Der Fang

Original: „The Catch" von Passo auf Nichts gehört mir! Auch nicht die Idee zu der Story oder sonstiges!

Pairing: RW/SS

Kapitel: 10/17

So Cyberrat und hier ist das neue Kappi. Ich glaube, dass ihr euch alles mögliche vorgestellt habt wie der Morgen verläuft, aber bestimmt nicht so.

araglas 16: Du hast recht, dass Sev verdammt schnell mitmacht, aber ich kann die Geschwindigkeit leider nicht bestimmen. Ich übersetzt es nur und im Englischen ist die Geschichte schon complete.

Kapitel 9: Der süße Geschmack des Morgens

Die Sonne schien in seine Augen.

Severus Snape wachte von dem blendenden Licht der Sonne auf, da sie direkt in sein Gesicht schien. Er musste wohl mal wieder die Gardinen offen gelassen haben. Sein Kopf noch vom Schlaf vernebelt, gähnte und streckte er sich wie er es bisher jeden Morgen seines Lebens getan hatte. Das war der Moment, in dem er entdeckte, dass er nicht alleine ist.

Mit einem Aufschrei drehte Severus seinen Kopf nach links, nur um direkt in das schlafende Gesicht von Ron Weasley zu blicken – dieselbe Person, dessen Körper gerade überall auf ihm drapiert war und ihn so daran hinderte vom Bett aufzustehen.

„Um Merlins Willen! Was habe ich getan?"

Ron grunzte und wälzte sich leicht rum und legte seinen Arm um Severus und verwickelte sie weiter ineinander. Severus errötete, versteifte sich und betete, dass der Junge nicht aufwachen würde, denn sie waren in einer sehr peinlichen Position.

Als er sich nach einer Weile sicher war, dass Ron immer noch schlief, hob er sachte den Arm, der ihn umfasste an und legte ihn vorsichtig auf das Bett. Endlich. Er konnte jetzt wenigstens seine Arme bewegen. Aber seine unteren Gliedmaßen wurden noch immer von Ron erdrückt und für einen schlaksigen Jungen, war er ganz schön schwer. Bevor seine Beine wegen Blutmangels einschlafen konnten, schob sich Severus langsam, Zentimeter für Zentimeter unter dem schlafenden Gryffindor hervor.

Nach fünf Minuten sorgsamen Bewegens und verzweifelten Versuchen, Ron nicht zu wecken, fand sich Severus schlussendlich frei und sprang aus dem Bett.

Er setzte sich auf einen Stuhl und beobachtete den jungen Mann. Er sah so bezaubernd aus – wie er dort so mit seinen langen Beinen, die er auf den Betttüchern ausgebreitet hatte, lag. Die straffe Haut seines Körpers glühte leicht in dem frühen Morgenlicht. Eine verräterische Wärme breitete sich von seinem Nacken her aus, als er sich an die unmögliche und unanständige Art dachte, in der sie ineinander verdrillt auf dem Bett lagen. Gott sei Dank schaffte er es selbst seinen Kopf klar zu bekommen, bevor Ron aufwachte.

Rons Augen schnappten auf. Er erhob seinen Kopf und sah direkt auf Snape, ein Lächeln bildete sich auf seinem Gesicht.

„Guten Morgen. Gut geschlafen?"

Severus gaffte ihn an. „Du warst wach?"

„Ich bin schon vor dir aufgewacht."

„Aber…du…du warst….", stotterte ein sehr verwirrter Severus.

„Sorry, dass ich es dir nicht gesagt habe. Ich hatte zu viel Spaß am Schmusen, weil du versucht hast aufzustehen." Ron lachte und schwang seine Beine aus dem Bett.

„Ehrlich! Solch ein kindisches Spiel…." Severus schnaubte. „Ich vermute, du bist sehr zufrieden mit dir."

„Werde ich sein." Ron näherte sich und kniete sich auf den Boden, während er Severus Hände in seine nahm. „Wenn du mir sagst, dass du gestern Nacht genossen hast."

„Hab ich." Er lächelte langsam, fast schüchtern. „Danke schön für eine wundervolle Nacht."

Sie standen auf diese Art eine ganze Weile, nur sitzend und sich gegenseitig in die Augen starrend. Beide wollten nicht sprechen, damit sie nicht den stillen Frieden, der im gesamten Raum entstanden war, zerstörten.

Klopf! Klopf!

Ron runzelte die Stirn. „Erwartest du jemanden?"

„Nein. Wer könnte so früh am Morgen anklop - Oh nein!" Severus schlug sich erinnernd an die Stirn. „Es muss Albus sein! Er sagte mir gestern, dass er für einen Morgentee vorbei schauen würde, vor dem Frühstück.

„Dumbledore? Tee? So früh?"

Snape winkte ungeduldig mit der Hand. „Es ist nicht früh. Es ist sieben Uhr. (Anm.: Das nennst du nicht früh! Das ist für mich noch mitten in der Nacht! B/N: Pfff. Typisch Langschläfer! Zu der Zeit in ich schon fast aus dem Haus:-)) Normalerweise bin ich schon seit Stunden wach. Und überhaupt, warum reden wir darüber? Du musst dich verstecken, bevor er dich sieht!"

„Verstecken?" Rons Augenbraunen wanderten bis zu seinem Haaransatz, als Severus ihn praktisch in einen Wandschrank stieß, der kaum groß genug für all die Klamotten war - und das ohne Ron!

„Ja! Und wehe du wagst es ein Geräusch zu machen."

Ohne auf eine Antwort zu warten, schloss Severus die Tür vor Rons Gesicht und strich noch schnell seine Kleidung glatt, bevor er Albus Dumbledore die Tür öffnete.

„Professor Dumbledore!"

Der Direktor lächelte zur Begrüßung und seine Augen zwinkerten fröhlich. „Guten Morgen, Severus! Ich hoffe, du hast gut geschlafen?"

„Nun ja, ja…Bitte entschuldigen Sie mein zerzaustes Aussehen, Professor. Ich bin später als sonst aufgewacht und hatte deshalb noch keine Zeit um mich fertig zu machen." Severus zupfte nervös an seiner Robe, als er den Direktor zu einem Stuhl führte. Sein Blick schoss nervösen zu der verschlossenen Tür, bevor er sich selbst setzte.

„Das ist absolut verständlich. Schließlich hattest du eine anstrengende Nacht."

Severus beäugte Dumbledore misstrauisch, staunend über die Doppeldeutung der Aussage. Aber der Direktor saß nur ruhig da und schaute auf seine übliche Weise und selbstzufrieden.

„Oh, es war ganz okay."

Dumbledore sah ihn durch seine Halbmondgläser scharfsinnig an. „Severus, bevor dein Vater starb, versprach ich ihm, dass ich ein Auge auf dich haben würde. Du bist zu einem wunderbaren Erwachsenen mit einer professionellen Karriere und einem Ansehen, dass unsere Vorstellungen weit übertroffen hat, herangewachsen. Wie auch immer, all diese Jahre gab es etwas, von dem ich glaube, dass es in deinem Leben gefehlt hat."

„Gefehlt?" Verstört schweiften Severus Augen zu der geschlossenen Schranktür. Er glaubte, er hätte einen leisen dumpfen Schlag aus seinem Inneren gehört.

„Ja. Du hast dein gesamtes Leben damit verbracht vor Beziehungen wegzulaufen. Ich weiß wie sensibel du bist und wie misstrauisch du nach dieser unaussprechlichen Aufgabe mit dem Dunklen Mal Voldemorts sein musst. Aber du musst dich nicht von anderen Leuten abschotten."

„Mich abschotten?"

„Sei ehrlich, ich war besorgt, dass du dein gesamtes Leben versteckt verbringen und alleine sterben würdest. Aber du konntest beweisen, dass das falsch war. Sag mir, hast du vor, diese beginnende Beziehung mit Ron Weasley fortzuführen?" Dumbledore lehnte sich nach vorne und Hoffnung strahlte in den klaren blauen Augen des alten Mannes.

„Ich…ich…" Severus kratzte in seinem Gehirn nach einer Antwort. Er war sich schmerzhaft der Gegenwart Rons in dem Wandschrank bewusst und ahnte, dass dieser wahrscheinlich das gesamte Gespräch mithören konnte. „Ich meine.."

In diesem Moment flog die Tür auf und Ron krachte auf den Boden – ohne Hemd und allem- ein zerrissenes Stück schwarzer Sachen in der Hand. Als die zwei älteren Männer ihn perplex anstarrten, grinste er schelmisch.

„Sorry, bin ausgerutscht."

Dumbledore blinzelte erstaunt. „Nun, wie ich gesagt habe."

Severus wünschte, der Boden würde sich unter ihm öffnen und ihn verschlingen. Er konnte sich an keine andere Situation in seinem Leben erinnern, wo ihm etwas so peinlich war wie in diesem Moment. Nun, mal das Ereignis im sechsten Schuljahr ausgenommen, als James Potter und Sirius Black den Inhalt seiner Shampoo-Flasche gegen Bertie Bott's Grasgrüne Seife: Unveränderbarer Farbstoff für mindestens sechs Stunden! ausgetauscht hatten. Er musste sein schräges Aussehen und das Gekichere der Schüler hinter seinem Rücken den ganzen Tag ertragen! Aber, dass war lange her. Jetzt war, nun…jetzt.

Dumbledore erhob sich von seinem Stuhl.

„Es scheint, als ob es nichts geben würde, worüber ich mir Sorgen machen muss." Er lächelte die Beiden, Severus und Ron, an. „Ich werde euch beim Frühstück sehen." Fröhlich ging er nach draußen und schloss die Tür hinter sich.

„Was hast du zu deiner Verteidigung zu sagen?", fauchte Severus Ron an.

Ron zuckte mit den Achseln und machte einen zerzausten Eindruck mit den roten Haaren, die über sein rechtes Auge fielen. „Ich denke, dass es eigentlich ganz gut lief."

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Ron hatte Severus Räume in gutem Zusammensein mit ihm verlassen, nachdem er ihn als Entschuldigung verrückterweise geküsst hatte. Völlig verlegen, wegen den neuen Gerüchten, die in der Schule umher schwirrten, sahen sich die beiden kaum an während des Frühstücks.

Später im Gemeinschaftsraum, nach dem er sich geduscht und umgezogen hatte, erzählte Ron Hermine die Details des Dates vom letzten Abend. Harry saß daneben und spielte mit Neville Schach. Er war gerade mitten in einer Erörterung seines eigenen Zuges mit seiner eigenen weißen Dame. Die Schachfigur schien zu denken, dass Harrys Zug selbstmörderisch sein würde, während Harry stur ablehnte seinen Beschluss zu ändern.

„Mal von dem Fakt abgesehen, dass du es selber geschafft hast, dass du von jedem weiteren Essen im Einhorn verbannt wurdest, denke ich, dass es perfekt lief.", sagte eine lächelnde Hermine.

„Ganz im Gegenteil", flötete Harry. „Ich denke dein Auftritt war alles andere als glanzvoll. Sicher du hast mit ihm geschlafen, aber du hast nicht mit ihm geschlafen( er wackelte dabei mit seinen Augenbraunen), verstehst du was ich meine."

„Harry Potter!" Wütend knallte sie einen zusammengerollten Tagespropheten an seinen Kopf. „Weißt du, Liebe bedeutet nicht, dass man die ganze Zeit miteinander Sex hat."

„Ja, richtig! Ich bin sicher, dass du keinen Sex mit Percy bei eurem ersten Date hattest.", schnaubte Harry.

Hermine schloss darauf ihren Mund, ihr Gesicht nahm empfindlich an Farbe zu. „Nun, das ist etwas anderes. Es war eher spontan für uns beide."

„Eeewww!", würgte Ron „Zu viele Informationen! Verschone mich bitte!"

Hermine grinste und relaxte auf der Coach.

Ron sah Hermine neugierig an. „Wirklich, Herm, du überraschst mich manchmal. Was siehst du in meinem Bruder? Er ist so…prüde."

Hermine warf ihr Haar sorglos zurück. „Ron, glaube mir, dein Bruder hat Talente, die du dir niemals vorstellen kannst. Möchtest du, dass ich sie einzeln benenne?"

„Uhm, ich denke, ich habe genug gehört."

„Wie du willst."

Harry lachte und bald stimmte der Rest mit ein. Ron grinste tief in sich hinein. Er hatte richtig Glück, dass er in Gryffindor solche großartigen Freunde hatte.

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„Er flirtet! Dieses räudige Frettchen flirtet mit meinem Sev!" Ron kochte vor Wut als er Draco Malfoy anfunkelte. Der Blonde stand vorne im Zaubertrankklassenzimmer und diskutierte eine Aufgabe mit Professor Snape.

„Ron, entspann dich. Du bist wahrscheinlich gerade dabei paranoid zu werden.", sprach Harry gedehnt neben Ron. Die Glocke hatte schon kurz zuvor geklingelt, aber Ron schien jedoch noch nicht fertig zu sein, um den Raum zu verlassen.

„Er berührt seinen Arm und lacht! Er kichert praktisch. Diese blonde schwachköpfige Schlampe geht mir auf die Nerven!"

„Ron, du siehst aus, als ob du dazu bereit bist zu explodieren. Vertrau mir, es ist keine Schleimerei."

Aber Ron schien seinem besten Freund gar nicht zuzuhören. Seine Augen waren erbost auf den Lehrertisch fixiert, wo er Severus Snape und Draco Malfoy anblitzte. Severus schien die Diskussion zu beenden als er Dracos Hand tätschelte. Der Blonde ging nahe an Ron und Harry vorbei nach draußen. Ron war sich sicher, dass das Frettchen einen hinterhältigen Blick zugeworfen hatte, bevor er in den Gang verschwand.

„Gehen wir jetzt endlich?", fragte Harry ein wenig ungeduldig. Der Klassenraum war leer ausgenommen sie und Professor Snape.

„Du kannst gehen. Ich werde noch für eine Weile bleiben."

„Wie du willst." Sofort brach Harry aus dem Raum aus.

Ron ging zu Severus. Der Mann war gegenwärtig mit Sortieren von Papieren und diese in eine Mappe stecken beschäftigt.

Severus sah hoch und lächelte. „Ja, Ron?"

„Sev", startete Ron zögernd: „ist da irgendwas in Gange zwischen dir und Draco?"

„Was meinst du mit, im Gange sein?"

„Na, du weißt schon….etwas im Gange sein."

„Oh! Du meinst…eine Sache?"

„Yeah. Irgendwie wie das." Ron scharrte nervös mit seinen Füßen.

„Um Gotteswillen, nein!" Severus lachte. „Dracos Vater ist ein sehr enger Freund von mir. In aller Ehrlichkeit, Lucius ist ein egoistischer Bastard, aber er ist dennoch ein guter Freund. Draco ist praktisch wie ein Familie."

„Oh!"

Severus Augen verengten sich. „Du warst nicht eifersüchtig, oder?"

„Ich? Eifersüchtig? Natürlich nicht. Ich war nur neugierig, weißt du…" Ron sah unbeholfen nach unten.

„Ach so." Severus ging um den Tisch herum und stellte sich neben den Gryffindor. „Hast du irgendetwas anderes auf dem Herzen, was du mich gern fragen würdest?"

„Nun, da du mich so fragst…" Ron nahm seinen Zauberstab und schwang ihn Richtung Tür, schloss und verriegelte sich sie gleichzeitig. „Das ist schön sicher. Niemand wird uns für eine Weile belästigen."

„Was hast du gemacht?" Severus Augen hatten sich erweitert.

„Ich denke wir zwei haben noch eine unvollendete Aufgabe von gestern Nacht übrig." Ron legte seine Hände auf den Tisch und fing damit einen nervösen Severus zwischen seinen Armen ein.

„Unvollendete Aufgabe?", quietschte Severus. (B/N: Severus quietscht! Was passiert denn hier? )

„Hmm…nun, wo war ich?"

Verspielt grinsend, hob Ron sein Hand und knöpfte das Oberteil von Severus Robe auf. Er küsste und saugte an der empfindlichen, blassen Haut an seinem Halsansatz und brachte damit den anderen Mann unwillkürlich zum Stöhnen. Ron hob amüsiert seinen Kopf.

„Ich bin hier stehen geblieben, richtig?"

„Ja.", antwortete Snape ziemlich vernebelt.

„Gut."

Er küsste Severus auf den Mund, am Anfang noch sanft, dann härter als die Hitze zwischen ihnen stieg. Die Knöpfe ihrer Roben verschwanden einer nach dem anderen als sie sich gegenseitig wild die Klamotten zerrissen. Hinter Severus die Hände ausstreckend, fegte Ron das gesamte Zeug vom Tisch auf den Boden, bevor er ihn auf die Oberfläche legte.

Seine leicht geschwollenen Lippen von dem Kuss anhebend, wisperte Ron: „Bist du dir sicher?"

Die dunklen Augen starrten zu ihm herauf. Vertrauensvoll. „Mehr als alles andere."

Ron drang in sanft ihn ein und versuchte die unvermeidbaren Schmerzen, die Severus fühlen musste, zu vermindern. Der dunkelhaarige Mann biss sich auf die Lippen und versuchte nicht zusammen zuzucke.

Ron küsste sanft seine Stirn. „Ssshh…Ich werde es schön für die machen. Das verspreche ich."

Er winkelte seinen Körper leicht an, bevor er sich rhythmisch bewegte, zu erst langsam aber dann schneller und schaffte es so, dass Severus bei jedem Stoss vor Lust aufkeuchte. Der Schmerz war vergessen als die zwei Liebenden gleichzeitig stöhnten und schrieen, während sie vor Glücksgefühlen und Erlösung zitterten.

Schließlich lagen sie friedlich eine lange Zeit einfach nur da, hielten und berührten sich. Es schien ewig anzudauern, zumindest für Severus. Er drehte sich zu Ron.

„Danke schön."

Ron begegnete seinen Augen. „Es tut mir so leid, dass ich es nicht schmerzfreier machen konnte."

„Nein, sei nicht traurig." Er küsste die langen Finger des Jungen, die wie Zitrone und Tinte rochen. Sein Ron. Wunderschöner Ron. „Es war perfekt."

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Ende des Kapitels