Mrs. Skinner – dir ist das 10. Kapitel gewidmet! Allerdings musst du es dir mit einer prominenten Persönlichkeit teilen: dem Weihnachtsmann!
In diesem Sinne: Frohe Weihnachten euch allen da draußen!
Poetica Licentia: ja, ich werde voraussichtlich jeden Tag updaten… Sev wird es bald auf die „harte" Tour erfahren…
Mrs. Skinner: ich hätte mich über dein „mitSchuhimBodenstochert" fast weggeschmissen… war ja sehr überzeugend deine Geduld…
LMA23: echt, ihr hattet Schnee? Dann wohnst du wahrscheinlich in Bayern… was Remus angeht…hm, schau´n mer mal… verlass dich nicht allzu viel auf Ginny, sie ist zwar in der Hinsicht erfahrener als Mione, aber doch recht abgelenkt… Sev hat eigentlich zu allen Halbwesen und Tieren ein gutes Verhältnis, wie Mione schon öfter bemerkt hat, und Dobby ist dazu noch sein „persönlicher" Hauself…
mrs. spookiness: keine Sorge, mit Ginny geht alles in Ordnung
bengisu: hey, danke (breites, ganz breites Grinsen im Gesicht)… falls es dich beruhigt, ich habe schon fast die letzten Kapitel geschrieben…
Sepsis: Ja, Ginny ist von allen Weasleys den Zwillingen am ähnlichsten (finde ich)
10. Kapitel
Am nächsten Tag saß Hermione in der Mittagspause in der Bibliothek und recherchierte für einen Aufsatz in Geschichte der Zauberei.
Wo bist du, Löwin? Sie sprang beinahe bis zur Decke. Er hatte sie noch nie erreicht, wenn sie sich nicht angesehen hatten. Oder sie hatte es jedenfalls noch nie gemerkt.
Verdammt, Severus… in der Bibliothek.
Gut. Bleib, wo du bist!
Wenig später wirbelte der dunkle Mann herein, empfing für seinen üblichen stürmischen Auftritt einen bösen Blick von Madam Pince und erreichte mit langen Schritten Hermiones Schreibtisch. Mit einem schnellen Blick überflog er den Raum. Von der Bibliothekarin abgesehen, die zu weit entfernt war, um sie zu hören, waren sie allein. Er stützte sich mit beiden Händen am Tisch ab, und versperrte Madam Pince damit auch noch die Sicht.
„Wieso wundert es mich nicht, dich gerade hier zu finden?", murmelte er.
Hermione sah ihn aufmerksam an. Der dunkle Mann war definitiv müde und erschöpft. „Soll ich Professor Lupin versorgen?", fragte sie.
„Jetzt nicht. Hast du heute Nachmittag halb vier und halb sechs Zeit?" Sie überflog ihren Stundenplan und nickte. „Dann übernimm das und bleibe solange bei mir, bis ich komme. Du kannst dich in der Bibliothek bedienen, wenn du möchtest."
„Wirklich?" Hermiones Gesicht leuchtete auf.
Severus runzelte die Stirn. Was, bei Merlins Bart, war nur in ihn gefahren? Normalerweise zauderte er sogar, Albus seine Bücher zu überlassen. Aber verdammt, das Strahlen in ihrem Gesicht war es vielleicht sogar wert. Nein, nicht vielleicht. Das war es auf jeden Fall wert.
Er starrte sie an, bis er merkte, dass er vergessen hatte, warum er hier war. Unbehaglich bewegte er seine Schultern. Wenn er nur nicht so wahnsinnig müde wäre; er hatte das Gefühl, er könnte im Stehen einschlafen.
Severus straffte die Schultern. „Deshalb bin ich aber nicht hier. Gib mir deine Hand", sagte er leise, und als sie seiner Aufforderung folgte, schloss er seine Augen und versuchte, seinen Geist auf Ginny Weasley zu fokussieren.
Es fiel ihm schwer, er hatte Mühe, sich zu konzentrieren. All der geistige Lärm, den eine Schule wie Hogwarts produzierte, und dann einen bestimmten Schüler zu finden und den eigenen Okklumentikwall aufbauen, damit nicht auch Hermione mit den Bildern von Ginnys Geist konfrontiert wurde… Severus presste die Lippen aufeinander.
Hermione beobachtete ihn besorgt. Sein Atem wurde tiefer und ruhiger, doch auf seiner Stirn und an den Schläfen traten Schweißtröpfchen hervor. Geistesabwesend streichelte sein Daumen über die weiche Haut ihrer Handoberfläche.
Es war … ein Schock. Unerwartet und überraschend – ja, was? – angenehm. Ihr Atem stockte kurz, dann verdrängte sie ihre Überraschung und festigte ihren Griff um seine Hand.
Mit einem Mal entspannte sich Severus Snape, ließ seine Schultern hängen und blickte sie an. „Ich denke, du solltest in die Große Halle gehen", sagte er mit schleppender Stimme. Er nestelte in seinem Umhang, zog eine Phiole hervor und trank sie mit einem Schluck aus.
Nach einem tiefen Atemzug wurden seine Augen wieder klar. „Miss Ginevra Weasley ist gerade vom Stuhl gefallen", erklärte er Hermione, drehte sich herum und verließ ohne ein weiteres Wort die Bibliothek.
Ginny war tatsächlich vom Stuhl gefallen, doch es war eher die Wucht der geballten geistigen Macht gewesen, die sie getroffen hatte, als die Übermittlung an sich, die höchstens zwanzig Sekunden gedauert hatte.
Snape hatte ihr eine kurze Erinnerung geschickt, in der sie und Harry nach dem letzten gemeinsamen Quidditchtraining vor lauter Lebensfreude und Übermut Saltos schlagend durch die Luft gesaust waren. Sie hatte gar nicht gewusst, dass der Professor sie dabei beobachtet hatte.
Und die überwältigende Intensität dieser Erinnerung, die absolute und vollkommene Klarheit dieser kurzen Sequenz war es, die sie so sehr getroffen hatte, obwohl es eine angenehme Erinnerung war. Als würde man, in der Erwartung einen leeren Raum zu betreten, plötzlich mit dem einsetzenden Tusch eines Orchesters überrascht, nur noch tausendfach stärker.
Dies war ganz klar eine gemeinsame Aktion von Hermione und Snape, so sehr unterschied sie sich von den kurzen, unerwarteten, aber im Gegensatz dazu fast dezentem Eindringen des Tränkemeisters vorher.
Und nach dem kurzen Schock hatte sie versucht, sich gegen diese Übermittlung zu wehren, doch ihr Widerstand schien völlig ohne Anstrengung fortgewischt zu werden wie ein lästiges Insekt.
In diesem verwirrten Zustand taumelte sie Hermione in die Arme. „Bist du okay?", fragte ihre Freundin.
Ginny nickte. „Ja, aber völlig konfus. Es war nicht so schlimm wie gestern, aber immer noch schlimm genug. Und ich konnte mich überhaupt nicht wehren."
Hermione lächelte. „Ich weiß zwar, dass du das im Moment nicht so siehst, aber das ist die beste Meldung des Tages."
SSHGSSHGSSHGSSHG
An diesem Nachmittag hatte sie das erste Mal das Gefühl, dass der Werwolf ihr tatsächlich zuhörte. Er hatte sich äußerlich nicht geändert, doch seitdem sie ihn von den Fesseln befreit hatte, lag er so nahe am Gitter wie möglich und mit dem Kopf auf den Pfoten.
Er beobachtete sie nicht mehr so intensiv wie früher, doch wenn sie aufstand und hin- und herlief, bewegten sich seine Ohren in ihre Richtung. Sie redete die ganze Zeit mit ihm, nannte ihn immer wieder bei seinem Namen und versuchte, ihrer Stimme einen freundlichen und beruhigenden Klang zu verleihen.
Sie hatte es sich in einem der Sessel direkt vor dem Feuer gemütlich gemacht, so dass sie gleichzeitig lesen und einen Blick auf den Wolf werfen konnte. Sie hatte sich in Snapes Bibliothek nicht entscheiden können, also hatte sie gleich drei Bücher mitgenommen, las ab und zu eine Passage laut vor und erklärte dem Wolf ihre Gedanken dazu.
Amigo war nicht da, aber Krummbein, dessen Wunden eigentlich schon seit Tagen wieder verheilt waren, leistete ihr Gesellschaft.
Hermione machte es nichts aus, auf den Tränkemeister zu warten, doch als sie Lupin das dritte Mal seine Tropfen gegeben hatte, war es halb acht durch, und sie begann sich Sorgen zu machen. Über eine Stunde später kam er schließlich. Wortlos ließ er sich in seinen Sessel fallen. Hermione sah ihn an.
Wenn sie geglaubt hatte, dass er heute Mittag müde aussah, wie sollte sie ihn dann jetzt beschreiben? Seine Haut war nicht nur blass, sie schien regelrecht durchsichtig zu sein, seine normalerweise nachtschwarzen Augen waren blutunterlaufen. Vorsichtig legte sie ihr Buch weg. „Was ist passiert, Severus?"
Er schwieg so lange, dass sie dachte, er würde ihre Frage ignorieren.
„Bei Pomona Sprout hat es im Unterricht einen Unfall gegeben", sagte er dann langsam. „Eine Zweitklässlerin aus Hufflepuff, Miss Albright, war einen Augenblick lang unaufmerksam und ist dem Schrei der Alraune ausgesetzt gewesen. Sie und drei ihrer Klassenkameradinnen sind ins Koma gefallen."
Hermione zog vor Schreck zischend die Luft ein, wagte aber nicht nachzufragen. „Ich habe den Gegentrank gebraut, und Poppy ist der Meinung, sie werden innerhalb der nächsten vier Tage wieder erwachen."
Er verbarg seinen Kopf in den Händen. „Ich hätte nie geglaubt, dass ich das mal sagen würde, aber ich bin froh, dass die kleine Know-it-all der Gryffindors hier ist."
Er lehnte sich in dem Sessel zurück, die langen Beine weit von sich gestreckt, völlig erschlagen. „Und wie geht es Lupin?"
Hermione zögerte einen Moment, doch dann erzählte sie ihm von ihrem Eindruck, dass er weniger wild und tierisch war als vorher.
Severus zwang sich zuzuhören. Nicht, dass es nicht angenehm wäre, der leise murmelnden Stimme des Mädchens zu lauschen, doch er merkte, dass seine Gedanken in völlig verschiedene Richtungen schweiften und kaum noch fokussiert waren.
Hermione brach ab und beugte sich behutsam ein wenig vor. Sie hatte sich nicht getäuscht. Severus Snape war eingeschlafen. Letztendlich hatte ihn die Erschöpfung überwältigt. Sie stand auf und überlegte einen Augenblick.
Er würde sauer sein, wenn sie ihn schlafen ließ, soviel war sicher. Aber wenn er sich nicht ausschlief, würde er früher oder später zusammenbrechen. Er war erst vor kurzem noch schwer verletzt gewesen, und auch wenn es in der Zaubererwelt weit weniger Zeit kostete, zu rekonvaleszenieren, so war er doch noch lange nicht wieder völlig gesund.
Sie beschloss, dass es seinen Zorn wert war, ihn schlafen zu lassen.
Severus schrak hoch, seine Instinkte als Spion schlugen Alarm. Bei Merlins Bart, er war eingeschlafen! Wild schaute er um sich. Er war noch immer in dem Sessel vor dem Kamin, jemand hatte ihm eine Decke übergelegt und einen Hocker unter seine langen Beine geschoben. Alles in allem war es erstaunlich komfortabel. Was hatte ihn nur geweckt?
Ein Geräusch hinter ihm ließ ihn lautlos aufspringen. Er hatte schon seinen Zauberstab gezückt und konnte sich gerade noch davon abhalten, einen Fluch zu schleudern, als er erkannte, dass Hermione hinter dem Sessel stand und gerade Amigo auf ihrem Arm landen ließ.
„Verdammt!", murmelte er rau, „was, um alles in der Welt, machst du hier?"
Sie kam zu ihm hinüber und überreichte ihm den Falken. „Lupin versorgen", sagte sie einfach. Er runzelte die Stirn und entrollte das Pergament. Nachdem er es überflogen hatte, steckte er es sorgfältig in seine Tasche. Dann warf er einen Blick auf die Uhr und fühlte sich vom Schlag getroffen. Es war kurz nach sechs Uhr morgens!
Severus streckte seinen Arm aus, packte Hermiones Umhang und zog sie zu sich heran. Er nutzte bewusst all seine Macht, um sie einzuschüchtern. „Mach das nie wieder!", knurrte er so leise, dass er kaum zu hören war, aber die Drohung war unmissverständlich.
„Wenn du dich noch einmal über meinen Willen hinwegsetzt – so wie dieses Mal, indem du mich einfach hast schlafen lassen – dann wirst du dir wünschen, ich sei nie wieder nach Hogwarts zurückgekehrt!"
Hermione versuchte, seine Hand weg zu schieben, aber der der dunkle Mann hatte schon mehrmals bewiesen, dass in seinem schlanken Körper weit mehr Kraft steckte, als man vermuten konnte.
Daher krallte sie ihre eigene Hand in seinen Kragen und zog ihn ihrerseits näher, so dass sich beinahe ihre Nasen berührten. „Du machst mir keine Angst mehr, Severus Snape!", sagte sie und ließ ihn ihren Ärger fühlen. Sie tippte mit einem Finger seine Hand an und ließ blaue Funken sprühen.
Der Tränkemeister spürte, dass hier etwas aus seiner Kontrolle geriet. Die unerträgliche kleine Besserwisserin war gerade … unerträglich … nah. Ihr warmer Atem strich über sein Gesicht, ihre Augen funkelten wütend. Verdammt! Sie hatte fein geschwungene Augenbrauen, die jetzt zusammengezogen waren und auf ihrer Stirn in zornigen Furchen endeten. Ihre Wimpern waren hell und flatterten leicht.
Severus spürte, wie seine Wut, die normalerweise stundenlang köcheln konnte, einfach so verpuffte. Sein Blick wanderte über Hermiones Gesicht, aber er vermied bewusst ihre Augen. Er kannte genau dieses helle Braun mit ein paar grünen Punkten, die man nur sehen konnte, wenn man sie direkt ansah. Ihre helle Haut hatte auf ihren Wangen eine leichte Rötung, vermutlich, weil sie sich über ihn ärgerte.
Er hatte das Bedürfnis, über ihr Gesicht zu streicheln, um zu sehen, ob ihre Haut so weich war, wie sie aussah oder ihr Mund so …
Mit einem Mal wurde ihm klar, was er dachte. Mit einem plötzlichen Kraftakt schob er sie so abrupt fort, dass sie taumelte, wirbelte herum und marschierte ins Nebenzimmer.
Hermione hörte ein plötzliches Klirren und Krachen. Es hörte sich so an, als würfe Snape irgendwelche Sachen an die Wand. Was er auch tat. Dann kehrte Stille ein, und die junge Gryffindor atmete tief ein und aus.
Sie hatte in diesem Moment keine Lust, ihre Gefühle zu analysieren. Warum ihr so heiß war, dass ihr der Schweiß am ganzen Körper ausbrach… Oder sie kaum Luft holen konnte… Oder sie weiche Knie hatte… Eines war definitiv klar: Angst war es jedenfalls nicht.
Doch jetzt war auch nicht die Zeit, mit ihren Hormonen zu hadern. Sie schlenderte zu der Tür hinüber, hinter der Snape verschwunden war. Sie hatte dieses Zimmer noch nie betreten, doch wenn er nicht wollte, dass sie jetzt eintrat, hätte er die Tür schließen sollen. Sie lehnte sich an den Türrahmen und verschränkte die Arme vor der Brust, als sie ihn beobachtete.
Es war offensichtlich sein Schlafzimmer. Doch es war nicht das große Bett, das ihren Blick einfing, sondern mehrere zerbrochene Phiolen, die zerschmettert am Boden lagen und an der Wand und auf dem Boden verspritzte Flüssigkeit hinterlassen hatten. Und der Tränkemeister selbst, der auf der gegenüberliegenden Seite an einer in der Wand eingelassenen Stange hing und offensichtlich vorhatte, bis zum Morgengrauen Klimmzüge zu machen.
Nicht dass sich Hermione beschweren würde. Er hatte seinen Umhang achtlos auf das Bett geworfen und bot nur in Hose und ärmellosen T-Shirt (schwarz, Überraschung, Überraschung!) einen – natürlich aus rein akademischen Gesichtspunkten – interessanten Anblick. Es war klar, dass er diese Übungen nicht zum ersten Mal in seinem Leben machte.
Seine Arme waren lang und kräftig und fein definiert und die Muskeln in den Schultern bewegten sich mit jedem Klimmzug, den er anscheinend bewusst langsam vollzog. Hermione machte die Entdeckung, dass er weit weniger blass war als sie geglaubt hatte – ein weiteres Indiz, dass die Wirkung des Vielsafttrankes verloren ging.
Und wenn sie ehrlich war, hätte sie sich in all den Jahren zuvor auch einmal fragen sollen, wie jemand, der ständig draußen in der Natur war und die meisten seiner Ingredienzen selbst sammelte, in die Verlegenheit kommen sollte, blass zu sein.
Auf seinem Unterarm war deutlich die Schlangentätowierung Voldemorts zu erkennen. „Willst du beim nächsten Bodybuilding Contest mitmachen?", fragte sie schließlich.
Mit einem hörbaren Seufzer ließ sich Snape fallen und kam in den Knien federnd auf. Er drehte sich um und wischte sich den Schweiß auf der Stirn mit seinem T-Shirt ab.
Okay, dachte Hermione, zumindest der Bauch war wirklich blass… und warum war ihr bei ihrem verschiedenen „Handauflegen" nie aufgefallen, wie durchtrainiert er war? Vielleicht, weil Blut und diverse Verletzungen deine pubertierenden Gedanken ein wenig gestoppt hatten, Mione, rief sie sich selbst zur Ordnung.
„Nein", antwortete Severus und riss sie aus ihren Gedanken. „Ich versuche nur, mich davon abzuhalten, einer schrecklichen kleinen Göre mit mehr Mut als gut für sie wäre, den Hals umzudrehen. Außerdem ist es dir vielleicht schon einmal aufgefallen, dass die meisten Zauberer ohne ihre Zauberstäbe völlig hilflos sind. Keiner von ihnen kommt auf die Idee, sich körperlich zu wehren. Ich nutze alle meine Gaben."
Er betrachtete sie einen Moment regungslos. „Danke", sagte er schließlich.
Hermione fragte nicht warum. Er hatte nach fast einer Woche wieder einmal durchschlafen können, und er wusste selbst, dass es höchste Zeit gewesen war. Er streckte seine Hand aus und ließ seinen Zauberstab hinein fliegen. Mit einem kurzen Wedeln verschwand die Sauerei, die er angerichtet hatte, dann kam er mit großen Schritten zu ihr herüber und sah auf sie hinunter.
„Du wirst doch heute im Unterricht nicht einschlafen, oder?"
Sie schüttelte ernsthaft den Kopf. „Es ist Freitag", antwortete sie. „Da habe ich nur eine Doppelstunde Zaubertränke und eine Stunde Kräuterkunde. Danach übernehme ich die Zweitklässler in Verwandlungen und dann ist auch schon Feierabend. Kein Problem also, heute Mittag ist Schluss, solange halte ich problemlos aus."
„Das ist auch gut so", stimmte er mit tiefer Stimme zu. „Ich habe gehört, der Zaubertränkelehrer soll ein ganz scharfer Hund sein, immer schnell bei der Hand mit Punkteabzug und Strafarbeiten."
Scharf mit Sicherheit, dachte Hermione und wurde rot, als ihr bewusst wurde, was sie dachte, und vor allem, über wen sie so dachte. Sie hoffte, Severus hielt sich an sein Versprechen, und drang nicht in ihre Gedanken ein, ohne dass sie es merkte.
„Ja", sagte sie langsam, „ein ganz übles Subjekt. Ziemlich erschreckend."
„Und mit fürchterlichem Temperament, hat man mir erzählt…", fuhr er fort.
„Na ja, so schlimm ist es auch wieder nicht." Hermione lächelte ihn an. „Er bellt, aber er beißt nicht. Eigentlich ist er ganz in Ordnung."
In den tiefschwarzen Augen glomm etwas auf. Etwas … Sie konnte es nicht benennen, und es verschwand schnell wieder. „Geh jetzt", forderte er sie auf. „Geh duschen und mach das, was Mädchen halt immer so lange im Bad machen, bevor sie frühstücken gehen."
Seine Oberlippe kräuselte sich leicht. Wie üblich schob er sie mit leichtem Druck in Richtung Tür, wo er aufmerksam hinausspähte, bevor er sie entließ.
„Und Remus?", fragte sie, bevor sie hinausschlüpfte.
„Die selbe Zeit wie gestern?"
„In Ordnung", antwortete sie und verschwand in dem Geheimgang schräg gegenüber seines Quartiers. Severus beobachtete noch einmal den dunklen Flur, dann schloss er leise seine Tür und blieb nachdenklich mitten im Raum stehen.
Noch einmal las er das Pergament durch, das ihm Amigo gebracht hatte. Dann drehte er sich zu dem Werwolf um, der, den Kopf auf den Pfoten, aufmerksam seine Bewegungen beobachtete.
„Spätestens nächste Woche wird Fawkes wieder Tränen haben, mein Freund", sagte er. „Und dann solltest du besser wieder auf die Beine kommen, ich habe schließlich noch andere Sachen zu erledigen. Du weißt schon… die Welt retten und so. Kann ich nicht einem Teenager ganz allein überlassen."
Er runzelte die Stirn. Jetzt fing er schon genauso an, mit dem Wolf zu reden wie dieses… Mädchen. Aber vielleicht hatte die kleine Löwin ja Recht, und Lupin verstand ihn irgendwie.
Er hockte sich in kurzer Entfernung vor den Käfig auf die Fersen. „Natürlich wäre es besser, du verstehst doch nicht allzu viel, Remus", sagte er bedächtig und rieb sich verzweifelt über die Stirn. Verdammt, ich hätte sie beinahe geküsst, weißt du. Ein feiner Lehrer bin ich, das kannst du mir glauben…"
SSHGSSHGSSHGSSHG
Severus versuchte während der Doppelstunde Zaubertränke, mit seinem Problem fertig zu werden. Um seine Ruhe zu haben, ließ er die Klasse einen Test schreiben. Er wusste, es war nicht fair gegenüber Hermione, die die ganze Nacht nicht geschlafen hatte, aber andererseits – Merlin, sie war eine kleine Know-it-all, und dies war ein simpler Test für sie, auch wenn die anderen es nicht so sehen würden.
Er dachte über die Nachricht nach, die ihm Amigo heute früh gebracht hatte. Im Endeffekt kam er immer nur wieder auf eine Lösung. Er musste es nur noch Albus mitteilen.
Severus lehnte sich in seinem Stuhl zurück, ließ seinen Blick kurz über die Schüler schweifen, die hastig oder verzweifelt über das Pergament kritzelten, und schloss dann die Augen.
Albus!
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.
Ist etwas passiert, Severus, mein Junge?
Der Tränkemeister seufzte innerlich. Musste der alte Mann immer so pathetisch sein? Andererseits war er froh, dass sich Dumbledore so schnell gemeldet hatte. Es war ein immenses Glück für ihn, dass sie verwandt und beide sehr starke Legilimentiker waren.
Mit niemandem anders konnte er so klar kommunizieren wie mit dem alten Mann, ausgenommen… er verscheuchte den Gedanken ganz schnell, es war nicht nötig, dass Albus Witterung aufnahm. Zumal es ja gar nichts gab, wovon er Witterung aufnehmen konnte.
Ich habe jemanden gefunden, bei dem ich Zauberstäbe mit identischem Kern bekomme. Ich werde morgen mit Miss Granger die Schule verlassen.
Nein, warte, Severus! Ihr braucht Begleitschutz.
Wir dürfen keine Zeit verschwenden. Die Zauberstäbe sind … nicht ganz legal, wenn du verstehst, was ich meine. Sie kommen von seinem Bruder.
Er hat einen Bruder?
Sogar einen Zwillingsbruder, um exakt zu sein. Dieselben Kenntnisse, dieselben Fähigkeiten, nur, dass er nicht im Ministerium angemeldet ist, und seine Stäbe sind nicht registriert. Seine Klientel sind Leute, die etwas mehr zahlen und sich dafür weniger befragen lassen…
Wo ist er?
Edinburgh. Noch jedenfalls. Er wechselt alle paar Tage seinen Standort, aus verständlichen Gründen. Das Ministerium ist über sein Geschäft nicht erfreut.
Es ist trotzdem zu gefährlich für euch. Ihr könnt nicht wagen zu apparieren, falls jemand die Magie registriert, und ihr dürft auf keinen Fall Floh…
Ich weiß, unterbrach ihn sein Enkel. Deswegen werden wir auf Muggelart reisen. Ich dachte daran, das Weasley-Auto aus dem Verbotenen Wald zu holen. Ich habe in den vergangenen vier Monaten eine Menge Muggeldinge gelernt, dank dir, Albus…
Aber…
Nichts aber! Hörst du nicht zu? Ich weiß nicht, wie lange er noch in Edinburgh sein wird, und wir können von Glück reden, dass er alles in allem seinen Aufenthalt nicht in Shanghai gewählt hat. Ich dachte, du könntest ein paar Ordensmitglieder nach Edinburgh abstellen, die ein Auge auf uns haben…
Albus Dumbledore seufzte. Lass mich sehen, was du weißt, Severus, gab er dann nach. Der dunkle Mann öffnete sich noch ein wenig weiter und gab ihm die Adresse und genaue Beschreibung der Örtlichkeit in Edinburgh, wo sich der Zauberstäbehersteller befinden sollte.
Über seine Fahrtroute hatte er sich auch Gedanken gemacht, so dass Albus in der Lage sein sollte, an bestimmten Punkten Wächter zu postieren.
Okay, tue es, aber wenn es irgendwelche Gefahren gibt, kehrst du sofort um, hörst du?
Ich werde schon auf Miss Granger aufpassen.
Ich habe nicht nur an Miss Granger gedacht, mein Junge.
Severus hätte beinahe gelächelt. Gibt es bei euch etwas Neues?
Wir laufen die ganze Zeit halb erkalteten Spuren hinterher. Aber wir müssen jetzt los. Passt auf euch auf, Severus, ich bitte dich!
Das werden wir.
Der Tränkemeister beendete den Kontakt und öffnete die Augen. Es war nicht oft möglich, sich so schnell und klar zu kontaktieren, aber er war dankbar dafür, dass es heute geklappt hatte. In der Klasse hatte sich nicht viel geändert, es waren nur zwanzig Minuten vergangen.
Severus stand auf und glitt durch die Reihen, auf der Suche nach einem, der es wagte, seinen Blick auf das Blatt seines Nachbarn fallen zu lassen.
Er bemerkte, dass Hermione geistesabwesend an ihrer Feder kaute und aus dem Fenster starrte. Reue überkam ihn. Er hatte geschlafen, und die Kleine war zu müde, um sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Löwin!, er enterte ihre Gedanken.
Hermione ließ vor Schreck fast ihre Feder fallen. Severus! Ich hätte beinahe einen Herzinfarkt…
Du träumst! Schreib deinen Test zu Ende!
Was? Ihr Blick wurde konzentrierter. Ach so, das. Ich bin fertig.
Severus hätte beinahe ein erleichtertes Stöhnen von sich gegeben. Und warum gibst du ihn dann nicht ab und gehst?
Ich dachte, ich warte, bis du dich umdrehst, und helfe dann irgendwem anders…
Er wirbelte herum und stürmte zu seinem Schreibtisch, seine Roben wallten hinter ihm auf. Hätte er das nicht getan, hätte vielleicht irgendwer das breite Grinsen auf seinem Gesicht gesehen, und das wollte er auf jeden Fall verhindern. Hat dir schon einmal jemand gesagt, dass du unerträglich… impertinent … respektlos… bist?
Ich bin mir nicht ganz sicher. Ich glaube, mein Professor für Zaubertränke hat das ein paar Mal erwähnt…
Recht hat der Mann. Und jetzt verschwinde, bevor ich dir Strafarbeiten für den Rest deines Lebens verpasse.
War das eine Drohung oder ein Versprechen, Professor?
Severus hob seine Augenbraue. Na schön, Löwin, du wolltest es ja nicht anders. Nimm dir für das Wochenende nichts vor.
Wieso?
Erklär ich dir nachher. Mach, dass du mir aus den Augen kommst…
Ich nage schon vor lauter Angst an meinen Fingernägeln. Mit unschuldigem Gesichtsausdruck stand Hermione auf und legte ihre Arbeit auf seinen Schreibtisch. „Ich bin fertig, Sir, darf ich gehen?"
„Ich bitte darum, oder glauben Sie, ich möchte eine unerträgliche Besserwisserin länger in meiner Stunde haben als unbedingt nötig?", schnarrte er ungnädig.
Sie wandte sich um und ging zu Tür, doch bevor sie ganz draußen war, erreichte er sie noch einmal. Wir sind noch lange nicht fertig, kleine Löwin…
Sie schloss die Tür und ging zur Bibliothek. Sie hatte noch fast eine Stunde Zeit bis zum nächsten Unterricht. Niemand hatte ihr die mit dem Headgirl verbundene Erlaubnis wieder genommen, die verbotene Abteilung zu nutzen. Wie Severus richtig vermutet hatte, war der hinter ihr liegende Test für sie simpel gewesen. Jetzt konnte sie sich mit ernsthaften Dingen beschäftigen.
Während des Mittagessens rutschte Ginny zu ihr heran. „Er hat heute den ganzen Tag lang keinen Versuch gemacht, bei mir einzubrechen", murmelte sie.
„Und, enttäuscht?", flüsterte Hermione und grinste.
Ginny lachte und boxte ihr spielerisch auf den Arm. „Du kannst mir glauben, wenn dein Sexgott irgendetwas möchte, dann braucht er nicht bei mir einzubrechen. Die Tür steht für ihn weit offen… Nein, du weißt schon, Legilimens und so…"
Hermione legte ihre Gabel nieder und schob ihren Teller weg. „Ich glaube, er war mit den Tests zufrieden, und es reicht ihm. Ich denke, er wird bei dir kein Legilimens mehr verwenden. Und er ist definitiv nicht „mein Sexgott", klar?"
„Nein? Kann ich ihn dann haben?" Der Rotschopf grinste und sah zum Lehrertisch hinüber, wo Snape durch Abwesenheit glänzte. „Ehrlich mal, Mione, komm ein bisschen aus dir raus. Ich bin sicher, mit unserer großen, dunklen, mysteriösen Fledermaus könnte man ein bisschen Spaß haben…"
„Ich glaube, ich sollte mal mit Harry reden", sagte Hermione und sah ihre Freundin stirnrunzelnd an. Dann lachte sie. „Jetzt weiß ich wenigstens, wieso ihr Weasleys so viele Kinder habt, bei dem sexuellen Appetit! Übrigens, da kommt der Held deiner feuchten Träume", fügte sie hinzu und deutete unauffällig zum Lehrertisch. Snape war soeben durch die Seitentür gegenüber dem Tisch getreten.
Hermione warf einen Blick auf die Uhr. Kurz nach halb zwei. Er hatte sich gerade um Lupin gekümmert. „Ich muss jetzt los", murmelte sie dann. „Ich muss noch einen Aufsatz für deine Fledermaus schreiben."
„Du kannst ihn behalten", antwortete Ginny. „Sexy Hintern hin oder her, es ist eure Blutgeschichte, nicht meine. Und ich bin mit Harry wirklich glücklich, weißt du?"
„Ja", sagte Hermione und lächelte ihre Freundin warm an. „Das weiß ich."
SSHGSSHGSSHGSSHG
Severus stürmte mit einem unübersehbaren finsteren Gesicht in sein Quartier. Hermione schrak vom Boden vor dem Käfig hoch, genauso wie der Werwolf, dessen Fell sich sträubte und Krummbein, dessen Haare sich ebenfalls hochgestellt hatten.
Alle drei starrten erschrocken oder aggressiv auf den Tränkemeister. Hermiones Augen weiteten sich. Snapes Umhang war schlammig und mit grünen Grasflecken bedeckt, und er hinkte ein wenig.
„Was…?"
„Dieses verdammte Weasley-Auto", grollte Severus mit einer Stimme, dass sich ihr – als Dritte im Bunde – die Haare aufstellten. „Ich wollte es aus dem Verbotenen Wald holen. Aber es ist dermaßen verwildert, dass es auf mich losgegangen ist."
Er blickte ihr in die Augen. Kurz blitzte vor ihr die wirklichkeitsgetreue Darstellung von Snape auf, der sich im letzten Moment mit einem gewaltigen Panthersatz vor dem anrasenden Ford Anglia in Sicherheit brachte.
„Du meine Güte!", Hermione atmete tief aus. Einerseits war sie erschrocken, dass der Tränkemeister in einer solch gefährlichen Situation gewesen war, andererseits war sie immer wieder von seiner Reaktionsschnelligkeit und Geschmeidigkeit beeindruckt. „Aber wozu brauchst du das Auto?"
Severus lächelte süffisant. „Wir, Löwin, wir brauchen es." Er machte bewusst eine Pause, und sie tat genau das, was er erwartet hatte. Sie errötete. Er konnte fast sehen, wie sich ihre Gedanken jagten. Bevor sie jedoch völlig verwirrt war, beschloss er, sie zu erlösen.
„Wir müssen nach Edinburgh, in den Muggelteil davon, zu einem illegalen Zauberstäbehersteller. Und wir können aus offensichtlichen Gründen keine magischen Wege des Transportes benutzen. Voldemorts Leute sind überall. Das Weasley-Auto kann zwar fliegen, aber man muss diese Magie ja nicht nutzen. Du hast doch nicht vergessen, dass es deine Idee war, oder?"
Sie ging nicht darauf ein. Vielmehr war sie an etwas ganz anderem interessiert. „Es gibt illegale Zauberstäbehersteller?"
Er schnaubte amüsiert. „Es gibt für alles einen illegalen Hersteller. Sag mir, was du brauchst, und ich besorge es dir."
„Im Moment nichts, aber ich werde daran denken, wenn ich das nächste Mal irgendwelche Schulregeln brechen will", antwortete Hermione ernsthaft, aber die Funken in ihren Augen tanzten. Etwas zögernd fragte sie. „Kann man ihm trauen? Ich meine, wenn er illegal ist… vielleicht ist er einer von Voldemorts Leuten?"
„Er hat einen mächtigeren Meister als Voldemort, Löwin", antwortete Severus.
„Geld?"
„Zehn Punkte für Gryffindor!", murmelte er.
Hermione fasste sich in einer dramatischen Geste ans Herz. „Oh, Merlin! Ich glaub´s ja nicht! Kaum wartet man mal sieben Jahre, bekommt man ein paar Punkte von dem berühmten Professor für Zaubertränke! Wie soll ich das nur den anderen erklären? Das muss Magie sein!"
„Treib´s nicht zu weit", warnte er, doch es klang nicht wirklich ärgerlich.
Hermione konzentrierte sich wieder. „Aber… wir können nicht weg. Was wird mit Remus?"
„Stasiszauber", antwortete Severus lakonisch.
Dann jedoch erklärte er: „Spätestens in zwei Tagen ist Fawkes wieder so weit, dass er mir ein paar seiner Tränen überlassen kann. Bis dahin sind wir wieder zurück. Wir fahren morgen sehr früh los, und wenn alles gut läuft, sind wir am Abend zurück, ohne dass jemand unsere Abwesenheit bemerkt hat."
Sie runzelte wieder die Stirn. „Es wird gefährlich, oder?"
Severus zuckte die Schultern. „Vielleicht. Aber ich werde alles tun, um dich zu beschützen, ich verspreche es dir."
„Ich habe nicht an mich gedacht", sagte sie ärgerlich, und sie klang dabei wie Albus. „Ich bin nicht diejenige, die jahrelang den dunklen Meister verarscht hat! Ich wette, die sind genau so begierig darauf, dich in ihre Finger zu bekommen, wie sie Harry haben möchten."
„Wir haben keine andere Wahl", antwortete der Tränkemeister und legte seinen verschmutzten Umhang ab. Die schwarze Hose war ebenfalls mit Dreck beschmiert und Blut sickerte aus einem Riss unterhalb des Knies. Er schnipste mit den Fingern, und der großäugige, großohrige und großmäulige Hauself erschien.
„Was soll Dobby denn nun schon wieder tun, Professor Severus, Sir?" Dann sah er den Schmutz und das Blut und er begann zu jammern. „Was hat Professor Severus denn nun schon wieder angestellt? Immer ist er verletzt und blutig und…" Mit überraschender Kraft drückte der kleine Kerl den Tränkemeister in seinen Sessel und fing an, ihm das Hemd auszuziehen.
„Dobby!", wehrte sich Severus. „Dobby, wir sind nicht allein!"
Der Hauself wirbelte herum und erblickte Hermione. Sie lächelte ihn an und ging zu ihm hinüber, um ihm die Schulter zu tätscheln. „Kümmere du dich nur um den Professor, ich wollte sowieso gerade gehen." Sie wandte sich an den dunklen Mann. „Wann wollen wir losfahren? Und vor allem, wie denn eigentlich, wenn der Ford verwildert ist?"
Severus ließ sein Wolfslächeln sehen. „Sei morgen 5.00 Uhr früh hier. Und nur soviel, Hermione: Zieh dich warm an. Wir nehmen Blacks Motorrad!"
Merlin!, dachte Hermione und stolperte verwirrt aus der Tür. Er sollte solche Nachrichten nicht in Verbindung mit ihrem Namen verkünden. Nein, definitiv nicht! Wenn er ihren Namen so im Munde schmelzen ließ, konnte es passieren, dass sie den wichtigsten Teil glatt verpasste…
Motorrad, überlegte sie dumpf und konnte ein innerliches Aufstöhnen nicht unterdrücken. Motorräder waren fast so schlimm wie Besen.
