Hallo ihr Leute von heute!

Ich bin eben fast aus den Latschen gekippt, als ich gesehen habe, dass es doch schon ziemlich lange her ist, dass ich diese Geschichte

auf den neuesten Stand gebracht habe. Ich habe sogar eine gute Ausrede (finde ich zumindest), nämlich die Tatsachen, dass ich

leider Gottes nächste Woche mein Vorbai schreibe und dementsprechend nicht viel mache außer zu schlafen, zu essen, zur Schule

zu gehen und zu lernen. Aber damit ist nach den nächsten zwei Wochen zum Glück erstmal wieder Schluss und ich habe wieder mehr Zeit

zum hochladen :)

Anyway, viel Spaß bei diesem Kapitel :)


10. Folge 9

Geständniskamera:

Ich bin irgendwie erstaunt, dass ich überhaupt noch hier bin."

Thomas zuckte die Achseln. „Und dann auch irgendwie nicht. Alles verliert langsam an Glanz … nicht, dass es davon überhaupt viel gab. Ich frage mich nur, wie weit ich es wohl noch schaffen werde. Ich bezweifle, dass ich das hier gewinnen werde. Um ehrlich zu sein … Sirius hat eine viel zu große Vergangenheit mit Remus, da kann er nicht völlig objektiv handeln. Ich glaube nicht, dass Remus gewinnen wird, aber er steht auf jeden Fall den Leuten im Weg, die hier gewinnen möchten. Wie Nicholas."

Er schnaubte.


„Diese Woche haben wir Ihre Freunde aufs Schloss eingeladen. Es sind nur noch fünf Personen übrig und es wird Zeit, dass Mr. Black Ihre Freunde kennenlernt. Sie werden alle einen ganzen Tag mit Ihrem besten Freund und Mr. Black verbringen. Morgen werden wir beginnen."

„Wirklich?", quietschte Ralph aufgeregt. „Wann kommt mein Schatz vorbei? Bitte sagen Sie, dass es Morgen ist!"

Gladwell sah auf dem Blatt Papier nach. „Es ist offenbar wirklich Morgen."

Ralph quietschte so laut, dass jeder, einschließlich Sirius und Gladwell, ihm böse Blicke zuwarfen.

„Wann kommt James, der Idiot, her?", fragte Remus. „Sirius wird vermutlich ein kleines Gespräch mit ihm führen wollen. Es könnte Gewalt und Tod beinhalten."

„Dienstag", antwortete Gladwell und sah Sirius an. Dieser schlug seinen Kopf immer wieder schmerzhaft auf die Tischplatte. „Mr. Black, geht es Ihnen gut?"

Sirius hörte auf, die Tischplatte mit seinem Schädel zu malträtieren. „Mir geht's gut", sagte er, ohne den Kopf zu heben. „Was werden wir machen?"

„Die Freunde der Teilnehmer haben die Aufgabe bekommen, etwas zu organisieren."


Samstagabend hatte Sirius nicht unbedingt die beste Laune. Er war Ralph und seinem Freund so früh es ging entkommen und hatte sich in seinem Zimmer verbarrikadiert.

„Reg? Ich hasse dich."

„Wieso diesmal?"

„Diese Idee, die Freunde zu treffen? Sie ist scheiße."

„Hat dich jemand mit zum Shoppen genommen?"

„JA", ächzte Sirius. „Es war furchtbar! Die reine Folter! Ich habe das Gefühl, der Tod hat mich drei Mal mit einem riesigen Truck überfahren."

„Kopf hoch. Du wirst James Potter in ein paar Tagen sehen. Da hast du unendlich viele Möglichkeiten, ihn umzubringen."

„Warum geht jeder davon aus, dass ich ihn töten will?"

„Weil er Remus in die Show gebracht hat."

„Auch wieder wahr."

„Also, wirst du ihn umbringen?"

„Vielleicht trete ich ihn." Sirius ließ sich aufs Bett fallen. „An sich mag ich ihn."

„Er ist kein schlechter Kerl", stimmte Regulus zu. „Und wie läuft´s mit Remus?"

„Äh. Es ist nichts Besonderes vorgefallen. Warum fragst du?"

„Weil ich wissen will, was in dem Herzen von meinem großen Bruder vorgeht, du blöder Narr."

„Da geht überhaupt nichts drin vor."

„Ah ja." Regulus ließ das Thema fallen. „Mit wem gehst du morgen weg?"

„Thomas und seinem besten Freund … dann mit Nicholas, Remus und als Letzter Humphrey." Sirius seufzte. „Ist das wirklich nötig? Ihre Freunde interessieren mich einen Scheißdreck."


Dude, Remus!

www. remusandsiriusforever. /file73589. html musst du lesen!

xo James

Remus klickte auf Löschen, ohne einen weiteren Blick zu verschwenden. Er setzte sein Headset auf und loggte sich bei skype ein. Zu seiner großen Freude war James ebenfalls online.

„James, du Schwachkopf!", sagte Remus.

„Ich finds auch schön, wieder mal mir dir zu reden", grinste James. Remus fragte sich, ob es möglich war, die Webcam auszustellen und trotzdem noch miteinander verbunden zu sein. Das würde er später herausfinden.

„Warum liest du diesen Schwachsinn immer noch?"

„Reine Unterhaltungszwecke", meinte James mit zwei hochgestreckten Daumen.

„Ich schwöre, wenn ich herausfinde, dass du dir zu dem Zeug über Sirius und mich einen runterholst-"

„Gott, Remus, reg dich ab. Ich finde es nur lustig." Er zuckte die Schultern.

„Es ist mein Ernst, James."

„Ja, wie auch immer." Plötzlich grinste er. „Hast du die Letzte gelesen, die ich dir geschickt habe?"

„Nein, und ich werde es auch niemals tun."

„Du bist ein Spielverderber."

„Was hast du dir für deinen Besuch ausgedacht?"

„Ich weiß es noch nicht. Was kann man da denn machen?"

„Verdammt nochmal, James …" Remus rieb sich mit der Hand übers Gesicht. „Du bist ein nutzloser Freund."

Jemand klopfte an Remus´ Tür.

„Warte kurz, da klopft wer …" Remus legte das Headset weg. „Wer ist da?"

„Thomas."

„Ich muss gehen, James. Wir sehen uns Dienstag."

„Warte! Wer ist das?", fragte James, aber Remus kappte die Verbindung und klappte den Laptop zu. Dann öffnete er die Tür.

„Hey", sagte Thomas. Er hielt eine Flasche Wein und zwei Gläser in den Händen. „Kann ich reinkommen?"

„Übst wieder, was?", fragte Remus und machte einen Schritt zur Seite. Er schloss die Tür ab.

„Sowas in der Art." Er stellte die Gläser ab und schenkte ihnen Wein ein. „Jens wurde gefeuert."

„Jens? … Oh, der Masseur?"

„Ja. Er wurde heute Morgen mit runtergelassen Hosen und seinem Schwanz in Humphrey´ s Arsch erwischt." Er reichte Remus eins der Gläser.

„Uups."

„Das kann man wohl sagen." Normal Dude lächelte reuig. „Sirius weiß es noch nicht. Ich glaube, sie überlegen noch, ob sie ihn rausschmeißen sollen oder nicht." Er zuckte die Achseln.

„Ich hätte nichts dagegen, wenn er gehen würde", meinte Remus und nippte an seinem Wein. „Der Wein ist gut."

„Danke." Er lächelte. „Obwohl. Wenn sie Humphrey rauswerfen, habe ich zwei Fickkumpanen auf einmal verloren."

„Du vögelst Douchebag?"

„Ja. Er ist echt voll in Ordnung. Er hält sofort die Klappe, wenn er einen Schwanz im Arsch stecken hat. Oder im Mund." Normal Dude grinste. „Auch wenn er bei Letzterem nicht so gut ist wie du."

Remus runzelte die Stirn. „Wenn Jens weg ist bin ich runter auf einen Fickkumpanen … Ist da irgendwer in der Crew mit einem Fünf-Pfund-Arsch?"

„Nicht, dass ich wüsste. Ich dachte, du schläfst schon mit einem der Crew-Mitglieder?"

„Nicht wirklich. Außerdem ist er hetero. Kann ihn nicht mehr benutzen." Remus zuckte die Schultern. „Dann bleibst nur noch du übrig."

„Was ist mit Sirius?", fragte Normal Dude und Remus spuckte seinen Wein beinahe wieder aus.

„Ernsthaft?" Er nahm ein Taschentuch vom Nachtschrank und wischte sich das Gesicht und die Finger ab. „Okay, er ist heiß, aber er wird mich nicht in die Nähe seines Arsches lassen. Vielleicht, wenn ich ihn richtig betrunken kriegen würde, aber er würde mich im Nachhinein umbringen."

„Bist du dir da sicher?"

„Absolut." Remus nippte abermals den Wein. „Was ist mit dir? Hast du immer noch Glück mit ihm?"

„Er lässt mich nicht mehr in sein Zimmer, seitdem er uns zusammen gesehen hat."

„Oh … das tut mir leid …"

Normal Dude zuckte mit den Schultern. „Dumm gelaufen. Ich werde das hier eh nicht gewinnen."

„Willst du?"

„Für den Preis, ja. Für Sirius … naja, nicht wirklich, nein." Er trank seinen Wein. „Lass uns nicht über Sirius reden, okay? Ich will meinen Mund lieber für andere Dinge benutzen."

„Klingt nach einer super Idee", antwortete Remus. Normal Dude stellte sein Glas weg und begann stattdessen, Remus Hose aufzuknöpfen.

„Das dachte ich auch."


Remus und Sirius hatten bereits eine ganze Weile gewartet, als James´ Auto endlich an genau der gleichen Stelle hielt, wie acht Wochen zuvor. Remus trat auf das Auto zu, um James zu begrüßen, aber macht abrupt Halt, als er den schwarzen Haarschopf im Rücksitz entdeckte. James stieg aus dem Auto aus, öffnete die Tür zu den Rücksitzen und half seinem Sohn heraus.

Onkel Remus!" Harry kam angerannt und umarmte Remus´ Beine.

Hi, Harry …" Remus umarmte ihn verwirrt. „James …?"

Ich habe vergessen, dass heute der Zukunftstag ist, an dem du dein Kind mit zur Arbeit nimmst, weißt schon", sagte James fröhlich. „Der Kindergarten war geschlossen, also habe ich ihn mitgenommen. Hi, Sirius, schön, dich wiederzusehen." James schüttelte ihm die Hand. „Harry, das ist Sirius, der Mann, von dem ich dir erzählt habe."

Hi, Sirius", sagte Harry höflich und gab ihm die Hand. Sirius wirkte noch verwirrter als Remus, als er sie schüttelte.

Hi, Harry …"

Harry ist über seine Zuneigung-ist-eklig-Phase hinweg?", fragte Remus. James zuckte die Schultern und nickte.

Ja. Also, eigentlich sollte ich euch ja zu irgendwas coolem mitnehmen, aber da Harry mitkommt …" James zuckte unbekümmert die Schultern. Sirius und Remus seufzten beide erleichtert. „Ich habe ihm versprochen, dass wir zu McDonalds zum Mittagessen gehen … ist das okay für euch?"

Ich könnte töten für Essen von Big Mac", sagte Sirius.


James starrte Remus und Sirius an, als sie sich das Junkfood reinstopften, als würde ihr Leben davon abhängen. Harry aß seine Pommes einzeln nacheinander, während er sein Spielzeug aus dem Happy Meal quer über den Tisch laufen ließ.

Man könnte meinen, Sie lassen euch im Schloss verhungern", kommentierte James.

Ich hatte seit Monaten kein Junkfood mehr", sagte Sirius mit vollem Mund.

Ich auch nicht", sagte Remus und nahm einen so großen Bissen, dass er ihn kaum kauen konnte.

Ihr zwei seid so widerlich." James wandte sich an seinen Sohn. „Harry, versprich mir, dass du dich niemals so benimmst, wie die zwei."

Okay", sagte dieser, ohne aufzublicken. Er ließ sein Spielzeug über seinen Burger laufen. Sirius betrachtete Harry und sein Spielzeug und sagte irgendwas absolut unverständliches.

Himmel, Sirius, sprich nicht mit vollem Mund!", sagte James. „Du bist ein schlechtes Vorbild für meinen Sohn!"

Was ist ein Vorbild?", fragte Harry unschuldig. Remus kicherte und Sirius versuchte, sein Essen so schnell wie nur möglich herunter zu schlucken, ohne bei dem Versuch zu ersticken.

Ein Vorbild ist jemand, der nicht Sirius ist … oder im Moment auch Remus", antwortete James, während er den beiden Männern tödliche Blicke zuwarf.

Hör nicht auf deinen Vater, Harry", sagte Sirius, nun mit leerem Mund. „Ich bin ein perfektes Vorbild. Ich rauche nicht, nehme keine Drogen, ich sehe gut aus und bin sexy und jeder liebt mich und-"

Du bist der Star der beschissensten und abgefucktesten Reality TV-Show auf der ganzen Welt", fügte Remus hinzu. Sirius´ leidenschaftliche Rede starb komplett ab und er sah Remus mit einer Mischung aus Verachtung und schlechter Laune an.

Remus, hör auf, das f-Word in der Gegenwart meines Sohnes zu benutzen", stöhnte James. Sirius und Remus brachen in Gelächter aus und letztendlich konnte sich auch James nicht mehr zurück halten und stimmte mit ein.

Daddy, was ist so lustig?"

Dein Vater war nur ein bisschen blöd", sagte James nach Atem ringend und verwuschelte das Haar seines Sohnes.

Sirius hörte auf zu lachen und nahm einen Schluck Cola. „Du, Kleiner, Harry", sagte er. „Das Spielzeug ist ziemlich cool, oder?"

Ja!", strahlte Harry und zeigte es Sirius.

Weißt du, wer das ist?", fragte Sirius. Harry nickte.

Es ist Iron Man! Guck mal, wenn ich das hier mache, kann er fliegen!" Harry drückte einen Knopf auf Iron Man´s Rücken und der Anzug begann zu leuchten. Dann ließ Harry ihn durch die Luft sausen. „Er ist so cool!"

Ja, das ist er", stimmte ihm Sirius zu, den Blick auf das Spielzeug gerichtet. Remus grinste.

Du willst einen", sagte er und stupste Sirius mit den Ellenbogen in die Seite. „Frag Daddy James, ob er dir ein Happy Meal kauft."

Nein!" Sirius stieß Remus seinen Ellenbogen ziemlich gewaltsam in die Seite. Remus japste leicht.

Ich dachte, du willst ein Spielzeug?" Remus grinste immer noch. Harry sah sie neugierig an.

Halt die Klappe."

Du willst Einen!"

Du kannst meinen haben", sagte Harry und reichte Sirius sein Spielzeug. Remus hörte auf zu grinsen und Sirius sah vollkommen verblüfft aus.

Behalt ihn", sagte Sirius unbehaglich. „Es ist Deiner. Ich werde dir nicht dein Spielzeug wegnehmen."

Das ist sehr nett von dir, Harry, aber du kannst dein Spielzeug ruhig behalten", sagte James, der ihn umarmte und vor Stolz beinahe platzte. „Seht ihr das? Das ist mein Sohn!"

Gut gemacht, James."

Sie beendeten ihr Mahl und machten sich dran zu gehen.

Ich geh kurz auf die Toilette … sehen wir uns beim Auto?", fragte Remus.

James winkte abwesend als Zustimmung, während er versuchte, Harrys ketchupverschmierte Finger sauber zu wischen. Sirius betrachtete die Poster, die den neuen Iron Man Film ankündigten. Ein paar Minuten später warteten James, Harry und Sirius draußen.

Wieso hat das so lange gedauert?", fragte Sirius, als Remus sich endlich wieder zu ihnen gesellte.

Ich musste das Personal bezirzen, damit sie mir den hier verkaufen", sagte Remus und steckte eine rotgoldene Spielzeugfigur in Sirius´ flache Hand. „Bitte schön."

Was …" Sirius sah auf das Spielzeug in seiner Hand. „Wofür war das?"

Remus zuckte die Schultern. „Du wolltest Einen."

Ich habe nie gesagt, dass ich Einen möchte!"

Natürlich wolltest du einen." Remus stupste ihn sanft an. „Außerdem kriegst du dafür dieses Mal den Rücksitz."

Ich kann dir zeigen, wie man ihm zum Fliegen bringt", sagte Harry.


„Bristol Zoo Gardens?", fragte Remus, als James auf den Parkplatz fuhr.

„Zeit, ein paar Löwen anzugucken, oder, Harry?", fragte James begeistert. Harry quietschte im Rücksitz und drückte vor Vorfreude sein Gesicht flach gegen das Fenster. „Ich wollte eigentlich zum Bungee Jumping, aber dahin kann ich Harry nicht mitnehmen – Lily würde mich umbringen -, also gehen wir stattdessen in den Zoo."

„James, du bist ein nutzloser Freund."

„Mir gefällt die Zooidee", sagte Sirius und lehnte sich über Harry hinweg, um aus dem Fenster zu gucken. „Ich hasse Bungee Jumping."

„Ich auch", sagte James.

„Und mich", sagte Remus. „Was dich zu einem wahrhaft nutzlosen Freund macht."

„Gibt es Löwen?", fragte Sirius, der immer noch über Harry gebeugt war.

„Jap, und Gorillas und Flamingos und Schmetterlinge und ich weiß nicht, was noch", antwortete James und stieg aus dem Auto, um Sirius die Tür zu öffnen. „Tut mir leid wegen der Kindersicherung."

Sie mussten auf das Kamerateam warten, bis diese ihre Ausrüstung aus dem Van geholt hatte, aber bald war alles aufgebaut und sie schlenderten durch den Park.

Daddy, sieh nur! Löwen!"

Das sind asiatische Löwen, Harry", sagte ihm James mit einem Blick auf die Infoplatte. „Sie sind groß, oder?"

Zusammen gingen die vier näher an das Gitter heran, um einen vernünftigen Blick auf sie zu haben. Harry konnte seine Aufregung kaum kontrollieren, James war wie immer sein gelassenes und fröhliches Selbst, Sirius versuchte, seine eigene Aufregung nicht zu sehr zu zeigen, und Remus vergnügte sich über sie alle.

Ganze drei Stunden später hatte sie die roten Pandas und die Pinguinfütterung gesehen, hatten über die Affen gelacht, hatten eine Ewigkeit mit Harry auf dem Spielplatz verbracht, hatten kleine Rehe begutachtet, waren durch den Schmetterlingswald gelaufen und standen schlussendlich vor den Flamingos, den letzten Tieren, bevor sie ihre Tour beenden und nach Hause fahren konnten.

Remus, warum sind die Vögel pink?"

Warum fragst du nicht deinen Vater?", fragte Remus.

Er weiß es nicht", sagte Harry mit Unschuldsmiene.

Hey!", protestierte James.

Aber Daddy, du liest immer nur die Schilder." Harry seufzte nachsichtig und klang dabei in Remus´ Ohren schrecklich nach Lily. „Remus weiß es immer einfach."

James klappte der Mund auf und Sirius musste sich abwenden, um sein Lachen zu verbergen.

Ich glaub das nicht, verfickt noch eins …", murmelte James.

Daddy, du hast das f-Wort gesagt!"

Erzähl es nicht deiner Mum. Komm, wir gehen."

Aber, Daddy, ich will es wissen!"

James sah Remus verärgert an. „Also?"

Remus räusperte sich. „Naja, siehst du, Harry, die Vögel sind eigentlich weiß, aber sie essen viele rote Krabben und die Krabben färben sie rot."

James guckte auf das Infoschild.

Hey, Remus, hier drauf stehen aber Schrimps!", rief er mit einem kleinen Grinsen auf den Lippen.

Dann halt Meeresfrüchte", sagte Remus augenverdrehend.

Hier steht außerdem, dass sie monogam sind und ihr ganzes Leben zusammen bleiben."

Interessant", sagte Remus sarkastisch.

Zum Abendessen fuhren sie ins Schloss zurück; Harry auf dem Rücksitz drückte einen großen, roten Stoffpanda an sich, von dem er sagte, es sei ein Waschbär. Remus hatte bereits vor einer Weile aufgehört zu versuchen, ihm zu erklären, dass es ein roter Panda war, da das Ding wirklich verdächtige Ähnlichkeit mit einem Waschbären hatte.

Harry grummelte über fast alles, was auf seinem Teller lag, dass es komisch aussehen würde und es kostete James alles, ihn dazu zu kriegen, es zumindest zu probieren.

„Ich werde auf dem Rückweg kein Happy Meal für dich kaufen, Harry, wenn du jetzt nichts isst, ist alles, was du zu Hause bekommst, Haferbrei, haben wir uns da verstanden?"

Schließlich beschloss James, dass sie nach Hause fahren sollten, bevor es zu spät für Harry wurde.

„Ich bin froh, dass du vorbeigekommen bist, du riesiger Idiot", sagte Remus herzlich und umarmte ihn. „Fahr vorsichtig und wünsch Lily alles Liebe von mir, okay?"

Alles Liebe, was?", James grinste und umarmte ihn. Remus stieß ihm einen Ellenbogen in die Seite und ging in die Knie, um Harry zu umarmen, während Sirius und James sich voneinander verabschiedeten.

„Ich habe dich vermisst, kleiner Mann. Treib deinen Dad auf dem Weg nach Hause in den Wahnsinn, machst du das? Für mich?"

„Vielleicht", sagte Harry unschuldig. „Bye bye, Onkel Remus und Sirius." Er winkte.

Remus und Sirius brachten sie noch zur Tür und dann ging Remus auf sein Zimmer. Sirius hatte die Halle noch nicht verlassen, als James wieder mit Harry hereinkam.

„Harry muss nochmal auf die Toilette, bevor wir gehen", sagte er.

„Aber, Dad, ich muss nicht-"

„Shh!", beruhigte James Harry, der die Stirn kraus zog. Sirius fragte sich, was los war. „Kannst du uns den Weg zeigen?"

„Oh … natürlich. Hier lang." Sirius führte sie den Flur zum Gästebadezimmer hinunter. „Hier ist es."

James versuchte Harry unverblümt ins Badezimmer zu schieben. „Ich werde hier warten, Harry."

„Was ist los?", fragte Sirius, als er Harrys aufgebrachten Gesichtsausdruck sah. „Er muss nicht wirklich aufs Klo oder?"

„Natürlich muss er." Jame gab Harry Den Blick. „Bitte, Harry. Ich will nicht an jeder einzelnen Tankstelle auf dem Nachhauseweg halten müssen, also geh lieber jetzt, dann haben wir es hinter uns."

„Also, worüber wolltest du reden?" Sirius sah zu, wie Harry seufzte und ins Bad ging.

„Remus", sagte James schlicht.

„Was ist mit ihm?"

„Hast du Interesse an ihm?"

„Warum sollte ich?" Sirius verschränkte die Arme. James zuckte die Achseln.

„Weiß nicht, ich wollt es nur wissen." James sah nach seinem Sohn. „Er ist an dir interessiert."

„Hat er dir das gesagt?"

„Nope." James sah Sirius direkt an. „Aber ich kenne ihn seit dem College. Ich habe ihn in allen seinen Beziehungen gesehen und ich wage zu sagen, dass ich recht habe."

„Schwachsinn. Er ist nicht an mir interessiert", wiedersprach Sirius. Er war mehr als nur skeptisch.

„Komm schon, Sirius. Er hat dir nette Sachen gekauft."

„Er hat mir ein ein Pfund teures Happy Meal Spielzeug gekauft."

„Weil du es wolltest", merkte James an. „Er macht solche Sachen, wenn er jemanden mag."

„Ja, klar."

„Und wenn er jemanden wirklich mag, dann kauft er ihm teure Sachen, von denen er weiß, dass die Person sie wirklich mögen wird", sagte James und ließ damit effektiv die Bombe platzen. Sirius wusste, dass er auf die Comics anspielte. „Und wenn er jemanden wirklich, wirklich gerne hat, erzählt er mir davon nichts – und er hat bis jetzt noch kein Sterbenswörtchen gesagt."

Harry kam aus dem Badezimmer. „Daddy, ich bin fertig", sagte er mürrisch.

„Alles klar. Dann ab nach Hause zu Mama und ins Bett." James hob ihn hoch, trotz Harrys Proteste. „Bist du schon müde, kleiner Mann?"

„Ein bisschen", gab Harry zu. James drehte sich zu Sirius um.

„Denk drüber nach?"

Sirius zuckte als Antwort nur die Schultern. „Kommt gut nach Hause."

Er folgte Harry und James wieder zur Tür. Harry winkte, als James davon fuhr. Sirius zog die Iron Man Figur aus seiner Tasche und drückte den Knopf auf seinem Rücken. Die Lichter in seinen Augen, Handflächen und unter seinen Sohlen leuchteten auf. Sirius ließ ihn kurz durch die Luft fliegen, fing ihn wieder auf und steckte ihn zurück in seine Tasche.

Geständniskamera:

Ich hatte heute einen schönen Tag. James ist voll in Ordnung … er war es eigentlich immer. Abgesehen von dem Tag, an dem er Remus für diesen Scheiß angemeldet hat." Sirius zuckte die Schultern. „Ich hatte seinen Sohn fast vergessen. Fünf Jahre alt … aber er ist niedlich. Ich weiß, warum Remus ihn vergöttert."

Frag ihn, ob er dein Flamingo sein will.

xo James

Stilvoll, James, wirklich stilvoll.

Keine Liebe,

-Remus

Remus hatte alle seine E-Mails von der Arbeit beantwortet und klappte den Laptop zu. Er nahm sich eines von Sirius´ Büchern – das zweite in der Serie – und war gerade dabei, in den Gemeinschaftsraum hinunter zu gehen, als er fast in Normal Dude hineinlief.

„Hey, Remus." Er sah ihn nachdenklich an. „Kann ich kurz mir dir reden?"

„Klar."

„Unter vier Augen?"

„Oh … okay." Remus drehte sich um und nahm ihn mit auf sein Zimmer. „Was gibt´s?"

Die Tür hatte sich kaum hinter ihnen geschlossen, da stürzte Thomas sich bereits auf ihn, drückte ihn gegen die Wand, küsste ihn leidenschaftlich und rieb seinen Schritt gegen Remus´.

„Ich will dich", murmelte er erregt. „Ich gebe einen Scheißdreck auf Sirius oder diesen verdammten Wettbewerb, ich will nur dich."

Es dauerte eine Weile, bis Remus´ Verstand von seinem Penis zurück in seinen Kopf wanderte.

„Wow wow wow!", keuchte er und schob Thomas von sich runter. „Was?"

Zuerst antwortete Thomas nicht, sondern schmiss sich Remus wieder an den Hals, leckte und saugte an seinem Nacken und rieb ihn durch den Stoff seiner Jeans.

„Ich will dich", flüsterte er. „Ich habe die letzten Wochen darüber nachgedacht, habe davon geträumt …" Er rieb ihn härter, seine Lippen suchten nach Remus´. „Ich will dich für mich allein", murmelte er.

Es kostete Remus seine ganze Willenskraft, Thomas von sich weg zu stoßen. Erst jetzt fiel ihm auf, wie stark er nach Alkohol roch.

„Verdammte Scheiße!" Remus starrte ihn an, als er vor ihm stand, atemlos, betrunken, mit lustvollen Augen. „Wie viel hast du getrunken?"

„Genug, um den Mut aufzubringen", entgegnete Thomas. Remus wischte seine Lippen und Nacken mit dem Ärmel ab.

„Was zur Hölle ist los mit dir?"

„Ich will dich." Thomas starrte hungrig auf die große Beule in Remus´ Hose. „Ich brauche dich in meinem Leben – Ich … Ich …"

„Sag nicht, dass du mich liebst", sagte Remus kopfschüttelnd.

„Ich lieb-"

„Verdammt nochmal!", stöhnte Remus. „Ich habe gesagt, du sollst es nicht sagen."

„Du liebst mich nicht?", fragte Thomas mit gesenkten Augen. Remus schüttelte den Kopf.

„Nein. Alles, was ich von dir will, ist dein Arsch", sagte er mürrisch. „Es tut mir leid, aber ich erwidere deine Gefühle nicht."

Thomas sah auf den Boden. Remus versuchte, seine Erektion durch bloße Willenskraft zurück zu drängen, was sich als schwerer herausstellte, als angenommen – das sichtbare Zelt in Thomas´ Hosen war auch alles andere als hilfreich.

„Thomas?", fragte Remus irgendwann. Er wollte, dass er ging, hauptsächlich, damit er sich in Ruhe einen runterholen konnte. Thomas sah auf.

„Können wir nicht …?", fragte er, überbrückte die Distanz zwischen ihnen und stieß seine Hüften mit einem leisen Stöhnen gegen Remus´. „Nur …?"

„Nein", sagte Remus und versuchte, das Stöhnen zu unterdrücken, von dem er wusste, dass es kommen würde, und stieß Thomas zum dritten Mal von sich weg. „Ich brauche deinen Arsch nicht, jetzt wo er sich verliebt hat", sagte er nachdrücklich. „Tut mir leid." Thomas stand still, schwer atmend und sah ihn an.

„Es ist Sirius, oder?", fragte er mit bitterem Unterton. Remus antwortete nicht. Schließlich nickte Thomas. „Alles klar", sagte er. „Ich schätze … dann sollte ich jetzt lieber gehen."

Er richtete sich ein wenig auf, ging zur Tür und ging leise hinaus, ohne sich auch nur einmal umzudrehen.

Remus seufzte. „Verdammte Scheiße!", murmelte er.

Ein Geräusch aus Richtung der Tür fing seine Aufmerksamkeit. Er kam näher und legte sein Ohr flach gegen die Tür, um zu lauschen. Thomas war auf der anderen Seite und Remus realisierte schnell, dass er sich auf der anderen Seite einen runterholte. Ein gedämpftes Stöhnen, eine schwere Faust, die gegen das Holz schlug, gefolgt von einem leisen Fluchen und dann Schritte, die hastig davon eilten.

Remus nahm das Buch, das er vermutlich irgendwann hatte fallen lassen, und warf es aufs Bett. Er würde nicht mehr in den Gemeinschaftsraum hinunter gehen. Er zog sich rasch aus und ging unter die Dusche, um sich dort wütend selbst zu befriedigen.

Geständniskamera:

Ich muss hier so schnell es geht raus …" Thomas vergrub das Gesicht in den Händen. Seine Schultern zitterten.


Sirius telefonierte gerade mit Regulus, als es an der Tür klopfte.

„Warte kurz, Reg …" Er ging hinüber, überrascht einen zerzausten, Rotz und Wasser heulenden Thomas vorzufinden. „Reg, ich ruf dich später zurück …", sagte er langsam und legte auf. „Was-"

„Ich möchte, dass du mich am Donnerstag rauswirfst", schniefte Thomas. Frische Tränen traten ihm in die Augen. Sirius war wie gelähmt.

„Ähm … ich hatte mich für diese Woche eigentlich schon entschieden", sagte Sirius aus Mangel an anderen Sachen, die er sagen könnte, lahm. „Äh … was ist denn … passiert?"

„Ich muss hier raus", sagte Thomas mit angespannten Kiefer, während er sich immer noch die Tränen vom Gesicht wischte. „Ich bleibe nicht länger in diesem Schloss als irgend nötig."

Sirius starrte ihn an, bis er plötzlich aufschreckte und dachte, dass er wahrscheinlich irgendetwas tun sollte.

„Komm rein. Ich habe hier noch Kognak …" Er legte eine Hand auf Thomas´ Schulter, schob ihn herein und schloss die Tür. Er drückte ihn in einen Stuhl und schenkte ihnen beiden einen Schluck Kognak ein. „Bitte …"

„Danke." Thomas starrte in sein Glas. Sirius setzte sich.

„So … wirst du mir erzählen, was vorgefallen ist?"

„Ist es wichtig?", fragte Thomas verbittert. Er nahm einen großen Schluck und verzog das Gesicht.

„Naja, wenn ich dich eliminieren soll, brauch ich dafür auch einen guten Grund … Ich meine, ich hatte nicht vor, dich rauszuschmeißen …"

„Es ist Remus, okay?", spuckte Thomas. „Ich war dumm genug … es ihm verdammt noch mal zu sagen …"

„Oh … du meinst …" Sirius sah ihn in Verwirrung und dämmerndem Verständnis an. „Du hast dich in Remus verknallt?"

„Ja." Thomas nahm noch einen Schluck. „Sieht aus, als wäre es eine einseitige Sache."

„Das tut mir leid." Sirius nippte an seinem Kognak.

„Hätte es vermutlich wissen sollen, dass er nicht …" Er brach ab und sah aus dem Fenster. „Er hat nur Augen für dich."

Sirius verschluckte sich fast an seinem Kognak. „Was hast du gesagt?"

„Remus", sagte Thomas, den Blick nun auf Sirius gerichtet. „Es warst immer du für ihn. Ich hatte nie eine Chance."

„Nein, das ist nicht-"

Thomas schenkte ihm einen mitleidigen Blick. „Du solltest sehen, wie er dich manchmal ansieht."

„Wie sieht er mich denn an?"

„Als … als wärst du das Einzige auf der ganzen Welt für ihn."

Sirius nahm einen großen Schluck von seinem Kognak und verschluckte sich abermals fast. „Fällt mir schwer, das zu glauben."

„Erinnerst du dich an den Filmeabend?"

„Ja."

„Er war derjenige, der dich ins Bett gebracht hat."

„Ich weiß. Das ist wohl kaum besonders." Sirius versuchte, es mit einem Schulterzucken abzutun.

„Du hättest ihn dabei sehen sollen."

Sirius antwortete nicht. Thomas sah wieder aus dem Fenster.

„Ich will ihn nicht wiedersehen müssen."

„Ich weiß nicht, Thomas … es tut mir leid, aber …" Sirius zuckte die Schultern, froh über den Themenwechsel. „Ich schmeiße Ralph diese Woche raus."

„Er ist ein bisschen nervig, oder?", bemerkte Thomas trocken.

„Ja." Sirius nickte. „Geht auch … nächste Woche?"

„Es wird wohl gehen müssen."

Thomas leerte sein Glas. Sirius nahm einen kleinen Schluck. „Nächste Woche also."

Geständniskamera:

Ich hatte so eine wunderbare Zeit hier, ich kann nicht sagen, dass ich es bereue …", heulte Ralph. „Ich schätze, ich hab es einfach nicht kommen sehen …"

Geständniskamera:

Ich habe das Gefühl, diese Show wird immer verrückter und verrückter", sagte Sirius.

Geständniskamera:

Jetzt, wo Ralph weg ist, sind meine Chancen, glaube ich, besser als je zuvor. Ich glaube, ich war der Einzige, der ihn wirklich schlagen konnte …", sagte Nicholas gedankenversunken. „Aber je mehr Zeit vergeht, desto selbstbewusster werde ich. Ich glaube wirklich, dass da etwas zwischen Sirius und mir ist."