Weihnachtsgedicht
Von Chrissi Chaos
Hört ihr wie die Glocken klingen
rundherum die Englein singen
Die stille Zeit – so nennt man das
Weihnachten macht einfach Spaß
Harmonie wohin man schaut
wenn auch auf Lügen oft gebaut
Überall ist Weihnachtspracht
dass einem s'Herz im Leibe lacht...
Doch einer hält das kaum noch aus
der ganze Pomp ist ihm ein Graus
Glitzerzeug und der Dekowahn
macht ihn überhaupt nicht an
Tannenbaum und Weihnachtslieder
sind dem Mann zutiefst zuwider
Wenn er könnte würd' er fliehen
und sich irgendwohin verziehen
wo kein liebliches Geklingel
und keine süßen Plätzchenkringel
kein Mistelzweig und auch kein Punsch
ihn mehr erwischt – das wär' sein Wunsch...
Doch jedes Jahr trifft es ihn wieder
der Harmoniezwang streckt ihn nieder
und er tritt an, mit flauem Magen
an den so frohen Weihnachtstagen
und hofft, sie mögen schnell vergehen
die falsche Pracht im Wind verwehen,
die Heuchelei und der versteckte Neid
und die nur aufgesetzte Freundlichkeit
der Frieden, der nur vorgegaukelt
und den, der's mag, in weihnachtsseeligen Schlummer schaukelt,
hofft, dass das Leben sich wieder entblößt
die bunte Weihnachtsrobe raschelnd fallen lässt
und nackt sich präsentiert – unschön, aber ehrlich
denn diese Maskerade hält er für entbehrlich
Und so vergehen für den Tränkemeister
zäh die Weihnachtstage, wie Tapetenkleister
Wie eingefroren harrt er still und stumm
in all dem Jubel um ihn rum
wünscht sich verzweifelt ab und zu sogar
auch er fänd' Weihnachten ganz wunderbar
Mir geht's ganz ähnlich wie dem Mann
der Weihnachten nicht leiden kann...
Der aufmerksame Leser fragt nun sicher ob
ich's Snape nicht einfach in die Schuhe schob.
Da hat er Recht, ganz sicherlich
das wirklich schwarze Weihnachtsschaf bin ich.
Aber lasst euch nicht verdrießen,
von Snape und mir den Spaß vermiesen!
Ein frohes Fest und schöne Tage
...und das mein ich auch so, wie ich's sage!
