Weihnachten in Prince Manor
Weihnachten kam immer näher und die Schule leerte sich. Schließlich verließen auch Ron, Harry und Ginny Hogwarts und Hermine blieb allein zurück.
Normalerweise verbrachte sie das Fest bei ihren Eltern, aber dorthin konnte man sie natürlich nicht lassen. Dumbledore hatte eine Entschuldigung geschrieben und dies mit ungenügenden Sicherheitsmaßnahmen begründet.
So saß Hermine nun über ihren Büchern oder las nur aus Vergnügen. Und dann waren da natürlich die notwendigen „Ausflüge" zu Professor Snape.
Der 24. Dezember kam immer näher und Hermine fragte sich was dieser Tag für sie bringen würde. Professor Snape hatte ihr mitgeteilt, dass er Weihnachten bei seiner Familie verbringen würde. Und wo er war, da musste sie sein. Sie stand vor seinem Badezimmer-Spiegel und musterte sich.
„Wie wollen Sie Ihrer Familie meine Anwesenheit erklären?"
Unwirsch kam die Antwort aus dem Wohnzimmer.
„Es passiert nicht zum ersten Mal, dass ein Student seinen Lehrer begleitet."
Hermine verdrehte ihre Augen. Das war nun wirklich keine Antwort auf ihre Frage. Sie straffte ihren Rücken und ging zu ihm.
„Sehe ich gut aus?"
„Warum fragst du? Du siehst dem Anlass entsprechend aus. Lass uns endlich gehen."
Ungeduldig hielt er ihr einen Umhang entgegen.
„Das ist nicht meiner."
Sie betrachtete das ihr unbekannte Kleidungsstück mit einer goldenen Schnalle.
Der Umhang war wunderbar weich und trotzdem sehr leicht. So etwas Elegantes hatte sie noch nie besessen. Besonders eindrucksvoll war das dunkelrote Seidenfutter.
„Das ist auf jeden Fall Dein Umhang."
Mit schnellen Schritten ging er an ihr vorbei. Sein Zauberstab berührte die Schutzschilder, die er errichtet hatte und gemeinsam verließen sie den Kerker.
Hermine hatte Schwierigkeiten ihm zu folgen.
„Aber Sir. Haben Sie mir das gekauft?"
"Dein Umhang war wertlos", sagte er. "Ich will nicht, dass du dich erkältest und mich dann ansteckst.
Hermine lächelte und strich zärtlich über den Stoff. Das war wirklich ein nützliches Geschenk. Und trotzdem wunderschön.
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Gemeinsam gingen sie durch die Eingangshalle von Hogwarts und traten dann in die schwache Wintersonne. Jeder trug eine Tasche, in der sich die Dinge befanden, die sie am Wochenende brauchen würden.
Hermine hatte ihre Tasche erst am Morgen bekommen und sie war beeindruckt was sie alles unterbringen konnte. Hoffentlich war es genug für die nächsten 2 Tage.
Ein paar Minuten später standen sie am Apparationspunkt und der Professor zog sie an sich.
"Ich hoffe, dass Dir nicht schlecht wird."
"Nein", antwortete sie amüsiert über seiner Fähigkeit besorgt und ärgerlich zu gleich zu klingen.
Er zog sie fest an sich. Dann spürte sie den Druck und schloss ihre Augen.
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Als sie sie wieder öffnete, hatten sie wieder festen Boden unter sich.
"Wie hübsch!" rief sie aus.
Das Paar war in einem großen Garten gelandet. Der Schnee bedeckte Sträucher und Bäume und als Hermine das alte große Haus sah, fühlte sie sich wie im Märchen.
"Wo sind wir?", fragte sie.
"Wir sind in Yorkshire", erwiderte er und starrte auf das Haus.
„Das ist Prince Manor."
„Prince?"
"Der Mädchenname der Mutter", antwortete er geistesabwesend.
"Ihre Familie muss sehr wohlhabend sein", sagte sie und zählte die Fenster im ersten Stock. Es waren neunzehn, das mittlere doppelt so breit und hoch wie die anderen. Es sah aus wie ein Kirchenfenster und erinnerte Hermine an irgendetwas. Aber was ?
"Nein", antwortete er, "aber die Prince sind eine alte Familie und dieses Haus gehört uns seit dem siebzehnten Jahrhundert."
"Kommen Sie, Miss Granger."
Hermine folgte ihm zu einer Seitentür und aber bevor sie klopfen konnten, öffnete sie sich. „Willkommen auf Prince Manor, Master Severus und junges Fräulein", sagte eine Hauself mit piepsiger Stimme.
"Hallo, Scampy", sagte der Professor.
"Wo ist meine Großmutter?"
"Madam ist im Empfangsraum", antwortete Scampy und schloss die Tür.
"Sie ist sehr aufgeregt, weil Sie hier sind, Master Severus."
Hermine hatte kam Zeit sich umzusehen so schnell zog sie Severus durch die Flure.
Schließlich schienen sie ihr Ziel erreicht zu haben.
Der Raum, in dem Scampy sie geführt hatte, war sehr dunkel, die Porträts mit schwarzhaarigen Zauberern und Hexen waren abgedeckt. Der Teppich und Polster waren grün, die Vorhänge alt und zum Teil von Motten zerfressen.
Im Kamin brannte ein Feuer und in der Mitte des Raumes thronte eine alte Frau auf einem großen Stuhl. Man sah ihr an, dass sie eine Schönheit gewesen sein musste. Jetzt waren ihre Haare grau und ihr Gesicht von Falten durchzogen. Aber sie strahlte eine große Würde und Strenge aus.
Neben ihr stand ein kleinerer Stuhl auf dem eine jüngere Frau saß.
Als diese Severus sah, stand sie auf und kam mit ausgestreckten Armen auf ihn zu.
„Severus". Sie lächelte ihn an und erlaubte ihn eine Umarmung.
„Frohe Weihnachten, Mutter", sagte er und löste sich sanft von ihr. Er wandte sich an Hermine.
„Darf ich Dir Hermine Granger vorstellen. Sie ist eine der besten Schülerinnen meiner Schule."
Hermine errötete als sie sein Lob hörte. Sie streckte die Hand aus.
"Guten Tag, Mrs. Snape.", sagte sie höflich.
Mrs. Snape nahm ihre Hand und murmelte Worte der Begrüßung, die Hermine kaum verstand, weil die alte Frau mit Severus redete.
"Nun, Severus?"
Professor Snape ging nach vorne und küsste die faltige Wange.
"Hallo, Gran", sagte er, seine Stimme voll von Zärtlichkeit, die er seiner Mutter nicht gezeigt.
"Du siehst sehr gut aus."
Seine Großmutter spitzte ihre Lippen.
„Keine Schmeichelei, junger Mann", sagte sie.
„Du weißt doch, dass du bei mir damit nichts erreichst."
Professor Snapes Lippen deuteten ein Lächeln an.
Er drehte sich um und streckte die Hand zu Hermine aus, die neben ihm zu stehen kam.
"Großmutter, das ist Miss Hermine Granger, unsere Schulsprecherin und eine Top-Studentin. Miss Granger, dies ist meine Großmutter, Madam Prince. "
Höflich machte Hermine einen kleinen Knicks und nahm die angebotene Hand der alten Frau.
"Danke, dass Sie mich empfangen", sagte sie.
Starre blaue Augen betrachtete sie einen Moment.
„Willkommen."
Obwohl Hermine kein äußeres Zeichen der Abneigung sah, hatte sie das Gefühl, dass die alte Frau es nicht wirklich so meinte.
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Nach dem Tee führte Scampy Hermine in ihr Zimmer. Es war ganz in den Farben Rot und Gold gestaltet.
In der Mitte stand ein großes Himmelbett.
„Junge Miss müssen sich ausruhen", sagte Scampy und wies auf das Bett.
„Ich komme um 6 Uhr und helfe Miss beim Anziehen."
Hermine lächelte die kleine Elf an. Sie sah wirklich sehr weihnachtlich aus, mit dem vielen Lametta im Haar.
„Das ist nicht nötig. Ich kann das allein."
Scampy Reaktion war nicht überraschend.
„Nein Miss, ich werde hier sein.", antwortete sie mit weinerlicher Stimme und verlies ohne weitere Diskussion Hermines Zimmer.
Kopfschüttelnd begann Hermine auszupacken. Es war immer wieder dasselbe.
Lächelnd strich sie über ihren neuen Umhang. Vorsichtig hängte sie ihn auf. Dazu kamen zwei Abendkleider. Sie konnte nur hoffen, dass ihre Wahl richtig war. Schließlich wollte sie den Professor nicht enttäuschen.
Als alles erledigt war, nahm Hermine ihr Lieblingsweihnachtsbuch „A Christmas Carol" zur Hand.
Sie sprang auf ihr Himmelbett und begann zu lesen. Hoffentlich gelang es ihr damit das Gefühl der Einsamkeit zu verdrängen, denn sie sehnte sich sehr nach ihren Eltern. Verdammtes Heimweh, dachte sie nach bevor der Schlaf sie übermannte.
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Wie angekündigt erschien Scampy um sechs Uhr und weckte Hermine.
"Professor Snape schickt Ihnen diesen Trank", sagte Scampy und hielt Hermine ein Flasche entgegen. "Außerdem sollen Sie das hier lesen."
Hermine nahm den Zettel in die Hand und las die Nachricht.
"Diese Medizin sollte Dich ein paar Stunden beruhigen und Deinen sexuellen Drang unterdrücken. Wenn es nicht ausreicht, dann sage Scampy, dass es Dir nicht gut geht. Ich habe ihr gesagt, dass du krank warst."
Hermine trank die Flüssigkeit und fühlte sich sofort entspannt.
Scampy hatte ihr ein Bad eingelassen und Hermine verbrachte die nächsten 20 Minuten in der Badewanne.
Als sie sich anzog stellte sie fest, dass Professor Snape schwarze „Unterwäsche" für sie ausgewählte hatte. Hermine errötete leicht. Sie fühlte sich immer sexy mit dieser Art von Lingerie, aber in den vergangenen Wochen hatte sie festgestellt, dass es kaum Sinn hatte.
Wenn Severus bei ihr war, was sie so schnell nackt und die Wäsche für immer verschwunden. Und außerdem – warum sollte sie Sexywäsche für einen Lehrer tragen, der sowieso verpflichtet war mit ihr Sex zu haben.
Ein diabolisches Lächeln erschien auf Hermines Gesicht, wenn sie daran dachte.
Hermine akzeptierte die Hilfe der Hauselfe beim Anziehen und Arrangieren des Kleides. Dann kamen Hermines Haare an die Reihe.
Statt die Haare in einem Chignon zusammenzufassen, fuhr die Hauselfe mit ihren langen Finger vorsichtig durch das Haar.
Fassungslos sah das junge Mädchen wie ihre unbändigen Haare in wunderschönen Locken auf ihre Schultern fielen.
„Wie hast du das gemacht?", fragte sie.
„Hauselfen-Zauber. Wo haben Miss Ihre Party-Schuhe?"
„Oh, so etwas habe ich nicht. Ich ziehe immer diese hier an", erwiderte Hermine und hielt ihre Füße hoch.
Voller Abscheu blickte Scampy auf Hermines einfache schwarze Schuhe.
Sie murmelte etwas und schnappte mit den Fingern.
Hermine sah sprachlos zu wie sich ihre einfachen Schuhe in sexy Stillettos verwandelten.
Zum Abschluss zauberte sie ein großes S auf die Schuhe. Wenn Hermine ihre Füße bewegte, sah man dass das Fussbett aus rotem Satin war.
„Sie sind unbeschreiblich", rief Hermine aus. „Aber ich werde bestimmt hinfallen."
„Nein Miss. Scampy hat die Schuhe verzaubert. Sie werden nicht fallen."
Probeweise lief Hermine ein paar Schritte hin und her. Wirklich perfekt, sie konnte wunderbar in den fast 10 cm hohen Schuhen laufen.
Während sie sich noch im Spiegel betrachtete, verwandelte sich auch ihr Abendkleid.
Der Ausschnitt war etwas tiefer und das Kleid lag enger an ihrem Körper. Hermine lächelte sich an.
Sie fühlte sich gewappnet.
Auch Scampy schien zufrieden zu sein.
„Miss sehen sehr hübsch aus. Nun müssen Sie aber schnell gehen. Die Familie findet sich vor dem Essen im Salon zusammen."
Hermine schaute noch einmal in den Spiegel. Sie war mehr als zufrieden mit sich. So würde sie Severus keine Schande machen.
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Scampy brachte sie zum selben Raum in dem sie zuvor Professor Snapes Mutter und Großmutter getroffen hatte und verschwand dann. Hermine blickte sich unsicher in den Raum um. So viele Menschen hatte sie nicht erwartet.
Der Raum hatte sich in den letzten Stunden sehr verändert. Nun sah man überall wunderschöne Weihnachtsdekoration und einen großen Baum mit einem glitzernden Stern auf der Spitze. Madam Prince saß wieder auf ihrem throngleichen Stuhl während alle anderen standen.
Mrs. Snape, Severus Mutter, unterhielt sich mit einer blonden Frau und ein großer Mann, den Hermine noch nicht kannte, beobachtete wie 3 Jungen im Teenageralter durch den Raum liefen und viel Spaß miteinander hatten.
In der dunkelsten Ecke des Raums stand Severus Snape. Seine Haare nach hinten gekämmt, war er in dunkelgrünen Roben gekleidet, die von weitem fast schwarz aussahen.
Hermines Herz blieb bei seinem Anblick fast stehen, besonders weil sein Gesicht endlich einmal nicht von seinem Haar verdeckt wurde. Für sie war er der beeindruckendste Mann in diesem Raum, auch wenn es nach üblichen Standards besser aussehende Männer gab, konnte sie ihren Blick nicht von ihm wenden.
Hermine begann in seine Richtung zu gehen, erst da bemerkte sie, dass er nicht allein war. Neben ihm stand eine große rothaarige Frau. Ihre perfekt manikürte Hand lang auf Severus Arm und sie stand näher als nötig neben ihm. Bevor Hermine etwas machen konnte, sah Snape sie.
Seine Augen weiteten sich vor Überraschung. Er musterte sie von Kopf bis Fuß und Hermine merkte wie sie rot wurde. Als sein Blick wieder zu ihrem Gesicht zurückkehrte, wurde sein Ausdruck warm. Selbst die Zauberin in seiner Gegenwart bemerkte, dass sie seine Aufmerksamkeit verloren hatte.
Leider musste Hermine zugeben, dass die rothaarige Hexe sehr attraktiv war.
Aber bevor sie etwas machen konnte, hörte sie die Stimme der alten Madam Prince, die nach ihr rief.
Sie drehte sich um und erwiderte höflich "Guten Abend, Madam."
"Kommen Sie. Meine Enkel werden erfreut sein jemanden ihres Alters kennenzulernen."
Dabei musterte sie die Hermine ganz genau.
"John. Komm her und bring Deine Brüder mit."
Die drei waren es gewohnt den Befehlen ihrer Großmutter zu gehorchen. Brav stellten sie sich nebeneinander hin.
Sie sahen sich ähnlich, mit ihren schwarzen Haaren und dunklen Augen aus denen allerdings viel Humor hervorschien.
"Das sind meine Enkel, Miss Granger. Die Kinder meines Sohnes Tiberius", sagte sie stolz.
"John ist der älteste, dann kommen Paul und George."
Als sie ihre Namen hörten, lächelten die Jungs Hermine an.
Der dunkelhaarige Mann, den Hermine schon vorher gesehen hatte, kam zu der kleinen Gruppe hinüber.
"Darf ich mich vorstellen. Ich bin Tiberius Prince und Sie sind sicher Severus Studentin."
Er hielt seine Hand der blonden Frau entgegen, die sich zuvor mit Severus Mutter unterhalten hatte.
"Ava komm her. Sag Hallo zu Severus Begleitung."
Ava Prince begrüßte Hermine. Sie hatte einen starken Akzent und sagte auf Deutsch. "Frohe Weihnachten."
"Sie besuchen Hogwarts?"
Hermine nickte.
"Meine Jungs besuchen Durmstrang. John hat die Schule im Frühling verlassen, Paul ist in seinem 6. Jahr. Ich habe gehört, Sie sind im 7.?"
Hermine blickte in die Gesichter der beiden ältesten Prince-Jungen, die sie frech angrinsten.
Sie nickte als Antwort.
Der mittlere Junge ging auf sie zu, nahm Hermines Hand und deutete einen Kuss an.
"Aber ich bin alt genug um eine schöne Frau zu erkennen."
Sein älterer Bruder ging dazwischen und befreite sie.
Entschuldigend erklärte Hermine, "Du weißt ja wie Kinder sind."
Madam Prince stand auf und nahm den Arm ihres Sohnes.
"Komm Tiberius, bring mich zum Tisch. Wir sollten mit dem Diner beginnen bevor sich Deine Jungs streiten. John, bitte führe Miss Granger zu ihrem Platz."
Die Gäste gingen langsam in das Esszimmer in dem ein langer Tisch stand. Das Geschirr war mindestens 200 Jahre alt und die Pokale zum Trinken wahrscheinlich noch älter. Hermine saß zwischen John und George. Dieser erzählte ihr, dass er in seinem dritten Jahr auf Durmstrang war. Paul saß ihr gegenüber und setzte den Flirt mit ihr fort.
Die Hauselfen begann das Essen zu servieren als Madam Prince das Gespräch begann.
"Tiberius, was erzählt man sich über die sogenannte Wiederkehr von Lord Voldemort?"
Hermine fiel vor Überraschung fast die Salatgabel aus der Hand. Sie war überrascht wie beiläufig die alte Dame den Namen gesagt hatte und auch die anderen Gäste schienen unbeeindruckt.
Vorsichtig schaute sie zu ihrem Lehrer, der nur darauf gewartet hatte, dass sie ihn ansah. Er schüttelte leicht seinen Kopf und Hermine richtete ihren Blick auf ihr Essen. Sie musste so tun als ob es das normalste der Welt war beim Diner über Voldemort zu reden.
"Nun", hörte sie Tiberius antworten, "es gibt Leute, die seine Ideen gut finden. Aber es natürlich auch einige, die finden ihn vulgär und gewalttätig."
Er stellte seinen Pokal zurück auf den Tisch.
"Aber vielleicht solltest du Severus fragen, Mutter. Er kennt schließlich den Dunklen Lord am besten von uns allen."
Professor Snape hob seine Augenbraue.
"Du überschätzt mich, Onkel. Schließlich bist du Lehrer auf Durmstrang, nicht ich."
Die schöne rothaarige Zauberin, die neben Severus saß, lachte auf.
"Sollten wir nicht über etwas anderes reden?"
Sie schaute an dem Tisch entlang, bevor sie mit ihrem Blick an Hermine hängen blieb. Sie sah ihr direkt in die Augen. Hermine war beeindruckt von ihren grünen Augen und erstaunt über die Kühle, die sie ausstrahlte.
"Vielleicht sollten wir auch ihretwegen das Thema wechselten. Oder weiß Severus kleine Schülerin wem seine Loyalität gehört? Vielleicht müssen wir nach dem Essen ihre Erinnerung löschen."
"Morgen. Hör auf.", rief Ava Prince aus.
"Lass Sie reden, Tante."
Severus war ganz unbeeindruckt.
"Miss Granger kennt mich und weiß wem meine Loyalität gehört. Morgen kann es gern versuchen, aber sie wird keine Zwietracht streuen."
Ava Prince schaute Hermine bedauernd an.
"Ich muss mich für meine Schwester entschuldigen. Sie liebt es zu schockieren."
Hermine war sich der Blicke von Morgen sehr bewusst und deshalb antwortete sie vorsichtig.
"Eine Entschuldigung ist unnötig. Professor Snape hat Recht."
Hermine sah Snape an und bemerkte ein amüsiertes Glimmern in seinem Blick. Konnte es sein, dass er die kleine Diskussion zwischen den beiden Frauen amüsant fand?
"Morgen, ich bin froh das du hier bist", sagte Madam Prince. "Darf ich Dich fragen, wie es dazu kam? Herr Singer vermisst sicher seine Frau. Und wie geht es Deinen Eltern?"
Sehr respektvoll antwortete Morgen "Meinen Eltern geht es sehr gut."
Madam Prince sprach weiter und blickte ihren ältesten Enkel an.
"Es ist wirklich wundervoll wie häufig du uns besuchen kommst. Besonders wenn Severus seinen Besuch angekündigt hat."
Hermine bemerkte, dass sich Morgens Gesicht verfärbte. Was sie in Hermines Augen leider nur noch attraktiver machte. Und dann senkte sie auch noch kokett ihre Augen.
Snapes einzige Antwort war wieder das Hochziehen der Augenbrauen.
Hermine war nicht sicher warum sie dieses kleine Zwischenspiel so ärgerte. So wandte sie ihre Aufmerksamkeit John zu, der nur zu breitwillig auf alle ihre Fragen zu antwortete. Dabei ging es vor allem um die Unterschiede ihrer beiden Schulen.
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Nach dem Diner gingen alle zurück in den großen Saal. Tiberius Prince und seine Mutter setzten sich an ein Schachbrett und begannen zu spielen. Morgen zog Professor Snape neben sich auf die Couch.
Hermine wusste nicht warum, aber der Anblick dieser Frau machte sie immer wütender. Und warum strichen deren blutrot gefärbten Fingernägel wieder über seinen Arm?
Sie war sich sehr wohl bewusst, dass ihr Beruhigungsmittel immer schwächer wurde und sie bald die ungeteilte Aufmerksamkeit ihres Lehrers brauchte. Aber der war ja in ein Gespräch mit dieser Hexe verwickelt. Sie ging zum Fenster und schaute hinaus. Der Garten lag tief verschneit im Mondschein. Sie atmete tief durch. Schon lange hatte sie dem Fluch noch nicht widerstanden. In Gedanken versunken, bemerkte sie nicht wie sich John genähert hatte.
"Hast Du Lust auf einen kleinen Spaziergang?"
Hermine drehte sich um und überlegte was sie dem freundlichen Jungen erwidern sollte.
"Miss Granger ist unpassend für einen Spaziergang im Schnee gekleidet.", sagte Professor Snape von weitem und stand von seinem Sitzplatz auf.
Er stellte sich neben Hermine und betrachtete sie eingehend.
"Nun ja, sie ist auf jeden Fall angezogen um einem jungen Mann zu gefallen. Allerdings eignen sich diese Schuhe nicht für einen Spaziergang."
Morgen war wirklich bösartig, dachte Hermine.
John errötete. "Ich habe nicht nachgedacht. Entschuldigung."
Diese Diskussion irritierte Hermine. Wie kam jemand dazu so über sie zu reden?
"John, ich kann mich schnell umziehen."
Sie begann zu zittern. Der Fluch verlangte nach Befriedigung. Sie musste weg hier.
Aber wie sollte sie den Professor dazu bringen ihr zu folgen und mit ihr zu schlafen.
"Miss Granger", hörte sie seine Stimme. Sie drehte sich nicht um, auch aus Angst, dass man ihr ihr Leiden ansah.
"Sie wissen was Madame Pomfrey gesagt hat. Ganz egal wie romantisch ein Spaziergang im Schnee sein kann, bestehe ich darauf, dass Sie sich zurückziehen. Gehen Sie in Ihr Zimmer. Ich schicke Ihnen sofort die Medizin."
Er stand noch immer neben Morgen, aber Hermine war froh, dass er ihre Notlage erkannt hatte.
"Ja, Professor."
Er würde zu ihr kommen und ihr helfen.
"John, bitte entschuldige. Vielleicht ein anderes Mal."
Sie ging zur Tür, drehte sich um und sagte laut "Gute Nacht" in den Raum.
Die anderen erwiderten ihren Gruß.
Madam Prince blickte sie mit ihren blauen Augen an.
"Gehen Sie zu Bett, Miss Granger. Professor Snape wird Ihnen Ihre Medizin bringen. Man muss vorsichtig sein, wenn man die Black Water Grippe überstanden hat."
Mit einem leichten Knicken des Kopfes zeigte Hermine, dass sie verstanden hatte. Dann rannte sie durch die Gänge zu ihrem Zimmer und hoffte, dass der Professor bald folgen würde.
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Hermine lief in ihrem Zimmer hin und her. Ihr Unwohlsein wurde mit jeder Minute größer. Endlich öffnete sich eine versteckte Tür und der Professor erschien.
"Endlich", rief Hermine und warf sich ihm entgegen.
Er fasste sie bei dem Schultern und schob sie energisch von sich weg.
"Wer hätte gedacht, dass Du Dich so gut für eine Party kleiden kannst. Mir gefallen besonders die Schuhe", scherzte er.
"Hör auf damit." Sie fummelte an seinen Sachen und versuchte seine Hose zu öffnen.
"Tu es einfach."
Er hielt ihre Hände fest.
"Ich werde "es" tun."
Seine Worte gingen ihr durch und durch und sie presste ihren Körper wieder an ihn. Ihre Hände umfassten seinen Hintern.
"Schnell. Und wage es nicht meine Sachen verschwinden zu lassen."
Severus sprach einen Zauber aus damit kein Laut nach außen drang. Dann warf er sie auf das Bett und begann sie auszuziehen. Schließlich erreichte er ihr inzwischen feuchtes Höschen, zog die schwarze Spitzenunterwäsche aus und führte sofort zwei Finger in sie ein. Dann beugte er sich zu ihr hinter und begann sie zu lecken. Nach weniger als zwei Minuten schrie sie vor Erleichterung auf, aber der Orgasmus hatte sie nicht beruhigt. Sie brauchte mehr, besonders nachdem sie so lange auf ihn gewartet hatte.
Er nahm sie bei ihren Händen und zog sie hoch. Seine dunklen Augen brannten vor Leidenschaft als er ihr tief in den Ausschnitt schaute und dann ihre Brüste berührte. Mit seinen Daumen fuhr er über ihre harten Nippel.
"Oh", stöhnte sie auf, als er sie zu küssen begann und dabei weiter ihre Brüste massierte
"Du hast das doch schon gebraucht, als wir beim Dinner saßen."
Sein Ton erforderte eine Antwort.
"Ja", sagte sie und half ihm beim Ausziehen.
"Ich wollte es tun - in dem Moment als ich dich in diesem Kleid sah. Ich wollte dich auf dem Tisch meiner Großmutter nehmen."
Inzwischen hatte er ihre Kleider geöffnet und sie fielen zu Boden. Er trat einen Schritt zurück und sah sie bewundert an.
Hermine wollte ihren BH öffnen, aber er schüttelte den Kopf.
"Bitte bleib so wie du bist."
So stand sie halbnackt da, nur mit BH, Seidenstrümpfen und Stillettos bekleidet und sah zu wie sich ihr Lehrer auszog. Endlich nahm er sie an die Hand und führte sie zurück zum Bett.
"Bitte", flüsterte sie. Sie wollte ihn mit jeder Faser ihres Körpers.
"Leg dich hin", antworte er. "Ich würde Dich jetzt gern ficken."
Sie wollte sich ihre Schuhe ausziehen.
"Ich habe gesagt, bleib so wie du bist."
Hermine sah an sich herunter. "Ich will dich nicht verletzen."
Sein Gesicht nahm einen eigenartigen Ausdruck an.
"Das wirst du nicht."
Sie legte sich zurück und seufzte erleichtert auf als er sie vor sie hinkniete. Sie war überrascht als er ihre Beine auf seine Schultern legte. Vorsichtig strich er mit einer Hand über ihre Beine, die in den schwarzen Seidenstrümpfen besonders sexy aussahen. Dann drang er in sie ein und sie achte an nichts anderes mehr als ihn, seine Bewegungen und wie sehr er sie füllte und ausfüllte.
Nach ihrem zweiten Orgasmus öffnete sie ihre Augen und sah in sein Gesicht.
Als er ihre Blicke spürte, wurde sein Griff um ihre Füße energischer und seine Stöße wurden stärker und stärker bis er seine Flüssigkeit in sie vergoss.
Der Sex war heute Nacht viel persönlicher als sonst. Fast schien es als ob es nicht mehr um den Fluch ging, sondern um sein eigenes Vergnügen. Als ob er sie lieben wollte. Einfach weil sie ihn heute Nacht verzaubert hatte.
Vorsichtig legte er sie aufs Bett und löste sich von ihr. Er sprach einen Reinigungszauber aus und stand auf.
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„Wohin gehst Du?", fragte Hermine mit verschlafener Stimme. Sie war zufrieden und der Fluch für den Moment besiegt.
Er zog sich an.
„Man erwartet mich."
Hermine gähnte und zog ihre Schuhe aus.
„Wer erwartet Dich?"
„Morgen Singer möchte dass ich zu ihr komme.", erwiderte er und band sich sein Haar zurück.
„Was", schrie sie auf. „Du besuchst sie in ihrem Schlafzimmer?"
„Sei ruhig."
„Du gehst von meinem Bett in ihrs?"
Sie wusste, dass sie zornig klang, vielleicht sogar eifersüchtig. Aber sie konnte nicht anders.
„Schlaf. Ich habe keine Zeit für so einen Auftritt."
In ihren Ohren klang er so überheblich. Sie konnte es nicht fassen.
Ohne zu zögern sprang sie aus dem Bett, lief zum Schrank und warf ihre Sachen aufs Bett.
„Wie du willst. Ich gehe zurück nach Hogwarts."
Zornig packte sie alles in die verzauberte Tasche, nicht bedenkend dass sie noch immer fast nackt war.
Sie hörte wie Professor Snape irgendwas murmelte und dann mit schnellen Schrittes zu ihr hin kam. Er griff nach ihrem Arm und wollte sie zur Vernunft bringen.
Aber so einfach machte sie es ihm nicht. Sie versuchte sich aus seinem Griff zu befreien und ohne es zu wollen verpasste sie ihm dabei einen Haken. Er fiel zu Boden und sah erstaunt zu ihr hoch.
Ohne zu zögern fiel Hermine auf ihre Knie.
„Oh, mein Gott. Es tut mir so leid. Tut es weh?"
Er rieb sich sein Kinn und bewegte dann seinen Kiefer um zu sehen, ob etwas gebrochen war. Dabei beobachtete er sie amüsiert.
„Was für eine Kraft in Dir steckt."
Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Er schien nicht böse zu sein.
„Willst du noch immer zu ihr gehen?"
Sie fühlte sich wirklich merkwürdig. Da saß sie neben Professor Snape auf dem Boden, hatte fast nichts an und versuchte ihn von einem Besuch bei einer wunderschönen Frau abzuhalten.
Er stand auf und half ihr auf die Füße.
„Du hast doch genug Verstand um zu wissen, dass man Dinge für seine Familie tun muss. Man erwartet es von mir. Wenn ich mich verweigere dann erfährt der Dunkle Lord davon und keiner von uns will das, oder?"
Hermine presste ihre Lippen zusammen und versuchte die Tränen zurückzuhalten.
Sie entriss ihm ihre Hand und ging zu dem Sachen, die sie in die Tasche geworfen hatte.
Ganz langsam nahm sie ein Flanellnachthemd heraus und zog es an.
„Dann will ich Deine Zeit nicht weiter verschwenden. Aber denk an Deinen Potenztrank."
Ohne ihn zu beachten, legte sie sich ins Bett und zog die Decke über sich.
„Ich komme morgen früh wieder."
Sie rührte sich nicht.
Erst als er den Raum verlassen hatte, begann sie zu weinen.
Wie lange waren die beiden schon ein Paar? Warum nie etwas erzählt?
Und zu guter letzt – warum zum Teufel ärgerte sie das?
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Der Raum lag im Dunkel als er zu ihr ins Bett glitt und seinen Körper an sie presste.
Er sprach keinen Zauberspruch, aber trotzdem war ihr Nachthemd sofort verschwunden und sie wusste, dass sie es nicht wiedersehen würde. Dann küsste er ihren Nacken und seine Hand wanderte zwischen ihre Beine. Ihre Leidenschaft war entfacht und sie schmiegte sich in seine Arme.
Ihre Hand fasste seinen harten Penis und sie begann ihn so zu streicheln wie er es ihr beigebracht hatte. In ihrem Hinterkopf formte sich der Gedanke, wie viel Potenzmittel er in dieser Nacht gebraucht hatte. Aber dann legte er ihr Bein um seine Hüfte und rieb sich an ihrem Eingang. Seine Hand an ihrer Klitoris machte sie ganz wild und schließlich dachte sie an nicht mehr.
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Das Morgengrauen flutete durch Hermines Schlafzimmer. Aber niemand schlief dort.
Hermine saß auf ihrem Professor und ihr Ritt brachte die beiden in ungeahnte Höhen. Immer wieder hob er seine Hüften bis sie vor Leidenschaft fast ohnmächtig wurde.
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Severus ging durch den geheimen Gang, dachte an nichts anderes als eine Dusche und etwas Schlaf bevor er seine Großmutter zum Frühstück traf.
Er öffnete seine Zimmertür.
„Guten Morgen, Severus."
Seine Großmutter saß bequem auf dem Stuhl neben seinem Bett.
„Wie wäre es, wenn Du mir erklärst wie dieses Mädchen verflucht wurde und warum Du sie hierher gebracht hast. Und wie kannst du es wagen Dich in meinem Haus so zu benehmen."
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Hermine saß vor ihrem Spiegel und begann sich zu schminken als es an der Tür klopfte.
„Herein."
Als sie sah, dass es Severus Großmutter war, wurde sie plötzlich nervös.
„Mein Kind, bitte vergib einer alten Frau. Es ist noch sehr früh, aber ich möchte mich gern mit Dir unterhalten."
„Natürlich. Bitte setzen Sie sich."
Die alte Dame nahm in einem bequemen Lehnstuhl Platz und Hermine wartete ab.
„Severus und ich habe Deinen Eternus Pertubatio Fluch diskutiert."
Hermine wurde blass.
„Du musst Dich nicht schämen. Es ist nicht Dein Fehler, dass Du verflucht wurdest. Tom Riddle hat sich sehr verändert, seit der der Dunkle Lord ist."
Hermine wartete.
„Albus Dumbledore ist ein Narr. Da gibt es keinen Zweifel, aber ich denke dass er richtig gehandelt hat. Es wäre ein Fehler gewesen Dich einem jungen Zauberer zu geben."
Madam Snape sah sie an.
„Severus hat Dir seinen Nexus gegeben."
Hermine war verwirrt.
„Seinen Nexus?"
„Hast Du ihn?", fragte die alte Frau.
„Natürlich. Severus hat mir erklärt, dass ich ihn immer bei mir haben soll."
„Kann ich ihn sehen?"
Hermine ging zu ihrem Schrank und nahm ein Paar Socken in die Hand.
„Das ist ein interessanter Platz für einen Nexus", bemerkte Madam Snape als sie Hermines Versteck sah.
Hermine reichte der alten Frau den Nexus.
„Hat Dir Severus erklärt was es damit auf sich hat? Ich kann mir vorstellen, dass Du als Muggle nicht weißt wie wichtig ein Nexus ist."
„Nun, er hat mir erklärt, dass ein sehr altes Kunstwerk ist. Das Silber stammt aus einer verzauberten Mine und ist von einem Magier geschmiedet worden. Eine Frau sammelt darin das Blut aus ihrer Hochzeitsnacht. Sie tauscht mit ihrem Ehemann ein Gelöbnis und damit sind sie für immer verbunden. Wenn ein Kind empfangen wird, kann man dessen Blut hinzufügen und damit verstärkt sich der Bund des Mann und der Frau."
Nun war es an der alten Frau überrascht zu schauen.
„Hast du ein perfektes Gedächtnis?"
„Fast", gestand Hermine.
„Aber hast du verstanden was du so perfekt wiederholt hast?"
Hermine nickte.
„Ich habe alles gelesen was ich finden konnte. Erst dann will der Professor den Nexus diskutieren. Der Nexus gehört der Frau, dessen jungfräuliches Blut hineingeflossen ist. Es ist der Hexe überlassen, ob und wann sie den Bund mit dem Zauberer eingeht, der sie entjungfert hat. Aber immer hat sie die Entscheidungsmacht, auch wenn ihr Mann stirbt. Die Macht des Nexus stirbt erst, wenn die Hexe stirbt und auch das Kind, dass die beiden gezeugt haben."
Madam Prince griff an ihren Ausschnitt und zog eine Kette hervor. An ihr hing ein anderer Nexus.
„Das ist mein Nexus. Es ist einer der letzten die der alte Magier vor seinem Tod geschmiedet hat. Er enthält das Blut meiner Tochter Eileen, die mich leider enttäuscht hat. Wenn ich das so sagen darf. Ich war mit ihrem Vater verbunden und nach seinem Tod wollte ich keine andere magische Union mehr eingehen."
Hermine wartete einen Moment bevor sie sich traute, Fragen zu stellen.
„Aber, Madam, wie kommt es, dass Professor Snape einen Nexus hat? Er ist keine Hexe und wenn es nur wenige davon gibt …?"
Madam Prince lächelte. Sie war ganz angetan von Hermines Wissensdurst.
„Meine Schwester Elaine starb als Kind. Damals hatte mein Vater schon 2 für uns in Auftrag gegeben und ich habe beide geerbt. Eigentlich wollte ich ihn meiner Tochter Eileen geben, aber sie hat einen Muggle geheiratet."
Sie kniff ihre Lippen zusammen und verstummte. Hermine hatte noch mehr Fragen, aber sie wollte die alte Frau nicht drängen.
Schließlich legte Madam Prince den Nexus wieder in Hermines Hände.
„Ich habe Severus als Kind gesagt, dass er den Nexus bekommen wird, wenn er erwachsen ist. Dann kann er diesen seiner Frau geben. Erst vor ein paar Wochen hat er mich darum gebeten."
Hermine wusste nicht was sie sagen sollte.
„Aber ich bin nicht seine Frau. Er mag mich nicht einmal besonders."
„Ja, das hat er mir auch gesagt." Ihre Stimme klang amüsiert.
„Ich denke, dass er sich wirklich schlecht gefühlt hat als er den Anweisungen von Albus Dumbledore folgen musste. Ich glaube, er sah in diesem Geschenk die Möglichkeit seine Schuld zu minimieren. Er wollte Dir damit die Möglichkeit geben, nach dem Fluch ein normales Leben zu führen."
Hermine saß ganz still da. Diese Entdeckung machte sie sprachlos. Sie wunderte sich warum ihr der Professor so wenig über alte Magie des Artefaktes gesagt hatte.
Dabei erinnerte sie sich ganz genau an seine Worte.
„Wenn du einen Zauberer Deiner Wahl findest, dann kannst Du ihm noch immer das Geschenk deiner Jungfräulichkeit machen."
Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen als ihr Madam Prince eine kleine Schachtel in die Hand drückte.
„Bitte öffne es."
Hermine riss das Papier weg und öffnete den Deckel der Schachtel.
Dort lag eine silberne Kette, sehr zart und wunderschön.
„Diese Kette gehört zu Deinem Nexus, denn das ist er jetzt. Dein Nexus. Wie es scheint, bist Du eine mächtige Hexe und deshalb solltest du ihn nie allein lassen. Du kannst ihn verzaubern, so dass ihn niemand sieht."
Hermine wusste, dass sie diese Gabe nicht abweisen konnte, denn die alte Frau hatte ja Recht. Es war ihr Nexus.
Sie öffnete den kleinen Verschluss an der Kette und befestigte das Artefakt.
Dann bat sie Madam Prince ihr die Kette umzulegen.
Das Gewicht des Nexus zwischen ihren Brüsten war ungewöhnlich. Aber es fühlte sich auch normal an, als wenn er dorthin gehörte. Sie berührte den Nexus und lächelte der alten Frau zu.
„Danke", flüsterte sie.
„Frohe Weihnachen, meine Liebe."
Die alte Frau stand auf, strich über ihre grünen Roben und ging zur Tür.
„Nun beeil Dich. Das Weihnachtsfrühstück im Prince Hause solltest Du nicht verpassen."
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Zu Hermines Überraschung war der Weihnachtsmorgen ganz angenehm. Sie bekam kleine Geschenke, Dinge die man für den Notfall zur Hand hatte wie Süßigkeiten oder Eau de Cologne.
Ein Geschenk war dabei, das sie wirklich überraschte.
John überreichte ihr das Buch „Die Geschichte von Durmstrang". In das Buch hatte er ihr eine Widmung geschrieben:
„Für das Mädchen, das zu schön ist um nicht alle Fragen beantwortet zu bekommen. Frohe Weihnachten Hermine von John Prince."
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Es war aufschlussreich, zu zusehen wie Professor Snapes Mutter und Großmutter ihre Geschenke öffneten und bewunderten – zwei identische, schwarzen Umhänge, die sich nur durch die Farbe des Futters und die Art des Verschlusses unterschieden. Mrs. Snapes Verschluss war ein Dachs und das Futter ihres Mantels war Hufflepuff gelb. Madam Prince's Spange war die gewundene Schlange, und das Futter ihres Mantels war Slytherin grün. Er hatte ihr, Hermine, das gleiche Geschenk gemacht, dass er den Frauen seiner Familie gekauft hatte. Was in aller Welt hatte das zu bedeuten? Sah er sie als Teil seiner Familie? Oder war es einfach bequemer gewesen allen die gleichen Sachen zu kaufen?
"Mein Gott, Severus!" sagte Madam Prince und streichelte das Futter.
"Acromantula Seide! Ich wusste nicht, dass Du mit Deinem Lehrergehalt solche Geschenke machen kannst." Auch Severus Mutter schaute ganz überrascht.
"Oh, Severus, es ist zu teuer ..."
"Ein einfaches" Danke "genügt, das versichere ich Ihnen", sagte Professor Snape, scheinbar gelangweilt. Hermine ergriff ihr neues Buch und hielt es vor sich hin. Acromantula Seide! Kein Wunder, dass der Mantel so warm und trotzdem leicht war.
"Severus, mach Dein Geschenk auf!"
Hermine blickte zu Morgen Singer, die vor Professor Snape kniete. Sie lächelte ihn an, aber er reagierte nicht und schaute eher gelangweilt.
"Wirklich, Morgen ', sagte er, ohne das angebotene Geschenk zu nehmen, „Du solltest das nicht tun."
"Oh, sei doch nicht so stur!", rief Morgen aus und riss dann das silberne Papier des Geschenkes selbst auf.
"Es ist ein warmer Pullover - Kaschmir! Damit Du in Deinem kalten und feuchten Verlies nicht frieren musst."
Nicht, dass Sie dort leben möchten, dachte Hermine. Biest.
Während die Prince – Jungen ihre Geschenke öffneten, nahm Severus Hermines Geschenk entgegen.
Sie sah ihm zu wie er jedes einzelne Stück genau ansah und am Ende das beiliegende Pergament öffnete und las, was sie geschrieben hatte.
Eine Ampulle verzaubertes Mistel-Elixier bei Migräne-Kopfschmerzen – es sind nur drei Tropfen nötigt!
Er blickte auf und in seinem Blick spürte sie Anerkennung. Hermine errötete vor Freude. Sie hatte schwer an der Formel gearbeitet und Severus war offensichtlich beeindruckt.
Ein Glas verzauberte Mistel-Salbe bei Migräne-Kopfschmerzen - reiben Sie eine kleine Menge auf jede Schläfe und es wird eine sofortige Besserung eintreten!
Er blickte wieder auf. Sie hatte die Formel für die Creme in einem seiner alten Tränke Lehrbücher gefunden. Auch das schien ihm zu gefallen.
Am liebsten wäre sie aufgestanden und zu ihm gegangen, aber sie versuchte sich zu bezähmen.
Nun hatte er zum dritten Geschenk gegriffen.
Hoffentlich verstand er es, dachte Hermine. Es war ein Briefbeschwerer mit einem eingeschlossenen Mistelzweig. Er sollte ihn an die Nacht im Verbotenen Wald erinnern. Dieses Mal, als er sah sie an, schien er zunächst neugierig und dann nachdenklich. Sie beobachtete, wie er die Geschenke heimlich mit seinem Zauberstab berührte und dann die nun winzigen Boxen in die Tasche seiner Robe steckte, bevor er sich wieder mit Morgen Singer unterhielt.
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Sie trafen sich vor dem Lunch in ihrem Raum. Severus trank das Potenzmittel und machte sich gleich an die „Arbeit".
Hermine zerkratzte seinen Rücken als er sie vögelte. Immer daran denkend, das Morgen sehen sollte, dass sie nicht die einzige war. Vielleicht würde er es zu spät merken und Ärger mit der anderen Frau bekommen.
Ihre eigene Wut jedenfalls kam allein schon bei diesem Gedanken zum Ausbruch. Sie zwang ihm sich auf den Rücken zu legen. Langsam senkte sich auf seinen harten Penis und begann sich auf und ab zu bewegen.
Plötzlich merkte sie, dass er nicht mehr bei der Sache war.
Er hatte ihren Nexus ergriffen.
„Was zum Teufel ist das?"
Hermine stoppte.
„Aber du solltest nichts sehen?"
„Verdammt, ich sehe nichts. Aber dieses Ding hat meine Nase getroffen."
Er schob sie von sich herunter.
„Es ist der Nexus", erklärte Hermine.
„Wirklich."
Seine Stimme triefte nur so von Sarkasmus. Ohne sie anzusehen, stand er auf und zog sich an.
„Deine Großmutter hat mich heute Morgen aufgesucht und einiges über ihn erzählt. Von ihr stammt auch die Kette."
Er antwortete ihr nicht. Ohne ein Wort zu sagen, verlies er ihren Raum. Und Hermine verstand die Welt nicht mehr.
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Am Abend kam Scampy und half ihr beim Ankleiden. Wie zuvor kümmerte sie sich um die Frisur und dann um das Abendkleid.
Sie übertraf sie selbst, dachte Hermine als sie das Resultat sah.
Ihr rubinrotes Kleid war enganliegend und ging bis zu ihren Knöcheln. Es hatte enge lange Ärmel und einen weißen Pelzbesatz am Ausschnitt.
„Scampy, machst du mir auch passende Schuhe für das Kleid? Und vielleicht verzauberst Du sie so, dass ich damit im Schnee spazieren kann?"
Am Ende hatte sie weiße, kleine Pelzstiefel mit einem roten Rand an den Füßen.
„Danke. Und bitte lege mir doch meinen Mantel in die Eingangshalle damit ich ihn gleich anziehen kann."
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Die Tischordnung war dieselbe wie am Abend zuvor. Paul versuchte nicht länger mit seinem Bruder zu konkurrieren, der weiter mit ihr flirtete.
Morgen war unzufrieden, weil sie der Professor sich nicht genügend beachtete.
So versuchte sie seine Aufmerksamkeit mit anderen Mittel zu gewinnen.
Ihr Abendkleid hatte einen so tiefen Ausschnitt, dass selbst Madam Prince schockiert war und ihre Schwester Ava wütend mit ihr diskutierte bevor sie sich an den Tisch setzten. Nichts davon drang zu Morgen vor.
Severus selbst machte Small Talk. Nie sprach er mit Hermine oder sah auch nur in ihre Richtung. Sie wusste nicht was sie getan hatte. Allerdings hatte er ihr durch Scampy ein Beruhigungsmittel gesandt, was ihr ein paar Stunden Ruhe bescherte. Oder ihm ? Hermine wollte nicht darüber nachdenken.
Hatte er nicht immer getan was nötig war?
Hermine genoss den Abend, trank den vorzüglichen Wein und plauderte angeregt mit John.
Bevor sie zum Nachtisch kamen, hatte er sie zu einem Spaziergang eingeladen, was Hermine schon erwartet hatte.
Sie sagte sofort zu.
In ihren neuen Umhang gehüllt, trat sie in die kühle Winternacht.
„So Hermine", fragte John plötzlich. „Hast du einen Freund?"
„Nein. Hast du eine Freundin?"
„Ich treffe mich mit jemanden aus dem Ministerium", antwortete John vorsichtig.
„Aber mit Dir rede ich lieber."
„Oh, danke für das Kompliment. Ich kann mir vorstellen was du meinst, ich habe zwei Freunde und mit ihnen ist es auch so."
„Gleich zwei", scherzte er. „Kannst du dich nicht entscheiden?"
Sie erstarrte. Entscheiden ?
„Ich weiß nicht was du meinst."
Bevor sie verstand was genau er meinte, hatte er sie gegen einen Baum gedrückt und begann sie zu küssen. Und dass er mehr wollte spürte sie sofort durch seinen Umhang.
Für Hermine war „sein Überfall" schockierend. Er roch falsch, sein Kuss und seine Zunge – einfach eklig.
Sie wollte seine Gefühle nicht verletzen, aber es blieb ihr nichts anderes übrig. Sie wusste der Fluch hatte sie mit Professor Snape verbunden, aber sie hätte nicht gedacht, dass sie so fühlen würde, wenn jemand anders ihr Interesse erreichen wollte. Sie schubste John von sich weg.
Sie war überrascht als er in den Schnee fiel, aber daran war nicht sie schuld. Professor Snape hatte nachgeholfen und nun hielt er John seinen Zauberstab an die Kehle.
„Du wirst niemals wieder – niemals – Hermine berühren. Ist das klar?"
Sein Gesicht war zorngerötet und seine Worte flößten nicht nur John Angst ein.
„Entschuldige Dich bei ihr und dann geh mir aus den Augen."
John stand auf und stammelte seine Entschuldigung.
„Ich habe die Situation falsch verstanden. Entschuldige."
Dann drehte er sich und rannte davon.
„Was für ein Feigling", sagte Hermine bei diesem Anblick und begann sich den Geschmack seiner Lippen abzuwischen.
Zum ersten Mal nach der Auseinandersetzung über den Nexus sah sie der Professor an. Er trat einen Schritt zurück, voller Abscheu. Dann fasste er ihr Handgelenk und zerrte sie mit sich. Ohne ein Wort der Warnung apparierte er sich in ihren Raum.
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Dort ließ er sie los, als ob er sich an ihr verbrannt hatte.
Was zum Teufel hatte sie getan?
Sie stellte sich vor ihm hin und wartete. Ron und Harry hätten sofort gewusst, was nun passieren würde. Nicht so Snape.
„Du hast mir gesagt, dass meine Großmutter Dir alles über den Nexus gesagt hat. Und dann verhältst du dich so?"
„Wage es nicht", schrie sie ihn an. „Du hast mir nichts erzählt. Gar nichts. Deine Großmutter schon. Aber anscheinend hat sie auch nicht alles gesagt. Also was weiß ich nicht?"
Er schnaufte und war nun seinerseits wütend, weil sie ihn so respektlos behandelte.
„Es ist schwarze Magie."
„Und?"
Sie standen sich wütend gegenüber und es war die Frage wer als erster nachgeben würde. Offensichtlich Snape.
„Eine unverheiratete Frau, die den Nexus mit ihrem Blut trägt, zeigt der Welt, dass sie nach einem Sexualpartner sucht."
„Warum hast du mir das nicht gesagt", schrie sie auf.
„Warum habe ich dir wohl keine Kette gegeben?"
Hermine fasste an das kleine Schloss und wollte es öffnen.
„Dann lege ich ihn wieder ab."
Mit schnellen Schritten war Snape bei ihr und schlug ihre Hände weg.
„Nein, das kannst du nicht."
Er stand nun ganz nah bei ihr. Leidenschaftlich schaute er sie an und plötzlich fühlte sie seine Mund auf den ihren.
In den nächsten Momenten entlud sich ihre ganze Wut in leidenschaftlichen Küssen.
Dann hob er sie hoch und trug sie zum Bett.
„Du wirst diesen Jungen nie wieder küssen – keinen Jungen mehr. Ist das klar?"
„Ich werde es nicht tun, wenn Du nicht mehr zu Morgen Singer gehst."
Sie zog ihren Zauberstab heraus und alle seine Kleidung verschwand.
Überrascht nahm er ihr den Zauberstab weg.
„Ich dachte, du kannst das nicht."
Im selben Moment war auch sie nackt.
„Ich habe es gelernt – Selbstverteidigung."
Sie griff nach ihm, aber er hielt ihre Hände fest.
Er legte sich zu ihr und drang in sie ein. Sicher, dass er willkommen war.
Sie bog sich ihm entgegen.
„Härter" bettelte sie und er kam ihrem Wunsch sofort nach.
Sekunden später schrie sie vor Leidenschaft auf und sagte mehr schmutzige Worte als je zu vor.
Er stieß noch immer in sie.
„Sag es. Keine - Jungs - mehr."
Aber Hermine konnte ihm nicht antworten, so sehr hatte sie der Orgasmus überwältigt.
Aber dann hörte sie wie er diese Worte immer wiederholte.
„Keine Jungen mehr – niemals."
„Keine Morgen mehr", erwiderte sie.
Er strich ihr zärtlich durch Haar.
„Ich habe keine Frau mehr berührt, seit das mit uns angefangen hat."
„Aber du hast gesagt …"
„Ich habe Ausreden gefunden. Aber ich fürchte von den Ereignisse heute Nacht wird der Dunkle Lord von uns erfahren."
Hermine fasste den Nexus an.
„Was hat John gesehen?"
„Er hat nichts gesehen, nur jemand der sich mit Schwarzer Magie auskennt, kann das. Aber Deine Aura hat sich verändert und das hat John sicherlich gespürt. Ich fürchte, dass er nicht der einzige sein wird."
Severus klang müde.
„Aber warum kann ich ihn dann nicht abnehmen? Ich will nicht, dass jemand mich ansieht und denkt … Du weißt schon."
„Wenn Du es einmal umgelegt hast, dann ist der Nexus immer mit Dir verbunden – bis zu Deinem Tod. Wie auch immer, auf Hogwarts wird niemand etwas merken."
„Aber hier – Deine Familie, sie weiß es."
Severus schloss seine Augen bevor er antwortete.
„Alle hier wissen Bescheid. Wir können es nicht ändern und wir brauchen uns nun auch nicht mehr verstecken."
Hermines Gesicht brannte vor Scham. Am liebsten hätte sie sich für immer hier im Bett versteckt.
„Ich gehe nicht zum Frühstück."
„Wie du willst. Ich bin jedenfalls müde."
Er drehte sich im Bett um.
„Und ich werde niemals wieder hier her kommen."
„Wir werden sehen", waren Severus letzte Worte bevor er einschlief.
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Im nächsten Kapitel: Warum ruft Voldemort nach Severus?
