A/N: Wie versprochen, ein neues Update. Dank den Reviews hab ich wieder Spaß an der Story gefunden und ich hoffe ich bin da nicht die Einzige :o)

Vielen Dank an Simone für die Review.

Ich weiß dieses Kapitel ist ein wenig hektischer und harscher als der Rest aber das nächste wird dafür wieder etwas romantischer.


Die Aufzugtür öffnete sich und Chuck fiel ein, was er durch seine Freude vollständig verdrängt hatte.

„Chuck, meine Junge! So gut dich zu sehen!" sagte Jack freudestrahlend und breit grinsend.

Blair erstarrte. Sie wusste wer Jack war und sie wusste, dass dies kein gutes Zeichen war. Sie drehte sich um, um Cathys Reaktion abzuwarten.

xoxo

„Also Bart. Du und Lily van der Woodsen?" grinste Cathy als sie Bart ihr Glas Wodka aus der Hand nahm.

„Ja. Ich und Lily Bass." erwiderte er streng.

„Stimmt. Sorry. Wie hat Chuck es aufgenommen?" Cathy wusste, dass diese Diskussion weit außerhalb ihres Rahmens war. Es war absolut unpassend, dass sie, das kleine Mädchen dem seine Ehefrau Misty früher Zöpfe geflochten hat, ihn jetzt in ein Kreuzverhör verwickelte. Aber sie wollte wissen wie Chuck gestrickt war um sie zu bewahren, was Cathy selbst mit …. dem anderen Bass mitgemacht hatte.

Leider, leider war Bart ein überaus cleverer Mann mit einem gewissen Feingefühl. „Was genau willst du von ihm wissen?" fragte Bart.

Cathy war überrascht und er lächelte. Sie nickte und ihr Gesicht wurde ernst. „Bart, weißt du von Chuck und Blair?" Bart schüttelte überrascht den Kopf. „Bart, kann ich dir vertrauen?" Bart nickte einmal. „Gut. Also Blair ist in Chuck verliebt und er empfindet offensichtlich auch etwas für sie. Irgendwie haben die Beiden es dann aber geschafft den Karren soweit an die Wand zu fahren. Bis jetzt."

„Und was genau kann ich dabei tun?" fragte Bart.

„Versuch ihm Vernunft und Anstand einzureden." sagte Cathy in sehr verbindlichen Ton. „Du weißt das Blair wie eine Schwester ist."

Bart nickte und sie lächelte ihn an.

„Du weißt immer noch wie man die guten Frauen auswählt, was Brüderchen?" kam eine schnippische, kalte Stimme von der Eingangshalle.

Cathy und Bart erstarrten. Und auch der Rest des Raumes wurde ruhiger. Chuck und Blair standen zwischen Küche und Eingangshalle und betrachteten die Szene. Chuck schluckte.

„Jack. Was für eine Überraschung." sagte Bart kalt.

„Nun ja, ich konnte doch diese wunderbare Party nicht verpassen." sagte Jack mit einem schiefen Lächeln als er auf die Bart zuging. „Oder diese wundervolle Gesellschaft." sagte er so leise das nur Bart und Cathy es hören konnte, als er vor ihnen stehen blieb.

Das Gespräch im Raum wurde wieder lauter, nur Harold, Eleanor und Roman blieben stumm. Roman verstand nicht worum es ging, aber er spürte das dieser Mann gerade etwas bewirkt hatte.

„Hallo Catherine." sagte Jack mit dem Versuch eines charmanten Lächelns.

Sie antwortete erst nach einer Weile. „Was zur Hölle willst du hier?" fragte sie gereizt. Der Rest der Waldorffamilie inklusive Lily und Chuck näherten sich um mithören zu können.

„Naja, du wurdest als Verstärkung hierher bestellt. Und bei mir dasselbe, meine Hübsche." sagte Jack zuckersüß.

Cathy, Blair und Bart warfen Chuck einen ungläubigen Blick zu. Er schluckte, knirschte mit den Zähnen und schaute auf den Boden.

„Ich kann es nicht glauben, Chuck." sagte Blair entrüstet.

Cathy schaute auf den Boden und sagte leise „Ich möchte bitte gehen." Ihre Stimme brach. Die Erinnerung überrannte sie und sie war dafür nicht gewappnet. Eigentlich hätte sie die anderen nicht fragen müssen um zu gehen, doch das war genau der Anstand der den Waldorfs anerzogen wurde.

„In Ordnung." sagte Eleanor. Sie griff Cathy am Arm und auch Blair. Sie verabschiedeten sich von Bart und verließen die Party. Zurück blieben ein gehässig gut gelaunter Jack, ein wütender Bart und ein innerlich zerrissener Chuck.


Die Waldorfs saßen wortlos in der Limousine. Blair saß neben Cathy und schaute sie an. Cathy hatte die Arme vor der Brust verschränkt und starrte konzentriert aus dem Fenster. Blair griff nach ihrer Hand. Und Cathy schenkte ihr ein kleines Lächeln.

Blairs Handy klingelte plötzlich. Es war eine Nachricht.

Und nun? – C

Blair hatte keine Antwort aber sie war zu wütend auf ihn.

Warum hast du das getan? – B

Ich weiß es nicht. – C

Blair schüttelte den Kopf und schloss wütend ihr Handy. Cathy schaute zu und lehnte sich dann zu ihr herüber.

„Blair, tu das nicht. Chuck ist nicht Jack." flüsterte sie.

„Ja aber er ist ein manipulatives Schwein. Er wusste was Jack hier auswirken würde." wisperte sie zurück.

„Blair, ich kann es zwar selbst nicht glauben, dass ich einen Bass verteidige aber Bart ist ein anständiger Mensch und Misty war eine wunderbare Frau. Irgendwo in Chucks Genen ist das drin. Und ich hab dir eben genug zugesehen um zu wissen, dass du ihn liebst. Wirf das nicht weg aus falscher Solidarität mit mir." sie sprach einen Tick lauter als geplant.

„Wen, Blair?" fragte Harold fürsorglich.

Sie schaute sich nervös um. Doch Cathy nickte ihr ermunternd zu.

Blair nahm einen tiefen Atemzug. „Chuck Bass."

Die Münder von Eleanor und Harold formten sich zu einem großen O. Roman strahlte über das ganze Gesicht.

„Liebe! Wonderful!" sagte Roman gut gelaunt.

Harold und Eleanor gaben ihm einen tödlichen Blick.

„Aber was ist mit Nate, Blair?" fragte Harold bestürzt.

„Nate steht nicht mehr zur Auswahl." sagte Catherine bestimmt. Harold sah sie verwirrt an. Widerworte von ihr waren selten. Allerdings erinnerte er sich daran, dass die letzten ebenfalls einen Bass beinhalteten.

„Chuck Bass genauso wenig." schnappte Eleanor zurück.

„Warum nicht, Mom?" fragte Blair streng.

„Blair, ich bitte dich. Er ist der Playboy an der Upper East Side. Willst du sein Liebchen werden nur um nachher gebrandmarkt zu sein?" fragte Harold sanft.

„Sag es ruhig Harold. So wie ich." ergänzte Catherine.

„Ja, wie du." sagte Eleanor resigniert.

„Ich bin nicht stolz darauf. Ich war dumm. Seid froh, dass eure Tochter schlauer ist und Chuck der Sohn von Misty, daher kann er nicht grundverdorben sein wie Jack." antwortete Cathy.

Blair tippte eine Antwort.

Meine Eltern wissen es jetzt. Und ich will bei dir sein. – B

Wir sollten darüber reden. Morgen vor der Schule – C

Ich bin pünktlich – B


Am nächsten Morgen weckte Cathy Blair mit einem Sprung auf ihr Bett.

„Cathy, es ist noch so früh." jammerte Blair.

„NAIEN, heute ist dein – nein, euer – großer Tag. Steh auf, du musst gut aussehen."

„Na gut." sagte Blair, stand auf und ging ins Bad. Sie gab Cathy einen bitterbösen Blick, als diese sich in die Kissen fallen ließ und sich auf die Seite rollte. Es war 6.10 Uhr. Blair hatte also noch über eine Stunde bevor sie eigentlich hätte aufstehen müssen.

Als Blair soweit fertig war, kam auch Cathy fertig angezogen in ihr Zimmer.

Blair trug eine hübsche Bluse mit Rüschen am Kragen, einen blauen, karierten Rock und ein blaues Haarband. Weißte Strümpfe und schwarze Lackschuhe.

„Du siehst gut aus!" sagte Cathy anerkennend.

Cathy hatte eine ihrer engen dunkelblauen Hüftjeans an, einen weißen, enganliegenden Pullover und rote High Heels.

„Du auch. Was hast du vor?" fragte Blair.

„Ich bring dich zur Schule."

„Du willst das Szenario live sehen."

„Darauf kannst du wetten, Kleines."


„Serena!" rief Chuck durch den Flur. Serena saß mit Eric, Lily und Bart am Frühstückstisch und war sehr erstaunt ihren Namen von ihm zu hören. Sie stand auf und ging zu Chucks Zimmer.

„Ja bitte?" fragte Serena genervt.

Chuck stand vor dem Spiegel. Er hatte eine helle Stoffhose, ein blaues Hemd und einen dunklen blauen Pullunder an und hielt zwei Bowties in der Hand. Eine fliederfarbene und eine grüne. Er hielt beide hoch. Serena sah ihn verwirrt an.

„Bitte, sag einfach welche."

„Grün. Was ist los, Chuck? Warum so nervös?" fragte Serena mit einem schiefen Lächeln.

Chuck gab ihr einen geringschätzigen Blick und kostete den Moment aus. „Blair und ich werden heute Geschichte schreiben."

Serena machte große Augen und war zutiefst überrascht. Er meinte es ernst.


Chuck hatte Serena und Eric eine Viertelstunde früher als gewöhnlich in die Limo gescheucht um ja vor ihr da zu sein. Er ging die Treppe zum Schulhof zügig hoch, um eine gute Sicht auf die Straße zu haben und sie ankommen zu sehen.

Wäre er so aufmerksam wie Eric und Serena gewesen, hätte er bemerkt, dass sich die kleinen Schultyrannen Penelope, Iz, Nellie, Hazel und seit neustem Jenny Humphrey an dem breiten, antik wirkenden Steingeländer der Treppe neben einander standen um zu frühstücken.

„Das kann nichts Gutes bedeuten." sagte Eric leise zu Serena. Sie nickte nur und schaute sich den Trupp an. Jetzt, da Blair nicht mehr die Anführerin ihrer kleinen Gruppe war und sie alle noch etliche offene Rechnungen mit Blair würde Schule in nächster Zeit noch nervenaufreibender als sonst.


(AN: Ganz wichtig bei diesem Teil: Bitte aufmerksam durchlesen und versuchen sich es vorzustellen. Es ist immer schwierig mit Worten solch eine spannende Situation zu umschreiben, aber ich habe mir beste Mühe gegeben!")

Cathy und Blair bogen um die Ecke in die Straße der Schule.

„Warum laufen wir nochmal?" fragte Blair schnippisch und nahm einen Schluck aus ihrem To-Go-Becher mit Kaffee.

„Weil ich diesen Kaffee wollte. Und meine neuen Heels wollten ausgeführt werden."

„Und du dich so optimal gegenüber der Schule positionieren kannst um dir das was gleich passiert anzusehen." entgegnete Blair mit einem breiten Lächeln.

„Ganz genau. Also wenn wir auf gleicher Höhe gegenüber sind, kannst du über die Straße. Ich warte dann da auf die Show."

Blair rollte die Augen aber lächelte. Sie erreichten die Höhe der Schule und Blair schaute aufmerksam links und rechts. Nichts war gefährlicher als in New York unbedacht über eine Straße zu laufen. Als die Gelegenheit günstig war, machte Blair einen kleinen Run über die Straße. Cathy hatte in der Zwischenzeit ihr Handy ausgepackt und filmte es. Blair war ein riesiger Kitschfilm-Fan und was könnte kitschiger sein als ihre persönliche Réunion mit Chuck? Sie hatte Serena gebeten, dass selbe zu tun, um die Videos dann zur passenden Gelegenheit einzubringen.

Blair hatte die Straße überquert und schaute die Treppe hoch. Serena und Eric standen am linken Rand, komischerweise mit ihrem Handy in ihre Richtung gedreht. Aber das war bei weitem nicht so interessant wie der dunkelhaarige Junge der am oberen Rand in der Mitte der Treppe stand und zu ihr herunter lächelte. Blair hatte nur Augen für ihn. Sie hatte fast die Mitte der Treppe erreicht, als er auf sie zu kam. Nur noch drei Meter….

„Blair!" rief jemand über ihr. Sie hatte gerade einen Fuß angehoben um die nächste Stufe zu nehmen, als sie ihren Kopf hochhob und nach der Stimme schaute. Doch stattdessen traf sie ein Ladung Wasser im Gesicht. Sie verlor ihr Gleichgewicht und fing an mit dem Armen zu rudern. Es kam ihr alles wie in Zeitlupe vor, sie konnte ihre Balance nicht mehr erreichen, sie nahm das Gelächter, dass bereits vor dem Wasser gestartet hatte und den Schrei der danach erklang nur verschwommen wahr….Blair merkte wie sie langsam nach hinten kippte.

„BLAIR!" ein Schrei von der anderen Seite der Straße erfolgte in dem Moment als Blair von dem Wasser getroffen wurde und anfing zu straucheln. Cathy sah die Szene hilflos mit an, sie dachte nicht nach und lief einfach los. Reifen quietschen und mit Schock sah sie ein Auto rechts von sich nur noch einige Meter entfernt…..

Chuck umfasste Blair. Er hatte blitzschnell reagiert und nach ihr gegriffen. Sie fand ihr Gleichgewicht wieder und ließ sich gegen Chuck fallen. Er hatte sie vor dem Sturz die Steintreppe hinunter gerettet, doch er schaute sie nicht an, er schaute mit Horror über ihren Kopf hinweg auf die Straße. Blair drehte binnen einer Millisekunde sich herum…

Cathy wartete auf den Aufprall, es war zu spät um zu reagieren, doch plötzlich wurde sie von zwei starken Armen von hinten erfasst und zurück auf den Bürgersteig gezogen. Der Mensch zu dem die starken Armen gehörten, hatte blitzschnell gehandelt und sie gerettet. Doch als sie sich herumdrehte, traf sie fast der Schlag…

Chuck sah Cathy auf die Straße laufen. Genau in dem Moment in dem er Blair gefasst hatte, hatte sie geschrien und er hatte aufgeschaut. Alles war so schnell passiert. Sie lief einfach los und Autos quietschten scharf als ein Mann sie von hinten ergriff und zurück auf den Bürgersteig hob.

Nun, da der Schreckensmoment herum war und Blair sicher an ihn gelehnt vor ihm stand konnte er den Mann genauer begutachten. Und er kannte ihn nur zu gut.

„Du solltest besser aufpassen, bevor du einfach auf die Straße läufst, Prinzessin." sagte Jack mit einem Lächeln.

Cathy war zu geschockt um irgendetwas zu sagen. Sie starrte ihn nur mit einer schrägen Mischung aus Entsetzen und Freude an. Erst als sie aus dem Augenwinkel sah, wie Chuck und Blair die Straße in ihrer Richtung überquerten, fasste sie den Mut zu sprechen.

„Vielen Dank." flüsterte sie ihm gerade laut genug zu.

„Für dich, jederzeit." sagte Jack mit einem typischen Bass-Grinsen.

„Cathy!" sagte Blair als sie den Bürgersteig erreichte. Cathy zog sie in eine Umarmung.

„Bist du okay, Blair?" sie musterte sie und begutachtete ihr Gesicht. Der Mascara war wegen den Wassers verlaufen und auch das Rouge sah durch das Wasser ein Tick zu rot aus.

„Ob ICH in Ordnung bin? Was ist mit dir? Du wurdest gerade fast überfahren!" sagte Blair mit Entsetzen in der Stimme.

„Ja, und du bist fast rückwärts eine Steintreppe herunter gefallen." schnappte Cathy zurück.

„Glücklicherweise," sagte eine gespielt ölige Stimme seitlich der Frauen „waren genug Bass' vor Ort um auf ihre favorisierten Waldorffrauen aufzupassen." Jack und Chuck grinsten beide mit ihrem üblichen schiefen Lächeln.

„Also, ich würde ja sagen, wir haben uns eine Belohnung verdient. Was meinst du, Neffe?"

„Absolut, Onkel."

Cathy tauschte einen Blick mit Blair aus.

„Lunch." sagte Blair.

„Dinner." entgegnete Chuck.

„Okay, heute um 8." sagte Cathy. 8 Uhr hieß, danach war keine Zeit mehr für sonstige Ausflüge da am nächsten Tag Schule sein würde.

„Freitag, halb acht." sagte Jack bestimmt.

Cathy schaute Blair an und sie nickte.

„Okay, dann steht das." Die vier beäugten sich einen Moment, ehe Chuck die Stille brach.

„Blair, wir sollten wieder darüber gehen, bevor Serena Eric und Nate die Arme gebrochen hat." sagte er während er auf die Szenerie auf dem Schulhof deutete. Serena schrie wie verrückt mit dem Clan um Jenny Humphrey und Eric und Nate gaben sich alle Mühe sie zurückzuhalten. Es brauchte immer eine Menge um Serena van der Woodsen aus der Haut fahren zu lassen, aber der Horror über die Attacke auf Blair und den Schock über den beinahe Unfall von Cathy hatten Hulk-Serena zum Vorschein gebracht. Blair nickte Chuck zu.

„Ein Moment noch." sagte Cathy zu den Beiden. „Ich möchte, dass ihr beiden nichts unternehmt. Ich werde das regeln, klar?" Die Beiden nickten und gingen zurück um Eric und Nate zur Hilfe zu eilen.

„Und was machen wir beide Hübschen jetzt?" fragte Jack unschuldig.

„DU kannst tun, was du immer am besten konntest. Dich in Luft auflösen. Bis Freitag." sagte Cathy kühl, drehte sich herum und ging. Sie brauchte Zeit darüber nachzudenken und das ging am Besten beim Pläne schmieden. Sie rief sich ein Taxi und sagte dem Fahrer, er solle zu der BAG Galerie in Brooklyn fahren.