Kapitel 10: Disco Boy
Ich
hatte mit dem Kapiteltitel echt ewig Probleme, weil ich es nicht mag,
Kapitel zu schreiben,
deren Titel ich noch nicht weiß (total bescheuert, aber was soll man
machen^^) und irgendwann ist mir dieses Lied von Frank Zappa in den
Sinn gekommen^^ Vielleicht kennt es der ein oder andere von euch,
wenn nicht, unten steht ein Link :D Ist echt lustig^^
Viel
Spaß beim neuen Kapitel ;)
.com/watch?v=eBpce1EA9Ec
Frank
Zappa - Disco Boy
Hrm … wisst ihr was? Mich würde mal interessieren, ob diese Story hier überhaupt gelesen wird . Sie ist nämlich echt oft angeklickt (bis jetzt 1080 mal) und ich hab gerade mal 7 Kommentare bekommen^^° Ich wollte eigentlich nur wissen, ob es sich lohnt, sie weiter zu posten ôo)
Hatte
er das ernsthaft gesagt, hatte sie sich verhört oder halluzinierte
sie?
Hermine war sich nicht sicher und dementsprechend planlos war
ihr Gesichtsausdruck.
„Oh, Granger, reiß dich zusammen, bitte,
das war kein Liebesgeständnis!", schrie er in ihr rechtes Ohr und
sie schüttelte sich, um ihre Gedanken frei zu machen.
Natürlich
war es kein Liebesgeständnis, aber es kam dem gleich, wenn man
bedachte, wie sehr Malfoy und sie sich seit sieben Jahren hassten.
Und deshalb war sie verwirrt und musste erst einmal ihre Gedanken
sortieren: „Entschuldige mich, ich muss schnell aufs Klo. Bleib
hier", rief sie und wollte sich gerade umdrehen, als er sie erneut
festhielt.
Irritiert drehte sie sich um, doch er erwiderte nur
empört: „Hier
bleibe ich sicher nicht stehen! Lauter Muggel!
Granger!"
Kopfschüttelnd boxte sie sich in Richtung Toiletten,
mit dem Blondschopf auf den Fersen.
Als sie angekommen waren,
zischte Hermine in gemäßigter Lautstärke, da man die Musik fast
nicht mehr hörte: „So. Komm bloß
nicht
auf den Gedanken, mir noch weiter zu folgen."
„Das hatte ich
nicht vor", zischte er ebenfalls: „Glaubst du, ich habe keine
Bedürfnisse?"
Und mit dieses zweideutigen Worten verschwand er
in der Jungentoilette.
Hermine öffnete ihrerseits die Türe und
fragte sich, warum Draco immer so lange brauchte, um Ausreden zu
finden, vorher aber generell seine eigentlichen Anliegen
ausplauderte.
Nachdem
sie sich wieder getroffen hatten, kehrten die beiden Hogwartsschüler
zurück auf die Tanzflüche und schon nach einigen Metern stoppte
Draco erneut unangenehm berührt. Hermine, deren Handgelenk er
umklammert hatte, strauchelte und drehte sich genervt um.
Er
schüttelte den Kopf, aber während sie ihn weiterzog, fragte er
sich, ob sein Allerwertester widernatürliche Anziehungskräfte
hatte.
Draco
der misshandelte Zauberer.
Draco das Opfer.
Klang nicht gut.
Er
blickte erste wieder auf, als das Schlammblut (er sollte sich den
Namen abgewöhnen, es hörte sich schrecklich an) anhielt.
Er
blickte sich vorsichtig um und stellte erleichtert fest, dass sie ihn
in eine halbwegs unbelebte Ecke gezogen hatte. Wortlos lehnte er sich
an die Wand und sie stand regungslos vor ihm.
Sekunden,
vielleicht Minuten vergingen und nichts passierte, doch dann stand
plötzlich ein hässlicher Jugendlicher vor Hermine und rief so laut,
dass es auch Draco hörte: „Na, Schönheit, ist dir Blondie nicht
zu langweilig? Komm mit mir, dann hast du heute noch viel
Spaß!"
Angewidert starrte Hermine den muskulösen, aber relativ
kleinen Kerl an und schwieg.
„Sprachlos? Ich weiß, ich bin
schön. Und nicht so schweigsam wie deine seltsame Begleitung. Also
komm schon!"
Er zerrte an ihrem Arm und reflexartig nahm Draco
den anderen, während er den Amerikaner anfunkelte. Er zog die
Gryffindor an seine Brust und obwohl sein Gegenüber eine stämmige
Form hatte, war der Blonde viel einschüchternder, denn er war um
über einen Kopf größer: „Lass Gr – Her – meine Freundin in
Ruhe, oder du wünschst dir, nie geboren zu sein!"
Sein
Ton war sehr bedrohlich und augenblicklich ließ dieser Idiot ihr
Handgelenk los, was die Brünette sichtlich erleichterte.
Sie war
bedrängt wie das Huhn im Korb und so war es auch schon mit Harry und
Ron oft gewesen, wenn auch nie auf dieser Beziehungsebene.
Sie
hasste es.
Aber sie mochte, dass Draco sie beschützte.
Und es
war ein interessantes Gefühl, wenn er sie seine
Freundin
nannte.
Natürlich war das nur, um den Kerl abzuwimmeln, aber es
... Egal.
Sie lag immer noch in seinen Armen.
Der
Beschützerinstinkt sowie die eigene Arroganz – niemand nannte ihn
langweilig – hatten gewonnen und so bemerkte Draco beinahe nicht,
dass er Granger noch in den Armen hielt. Er bemerkte es, als er etwas
roch, das nicht
sein Duschgel
war.
Er duftete nach Chanel oder Hugo Boss, wie es ihm gerade
beliebte, aber nicht nach Pfirsich oder Vanille oder Kirsche. Und in
etwa diese Gerüche sammelten sich gerade in seiner Nase.
War es
normal für Muggel, dass Obstverkäufer in Discos tätigten?
Er
war sich nicht sicher.
Verwirrt blickte er nach unten, da auf
seiner Augenhöhe in den nächsten Metern nichts zu entdecken war und
stellte entsetzt fest, dass es sich bei den Aromen um Granger
handelte.
Nun, unter diesem Aspekt wohl eher Fäulnisse, aber das
war nicht das Thema.
Unsicher fragte er sich, warum die Gryffindor
sich an ihn presste, bis er irritiert feststellte, dass sein Arm sie
hielt.
Hatte er vorhin etwa nicht losgelassen?
Wie
peinlich.
Aber eine angenehme Figur zum Festhalten hatte sie, mit
ihr konnte man sicher auch gut tanzen. Und, es war amüsant, das
Dekolletee, über das sie sich noch so aufgeregt hatte, schien ihr
inzwischen vollkommen egal.
Er konnte sich nur zwei Gründe
vorstellen.
Erstens, alle anderen weiblichen Wesen hier
offenbarten noch mehr und das sicherte sie ab, oder zweitens, ihr war
aufgefallen, dass sie es sich, im Gegensatz zu eben erwähnten
anderen, leisten konnte.
Sein
Entschluss stand.
Sein Arm lag weiter um die Gryffindor, doch er
schob sie bestimmt auf die Tanzfläche und nahm praktische
Privatstunden in Muggel,
dem neuen Trendtanz für alle Reinblüter.
*
Am
Sonntag erwachte Hermine zum ersten Mal in diesem Schuljahr mit dem
Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben.
Schließlich hatte sie
sich am Abend zuvor mit diesem seltsamen, blonden Jungen neben ihr
vergnügt.
Nein, es war nichts gelaufen.
Aber er konnte tanzen,
wenn er wollte und er konnte es gut.
Sie waren lange weg gewesen,
dementsprechend war es sicher spät.
Und irgendwie hatte sie ein
schlechtes Gewissen.
Das Mädchen mit dem momentan wirklich sehr
buschigen Haar drehte sich in ihrer Betthälfte um neunzig Grad und
blickte genau in dem Moment auf die Uhr, als eine kleine Eule an ihr
Fenster flog.
Da hatte wohl jemand gar keine Bedenken wegen dem
Geheimhaltungsabkommen, das sie in einer Woche mit Vertretern der
ganzen Welt diskutieren würde.
Sie quälte sich aus dem Bett und
warf noch einen schnellen Blick auf den Wecker, der ihr verkündete,
dass es in etwa zehn Uhr war.
Langsam öffnete sie das Fenster,
nachdem sie möglichst leise hingetappt war und nahm einen Brief
entgegen, der an sie adressiert war:
Hermine,
du
weißt vielleicht, dass heute mein letzter Tag hier ist und ich
dachte, wir könnten vielleicht noch einmal etwas gemeinsam
unternehmen.
Kannst
Malfoy gerne mitbringen, ich freu mich immer, wenn ich ihn ärgern
kann. Vielleicht magst du einfach an den Laden kommen? Ich übernachte
dort.
George
Etwas
hin– und hergerissen zwischen dem Drang, Malfoy zu wecken oder ihn
schlafen zu lassen, weil er sonst sicher schlechte Laune hätte,
begab sich Hermine ins Bad, um sich fertig zu machen.
Schließlich
konnte sie den Slytherin heute auch allein lassen, es stand nichts
auf ihrem Plan.
Als
sie fertig war hatte sich die Überlegung erübrigt, Draco war wach
und saß auf einem Stuhl, während er den Brief las.
„Kommst du
mit?", fragte Hermine unvermittelt und er hob seinen Blick: „Ich
denke schon. Sonst habe ich nichts zu tun, und vielleicht erwähnt
das Wiesel unterschwellig ein paar Tötungsmethoden."
„Wie
kommst du den darauf?"
Er zuckte die Schultern: „War es jemals
ungefährlich, wenn er und sein Bruder etwas erfunden haben?"
Kurze
Zeit später berührte Hermine den Stadtplan von San Francisco,
blickte sich um und drückte dagegen. Sie fiel einfach hindurch und
stand nun neben Draco, der bereits vor ihr das ‚Rohrholm'
betreten hatte.
Wortlos machten sie sich zusammen auf den Weg zum
buntesten aller Geschäfte, wo sie George Weasley aufgabeln würden.
Als
sie dort angekommen waren, stellte Draco bestürzt fest, dass ganze
Herden von Zauberern und Hexen Weasleys
Zauberhafte Zauberscherze geentert
hatten und murmelte: „Ihr findet mich in Riddle's
Secrets."
„Bist
du wahnsinnig? Diesen Laden betrete ich nicht noch einmal!", rief
Hermine empört und hielt Malfoy am Ärmel fest, als dieser schon
seinen Fluchtkurs angetreten hatte.
Missmutig blickte er sie an
und sagte dann: „Gut. Dann schick Weasley rein."
Er riss sich
los und stürmte von dannen.
Die Brünette sah ihm kopfschüttelnd
hinterher und wollte sich gerade auf die Suche nach George machen,
als sie im Augenwinkel sah, wie der Slytherin ohne jeden erkennbaren
Grund strauchelte und beinahe hinfiel.
Was war denn nun los?
Sie
sah verwirrt zu, wie der Blonde wieder zum Stehen kam, bei
Weiterlaufen aber erneut stolperte und diesmal endgültig hinfiel.
Und
es fiel ihr wie Schuppen von den Augen.
Sie rannte auf Malfoy zu
und rief: „Warte! Du musst mit mir mitkommen!"
Über
seine Schulter erblickte er sie und fauchte dann: „Lass diese
lyrischen Liebeserklärungen und erklär mir, was los ist!"
Etwas
keuchend kam sie vor ihm zum Stehen und meinte: „Ich sagte doch, du
musst mit mir mitkommen."
„Ich sagte doch, lass das",
schnarrte er, nun wieder stehend: „Und erklär mir, was das soll,
habe ich auch schon erwähnt."
„Nun ... Ich habe dich doch
gestern mit einem Zauber belegt nicht?", antwortete Hermine leicht
peinlich berührt und sie senkte ihren Kopf, um ihm nicht in die
kalten, grauen Augen blicken zu müssen: „Ich habe wohl vergessen
... ihn wieder von dir zu nehmen."
Er
sagte nichts und starrte sie nur an.
Das war nicht ihr Ernst,
oder?
Er hatte nicht
ernsthaft
annähernd vierundzwanzig Stunden im unmittelbaren Umkreis von
Hermine Granger verbracht?
Hundert Meter, oder wie viel der
Höchstabstand war. Nicht viel. Nicht gut.
Eine Bewegung der
Gryffindor ließ ihn aufschrecken. Sie zog ihren Zauberstab und
richtete ihn auf sie? Was sollte das?
Doch zu seiner Erleichterung
murmelte sie nur: „Liberatio" und meinte immer noch verlegen:
„Ich hole dich dann in ein paar Minuten ab."
Mit diesen Worten
wandte sie sich um und Draco schlenderte zu den schwarzmagischen
Geschäften.
Nachdem
Hermine George aufgelesen hatte, machten sie sich zusammen auf, Draco
zu holen. Hermine weigerte sich, Riddle's
Secrets
noch einmal zu betreten, also ging George hinein und kam kurze Zeit
wieder hinaus, mit Malfoy im Schlepptau, der ein verdächtig
zufriedenes Grinsen zur Schau stellte.
„Was ist so toll,
Malfoy?", fragte Hermine argwöhnisch und der Angesprochene meinte
nur: „Hab' schöne Artefakte entdeckt."
Sie sollte in
Zukunft aufpassen, in welche Geschäfte sie ihn ließ.
Zusammen mit George verließen die beiden Hogwarts-Schüler das magische Einkaufszentrum, um dem Weasley an seinem letzten Tag abschließend die Muggelstadt zu zeigen. Hermine hatte sich für die Innenstadt entschieden und Draco nahm es hin, was hätte er schon dagegen sagen können? Er wäre sowieso lieber in der magischen Gegend geblieben.
Gemeinsam
betraten sie ein Einkaufszentrum der Muggel und George deutete auf
ein Geschäft: „Da gehen wir rein, okay?"
Draco und Hermine
drehten sich um und beiden entglitt der Gesichtsausdruck: George
hatte diabolisch grinsend auf einen kleinen Laden voller knallbuntem
Schmuck gedeutet.
„Nein", erwiderte Draco brüsk und wandte
sich der Rolltreppe zu, einem Gerät, das ihm vielleicht suspekt war,
aber Granger hatte ihn darüber aufgeklärt und es war ihm lieber als
kitschiger Kleine-Mädchen-Schmuck.
„Aber vielleicht finde ich
da eine Inspiration, wie ich mehr weibliche Kundschaft im Alter
zwischen vier und zehn bekomme."
„Diese Zielgruppe hat noch
kein Geld, George", warf Hermine skeptisch ein, aber Draco riss
empört den Mund auf: „Ich bin zwar kein Mädchen, aber ich hatte
in dem Alter schon massenhaft Kohle, mehr als du jetzt hast!"
„Glaube
ich nicht –", entgegnete das einzige Mädchen, doch der Rotschopf
unterbrach sie mit leuchtenden Augen: „Welcher Vater kauft seinen
lieben Mädchen nicht gerne schöne, kunterbunte Kettchen, die nach
Bedarf Feuer spucken oder Stinksaft spritzen?"
Und ohne weiter
auf die anderen beiden zu achten stürmte er auf den Laden zu und
ergeben folgten die Jüngeren ihm.
„Granger, wie wäre es, wenn
die Kettchen ein tödliches Pulver absondern?"
„Da stirbt man
doch selbst dran."
„Deswegen wird es doch verkauft, weniger
kleine Mädchen."
Hermine lächelte schwach, doch mit jedem
Schritt, mit dem sie sich der Boutique näherte, verblasste es mehr,
Dracos Nasenspitze indes wirkte ungesund bleich, als sie gemeinsam
die Schwelle zum kunterbunten Tod überschritten.
In
etwa zwanzig Minuten später verließen sie die persönliche Hölle
wieder, George hatte ein paar Inspirationen ergattern können und
Hermine, die sich dezent mit Draco in einer Ecke versteckt hatte,
zahlte so schnell wie möglich, um dann anzukündigen, sie hätte
einen Bärenhunger.
Also steuerten sie nun auf einen Imbiss zu,
als George plötzlich unvermittelt fragte: „Streitet ihr euch
eigentlich nicht mehr? Ich hatte noch gar nichts zu lachen
heute."
„Bis jetzt haben wir uns gegen dich verbündet,
Wiesel, du hast heute schon mit Terror aufgewartet, nicht Granger",
erwiderte Malfoy giftig und George war um so erfreuter: „Dann bin
ich heute dein Intimfeind?"
„Diesen Platz hat Harry inne. Und
..."
Doch der eisige Blick Malfoys ließ Hermine abrupt
verstummen und George aufhören: „Wer noch?"
„Niemand",
erwiderte der Slytherin abschließend und kurz darauf erreichten sie
den Hot Dog-Stand, wo sie alle auf Dracos Kosten speisten, weil
Hermine schon den Schmuck gezahlt hatte.
George versprach als
Ausgleich die ersten Prototypen der Stinksaft spritzenden Ketten.
Danach schlenderten sie die Blöcke der Market Street entlang, jedoch war George eher enttäuscht vom mangelnden Aufgebot lustiger Geschäfte und so beschlossen sie, nach Chinatown zu gehen. Laut Hermine gab es dort viele unnützen Geschäfte und Draco verkündete enthusiastisch, er würde sich ein Samuraischwert kaufen, um Ron den Kopf abzuhacken, wenn er ihn das nächste mal sah.
Als
sie aus einer dunklen Gasse in eine andere dunkle Gasse appariert
waren, stellte Draco plötzlich entsetzt fest, dass auf der großen
Straße keine fünf Meter weg von ihm eine Katze saß.
„Oh, die
ist ja niedlich, komm her, Miez", kicherte Hermine: „Ich sollte
dich als Freundin für Krummbein mitnehmen."
„Hermine, ich
glaube, das ist ein Kater. Er hat einen Schw ... Malfoy, warum klebst
du zitternd an meinem Arm?"
„K– K– Katze", stammelte der
Angesprochene mit bleichem Gesicht.
„Ja, eine Katze, und?",
fragte Hermine verwundert und machte: „Shhh", damit das Tier
verschwand und Draco wieder normal reden konnte.
Nachdem
der Kater gefaucht hatte und dann wegstolziert war, atmete der blonde
Slytherin erleichtert auf und nahm danach sofort wieder seine
arrogante Haltung ein: „Was ist jetzt, können wir das hier hinter
uns bringen?"
Hermine und George sahen sich kurz an und grinsten
dann: „Nicht, bevor du uns erklärst, was du gegen Katzen hast."
Zehn
Minuten später kugelte sich der einzige Weasley in der Umgebung
immer noch und auch die Brünette grinste, Draco jedoch blickte stur
irgendwohin, Hauptsache nicht in eines der erheiterten
Gesichter.
„Ich glaub's nicht, Malfoy, du hast ernsthaft eine
Katzenallergie und eine Katze in unserer Schule schleicht sich seit
dem dritten Schuljahr in deinen Schlafsaal, um auf deinem Bett zu
schlafen?"
„Ich hab es dir ungefähr hundert mal erklärt,
Weaselbee, ja", zischte Malfoy genervt und fuhr fort: „Dieses
hässliche Biest, es könnte echt dir gehören, wenn du nicht schon
lange von der Schule wärst!"
„Wieso?", wollte Hermine
erstaunt wissen: „Katzen stellen keine Scherzartikel her."
„Gehirn
benutzen, Granger", schnarrte Malfoy: „Das Vieh hat rotes Fell."
Er
ging noch zwei Schritte, dann fiel ihm auf, dass seine Begleitung
zurückgeblieben war. Er drehte sich entnervt um und fragte: „Noch
nie von Katzen mit rotem Fell gehört?"
George starrte
abwechselnd ihn und Hermine an, doch diese wühlte geistesabwesend in
ihrer Tasche.
„Granger, lass das, ich will weitergehen."
„Ist
das die Katze, die du meinst?", fragte sie ihn ignorierend und
hielt ihm ein Bild von Krummbein vor.
Verwirrt schaute er das Foto
an, nickte dann, wartete und verengte seine Augen nach einigen
Sekunden der Überlegung zu Schlitzen: „Das ist deine Katze,
Granger!"
Sie nickte. George trat zu ihnen nach vorn und hatte
schon wieder sein typischen Grinsen auf dem Gesicht: „Ganz toll,
Hermine. Wegen dir hat Malfoy Schnupfen."
„Ich habe keinen
Schnupfen", entgegnete der Gemeinte und errötete.
Hermine
überlegte ... Katzenallergie äußerte sich neben Schnupfen noch
durch ... unangenehm juckende Pusteln ... wo noch mal?
Sie wurde
bleich und starrte Malfoy an.
Auch George schien überlegt zu
haben und grinste jetzt mehr denn je: „Die hatte ich auch schon,
gibt kein Mittel. Aber in der Zeit ..."
„Ich weiß, immer wenn
Grangers Katze da war, habe ich keinen weiblichen Besuch mehr.
Korrekt."
Gekränkt wandte Malfoy sich ab und auch Hermine war
plötzlich sehr interessier an der Auslage einer chinesischen
Bäckerei, während George vor Lachen beinahe umkippte: „Krummbein
mag dich eben, Malfoy, Pech gehabt."
Nachdem
sie noch ein paar hässliche Kuschelpandas, Windspiele und ähnliches
für George und ein riesiges Schwert für den Slytherin erstanden
hatten, machten sie sich erneut auf die Suche nach einer
unscheinbaren Gasse, in der sie apparieren könnten.
Hermine
vernahm von Draco unangenehm oft die Worte ‚schleifen', ‚köpfen'
und ‚Weasley', doch sie hatte andere Sorgen.
Sie
würde mit Malfoy in einem Turm wohnen, sobald sie nach Hogwarts
zurückkehren würden. Das bedeutete, sie hätte ihre restliche
Schulzeit ständig Malfoy um sie herum. Und nicht nur das, sie müsste
ertragen, wie er Nacht für Nacht irgendwelche Flittchen mit in sein
Zimmer nahm. Würde sicher laut werden und sie wollte nun mal
schlafen.
Auf der anderen Seite hatte sie die Universalwaffe,
nämlich Krummbein. Aber wollte sie das irgendjemandem antun? Dieser
Ausschlag juckte sicher ungemein.
Dabei war es nur Malfoy ...
Ohne dass sie es richtig realisiert hatte, stand sie erneut in einer Gasse und die anderen beiden schauten sie an. George fragte: „Hast du's, Hermine? Ich habe Mum versprochen, dass ich so gegen zehn Uhr morgens daheim bin, um vor der Arbeit noch einmal bei ihr vorbei zu schauen. Dafür muss ich in zehn Minuten apparieren, ich muss ja ein paar Zwischenstops einlegen."
Hermine nickte, sie hatte vergessen, dass man beim interkontinentalen Apparieren möglichst den Landweg nehmen musste und dafür musste George über Grönland und Kanada reisen, was ihm aufgrund der großen Entfernung mindestens zwei Zwischenstops bescherte.
Nacheinander apparierten sie vor die Filiale von Weasleys Zauberhafte Zauberscherze.
Dort
angekommen bedeutete der Weasley den beiden zu warten und rannte nach
innen.
Kurz darauf erschien er mit einem Koffer wieder und
verkleinerte diesen magisch.
„Also,
Miss Granger, Mister junger Malfoy, es war mir eine Ehre", meinte
George mit herausgestreckter Brust und gab beiden die Hand.
Er
nahm wieder seine normale Haltung an und grinste nun wieder wie
sonst: „War schön, euch getroffen zu haben. Wir sehn uns sicher
bald wieder, Hermine."
Diese nickte und lächelte
ebenfalls.
George nickte Malfoy noch einmal kurz zu, drehte sich
dann kurz im Kreis und verschwand.
„Was
genau ist anders an ihm als früher?", wollte Malfoy unvermittelt
wissen, als er mit Hermine auf dem Weg zum Hotel war.
Diese
antwortete bedrückt: „Sein Zwillingsbruder ist tot. Wie würde es
dir gehen?"
Draco antwortete nicht.
Nachdem
sie ihr Zimmer betreten hatten, ließ Hermine sich in ihren
Lieblingssessel fallen, schreckte aber gleich wieder auf: „Wir
haben noch gar keinen Plan für nächste Woche!"
„Ist das
überhaupt nötig?", wollte der Eisprinz persönlich wissen, er lag
auf dem Bett und würdigte der Brünetten keines Blickes.
„Es
hat doch gut geklappt dieses Mal! Und außerdem sind in acht Tagen
bereits die Konvente!"
Nach dem letzten Satz wurde Gryffindors
Bücherwurm plötzlich sehr hibbelig.
„Na und?", erwiderte
Draco gelangweilt: „Eine Woche mit und eine ohne ist doch okay.
Oder mach es morgen früh. Ich will jetzt nichts mehr arbeiten."
Er
schwieg und Hermine zischte: „Letztes Mal habe ich es auch alleine
gemacht."
Sie starrte ihn auffordernd an, doch er fixierte die
Decke und sein Gesicht wurde mit jeder Sekunde ungläubiger.
„Was
ist denn jetzt, Malfoy?"
„Wir ... Wir sind schon über eine
Woche im selben Zimmer und ... leben beide noch."
Verwunderte Blicke beiderseits, doch im Inneren wusste sowohl Hermine als auch Draco, dass es gut so war.
---
Keine
Ahnung, ob's den Zauberspruch wirklich gibt, aber was solls xD
Liberatio ... Komisches Wort^^ Also eine Option xD
Und
Malfoys Katzenallergie war eine absolute Spontanidee, irgendwas hat
noch gefehlt, mit dem George ihn aufziehen konnte^^ Eigentlich waren
auch die Allergiesymptome nur als Scherz gemeint, aber eine
aufmerksame Leserin bei hat ein wenig nachgeforscht und
herausgefunden, dass so etwas in der Richtung tatsächlich möglich
ist :D Ich hoffe sehr, euch hats gefallen^^
