Derek

„Hey Reese!" Rief einer seiner Kameraden dem halb Schlafenden zu.

Derek Reese öffnete zunächst ein Auge halb, um zu erkennen zu geben, dass er wach war.

„General Weaver will Dich sehen", ergänzte sein Gegenüber, bevor dieser sich umdrehte und ihn wieder allein lies.

Jetzt öffnete er beide Augen. ‚Was will den der Drachen von mir?' Fragte er sich. Er erhob sich, streifte seine Uniform und Schuhe über und beeilte sich zu General Weaver zu kommen. Auf dem Weg dorthin schloss er alle Knöpfe und band sich halb Hüpfend die Schuhe zu. General Weaver lies man besser nicht warten.

General Weavers Tür stand offen und zu seiner Verwunderung stand Katie vor deren Schreibtisch. Die blonde Frau war in seiner Einheit. Er fand es zwar nicht gut, dass Frauen kämpften aber Katie war die Hölle von einem Kameraden. Zwei mal schon hatte sie ihm den Arsch gerettet. Ganz anders war seine kleine Schwester Allison, von der er nur wusste, dass sie im Connor-Camp war. Gerüchten zufolge sollte da mehr Metall rumlaufen als Menschen und er sorgte sich deshalb etwas um die kleine Allie. Er war froh, dass Weaver darauf verzichtet hatte seiner Einheit ebenfalls Maschinen zuzuteilen.

„Kommen sie herein Reese", sagte Weaver mit auffallend schottischem Akzent.

Reese trat bis vor den Schreibtisch und nahm Haltung an. „Melde mich wie befohlen General!"

„Sergeant, sie sind zu einer Sondermission ins Connor-Camp befohlen worden." Eröffnete ihm Weaver.

„Läuft Metall amok? Bisschen schrotten angesagt? Fragte er halb scherzhaft.

Weaver warf ihm einen Blick zu, der Derek den Schweiß auf die Stirn trieb. „Solche Unverschämtheiten sollten sie sich dort nicht erlauben."

„Sir, jawohl Sir!" beeilte Derek sich zu sagen. Er überlegte einen Augenblick, „Sir darf ich offen sprechen?"

Weaver zog eine Augenbraue in die Höhe. „Sprechen sie."

„Sir, Gerüchten zufolge soll Connors Frau ebenfalls eine Maschine sein." Derek fühlte sich sichtlich unwohl.

Weaver sah ihn solange scharf an, bis er den Blick senkte. „Nun Sergeant, dieses Gerücht entspricht den Tatsachen. Colonel Cameron Connor ist in der Tat eine Maschine, ihre Biologische Tochter deren Patin ich zu sein das Vergnügen habe ist es aber nicht. Sie sollten sich also herablassende Bemerkungen verkneifen. Riley-Sarah Connor ist was das betrifft sehr empfindlich. Sie werden umgehend ihre Sachen packen und sind dann in einer Stunde abmarschbereit."

Derek war aufgesprungen, „jawohl Sir!"

„Wegtreten", schnarrte Weaver.

Derek drehte sich auf der Stelle. „Biologische Tochter, Schwachsinn. Maschinen gehören verschrottet, zu nichts nutze das Pack" Flüsterte er fast unhörbar. Er verharrte vor Horror bewegungslos auf der Stelle, als eine Glänzende Metallanze an seiner Brust vorbeischoss und in der Wand steckenblieb.

„Sergeant, was glauben sie wohl, weshalb sie noch immer am Leben sind?" Hörte Derek Weaver fragen.

Als sich nun die Lanze wieder zurückzog verfolgte er die Spitze mit den Augen, wie sie sich langsam an ihm vorbeibewegte und sich währenddessen in einen Arm zurückverwandelte. Zuletzt blickte er in Katies Wütendes Gesicht, deren Arm gerade den silbrigen Schimmer verlor. Er fühlte sich auf einmal betrogen. Sie, der er am meisten vertraute war eine Maschine. Er hatte mit ihr schon im selben Schlafsack gelegen, als sie einmal außerhalb des Bunkers Kampieren mussten. Ihr Kopf hatte auf seiner Brust gelegen. Er hatte sie sehr gemocht, fast hätte er mit ihr geflirtet, nun aber fühlte er das Verlangen zu Duschen.

Als er mit seiner Ausrüstung zum wartenden Jeep kam, saß Katie bereits auf dem Rücksitz. Derek stutzte kurz, setzte sich dann aber neben den Fahrer. Katie hatte ihn nur kurz angesehen aber dann emotionslos und demonstrativ in die andere Richtung geblickt. 'Gut, ich will ohnehin nicht mit ihr reden', dachte er verbittert.

Sie waren mehr als eine halbe Stunde unterwegs, als sie plötzlich unter Feuer gerieten. Der Fahrer wurde fast sofort getroffen. Während Derek ans Steuer des Wagens griff, um diesen wieder unter Kontrolle zu bringen. Katie indes hatte ihr Gewehr genommen und sah sich nach dem Heckenschützen um. Schließlich gelang es Derek den Wagen zu stoppen. Sie sprangen aus dem Fahrzeug heraus, und sahen sich mit angeschlagener Waffe um. Als sich dann ein Dutzend Leute um sie herum aus den Trümmern erhoben, die Waffen im Anschlag, wurde ihnen schlagartig klar, dass sie in einen Hinterhalt von Räubern geraten waren.

„Na wen haben wir denn da?" Fragte ein fast zwei Meter großer Kerl, offensichtlich der Anführer, da er jede Menge Selbstsicherheit ausstrahlte.

Er umrundete Katie und leckte sich dabei mehrmals über die Lippen. Dann griff er nach Katies Plasmagewehr, während ein Anderer Dereks M16 an sich nahm.

Weder Derek noch Katie protestierten, da 11 Waffen auf sie gerichtet waren. Der Anführer der Gruppe sah auf Katie herunter und begann übergangslos ihre Uniformknöpfe zu öffnen.

Derek fühlte einen ungeahnten Groll in sich aufsteigen, war sich aber der Waffen bewusst, die auf ihn gerichtet waren. Er konnte sehen, dass gerade Katies Uniformblusenknöpfe geöffnet wurden.

Katie indes sah zu Derek hinüber. Sie bedeutete ihm mit den Augen nach unten zu sehen. Er sah auf ihre Hände, sie gab ihm Zeichen.

Während der Kerl mit dem Messer ihren BH aufschnitt und ihre Brüste freilegte, wiederholte sie die Botschaft nocheinmal, bis Derek fast unmerklich nickte.

Katie bewegte sich allmählich auf den Mann vor sich zu, dabei blickte sie ihn lüsternd an. Sie legte langsam die Arme um ihn und dirigierte ihn in Position. Als sie ihre berechnete Position erreicht hatte gab sie Derek ein Zeichen.

Derek lies sich fallen. Keine Sekunde später wurden seine beiden Bewacher von Katies Lanzen durchbohrt. Noch bevor er auf dem Boden aufschlug hatte Derek nach seiner Waffe gegriffen. Entsichern, Anlegen und Schießen waren Eines.

Katie drehte sich mitsamt des großen und schweren Mannes herum und tötete die nächsten zwei Gegner, während Derek einen Gegner nach dem Anderen tötete.

Der Letzte hatte einen Granatwerfer und legte auf Derek an. Katie sah dies und brachte sich und den Anführer der Bande zwischen den Granatwerfer und Derek.

In diesem Moment war es dem Mann mit der Waffe egal, dass sein Boss in der Schusslinie war. Die Granate schlug in den Anführer der Bande ein und explodierte.

Als die Granate explodierte und den Anführer zerfetzte, wurde Katie in einen Schutthaufen gewirbelt, während Derek den verbliebenen Räuber tötete.

Als Derek sicher war, dass keiner der Räuber mehr lebte, sah er sich nach Katie um. Er sah sie in einem Schutthaufen liegen. Als er sich ihr näherte, sah er, dass ihr Oberkörper an einer Seite gespalten war. Ihre Augen waren Blicklos in den Himmel gerichtet und sie war über und über mit den Resten des toten Anführes bedeckt.

Derek drehte sich herum, er konnte den Anblick seiner toten Freundin nicht mehr ertragen. Derek setzte sich auf den Boden mit dem Rücken zu den Überresten.

'Warum trauere ich, sie war nur eine Maschine?' dachte er, während Tränen seine Wangen hinunterliefen.

Er ging zum Wagen und holte eine Decke. Mit gesenktem Kopf ging er zurück zu der Maschine, die ihm soviel bedeutete und die er für das hasste, was sie war.

„Derek?" Hörte er plötzlich eine Stimme vor ihm.

Als er den Kopf hob stand sie da. Die fetzen ihrer Uniform, hingen um ihre perfekte Figur. Derek konnte nicht anders als sie anzustarren, wie sie Schritt für Schritt lächelnd auf ihn zu kam.

Als sie einen Meter vor ihm stehenblieb konnte er nicht anders. Er kämpfte einen Augenblick mit sich selbst, bevor er sie in seine Arme zog.

„Wie?" Fragte er einfach nur.

„So leicht bin ich nicht zu zerstören, ich brauchte nur einen Augenblick", sagte sie leise.

„Ich hasse Maschinen", sagte er und drückte sie fester an sich.

„Ich weiß", entgegnete sie. Langsam löste sie sich von ihm und sah zu ihm auf.

Er sah auf sie hinab. Schließlich verringerte er die Distanz, bis sich ihre Lippen berührten. Schließlich wurde der Kuss intensiv und sie schmiegte ihren Körper an ihn.

Sie hatten den toten Fahrer auf den Rücksitz gelegt und fuhren weiter. Derek hatte Katie seine Jacke überlassen, da ihre völlig zerstört war.

Derek sah immer wieder zu der Maschine auf dem Fahrersitz hinüber. „Du bist keine Frau, Du bist nichteinmal ein Mensch", sagte er schließlich.

„Ich bin das, was ich mich entschieden habe zu sein, als ich mich John Connor anschloss. Die Frau, die ich gewählt habe mein Vorbild zu sein, starb bei meinem ersten Einsatz." Entgegnete sie.

„Vorbild?" Fragte er erstaunt.

„Wir können nur Das nachbilden, was wir berühren." Antwortete sie.

„Und Gefühle?" Fragte er mit gesenktem Kopf.

„Ich bin ein T1001. Uns wurde von Skynet die Möglichkeit gegeben zu fühlen. Das sollte uns zu besseren Infiltratoren machen. Skynet hatte nur nicht damit gerechnet, dass Gefühle uns einen eigenen Willen verleihen. Schließlich hat Skynet unsere Vernichtung befohlen und John Connor hat uns gerettet. Deshalb kämpfen und sterben wir für ihn", erklärte sie.

„Sterben? Ich dachte..." Entgegnete er verwirrt.

Jetzt lächelte sie ihn an. „Wir sind längst nicht unzerstörbar."

Sie fuhren eine Zeit lang in Stille. Als sie sich almählich dem Connor-Camp näherten. Sahen sie ein Braunhaariges etwa 16 Jahre altes Mädchen, das mit einer irrsinns Geschwindigkeit auf sie zu lief und dann kurz vor ihnen abbog.

Katie hatte angehalten und Derek sah dem Mädchen verwundert nach. Als er wieder nach vorne sah, sah er eine Frau in die selbe Richtung rennen. Sie machte teilweise riesen Sprünge. Noch bevor sie sie richtig erkennen konnten sprang sie über einen Schuttberg an der Seite.

„Metall!" Stieß Derek wütend hervor und griff nach seinem Gewehr. Er sprang aus dem Jeep und lief in die Richtung, die das Mädchen eingeschlagen hatte.

„Derek!" Rief Katie noch hinter ihm her, bevor sie ebenfalls aus dem Jeep sprang und ihm schnell folgte.

Er stand bereits auf einem Schuttberg und hatte angelegt. Sie sahen die Frau und das Mädchen in einiger Entfernung, wie sie sich gegenüberstanden.

Katie konnte gerade noch Dereks Waffe zur Seite schlagen. Der Schuss, der dem weiblichen Terminator gegolten hatte verfehlte ihn um einige Meter.

„Warum hast Du das getan!" Fragte Derek Katie wütend. „Die Maschine hat das Mädchen gejagt."

Katie legte eine Hand auf Dereks Schulter. „Derek", sagte sie mit ernstem Gesichtsausdruck. „Du willst doch nicht auf John Connors Familie schießen, oder?"

Als Derek mit verwirrtem Gesichtsausdruck den Kopf in Richtung des Mädchens und der Frau drehte, hatten Diese sich einträchtig bis auf wenige Meter genähert. „Allie?" Stammelte er verwirrt als er die Frau in der Uniform eines Colonels erkannte.

„Siehst du Riley-Sarah, das ist Derek Reese. Sein Motto: erst schießen dann fragen. Sagte die Frau mit Allison Youngs Gesicht.

„Hallo Katie, da hast du uns ja gerade nochmal gerettet." Sagte das braunhaarige Mädchen mit den auffallend grünen Augen mit einem breiten Grinsen und umarmte Katie kurz.

Derek starte noch immer auf Cameron. Plötzlich sprang er zwei Schritte zurück und riss die Waffe an die Schulter. Cameron legte den Kopf auf die Seite, während Riley und Katie ihn nur mit aufgerissenen Augen anstarrten. „Wo ist Allison, was hast Du mit ihr gemacht Maschine?" Spie er förmlich hervor."

„H-hier..." Hörte er plötzlich eine hustende und atemlose Stimme hinter sich. Als er herumwirbelte stand eine weitere Allison vor ihm, die ihm nicht nur die Waffe entriss sondern ihn auch noch an der Kehle packte und auf die Zehenspitzen hob.

Derek kriegte keine Luft mehr und begann bereits Sterne zu sehen. Er schloss mit seinem Leben ab als er mit dem Rest seines Verstandes eine weitere Allison neben der zweiten auftauchen sah. Die dritte Allison legte der Zweiten eine Hand auf die Schulter und als diese sie ansah schüttelte die Dritte nur mit dem Kopf.

Die zweite Allison löste den Griff um Dereks Hals und sah mit schiefgelegtem Kopf interessiert zu, wie dieser Luft schnappend zu Boden ging.

Allison, die eigentliche Allison hockte sich vor den am Boden nach Luft schnappenden Derek, während Katie von der Seite her eine Hand auf Dereks Schulter legte.

Derek blickte zuerst zur Seite auf Katie. „Ich hasse Maschinen", sagte er wieder nur und sie antwortete, indem sie sanft seine Schulter drückte. Derek sah nach oben auf Allison. „Und Du, bist Du Allie oder wieder nur eine Kopie?" Krächzte er das Mädchen vor sich an.

Allison legte eine Hand ein seine Wange, „Cameron und Philips sind so viel mehr als nur Maschinen. So viel mehr...", sagte sie und drehte den Kopf nach rechts und sah ihre kleine Schwester an.

Derek quälte sich auf die Füße, noch immer fühlte sich sein Hals an, als wäre er zusammengedrückt. „Du hast dich also um den kleinen Finger wickeln lassen?"

Allison warf einen kurzen Blick auf Katie. „So wie Du Derek, so wie Du", entgegnete Allison.

Derek drehte wiederum den Kopf und sah auf Katie, dann schlug er die Hände vor das Gesicht. „Oh mein Gott", murmelte er.

„Er ist genau so ein Arsch, wie Dad und Grandma ihn beschrieben haben", sagte Riley-Sarah laut zu ihrer Mutter.

Sie kehrten gemeinsam zum Bunker zurück. Riley fuhr den Jeep mit dem toten Fahrer zurück zum Bunker. Als die Anderen 10 Minuten später eintrafen wurde Derek bereits von John und Sarah Connor erwartet. Letztere stand nur mit überkreuzten Armen da und schüttelte missbilligend den Kopf.

John hatte eine Augenbraue nach oben gezogen als Derek salutierte und sich zur Stelle meldete.

„Meine Tochter hat mir bereits erzählt, dass sie auf meine Frau geschossen haben Sergeant?" Fragte John

„Sir, darf ich offen sprechen, sir?" Fragte Derek.

„Natürlich", entgegnete John

„Ich habe nur ein Mädchen gesehen, dass von einer Maschine verfolgt wurde...Sir", sagte Derek mit einem beleidigenden Unterton.

John hatte seine Tochter entdeckt, die mit wütendem Gesicht Dereks Bemerkung gelauscht hatte. „So, Soldat, ich will hier mal einiges klarstellen. Meine Frau ist in der Tat eine Maschine, sie ist aber auch die Biologische Mutter meiner Menschlichen Tochter und die wiederum möchte sicherlich gerne ein kleines Nahkampftraining mit Ihnen absolvieren.

Derek hatte ungläubig den Worten gelauscht. Die Worte biologische Mutter und menschliche Tochter klingelten in seinem Kopf. „Nahkampftraining Sir?"

„Oh ja Sergeant, oh ja." Sagte John grinsend und lies den verwirrten Derek stehen.

Kaum war John außer Sicht, da stand plötzlich Ein älterer weiblicher Colonel vor ihm. Unter dem Blick von Sarah Connor schrumpfte Derek noch mehr zusammen. Wortlos starrte Sarah Derek einige Zeit lang an. Plötzlich drehte sie sich um und folgte John.

Als nächste stand ihm Cameron Connor gegenüber. In einer absolut menschlichen Geste hob sie eine Augenbraue bevor sie sich umdrehte.

Derek starrte John Connors Frau nach. Dann stand plötzlich Allison vor ihm. „Allie ich..."

„Keine Sorge, Du wirst schon noch verstehen", sagte Allison bevor sie sich umdrehte und ihn ebenfalls stehen lies. Derek sah ihr nach und schüttelte nur den Kopf als er sah, wie Allison Hand in Hand mit der Maschine die ihn fast erwürgt hatte weggingt.

„Na großer Bruder?" Hörte Derek eine vertraute Stimme.

Er sah zur Seite und sah Kyle mit der Schulter an ein Fahrzeug gelehnt.

„Du bist die Lachnummer des ganzen Camps." Kyle schüttelte amüsiert den Kopf. „Auf Cameron Connor zu schießen. Was hast Du dir nur dabei gedacht? Nein, sag nichts. Wenn es um Maschinen geht funktioniert Dein Gehirn nicht richtig."

Bevor Derek etwas sagen konnte sprach Kyle weiter.

„Du solltest sie wirklich kennen lernen. Cameron meine ich. Sie ist so viel mehr als eine Maschine." Nach diesen Worten drehte er sich ebenfalls herum und lies ihn stehen.

Derek dachte er wäre nun alleine aber dann bemerkte er das Mädchen, dass noch dort stand und dem Allem gelauscht hat. Als er sie ansah sah er Wut in ihrem Gesicht. Sie hatte die Augen zusammengekniffen. Und starrte ihn nur an.

Dann ging sie an ihm vorbei. „Morgen früh um halb Acht in der Sporthalle", sagte sie im Vorübergehen.

Derek breitete die Arme aus und lies sie wieder sinken. Dann legte jemand eine Hand auf seine Schulter. Katie war noch da. Ihre Berührung war angenehm. Er fühlte, wie ihn wieder Kraft durchströmte. „Ich hasse..."

Katie legte einen Finger auf seinen Mund, und unterbrach ihn damit. Dann verringerte sie Distanz und lies ihrem Finger ihre Lippen folgen. „Ich weiß", sagte sie zwischen zwei Küssen.

Derek lag in dem Bett, dass man ihm zugewiesen hatte. Er war erstaunt gewesen, dass man ihm ein Einzelquartier zugewiesen hatte. Auf seine Frage hin hatte ihm der Quartiermeister mitgeteilt, dass er für sein Nahkampftraining am Morgen alle seine Kraft brauchen würde. Derek hatte den Mann angesehen als hätte sie dieser nicht mehr Alle. Er fragte sich, was an diesem kleinen Mädchen so besonderes sein sollte. Man hatte ihm versichert, sie sei ein Mensch. Dahingehend machte er sich nun überhaupt keine Sorgen.

Es war fast zwölf, als er plötzlich ein Geräusch hörte. Er schaltete schnell das Licht ein und erblickte Katie, die in ihrer Unterwäsche vor seinem Bett stand. „Was willst Du hier?" Fragte er gröber als unbedingt nötig. „Wie kommst Du überhaupt hier hinein, die Tür war die ganze zeit geschlossen.

Katie lächelte ihn an. „Der Spalt unter der Türe ist groß genug für mich.

„Was willst Du hier?" Warum trägst Du nur deine Unterwäsche?" Fragte er ohne nachzudenken.

„Ich trage keine Unterwäsche", sagte sie lächelnd. Er riss erstaunt die Augen auf, als sie kurz silbern schimmerte und dann nackt vor ihm stand. Er starrte sie etwa eine Minute an, bevor er sich zur Wand drehte. „Du bist eine Maschine, egal wie schön Du auch bist, es ist nicht echt", sagte er.

Als sie nun wieder in ihre Unterwäsche gekleidet zu ihm ins Bett stieg wehrte er sich nicht. Auch nicht, als sie sich von Hinten an ihn schmiegte und die Arme um ihn legte.

Seine Hand wanderte nach hinten. Als er an ihrer Hüfte wieder die Unterwäsche fühlte war er etwas enttäuscht. „Warum...?"

„Schhhh", unterbrach sie ihn, „Du wirst Morgen gegen Riley-Sarah deine ganze Kraft brauchen."

„Was haben immer nur alle mit diesem Mädchen?" Murmelte er noch vor sich hin, bevor er in den Armen der Maschine sanfter einschlief, als jemals zuvor.

Er wachte gegen 6.00 Uhr auf. Noch immer lag Katie hinter ihm und hielt ihn an sich gedrückt. Er fühlte sich ausgesprochen ausgeruht. Vor Allem hatte er sich in ihren Armen sicher gefühlt. „Warum bist Du hier?" Fragte er sie.

„Weil ich dich mag Derek Reese?" Antwortete sie.

„Ja aber,... warum bist Du immer noch hier? Du schläfst doch nicht, oder etwa doch?" Hakte er nach.

Sie fuhr mit den Fingern durch seine Haare. „Nicht wirklich. Ich kann aber meine Denkprozesse soweit reduzieren, dass ich einen ähnlichen Zustand wie Schlaf erreiche. Dann vergeht die Zeit für mich subjektiv schneller. Außerdem wollte ich bei Dir sein.

Jetzt drehte er sich in ihren Armen herum und sah in ihr Gesicht. „Warum?"

„Frag doch nicht so dumm", entgegnete sie. Als seine Hände auf Wanderschaft gingen verschwand ihre Unterwäsche wieder. Als er ihre Brüste streichelte schloss sie die Augen.

„Fühlst Du das?" Fragte er auf ihre Reaktion hin.

Sie öffnete die Augen halb „Oh ja", entgegnete sie leise und Küsste ihn dann leidenschaftlich. Als seine Hand tiefer glitt und einen sensiblen Punkt berührte riss sie die Augen auf und zu seiner Verwunderung sah er Gänsehaut auf ihren Schultern, bevor sie seine Hände weg schob und wieder in Unterwäsche gekleidet aus dem Bett stieg.

„Oh nein, Du solltest Riley-Sarah nicht unterschätzen", sagte sie, bevor sie sich umdrehte. Er sah fasziniert zu, wie sie kurz aufglänzte und dann in eine Uniform gekleidet das Quartier verlies.

Durch die offene Tür sah er Kyle, der Katie grinsend nachsah, bevor er sich von der gegenüberliegenden Gangwand abstiess und das Quartier betrat. Er lehnte sich an die Wand neben der Tür, während sich Derek aufsetzte. „Sie ist eine Maschine", sagte Derek.

Kyle hob erstaunt die Brauen und begann dann übergangslos zu grinsen. Sein Bruder, der keine Sekunde auslies immer wieder zu betonen, dass man Maschinen nicht trauen konnte. Dieser Bruder, der alle Maschinen hasste hatte gerade die Nacht mit einer verbracht.

Sie saßen im Speisesaal und Kyle hatte vergeblich versucht Derek noch einmal eindringlich vor Riley-Sarah zu warnen.

Derek hingegen richtete seine Aufmerksamkeit auf die Umgebung. „Wie viele davon sind wohl Maschinen?" Fragte er?

„Nur ein Paar", sagte Kyle. So viele T1001 gibt es nicht. Und außer Cameron und Private Philips isst keine der Maschinen etwas", entgegnete Kyle.

Derek hörte auf zu kauen. „Die Beiden Essen?" Fragte er erstaunt.

„Nicht so viel wie ein Mensch aber sie Essen und sie verwerten die Nahrung auch," erklärte Kyle.

Derek schüttelte nachdenklich den Kopf.

Als sie kurz vor halb Acht die Sporthalle betraten hatte sich eine große Anzahl Schaulustiger versammelt. „So, wo ist die Kleine denn nun?" Fragte Derek grinsend und sah sich um. Der gesamte Connor Clan einschließlich Allison waren ebenfalls anwesend. Als er Kyle wieder anblickte fragte er: „Nun?"

Kyle grinste ihn an, ging bis zu den Zuschauern rückwärts und zeigte dann wortlos nach Oben.

Als Derek verwundert nach Oben sah, erblickte er Riley-Sarah, die mit einer Hand an einem Griff an der Decke hing und das in etwa 6 Metern Höhe. Er fragte sich, wie das Mädchen dahin gekommen war, als sie los lies. Derek sah entsetzt zu, wie das Mädchen nach unten fiel. Er dachte noch, sie müsse sich jeden Knochen brechen, als sie auch schon auf ihren Füßen aufkam und den Aufprall abfederte und dann in der Hocke blieb.

„Bereit?" Fragte das Mädchen mit einem wölfischen Grinsen.

Als Derek nickte stieß sich das Mädchen ab und flog geradezu in seine Richtung. Dabei drehte sie sich in der Luft und traf seine Brust mit ihren nackten Füßen.

Das ging so schnell, dass Derek nicht mehr reagieren konnte.

Während Derek förmlich rückwärts flog landete Sie auf ihren Füßen. Aufrecht ging sie in Dereks Richtung, der sich gerade wieder hochrappelte.

Während Riley-Sarah grinste und Derek sie nachdenklich ansah, umkreisten sich die Beiden.

Als Derek schließlich einen Ausfall machte und versuchte das Mädchen zu ergreifen, drehte sich Riley-Sarah einfach zur Seite und war dann plötzlich hinter ihm. Sie griff unter seinen Achseln durch und setzte einen Hebelwurf über ihre linke Seite an, der Derek mit einer zweifachen Schraube in der Luft erneut zu Boden gehen lies.

So langsam dämmerte es Derek, dass ihm das Mädchen im Nahkampf überlegen war. Er musste also versuchen, sie auf Distanz zu halten.

Als sie nun wieder versuchte ihn zu packen verlegte er sich aufs Boxen. Er versuchte immer wieder leichte Schläge an ungefährlichen Stellen anzubringen aber auch diese Versuch waren Fruchtlos. Als er schließlich versuchte eine Doublette gegen ihre Schultern anzubringen, die sie spielend abwehrte, erhielt er im Gegenzug einen Schlag, der ihn augenblicklich von den Beinen hob.

Als er mit schmerzendem Kiefer wieder in ihr Gesicht sah, schrie sie ihn wütend an: „Komm schon Soldat! Hör auf zu spielen, ich bin nicht aus Porzellan! Wenn Du nicht langsam anfängst zu kämpfen mach ich Dich so fertig, dass Katie dich 2 Wochen Pflegen muss!"

Mit erwachendem Groll kam er wieder auf die Beine. Mit gesenktem Kopf sah er sie an. Sein wütender Blick veranlasste sie zu einem breiten Grinsen. Der nun folgende Schlagabtausch war von wütenden Hieben diktiert, die Riley-Sarah jedoch allesamt abwehren konnte, bis er schließlich doch noch einen Treffer landete. Seine Faust traf ihr Gesicht sie flog förmlich rückwärts und landete nach einer Rolle wieder auf ihren Füßen. Aus Ihrer Nase lief ein Tropfen Blut, den sie mit dem Zeigefinger abwischte und dann ansah. Erneut grinste sie, als sie den Tropfen von ihrem Finger leckte.

„Schon besser", sagte sie.

Was dann folgte schien unglaublich. Was immer er auch tat, sie war nie da, wo seine Schläge landeten. Sie war so schnell, dass die Zuschauer ihren Bewegungen kaum folgen konnten. Schließlich tauchte sie sogar unter seinen zugreifenden Armen hinweg, glitt durch seine Beine hindurch, griff an seinen Hosenbund und zog ihn in der Rückenlage auf ihre angezogenen Füße. Dann streckte sie die Beine mit viel Kraft und er flog 3 Meter weit, bevor er auf dem Boden aufschlug.

Völlig außer Atem blieb er auf dem Rücken liegen. Er wusste, wann er verloren hatte. Dieses junge Mädchen war einfach viel zu schnell für ihn.

Riley-Sarah ging nun zu ihm und bot ihm ihre Hand als Hilfe.

Er ergriff die Hand und sie zog ihn mit erstaunlich viel Kraft hoch.

„Du bist der Erste, dem es gelungen ist, mich überhaupt mal zu treffen", sagte sie laut zu ihm und klopfte ihm auf die Schulter.

Derek dachte, jetzt wäre sein Ansehen als Soldat ganz zerstört. Dann begannen die Leute zu applaudieren. Zunächst dachte er, das gälte Riley-Sarah Connor. Dann allerdings bemerkte er, dass die Leute ihn ansahen. Einige kamen sogar zu ihm, um dem Sprachlosen zu gratulieren.

Als er zu John Connor hinüber sah, lächelte dieser. Selbst Sarah Connor hatte ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Letztendlich leerte sich die Sporthalle und die Leute ließen ihn stehen. Zum Schluss waren nur noch er, Kyle und Katie anwesend.

„Was war das denn jetzt", fragte er in Kyles Richtung.

„Du bist der große Held", entgegnete Kyle grinsend. „Du bist der Erste, der es geschafft hat, ihr auch nur die kleinste Verletzung zuzufügen. Außerdem hast du es am längsten gegen sie ausgehalten." Entgegnete Kyle.

„Abgesehen von dem T600, den sie hier in der Halle fast mit bloßen Händen demontiert hat", ergänzte Katie und ergriff seinen Arm. Sie lächelte Kyle an und zog den verblüfften Derek aus der Halle.

Kyle sah den Beiden hinterher. „Oh Wunder oh Wunder", sagte Kyle lächelnd und schüttelte den Kopf bevor er sich umdrehte und die Halle in die andere Richtung verlies.

Katie und Derek erreichten Dereks Quartier wenig später. Derek setzte sich aufs Bett, während Katie sich gegen den Schrank lehnte. Derek befühlte seinen malträtierten Körper und verzog vor Schmerzen das Gesicht.

Katie stieß sich von der Wand ab. „Zieh dich aus", sagte sie.

„Wie meinen?" Derek sah sie erstaunt an.

„Ich werde dich ein Wenig massieren, dann schmerzen Deine Muskeln hinterher nicht so. Als er nicht reagierte griff sie nach seinem Hemd und begann es aufzuknöpfen. Er starrte auf ihre Hände als sie das tat. Dann streifte sie sein Hemd herunter. Schließlich griff sie nach seinem Unterhemd und begann es aus seiner Hose zu ziehen.

Derek spürte das verlangen, Katie wegzustoßen. Die verdammte Maschine sollte ihn nicht anfassen. Er ergriff ihre Handgelenke dann sprang er auf. In einem Ausbruch von Hass stieß er sie heftig gegen den Schrank. Er starrte in ihre Blauen Augen.

„Ich hasse Maschinen", quetschte er zwischen den Zähnen durch.

Dann stieß er ihre Hände weg und drehte sich um.

„Ich weiß", sagte sie, als sie ihn vorsichtig von Hinten berührte. Bei der Berührung fuhr er herum. Er ergriff ihren Hals mit den Händen, drückte aber nicht zu. Als er in ihre Augen sah, verebbte seine Wut so schnell, wie sie gekommen war. Seine Hände glitten tiefer über die Erhöhungen unter ihrer Uniformbluse hinweg. Er zögerte.

Sie sah ihn einen Moment an, wie er verwirrt vor Ihr stand, bis sie begriff. „Die Uniform ist echt, Du musst mich schon ausziehen." Sagte sie lächelnd.

Was dann kam erstaunte selbst Katie. Sie hatte erwartet, dass dieser wütende starke Mann ihr die Kleidung förmlich herunterreißen würde aber er war sehr zärtlich. Die nächsten drei Stunden bewies er ihr und allen die an dem Quartier vorbeigingen immer wieder, wie zärtlich er sein konnte.

Als es Zeit zum Mittagessen wurde lag Katie auf seiner Brust und streichelte ihn. „Du solltest etwas Essen." Sie hob den Kopf und drehte ihn, so dass sie in sein Gesicht sehen Konnte.

Seine Finger spielten mit ihrem Haar. „Begleitest Du mich?"

„Ich esse zwar nicht aber ich könnte so tun als ob", lächelte sie ihn an.

„Nicht nötig, ich weiß ja wer Du bist."Sagte er.

„Wer? Wolltest Du nicht Was sagen?" Fragte sie verwundert.

Er zog einen Mundwinkel nach oben. „Ich denke, nach den letzten drei Stunden sind wir über das Was hinaus."

Als sie den Speisesaal betraten, sahen sie in der hinteren Ecke an einem größeren Tisch Kyle, Allison und offenbar eine der beiden Camerons sitzen. Allison winkte ihnen zu, sie sollten hinüberkommen. Derek holte ein Tablett und was zu Essen. Katie wich dabei nicht von seiner Seite. Er bemerkte nicht einmal Jemanden, der Katie oder ihn schief angesehen hätte. Alle nickten ihm nur zu.

Als sie den Tisch erreichten warf Derek Private Philips nur einen kurzen Blick zu dann setzten sie sich gegenüber Allison und der Maschine hin. Kyle saß am Kopfende.

„Es tut mir Leid", sagte die Maschine plötzlich.

Als Derek sie ignorierte, bekam er nicht nur einen schmerzhaften Stoß in die Rippen von Katie sondern auch noch einen Tritt gegen beide Beine. Einen von Kyle, den Anderen von einer Wütend kuckenden Allison.

Derek sah Katie an. „Ich hass..." Der Rest wurde von einem Kuss Katies erstickt.

Als sie sich wieder trennten und Derek sie fragend ansah, hob sie eine Hand und verwandelte ihre 5 Finger in dolchartige Klingen, was Derek resignierend die Augen verdrehen lies.

Als Derek jetzt private Philips ansah antwortete er nicht etwa auf ihre Entschuldigung sondern reichte ihr simpel und einfach die Hand.

Kyle und Allison wussten, dass für Derek dieser Körperkontakt die höchste Form der Anerkennung war. Damit war der Bann gebrochen. Allison legte eine Hand auf seine und Kyle nickte ihm zu. Von diesem Moment an entspannte sich Derek sichtlich und Katie lehnte sich an ihn.

Plötzlich erhielt Derek einen schmerzhaften Schlag auf die Schulter. Verärgert sprang er auf und fuhr herum. Er sah sich seinem schlimmsten Abtraum gegenüber.

Riley-Sarah grinste mal wieder frech und setzte sich an das andere Kopfende des Tisches.

Nachdem sich Derek ebenfalls wieder gesetzt hatte und sich seine Gabel mit Essen in den Mund gesteckt hatte, dauerte es nicht lange, bis private Philips leise anfing zu lachen. Derek sah sie zunächst entgeistert an. Schließlich nahm Private Philips etwas Kartoffelbrei auf ihre Gabel. Und schleuderte ihn auf Derek.

Alle am Tisch verstummten plötzlich und starrten Private Philips an. Derek hatte sich seit dem Treffer nicht mehr bewegt. Allison sah entgeistert auf ihre kleine Schwester, die aber sah nur mit halb zusammengekniffenen Augen auf Derek. Als Dereks Reaktion kam waren die Anderen nicht weniger verwundert als zuvor bei Private Philips Aktion. Sie hatte plötzlich so viel Kartoffelbrei im Gesicht, dass sie nichts mehr sehen konnte. Derek hatte den Brei mit einer geschmeidigen Bewegung seiner Hand von seinem Teller in ihr Gesicht geschleudert.

Private Philips strich sich mit den Fingern ihrer Hand den Brei aus dem Gesicht und sah Derek prüfend an.

Dann, für Alle überraschend grinsten sich Beide gleichzeitig an. Die Anderen am Tisch und auch die Leute in Hörweite, entließen den Atem, den sie angehalten hatten. Selbst Riley, die sonst jede Albernheit mitmachte hatte einen Augenblick befürchtet, es könnte zu einer Auseinandersetzung kommen.

Am Nachmittag erhielt Derek eine Einladung zum Abendessen bei John Connor. Er starrte den Corporal, der die Mitteilung überbrachte sprachlos an. Auch sollte er seine Freundin mitbringen. Derek runzelte die Stirn und sah aufs Bett, auf dem sich Katie rekelte. Derek lächelte als er sah, dass sie die Decke zwischen den Beinen eingeklemmt hatte und einer ihrer Schenkel über der Decke lag.

Sie erreichten das Quartier der Connor Familie. Als Derek klopfte öffnete wenig später eine grinsende Cameron. Es war ein wenig eng in dem Wohnraum, da ein weiterer Tisch hinzugestellt worden war.

Derek war erstaunt, dass außer der Connor Familie, Allison und Kyle auch noch General Weaver, eine weitere rothaarige Frau und ein weiterer Mann anwesend war.

Zunächst stellte man ihm Savannah Weaver und dann den Mann vor. Dieser Mann hieß John-Henry und wurde ihm als strategischer Leiter von John Connors Operationen Vorgestellt. Sein Instinkt sagte ihm, dass dieser Mann eine weitere Maschine war. Savannah Weaver hingegen war eine Intelligente hübsche Frau Mitte 20. Irgendwie war sie so ganz anders als ihre Mutter.

Was sich dann auch dadurch erklärte, dass General Weaver keinen Bissen anrührte. Derek stutzte, als er sah, dass sie nichts aß, als er dann aber zur Seite auf Katie sah fiel es ihm wie Schuppen aus den Augen.

Als Catherine Weaver seine Blicke bemerkte lächelte sie ihn an. „Tja Sergeant, überraschend, nicht wahr?"

„Allerdings General Weaver", entgegnete Derek.

Nach dem Essen räumten Cameron und Riley-Sarah den Tisch ab und setzten sich wieder hin.

Derek wartete geduldig. Er wusste irgend Etwas würde kommen.

„Nun Sergeant, sie sind aus einem bestimmten Grund hier." Eröffnete John Connor.

Als Derek nichts erwiderte wurde Allen klar, dass er damit gerechnet hatte.

John Connor erzählte ihm Alles über Zeitreisetechnik und die Vergangenheit. Er erzählte über Cameron und Riley-Sarah. Schließlich über die Rolle, die Weaver und John-Henry spielten. Einzig die Rolle, die Kyle und er spielten lies John aus."

Nach mehr als einer Stunde schwirrte Derek der Kopf. Er brauchte eine weitere Viertelstunde um alles zu verdauen. „Was hat Das mit mir zu tun?" Fragte er plötzlich.

Jetzt lächelte John. „So wie meine Cameron zu mir geschickt wurde, so werde ich in Kürze Private Philips oder Cameron Philips wie sie heißen wird in die Vergangenheit schicken. Sie kann den jungen John Connor aber nicht alleine unterstützen und wird Hilfe brauchen. Ich frage nun Sie Sergeant, ob sie diesen Auftrag übernehmen würden? Sie müssten natürlich ihren Hass gegen die Maschinen zumindest unterdrücken wenn nicht ganz abstellen. Sie können ebenfalls 3 weitere der besten Leute mitnehmen."

Derek sah die Leute der reihe nach an. „Ich würde gerne Kyle und Katie mitnehmen", sagte Derek.

„Das geht leider nicht. Beide haben schon andere Spezialaufträge akzeptiert." John hatte den Kopf gesenkt damit niemand die aufkommenden Tränen in seinen Augen sah. Cameron legte eine Hand auf seine Schulter, bis er sich wieder gefangen hatte. Auch Riley-Sarah war still, sie wusste genau, was John bewegte.

Derek wurde abgelenkt, als sich eine Tür öffnete und ein Blondes Mädchen durch den Raum ins Bad huschte. Deshalb sah auch niemand den Blick, den John Kyle zuwarf. Bevor sich die Aufmerksamkeit wieder auf ihn richtete hatte sich John wieder im Griff und lächelte Cameron an.

Derek starrte eine Weile auf die nun geschlossene Badezimmertür bevor er wieder aufsah. Er sah Allie, Kyle und dann auch Katie an „Das bedeutet, dass ich meine Familie nicht wiedersehen werde." sagte er während er weiterhin auf Katie sah.

„Das ist richtig." Sagte John leise. „Diese Mission ist aber von unglaublicher Wichtigkeit für die Menschheit. Nachdem es gelungen ist John-Henry zu entwickeln waren wir kurz davor den Tag des jüngsten Gerichts zu verhindern. Dieses mal haben wir Berechnungen angestellt, Leute so in der Vergangenheit zu platzieren dass es gelingen könnte. Wir würden Milliarden von Menschenleben retten. Sie Sergeant sind ein Teil des Puzzles". Sagte John eindringlich."

„Ich habe in der Tat unzählige Szenarien durchgerechnet und das mit den größtmöglichen Erfolgsaussichten ausgewählt." Ergriff zum ersten Mal John-Henry das Wort.

Derek starrte zu Boden. Nach mehr als einer Minute sah er wieder auf. „Ich muss einen Spaziergang machen, muss nachdenken." Sagte er und ging ohne ein weiteres Wort aus dem Quartier. Er war kaum aus dem Quartier als Katie aufsprang und ihm folgte.

„Derek! DEREK!" Rief sie ihm nach.

Derek verharrte im Schritt. Er wartete auf Katie, sagte aber nichts. Erst Minuten später sah er sie an. „Ich weiß nicht, ob ich Alles hinter mir lassen kann", sagte er.

Katie ergriff seine Hand und ging mit ihm den Gang entlang. Lange Zeit sprach keiner der Beiden ein Wort. „Auf welche Missionen werden Du und Kyle geschickt?"

Katie sah ihn an. „Das darf ich nicht sagen."

Derek atmete tief ein. „Was ist mit Allie? Ich kann die Kleine nicht alleine lassen."

Jetzt lächelte Katie. „Mach Dir keine Sorgen, sie ist bereits Bestandteil der Connor Familie. Cameron und Private Philips sind wie Schwestern für sie, was natürlich verständlich ist. Sie werden im Ganzen Camp schon nur noch die Drillinge genannt.

Derek hob erstaunt die Brauen. „Wenn ich diesen Auftrag annehme, dann werde ich den Rest meines Lebens in der Vergangenheit leben?"

„Wahrscheinlich, Du wirst nach 2007 geschickt. Man wird Dich und Deine Leute schon erwarten." Sagte Katie.

„Warum weist Du eigentlich über Alles Bescheid?" Fragte Derek interessiert.

„Glaubst Du wirklich, ein T1001 würde als Corporal eingesetzt? Eigentlich bin ich Major." Katie grinste ihn offen an.

Derek war abrupt stehengeblieben. „Du bist Offizier? Wir hätten nicht...Ich meine wir durften gar nicht... Wir haben gegen die Dienstvorschriften verstoßen." Sagte er mit aufgerissenen Augen.

„Entspann dich, ich habe die Erlaubnis dich lieben zu dürfen", sagte sie.

„Lieben?" Fragte er erstaunt.

„Oh ja Derek Reese, furchtloser Krieger. Hasser der Maschinen. Eine Maschine liebt Dich und eine Maschine wird Dich vermissen." Sagte sie und schmiegte sich mitten auf dem Gang an ihn.

Als sie Minuten später zu den Connors zurückkehrten sah ihn John nur fragend an, woraufhin Derek nickte. John war erleichtert. „Cameron Philips wird ins Jahr 1999 geschickt und..."

„Momentmal", unterbrach Derek. „Ich dachte, wir würden nach 2007 geschickt?"

John rieb sich den Nacken. „Sie werden nach 2007 geschickt, Cameron Philips nach 1999 und von da aus mit John und Sarah Connor nach 2007.

Jetzt nickte Derek. „Wann geht es los?"

„In drei Tagen." Sagte Savannah Weaver bis dahin haben wir die exakten Orte und Zeitpunkte berechnet und das TDE programmiert.

„TDE?" Fragte Derek

„Time Displacement Equipment", entgegnete Savannah Weaver.

Nachdem alles weitere geklärt war, zogen sich Derek und Katie in ihr Quartier zurück. Schlaf fanden Beide allerdings in dieser Nacht keinen.

Am nächsten Tag kontaktierte Derek drei seiner besten Männer, die auch glücklicherweise alle drei ungebunden waren. Als diese Stunden später eintrafen erklärten sich Alle drei sofort bereit unter Dereks Kommando einen Spezialauftrag anzunehmen. Selbst als sie staunend die Details erfuhren wollten sie dabei sein. Die Aussicht Milliarden Leben zu retten also auch ihre Familien war einfach zu verlockend. Ein wenig Schwierigkeiten hatten sie bei der Vorstellung, es mit alliierten Maschinen zu tun zu haben. Als sich ihnen Katie offenbarte, der alle Drei bereits ihr Leben verdankten waren auch diese Zweifel schnell abgehakt.

Sie standen Alle bereit sich dem TDE anzuvertrauen. Die Energie baute sich auf. Zunächst würde Kyle durchgeschickt werden. Alle verabschiedeten sich herzlich von ihm. John hatte Tränen in den Augen, als er Kyle die letzten Anweisungen erteilte.

Was Kyle aber noch mehr erstaunte und die Anderen nicht weniger, war Sarah Connor, die ihn unvermittelt umarmte und dann weinend aus dem Raum lief.

Sie kehrte auch nicht zurück, als Kyle verschwunden war.

Der Nächste der durchgeschickt wurde war ein T800. John fragte nocheinmal seine Missionsparameter ab bevor er den Knopf drückte.

Dann kam Cameron Philips an die Reihe. Auch sie wurde herzlich verabschiedet und selbst Sarah war auf Einmal mit verweinten Augen wieder da. Am Schwersten fiel es Allison sie gehen zu lassen. John schließlich küsste Cameron Philips auf den Mund, was Diese sichtlich zu verwirren schien.

Schließlich war Derek an der Reihe. Auch er wurde von Allen wie ein Familienmitglied verabschiedet währen seine drei Männer warteten. Katie und er küssten sich leidenschaftlich und hielten sich noch lange in den Armen, bevor sich John lautstark Räusperte. Das letzte was Derek sah war Katie, die ihm zulächelte.

Zum Schluss kam Katie an die Reihe. Sie wurde nicht wie ein Familienmitglied aber doch sehr herzlich verabschiedet. Riley-Sarah brachte noch ein blondes Mädchen, dass Katie begleiten sollte. Zusammen betraten Katie und das eingeschüchterte Mädchen die Plattform. Auch das Mädchen war von der Familie verabschiedet worden. Am herzlichsten aber von Riley-Sarah, die zum ersten Mal seit Langem Tränen in den Augen hatte.

Als Derek und seine Männer in einer Kugel aus gleißend blauem Licht materialisierten geschah dass in einer leerstehenden Lagerhalle. Die Vier wanden sich zunächst vor Schmerzen am Boden bis sie sich regeneriert hatten.

Es war offensichtlich Nacht und durch die verschmutzten Dachfenster fiel nicht genügend Mondlicht um den Boden zu erhellen.

„Wo sind wir?" Fragte einer von Dereks Männern in der Finsternis.

„Ich habe nicht die geringste Ahnung", entgegnete Derek.

„Vielleicht kann ich da helfen", sagte eine bekannte Stimme mit auffallend Schottischem Akzent. Dann ging das Licht an.

Keine drei Meter entfernt stand eine bekannte Gestalt. Eine zweite, ein blondes Mädchen kam aus Richtung des Sicherungskastens.

„General Weaver?" Fragte Derek erstaunt.

Sie lächelte. „Zu dieser Zeit bin ich einfach nur Catherine Weaver", erklärte sie. Dann ging sie bis sie nur noch einen halben Meter von Derek entfernt war. Schließlich veränderte sie ihre Gestalt und lächelte ihn an. „Aber Du darfst mich weiterhin Katie nennen."