Zunächst einmal vielen Dank an Nulpe für das Lob an meiner Story.
Weitere Kommentare sind natürlich gern erwünscht.

Ein Verhältnis mit Folgen

Als Sirius und Eowyna am nächsten Morgen erwachten, war es bereits 11 Uhr durch. Sie hatten die Doppelstunde „Pflege magischer Geschöpfe" komplett verschlafen und auch der „Alte Runen" Unterricht hatte bereits begonnen.

Aber eigentlich war ihnen das ziemlich egal. Das Lächeln auf ihren Gesichtern war einfach nicht auszulöschen.

Langsam standen sie auf, suchten ihre Anziehsachen zusammen und zogen sich an.

„Guten Morgen mein Engel." Sirius küsste seine Freundin.

„Mhh…Sag mal, wir wollen doch jetzt gleich nicht zum Mittagessen gehen, oder?"

Sirius zog seine rechte Augenbraue hoch. Er war fast am Verhungern.

„Nein?", fragte er leicht enttäuscht.

„Naja, ich hab jetzt eigentlich keine Lust, mich mit lauter Fragen löchern zu lassen. Wir waren ja immerhin nicht nur nicht im Unterricht, sondern auch die ganze Nacht über nicht in unseren Schlafsälen.", erklärte sich Eowyna.

Sirius seufzte. „Na gut, aber dann geh ich zur Küche und hol mir was zu essen von den Hauselfen, sonst sterb ich nämlich!"

„Na das wollen wir natürlich nicht riskieren.", schmunzelte Eowyna.

Die beiden verließen den Raum der Wünsche und machten sich auf den Weg zur Küche, vorsichtig, um bloß auf keinen Lehrer zu stoßen, der sie auf ihr Fehlen ansprechen könnte.

Als es Zeit für die Mittagspause war, gingen die übrigen Marauder mit Lily und Celina in Richtung Großer Halle.

„Meint ihr die beiden tauchen heute irgendwann noch mal auf?", fragte Remus.

„Wenn Padfoot nicht zum Mittagessen kommt, fang ich echt an mir Sorgen zu machen…", überlegte James.

„Muss Liebe schön sein…", murmelte Celina.

Am Nachmittag hatte sich eine Gruppe finster dreinblickender Slytherins in eine Ecke ihres Gemeinschaftsraumes tief unten in den Kerkern zurückgezogen.

„Wie sie war heute nicht im Unterricht? Und er auch nicht?", zischte die scharfe Stimme von Lucius Malfoy.

„Wenn ich dir's doch sage. Sie haben den ganzen Tag gefehlt.", erzählte Snape eifrig.

Crabbe und Goyle saßen unbeteiligt mit dümmlichen Gesichtern daneben und es war nur schwer zu erkennen, ob sie zuhörten oder die anderen beiden einfach nur verständnislos anstarrten. Obwohl man klar feststellen konnte, dass Goyle sich gar nicht so wohl in seiner Haut fühlte.

„Dieser verdammte Mistkerl…Ich hatte ihm doch gesagt, dass er seine Verräter-Finger von ihr lassen soll!"

„Was hast du jetzt vor, Lucius?", fragte Snape neugierig.

„Das lass mal meine Sorge sein, Severus. Und nun lass uns allein. Du hast mit dieser Sache nichts mehr zu tun."

„Aber ich…", versuchte Snape sich zu rechtfertigen.

„Halt dein vorlautes Halbblüter-Maul und lass erwachsene Menschen in Ruhe nachdenken."

Damit war die Angelegenheit für Malfoy erledigt, er stand auf und verließ, begleitet von Crabbe und Goyle, den Gemeinschaftsraum.

Ein beleidigter Severus Snape blieb zurück.

„Dieser arrogante… Wenn ich nicht wäre, hätte er doch gar keine Ahnung von der ganzen Geschichte…", brummelte er vor sich hin.

Später am Abend:

„Mensch Padfoot", rief James quer durch den langen Flur, der zum Gemeinschaftsraum führte, „doch noch am Leben!"

„Hast du mich vermisst, Schatz?", ärgerte ihn Sirius.

„Lass den Blödsinn. Erzähl lieber, wo du warst."

„Das, mein lieber Freund geht dich gar nichts an.", lächelte Sirius.

Jetzt musste James lachen: „Mann musst du verliebt sein… Früher hat dich doch nichts davon abgehalten, mit deinen Eroberungen zu prahlen."

„Wyna ist keine Eroberung!", berichtigte ihn Sirius.

„Tschuldigung. Das hier lag übrigens vorhin auf deinem Platz in Muggelkunde." Er reichte ihm einen zusammengefalteten Zettel.

Sirius schaute verwundert auf das Pergament. Wer könnte ihm schreiben?

Lieber Sirius,

dieser Tag war wirklich wunderschön. Komm doch bitte um 9 Uhr noch zum See. Ich habe eine Überraschung für dich.

Deine Wyna

Er überlegte einen Moment. Waren sie da nicht noch zusammen gewesen? Aber nein, sie ist ja in die Bibliothek gegangen, um den verpassten Stoff nachzuarbeiten.

„Von wem?", fragte James neugierig.

„Wyna, sie will mich um neun am See treffen."

„Na dann viel Spaß!"

„Es ist ja schon halb… ich werd mich auf den Weg machen, wartet nicht auf mich, wird bestimmt spät!"

Er rannte den Gang hinunter in Richtung Ausgang.

„So ein verrückter Kauz!", schmunzelte James und ging in den Gemeinschaftsraum.

Als Sirius den See erreichte war es schon ziemlich dämmerig. Von Eowyna war noch keine Spur zu sehen.

‚Na ich bin ja auch ein bisschen früh dran.', überlegte er, setzte sich ins leicht feuchte Gras und dachte an den letzten Tag. Er war so einmalig wunderschön gewesen…

Plötzlich raschelte es im Gebüsch und Sirius glaubte den hellblonden Haarschopf von Eowyna zu erkennen. Es war aber schon zu dunkel, um genaueres zu sehen.

Doch da trat eine große Gestalt aus dem Gebüsch. Sirius zuckte unmerklich zusammen und sprang auf die Füße.

Crucio!"