Hey Leute, nur 1 Review? Da waren doch früher immer viel mehr. Hmm.. Ich weis, ihr wollt Antworten, die gibts sicher, nur ist die Frage wann.
Kapitel 10
Die Tage verging wie im Flug und
tatsächlich hatte Harry mit einem Tag Verspätung das
Ergebnis der Auswahlspiele ans schwarze Brett gehängt, auf dem
stand, dass Grace Prendy (es hatte Harry viel Mühe gekostet
nicht einfach Potter zu schreiben) die neue Jägerin für
Gryffindor sein sollte.
„Bist du sicher, dass du mich wegen
meinem können genommen hast?", fragte Grace ihn am Freitag
nach dem Abendessen.
„Ja", log er ohne rot zu werden, „Du
warst besser, als diese Peggy !"
Grace wusste, dass er log,
aber sie hatte ihm gesagt, wenn sie beim Training nicht besser flog,
als bei den Auswahlspielen, sollte er sich sofort aus der Mannschaft
werfen. Damit ließ sich ihr schlechtes Gewissen ohne weiteres
beruhigen.
Doch sie flog tatsächlich beim Training am
Samstagmorgen so gut, dass Harry seinen Entschluss keinesfalls
bereute. Vor allem Demelza spielte im perfekten Einklang mit ihr,
denn die beiden hatten eine ziemlich gleiche Spielweise.
„Du
warst gut", lobte auch Ron sie beim Mittagessen.
„Danke",
sagte Grace schlicht, sah zu wie Ron über Hermine herfiel, die
gerade die große Halle betreten hatte und wandte den Blick zum
Tisch der Slytherins. Ein Junge war ihr dort aufgefallen, der sie
immer wieder mit scheelem Blick von der Seite angesehen hatte. Und es
war nicht Malfoy.
„Wer ist das ?", fragte sie Harry und
deutete auf einen schlanken, schwarzen Jungen, der gerade eben wieder
zu ihr rüber geguckt hatte.
Der Junge beugte sich zu Malfoy,
der neben ihm saß und flüsterte ihm etwas ins Ohr immer
noch mit Blick auf Grace.
„Zabini Blaise", sagte Harry und
sah ebenfalls hinüber,
„Seine Mutter hat einen
Schönheitswettbewerb oder so gewonnen."
„Sieht man ihm
an", sagte Grace leise und Harry runzelte die Stirn.
„Grace?",
sagte er.
„Ja?"
„Also, Zabini ist okay, wenn man sagen
kann, dass ein Slytherin „Okay" ist, jedenfalls sind seine Eltern
keine Todesser, glaub ich. Trotzdem, ich würd dir nicht
empfehlen, dich für den zu interessieren. Du weißt, was
Dumbledore gesagt hat, du musst vorsichtig sein. Und was mit einem
Slytherin anzufangen, ist keinesfalls vorsichtig."
„Ich will
doch gar nichts von ihm, wenn er mich so anschaut!", sagte Grace
empört und strich sich würdevoll das Haar aus dem Gesicht.
„Ich hab doch nur Augen für meinen Bruder", fügte
sie knurrend hinzu.
„Ja sollte das aber auch sein, schließlich
bin ich dein Gebieter", sagte er gespielt hochnäsig, „So und
nun putze bitte meine Schuhe. Danach kannst du meine Füße
küssen und wenn ich gnädig mit dir bin, werde ich dir heute
eine Gute-Nacht-Geschichte erzählen. "
„Oh, dass wär
ja echt zu gütig! Wenn's geht nimm bitte die Geschichte von
Grindelwald und den sieben kleinen Gnomen, die hab ich ganz besonders
gern", sagte Grace und stand auf,
„Ich geh dann schon mal."
„Wohin?", fragte er verwirrt.
„Zum Mond. In den
Gemeinschaftsraum natürlich, du Blödi!"
„Achso,
okay", sagte Harry und widmete sich wieder seiner Hähnchenkeule.
Grace verließ die große Halle und sah nur aus den
Augenwinkeln, dass Malfoy ebenfalls aufgestanden war.
Als sie in
der Eingangshalle war verflog plötzlich ihr Wunsch in den
Gemeinschaftsraum zu gehen. Also schlenderte sie ein bisschen durch
die Gänge. Gerade hatte sie beschlossen, rauszugehen und ein
bisschen die Länderein zu durchstreifen, als sich eine Hand um
ihr Handgelenk schloss. Sie hatte diesen Griff schon ein Mal gespürt.
Grace wirbelte herum und sah Draco Malfoy ins Gesicht. Ohne, dass
sie es geplant hätte, entfuhr ein ihr tiefer Seufzer, so dass
Malfoy sie überrascht und verwundert ansah. Ihr wurde es einfach
zu viel, mit Malfoy. Sie wusste, dass sie ihn mehr mochte, als sie es
sich eingestand, aber Harry hatte ihr noch vor zehn Minuten gesagt,
sie solle sich von Zabini fernhalten.
Was würde er sagen,
wenn er erfuhr, dass sie für Malfoy auch nur etwas mehr empfand,
als für einen Gummistiefel?
„Was ist?" fragte sie und
sah ihn an.
„Ich wollte wissen, ob du es dir vielleicht noch
mal überlegt hast", sagte Malfoy langsam und strich sich das
blonde Haar aus dem Gesicht. Er zog fragend eine Augenbraue hoch.
„Warum, sollte ich?", fragte Grace und verachtete sich selbst
dafür, dass sie es nicht schaffte die Worte boshaft, oder
wenigstens genervt klingen zu lassen.
„Deshalb", sagte Malfoy
und bevor Grace etwas dagegen tun konnte, küsste Malfoy sie.
Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken, als seine
Lippen ihre berührten.
Sie wusste genau, was die richtige
Reaktion in diesem Fall gewesen wäre; nämlich Malfoy eine
rein zu hauen und ihm zu sagen, er solle sich verpissen, aber sie
stand nur da und spürte seine weichen Lippen, seine Zunge,
seinen Körper, seine Wärme.
Und dann, wie in Trance,
und als täte sie es nicht selbst, schlang sie die Arme um seinen
Nacken. Er zog sie näher an sich heran und küsste sie noch
Mal. Und ohne darüber nachzudenken erwiderte sie seinen Kuss.
Eine angenehme Wärme durchfuhr jeden Zentimeter ihres Körper
und sie hatte das Gefühl zu glühen, als Malfoy seine Hand
unter ihre Bluse schob.
Er zog sie sanft hinter einen
Wandvorhang. Grace fiel gar nicht auf, dass es der selbe war, hinter
dem sie das letzte Mal mit Malfoy gesprochen hatte.
Malfoy war so
liebevoll und sie wollte und konnte ihn nicht stoppen.
Mit einem
zärtlichen Lächeln öffnete er ihre Bluse und küsste
ihren Hals und ihr Dekolleté. Und die Küsse brannten auf
ihrer Haut wie Feuer.
(jajajaja, wenn's man schönsten ist, soll man aufhören... außerdem, da diese FF nicht ab 18 ist, darf ich an dieser Stelle gar nicht weiter schreiben, aber ich glaub, ihr könnt euch ziemlich genau vorstellen, was passiert...)
Als sie ziemlich genau eine halbe Stunde
später in den Gryffindorgemeinschaftsraum kam, war niemand da,
den sie kannte, außer Emeline und Grace war nicht scharf drauf,
mit ihr ihre Hausaufgaben zu erledigen.
Also verließ sie
den Gemeinschaftsraum wieder. Eigentlich wollte sie die anderen nicht
sehen; sie hatte das Gefühl, sie wieder zusehen, würde ihr
den Fehler überhaupt erst bewusste werden lassen.
Und immer
noch fiel es ihr schwer, sich überhaupt einzugestehen, dass es
ein Fehler war. Sie wusste, dass Malfoys Eltern Todesser waren. Aber
Malfoy hatte so etwas, was sie liebte, auch wenn sie nicht wusste,
was es war.
Und sie zweifelte auch nicht mehr daran, dass er sie
liebte.
Aber wenn Harry wüsste, dass sie mit Malfoy
geschlafen hatte, würde er ausrasten, womöglich würde
er für immer hassen.
Und wenn Malfoy erfuhr, dass sie Harrys
Schwester war...
Grace hatte das Gefühl, dass Dumbledore
recht gehabt hatte; wenn sie nie hergekommen wäre, würde
sie sich jetzt nicht in so einer auswegslosen Lage befinden. Aber sie
musste ja unbedingt ihren Bruder kennen lernen, ganz in dem Glauben,
sie würde es mit Leichtigkeit schaffen, alles in seine Bahnen zu
lenken.
Und jetzt, dachte sie und eine Träne der
Verzweiflung lief ihr über die Wange, jetzt bin ich im Inbegriff
die Prophezeiung zu erfüllen.
Grace hatte keine Lust mehr,
sinnlos herum zu stehen. Es gab nur eine Lösung. Sie musste das
soeben Geschehene für sich behalten und Malfoy, sollte er ihr
wieder irgendwo auflauern, strikt abweisen, ihm sagen, was Sache war.
Eine andere Möglichkeit ließ sich einfach nicht finden.
Während sie auf dem Weg in die Bibliothek war (sie vermutete
die andern dort zu finden), ging sie im Kopf noch mal alles durch,
was passiert war, obwohl sie sich nicht einreden konnte, sie habe es
nicht schön gefunden.
Deine Bedürfnisse müssen
warten, Grace, sagte sie streng zu sich selbst, es geht hier um viel
mehr, und wenn du einen Fehler machst, dann stirbt Harry womöglich
noch, nur weil du dich von irgendeinem bescheuerten
Möchtergern-Todesser hast vögeln lassen!
Mit diesem
Vorsatz stieß sie die Tür zur Bibliothek auf und sofort,
schob sich alles, was von Malfoy und Prophezeiung handelte, in ihren
Hinterkopf.
„Was fällt dir eigentlich ein?", schrie
Hermine. Ihr Gesicht war Tränen überströmt.
„Ich
wollte nicht!", schrie Ron zurück und auch er sah aus, als
fiele es ihm schwer die Tränen zurück zuhalten,
„Sie
hat gefragt und ich hab nein gesagt, mehr gibt's da nicht! Du weißt
genau, dass ich damit aufgehört habe!"
„Was ist denn
los?", wandte sich Grace flüsternd an Ginny, die das
Schauspiel mit verdrießlicher Miene beobachtete.
„Wie
sind hier her gegangen, um Hausaufgaben zu machen, und dann hat
Hermine irgendwie gesehen, wie Ron mit einem Mädchen geflirtet
hat und ist total ausgerastet", flüsterte sie zurück.
„Hermine", sagte Harry und stellte sich zwischen die beiden,
„Es war wirklich nichts zwischen Ron und diesem Mädchen. Er
hat nicht gelogen, ehrlich."
Hermine sah die beiden einen
Moment misstrauisch an, als wolle sie etwas giftiges erwidern, doch
stattdessen klappte sie ganz überraschend auf einem Stuhl
zusammen.
„Tut mir leid", schluchzte sie und sah weder Ron,
noch Harry an,
„Ich weiß, es war übertrieben, wisst
ihr", sagte sie und fuhr im Flüsterton fort, so dass Harry,
Ron, Grace und Ginny sich ganz nah zu ihr beugen mussten.
„Ich
träum jede Nacht davon, wie du mich betrügst,
wahrscheinlich, weil ich dich schon so oft dabei erwischt hast, wie
du mit nem Mädchen rumgemacht hast. Tut mir leid echt, das ist
übertrieben!"
Ron tätschelte ihr verlegen den Rücken.
„Schon okay, echt", sagte er,
„Ich versteh, was du
meinst, aber du musst auch verstehen, dass ich mich geändert
hab, okay?"
„Ja,...", sagte Hermine und als Harry sie
streng ansah, fügte sie hinzu:
„Natürlich, weiß
ich das, entschuldigt, dass ich so einen Aufstand gemacht hab."
Grace beneidete Hermine in diesem Moment, als sie Ron in die Arme
schloss und Harry und Ginny zufrieden drein sahen.
Hermine hat
ein Glück, dachte Grace und als Ginny und Harry sich dann auch
in den Arm nahmen, spürte sie, wie ihr wieder die Tränen
kamen.
Verdammt, dachte sie und wischte sich unwirsch und
unbemerkt die Träne weg, warum kann Malfoy denn kein Gryffindor
mit Eltern, die keine Todesser sind sein? Dann könnte ich ihn
jetzt auch umarmen.
Aber dann musste sie sich wieder daran
erinnern, dass Malfoy jetzt ein verbotener Gedanke war.
