Kapitel 10: Ein Guter Tag II
„Der Mathetest ist einigermaßen gut ausgefallen, obwohl ich mit den Leistungen einiger hier äußerst unzufrieden bin.", sprach Mr. Anderson, ihr Mathematiklehrer, zu der Klasse.
„Eine Person hat mich aber dennoch überrascht, oder eher bestätigt.", sein Blick viel lächelnd auf Cameron, welche alleine in einer mittleren Reihe am Rand saß.
Langsam lief er mit ihrem korrigierten Test auf sie zu.
„Schon wieder null Fehler Miss Baum. Ich weiß nicht wie sie es schaffen, es hat aber ganz bestimmt nichts mit Schummeln zu tun.", erklärte er und sprach weiter, „Ich muss gestehen, dass ich mir diesbezüglich Gedanken gemacht habe, da sie bisher alle Tests fehlerfrei geschrieben haben und ich sie deshalb ganz genau beobachtet habe. Doch ich muss eingestehen, dass ich nichts dergleichen feststellen konnte…", sprach er weiter und händigte ihr lächelnd den Test aus, „Nur dass sie die konzentrierteste und intelligenteste Schülerin sind, die ich jemals hatte...", fügte er mit einem Schmunzeln hinzu, während sich Cameron ihr breites Lächeln aufsetzte, wovon nur John wusste, dass es falsch war.
„… ganz im Gegensatz zu ihrem Bruder", sprach der Lehrer weiter und sah nun John an, der perplex zurückschaute.
Langsam kam Mr. Anderson mit den nächsten zwei Tests näher an Morris und Johns Tisch.
„Ihr beide wart eine richtige Enttäuschung! Es wäre schön, wenn ihr euch mehr konzentriert und am Unterrichtsgeschehen aktiver teilnimmt.", erklärte er und legte die korrigierten Tests wie Todesurteile den Beiden hin, zog die Mundwinkel zusammen als Morris merklich schluckte und wandte sich den anderen Tischen zu, um die restlichen Tests so schnell wie möglich auszuhändigen.
Langsam, nervös und mit zitternder Gänsehaut senkte John seinen Blick auf das stark korrigierte Papier vor ihm: D. Er atmete auf:
‚Wenigstens bestanden…', dachte er sich und blickte in das blasse Gesicht von Morris, der selbst langsam wieder zu Luft kam und den Test vor ihm in die Hand nahm:
„Puh!", sprach er erleichtert, „Das hat mich richtig geschockt.", erklärte er und schob es John zu, während seine andere Hand nach dem anderen Test griff.
Verwirrt starrte John auf den ausgewechselten Test, welcher mit F zurückgegeben wurde – also mit nicht bestanden attestiert wurde.
Die Schrift, welche unter all den roten Korrekturen durchschimmerte, schien klein und krakelig zu sein.
Oben in der linken Ecke sah er den Namen und seine Vermutung bestätigte sich – es war sein Test.
„Fuck!", rief er wütend aus, „Fuck! Fuck! Fuck!"
„Meine Mom wird mich killen!", murmelte er verzweifelt weiter, während ihn die ganze Klasse anstarrte und Mr. Anderson mit seinem Unterricht stoppen musste.
„Mr. Baum!", sprach er gereizt, „Bitte beruhigen sie sich oder ich muss sie bitten den Unterricht zu verlassen, was in Anbetracht ihrer derzeitigen Leistungen zweifelsohne weit reichende Konsequenzen für sie hätte. Dennoch werde ich es tun, falls sie meinen Unterricht stören oder noch einmal mit derartigen Schimpfwörtern um sich schmeißen. Habe ich mich klar ausgedrückt?"
„Ja, Sir", erwiderte John kleinlaut und senkte seinen Blick.
„Gut…", sprach Anderson weiter, „Ich denke aber trotzdem, dass es in Anbetracht dieser Tatsache notwendig ist, die Sitzordnung ein klein wenig umzuändern", sprach Anderson mit einem Lächeln weiter, welches John nun gar nicht gefiel und automatisch richtete sich sein Blick auf den einzig freien Platz, der noch übrig war – neben Cameron.
‚Oh nein', dachte sich John, ‚Nie im Leben hocke ich mich da hin!'
„Ich denke ihr Kollege sollte sich neben ihre Schwester hocken, damit er nicht vollends so absackt wie sie", erklärte Anderson und blickte auf Morris, während John jammerte,
„Ist das wirklich nötig?"
Andersons Blick war stur auf Morris gerichtet, der träumerisch in Camerons Gesicht starrte, die zurückblickte, während Johns immer wütender dreinblickte, bis Anderson Morris zurück in die Realität holte:
„Das war eine Aufforderung! Kein Vorschlag!", sprach er sein Machtwort, worauf Morris reagierte und hastig sein Zeug packte:
„Tut mir leid", nuschelte er verlegen zu John, „Ich würde gern weiterhin neben dir sitzen" und zwang sich zu einem gequälten Gesichtsausdruck, der jedoch schlagartig verschwand, als er sich lächelnd, gar überglücklich strahlend neben Cameron setzte, und sie bewundernd anschaute.
Johns Knöchel färbten sich weiß vor Wut und er zog eine fürchterliche Grimmasse als er sah, wie die Beiden trotz des Unterrichts miteinander tuschelten und leise lachten.
‚Ich würde gern weiterhin neben dir sitzen', hallte Morris Stimme in seinem Kopf, welcher daraufhin vor Wut rot anlief, wieder:
‚Sieht schwer danach aus…', dachte sich John ironisch und der Bleistift in seiner Hand zerbrach unter dem Druck, den er darauf ausübte.
„Mr. Baum?", sprach ihn Anderson an, „Fühlen sie sich nicht wohl?"
John schnappte aus seinen Gedanken und sah Anderson an:
„Verstopfung", log er hastig worauf hin Anderson ihm anbot die Toilette aufzusuchen, was John mit einem letzten bösen Blick auf die Beiden nickend annahm.
Kaum war John aus der Tür atmete er tief durch, während er durch den Gang schlenderte und seine Wut an den Schließfächern ausließ.
„Autsch!", schrie er laut als er in voller Wucht dagegen trat und sich so den großen Zeh stieß…
„Du sitzt auf meinem Platz!", sprach John genervt, als er vor dem Jungen halt machte, der auf seinem gewöhnlichen Platz, neben Cheri, welche noch unglücklicher als sonst wirkte, saß.
Mit ärgerlichem Gesicht stellte sich der Junge so auf, dass John unwiderruflich klar wurde, dass dieser Stress provozieren wollte.
Ihr Physiklehrer, der hinter dem Pult stand und sie durch seine Brillengläser betrachtete ging dazwischen.
„Mr. Oxford?", fragte er, „Wo ist ihr Platz?"
Der Junge ließ seinen zornigen Blick nicht von John, der ebenso eiskalt zurückstarrte und antwortete wütend: „Jimm"
„Dann setzen sie sich dort!", forderte der Lehrer, woraufhin der Junge nachgab und an John so vorbeilief, dass er ihn gewaltsam anrempelte.
Verwirrt blickte John drein, als er sich neben Cheri hinsetzte und sprach sie an, während ihr Lehrer über elektrische Kreisläufe sprach.
„Hat er dich genervt?", fragte er Cheri, worauf sie schnell mit „Nein" antwortete.
Doch John ließ nicht locker:
„Es hat ausgeschaut, als hätte er dich genervt.", widersprach er ihr laut, woraufhin der Lehrer ihn ansprach:
„Mr. Baum. Liege ich richtig in der Annahme, dass sie kein Interesse an das Homes'sche Gesetz haben?"
„Nein Sir!", widersprach John ironisch, „Ich liebe Hausregeln. Sie sind meine Lieblingsregeln.",
woraufhin die Klasse und selbst der Lehrer in Gelächter ausbrachen.
„Also gut!", versuchte er die Klasse wieder auf den Unterricht einzustimmen,
„Jeder platziert einen Finger auf den Kontakt seiner Glühlampe."
„Nun nehmt die Hand eures Kurspartners."
John schielte hinüber zu Cheri, welche stur geradeaus blickte.
Langsam streckte er ihr seine Hand entgegen, welche sie ohne ihn anzuschauen nahm, dabei jedoch ziemliches Unbehagen hatte, was John spürte und ihn unsicher machte.
„Ahh", sprach der Lehrer weiter, als endlich auch vor Cheri und John die Glühlampe leuchtete,
„Da habt ihr es: Ein geschlossener, elektrischer Kreislauf!"
„Es ist wirklich lahm, nicht wahr?", fragte John, dem Cheris Verhalten zunehmend Sorgen bereitete.
„Ja", bestätigte sie abwesend, den Blick nach unten gerichtet…
„Hey, wer hat dir eigentlich das mit Cheri erzählt?", fragte er Morris, der ihm in der Mittagspause gegenüber saß.
„Huh?", gab dieser seine Verwirrtheit zum Ausdruck.
„Das Gerücht, nachdem an Cheris alter Schule in Wichita was vorgefallen ist", drückte sich John klarer aus.
„Oh das?", fragte Morris etwas unsicher, „Keine Ahnung wer das gesagt hat… ich habe es nur im Vorbeigehen aufgeschnappt", erklärte er hastig und schlürfte durch den Trinkhalm an seiner Cola.
„Warum fragst du?", sprach er besorgt weiter.
„Nun, sie hat mir versichert, dass sie nicht aus Wichita kommt, doch jemand hat in ihrem Spind ein Graffiti hinterlassen, welches darauf hindeutet, dass sie mich angelogen hat.", entgegnete John und blickte Morris an, der die Stirn runzelte.
„Sie ist zur Zeit komisch drauf", erklärte John weiter, „Komischer als sonst…"
„Ich würde mir keine Sorgen machen", widersprach Morris, „Das Mädchen hat definitiv einen an der Klatsche, tut mir leid, dass ich dir das Sagen muss. Ich denke du solltest die Sache ruhen lassen und sie vergessen. Glaub mir, es ist besser für dich."
„Du verstehst nicht", sprach John nun flüsternd weiter, „Es ist der gleiche Stil wie die Graffitis vor Jordans tot!"
„Alter!", Morris schaute ihn prüfend an, „Du steigerst dich da in was rein. Hör dich mal selber an! Das ergibt doch keinen Sinn!"
„Wirklich?!", fragte John ironisch, „Dann erklär mir mal, warum Jordan auch so ein Graffiti in ihrem Spind hatte: „Ist er es wirklich wert?" stand in ihrem Spind!"
„Und?", fragte Morris genervt, woraufhin John noch aufgeregter weiter sprach:
„Jemand muss etwas über Jordan gewusst haben, wie er jetzt etwas über Cheri weiß!", flüsterte er hastig weiter, sodass Morris ganz genau seinen Wörtern lauschen musste und dabei skeptisch sein Gesicht verzog.
„Dieses Geheimnis muss für das arme Mädchen so schlimm gewesen sein, dass sie sich umbrachte!", sprach John nach einer schweigsamen Minute weiter.
„Du denkst doch nicht, dass das die Absicht desjenigen war, der anscheinend Jordans angebliches Geheimnis entdeckt hat, oder?", fragte Morris prüfend und ein klein wenig ängstlich nach.
„Nein…", antwortete John und schüttelte dabei leicht den Kopf, „Das bedeutet aber nicht, dass er daraus kein Kapital schlagen wollte…"
„Du meinst Erpressung?", fragte Morris ungläubig, „Und Cheri ist sein nächstes Opfer?"
„Ganz genau!", antwortete John und blickte ihn kurz zufrieden an.
Morris lachte kurz auf:
„Du hast dir das wirklich schön zusammengereimt… fast hättest du mich aufs Korn genommen…"
„Nein", widersprach John ihm genervt, „Ich bin davon überzeugt und habe schon den ersten Verdächtigen…", erklärte er und dachte an die komische Fratze des Jungen, der heute Morgen in Physik auf seinem gewöhnlichen Stuhl neben Cheri saß.
„Hey Kumpel", entgegnete Morris aufgebracht, „Falls du das wirklich glauben solltest, es wahr ist, wäre ich vorsichtig mit solchen Aussagen…"
John blickte ihn fragend an, woraufhin Morris weiter sprach:
„Wenn das wirklich stimmt, würde ich den Erpresser nicht unter Druck setzen. Jeder hat seine kleinen verdorbenen Geheimnisse… Du könntest sein nächstes Opfer sein… oder ich… Hast du darüber schon mit andern Leuten gesprochen?", fragte er hastig, worauf John kurz den Kopf schüttelte,
„Gut, das würde ich an deiner Stelle auch nicht, falls deine Vermutungen so unglaublich sie auch klingen, wahr sein sollten… Verdammt, wenn das wahr ist, was ich bezweifle, dann wäre die ganze Schule davon betroffen."
Nach einer weiteren schweigsamen Minute antwortete John:
„Genau deshalb ist es so wichtig, dass ich weiß, wer der Erpresser ist.", erklärte John, „Jeder kann sein nächstes Opfer sein."
Morris atmete tief, fast seufzend aus:
„Schau… ich denke du bildest dir da nur was ein. So klasse Cheri auch aus sieht, versuch ihr nicht zu helfen, bei der scheint eh alles verloren zu sein… Ich will nur das Beste für dich. Nimm meinen Ratschlag an. Lass die Sache ruhen… da ist nichts dahinter und es macht Jordan auch nicht wieder lebendig.", riet ihm Morris und zog seine Mundwinkel zusammen,
„Cheri ist deine Sorge wirklich nicht wert… wirklich nicht… Ihr Dad lässt sie eh nie aus den Augen. Du solltest sie vergessen… und… ähm…", ihm vielen keine passenden Worte ein, sodass er sich umblickte, bis sein Blick Cameron erhaschte, die wieder ganz alleine saß,
„… dir ein anderes nettes Mädchen suchen.", sprach er weiter, ohne seinen Blick von ihr zu lassen.
„Ihr habt wohl Stress zurzeit, nicht wahr?", fragte er rhetorisch, da ihm durchaus nicht entgangen war, dass Cameron und John schon den ganzen Morgen in der Schule kein Wort miteinander geredet hatten und sie, anders als sonst, selbst in der Mittagspause allein saß.
‚Hast du eine Ahnung!', dachte sich John grimmig ehe er wütend darauf antwortete:
„Ja, manchmal ist sie mehr als zickig und ein richtiges Biest"
„Ich steh auf taffe Mädels", erklärte Morris daraufhin lachend und stand auf, „Ich hocke mich zu ihr", erklärte er und lief leicht rot vor Scham an, „Habe sie ja lange nicht mehr gesehen. Bis später!", sprach er weiter, während John seinen Blick enttäuscht senkte und Morris zu Cameron hastete.
Als John wieder aufblickte, sah er, wie Morris heiter auf Cameron einquasselte und sie ein falsches Lachen von sich gab, was John definitiv mehr schmerzte, als sein wunder, blutig angelaufener und geschwollener Zeh.: Cameron hatte in seiner Anwesenheit nie so laut und ausgiebig gelacht, selbst als er noch nicht wusste, was sie war.
Seine Hände ballten sich vor Wut und sein Kopf wurde wieder rot vor Zorn als Cameron falsch weiter lächelte und ihre ganze Aufmerksamkeit Morris schenkte.
Johns Gedanken malten sich daraufhin erschreckende Szenarien aus, wovon eine beinhaltete, an den Tisch zu laufen und Morris ganz genau zu zeigen, was unter Camerons Haut lag…
‚Dieser Trottel', dachte sich John wütend weiter, ‚Der weiß ja gar nicht, wie ihm geschieht, wenn ihr das nächste mal wieder eine Schraube aus der Fassung fällt!'
Seine Gedanken malten sich aber auch noch andere Sachen aus und er stellte sich missmutig vor, wie die Beiden in einer verwinkelten Ecke im Schulgebäude knutschten und zog daraufhin eine grässliche Grimasse und schwor sich, dies auf jeden Fall zu verhindern, nicht aber, da er eifersüchtig war, ‚Oh Gott nein!', bestätigte sich John selber, sondern da er seinem besten und einzigen Freund Morris nicht antun wollte, sich vollständig in eine gefühllose Maschine zu verlieben.
Grimmig erinnerte er sich an den Abschlussball, der in ein paar Tagen stattfinden sollte und an die Tatsache, dass Cameron erst nach seinem Eingreifen Morris zugesagt hatte, als zu seiner Überraschung Cheri sich ihm gegenüber setzte.
Überrascht blickte er auf und nickte ihr verlegen zu, sodass sie ganz kurz mühsam lächelte.
Wie schon am Morgen sprach sie kein einziges Wort und John kam zu dem Entschluss, dass sie sich nur zu ihm setzte, um nicht allein zu sein, oder, damit er nicht allein saß, wie es ihm mit einem weiteren bösartigen Blick auf Morris kam, der gerade mit seinem Trinkhalm zwischen Oberlippe und Nase mit Cameron seinen Schabernack machte, woraufhin beide erneut lachten.
John zügelte seine Wut und sprach Cheri an.
„Du Cheri…", begann er und lief purpurrot an, da ihm schon seit längerem diese Frage auf der Zunge lag, er es aber bis jetzt noch nicht geschafft hatte sie zu formulieren.
„Ja?", entgegnete sie, ohne ihren gesenkten Blick von ihrem Teller zu lassen.
„Nun ähm, also", stammelte er und Cheri blickte nun doch verwirrt auf, „Ich mag dich und wollte dich… nun, der Abschlussball ist in ein paar Tagen, ähm… ich wollte fragen…"
John stoppte als er sah, wie sich in Cheris Augen plötzlich Tränen bildeten und sie ihn traurig anschaute.
„Es tut mir leid. Ich würde gerne mit dir dort hingehen, aber ich denke nicht, dass es möglich ist", erklärte sie fast schluchzend.
„Warum?", fragte John aufgebracht, „Ist es dein Vater? Es ist dein Vater nicht wahr?! Warum will er dich nicht gehen lassen?!", fragte John zornig wegen dieser Enttäuschung weiter.
„Du weißt gar nichts!", zischte sie zurück, packte ihr zeug und rannte völlig aufgelöst davon.
John schüttelte daraufhin ungläubig den Kopf und fasste sich grübelnd an die Stirn.
So sehr er Cheri auch mochte, musste er irgendwie Morris Recht geben, dass es mir ihr hoffnungslos war. Wütend faltete sich seine Stirn wieder in einen bösartigen Blick, als er Morris, dem ‚Verräter', welcher ihm nicht glauben wollte und lieber mit seiner ‚Schwester' als mit ihm rum hing, Recht gab.
Er schaute auf um die Beiden zu beobachten, stellte jedoch fest, dass ihr Platz leer war.
Sein Gesicht fiel ein. ‚Wo sind sie nur hingegangen?!', fragte er sich zornig und blickte sich schnell um, konnte sie jedoch in der Masse an Schülern nicht ausmachen.
Seine Gedanken kehrten zu der Vorstellung zurück, dass die Beiden knutschend in irgendeiner Ecke des Schulgebäudes standen.
Zornig, mit wütendem Gesicht stellte er sich vor, wie in diesem Moment, Morris ihren Körper begrabschte, mit seinen Händen ihre Schenkel und Taillen entlang fuhr, ehe eine seiner Hände ihren Po grabschte, während die andere lüstern ihre Brust massierte und er langsam mit seiner Zunge in ihren Mund eindrang. Das Schlimmste für John war jedoch, dass er sich vorstellte, dass es Cameron sogar gefiel, oder sie wenigstens so tat und Morris knutschend an sich presste, und sich näher an die Wand manövrierte, bis sie zwischen ihr und Morris Körper eingekeilt war und danach ihr ihre Beine und Arme um ihn schlang, sodass sie förmlich an ihm hing, während Morris seinen Trieben freien Lauf lies.
Mit knirschenden Zähnen stand John nun auf.
Cameron würde sich, wenn er anstelle von Morris wäre, niemals so aufführen.
Sie würde sich somit nicht die Mühe machen ihm wenigstens etwas vormachen, wie sie es bei Morris tat. Somit setzte sie ihn unter Morris, was ihn zutiefst wütend stimmte. Hasserfüllt packte er seine Sachen, um die Beiden an ihrem Vorhaben zu hindern.
„Nicht mit Mir!", zischte John bösartig, „Es ist nur zu deinem Besten", wandte er sich, zu sich selbst sprechend, Morris zu, „Irgendwann, in ein paar Jahren wirst du mir dafür danken!"
Hastig lief er in das Schulgebäude um die Beiden zu finden:
‚Und ich werde sie finden', dachte er sich und beschloss, nicht zu ruhen, ehe er sie fand und Morris für sein Verhalten eine blutige Nase verpasst hatte…
