Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.
Die Originalstory ist von Mara Gaunt.
Edward Cullen 19. Juli 2007
Sie und ihre Haare. Ich hatte keine Ahnung, warum ich jetzt gerade an die Herrin meiner Träume und Alpträume dachte, die meine wohlverdiente Nachtruhe in letzter Zeit durcheinander brachte. Ich saß hier in meinem Büro und hatte zu arbeiten, während sie sich in meine Gedanken schlich.
Es klopfte an der Tür.
„Herein." Rief ich und hoffte, dass man mir nicht anmerkte, wie abgelenkt ich im Moment war. Mein Anwalt kam rein.
„Guten Tag."
„Setzen sie sich James." Forderte ich ihn auf.
„Ich habe nicht viel Zeit, also mach ich es kurz." Er stellte seinen Aktenkoffer auf den Tisch und holte einen neutralen Umschlag heraus.
„Ich sollte herausfinden, wie es Isabella Swan im Heim ergangen ist, die Ergebnisse sind hier drin." Er zeigte auf den Umschlag. „Hier sind auch die Papiere die Miss Swan unterschreiben muss damit sie die Rechte über die Aktien von Dr. Cullen bekommen. Und hier sind die Papiere, die Miss Swan bei der Eheschließung unterschreiben sollte."
Ich täuschte Interesse an den letzten Papieren vor, obwohl mich wesentlich mehr interessierte, wie Isabellas Leben im Heim gewesen war.
„Danke, ich hoffe sie so schnell wie möglich überzeugen zu können." Erklärte ich und nahm den Umschlag.
„Und wie sieht es mit ihren Fortschritten aus?"
„Ich gedenke sie zu dem Essen des Bürgermeisters einzuladen." Offenbarte ich ihm die Idee, die mir gerade gekommen war. Es sollte ein Beweis für sie sein, dass ich es ernst mit ihr meinte. Ich war mir völlig bewusst, dass Isabella für große Aufregung unter meinen Bekannten sorgen würde. Sie war überhaupt nicht mit den spektakulären Frauen zu vergleichen, die mich sonst begleiteten. Wenn ich nur an die Schlichtheit dachte, mit der sie sich kleidete, sie würde wirklich für Gesprächsthema sorgen. Aber die Leute liebten romantische Geschichten und sie würden begeistert davon sein, dass ich mich in ein armes Mädchen verliebt hatte.
„Was glauben sie, was die Leute sagen werden?" Mein Anwalt hatte anscheinend die gleichen Gedanken wie ich.
„Das weiß ich nicht und es ist mir auch egal. Die Leute müssen auch nicht, wie ich, Geld für ein laufendes Projekt auftreiben."
„Und was wird Miss Swan dazu sagen?" Ja, was wir sie dazu sagen? Wahrscheinlich würde sie nicht begeistert darüber sein, so von mir in die Gesellschaft eingeführt zu werden. Egal, ich würde die ganze Zeit über an ihrer Seite bleiben und sie musste sich weder gehemmt fühlen, noch nervös werden. Die Meinung der Leute war nicht wichtig, wichtig war mein Projekt.
Ich beschloss, für Heute Feierabend zu machen und bereitet alles nötige für Morgen vor. Morgen würde ich Isabella von der Arbeit abholen und sie zu dem Event einladen. Ich hoffte, dass sie ja sagen würde und wenn nicht, war ich gut darauf vorbereitet, sie dazu zu überreden.
In der Nacht suchte ich in meinen Träumen, nach der Frau, die sich in letzter Zeit meiner Träume bemächtigt hatte. Aber wie es aussah, hatte sie Heute nicht die Absicht zu erscheinen und das ärgerte mich. Irgendwie hatte sie die sexuelle Leer die in letzter Zeit in meinem Leben herrschte ausgefüllt. Ich fühlte mich wie ein frustrierter Teenager. Sollte ich ihr eines Tage leibhaftig begegnen, würde ich mich wahrscheinlich auf sie stürzen, wie ein hungriges Tier.
Doch diese Nacht herrschte nur Dunkelheit in meinen Träumen.
Edward Cullen. 20. Juli 2007
Der Tag verlief ohne große Neuigkeiten, ich unterschrieb Dokumente und schloss lukrative Geschäfte ab. Als die Zeit gekommen war, machte ich meinen Computer aus und ging zu meinem Auto. Meinem Fahrer hatte ich gesagt, dass ich ihn nicht bräuchte. Ich stieg ein und fuhr zu Isabella.
Ich parkte direkt vor der Tür des Cafés und sah, dass es leer war, sie würden also bald schließen. Als ich das Café betrat, ertönte ein helles Glöckchen über der Tür. Die hungrigen Augen der blonden Kellnerin sahen mich an.
Nur das ich diesmal nicht das geringste Verlangen verspürte und ich befürchtete, dass meine Träume einiges damit zu tun hatten.
„Was kann ich ihnen bringen?" Fragte die Kellnerin und fraß mich fast mit ihrem Blick auf. Ich beschloss sofort auf den Punkt zu kommen, in der Gegenwart dieser Schlange fühlte ich mich nicht wohl.
„Ich warte auf Isabella."
„Isabella? Be...Bella?" Fragte sie überrascht. Isabella ließ sich also lieber Bella nennen. Gut zu wissen, obwohl mir Isabella besser gefiel. Hinter dem kleinen Fenster in der Tür, die anscheinend zur Küche führte, sah ich zwei neugierige braune Augen. Ich tat so, als ob ich sie nicht bemerkt hätte. Die Augen verschwanden plötzlich und ich hörte, wie etwas auf dem Boden zerbrach. Kurze Zeit später ging die Tür auf und Isabella kam mit einem appetitlich aussehenden Kuchen zum Tresen. Ohne mich anzusehen, stellte sie den Kuchen zu den anderen. Ich machte einen Schritt nach vorne und sie konnte mich nicht länger ignorieren. Sie war noch genauso, wie ich sie in Erinnerung hatte, schlank, blass und eingeschüchtert, aber diesmal sah sie mich zumindest offen an, zwar nicht in die Augen, aber ins Gesicht.
Ich streckte meine Hand aus und streichelte mit dem Finger über ihre, zur Faust geballten, Hand und wieder wurde ich von der unglaublichen Weichheit ihrer Haut überrascht. Sobald ich sie berührte, entspannte sich ihre Hand und ich nahm sie sofort in meine.
„Wann hast du Feierabend?" Fragte ich und sah ihr in die Augen.
„In einer Stunde." Antwortete sie schnell.
„Ich hoffe es stört dich nicht, dass ich einen von deinen köstlichen Kaffees bestelle, während ich auf dich warte?" Auf den Kaffee hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut.
„Natürlich nicht." Antwortete sie irgendwie überrascht. Ich küsste ihre Hand und atmete tief ihre appetitlichen Duft ein, dann setzte ich mich an den erstbesten Tisch. Die blonde Kellnerin schien fest gefroren zu sein und beobachtete uns argwöhnisch.
Von meinem Platzt aus konnte ich sehen, wie sicher und geschickt sich Isabella hinter dem Tresen bewegte. Die andere Kellnerin war zu ihr gegangen und flüsterte Isabella irgendetwas zu. Die beiden schienen in eine kleine, aber heftige Diskussion verstrickt zu sein. Es sah aus, als ob Isabella gewonnen hätte. Dann kam Isabella hinter dem Tresen hervor, sie brachte mir nicht nur meinen Kaffee sondern auch ein sehr appetitlich aussehendes Stück Kuchen.
Isabella hatte an mich gedacht und sich sicherlich daran erinnert, wie sehr ich den Kuchen das letzte mal genossen hatte. Sie stellte die Sachen vor mir auf den Tisch.
„Einladung des Hauses." Sagte Isabella schüchtern.
„Deine Freundin lädt dich ein." Verbesserte ich sie, so langsam musste sie sich daran gewöhnen meine Freundin zu sein. Isabella lächelte schüchtern und machte sich dann wieder an ihre Arbeit. Ich probierte den Kuchen den sie mir gebrachte hatte und wurde wieder in meine Kindheit versetzt. Er war noch warm, so als ob meine Mutter ihn gerade aus dem Ofen geholt hätte und ich nicht hatte warten können, ihn zu probieren.
Ganze fünfzehn Minuten gab ich mich dem Genuss des Kuchens und des Kaffees hin und ließ mich dadurch in meine Kindheit versetzen. Als ich fertig war, blieben mir noch 45 Minuten, die ich auf Isabella warten musste. Ich sah, wie die Kellnerin, ohne sich zu verabschieden, aus dem Café verschwand und ich verstand nicht warum. Meine Mitarbeiter hatten alle zur gleichen Zeit Feierabend, aber vielleicht herrschten hier ja andere Regeln.
Geduldig wartete ich, bis Isabella fertig war und ihre Sachen zusammen suchte. Sie schloss sehr gewissenhaft den Laden ab und ging dann mit mir zum Auto. Im Auto entschloss ich mich, das Schweigen zu brechen.
„Wie war dein Tag?" Fragte ich, sie schien Heute nicht so angespannt zu sein wie sonst.
„Ok, war nicht viel los. Und deiner? Du hast mir gar nicht gesagt, was du machst." Sie interessierte sich für meine Arbeit? Bis jetzt hatte mich noch keine Frau nach meinen genauen Aktivitäten gefragt, zumindest nicht nach denen, an denen sie nicht beteiligt waren. Und ich überraschte mich selber dabei, wie ich ihr, mit ein wenig Stolz, von meiner Arbeit erzählte. Natürlich nicht alle Details. Dann stellte ich ihr die Frage, wegen der ich eigentlich hier war.
„Morgen ist ein Event, dass sehr wichtig für mich ist und ich möchte, dass du mich begleitest."
„Ein Event? Aus welchem Grund?" Fragte sie unsicher.
„Ein Wohltätigkeitsball, der Bürgermeister wird auch da sein." Erklärte ich ihr und machte ihr gleichzeitig klar, wie wichtig es war. Sie zögerte mit ihrer Antwort.
„Begleitest du mich?" Setzte ich sie etwas unter Druck und dann kam mir das richtige Argument in den Kopf. „Du bist unentbehrlich." Ich lächelte und wie unentbehrlich sie war, vielleicht nicht für das Abendessen, aber auf jeden Fall für mein Projekt.
„Warum?" Ich hatte ein ja oder nein erwartet und nicht, dass sie meine Aktionen hinterfragte. Ich brauchte mehr Argumente.
„Weil ich meinen Freunden und Bekannten meine Freundin vorstellen möchte." Mit dem Satz hatte ich sie bestimmt überredet.
„Eh...Ok." Sie schien noch nicht so ganz überzeugt zu sein.
„Hast du etwas passendes zum anziehen?" Das war eine ziemlich unverschämte Frage, aber sie musste sich langsam an meinen Lebensstil anpassen und natürlich sollte sie sich auch nicht unwohl fühlen, weil sie die falsche Kleidung an hatte.
„Ja...aber...ich weiß nicht..." Ich hoffte, dass sie wirklich das passende Kleid hatte, mir war es egal, aber den Leuten nicht.
„Ich kann dich zu einem Salon bringen, in dem alles geregelt wird, was ihr Frauen so zu regeln habt. Wenn du das Kleid hast, sorge ich für den Rest. Sieh es als Geschenk von mir. Das erste von vielen." Ich dachte dabei an den Salon, den meine Mutter immer besucht hatte und den auch ich regelmäßig aufsuchte. Madame Chantal kannte mich von Klein auf und ich hatte ihr auch schon die ein oder andere meiner Frauen geschickt. Madame war eine Expertin auf ihrem Gebiet, aber ich würde sie vorher anrufen müssen und sie warnen, dass es sich nicht um eine der üblichen Frauen handelte, die ich ihr sonst schickte.
„Bist du sicher?" Fragte sie nach einigen Minuten. Ja, ich war mir sicher, sicher darüber, das sie die Papiere unterschreiben musste, sicher darüber, dass ich dazu bereit war ein paar Monate mit ihr zusammen zu leben um zu meinem Ziel zu kommen.
„Selbstverständlich." Antwortete ich so überzeugend wie möglich. Dann erklärte ich Isabella noch, wann meine Fahrer sie abholen würde und wann ich sie zum Event abholen würde. Und dann waren wir auch schon bei ihr zu Hause angekommen.
Als ich anhielt, machte sich Isabella den Gurt los und bevor ich überhaupt richtig reagieren konnte, hatte sie mir einen kleinen Kuss auf die Lippen gegeben. Trotz des nur kurzen Kontakts, brannte sich ihr unbekanntes, süßes Aroma auf meine Lippen. Sie sah mich an, als ob ich etwas dazu sagen müsste, als ich schwieg sagte sie.
„Bis Morgen dann." Isabella leckte sich kurz über die Lippen und mein Herz schlug ungewollt schneller und diese kleine Geste verschlug mir die Sprache.
Sie stieg aus, ich gab Gas und versuchte das gerade eben passierte zu vergessen, ohne Erfolg.
In meinem Haus angekommen, rief ich zuerst Chantal an, Madame Chantal. Als ich klein war hatte ich sie einmal nur Chantal genannt und sie hatte mir erklärt, dass sie Madame Chantal sei.
Ich hatte sie direkt am Telefon und ich erklärte ihr ihre spezielle Aufgabe für Morgen und auch, dass Isabella kein gewöhnliches Mädchen für mich war. Madame versprach sich bestens um sie zu kümmern. Jetzt war nur abzuwarten, wie sehr sich Isabella unter den erfahrenen Händen von Madame verwandeln würde.
Edward Cullen 21. Juli 2007
Ich nahm mit den Tag frei, dass hieß ich arbeitete zu Hause und nicht im Büro. Mein Projekt nahm so langsam Formen an, die Pläne waren vor ein paar Tagen gekommen und ich konnte mit dem momentanen Stand der Dinge recht zufrieden sein.
Das Telefon schellte, nicht mal hier hatte ich meine Ruhe.
„Ja." Ging ich etwas ärgerlich ran.
„Ich möchte bitte Edward Cullen sprechen."
„Ist am Apparat." Ich erkannte die Stimme nicht.
„Mein Name ist Elijah Martin, ich bin der Leiter des Zentralkrankenhauses." Erklärte der Mann. Das war das Krankenhaus in dem mein Vater gearbeitet hatte.
„Was kann ich für sie tun?" Fragte ich freundlich.
„Wir hatten eine außerordentliche Sitzung, weil das Krankenhaus in einer leichten Krise steckt. Und interessieren die Aktien die ihr Vater einer uns unbekannten Frau vermacht hat. Wir würden gerne mit ihr in Kontakt treten und mit ihr darüber reden, was sie mit den Aktien vorhat und ob sie vielleicht dazu bereit ist, die Aktien zum Ausbau des Krankenhauses zu stiften. Das wäre bestimmt ganz im Sinne ihres Vaters. Vielleicht haben sie ja Kontakt zu der Frau?"
Würde ich die Aktien behalten, würde das Krankenhaus schließen müssen. Würde ich dagegen die Aktien in kleinen Mengen zu einem günstigen Preis an die anderen Aktionäre verkaufen, würde der Wunsch meines Vaters erfüllt werden und das Krankenhaus erweitert.
„Ja, ich habe Kontakt." Erklärte ich. „Ich werde sie in zwei Monaten heiraten."
„Laut meinen Informationen handelte es sich um eine Waise, die dreizehn Jahre nachdem Dr. Cullen ihr die Aktien vermacht hatte, verschwunden ist. Es ist vielleicht nicht dieselbe..."
„Ich habe sie gefunden und sie ist meine Verlobte." Es war klar, dass diese Neuigkeit dem Leiter des Krankenhauses gar nicht gefiel. Ich würde ihn zum Teil in meine Pläne einweihen, das Krankenhaus war meinem Vater sehr wichtig gewesen.
„Wenn wir heiraten, wird sie mir die Aktien überschreiben und ich werde sie zu einem guten Preis an die anderen Aktionäre verkaufen. Damit gewinnen wir alle."
Das Schweigen am anderen Ende der Leitung zeigte mir, dass der gute Mann schwer nachdachte.
„Gut, ich werde mich mit ihrem Anwalt in Verbindung setzten, damit wir auf dem Laufenden bleiben." Sagte er dann.
„Ok, wir hören voneinander." Verabschiedete ich mich knapp.
„Auf..." Ich legte auf. Eine Person mehr, die meine Pläne kannte, aber so konnte ich wenigstens sicher sein, dass er keine weiteren Nachforschungen anstellte und Isabella vielleicht sogar ausfindig machen könnte. Sie hatte keine Ahnung von dem Wert der Aktien und würde sich vielleicht sogar überreden lassen, sie einfach zu spenden.
Der Reste des Tages verlief ohne große Neuigkeiten und ich machte mich rechtzeitig fertig um Isabella abzuholen. Selbstverständlich hatte ich den passenden Smoking angezogen, das sorgte allerdings auch nicht dafür, dass sich meine Lust vergrößerte zu diesem Event zu gehen.
Madame hatte angerufen und mir mitgeteilt, dass die junge Miss ganz bezaubernd aussehen würde. Ich würde mich überraschen lassen.
Ich war eine halbe Stunde zu früh dran, aber ich wollte nicht auf dem Fest erscheinen, wenn alle schon da waren. Ich schellte und es dauerte einige Sekunden, bis sie sich meldete.
„Hallo?" Fragte sie zögernd.
„Komm runter." Sagte ich etwas ungeduldig.
„Moment." Antwortete sie zögernd.
Ich drehte mich zu meinem Auto, bis ich wenig später das typische klappern von Absätzen auf dem Asphalt hörte. Als ich mich umdrehte musste ich zugeben, dass ich auf das was ich da sah absolut nicht vorbereitet war und auch nicht auf die gewaltige Welle des sexuellen Verlangen, die auf mich ein stürmte. Kurz fragte ich mich, ob es sich wirklich um die gleiche Person handelte, die ich Gestern gesehen hatte.
Der Wind wehte einen Duft zu mir den ich nur zu gut kannte, der Spezialfesttiger von Madame, aber er war mit etwas vermischt und zwar mit dem natürlichen Duft Isabellas. Das zusammen ergab die verführerischste Mischung, die ich je gerochen hatte. Ihre gelockten Haare fielen über ihren Rücken und sahen einfach unglaublich weich und seidig aus, sie wurden von einem Kranz ihrer eigenen Haare aus dem Gesicht gehalten, aber es hatten sich kleine Strähnen gelöst, die in einen erstaunlichen Kontrast zu der hellen Haut ihres Halses standen. Ihre Augen waren dunkel umrahmt, was sie verblüffend groß und strahlend aussehen ließen.
Ich ließ meinen Blick über ihre Beine wandern, die durch die Absätze lang und schlank aussahen. Ihr Kleid war genau passend für die Gelegenheit und das schwarz ließ ihre helle Haut sehr verführerisch aussehen. Gegen meinen Willen streckte ich meine Hand aus und wickelte eine Strähnen ihrer Haare um meinen Finger. Es war so weich wie es aussah und als ich auch noch daran roch, sah Isabella mich erstaunt an.
„Madame hat ihren Spezialfesttiger benutzt." Sagte ich dümmlich. Ohne zu überlegen beugte ich mich vor und küsste sie, gleichzeitig hasste ich mich dafür, dass ich so debil war und es zuließ, das dieses Mädchen solch ein Verlangen in mir auslöste. Und wieder überraschte sie mich, indem sie ihre Finger in mein Haar grub und meinen Kuss leidenschaftlich erwiderte. Meine Hände entwickelten ein Eigenleben und legten sich fest um ihre schmale Taille, sie war so zart und zerbrechlich. Und...weich. Das war alles andere als unangenehm. Ich hatte mich nicht so verteufelt gut dabei zu fühlen.
Bevor ich noch wie ein Tier reagieren konnte und meine Hände zu Stellen an ihrem Körper wanderten, die weniger unschuldig waren, löste ich mich von ihr.
„Entschuldige." Ich dachte, dass ich mich entschuldigen müsste. Noch zu gut erinnerte ich mich an ihren Widerwillen und ihre Abweisung im Restaurant. Heute war es nicht so gewesen und das war Holz für mein Feuer.
„Ich glaube ich habe mich gehen lassen...Du siehst übrigens sehr hübsch aus Heute." Das war der erste ehrliche Kommentar, den ich ihr gegenüber machte. Sie sah mich einfach nur an und diesmal direkt in die Augen. Es wurde mir verdammt warm in der Brust und auch an anderen Körperstellen.
„Danke." Sagte sie schlicht, aber ich sah noch immer Zweifel in ihren Augen. Ich drehte mich um und machte ihr die Tür des Autos auf.
Als sie an mir vorbeiging, erinnerte mich ihr Duft daran, wie schwach meine Selbstbeherrschung war.
