vorsichtig um die Ecke lug
Hallo?
ganz hervor komm
ICH BIN WIEDER DAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
ja ihr mögt es kaum glauben, aber das böse England hat mich auch wieder zurückgelassen, auch wenn es am Flughafen wirklich lange gedauert hat, unser Flug (der von meiner freundin und mir) ging erst abends um halb 7 und wir wurden morgens um halb 9 ausgesetzt. Da war die Freude natürlich groß, zehn Stunden Flughafen und dann verspätet sich der Flieger auch noch. Oh ja das war toll.
England war an sich auch toll, aber ich will hier keinem zulabern. Wer wirklich interesse hat, weil es vielleicht selbst mal ne sprachreise mit Lisareisen machen möchte, kann sich ja bei mir melden.
Aber daas macht sowieso keiner von euch, nicht? Ihr wollt doch lieber wissen, wie es weitergeht, net?
Und das erhaltet ihr natürlich auch.
Tadaaa!
trommelwirbel ich präsentiere: Kapitel 9: Albus Dumbeldore
toller titel, ich weiß völlig aussagekraftlos, aber mir fällt nix besseres ein also bleiben wir dabei.
Wo wir grad beim alten Schulmeister sind, ich hab in England natürlich auch Harry Potter 7 gelesen! War toll, aber ab und zu ganz schön langatmet. Die leute, die glauben sie können kein Englisch und würden es nicht verstehen, kann ich beruhigen, ich kann auch kein Englisch und habs super verstanden. Es ist natürlich klar, dass man nicht jedes Wort versteht, aber viel wichtiger ist ja, dass man den Kontext versteht. Also leute, ab in die Buchläden und den englischen band holen und LESEN!!!!!!!
ächemm...
so noch was zum neuen Kapitel?
Ja! eigentlich sollte es viel länger werden, allerdings hätte dann noch viel länger gedauert und das wollte ich euch net antun, deswegen gibt es jetzt einem Schnitt und weiter geht's dann im nächsten Kapitel!!!!!
So, als letztes wie immer die Kommiantworten, allerdings habe ich da einige kleine Änderungen vorgenommen.
Ich werde vorerst nur die Namen auflisten mit einem großen Dank hintendrann versteht sich. Sollten Fragen gestellt worden sein, die wichtig für andere sind, werde ich sie im Anschluss ansprechen
Das ist für mich nicht nur einfacher, sondern – so denke ich zu mindestens – ist auch eher persönlicher, als das ich mehreren Leuten fast das gleiche Schreibe von wegen 'Schön dass es dir gefallen hat und danke für das Kommi'
ich hoffe ihr seid net bös mit mir lieb schau
das wars dann!
die Kommiantworten:
großen Dank für die Kommis an:
valli112, Virginia-GinnyWeasley, Tatze, Sister of Death, Anne Carter, tatze85, hac.potter und GwenShocker
Fragen:
Was war das nun schon wieder mit der Aura und dem Amullet?
Ja was war das? Nun dieses Amulett spielt für Harry eine wichtige Rolle, das werdet ihr in diesen Kapitel auch noch erfahren, weiteres bleibt jedoch vorher noch ein Geheimnis. Wir wollen ja die Spannung noch ein wenig erhalten.
Kommt Harry noch mit jemanden aus dieser Zeit zusammen?Nun, geplant ist es eigentlich nicht, aber bei mir tun die Figuren eh was sie sagen und ich hab zur Zeit auch das Problem, dass ich am überlegen bin, wie ich es enden lasse, hab drei verschiedene Szenen vor Augen. Daher passieren kann alles, ist wie aber schon gesagt, eigentlich nicht geplant.
Wie viel weiß Voldemort?
Unser guter Voldi? Der weiß bis jetzt nur, dass Harry irgendwie es geschafft hat in seinen Geist einzudringen. nicht mehr und nicht weniger!
So das wars!!!!!!!!!! Viel Spaß mit dem Kapitel!!!!!!!!!!!!!!
9. Kapitel: Albus Dumbledore
Hastige Schritte.
Ein dunkler Gang.
Unruhiges Stimmengewirr in weiter Ferne.
Blut.
Zerfetzte Sachen.
Tränen, Wut und Schmerz.
Jeder Schritt schmerzte wie die Hölle, dennoch gab die in den dunklen Umhang gehüllte Person nicht auf. Enger zog er den schwarzen Stoff um seinen schmächtigen, verletzten Körper. Die Kälte, die von den Wänden auszugehen schien, nahm zu, je weiter er lief.
Schneller, dachte er verzweifelt, sie dürfen mich nicht kriegen!
Er versuchte seine Schritte zu beschleunigen, was sich jedoch als Fehler herausstellte. Er stolperte über seine eigenen Füße, verlor das Gleichgewicht. Er wäre wohl gestürzt, hätte die Wand, an die er sich bereits die ganze Zeit leicht ablehnte, seinen Sturz nicht gebremst.
Erschöpft blieb er stehen und sank gänzlich gegen das kalte Gemäuer. Er war am Ende. Sein Körper wie auch sein Geist. Er konnte nicht mehr und würde sich am liebsten hier einfach hinsetzten und einschlafen. Doch er wusste, dass er das niemals tun durfte. Er dufte nicht aufgeben, das hatte er ihr und all den anderen versprochen.
Unter großen Schmerzen verlagerte er sein Gewicht erneut, sodass er wieder gerade stand und setzte seinen Weg entlang der Wand fort. Dass er dabei mit seiner Hand eine deutliche Blutspur an der Wand hinterließ, die seinen Verfolgern seinen Weg zeigte, bemerkte er nicht.
Sein einziger Gedanke war der Ausgang, der nicht mehr weit entfernt sein konnte. Er spürte bereits einen Luftzug und wusste, sobald er diesen erreicht hatte könnte er apparieren und wäre in Sicherheit – für den Moment jedenfalls.
Plötzlich wurden die Stimmen im Gang lauter.
Sie kamen näher!
Schnell, beeil dich! Du schaffst es, gleich bist du draußen! Komm schon, immer einen Schritt vor den anderen. Los!
Und dann geschah ein Wunder. Er sah Sonnenlicht. Warmes Sonnenlicht, dass sich auf seine Haut legte
Hinter sich hörte er die Stimmen immer näher kommen, doch nun da sein Ziel so nah war, mobilisierte er noch einmal alle seine Kräfte und lief so schnell es ging weiter.
»Da vorne ist er!«, hörte er plötzlich jemanden laut rufen.
Sie sind zu nah, ich schaff es nicht!
Seine Gedanken kreisten nur um diesen einen Gedanken, als sich eine andere Stimme in seinem Kopf einmischte.
Doch, du schaffst es! Los weiter! Komm schon, du bist doch stark! Komm schon, noch ein paar Schritte, los! Da wartet die Freiheit!
An ihm schossen die ersten Flüche vorbei, verfehlten ihn nur um haaresbreite. Und dann – er glaubte es selbst kaum- war er draußen. Er drehte sich um und sah auf die verhüllten Gestalten, die immer noch auf ihn zuliefen und ununterbrochen Flüche auf ihn abschossen, doch keiner von ihnen sollte ihn je erreichen.
Mit einen leichten Lächeln im Gesicht apparierte er.
Jäh erwachte Harry aus diesen Traum. Seine Augen waren weit aufgerissen. Sein Atem beschleunigt.
Er brauchte einige Minuten um seinen Kreislauf wieder zu beruhigen und auch seine Gedanken zu sammeln.
Der Traum – oder besser Albtraum – spielte sich noch deutlich vor seinem inneren Auge ab und verwirrte ihn.
Was war das?
Eine seiner Erinnerungen? Wohl kaum, so etwas hatte er noch nie in seinem Leben erlebt.
Ein unbeabsichtigter Kontakt zu Voldemort? Auch nicht möglich, es war für Harry schlecht vorstellbar, dass der dunkle Lord so in Schwierigkeiten stecken würde, dass er nicht nur verletzt war, sondern auch noch floh.
Also was war es dann?
Vielleicht wirklich nur ein Traum? Vielleicht war das nach allem was er erlebt hatte, einfach nur der Versuch seines Unterbewusstsein damit fertig zu werden.
Oder Harry war nach all den langen schweren Jahren einfach nur bleibend geschädigt und wurde langsam verrückt.
»Träume sind Schäume« , sagte er sich, seufzte schwer und setzte sich langsam auf. Gerade als er sein gesamtes Gewicht auf den rechten Arm verlagerte um aufzustehen, durchzog ein stechender Schmerz von seiner rechten Hand bis hin zur Schulter. Er schnappte schwer nach Luft und sackte wieder nach hinten in die Kissen.
Die Geschehnisse vom Vortag zogen an seinem inneren Auge vorbei und Harry seufzte stark. Es war definitiv seine Schuld gewesen. Er hatte nicht nur Elisa, Sirius und seine Eltern in Gefahr gebracht, nein, durch ihre Anwesenheit hätte sogar seine eigene Existenz ausgelöscht werden können. Er wollte gar nicht darüber nachdenken, was das für Auswirkungen auf die Zukunft haben könnte.
»Oh man, wo bin ich da bloß rein geraten, verdammte Scheiße!« , murmelte er zornig. Wütend auf diese verdammte Welt, auf Voldemort und auf sich selbst.
Nochmals ließ er den Angriff revue passieren und griff sich plötzlich an die Brust. Dort lag, direkt über seinem Herzen sein Amulett. Dasselbe Amulett, dass ihm scheinbar das Leben gerettet hatte.
Er erinnerte sich zwar nicht mehr genau daran, doch eins wusste er: Das beschützende Licht war eindeutig aus seinem Amulett gekommen und hatte Voldemort daran gehindert Harry weiter zu verletzten. Dass es Voldemort ausgerechnet verbrannt hatte, erinnerte Harry stark an den Zauber seiner Mutter, der ihn in der Zukunft bis zu Voldemorts Rückkehr immer bewahrt hatte.
Harry setzte sich erneut auf, vermied es diesmal aber seinen rechten Arm zu bewegen und holte das Amulett hervor. Eine Weile betrachtete er einfach nur den goldenen Anhänger, dann öffnete er ihn.
Eine warme Melodie erklang. Dann schob sich ein heller Strahl aus dem Inneren hervor und erzeugte ein magisches Hologramm. Dies war eine der neusten Erfindungen seiner Zeit gewesen. Magische Hologramme, die sich wie Fotos bewegen konnten.
Die weiche Melodie war ein weiterer Zauber, der auf dem Amulett lag. Sie war ruhig, ein altes Wiegenlied, dass Melinda schon aus ihrer Kindheit kannte und ihrer Tochter gerne vorgespielt hatte.
Harry riss sich aus den Gedanken und betrachtete liebevoll das Hologramm.
Es zeigte seine geliebte Melinda, die ein kleines Bündel auf dem Arm trug, dass sich gerade zögerlich regte. Melinda lachte fröhlich und schaute immer wieder zu ihm in die vermeintliche Kamera. Sie wog das kleine Bündel in ihrem Arm sanft hin und her. Schließlich legte sie das Gesicht des kleinen Wesens frei und schwarze lockige Haare, durchzogen von einzelnen roten Strähnen kamen zum Vorschein. Blau-grüne Augen erkundeten interessiert ihre Umwelt und auf den kleinen Lippen lag ein fröhliches Lächeln:
Seine Tochter Cassandra Lilian Potter.
Harry erinnerte sich noch daran, als wäre es gestern gewesen, als sie sich über diese interessante Haarfarbe unterhalten hatten.Beiden war das rot zuerst äußerst merkwürdig vorgekommen. Harry hatte argumentiert, dass seine Mutter rote Haare gehabt habe. Er allerdings hatte doch keine, hatte Melinda eingeworfen..
In diesem Moment war es Hermines Wissen – wieder einmal – gewesen, dass ihnen die Antwort geliefert hatte. Sie hatte ihnen erklärt, dass die Gene, die die roten Haare seiner Mutter zugrunde lagen, Harry durchaus geerbt haben konnte, sie nur nicht aufgetreten waren. Jetzt bestand die Möglichkeit, dass sie sich bei ihrer Tochter durchgesetzt hatten und mit Melindas Haarfarbe vermischt hatten. Natürlich war die magie eines Kindes auch nicht zu vergessen. Sehr selten, aber durchaus möglich.
Harry schloss die Augen und spürte das schmerzhafte Ziehen in seiner Brust, bei den Gedanken an seine neue Famile, die er wieder verloren hatte. Er wusste nicht einmal, ob sie tot oder in Gefangenschaft geraten waren. Tief in sich hoffte er sogar, dass sie hatten fliehen können, doch Harry war Realist. Die Wahrscheinlichkeit war gering. Sehr gering.
Die Tür öffnete sich ruckartig und Sirius erschien im Zimmer. Harry sah ihn einfach nur überrascht an und vergass dabei, dass das Amulett noch immer geöffnet war und das Bild, selbst von der Tür aus gut zu erkennen war.
Erst als Sirius die Augen erstaunt aufriss, realisierte Harry endlich die Situation und klappte das Amulett ruckartig zu. Das Hologramm löste sich in weißem Licht auf und die Melodie endete abrupt.
Sirius macht einen weiteren Schritt auf Harry zu und konnte seine Augen immer noch nicht von dem kleinen Anhänger in seinen Händen nehmen. »Was war das?«
Harry ließ das Amulett wieder unter seinem Hemd verschwinden. »Nichts.«
Sirius sah Harry einem Moment noch durchdringend an, dann schien er zu begreifen, dass er auf ein Thema gestoßen war, über das Harry nicht reden wollte. Er zuckte mit den Schultern und ließ einen kurzen Blick über ihn schweifen. »Wie geht es dir?«
Harry sah wieder auf. »Gut«, log er.
»Und dein Arm?«, forschte Sirius weiter.
Harry seufzte. »Es ist alles in Ordnung, okay!? Mir geht es gut, ich hab schon Schlimmeres überlebt!«
Sirius schnaubte. »Ja, das weiß ich. Ich mache mir nur Sorgen. Die Heilerin meinte, dass du wahrscheinlich noch ein paar Tage lang Probleme haben wirst. Ich wollte nur sichergehen.«
Harry seufzte und fuhr sich durch die Haare, was ihm ein Glucksen einbrachte. Verwirrt sah er zu Sirius. »Was?«
Sirius zuckte etwas hilflos mit den Schultern. »Nichts. Es ist nur so, dass du James so ähnlich bist, in so vielen Dingen. Und ich meine nicht nur das Aussehen. Du hast auch viele Dinge äußerlich von deiner Mutter, aber dieses durch die Haare fahren. Das ist einfach typisch James. Wenn er gestresst ist, macht er das auch immer.«
Harry nickte . »Du sagtest ich habe auch viel von Mum. Was genau?«
Sirius lehnte sich an den Türrahmen und lächelte breit. »Na da wären zuerst einmal die Augen. Aber das ist ja bestimmt jedem aufgefallen, nicht? Und dann na ja deine ganze Haltung und deine Bewegungen, erinnern mich einfach so an sie.« Harry sah sich ein wenig zweifelnd an und Sirius fuhr schnell fort: »Versteh mich nicht falsch. Ich will jetzt nicht sagen, dass du dich wie ein Mädchen bewegst oder so. Es ist einfach die Sache wie du zum Beispiel argumentierst und dein Auftreten. James ist immer ein wenig abgehoben. Lily ist die Bodenständige, genau wie du. Verstehst du was ich meine?«
Harry nickte schwach. »Ja, ich glaube schon. Irgendwie, denk ich.«
Sirius lächelte, dann klatschte er in die Hände. »Also gut, genug in Erinnerungen geschwelgt. Aufstehen. Es ist bereits Mittag und du hast sicherlich Hunger oder?«
Harry erhob sich und griff mit der linken Hand nach seinen Sachen. Damit verschwand er dann im Bad. Wenige Minuten später trat er fertig angezogen und mit einer schmerzen Schulter wieder ins Zimmer. Seine linke Hand massierte die schmerzende Stelle.
Sirius hielt ihm im nächsten Moment eine kleine Phiole mit einer leicht bläulichen Flüssigkeit entgegen. »Gegen die Schmerzen«, erklärte er.
Harry nickte dankbar und trank das Elixier mit einem mal aus. Die Wirkung setzte sofort ein. Der Schmerz verflog und Harry konnte den Arm problemlos heben. »Danke, das ist wesentlich besser!«
Sirius öffnete die Tür und deutete mit einer einladenden Geste an, vorzugehen. Nachdem er die Zimmertür wieder verschlossen hatte, holte er zu Harry auf, der sich langsam in Bewegung gesetzt hatte. Jetzt stand er an einen der großen Fenster. Harrys Blick glitt über die gewaltigen Schneemassen, die sich über das gesamte Land erstreckten.
Als er Sirius schwere Hand auf seiner Schulter spürte sah er auf. »Wir müssen einige Dinge bereden. Es ist wichtig, Dumbledore kommt nachher«, erklärte Sirius ruhig und dirigierte ihn in Richtung Küche.
»Dumbledore?«, fragte Harry monoton. Bei dem Gedanken an seinen alten Mentor und Großvaterersatz spürte Harry erneut ein schmerzhaftes Ziehen in der Brust. Wie seltsam war es doch zu wissen, dass all die Menschen, die er für tot hielt, in dieser Zeit noch lebten. »Was will er hier?«
Inzwischen hatten sie die Küchentür erreicht und Sirius öffnete sie und ließ Harry passieren. »Du scheinst zu vergessen, dass ich ein Mitglied des Ordens bin. Dass mein Haus angegriffen wurde hat sich herumgesprochen. Dumbledore kommt um die Schutzzauber für das Haus zu erneuern.«
Harry setzte sich und griff nach dem Kaffee. »Über diesem Haus liegen Schutzzauber?«
»Natürlich! Über allen Häusern von Ordensmitgliedern liegen Zauber!«, erklärte Sirius, als er sich ebenfalls setzte. »Über jedem Haus liegen Zauber, die Todesser davon abhalten einzudringen und ein paar Schutzzauber gegen Flüche. Dazu kommt der Zauber, der das Haus für Fremde unauffindbar macht. Es wechselt alle vierundzwanzig Stunden seinen Standort. Du kannst es eigentlich nur finden, wenn du dieses Geheimnis kennst. Würden Todesser zum Beispiel heute an der gleichen Stelle wie gestern nach dem Haus suchen, würden sie nichts finden. Wir sind bereits Tausende von Meilen entfernt.«
Harry klappte der Kiefer runter. »Solche Zauber existieren?«
Sirius nahm einem Schluck seines Kaffees, dann nickte er. »Natürlich! Sie sind nicht einfach, aber sehr effektiv. Allerdings weiß ich immer noch nicht, wie Voldemort uns finden konnte. Nur wer in dieses Hau eingeladen wird und von dem Zauber weiß, findet es. Er hätte jemanden kennen müssen, der ihn hier her führt. Und dafür kommt ja keiner in Frage, oder?«
»Doch«, erklärte Harry ernst und sah vom Kaffee auf. »Wurmschwanz.«
Sirius Augen weiteten sich bei der Erkenntnis und Harry war sicher, dass er gerade an die Erinnerungen an den Verrat dachte. »Oh mein Gott! Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht! Verdammt, wie konnte ich nur so blöd sein! Das erklärt natürlich warum Voldemort uns finden konnte.«
Harry nickte stumm. »Dazu kommt noch die Verbindung mit der Narbe, die ich nicht mehr kontrolliert habe. Die hat die ganze Sache noch verstärkt.«
Sirius nickte. »Wir haben ein Problem. Solange Wurmschwanz weiß, wo sich das Haus befindet, kann Voldemort jederzeit hier wieder auftauchen. Verdammt!« Wütend stand Harrys Pate auf und lief durch die Küche.
Harry zuckte mit den Schultern und langte nach einem Toast. »Dann sag es ihm nicht!« Nach einem völlig verwirrten Blick von Sirius erklärter er: »Na ja, sag einfach, dass es zur Zeit das Beste ist, wenn so wenig Leute wie möglich wissen, wo sich das Haus befindet.« Er zuckte mit den Schultern. »Keine Ahnung, erzähl ihm irgendeinen Schwachsinn. Der Hellste war er doch nie, er wird es dir schon glauben und wenn nicht. Auch egal!«
Sirius wandte sich wieder von ihm ab und begann erneut hin und her zu laufen. »Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ausgerechnet er der Verräter ist. Ich meine, wir dachten wirklich, wir wären Freunde. Das diese kleine Ratte Lily und James an Voldemort verrät und ich dafür auch noch nach Askaban muss! Ich schwöre dir, ich weiß nicht ob ich mich zusammen reißen kann, wenn ich ihn das nächste mal sehe.«
Harry sagte nichts dazu. Er verstand den Ärger seines Paten nur zu gut. Oh ja, er hasste Peter, manchmal mehr noch als Voldemort. Böse zu sein und alle zu tyrannisieren war das eine, doch so zu tun, als wäre man einer der besten Freunde und dann hinterrücks das ganze Leben zu zerstören, das war etwas anderes. Harry hatte seine Rache an Peter genommen. Er war zum Mörder geworden, doch traurigerweise war das einer der Morde gewesen, die er am wenigsten bereute.
Harry legte den Kopf auf dem Tisch und seufzte leise. Warum war das Leben nur so kompliziert? Ein paar Minuten lang herrschte Stille in der Küche. Niemand sagte etwas, jeder hing seinen eigenen Gedanken nach.
»Du sagtest Dumbledore würde kommen? Wann?«, durchbrach Harry schließlich die Stille.
Sirius sah auf die große Küchenuhr. »Jetzt ist es halb eins. Er hat sich für zwei angekündigt und er ist immer pünktlich.«
Harry nickte, den Kopf immer noch auf der Tischplatte. »Und was willst du ihm über mich sagen? Ich denke nicht, dass er es gutheißen wird, wenn er erfahren wird, dass du einen wildfremden, für euch sicherlich, ziemlich fragwürdigen Jungen aufgenommen hast.«
Sirius ließ sich wieder auf einem Stuhl fallen. »Darüber wollte ich ja mit dir sprechen. Ich denke, wir sollten Dumbledore die Wahrheit sagen.«
Harry Kopf fuhr nach oben. Seine Augen waren weit aufgerissen, als er entschieden erklärte: »Nein, auf keine Fall!«
»Warum nicht?«
»Warum? Warum!?« Jetzt war es Harry der aufsprang und aufgeregt im Raum lief. »Ich sag dir, warum! Wenn Dumbledore erfährt, dass ich aus der Zukunft bin, dann steckt er mich irgendwo hin, wo mich möglichst niemand finden kann und ich nichts anrichten kann. Ich denke, du weißt, dass es verboten ist durch die Zeit zu reisen und sie sogar zu verändern! Ich wäre erledigt!«
Sirius sah ihn einen Moment sichtlich geschockt an, dann lächelte er schwach. »Heißt das, du hast dich entschieden einzugreifen? «
Harry hielt inne und sah ihn verwirrt an. Sich entschieden? Hatte er das? Wenn er jetzt genauer darüber nachdachte, tief in seinem Inneren hatte er sich bereits entschieden. Er konnte und wollte seine Eltern nicht sterben lassen, wenn er die Möglichkeit hatte sie zu retten. Er war schließlich nicht umsonst in die Vergangenheit gereist, oder?
Zu Sirius sagte er jedoch: »Ich weiß nicht. Ich meine, mein Leben lang hab ich darüber nachgedacht, wie es wohl wäre, wenn ich eine normale Familie gehabt hätte. Wenn ich nicht berühmt geworden wäre!« Er machte eine kurze Pause. »Sirius, ich will sie nicht sterben sehen. Ich will nicht wieder in die Zukunft zurück müssen und mit der Tatsache leben, dass ich etwas hätte ändern können und es nicht getan habe.«
Sirius nickte. »Dann haben wir aber ein Problem, denn ich denke, Dumbledore wäre uns eine große Hilfe. Allerdings hast du recht, ich weiß nicht, wie er zu unserem Problem steht.« Er stand auf und legte Harry eine Hand auf die Schulter. »Harry, du weißt, dass ich hinter dir stehe. Ich will auch nicht, dass sich die Zukunft so entwickelt, wie sie es bei dir getan hat. Ich lasse meine Freunde nicht sterben.«
Harry nickte stumm und sah zur Uhr. »Wir sollten uns langsam aber sicher beeilen mit unserer Entscheidung. Dumbledore kommt bald.«
Sirius Blick glitt ebenfalls auf die Uhr und er nickte ernst. »Das Problem ist nur, wenn wir ihm nicht die Wahrheit sagen, müssen wir etwas finden, was ihn überzeugt, dass du nichts schlechtes vorhast. Etwas, dass ihn überzeugt. Entweder das oder die Wahrheit!«
Harry nickte. Beide Ideen waren ihm unangenehm. Es behagte ihm nicht Dumbledore zu belügen. Es kam ihm falsch vor, ganz davon abgesehen, dass Harry die dunkle Ahnung hatte, dass Dumbledore sofort merken würde wenn sie lügen würden. Andererseits wollte er Dumbledore auf keinen Fall die Wahrheit sagen. Er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass er mit ihrem Plan, die Zukunft zu verändern, einverstanden wäre. Es war zum Haare ausreißen.
»Also?«
Harry sah Sirius verzweifelt an. »Verdammt Sirius, ich weiß es nicht. Beides ist einfach nur blöd! Egal was wir tun, es wird nicht funktionieren. Dumbledore wird uns sofort durchschauen!«
»Was werde ich sofort durchschauen?«, fragte da eine dritte Stimme.
Harry und Sirius fuhren erschrocken herum und sahen in das lächelnde Gesicht Albus Dumbledores.
Harry trat unwillkürlich einen Schritt zurück und hob seine Okkulmetikbarrieren an.
»Nun?«, fragte Dumbledore.
Sirius trat einem Schritt nach vorne. »Albus, danke für dein Kommen. Wir haben gerade von dir gesprochen. Setz dich doch!«
Albus nickte dankend und setzte sich, nicht jedoch ohne den Blick von Harry zu nehmen. Wenige Sekunden später spürte Harry das bekannte Kitzeln, als jemand versuchte in seinem Geist einzudringen. »Bitte lassen Sie das, Professor!«, sagte er freundlich, aber ausdrücklich.
Dumbledore zog eine Augenbraue in die Höhe und sah Harry äußerst interessiert an. »Sie haben sehr interessante Fähigkeiten, junger Mann. Dürfte ich Ihren Namen erfahren?«
Harry schluckte, verstärkte seine Barrieren, als er antwortete: »Chris, Chris Fuller.«
Dumbledore nickte. »Ein interessanter Name. Und ihr Richtiger?«
Harry schluckte den Kloß in seinem Hals herunter und wich einen weiteren Schritt zurück. Einen Moment lang herrschte Stille im Raum, dann sagte Harry: »Den kann ich Ihnen leider nicht sagen, Sir, es tut mir leid.«
Dumbledores zweite Augenbraue gesellte sich zur ersten nach oben. »So, mein Junge und warum nicht?«
Harry seufzte innerlich. »Das kann ich Ihnen auch nicht sagen, Sir.«
Dumbledore nickte und wandte sich an Sirius. »Darüber müssen wir noch reden. Ich weiß nicht, ob ich die Zauber erneuern sollte, wenn dein junger Freund sich hier befindet.« Er sah entschuldigend zu Harry. »Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, Mister Fuller, aber ich kann Ihre Loyalität nicht einschätzen und kann daher nicht ausschließen, dass sie ein Anhänger Voldemorts sind.«
Sirius schüttelte den Kopf. »Dumbledore, ich würde ihm mein Leben anvertrauen. Glaub mir, er arbeitet auf keinen Fall für Voldemort. Er hat auch kein dunkles Mal. Frag Lily und James, sie können dir das bestätigen.«
Dumbledore lächelte Sirius freundlich an. »Es ist wirklich überraschend, das aus deinem Mund zu hören, Sirius. Doch das Dunkle Mal haben nicht alle Todesser, nur Voldemorts Innerer Kreis besitzt es. Das ist für mich kein Beweis. Und da er mich nicht in seinen Geist lässt und mir auch noch einen falschen Namen nennt...«
Sirius versuchte es jedoch weiter. »Bitte Albus, ich schwöre dir, Ha… Chris ist der letzte, der uns schaden will. Immerhin war er es auf den Voldemort es abgesehen hatte.« Im nächsten Moment wurde Sirius kreidebleich im Gesicht, als er begriff, was er gerade gesagt hatte.
Dumbledores Kopf schnellte herum und seine Augen durchbohrten Harrys. »Du bist der Grund, warum Voldemort hier angegriffen hat?«
Harry sah Dumbledore ausdruckslos an, warf Sirius einen verärgerten Blick zu und nickte dann. »Ich fürchte, ja.«
Danach ging alles so schnell, dass weder Sirius noch Harry Zeit hatten um zu reagieren. Dumbledore war plötzlich neben Harry und legte ihm eine Hand an die Schläfe. Harrys Okkulmetikbarrieren brachen innerhalb Sekunden zusammen und er spürte, wie Dumbledore durch seine Erinnerungen geradezu stampfte. Er war nicht gerade zimperlich und Harry schrie vor Schmerz auf, ehe Dunkelheit ihn verschlang.
Als er das nächste Mal die Augen öffnete, spürte er, dass er auf dem Küchenboden lag. Sein Kopf war in Sirius Schoss gebettet, die Brille hatte er scheinbar verloren, denn er konnte nur verschwommen Sirius Züge wahrnehmen.
»Chris?«
Harry reagierte nicht. Sein Kopf brummte. Starke Kopfschmerzen trieben ihm Tränen in die Augen. Er hatte das Gefühl, als hätte jemand sein Gehirn in den Mixer gesteckt hatte und auf höchster Stufe zu Hackfleisch verarbeitet.
»Harry!« Diesmal war Sirius Stimme eindringlicher.
Harry hob schwach die Hand um zu zeigen, dass er ihn hörte. Im Moment hatte er das Gefühl, dass er einfach nicht sprechen konnte.
Seine Brille wurde ihm von Sirius auf die Nase geschoben und Harrys Blick wanderte durch den Raum und blieb an dem sitzenden Albus Dumbledore hängen. Dafür, dass er gerade Harrys halbes Leben gesehen hatte, schien es ihm sehr gut zu gehen. Einzig allein seine Augen, die nicht wie üblich funkelten, machten deutlich, dass er durchaus geschockt war.
»Das hättest du nicht tun dürfen, Albus, das war viel zu brutal!«, begann Sirius nun wütend.
Dumbledore warf ihm einen Blick zu, der deutlich machte, dass er nichts weiter sagen sollte. Sirius schwieg zwar, ließ es sich aber nicht nehmen Dumbledore mit seinen Blicken aufzuspießen.
»Und du, Sirius, hättest mir auf keinen Fall verschweigen dürfen, dass du einen Zeitreisenden – auch noch einen von so großer Bedeutung – beherbergst! Das war verantwortungslos von dir, selbst wenn man eure Beziehung zueinander berücksichtigt«, erklärte Dumbledore wütend. »Bei Merlin, Sirius! Hast du eigentlich mal an die Konsequenzen gedacht? Die gesamte Zukunft könnte sich verändern! Vielleicht ist das schon geschehen!«
Sirius half Harry sich vorsichtig aufzusetzen, ehe er antwortete: »Aber genau das ist es, was wir wollen. Verdammt Albus, du kannst doch nicht wollen, das dem Jungen so ein Schicksal auferlegt wird! Du kannst doch nicht so eine Zukunft für die Zauberwelt wollen!«
Harry war schwindlig, erschöpft schloss er die Augen. Inzwischen spürte er auch, dass der Trank, den er von Sirius bekommen hatte, nachließ. Die Schmerzen in seinem rechten Arm und in der Schulter wurden wieder stärker!
»Nein, Sirius, natürlich will ich das nicht! Doch es liegt nicht an uns das zu entscheiden. Die Zukunft darf nun mal nicht verändert werden, selbst wenn sie so schlimm aussieht!«
Harry lachte leise auf. »Schlimm? Schlimm trifft es, glaube ich, nicht ganz, Professor! Katastrophal trifft es wenn überhaupt eher. In der Zukunft gibt es kein normales Leben mehr. Mehr als siebzig Prozent der Zauberbevölkerung sind tot oder in Gefangenschaft. Und Voldemort reicht England schon lange nicht mehr aus. Bald hat er ganz Großbritannien unter seiner Herrschaft und im restlichen Europa ist der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Glauben Sie mir, jede Zukunft ist besser als diese!« Er schüttete kraftlos den Kopf. »In meiner Zeit lebt man nicht, man überlebt.«
Dumbledores Augen wurden wieder warm, so wie Harry es von seinem alten Mentor kannte. »Das weiß ich, Harry. Ich habe es gesehen, dennoch dürfen wir nicht einfach so über anderer Leute Köpfe hinweg entscheiden.«
Harry seufzte leise. Er wusste das. Natürlich! Es war einer der Fakten gewesen, die von Anfang an gegen diesen Plan gesprochen hatten. Dennoch, er wollte nicht aufgeben.
Müde lehnte er sich an Sirius und schloss die Augen. Sirius Griff an seinen Schultern verstärkte sich wieder und Harry konnte den besorgten Blick seines Paten auf sich spüren. »Alles in Ordnung?«
Harry nickte und rang sich ein Lächeln ab. »Ja, ich bin nur einfach noch erschöpft, auch von gestern. Ich hatte einfach keinen guten Start hier.«
Er hörte Sirius schnauben und lächelte innerlich.
»Es tut mir leid, dass ich so grob war«, erklang da die Stimme Dumbledores.
Harry schüttelte den Kopf. »Schon gut, irgendwie bin ich auch ganz froh, dass es raus ist. Allerdings werden Sie uns nicht mehr davon abbringen können. Wir werden mit aller Macht versuchen die Zukunft – meine Gegenwart – zu verändern.«
Harry hörte Dumbledores helles Lachen. »Ja, das dachte ich mir schon, du kommst in dieser Hinsicht ganz nach deinen Eltern. Beide sind auch sehr beharrlich!«
Harry hörte wie Dumbledore sich erhob und ein paar Schritte auf ihn zu ging. »Ich denke, du solltest dich ein wenig hinlegen und ausruhen. Währenddessen werden Sirius und ich die Banne erneuern und über das Problem mit Peter sprechen.«
Harry nickte und stellte wohlwollend fest, dass sein alter Mentor automatisch auf das du übergegangen war, wie in seiner Zeit. Sirius half ihm auf die Beine zu kommen und Harry setzte sich schwerfällig in Bewegung. An der Tür hielt er inne und sah zu Sirius zurück. »Wo ist eigentlich Elisa, Sirius?«
»Oh richtig, sie ist heute morgen abgereist. Ihre Mutter hat Verwandte in Frankreich ausgemacht, bei denen sie vorerst wohnen können. Sie hat dir einen Brief hinterlassen, weil du heute Morgen noch geschlafen hast. Er liegt auf deinem Schreibtisch.«
Harry nickte und verschwand aus der Küche. Langsam setzte er seinen Weg zum Zimmer fort. Dort angekommen nahm er den Brief an sich und legte sich aufs Bett. Allerdings kam er nicht mehr zum lesen. Seine Augen fielen, ehe er den Brief überhaupt öffnen konnte, zu.
Harry schlief in den nächsten Stunden sehr schlecht. Unruhig warf er sich von einer Seite zur anderen. Ein Albtraum folgte nach dem anderen. Die vorwurfsvollen Gesichter seiner Freunde zogen in rasendem Tempo an ihm vorbei. Alle waren sie schrecklich entstellt.
»Alles ist deine Schuld!«
»Wärst du doch bloß nie geboren worden!«
»Mörder!«
Harry wachte ruckartig auf. Er war schweißgebadet. Seine Hände zitterten unkontrolliert und sein Atem ging nur stoßweise.
Die Tür wurde plötzlich aufgestoßen und Sirius stand in der Tür. »Was ist los? Ich hab dich schreien gehört!«
Harry sah auf und schüttelte den Kopf. »Entschuldige, ich hatte einen Albtraum. Es ist alles in Ordnung.«
Sirius zog die Stirn in Falten. »Sicher?« Er trat ganz ein und Harry konnte seinen alten Rektor ein paar Meter hinter ihm ausmachen. Dumbledore hielt sich zurück und ließ beide alleine. »Wie geht es deinem Arm?«
Harry zuckte mit den Schultern. »Ich bin okay, Sirius. Seit wann bemutterst du mich so?«, fragte Harry genervt.
Sirius sah ihn einen Moment vollkommen verwirrt an, ehe er empört sagte: »Ich bemuttere dich nicht!«
Harry lachte leise. »Doch Sirius, genau das tust du! Und so leid es mir tut, es geht mir auf die Nerven. Ich bin kein kleines Kind mehr. Das bin ich nicht mehr seitdem ich Hagrid das erste Mal getroffen habe.«
»Na hör mal, ich mach mir doch nur Sorgen! Du bist verletzt und ...« Sichtlich verwirrt warf er Harry noch einem Blick zu und drehte sich dann abrupt um. »Na schön, wenn ich dich nerve, dann sieh doch zu wie du das alles hin bekommst. Viel Spaß!« Damit stampfte er wütend aus Harrys Zimmer.
Ein paar Momente war es ruhig. Harry hatte sein Gesicht in die Hände gebettet, die Augen geschlossen und versuchte ruhig zu atmen. Dann hörte er wieder Schritte und sah auf.
Albus Dumbledore stand in der Tür und sah ihn ernst an. »Das war übertrieben, findest du nicht?«
Harry erhob sich und trat ans Fenster. Sein Blick ging in die Ferne und verweilte dort. »Nein, der Meinung bin ich nicht. Er ist selbst nicht sehr viel älter als ich und er benimmt sich wie ...« Harry suchte nach dem richtigen Wort, fand es jedoch nicht. Entmutigt zuckte er mit den Schultern.
»Wie ein Patenonkel?«, half Dumbledore nach.
Harry lehnte seine Stirn an das kühle Glas. »Ja.« Damit konnte Harry nicht umgehen. Der Sirius der Zukunft war so anders gewesen. Natürlich, er hatte sich auch so gesorgt. Doch so wie dieser hatte er ihn nie behandelt. Das war einer der Unterschiede gewesen, die Harry sofort aufgefallen waren. Der Sirius aus dieser Zeit unterschätzte ihn. Er sah in ihm nur einen achtzehnjährigen Jungen, der zu jung für alles war.
Der zukünftige Sirius hatte ihn nicht in jede Gefahr schicken wollen – Merlin bewahre – doch er hatte Harry als das akzeptiert, was er war. Ein Mensch, auf dem ein schweres Schicksal lag. Und das hatte bedeutet, dass er früher als andere erwachsen werden musste. Er war schon lange kein Kind mehr.
Nicht mehr nach Cedrics Tod.
Nicht mehr nach Sirius Tod.
Nicht mehr nach all den Toden, die er teilweise selbst verursacht und erlebt hatte.
Der Sirius aus seiner Zeit hatte schnell begriffen, wie es um Harry wirklich stand. Wahrscheinlich schon, als Harry ihm damals das Leben gerettet hatte. Diese wichtige Erkenntnis fehlte diesem Sirius.
Das leise Lachen Dumbledores riss Harry aus seinem Gedanken. »Gib ihm etwas Zeit. Er muss sich erst noch mit der Rolle des Patenonkels zu Recht finden. Er weiß nicht, wie er mit dir umgehen soll, vor allem weil du aus der Zukunft kommst.«
Harry nickte und löste sich vom Fenster. Sein Blick suchte den seines ehemaligen Mentors und Harrys Augenbraue zuckte verdächtig in die Höhe. »Sie sind nicht nur aus diesem Grund hier, oder? Sie wollen noch etwas von mir?«
Dumbledores Augen funkelten wie eh und je, als er antwortete: »Ich möchte das du mich für einige Tage nach Hogwarts begleitest.«
vorsichtig um die ecke hervorlug
Und? Wie hats euch gefallen?
lieb guck
Kommis?
Okay das wars für heute!
Abgang mit wehenden Umhang
