Kapitel 10: Das Werk des Schicksals

(Jessie)

"Sam, 1990 bis 2010... magere 20 Jahre Leben, mit der letzten Woche... als die beste Woche in diesen Jahren... Ich glaube, ich habe Jessie geliebt..." Meine Ohren schossen bei dem letzten Satz nach vorne. Ich könnte schwören, dass ich Sam etwas habe sagen hören, was für kurze Zeit meine Tränen zum stoppen brachte. Als ich mich nach vorne lehnte, gab ich mein Bestes, das leiseste und noch so schwächste Flüstern wahrzunehmen, aber ich war mir sicher, dass Sam aufgehört hatte zu atmen. Ich schaute in dem Moment wieder hoch, in dem die Tränen wieder anfingen zu fließen und ich sah Ramón mit drei anderen Männern in Umhängen durch die Tür rennen. Ihre Umhänge waren alle weiß, aber ich war eher darüber besorgt, als sie alle meine Position über Sam beäugten.

"Ich hole ihn; benutzt welchen Tisch auch immer ihr braucht... wir können später über die Bezahlung reden!" rief Ramón, während er auf mich zulief. Er kniete sich neben Sam hin und ich stand auf und wich zurück, als er ihn mit etwas Schwierigkeiten hochhob. Ich bemerkte eine kurze Reflektion auf dem Boden und als ich hinunter sah, schaute ich schnell wieder weg; es war ein Pool aus Blut. Ich bedeckte mein Gesicht, während ich versuchte, die Bilder von dem blutigem Schwert in Sam's Hand, seinen blutigen Körper und den Herzensbrechenden Satz, den der von sich gegeben hatte, als sein Lebensatem ihn verließ, aus meinen Kopf zu bekommen.

Ich versteckte mein Gesichte weiterhin, während ich einen der Magier hörte, wie er mit einem Gesang anfing und Ramón fragte, "Was tut er?"

"Er heilt die oberflächlichen Schäden... wir bewahren unsere Kräfte, um seine inneren Verletzungen zu heilen. Ihr müsst verstehen, er könnte es nicht überleben. Sein Körper hat eine enorme Menge an Schäden erlitten..."

"Versucht einfach trotzdem ihn zu retten..." hörte ich Ramón anfangen zu sagen, während ich ein Zittern durch meinen Körper laufen spürte. Ich merkte, wie meine Ohren sich anlegten und ich schaffte es einen Stuhl zu finden, als ich mich hinsetzte. Mir liefen die Tränen weiterhin die Wangen herunter. Ich nahm ein brennendes Gefühl in meinem Bauch wahr und schaute still auf, als ich zu der Tür ran. Gerade als ich das Gebäude verließ, fing mein Magen an zu schlingern...

(Ramón)

Armes Mädchen... Es ist völlig egal, ob sie ein Keidran oder ein Mensch ist, jemanden zu verlieren, der so nett zu einem ist, wie dieser Junge hier, ist ein grausames Gefühl. Traurigerweiße, kenne ich das Gefühl das sie hat. Ich seufzte, als ich wieder auf die menschliche Figur unter mir schaute und ich konnte nicht anders, als mich zu fragen, von wo er herkam. Seine Musik... sie war Sonderbar, aber nicht nur das... sie war... sei war sehr Mysteriös, sogar mehr als Drachen.

Der Magier, der zuerst angefangen hatte Sam zu heilen, saß auf einem Stuhl; er zitterte leicht, schien aber insgesamt in Ordnung zu sein. Die anderen Beiden hielten ihre Magiekristalle über Sam's Körper, während sie ebenfalls sangen und ich sah, dass sie bereits dutzende Kristalle aufgebraucht hatten. Das wird... Kostspielig.

Ich drehte mich zu der Tür um und ging darauf zu, während ich sagte, "Ich bin gleich wieder da, ich muss nur sicherstellen, dass es seinem Sklaven gut geht."

Sie gaben mir kein Anzeichen, dass sie mich gehört hätten, aber ich ging dennoch zu der Tür hinaus. Als ich nach draußen trat, sah ich Jessie an der Mauer lehnen, während sie nach unten sah und ich erblickte ein paar Wachmänner die die Straße in unsere Richtung entlang liefen. Ich seufzte, als ich meinen Kopf schüttelte und zu ihr hinüber ging. "Etwas dagegen, wenn ich mich dir anschließe?"

Sie sah kurz zu mir hinüber und ich bemerkte den Schmerz in ihren Augen, aber sie lehnte nicht ab, also stellte ich mich an die Mauer neben ihr. Ich grunzte, als ich meinen Kopf nach hinten neigte und in den strahlen blauen Himmel aufsah, "Gib die Hoffnung für deinen Frund nicht auf, er könnte überleben..."

"Aber er ist tot..." sagte sie, während sie auf den Boden sah.

Ich schaute zu ihr hinüber und sah ein paar weiter Tränen still ihre Wangen herunterlaufen. Mich von der Mauer wegdrückend sagte ich, "Du weißt mehr über ihn als ich, aber ich vermute, dass er zäher ist als er aussieht... und ich bin mir sicher, dass er es nicht zulassen würde zu sterben, nachdem er ein Schwert für dich eingefangen hat."

Langsam drehte sich ihr Kopf in meine Richtung und sie sah aus, als ob sie bereit war, jeden Moment zusammenzubrechen, "E-Er sagte dass... er sagte dass er mich geliebt hat... als sein letzte Atemzug ihn verließ... nur diejenigen die sterben werden sagen soetwas mit dem letzten Atemzug ihres Lebens..."

Als sie das sagte, fühlte ich mich kurz zurückzucken und ich starrte sie mit einer immensen Menge an Schock an. Der Tod ist nichts, worüber man Scherze macht, aber Liebe ist sogar noch schlimmer, wenn sie kurz vor einem Tod erkannt wird... aber ein Mensch und ein Keidran?

"..." Ich drehte meinen Kopf gerade zu der Tür, als das Stöhnen von drinnen erklang und ich riss die Tür auf. Als ich nach drinnen schaute, sah ich einen weiteren Magier, der schwer an einer Säule lehnte und der Letzte stand über Sam's Körper, aber dieses mal sah ich das Heben und Senken seiner Brust. Jessie wimmerte neben mir, während ihr Kopf unter meinem Arm hervorschaute und in Sam's Richtung blickte. Ich trat langsam ein und als ich das tat, sah der Magier, der über Sam stand, mit einem erschöpften Grinsen auf und sagte, "Nun... wir haben etwas versucht, von dem wir nicht annahmen, dass es funktionieren würde... Sein Herz hatte angehalten und wir haben es wieder in Bewegung geschockt; ungefähr so, als wenn ein Blitz jemanden treffen würde."

Ich nickte, aber dann hörte ich ein weiteres Stöhnen. Alle schauten zu dem Mann auf dem Boden hinüber und der Magier, der sich zuerst hingestzt hatte, sagte, "Ich werde ihn versorgen..."

Ich hatte ihn und sein... gebrochenes Knie ganz vergessen. Ich drehte mich um und sagte, "Ich möchte, dass du in dem Zimmer, das du und Sam habt, wartest... Ich werde später hochkommen."

Als sie sich nicht bewegte, fügte ich hinzu, "Ausser, du möchtest sein Blut von dem Boden aufwischen..."

Sie sah zu mir hoch und ging schnell auf die Treppe zu. Ich sefzte, während ich mich in Bewegung setzte, aber ich spürte eine starke Hand meinen Arm packen. Ich sah nach draußen und wurde von dem Gesicht eines Wachmannes begrüßt, "Hallo, mein Name ist Garit und ich bin hier um einen Jungen namens Sam zu sehen..."

Ich lächelte verlegen und blickte zurück nach drinnen, bevor ich mich wieder der Wache mit einem nervösen Lächeln zuwandte...


-Drei Tage später-

In einem Raum, oben in einem zweistöckigen Gasthaus, ruhte ein verletzter und schlafender Mensch, der seit drei Tagen in derselben Position auf einem Bett lag, ohne Bewegung, ohne Regung und nichts, dass auch nur annehmen lassen könnte, dass er am Leben wäre. An seiner Seite war eine treue Keidran-Füchsin, die er früher befreit hatte, als sie ein Sklave war. Durch ein paar schwere Situationen und ein paar weniger schwere, sind sie näher aneinander gewachsen, als zwei individuelle Wesen es normalerweise tun.

Der weibliche Fuchs lag im Moment neben dem schlummernden Menschen und ruhte sich das erste mal gänzlich aus, seit der Mensch sein Leben auf's Spiel gesetzt hatte, um das ihre zu retten.

(Sam)

Ein schwaches und weit entferntes Licht schien auf meine Augen, ein Licht, das ich seit langem nicht mehr gesehen, noch gefühlt hatte. Nachdem ich anfing, das Licht gänzlich zu spüren, begannen die Zahnräder in meinem in meinem Kopf sich langsam und träge zu drehen und ich nahm einen weiteren Atemzug, konnte aber nicht den Geruch von etwas unter meiner Nase erkennen. Unbewusst, atmete ich tiefer ein und ließ den würzigen und süßen Duft durch meine Sinne prickeln. Ein Lächeln breitete sich über mein Gesicht aus, während mein Gedächtniss das Bild von zwei violetten Augen hervorzog, aber ich konnte nicht sagen, wo ich sie zuvor gesehen habe. Der Druck über meinem gesammten Körper fing an, langsam in mein Bewustsein zu sickern. Es war warm, aber nicht so warm wie die Stelle von einer meiner Seiten. Als mehr Atemzüge in meine Brust gelangten und die Wärme anfing, tiefer und tiefer in meine einst leere Hülle von meinem Körper zu sickern, begann Stärke durch meinen Körper zu fließen.

Ich rollte meine Füße umher, während meine steifen Gelenke aus Protest in meinem Bewusstsein stöhnten; sie wurden konstant benutzt, bevor sie für eine lange Zeit im Ruhestand gelassen wurden. Nachdem sie wieder in ihrer originalen Position waren, spürte ich, wie meine Finger ihre Beweglichkeit wiedererlangten. Langsam formte ich mit meiner Hand eine Faust und konnte den Wiederhall spüren, genauso wie ich die leisen Pop-Geräusche von den Knochen hören konnte. Die Wärme neben mir wuchs noch so langsam an, als etwas pelziges sich um meinen Arm legte. Es war im Vergleich mit dem rauen und warmen Druck, der über mir hing, ein willkommenes Gefühl.

Als ich mich für ein paar Minuten entspannte, kam mein Bewustsein langsam zu mir zurück, aber meine Erinnerungen waren durch meinen langen Schlaf immernoch ein wenig diffus. Ich konnte mich an meinen Namen erinnern, zusammen mit einer Kindheit, die bescheiden, aber angemessen war. Langsam öffnete ich meine Augen und sah eine Braune Zimmerdecke über mir, zusammen mit einigen Lichtstrahlen. Geräusche begannen durch meine Ohren zu dringen, während ich auf eine goldene und pelzige Masse sah und mich darauf fokussierte. Ein kurzer Sturm aus Erinnerungen fiel über mich her und ich erinnerte mich an den Kampf, einen Schmerz, der so stark war, dass ich beinahe das Bewustsein verloren habe und das Bild von einem goldenen Gesicht mit violetten Augen über meinem eigenen. Als ich die violetten Augen sah, strömten sogar noch mehr Erinnerungen in mein diffuses Bewustsein. Eine Füchsin, die aufrecht laufen, reden und lächen konnte, wenn sie glücklich war, oder finster dreinblicken konnte, wenn sie verärgert war. Die hypnotisierenden violetten Augen der Schönheit, in dem Körper von einer Füchsin, verformte sich lansam, bis eine Erinnerung von ihr, wie sie mit einem Wald im Hintergrung einen Streifen Fleisch aß, in mein Gedächtniss erschien. Jessie...

Ich blinzelte plötzlich und fühlte ein Lächeln an den Ecken von meinen Lippen ziehen, während ich auf die spitze und pelzige Masse schaute. Als ich mehr über Jessie nachdachte, erinnerte ich mich, dass sie Ohren hatte, die genauso aussahen, also benutze ich das bisschen Kraft, das ich hatte, um nach unten zu sehen und ich sah das schlafende Gesicht von der Füchsin, die ich so gut kannte. Ihre Augen waren geschlossen und ihre Ohren schlaff, aber ich sah das Stirnrunzeln und die getrockneten Wege von Tränen entlang ihres Gesichtes. Mein Lächeln schwand kein bisschen, während ich ihre Schönheit bewunderte; die Sonne, die auf ihren Rücken schien, ließ sie wie mit himmlischer Kraft erstrahlen.

"J... Jesss... eeee..." sagte ich und fühlte die Rauheit meiner trockenen Kehle. Als ich das geflüstert hatte, hatte ihr Ohr gezuckt und ich fühlte, wie ihre Hände sich um meinen Arm spannten. Ich versuchte meinen Kopf zu ihr hinzubewegen, aber die Aufgabe erwies sich als gerade eben zu viel für meinen Körper. Schön, ich kann mich nicht bewegen und es tut weh zu sprechen, dann werde ich eben einfach etwas machen, was alle Lebewesen mit spitzen Ohren hassen...

Ich sog die Luft ein und bagann langsam zu pusten und zwar direkt in Jessie's Ohr. Es begann zu zucken, aber ohne Erfolg, da der stetige Strom aus kitzelnder und nervender Luft bestehen blieb. Erst als ich den letzten Rest meines Atems verbraucht hatte, shüttelte Jessie ihren Kopf, schaute auf und öffnete, so der Zufall es will, ihre Augen und sah direkt in die meinen. Ihre Augen waren betäubend, nicht zu vergessen, dass sie selbt wie betäubt war, aber alles was ich in ihren Augen sah war pure Schönheit. Es ließ mich so sprachlos werden, dass ich nichts sagen und nur weiterhin in ihre Augen sehen konnte, aber sie schaute tiefer in meine, als sie den Mund öffnete, "S-Sam...?"

"Je-ssie..." sagte ich, als ich einen weiteren kleinen Atemzug tat.

"Sam..." sie fing an aufgeregt zu werden, während sie sich auf ihre Ellenbogen stützte. Ihre Augen leuchteten auf, während ich fühlte, wie etwas anfing mein Bein zu schlagen. Ich blickte hinunter und vermutete, dass es ihr Schwanz sein musste. "SAM!"

"OH, ughh..." keuchte ich vor Verlegenheit und Schmerz, als Jessie sich um meinen Körper klammerte und mich mit all ihrer Kraft drückte, oder zumindest fühlte es sich danach an. Ihr Kopf war neben meinem und ich konnte ihr weiches Fell entlang der Seite meines Gesichtes fühlen. Ich atmete tief ein, während sie mich dicht an ihr Fell hielt und ich lächelte, als ich endlich herausfand, wovon der Duft abstammt. Ich seufzte glücklich, als sie ihren Kopf an meinem rieb und ich hörte sie plötzlich schniefen.

"Ich dachte, du würdest niemehr... aufwachen..." schluchzte Jessie, während ich etwas feuchtes fühlte, dass anfing sich an meine Wange zu pressen. Ich fühlte sie bei jedem Schluchzen erzittern und in einem mühevollen und langsamen Prozess, legte ich meine Arme um sie... zum größten Teil. Moment mal... niemehr aufwachen?

"Je-ssie... wie lange... habe ich... geschlafen?" fragte ich, während ich merkte, wie ihr Fell nass anstelle von nur feucht wurde. Sie zog mich noch näher an ihren Körper, was in der Tat mehr Hitze in mein Gesicht fließen ließ, nicht dass ich mich beschweren würde; ganz im Gegenteil.

"Du hat für... drei... Tage geschlafen..." antwortete Jessie, als sie letztendlich von mir abließ und ich konnte die Traurigkeit in ihren Augen erkennen. Ich fühlte mich so schlecht, aber ich musste auch diesen einen Wunsch erfüllt bekommen, "Erstens, kann ich etwas Wasser haben...?"

Sie nickte, während sie sich schnell aus dem Bett begab und auf die Tür zurannte, "Und zweitens," sie hielt im Tührrahmen inne, als sie zurück sah, "pass auf dich auf..."

Sie lächelte, als sie durch die Tür hinausschoss und ich hörte sie den Gang herunter rennen. Ich seufzte, als ich alleine aufrecht im Bett sitzen gelassen wurde. Ich wurde von Jessie hochgezogen, als sie mich umarmt hatte. Drei Tage huh... nun, das ist eine verdammt lange Zeit nur um zu schlafen... aber wie bin ich nicht gestorben? Das Schwert ist ganz durch mich durchgegangen, also sollte ich ausgeweidet sein... MOMENT MAL! Warum kann ich den Schnitt nicht fühlen? Ich schaute nach unten, bewegte mein Shirt zur Seite und sah, dass mein Leib völlig anders war, als ich ihn erwartet hatte. Was... was ist mit meinem Bauch passiert!?

Meine Bauchregion war frei von jeglichen Wunden oder Schnitten, sogar Blut. Das einzige, was allerdings da war, war ein langer blasser Streifen von Haut. Ich senkte mein Shirt, als ich das Geräusch von Jessie's Rückkehr vernahm.

Jessie kam mit einem deprimierten Ausdruck durch die Tür, aber er erhellte sich, sobald sie mich sah. Sie ging zu mir hinüber, während ihr Schwanz weiterhin hin und her wedelte und ich lächelte ihr zu, als sie mir das Wasser reichte. Ich trank es langsam und als ich ihr das leere Glass zurückgab, fühlte ich mich, als ob eine angemessene Portion meiner Stärke wiederhergestellt worden wäre. Ich schaute zu Jessie auf, als dieser nervöse Ausdruck wieder bei ihr erschien und fragte, "Was beschäftigt dich... Jessie?"

Als sie zu mir aufsah, sagte sie, "Der Preis für unseren langen Aufenthalt... und der Schaden, der entstanden ist, während du gekämpft hast..."

"Wie viel ist es?"

Sie lagerte still ihr Gewicht auf den Füßen umher. Ich schob meine Beine über den Rand des Bettes, was sie unter der Bettdecke hervorholte. "Er sagte, es würde eine Goldmünze kosten..."

"Gib mir bitte mal meinen Rucksack..." sagte ich, während ich nach unten sah. Ich bekam eine Geruchswolke von meinem Körper ab und ich würgte beinahe, als ich fragte, "Und wo kann ich ein Bad nehmen...?"

Als Jessie mir meinen Rucksag gab, schaute sie aus das Fenster und sagte, "Ich sah eins um die Ecke, als ich einen kurzen Spaziergang mit Ramón unternahm. Er sagte, dass es allerdings drei Silbermünzen kostet um ein Bad zu mieten."

Nachem ich durch meinen Rucksack gewühlt hatte, fand ich den Ort, wo ich mein Geld aufbewahrte. Ich griff hinein, öffnete die Tasche etwas mehr und fand dann, wonach ich gesucht hatte. Ah, da haben wir es ja... eine Dollarmünze; alles in dieser Welt ist so günstig!

Ich schob meinen Rucksack unter das Bett, ließ die Münze in meine Hosentasche gleiten und zudem auch ein paar Quarter. Danach stand ich von dem Bett auf. Zuerst war ich etwas wackelig auf den Beinen, aber als ich zwei Hände an meinem Arm spürte, schaute ich hinüber und sah, wie Jessie mich mit einem besorgten Gesichtsausdruck ansah. Ich setze ein Lächeln auf, als ich sagte, "Hol mein Gewehr, wir können zu diesem Bad gehen... und ich werde mit Ramón über die Bezahlung reden..."

Als sie hinüber ging und mein Gewehr nahm, ging ich langsam auf die Tür zu, mit jedem Schritt an Stärke gewinnend. Ich Lächelte, als ich endlich die Tür erreichte, drehte mich um und sah Jessie dastehen. Sie sah mich mit einem fragenden Blick an und ich fragte, "Würdest du eben schnell hierher kommen..." Sie lief auf mich zu, bis sie dicht an mir war und ich lehnte mich vor und küsste ihr sanft auf die Stirn. Ich lächelte, als ich ihr verblüfftes Gesicht sah, zusammen mit ihrem Schwanz, der nun gerade ausgestreckte und gesträubt war.

Ich drehte mich mit einem Lächeln in meinem Gesicht um, als ich durch die Tür ging. Ich ging auf die Treppe zu und drehte mich gerade um, als Jessie die Tür schloss. Ich schaute wieder nach vorn, als ich die Treppe erreichte und ging sie hinunter, während ich Jessie hinter mir herlaufen hörte.

Nachdem ich die Bar betrat, bemerkte ich, dass sie noch relativ leer war, abgesehen von ein paar Tischen die besetzt waren. Während ich auf den Tresen zuging, sah ich Ramón mit einem Mann reden und keiner von beiden bemerkte mich, bis ich mit meinen Knöcheln auf die Tischplatte kloppfte. Beide drehten sich zu mir und Jessie um, deren Schwanz noch immer etwas gesträubt war. Ich nahm eine einzelne Münze aus meiner Tasche und hielt sie Ramón hin, "Hier ist die Bezahlung die ich dir schulde... Ich gehe aus, also vermiete meinen Raum noch nicht."

"Uh, okay... schön dich wieder auf den Beinen zu sehen!" sagte er zu mir, während ich lächelte und mich umdrehte. Und jetzt geht's los um endlich ein Bad zu nehmen...