matt.
Es waren nun schon fast vier Tage vergangen, seitdem er das letzte mal mit ihm geredet hatte.
Izzy und seine anderen Freunde dachten sich nichts weiter dabei, es war ja schließlich keine Seltenheit, das Tai und Matt sich stritten. Allerdings ist auch ihnen aufgefallen, das es diesmal schlimmer war als sonst.
Matt redete fast gar nicht mehr und Tai kehrte ihm nur noch den Rücken.
Aber tief in seinem Innern wußte Tai, das er zu hart mit Matt ins Gericht gegangen war und er wollte doch eigentlich nur, das alles wieder so werden soll, wie es noch vor wenigen Wochen war.
„Tai?", es klopfte an seiner Zimmertür und Kari steckte ihren Kopf durch den kleinen Spalt, den sie geöffnet hatte.
„Ja"
„Warum bist du denn immer noch hier?", fragte seine kleine Schwester.
Tai verstand nicht, worauf sie hinaus wollte und sah sie fragend an.
Kari schlug sich mit den flachen Hand gegen die Stirn: „Tai! Geh zu Matt und entschuldige dich! Ich kann's nicht mehr sehn!"
„Was? Was kannst du nicht mehr sehn?", fragte Tai zurück, doch er konnte sich schon denken, was Kari meinte. In den letzten Tagen hatte er das Haus fast nicht verlassen, es sei denn, er mußte zur Schule, oder zum Fußball.
„Na das hier!", das Mädchen deutete mit der Hand durch das Zimmer, „Du verkriechst dich in deinem Zimmer und kommst fast nicht mehr raus! Dann erfahre ich heute auch noch von Mimi, das du kein Wort mehr mit Matt redest! Das bist nicht du Tai! Ich dachte, das Matt dein bester Freund ist."
`Wenn du nur wüstes..`, dachte Tai.
Tai wußte, das Kari recht hatte. Schon gestern wollte er Matt anrufen und sich entschuldigen, aber immer dann, wenn er die Nummer schon fast gewählt hatte, verließ ihn plötzlich der Mut und der hängte den Hörer ein.
Kari stand noch immer im Zimmer und starrte Tai an. Dieser rührte sich allerdings keinen Millimeter und nach einiger Zeit verlor das sonst so ruhige Mädchen die Geduld.
„Schön!", schrie sie. „Dann bleib doch hier drin und versauer!"
Als sie sich umdrehte und zur Tue ging fügte sie noch hinzu: „Ein schöner Freund bist du!"
Über Karis Worte dachte Tai noch lange nach, seine Hausaufgaben hatte er schon wieder vergessen.
Lange hallten Karis Worte noch durch seine Gedanken: Ein schöner Freund bist du...
Wenn Tai wirklich ein Freund, oder auch mehr, sein wollte, dann mußte er den ersten schritt machen und bei Matt um Verzeihung bitten. Das war nur fair und gerecht, da auch er schließlich mit dem ganzen Streit begonnen hatte.
Außerdem plagten ihn die Schuldgefühle, die er wegen dieser Sache mit sich rumschleppte, ungeheuerlich.
Als Tai auf der Couch saß und in den Fernseher starrte, überlegter er, was er tun könnte, um alles wieder gut zu machen.
Kari saß auch im selben Zimmer und beobachtete Tai genau. Sie wußte, was er dachte, schließlich war er ihr Bruder und sie hatte alle Jahre ihres Lebens mit ihm verbracht. Da fängt man an, den anderen zu verstehen.
„Geh dich einfach bei ihm entschuldigen", sagte sie.
Tai schaute verwirrt hoch und lächelte sie dann an. „Ja... ja, du hast recht..."
Langsam stand er auf und wollte zum Telefon gehen.
„Geh zu ihm. Ich glaube, das Matt das mehr zu schätzen weiß, wenn du zu ihm gehst", rief Kari ihm durch das Wohnzimmer zu.
Tai sah hinab auf den Hörer, den er schon in der Hand hielt. Er legte wieder auf.
Dann hob er ihn jedoch wieder hoch und wählte die Nummer. Es war nur ein Kontroll Anruf, ob Matt zu Hause war.
Tai lies es klingeln und wartete, als am anderen Ende jemand abnahm, legte er schnell wieder auf.
Kari hatte alles mit verwirrtem Gesichtsausdruck beobachtet. Sie brauchte ihre Frage gar nicht erst stellen, Tai wußte schon was sie fragen würde und antwortet: „Nur ne kleine Kontrolle. Um zu wissen, ob er überhaupt da ist."
„Ah, verstehe", nickte Kari ihm zu.
Nach fünf Minuten war er fertig und öffnete die Tür.
Kari erschien hinter ihm und wünschte ihm noch viel Glück, dann ging Tai hinaus, er war schon dämmrig geworden und vor Einbruch der Dunkelheit würde er wohl auch nicht bei Matt sein.
Er legte also schnellen Schrittes den Weg nach Matts Apartment zurück.
Auf dem Parkplatz sah er sich um, er konnte Mr Ishidas Wagen nirgends entdecken und schlußfolgerte daraus, das besagter Mann arbeiten gefahren war. Mal wieder.
Aber dieser Umstand kam Tai zugute, da er so mit Matt alleine reden könnte.
Er stieg also die stufen in den fünften Stock hinauf, der Aufzug funktionierte schon eine ganze weile nicht mehr.
Tai machte die zusätzliche Bewegung nichts aus, auf dem Weg nach oben konnte er noch einmal darüber nachdenken, was er Matt nun sagen wollte.
Vor der Tür angekommen betätigte er die Klingel und wartete.
Matt saß im inneren der Wohnung, als plötzlich jemand an der Tür schellte.
Er fuhr zusammen und erstarrte fast vor Scheck.
Sollte er die Tür öffnen oder nicht?
Die Chancen standen sehr hoch, das es wieder Sean, Dean und Kev sein würden, da sie ihn seit schon fast vier ganzen Tagen in Ruhe gelassen hatten. Aber andererseits konnte das auch nur ein Vertreter, der Postbote oder sonst irgendwer sein.
Matt blieb still auf der Couch sitzen und hielt den Atem an. Er würde auf gar keinem Fall zu dieser Tür gehen uns sie öffnen, wer weiß, wer nun wirklich dahinter steht.
Also versuchte Matt sich so ruhig wie nötig zu verhalten und so wenig Geräusche wie möglich von sich zu geben.
Es klingelte zu wiederholten male an der Tür.
Tai hob die Hand und klingelte nochmals. Er hatte die Möglichkeit nicht in Betracht gezogen, das Matt vielleicht nicht da sein würde, aber er hatte doch vorhin angerufen.
Warum sollte Matt jetzt noch weggehen sollen? Zur Band?
Nein, diese Möglichkeit konnte Tai streichen, da er wußte, das an diesem Tag einer der wenigen Abende war, an denen Matt eigentlich immer zu Hause war.
Also versuchte Tai es weiter.
„Matt?", fragte er durch die Tür hindurch.
In der Wohnung schreckte Matt beim klang von Tais Stimme aus seiner Hypnose auf und sah zur Tür.
Er sprang auf und hatte die Klinke schon in der Hand, als ihm einfiel, was Tai zu ihm gesagt hatte.
Warum sollte er sich jetzt auf einmal um ihn kümmern?
Außerdem würde Tai viel zu viele Fragen stellen, auf die Matt nicht antworten würde und das würde dann zu nur noch mehr Streitereien führen.
Matt ließ seine Hand von der Klinke sinken und starrte die Tür an, er hoffte, das Tai bald aufgeben würde und wieder nach Hause gehen würde.
Lange würde Matt das nicht mehr aushalten, die Gewißheit, das Tai vor seiner Tür stand und nur auf ihn wartete..
„Matt?!", rief Tai weiter. „Ich weiß, das du da bist, also mach die Tür auf!"
Es war nicht gerade die höfliche Art und Weise, wie Tai an die Sache rann ging, das wußte er selber nur zu genüge, aber er wollte in diese Wohnung und mit Matt reden.
Fast eine halbe stunde versuchte es Tai noch, dann gab er schließlich doch auf und machte sich niedergeschlagen auf den Heimweg.
Matt stand immer noch vor der Tür und starrte diese an.
Tai war wieder weg und er war nun wieder allein...
Am nächsten Tag wartete Tai nach der Schule auf Matt an ihrem gewohnten Treffpunkt.
Wohl oder Übel mußte Matt dort vorbei gehen, wenn er nach Hause wollte.
Den ganzen Tag über war Matt seinen Freunden aus dem Weg gegangen und hatte fast kein Wort gesprochen.
Tais Gedanken drifteten zu der Szene ab, die sich Gestern vor Matts Tür abgespielt hatte, er wußte, das Matt da war, der er das Licht unter der Tür durchscheinen sehen hatte. Also blieben seine Gedanken immer wieder an der Frage heften, warum Matt nicht aufgemacht hatte.
Durch das Geräusch von Schritten auf dem Gehweg wurde er aus seinen Gedanken gerissen und sah auf.
Matt ging ohne ein Wort zu sagen an ihm vorbei und schien ihn überhaupt nicht zu beachten.
Tai sah einen Moment verwundert zu Matt hinüber und holte dann zu ihm auf.
Er setzte sein freundlichstes Lächeln auf und sah Matt an.
„Hey, Yama", sagte Tai mit gespielter Freundlichkeit, da er eigentlich total traurig war.
„Hallo, Tai", kam die Antwort.
`Na ja, wenigstens eine Antwort, kann nur noch besser werden`, dachte Tai.
„Ich wollte mit dir reden", begann er.
„Worüber?", fragte Matt mit kalter Stimme und sah Tai noch immer nicht an.
„Du weißt doch genau worüber", sagte Tai.
„Nein, tu ich nicht", entgegnete Matt.
„Jetzt tu nicht so, es tut mir leid..", sagte Tai und sah sich kurz um, ob irgendwo Leute zu sehen waren, dann flüsterte er, „.. das mit uns."
„Ich weiß nicht, wovon du redest, Taichi"
`Uh oh, wenn Matt so ist, dann ist er richtig sauer`.
So abweisend, das war selbst für Matt nicht normal.
„Gut, warum gehst du uns dann immer aus dem Weg", fragte Tai.
`Ich will euch doch gar nicht aus dem Weg gehen`, dachte Matt verzweifelt.
„Nur so", antwortete er dann doch.
„Ich versteh dich einfach nicht, Matt. Was ist los mit dir?", fragte Tai weiter.
„..."
Tai senkte traurig den Kopf, Matt hatte Tai aus dem Augenwinkel beobachtet und der Anblick, der sich ihm bot, zerbrach ihm das Herz.
„Ich wollte dir eigentlich nur sagen, das ich dich noch immer liebe, und das mir alles, was ich gesagt haben sehr sehr leid tut", sagte Tai und drehte an der kommenden Straßenecke ab.
`Ich dich auch`, wollte Matt rufen, doch dir Worte blieben ihm im Hals stecken. Und er ging einfach weiter, aber diesmal mit Tränen in den Augen.
TBC
