„Linker Unterarm."

„Wie bitte?" Ist Arkawy verrückt geworden?

Er beugt sich vor und schiebt meinen Ärmel zurück. Mein Herz bleibt stehen.

Als mein Blick auf meinen Arm fiel, glaubte ich für einen Moment das Dunkle Mal zu erblicken. Noch während mir „Das ist nicht möglich!" durch den Kopf schießt, realisiere ich, dass es eine Reflexion, eine Überblendung von Bartys Körper war. Er wird eindeutig stärker.

Ich habe dir einen ziemlichen Schrecken eingejagt.

Das kannst du laut sagen. Kannst eigentlich du das nicht, physisch gesehen.Das ist nicht lustig. Mein Puls wird sich nicht so schnell beruhigen.

Ihr armseligen ... Auroren. Übrigens: Das Dunkle Mal lässt sich verbergen.

Ich weiß. Arkawy spekulierte wohl auf das Überraschungsmoment. Dass er mich allerdings verdächtigt einer von euch zu sein, verletzt mich.

Entweder er ist paranoid, wie so viele Auroren – wenn auch nicht grundlos.

Sein merkwürdiges Lachen ertönt in meinem Kopf.

Oder du hast dich tatsächlich etwas auffällig verhalten. Ich wusste, dass es keine gute Idee war, mitten auf dem Korridor auszurasten.

Wer hat mich denn dazu gebracht?

Arkawy sieht mich entschuldigend an.

„Der Krieg zehrt an unser aller Nerven, McKay. Was die Erlaubnis betrifft, natürlich erhalten Sie sie. Ich halte nichts von Alleingängen, aber alles was uns irgendwie weiterhilft sollte in Anspruch genommen werden."

Er fischt aus einer der zahlreichen Schubladen ein hellgrünes Stück Pergament – ohne Zweifel ein Vordruck – und setzt seine Unterschrift sowie ein Siegel darunter.

Ich entschließe mich, mich erst einmal umzuziehen, wegen der momentanen Panik bin ich völlig durch geschwitzt. Als ich die Tür zum Gemeinschaftsraum versuche zu öffnen, ist sie abgeschlossen. Nichts, was sich nicht mit einem einfachen Alohomora lösen lässt.

Als die Holztür mit einem leisen Klick auf springt, bereue ich mein Vorgehen sogleich wieder.

In dem hinteren Teil des Raumes befinden sich Riley, keuchend über den Tisch gebeugt, sowie ein mir unbekannter Mann in einer eindeutigen Position. Beide starren mich geschockt an. Ich dürfte nicht minder überrascht sein, verlasse den Raum und schließe hektisch die Tür.

Ich schaffe es, ruhig zu bleiben, was man von Barty nicht behaupten kann.

Er lacht lauthals über meine Verunsicherung bis er sich verschluckt – was sich auf beunruhigende Weise darin äußert, dass ich husten muss. Mir war nicht klar, dass er so einen großen Einfluss auf meine körperlichen Regungen hat. Eindeutig ein weiterer Punkt auf meiner Liste „Negative Nebeneffekte, wenn man seinen Körper mit einer zweiten Seele teilt".

Die Umstehenden werfen mir verwirrte Blicke zu, als hätte ich eine Boa aus pinken Fwuuperfedern um den Hals – ein Accessoire, was ich Dolores Umbridge durchaus zutrauen würde.

Ich gehe den Gang in Richtung Bibliothek entlang.

„Was ist eigentlich so lustig, Crouch?" zische ich ungehalten. Lachen im Kopf ist nicht sehr angenehm, tatsächlich führt es zu verstärkten Kopfschmerzen.

Ich erinnere mich nur an eine ähnliche Situation. Zwei männliche Todesser – ich war nicht darunter nicht, denk gar nicht erst daran – haben bei einem Bankett – heimlich natürlich – ihren, erm, Gelüsten nachgegeben. Der Lord hat es herausgefunden und sie bestraft.

Nicht ganz vorurteilsfrei, dein Meister, wie?Die Erkenntnis enthält eine bittere Ironie.

Als Crouch zu einer Erwiderung ansetzen will, holt Riley mich ein. Sein Kopf ist hochrot, als er mich nervös anspricht.

„Ophelia, wie – wie viel hast du – gesehen?"

„Genug um zu wissen was da gerade abging, aber..."

„Bitte", stottert er hektisch. Ich hasse es, unterbrochen zu werden. „Erzähl niemanden davon, es –es war..."

„Was eigentlich ist dein Problem? Ich bin nicht homophob, wie so viele im Ministerium. Homosexualität ist seit über 30 Jahren in der Zaubererwelt legaL!" Riley zuckt zusammen, da ich den letzten Teil durch den Korridor geschrieen habe. Wieder einmal habe ich es geschafft die Aufmerksamkeit des halben Stockwerks auf mich zu ziehen. Normalerweise ist das Tonks' Schicksal. Ich bin mit den Nerven wirklich am Ende. Für solche Extremsituationen, wie die Seele eines Todessers im Kopf zu haben, wird man nicht trainiert. Peinliche Stille.

„Riley. Eine Sache noch."

„Was?" Panik liegt in seiner Stimme.

„Schließt das nächste Mal etwas besser ab."

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Mal sehen ob der Slashfaktor mir mehr Reviews einbringt. ;-)

Ruhig durchatmen. Alles ist in bester Ordnung, Barty. Als du Slash ankündigtest, habe ich mir schon um mich Sorgen gemacht.

--- Unsicher in deiner sexuellen Orientierung, Crouch? ---

Ganz und gar nicht. Damals in Hogwarts sind die Mädchen nur so auf mich geflogen.

--- Da hast du Snape sicher etwas voraus. ---

Snape? Der Verräter? Was kann der schon außer Tränke mischen? Ich - ich bin der treueste Diener des Dunklen Lords! Ich allein habe...

--- Schon gut. Du solltest schleunigst wieder mit dem autogenen Training anfangen. ---

Eine Runde Muggel-Foltern ist weitaus entspannender. Aber du lässt mich ja nicht.

--- Wie soll ich denn dann die FF zu Ende schreiben? Die Schreie im Hintergrund würden mir die Inspiration nehmen! ---

Wer redet denn von Hintergrund? Zungentick