Hallo ihr! Was soll ich großartig drum herum reden...es hat zu lange gedauert und ja, ich fühle mich auch schlecht dabei euch mit einem solchen Schlussatz so lange warten zu lassen! Ich hoffe ihr könnt mir das (mal wieder) verzeihen und vielleicht ist ja noch der ein oder andere interessiert weiter zu lesen! Danke auch an unsere Neuzugänge! Ich freue mich immer unglaublich über jeden Kommentar und es bedeutet mir wirklich sehr sehr viel! DANKE AN EUCH ALLE! Und noch mal SORRY!
Kapitel 10 - Unverschämt miserabel
Im Appartement angekommen konnte sie im Dunklen nur spärlich erkennen, dass Logan nicht im Bett lag.
„Logan?", rief Rory und stürmte dann zum Badezimmer herüber, wo Logan neben der Toilette mit geschlossenen Augen am
Boden lag. Er war kalkweiß und hatte Schweißperlen auf der Stirn.
„Logan!", schrie Rory auf und ließ sich neben ihn auf den Boden sinken.
„Logan, sieh mich an. Komm schon, sag was Logan!", schrie sie panisch, während Logan sich leicht regte und sie langsam
ansah.
„Rory.", flüsterte er, während Rory nickte.
„Ja, ich bin hier Logan. Es wird alles gut. Was fehlt dir?", fragte sie behutsam, allerdings war ihre Stimme von Panik
unterlegt.
„Migräne.", antwortete Logan und schloss seine Augen dabei wieder, da ihn das Licht im Badezimmer zu sehr blendete.
„Nein Logan, bleib wach, sieh mich an.", flehte Rory sofort mit Panik, während Logan seine Augen sofort wieder öffnete.
„Es ist alles okay.", flüsterte er, während Rory sich auf den Boden setzte und Logans Kopf in ihren Schoss legte, wobei sie
ihm sanft durch die Haare strich. Diesen Schock musste sie nun erst einmal verarbeiten und Logan tat es gut noch eine Weile
seine Augen geschlossen halten zu können.
„Rory, im Schlafzimmer... bitte, ich mach das gleich weg.", sagte Logan nach einer Weile des Schweigens, während Rory
ihn verwirrt ansah.
„Ich musste mich übergeben. Bitte, ich mache das gleich wirklich weg.", sagte Logan, während Rory den Kopf schüttelte.
„Ist schon okay. Bist du bereit zum Aufstehen?" Logan nickte, wobei Rory all ihre Kräfte aufbringen musste um Logan
wieder in eine aufrechte Position zu bringen.
„Gehen wir zur Couch herüber, leg dich dort erst einmal hin während ich das Schlafzimmer sauber mache."
„Nein Rory, bitte.", sagte Logan, während Rory den Kopf schüttelte und Logan auf der Couch absetzte. Sie zog die
Jalousien etwas hoch und begann dann sauber zu machen, während Logan bei diesem Anblick auf der Couch mit den
Tränen kämpfte. Er war so hilflos, nutzlos und bereitete ihr so viele Sorgen und soviel Arbeit. Nachdem Rory fertig war kam
sie wieder auf die Couch zu, wo Logan sich aufsetzte.
„Rory, wir müssen reden.", sagte er und ignorierte seine stechenden Kopfschmerzen und die wieder aufflammende Übelkeit.
„Ja, das stimmt. Ich werde jetzt einen Arzt anrufen, damit er nach dir sieht. Nicht, dass es gar keine Migräne ist, ich meine
nach deinen Verletzungen sollten wir uns da nicht so sicher sein, weshalb ich dir jetzt auch keine von den Tabletten geben
würde.", erklärte Rory, während Logan ihr nur beiläufig zugehört hatte.
„Kannst du für eine Weile zurück nach Stars Hollow gehen?", fragte er plötzlich während Rory die Augen weitete und ihn
überfordert ansah.
„Was?", fragte sie.
„Ich will das so nicht." Rory sah Logan immer noch verwirrt an.
„Was?", fragte sie erneut.
„Du machst meine Kotze weg, du bringst mich zur Toilette, du versorgst mich mit allem was ich brauche, ich will das nicht
Rory! Ich will nicht dass du das miterleben musst, ich will nicht dass du mich so siehst. Ich will dir nicht so zur Last fallen,
deshalb lass mich bitte einfach alleine."
„Logan du fällst mir nicht zur Last und ich mache das nicht weil ich es muss, sondern weil ich es möchte! Ich liebe dich
Logan und ich werde so lange für dich sorgen bis es dir besser geht!", entgegnete Rory, allerdings schüttelte Logan den
Kopf.
„Nein Rory, geh jetzt bitte. Geh einfach!", sagte er mit Nachdruck, allerdings blieb Rory resistent.
„Ich will und werde aber nicht gehen. Erklär mir doch nur bitte mal ganz kurz was du alleine machen willst."
„Ich werde eine Krankenschwester einstellen, die kann meinetwegen meine Kotze wegwischen, schließlich kennt sie mich
nicht. Rory, ich möchte wirklich das du jetzt gehst.", sagte Logan, wobei seine Stimme zu brechen drohte.
„Was ich allerdings nicht tun werde!", entgegnete Rory, wobei sie sah, dass sich Logans Augen mit Tränen füllten. Sie
rutschte ein Stück nach vorne und wollte ihn in den Arm nehmen, was Logan allerdings abblockte. Rory hatte in absolut
jeder Hinsicht etwas besseres verdient als ihn, dass dachte er zumindest.
„Geh bitte!", flüsterte er unter Tränen noch einmal, während Rory ihn nun ebenfalls mit Tränen in den Augen ansah.
„Ich liebe dich Logan!", sagte sie, während Logan den Kopf schüttelte, allerdings nichts weiter entgegnete. Er wollte nicht
dass sie ging und sie wollte nicht gehen, doch Logan war der Meinung, dass es das Beste für Rory sei. Sie saßen eine Weile
schweigend nebeneinander bevor Rory sich wortlos und geschockt erhob. Beinah fluchtartig verließ sie das Appartement
und rannte heraus auf die Straße, wo sie erst einmal inne hielt, tief Luft holte und die Tränen abwischte die ihre Wangen
herunter liefen, bevor sie sich wieder umdrehte und gradewegs zurück ins Appartement ging.
„So nicht Logan Huntzberger! Es kann nicht immer nur nach deinem Kopf gehen! Ich will nicht gehen sondern bei dir
bleiben und das werde ich auch tun!", sagte sie entschlossen und ging zur Couch herüber, wo sie verstummte als sie Logan
ansah, der bitterlich weinte. Rory setzte sich langsam neben ihn und schlang ihre Arme um seinen Hals.
„Wir werden das zusammen hinkriegen Logan.", flüsterte sie, während Logan langsam nickte. Rory ließ ihn erst wieder los
als sie sicher war, dass er sich komplett beruhigt hatte.
„Besser?", fragte sie und sah Logan dabei liebevoll an. Sie hatte ihn noch niemals so zusammenbrechen sehen – ihr starker
Logan. Logan nickte und sah Rory ebenfalls an, bevor sie sich einen zärtlichen Kuss gaben.
„Ich danke dir!", sagte er, während Rory nur nickte. „Und, wieder zum Bett herüber?", fragte Rory als sie nach einer kleinen
Bewegung von Logan dessen verzehrtes Gesicht sah.
„Nein, zur Toilette.", brachte er hervor und signalisierte Rory, dass er sich übergeben musste. Nachdem Rory Logan wieder
zum Bett gebracht hatte rief sie seinen zuständigen Arzt im Krankenhaus an, der ihr versprach nach dem Krankenhaus
vorbeizukommen um nach Logan zu sehen, was für Rory ein weiteres Indiz für die verängstigende Wirkung des Namens
Huntzberger war.
„Mrs. Gilmore. Hallo.", sagte der Arzt und schüttelte Rorys Hand als diese ihm die Tür öffnete. Seit ihrem Anruf war gerade
einmal eine Stunde vergangen.
„Hallo. Schön, dass sie so schnell kommen konnten. Hier entlang bitte.", sagte Rory höflich und ging dann dicht gefolgt von
Dr. Jones zum Bett herüber.
„Mr. Huntzberger, hallo.", sagte der Arzt und ging auf Logan zu, der ihm erst einmal die Symptome beschreiben musste,
wonach der Arzt ein paar kleine Tests mit Logan durchführte.
„Natürlich sind wir hier nicht im Krankenhaus und ich kann keine genaue Diagnose anhand von sicheren Tests erstellen,
allerdings denke ich, dass es sich wirklich um eine Migräne handelt. Ich werde ihnen Tabletten hier lassen und falls die
Symptome sich bis morgen Abend nicht gebessert haben rufen sich mich wieder an.", erklärte Dr. Jones, während sowohl
Rory als auch Logan nickten. Der Arzt hatte gerade die Tür hinter sich geschlossen als es erneut schellte. Rory, die gerade
wieder bei Logan angekommen war, machte direkt kehrt und ging wieder zur Tür herüber.
„Rory.", sagte Mitchum, nickte kurz und ging dann direkt durch, wobei er Rory an der Tür stehen ließ.
„Hallo Mr. Huntzberger. Kommen Sie doch herein. Ja, es geht mir recht gut, danke der Nachfrage.", murmelte Rory vor
sich hin, während sie Mitchum folgte.
„Logan. Der Arzt ist mit entgegen gekommen. Du siehst miserabel aus. Wieso hat er dir nichts gegeben?", fragte Mitchum
sofort.
„Hallo Dad. Danke mir geht's auch miserabel und der Arzt hat mir was gegeben.", entgegnete Logan, der diese Art
von seinem Vater ja bereits gewohnt war.
„Gut. Wir haben uns überlegt, dass du für die Zeit wo du krank bist wieder nach Hause kommst, wo du von einem Arzt
betreut wirst.", fuhr Mitchum im Befehlston fort, während Logan den Kopf schüttelte.
„Danke Dad, aber Rory kümmert sich um mich, wir haben das alles bereits geregelt.", entgegnete Logan.
„Rory, was hat die denn bitte für eine Qualifikation?", fragte Mitchum abschätzig, während Rory, die etwas hinter Mitchum
stand, den Kopf schüttelte.
„Dad, wag es bitte nicht schon wieder so über Rory zu reden! Sie ist im Raum anwesend, wir haben das zusammen
entschieden. Sie ist meine Freundin und hat seit gestern schon mehr für mich getan als ihr in einem ganzen Leben.", entfuhr es
Logan, der merkte wie die Wut in ihm aufstieg.
„Wie bitte?", fragte Mitchum und weitete die Augen.
„Tut mir leid, sieh einfach ein, dass ich hier bei Rory bleiben möchte, okay?"
„Und was ist wenn sie nicht da ist oder gehen wir neuerdings nicht mehr zur Uni?"
„Doch, gehen wir sehr wohl, aber für die Zeit habe ich bereits eine Abmachung mit Honor getroffen, genauso wie uns
jederzeit eine Krankenschwester zur Verfügung steht.", meldete sich nun Rory aus dem Hintergrund, während Mitchum sich
noch nicht einmal die Mühe machte sich zu ihr umzudrehen.
„Du verschenkst ja übrigens durch deinen Leichtsinn mal wieder ein Semester und arbeiten kannst du so ja wohl auch
nicht.", bemerkte Mitchum mit einem strengen Blick auf seinen Sohn.
„Glaubst du eigentlich dass ich das extra gemacht habe?"
„Was zum Teufel wolltest du überhaupt in der Gegend? Bestimmt Rory abholen!"
„Dad es reicht! Was hat das miteinander zu tun? Rory kann nun wirklich nichts dafür!", schrie Logan nun und schloss dann
die Augen. Selber schreien bei Migräne, was für ein Fehler.
„Mr. Huntzberger, vielleicht ist es besser wenn Sie jetzt gehen. Ich glaube nicht, dass nun der richtige Zeitpunkt für
Vorhaltungen, Anschuldigungen und sonstigen Auseinandersetzungen ist.", sagte Rory, während Mitchum sie nun wütend
ansah.
„Wann ich wie mit meinem Sohn rede ist immer noch meine Angelegenheit." Rory schüttelte den Kopf und fragte sich
insgeheim ob ein so kluger und erfolgreicher Mann wie Mitchum Huntzberger eigentlich nicht selber mitbekam wie
unpassend sein Verhalten gegenüber seinem Sohn war. Im selben Moment nahm Logan den Eimer zur Hand und begann
wieder sich zu übergeben, während Rory sich direkt an Mitchum vorbei schob um Logan zu stützen.
„Wie ich schon sagte, ich glaube es reicht jetzt.", sagte Rory und schaute auf Mitchum, der nun plötzlich wie ein begossener
Pudel dort stand und den gleichen besorgten Gesichtsausdruck hatte wie noch im Krankenhaus.
„Das wollte ich nicht. Logan geht's dir gut?", fragte er, während Logan sich postwendend ein zweites Mal übergab.
Mitchum stand wie angewurzelt da, während Logan sich langsam wieder zurücklegte. Rory streichelte ihm liebevoll durchs
Gesicht.
„Okay?", fragte sie, während Logan nickte und sie ihm einen Schluck Wasser reichte, bevor sie mit dem Eimer in der Hand
wieder an Mitchum vorbei ging zum Badezimmer herüber.
