A.N.: *atmet tief durch* Neue Harry Potter-Filmbilder, inklusive des Schauspielers des Tom Riddle. *ächzt* Ich glaub, Alan Rickman, Maggie Smith, Rupert Grint und Emma Watson werden jemanden in ihre Runde aufnehmen müssen *lächelt scheel* Der Typ ist toll! *swoon*
Übrigens freue ich mich total, dass ihr alle Marvinius mögt... hat sich ganz von allein geschrieben... vielleicht ein bisschen fehlerlos der Gute, aber er ist ja auch erst ein Kapitel da und Minervas Sohn *uffta*
An alle, die fragten, ob Marvinius mal auf Victoria trifft: in Minervas Beisein ist das ungefähr so wahrscheinlich wie ein Treffen mit Unterhaltung von Harry und Blaise (ich mag die... ;))
Hat mir wer nen Kalender von '97?
Der letzte Satz des Kapitels stammt aus Urotsukidoji... von Faust Münchhausen... und der Grundstock der Idee des Ende dieses Kapitels stammt aus Xela Lupes ‚In His Footsteps' *nur mal so anmerken wollte*

@Inca: *japst* Ganz ruhig *lacht* Gratuliert hatte ich dir ja schon, aber hier noch mal: Herzlichen Glückwunsch nachträglich! Und vielleicht solltest du dich eher auf andere Charas konzentrieren als auf Amanda.. die ist zwar auch nicht unwichtig, aber es gibt wichtigere Leute! *hint* ;)

@Gilora: Also, MEINE Amanda ist keine Ente *lacht* Ist das die, die euch jetzt mit vielen kleinen extra zu stopfenden Mäulern gesegnet hat? :)

@Ianis: Also, ich denke auch, es könnte schlimmer kommen als 'Marvinius'.. ich meine... Spinnenhirn ist ja wohl ungeschlagen *unterdrückt krampfhaft ein schallendes Gelächter*. Fühl dich also nicht als Sündenbock *knüll* Ich wollte nur das Copyright aufrecht erhalten *mö?*

@Sanne: Hat geklappt *knull* Danke, Liebes! *knuddeldrück* Ich persönlich mag Kapitel 9 Lieber, glaube ich...

@Jubilee: Einmal Fortsetzung frei Haus *g* Freut mich, dass du meinst, dass ich besser werde *gibt sich Mühe* Wirklich :)

@Avenahar: He, Victoria ist wieder dabei, klar *lacht* Wenn auch nur kurz :)

@Maxine: Tja, ganz besonders die Szene, in der sich Minerva und Marvinius das erste Mal wieder sehen, hat mir mit am meistens Spaß gemacht, mir aber auch die meisten Nerven gekostet *lacht*

Euch allen: Vielen, vielen Dank! Freue mich immer über Reviews *hint*

Also, alles klar *hüstel* widmen wir uns Minerva... und dem grünhaarigen Etwas *he*

Ich spüre ein Bedürfnis und mein Hirn dreht sich im Kreis
so was Destruktives ganz tief in mir drin.
Ich versuch mich noch zu wehren und ich spüre kalten Schweiß
und ich frag mich, ob ich noch bei Sinnen bin.
Geisterfahrer - WIZO
(bezogen auf eine winzige Zeile... nur eine...)

ix Wut und Taktik

Ein leicht fahles Licht fiel durch das geöffnete Fenster in Minervas Wohnzimmer und brach sich in den Rauschschwaden, die Amandas Zigaretten hinterlassen hatten und die jetzt langsam durch das Fenster aus dem Raum zogen.

Die Teetassen und die Kanne waren weggeräumt und es war still im Raum.
Minerva stand am Fenster und blickte hinüber zur Tür, die sich erst vor kurzer Zeit geschlossen hatte, als das Team den Raum verlassen hatte.

Minerva hatte den Abend genossen.'
Unverfängliche... nun, größtenteils unverfängliche Gespräche, viel Tee und Rooibos mit Menschen, denen man vertrauen konnte.

Es wurde Zeit, zu Bett zu gehen, aber etwas hielt sie davon ab.

Sie wandte den Blick von der Tür ab und sah aus dem Fenster hinaus. Vereinzelte, schwere Tropfen begannen zu fallen. Minerva streckte eine Hand aus dem Fenster und fing einen der Tropfen auf. Es würde ein eisiger Regen werden.

Eine Windböe wehte durch das Fenster und ließ sie frösteln.

Sie schloss das Fenster nicht, sondern verließ nur das Zimmer. Sie hatte nichts gegen Amanda, sie mochte sie und war froh, dass sie in Hogwarts war und dass es ihr besser ging, viel besser, als Minerva befürchtet hatte, aber sie hasste Zigarettenrauch, weshalb sie das Fenster offen lassen würde bis auch die letzte Rauchschwade verzogen war.

Minerva betrat ihr Schlafzimmer und sah sich um.

Sie schloss kurz die Augen.
Jetzt war der Augenblick gekommen, ins Bett zu gehen.

~*~

Minerva hörte leise Stimmen, als sie früh am nächsten Morgen auf dem Weg nach unten zum Frühstück war. Sie verlangsamte ihre Schritte.
Sie verstand nur Bruchstücke, doch die Stimmen kannte sie.

Ein Gedanke kam ihr, den sie am liebsten sofort verdrängt hätte und sie beschleunigte ihre Schritte wieder, bis sie die beiden Schülerinnen sah.

Ein Fremder hätte sie für Freundinnen halten können, wie sie da standen:
Lindzay mit dem Rücken an der Wand stehend, Victoria vor ihr, eine Hand auf der Schulter der Jüngeren, leicht vorgebeugt und leise zu ihr sprechend, ein Lächeln auf den Lippen.

Minerva spürte, wie sich ihre Atmung beschleunigte.
"Miss Plaggemeyer. Miss Breadshaw." Ihre Stimme war leise, aber eisig, "Was tun sie hier?"

Die beiden Mädchen wandten ihre Köpfe in Minervas Richtung.
Während aber Lindzay so aussah, als würde sie sich ruckartig entspannen, sah Victoria Minerva aus vollkommen verschlossenem und kaltem Gesicht an.

Mit wenigen Schritten war Minerva bei den Schülerinnen angelangt.
"Ich warte."

"Ist es verboten, dass sich zwei Schülerinnen morgens vor dem Frühstück unterhalten?", fragte Victoria leise, ohne eine Schwankung in ihrer Stimme.

Minervas Lippen wurden schmal, als sie Victoria ansah.
"Unterhalten,", sagte sie und wandte sich zu Lindzay, "und worüber haben Sie sich unterhalten?"

Lindzay warf Victoria einen kurzen Blick zu.
"Schule...", presste sie hervor.

Victoria lächelte kühl.
"Ja...", sagte sie sanft, "wie schön es ist, mit den anderen Schülern zurecht zu kommen."

Minerva spürte Wut in sich aufkommen. Sie kniff die Augen zusammen.
"Hat sie Ihnen gedroht?", fragte sie Lindzay gedehnt.

Das Mädchen suchte offensichtlich nach Worten und schluckte dann, sagte aber nichts.

Im Grunde reichte Minerva das. Und dennoch fragte sie noch einmal:
"Hat Miss Plaggemeyer Ihnen gedroht, Miss Breadshaw?" Sanfter diesmal.

Lindzay atmete aus und nickte kurz.
"Ja."

Minerva presste die Kiefer aufeinander.
"Womit?"

"Was ich tun würde... soweit war ich noch gar nicht." Victoria klang amüsiert.

"Sie sprechen erst, wenn Sie gefragt werden.", sagte Minerva eisig zu ihr, sah aber fast augenblicklich Lindzay wieder an, "Was hat sie gesagt?"

Lindzay knetete nervös den Saum ihres rechten Ärmels durch, ohne etwas zu sagen.

Minerva seufzte.
"Kommen Sie mit, Lindzay." Sie sah Victoria kurz an. "Sie kommen heute Mittag nach Ihrer Verwandlungsstunde mit in mein Büro.", sagte sie frostig.

Victoria lächelte kurz und verschwand dann.

Minerva sah ihr mit zusammengepressten Kiefern hinterher und legte Lindzay dann eine Hand auf die Schulter.

"Kommen Sie.", sagte sie sachte und dirigierte das Mädchen in Richtung ihres Büros.

"Was ist passiert, dass Sie derartig nervös waren?", fragte Minerva, als sie und Lindzay in ihrem Büro saßen und wieder einmal fand Minerva, dass sie dringend Couch, Sessel und Tisch bei dem Kamin brauchte.

Lindzay zuckte mit den Schultern und sah auf ihre Hände.
"Ich... weiß es nicht...", sie gab einen undefinierbaren Ton von sich, "gestern im Gemeinschaftsraum habe ich mich wohl für Miss Plaggemeyers Verhältnisse zu weit aus dem Fenster gelehnt." Sie sah auf.

"Wie?", fragte Minerva. Dann seufzte sie kurz. "Lindzay... ich hatte Sie gebeten, nichts Unvernünftiges zu tun."

"Nein!" Lindzay schüttelte energisch den Kopf. "Ich habe mich unterhalten... mit... Miriam, Hermine, Ron und Ginny... Harry war nicht da... Quidditchtraining..." Sie machte eine Handbewegung. "... und... irgendwie sind wir auf Victoria zu sprechen gekommen. Wir waren alle ein bisschen unzufrieden, weil sie uns in der letzten Zaubertränkestunde der Siebtklässler 20 Punkte ‚gekostet' hat." Sie verzog das Gesicht. "Und irgendwie sind mir... ein paar... unschöne... Bemerkungen rausgerutscht.", sagte sie schnell.

"Und Victoria war im Raum."

Lindzay zuckte mit den Schultern.
"Ehm... ich weiß nicht, was sie alles gehört hat... aber... irgendwann war sie mit Sicherheit da.", antwortete sie.

Minerva nickte.
"Keine feine Art, Miss Breadshaw.", sagte sie, "Aber das ist immer noch kein Grund, Ihnen zu drohen. Was hat Victoria Ihnen vorhin gesagt?"

"Nur... dass ich aufpassen sollte, was ich sage...", antwortete Lindzay, "dann sind Sie dazu gekommen..."

Minerva hörte geduldig zu und versuchte, nicht der voreiligen Wut nachzugeben, wie zuvor auf dem Flur.

"Aber hören Sie,", sagte Lindzay jetzt mit fester Stimmt, "ich lasse mir nicht den Mund verbieten. Mit Sicherheit nicht!" Zorn war in ihrer Stimme zu hören. "Ich meine... sie verhält sich doch genauso. Hat doch auch nie darauf gehört, wenn jemand sie gebeten hat, darauf zu achten, was sie sagt..."

Minerva dachte einen Moment nach.
"Also vergelten Sie gleiches mit gleichem."

Lindzay lächelte humorlos.
"Ich bedrohe sie ja nicht.", sagte sie, "Und außerdem: Strafarbeiten bekommt sie doch auch, oder?"

Minervas Mundwinkel zuckten.
"Das ist wahr, Miss Breadshaw, das ist allerdings wahr.", erwiderte sie. Einen Moment herrschte Stille. "Kommen Sie zu mir, wenn etwas ähnliches passiert. Immer erst zu mir kommen und dann handeln, verstanden?"

Lindzay nickte und lächelte kurz.
"Ja."

"Dann können Sie jetzt gehen."

Erneut nickte Lindzay und stand auf.

Minerva wollte das Gleiche tun, entschied sich aber dagegen und blieb sitzen.

"Kein Frühstück?", fragte Lindzay, kurz bevor sie die Tür öffnete.

"Doch.", antwortete Minerva, "Gleich."

Sie wartete, bis Lindzay den Raum verlassen hatte, bevor sie sich in ihrem Stuhl zurücklehnte.
Vielleicht war jetzt der Moment, um umzudenken, was Victoria Plaggemeyer anging.

~*~

Mit dem Frühstück kam die Zeitung.

Und die schlechten Nachrichten.
Minerva überflog den Artikel auf der Titelseite des Tagespropheten. Die Einzelheiten des Angriffes, der in der Nacht zuvor stattgefunden hatte, konnte sie sich auch so denken

Dennoch, ihr Blick blieb bei den Worten ‚zwei Familien aus Plymouth' und ‚ausgelöscht' hängen. Niemand war da gewesen, um sie vor dem Tod zu bewahren

Sie sah kurz hinüber zu Marvinius, der den Blick von seiner Zeitung hob und sie ansah, als hätte er ihren Blick gespürt.
Sein Gesicht war ausdruckslos.

Einen kurzen Augenblick tauschten sie Blicke, dann wandte sich Marvinius mit überraschtem Gesichtsausdruck ab.
Kurz darauf streckte Amanda ihren Kopf neben Marvinius hervor und sie nickte Amanda kurz zu. Auch ihr Blick war ausdruckslos und Minerva war sich sicher, dass sich Gareth und Emma, die anderen beiden Mitglieder des Teams, ähnlich gegeben hätten, hätte sie sie jetzt angesehen

Ihr Blick wanderte prüfend durch die Halle, falls einer der Schüler überstürzt und schockiert vom Tod Angehöriger oder Bekannter die Halle verlassen würde, doch abgesehen von der erwarteten Betroffenheit sah sie nichts. Niemand gab den Anschein, eine Beziehung zu den Opfern gehabt zu haben, keine Eule schien die Nachricht des Verlustes überbracht zu haben

~*~

"Sehr gut, Mr. Weasley."
Minerva betrachtete den tischgroßen Dackel vor Ron. "Allerdings sollten sie die Größe noch einmal überdenken."

Die Klasse lachte und Minerva sah ihren Schüler, der sich jetzt daran machte, seinen Tisch wieder in die ursprüngliche Form zurück zu verwandeln, nicht ohne Wohlwollen an.
Sie konnte sich nicht beklagen. Fast alle Schüler dieser Klasse würden mehr als das Abschlussziel erreichen. Und es machte Minerva stolz, dass die Stufenbeste aus Gryffindor kam

Hermine betrachtete noch immer kopfschüttelnd den Tisch ihres Freundes und hielt den zu groß geratenen Hund fest, damit sich Ron nur auf die Verwandlung konzentrieren konnte.

"In Ordnung,", sagte Minerva, als alle Möbelstücke wieder ihre eigentliche Gestalt hatten, "Sie werden ein Protokoll über Ihre Versuche schreiben und in der nächsten Stunde bei mir abgeben. Sie können gehen."

Der Geräuschpegel in der Klasse stieg, als die Schüler ihre Sachen einpackten und begannen, den Raum zu verlassen.

Einzig Victoria ließ sich viel Zeit.
Sie verstaute ihr Lehrbuch, Tinte, Feder und Pergament betont langsam und verschnürte ihre Tasche so sorgfältig, dass Minerva sich bei der Überlegung erwischte, wie lange Victoria brauchen würde, um die Tasche wieder zu öffnen.

Schließlich erhob sie sich gelassen, trat nach vorn an den Lehrertisch und sah Minerva aus engen Augen abwartend an.

Minerva nahm ihr Lehrbuch und öffnete die Tür in der Wand hinter ihrem Tisch, die durch einen kurzen Gang zu ihrem Büro führte.
"Hier entlang.

Victoria nickte knapp und folgte Minerva zu ihrem Büro.

Minerva lauschte Victorias Schritten auf dem Steinboden, während sie sich die Worte, die sie gleich sagen würde, sorgfältig zurechtlegte.

Lange Schritte ohne eine Spur Unsicherheit. Noch. Ein Gedanke schlich sich in Minervas Gehirn, dass es ihr eine Freude wäre, Victoria nur einmal vor ihr unsicher zu sehen. Sie versuchte, ihn zur Seite zu schieben, doch er blieb hartnäckig.

Sie öffnete die Bürotür und wies Victoria an, sich zu setzen, was sie tat.
Minerva atmete leicht aus. Das sparte Zeit.

Als sie sich selbst gesetzt hatte, legte sie ihre Hände in ihren Schoß und sah Victoria prüfend und lange an.

Und auch Victoria sah sie durchdringend an, doch Minerva beachtete die Blicke kaum.

Sie hing einen Moment dem Gedanken nach, wem die Schülerin ähnlicher sah, ihrem Vater oder ihrer Mutter. Sie schien jedoch keinem so recht zu ähneln, auch wenn das mit Sicherheit an ihrer eisig wirkenden Körperhaltung lag.
Sie hatte nichts von der Offenheit ihrer Eltern, zumindest nicht mehr.

"Miss Plaggemeyer...", begann sie ruhig und sah Victoria nun direkt an.

"Mein Name, ja.", unterbrach Victoria sie barsch.

"Lassen Sie mich ausreden.", sagte Minerva, "Was denken Sie, werde ich tun nach Ihrem Verhalten von heute morgen."

Victoria zog die Augenbrauen zusammen.
"Ich lasse mich überraschen.", antwortete sie.

Minerva schüttelte den Kopf.
"Ich möchte wissen, wie ich in Ihren Erwartungen reagieren würde.", sagte sie.

Victoria zuckte mit den Schultern.
"Sie lassen mich einfach gehen?" Ein Grinsen stahl sich über ihr Gesicht.

Minerva rührte sich nicht.
"Nicht ganz.", widersprach sie.

"Oh...", machte Victoria und versuchte offensichtlich, tief betrübt zu klingen.

Minerva dachte einen Moment über die genaue Formulierung der nächsten Worte nach.
"Sie werden zu Miss Breadshaw gehen", sagte sie dann langsam, "und sich entschuldigen."

Victoria lachte kalt.
"Oh ja, sicher.", sagte sie amüsiert.

Minerva schüttelte kurz den Kopf und wollte etwas erwidern, wurde aber davon abgehalten, als es klopfte.

Sie sah hinüber zur Tür.
"Herein."

Die Tür öffnete sich und Snape trat ein. Sein Blick litt von Minerva hinüber zu Victoria und in seinen Augen blitzte es. Doch fast augenblicklich sah er wieder Minerva an.
"Ich traf Professor Dumbledore und er bat mich, Ihnen zu sagen, dass er sie erwartet."

Einen Moment war Minerva überrascht, was Albus von ihr wollte, das nicht bis zum Mittagessen warten konnte, doch dann nickte sie Snape kurz zu,
"Danke, Severus."

Sie wandte sich an Victoria.
"Sie sind heute Abend nach dem Essen wieder hier.", sagte sie knapp und bedeutete ihr dann, dass sie gehen konnte... gehen sollte.

Victoria nahm sich ihre Sachen ohne mit der Wimper zu zucken und verschwand aus dem Raum, ohne ein weiteres Wort zu sagen.

Snape stand noch immer vor der Tür und schien zu warten, bis Minerva hinter Victoria das Büro verließ und dann die Tür geschlossen hatte.

Er ging neben ihr den Gang entlang, in die entgegengesetzte Richtung zu Victoria.

"Hat Albus gesagt, warum er mich sprechen wollte?", fragte Minerva.

Snape schüttelte den Kopf.
"Ich war auf dem Weg in die Kerker,", sagte er, "er kam mir entgegen und fragte mich, ob es mir möglich wäre, Sie zu ihm zu schicken. Mehr hat er nicht gesagt."

Minerva dachte einen Moment nach.
"Nun gut...", sagte sie, "Ich danke Ihnen."

Snape nickte nur knapp.
"Ich habe nur eine Bitte erfüllt.", sagte er knapp und verschwand dann mit einem kurzen Nicken um die nächste Ecke.

Minerva sah ihm einen Moment nach, bevor sie sich weiterging. Sie war sich fast sicher, dass er noch etwas wusste.

Das alles mutete seltsam an, und etwas tief in Minerva sagte, dass es nicht nur seltsam sein würde, was Albus ihr zu sagen hatte. Sie bereitete sich vor.

"Kommen Sie herein."

Minerva öffnete die Tür und betrat das Büro des Schulleiters.
Albus sah seltsam verschlossen aus und Minerva hatte das Gefühl, ihre Brust würde sich verengen und ihr die Atmung erschweren.

"Sie wollten mich sprechen?", fragte sie.

Albus nickte.
"Wir haben Post bekommen.", sagte er.

Minerva ging auf ihn zu und sah ihn an.
"Wir?", fragte sie.

"Wir.", sagte er und reichte ihr einen Umschlag.

Minerva nahm den Umschlag entgegen, der schlicht beschriftet war mit ‚Albus Dumbledore & Minerva McGonagall' und öffnete ihn langsam, wartete aber einen Moment damit, ihn zu entfalten.
Das gefiel ihr nicht.

"Haben Sie ihn schon gelesen?", fragte sie.

Albus nickte.
"Oh ja...", sagte er mit einem Ton in der Stimme, den Minerva nicht zu deuten vermochte, "Das habe ich." Seine Stimme klang seltsam leise, ein wenig abwesend.

Minerva runzelte die Stirn, zog aber schließlich die beiden Schriftstücke aus dem Umschlag. Das eine war der Zeitungsausschnitt über den Angriff, den sie am Morgen bereits gelesen hatte, das andere war ein kleines Stück Pergament, auf dem nur vier Worte standen.

Minerva riss den Blick los und sah Albus überrascht und eine Spur verunsichert an. Er trat einen Schritt auf sie zu, so dass kaum noch Platz zwischen ihnen war und als Minerva ihren Blick wieder auf das Papier richtete und las, war sie dankbar dafür.

"Mit den besten Grüßen.
T. V. R."

****

*räusper*

Wenn ihr Fragen habt, bin ich zufrieden, wenn ihr verwirrt seit, bin ich glücklich und wenn ihr euch sagt, dass da irgendwie ein Fehler ist, dann weiß ich, dass ich gute Arbeit geleistet habe.

*hüstel*

Ich hoffe wirklich, dass euch das gefallen hat. *hat sich wieder besonders Mühe gegeben*