„Gut Jungs. Ich werde euch sagen was ihr wissen müsst um beruhigt hier bleiben zu können. Ich werde aber auf keinen Fall zulassen, dass ihr irgendetwas damit zu tun habt. Ist das klar?" fing Bobby an.
Sam und Dean nickten erwartungsvoll.
„Es gibt Leute für die gilt weder das Gesetz, noch irgendeine Art von Ordnung. Solche Typen hinterlassen eine Spur der Verwüstung hinter sich und niemand kümmert sich um die Geschädigten oder Hinterbliebenen. Die kommen dann zu uns, oder wir finden sie. Wo die Gerichte aufhören oder wegschauen, fangen wir an."
„Ihr?" fragte Dean nach, der seine Stimme wiedergefunden hatte. Bobby nickte.
„Es gibt viele. Sie haben die unterschiedlichsten Ausbildungen, Vergangenheiten und Motivationen. Wir bewegen uns am Rande, oder außerhalb der Legalität und wir halten uns so bedeckt wie möglich. Es ist kein guter, oder dankbarer Job. Aber jemand muss ihn machen."
„Welche Rolle spielst du dabei?" wollte Sam wissen.
„Hier ist so etwas wie eine Zentrale. Ich bin nicht mehr da draußen, sondern helfe denen dort. Entweder mit meiner Erfahrung, meinem Wissen oder Kontakten. Wir sind zu fünft im ganzen Land. Wir sind die Agenten und draußen sind die Jäger."
„Sorry, aber das klingt alles ganz schön schräg" meinte Dean zweifelnd.
„Glaub es oder nicht. Mehr bekommst du von mir nicht. Den Schrottplatz hab ich nur noch als Tarnung und als Grund um unbemerkt in der Stadt bleiben zu können. Dadurch können die Jäger hier immer mal wieder untertauchen wenn es brenzlig wird, oder sie von der Bildfläche verschwinden müssen."
„Moment! Dean arbeitet hier. Du hast ihn einen Arbeitsvertrag unterschreiben lassen. Du hast ihn damit doch schon in das ganze Schauspiel hineingezogen" kam es aufgeregt von Sam. „Nein Kleiner. Mit Dean ist alles legal. Dafür haben wir gute und ehrliche Anwälte, die immer wieder für uns einspringen."
Bobby sah den Blonden an. „Wenn du dich dafür entscheidest nicht wieder auf das College zu gehen würde ich dir anbieten den Schrottplatz auf dich zu überschreiben. Du kannst daraus machen was und wie du es willst. Nur aber mit der Bedienung Aufträge von uns auszuführen, aber nicht anzugeben. Wenn du das College weitermachen willst, tu das und mein Angebot gilt für später. Wenn du das gar nicht willst, auch gut."
Dean schluckte und wusste nicht was er sagen sollte.
Sam sah von einem zum Anderen.
Bobby hob sein Glas.
„Ich hab euch gerne bei mir, ganz egal wie es sich mit euren Eltern noch entwickelt. Ihr könnte hier immer unterkommen und wenn es Probleme gibt habt ihr eine ganze Organisation zur Hilfe hinter euch. Erwartet nicht so etwas, oder ähnliches jemals wieder aus meinem Mund zu hören."
Sam und Dean hoben grinsend ihr Glas und sie stießen an. „So und jetzt bring deinen Freund ins Bett. Wer weiß wie er auf den Drink reagiert. Ich hab auch noch zu arbeiten" brummte der Bärtige und stand auf.
Ganz in Gedanken gingen Sam und Dean zurück in ihre Wohnung. „Was hältst du davon?" wollte Sam wissen. „Wovon genau?" fragte Dean und ging vor ins Schlafzimmer, wo er sich auf das Bett setzte.
Sam folgte ihm und setzte sich daneben. „Von dieser guter Bube, böser Bube Sache von der Bobby da geredet hat. Und, dass er dir das Angebot mit dem Schrottplatz gemacht hat" meinte er.
Dean sah ihn an. „Ich weiß nicht. Ganz ehrlich, ich hab keine Ahnung was ich davon halten soll. Ich frag mich auch ob meine Eltern da irgendwie mit drin hängen." Sam küsste ihn kurz. „Frag ihn. Er weiß es und wird dir bestimmt antworten."
Dean nickte. „Okay, aber nicht mehr heute. Lass uns schlafen gehen."
Als sie nebeneinander im Bett lagen kuschelte sich Dean an den Jüngeren und sah ihn reuevoll an. „Was ist?" wollte Sam wissen. „Mach ich wirklich nichts im Haushalt?" wollte Dean wissen. Sam lachte kurz. „Nein. Also nicht wirklich viel. Du kommst am Abend rein und da ich die Zeit dann mit dir und nicht mit Hausarbeit verbringen will mach ich es in der Zeit davor" erklärte er.
„Mir ist das gar nicht aufgefallen. Wie kommt es das du an all das denkst? Ich bin der Ältere, wir sind gleich aufgewachsen und wurden gleich erzogen. Ich hab aber keine Ahnung was ich genau alles tun müsste. Es ist immer alles gemacht und sauber. Wie bei Mum."
Sam schreckte zurück. „Mum? Geht's noch? Ich bin ganz bestimmt nicht Mum" entrüstete er sich mit großen Augen. Dean lachte und ging in Deckung. „War ja nur so ein Vergleich. Was sollte ich auch mit Mum im Bett?" meinte er.
Sam warf ein Kissen nach ihm. „Halt besser die Klappe, bevor du dich noch weiter rein reitest" warnte er den Älteren. Deans Augen funkelten belustigt. „Und wenn nicht?" wollte er wissen. Sam kam langsam näher. „Dann muss ich eben dafür sorgen das dein Mund etwas anderes zu tun bekommt als Blödsinn zu reden" meinte er.
Dean blieb wo er war und sah Sam herausfordernd an. „Wie willst du das machen?" Ohne ein weiteres Wort verschloss Sam Deans Lippen mit seinen eigenen und küsste ihn leidenschaftlich. Dean vergaß, überrumpelt von Sams schneller Reaktion Luft zu holen und versuchte durch die Nase einzuatmen.
Sam hatte Erbarmen und gab ihn wieder frei. „Tief Luft holen, denn ich werde dich gleich dazu bringen das du vergisst zu atmen" versprach er. Dean sah ihn mit großen Augen an und sog scharf die Luft ein.
Sam drängte ihn auf den Rücken und befreite ihn, mit mittlerweile geübten Griffen, von seiner Schlafkleidung. Gleich darauf folgte seine Eigene und er legte sich der Länge nach auf den Älteren.
Dean grinste ihn an. „Wo ist mein kleiner, schüchterner Sammy geblieben?" fragte er scheinheilig. Sam schüttelte lächelnd den Kopf. „Den hast du mir ausgetrieben und trau dich nicht dich zu beschweren." Dean riss gespielt die Augen auf. „Würde mir im Traum nicht einfallen."
Sam küsste den untenliegenden wieder und drängte seine Zunge zwischen die fremden und doch so vertrauten Lippen. Dean ließ ihn gewähren und spielte mit. Mit einer fließenden Bewegung löste sich der Jüngere aus dem Kuss und setzte sich auf, so dass er auf Deans Hüften saß.
„Der Anblick gefällt mir" meinte Dean und strich mit seinen Händen über Sams leicht zu sehenden Bauchmuskeln. „Das dachte ich mir" lachte Sam und schnappte sich die Hände die ihn streichelten. „Mach damit was sinnvolleres" grinste er.
Dean verstand, zog ihn näher an sich ran und bereitete ihn zügig aber trotzdem mit Vorsicht vor. Als Sam sich wieder runterbeugte sah er ihn tief in die Augen. „Ich liebe dich" sagte er. Dean zog seine Finger zurück und erwiderte den Blick. „Ich dich auch Süßer. So sehr."
Sam positionierte sich so, dass Dean in ihn eindringen konnte. Beide stöhnten befreit auf und Sam hielt kurz inne um sich an das Gefühl zu gewöhnen. Langsam fing er an sich zu bewegen, steigerte das Tempo aber ziemlich schnell.
Dean griff nach der Erregung des Jüngeren und pumpte ihn so gut es ging im gleichen Takt wie Sam sich auf- und ab bewegte. „Sam, Sam ja schneller, jetzt!" rief Dean und versuchte ihm entgegenzukommen. Sam stützte sich auf Deans Brust ab und beschleunigte das Tempo noch einmal bevor er kam.
Dean hob sein Becken und spritzte tief in Sam ab. Völlig geschafft fiel der Jüngere vorne über und landete mit dem Kopf auf Deans Brustkorb. Der schlang die Arme um ihn und wartet ab bis sie wieder normal Luft bekamen.
„Na bitte, du hast keinen Blödsinn mehr geschwafelt" kam es nach einer Weile glucksend von Sam. Dean lachte und schob ihn etwas von sich. „Ich zieh morgen das Bett ab. Lass uns jetzt einfach schlafen bevor ich wieder anfange nachzudenken" meinte er leise.
Sam sah ihn erstaunt an. „Du ziehst das Bett ab?" fragte er nach. Dean sah ihn nur kurz an. „Ja mach ich, aber von waschen hab ich nichts gesagt" meinte er und griff nach Sams Hand um ihn zurück an sich zu ziehen.
Sam lachte und kuschelte sich an. „Okay. Arbeitsteilung. Finde ich gut. Schlaf gut Dean."
„Du auch Süßer."
Als Sam am nächsten Morgen auf dem Weg zur Schule war, klopfte Dean bei Bobby und ging einfach rein. „Guten Morgen!" rief er laut und sah in die Küche. Der Bärtige saß mit einer Tasse Kaffe und der Zeitung am Tisch und sah ihn an. „Guten Morgen?" fragte er misstrauisch nach.
Dean nickte und setzte sich ihm gegenüber. „Ich würde dich gerne noch was zu gestern Abend fragen" meinte er. Bobby legte die Zeitung weg. „Und was?" wollte er wissen. Der Blonde holte tief Luft. „Sind meine Eltern auch in dieser Organisation von der du da erzählt hast?"
Bobby schloss kurz die Augen bevor er verneinend den Kopf schüttelte. „Nein, sind sie nicht." „Aber sie haben etwas damit zu tun, oder?" bohrte Dean weiter. Der Älter überlegte kurz. „Nicht direkt. Sie stehen eher auf der anderen Seite. Junge, ich glaub nicht dass du das wissen solltest. Ich hab keinen Kontakt zu ihnen und will auch keinen herstellen.
Kannst du es dabei belassen?"
Dean sah ihn traurig an. „Auf der anderen Seite?" fragte er und Bobby nickte zustimmend. „Dann muss ich nicht mehr wissen. Danke das du trotzdem für uns da bist" meinte Dean und wollte wieder gehen. „Willst du einen Kaffee?" wollte Bobby wissen. Der Blonde nickte dankbar.
„Hör zu. Sam und du, ihr seid gute Jungs. Du hast nichts mit deinen leiblichen Eltern zu tun und sie nicht mit dir. Versuch das mit den Winchesters wieder hinzubekommen. Sie sind die, die sich Eltern für dich nennen dürfen" meinte Bobby.
Dean sah ihn an. „Ja und bevor Sam und ich zusammen gekommen sind war das auch gut so. Jetzt aber hänge ich irgendwie in der Luft." Der Älter schüttelte den Kopf. „Das sind zwei ganz verschiedenen Dinge und ich hoffe sie werden das auch so sehen wenn sie die Chance dazu bekommen."
„Danke" lächelte der Blonde und trank in Ruhe seinen Kaffee.
