Kapitel 10: Das Seminarfest
Die nächsten Tage vergingen bemerkenswert ruhig. Zwar waren Draco, Hermine und James einer Lösung, wie Draco verhindern konnte, spätestens an Weihnachten verlobt zu sein, keinen Schritt nähergekommen, aber Draco hatte es vorgezogen, den Brief seines Vaters ganz weit unten in einer Schublade seines Schreibtischs zu schieben und ihn zumindest vorläufig aus seinen Gedanken zu verbannen.
Hermine hatte bereits am nächsten Tag angefangen zu recherchieren, welche Rechte Draco hatte, war aber noch nicht sehr weit gekommen. Jetzt stellte es sich als grossen Nachteil heraus, dass sie keinen direkten Zugriff mehr auf die Bücher der magischen Welt hatte und daher andere um Hilfe bitten musste. Auch James wirkte besorgt, aber im Gegensatz zu Draco hatte er vollstes Vertrauen in Hermines Recherchen und war davon überzeugt, dass, wenn es eine Lösung gab, Hermine diese finden würde. Wenn das nicht klappte, dann konnte er immer noch seinen eigenen Einfluss nutzen um Lucius Malfoy von dieser hirnrissigen Idee abzubringen.
Aber das hatte noch Zeit. Das Wochenende näherte sich in grossen Schritten und mit dem Wochenende das Seminarfest. Harry hatte viele Stunden in der Fachgruppe mit der Planung verbracht und hatte sich unter anderem dazu bereit erklärt, die Bar für ein paar Stunden zu übernehmen. Auch hatte er keinerlei Hemmungen gehabt, sowohl Hermine wie auch Draco für seine Zwecke einzuspannen und so waren beide dazu verpflichtet worden, irgendetwas zum leiblichen Wohl der Gäste beizutragen.
Mit dem Referat, das er noch mit James hatte halten müssen und vor allem dem Brief seines Vaters, der Draco doch mehr schlaflose Nächte bereitete, als er das jemals vor seinen neuen Freunden zugegeben hätte, hatte Draco sowohl das Seminarfest, als auch sein Versprechen einen grossen Nudelsalat zuzubereiten und mitzubringen, vollkommen vergessen und wurde erst wieder daran erinnert, als James und Hermine vollkommen unerwartet am späten Donnerstagnachmittag mit zwei grossen Einkaufstüten vor seiner Wohnungstür standen.
Etwas verblüfft hatte er sie hereingebeten und nur wenig später waren sie alle damit beschäftigt gewesen, Salat und Gurken klein zu schneiden, während auf dem Herd drei grosse Töpfe mit Nudeln kochten. Irgendwann hatte James angefangen von dem kleingeschnittenen Gemüse zu naschen, Hermine hatte ihm im Spass leicht auf die Finger geschlagen und Draco hatte ebenfalls der Versuchung nicht widerstehen können ein kleines Stück Gurke zu stibitzen. Hermines Aufschrei war ihm sicher gewesen und nur ein kleiner Blickwechsel mit James hatte genügt und sie beide hatten sich ohne zu zögern auf das Gemüse gestürzt, während Hermine sich schon beinahe verzweifelt bemüht hatte, vor ihnen zu retten, was noch zu retten war. Erst als die Nudeln drohten überzukochen, gelang es Draco und James sich wieder auf den Nudelsalat zu konzentrieren.
Als Hermine und James sich am Abend verabschiedeten, standen in Dracos Kühlschrank zwei grosse Schüsseln Salat und es würde wohl niemandem auffallen, dass vor allem in der einen Schüssel nur sehr vereinzelt noch Gurken zu finden waren. Obwohl es Draco vermutlich niemals zugegeben hätte, so hatte ihn der unbeschwerte Nachmittag mit seinen Freunden doch von seiner bevorstehenden Verlobung abgelenkt und in ihm vermehrt den Wunsch geweckt, zur Not mit seiner Familie zu brechen, wenn sein Vater auf dieser Heirat bestehen sollte. Es gab inzwischen einfach zu viel, was er nicht bereit war, aufzugeben, nur weil es nicht zu den Ansichten seines Vaters passte. Seine Freundschaft mit Hermine und James war zum Beispiel auch so ein Punkt. Sein Vater würde es niemals akzeptieren, dass sich Draco mit dem Schlammblut und dann auch noch einem Muggel angefreundet hatte. Da konnte er nach dem Krieg noch so oft behaupten, dass sich seine Ansichten geändert hätten. Offiziell hatten sie sich geändert, aber es gab immer noch genug Dinge, die Lucius Malfoy niemals akzeptieren würde und dass sich sein Sohn mit Muggeln und Schlammblütern anfreundete, gehörte definitiv dazu.
Der nächste Tag brachte Kälte und Niesel. Die ganze Stadt schien unter einer grauen Glocke zu verschwinden. Draco nutzte den freien Nachmittag um seine Unterlagen zu ordnen und einen detaillierten Lernplan für seine Prüfungen zu erstellen. Das Semester neigte sich langsam seinem Ende zu und da in sämtlichen Vorlesungen und Kursen, die er besucht hatte, Prüfungen oder Essays geschrieben werden mussten, blieb ihm nichts anderes übrig, als ganz genau zu planen, wann er für welche Prüfung lernen wollte. Hinzu kam noch, dass sämtliche Prüfungen innerhalb der letzten Semesterwoche stattfinden sollten.
Es war bereits dunkel, als Draco endlich seinen Stift zur Seite legte, den Laptop herunterfuhr und sich streckte. Neben seinem Lernplan war es ihm gelungen einen von zwei Essays zur Hälfte fertigzustellen. Ein kleiner Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es schon nach 5 Uhr nachmittags war und er nicht mehr all zu viel Zeit hatte, um sich fertig zu machen. James war es irgendwie gelungen, als Motto der Party das Thema Dichter und Denker durchzusetzen und genauso so sollten die Gäste nun auch erscheinen.
Drei Stunden später betrat Draco mit den beiden Salatschüsseln in der Hand den Innenhof des Gebäudes, in dem das Slavische Seminar untergebracht war und wandte sich direkt nach rechts, wo es eine Treppe hinunterging. Dort unten im Keller sollte das Seminarfest stattfinden. Am Eingang nahm ihm Hermine seinen Mantel ab und begutachtete sein Kostüm. Wie es James gelungen war, seine Freundin dazu zu überreden, nicht nur beim Fest dabei zu sein, sondern auch die Garderobe zu übernehmen, würde Draco wohl immer ein Rätsel bleiben. Jedenfalls schien sein Kostüm Gnade vor ihre Augen zu finden. Draco hatte lange vor dem Kleiderschrank gestanden und schliesslich noch Kontakt mit Blaise aufgenommen, damit dieser ihm ein entsprechendes Hemd hatte schicken können.
Zu enganliegenden Hosen trug er ein weisses Hemd, das am Kragen mit Rüschen besetzt und über der Brust tief ausgeschnitten war. Am Hals wurde es mit einem einfachen Faden zusammengehalten. Seine Füsse steckten in alten Lederstiefeln und aus der Brusttasche seines Hemdes ragte eine seiner Schreibfedern aus Hogwarts. Hermine konnte ein kleines Lächeln nicht verkneifen, als sie die Feder sah und meinte mit einem Augenzwinkern, dass das doch der richtige Abend wäre um wieder einmal mit Federn zu schreiben. Auch wenn niemand von den Umstehenden die Bemerkung so verstand, wie sie Hermine gemeint hatte, so durchfuhr Draco doch so etwas wie Heimweh. Auch wenn er sich in der Muggelwelt gut eingelebt hatte und in der Zwischenzeit problemlos ohne Magie zurechtkam, so hiess das nicht, dass er seine Welt nicht doch vermisste. Vielleicht im Moment nicht unbedingt seine Eltern, aber seine Freunde, mit denen er in Hogwarts jeden Tag verbracht hatte oder einfach die Tatsache, dass er nicht mal eben eine Eule schicken oder apparieren konnte. Hermine schien seinen plötzlichen Stimmungswechsel bemerkt zu haben, denn sie lächelte ihm aufmunternd zu und meinte: „Stell den Salat dort hinten irgendwo auf den Tisch, wo du noch Platz findest. James steht bereits hinter der Bar und gibt dir sicher einen aus."
Draco nickte und machte sich auf den Weg durch den nur vereinzelt beleuchteten Keller. An der Decke konnte man noch die alten Holzstreben erkennen, die Steine dazwischen waren nur grob behauen und dann eingefügt worden. Hier sah man das wirkliche Alter des Gebäudes, das sich über ihnen befand. Rund um die Tanzfläche waren Holztische und Stühle aufgestellt worden. Auf den Tischen standen künstliche Petroleumlampen und verbreiteten ein warmes Licht. Direkt daneben lagen auf jedem Tisch Federn und Pergament. Unauffällig liess Draco seine Finger über eine der Federn und das Pergament gleiten. Der sorgfältig angeschnitzte Kiel der Feder erinnerte an die Schreibfedern, die es bei Flourish und Blotts zu kaufen gab, das Pergament an jenes, das er auch in Hogwarts um Notizen zu machen verwendet hatte. Einen kleinen Moment fragte er sich, wie es James wohl gelungen sein mochte, das alles zu besorgen, aber die Vermutung lag doch nahe, dass da Hermine ihre Hände im Spiel gehabt hatte. Draco konnte sich noch gut daran erinnern, dass sich auch in ihrem letzten Schuljahr noch Dutzende Federn und mehrere Bögen Pergament in ihrer Tasche befunden haben mussten.
Vorsichtig schlängelte sich Draco zwischen den anderen Studenten durch, die schon angekommen waren und sich mit den ersten Gläsern und Schüsseln in der Hand an die Tische verteilten. Er kannte sicher mehr als die Hälfte von ihnen allerhöchstens vom Sehen. Schliesslich gelang es ihm, die beiden Schüsseln auf den grossen Tisch zu stellen, wo sich bereits andere Schalen mit verschiedenen Salaten, Nachttischen und Kuchen befanden. Irgendjemand hatte sogar eine Pirogge gebacken und mitgebracht.
Draco nahm sich einen der Pappteller, die am Rand des Tisches standen und legte sich ein kleines Stück Pirogge und ein wenig Salat darauf. Anschliessend ging er mit dem Teller zur Bar, wo er schon weitem James wirren Haarschopf ausmachen konnte. James war in ein Gespräch mit dem anderen Studenten vertieft, der mit ihm zusammen hinter der Bar stand. Anscheinend hatte irgendjemand vergessen genügend gesalzene Erdnüsse zu besorgen, die eigentlich auf den Tresen hatten gestellt werden sollen.
Draco stellte seinen Teller auf den Tresen und wartete darauf, wann James ihn wohl bemerken würde. Lange musste er sich nicht gedulden, eher James Blick auf ihn fiel. Für einen kleinen Augenblick stockte Draco der Atem. James trug einen alten, schwarzen Anzug, der ihm eigentlich zu gross zu sein schien. An den Ellbogen befanden sich bereits grosse Flicken, die Ärmel wirkten ausgefranzt. Was aber Draco hauptsächlich den Atem raubte, war die Tatsache, dass Harry unter der offenen Anzugsjacke überhaupt nicht zu tragen schien und nur eine weisse Krawatte vor seiner nackten Brust baumelte.
„Gefällt dir, was du siehst?" fragte er mit einem Lächeln, während er scheinbar wie nebenbei ein Glas vor Draco auf den Tresen stellte. Der Blonde spürte, wie ihm heiss wurde und war froh, dass James bei der schwachen Beleuchtung nicht sehen konnte, wie er rot wurde. James bückte sich um den Orangensaft unter dem Tresen hervorzuholen und gab Draco somit den kurzen Augenblick, den dieser brauchte um sich wieder zu fangen oder auch den er selber brauchte, da ihm Dracos Anblick doch auch etwas aus der Fassung gebracht hatte.
Zwar hatte James mehrere Stunden zu Hause vor dem Spiegel verbracht und versucht sein Kostüm so zu perfektionieren, dass es zwar sexy, aber nicht billig wirkte, aber nichts hatte ihn auf den Anblick von Draco in diesem weissen Rüschenhemd vorbereiten können. Nichts hätte ihn auf den Wunsch vorbereiten können, an dem Faden zu ziehen, der den Kragen zusammenhielt und mehr von dieser perfekten, cremefarben schimmernden Haut freizulegen.
Ohne Draco zu fragen, goss er eine reichlich bemessene Menge Wodka in das Glas und fügte anschliessend noch ungefähr doppelt soviel Orangensaft hinzu, bevor er für sich selber ebenfalls ein Glas mit Wodka und Orangensaft füllte. Von der Tür aus konnte er Hermines missbilligenden Blick auffangen. Darum konnte er sich immer noch am nächsten Tag kümmern. Jetzt wollte er Spass haben und dazu gehörte eben auch der Alkohol. Ein Seminarfest gab es eben doch nur einmal im Semester.
Draco trank den mit Wodka vermischten Orangensaft und stellte erstaunt fest, dass er neben dem Wodka auch ein leichtes Vanillearoma herausschmecken konnte. Als er James danach fragte, zuckte dieser nur leicht mit den Schultern und meinte, dass das sein Geheimnis sei. Nach zwei weiteren Gläsern zwischen denen sich Draco nur einmal vom Tresen wegbewegt hatte, um sich ein wenig Schokoladencreme und ein Stück Kuchen zu holen, konnte er James dazu bewegen, ihm zu verraten, dass es sich um Vanilla-Wodka handelte. Allerdings hatte auf dieses Zugeständnis von James auch eins von Draco folgen müssen und so war der Faden, der sein Hemd zusammenhielt irgendwie verloren gegangen.
Nach zwei weiteren Gläsern flirtete James ganz ungeniert mit Draco. Die Krawatte hing ihm nur noch locker um den Hals, die Haare waren vollends verstrubbelt, seine Wangen waren gerötet und die grünen Augen glänzten. Draco fühlte eine angenehme Leichtigkeit und gleichzeitig schien sich seine ganze Wahrnehmung auf James zu konzentrieren. Die anderen Studenten, die sich noch in dem Keller befanden, die Musik und das Stimmengewirr schienen ganz weit weg zu sein. Es gab nur noch ihn und James.
Beide hatten sie ihre Stimmen gesenkt und sprachen gerade noch so laut, wie es nötig war, damit sie sich gegenseitig verstehen konnten. Ihr Gespräch war zweideutiger geworden und in fast jedem Satz versteckten sich Andeutungen und erotische Versprechen, die nur darauf warteten, wahr gemacht zu werden, wenn Draco nur seine Zurückhaltung aufgeben würde. Irgendetwas hielt Draco noch zurück. Vielleicht war es der Gedanke an seinen Vater, an die bevorstehende Verlobung mit Astoria, vielleicht auch der Gedanke an die Gefahr, in die er James bringen würde, aber ganz sicher auch das Wissen, dass er von James nicht mehr loskommen würde, wenn er jetzt nachgab und wenn es für eben diesen nur eine einmalige Sache und ein wenig Spass war, ganz fürchterlich verletzt werden würde.
Als James allerdings den nächsten Schluck aus seinem Glas nahm und sich anschliessend mit der Zunge sanft einen Tropfen, der auf seiner Lippe zurückgeblieben war, ableckte, konnte sich Draco nicht mehr beherrschen. Zum Teufel mit seinem Vater, Astoria und was da sonst noch alles war, wenigstens würde er James so für eine Nacht gehabt haben. Eine Erinnerung für die Zeit, wenn er erst mit Astoria verheiratet war. Entschlossen griff er über den Tresen nach James Krawatte und zog ihn zu sich hinüber, bevor er ihn entschlossen auf den Mund küsste.
Im ersten Moment wirkte James wie starr vor Schreck, doch dann begann er seine Lippen leicht zu bewegen und sie einladend zu öffnen. Ohne noch länger zu zögern schob ihm Draco seine Zunge in den Mund. Der Kuss war ungeschickt, holprig, schmeckte nach Wodka und Vanille und doch liess er sie beide atemlos zurück. Ein kurzer Blick in James lustverschleierten Augen genügte, um Draco aufstehen zu lassen und James noch an der Krawatte mit sich zu ziehen.
Dass er dabei leicht schwankte, ignorierte er genauso wie Hermines überraschten Blick, als sie die Treppe hinaufgingen. Oben angekommen fühlte er, wie er von James an die Wand gedrückt wurde und nur kurze Zeit später spürte er wieder dessen Lippen auf den Seinen. Kühle Hände fuhren unter sein Hemd, malten überraschend sanfte Muster auf seinen Rücken. Ein anerkennendes Pfeifen liess James sich von ihm lösen und etwas in der Art, dass der Andere doch nur neidisch sei, sagen, bevor Draco weitergezogen wurde.
Irgendwann, viele, immer gieriger werdende Küsse später, hatten sie es doch zu Dracos Wohnung geschafft. Sein Hemd hing aus der Hose, beide hatten sie ihre Jacken im Keller liegenlassen. Dracos Haar hing zerzaust hinab, seine Wangen waren gerötet, seine Lippen vom Küssen geschwollen. James hatte irgendwo unterwegs seine Krawatte verloren. Die mittlere Glühbirne im Treppenhaus war immer noch nicht ersetzt worden und während Draco im Dunkeln nach seinem Schlüssel suchte, spürte er, wie sich James Hände wieder unter sein Hemd schoben, anfingen seine Brust zu verwöhnen, während heisse Lippen an seinem Nacken knabberten.
Draco konnte nicht anders als leise aufzustöhnen, als eine freche Hand wie zufällig über die Beule in seinen engen Hosen strich und nicht zum ersten Mal an diesem Abend verfluchte er sich dafür, dass er ausgerechnet diese Hosen hatte anziehen müssen, die sich jetzt schon fast schmerzhaft eng um seine Erektion spannten. Der Schlüssel fiel klirrend zu Boden, als dieselbe Hand sich daran machte, den Knopf seiner Hose zu öffnen und nur mit Mühe gelang es Draco James kurz von sich zu schieben.
Wenig später taumelten sie in die dunkle Wohnung, hielten sich nicht einmal mehr damit auf, Licht zu machen. Die Tür fiel hinter James ins Schloss, während Draco ihm bereits das Jackett von den Schultern streifte und mit seinen Lippen und Zähnen über James Nacken herfiel. Sie taumelten weiter. Im Wohnzimmer zog James Draco das Hemd über den Kopf und leckte langsam und verführerisch eine heisse Spur über dessen Brust bis hin zum Bauchnabel, in den er seine Zunge einmal kurz tief eintauchen liess. Bevor er aber weiter hinunter wandern konnte, wurde er wieder nach oben gezogen und eine vor Erregung zitternde Stimme murmelte: „Schlafzimmer." James stand nur allzu bereitwillig auf und liess sich von Draco durch die Wohnung ins Schlafzimmer ziehen.
Bevor James wirklich wusste, wie ihm geschah, fand er sich bereits auf dem Rücken liegend auf einem grossen, sehr weichen Bett wieder. Irgendwie war es Draco gelungen zumindest das Licht auf seinem Nachttisch anzuschalten, bevor er sich über James kniete und dessen Oberkörper mit Schmetterlingsküssen übersäte, die langsam in sanftes Knabbern und Saugen übergingen. Gemächlich arbeitete er sich nach unten, während James anfing sich unter ihm zu winden und kleine wimmernde Laute von sich gab. Laute, die Draco unheimlich gefielen.
Ohne zu zögern öffnete er James Anzughose und half ihm sie abzustreifen. Einen kurzen Moment betrachtete er die harte Erektion, die ihm entgegen ragte, nur um dann seinen Mund darüber zu stülpen und sie tief aufzunehmen. James entwich ein gepresster Schrei.
Die Welt um Draco herum schien zu schrumpfen, bis es nur noch ihn, James und den harten Schwanz in seinem Mund gab. Er schmeckte den salzigen Lusttropfen, spürte, die glatte und doch so heisse Haut, hörte James Wimmern, spürte die Hände, die in seinem Haar verflochten waren und ihn irgendwann einfach nach oben zogen. Heisse Lippen suchten gierig die seinen, während Hände fahrig seinen Körper erforschten und mit ungeschickten Bewegungen versuchten seine Hose zu öffnen. Wie es genau geschehen war, konnte sich Draco nicht erklären, aber irgendwann hatte James ihn zu sich hochgezogen und sie, noch während sie sich küssten gedreht, so dass jetzt Draco auf dem Rücken lag und er ihn betrachten konnte.
Gierige Blicke wanderten über den auf dem grünen Lacken ausgebreiteten Körper, hinterliessen brennende Spuren, denen kurz darauf Hände und Lippen folgten. Die Frage nach dem Gleitgel war schnell beantwortet und als Draco zum ersten Mal James Finger an seinem Eingang spürte, konnte er einen Aufschrei nicht unterdrücken und drängte sich den Fingern entgegen. Für eine sorgfältige Vorbereitung waren sie beide schon viel zu weit und viel zu erregt. Nur wenig später spürte Draco wie James doch irgendwie vorsichtig in ihn eindrang. Vielleicht war es der Alkohol, vielleicht die Tatsache, dass sie beide schon mehr als genug Vorspiel gehabt hatten, aber bereits nach wenigen Stössen ergoss sich James mit einem lauten Stöhnen in Draco, während er sich an dessen Schultern festklammerte und den Anderen mit sich riss.
Farben verformten sich vor Dracos Augen zu blitzenden Wirbeln und Blasen, die grösser wurden und wieder zu schrumpfen schienen bevor alles in einem Blitzlichtgewitter explodierte, als er spürte, wie sich James in ihm ergoss und ihn mit sich nahm. Nur langsam beruhigte sich sein Atem wieder, nur langsam wurde ihm bewusst, dass es eigentlich nicht möglich sein sollte, dass sein Bett schwankte, aber er fühlte sich so warm und geborgen, dass es nicht viel brauchte, bevor er die Augen schloss und wenig später eingeschlafen war.
