Mizuiro konnte spüren das Yuzu seine Hand losgelassen hatte. Er schrie. Aber alle anderen schrien auch während sie durch das Dangai, die Welt zwischen der Soul-Society und der Welt der Lebenden, rannten. Jeder verlor irgendwie den Halt mit den anderen während sie rannten. Auch wenn die Soul Society alle Fallen hier ausgeschaltet hatte, hatten alle Angst. Sie kannten die Geschichten über das Dangai und sie wollten einfach nur so schnell wie möglich raus hier. Und weil es niemand wagte zurückzublicken (wie Rukia es ihnen geraten hatte) hatte keiner gemerkt das Yuzu nicht mit ihnen gekommen war.
Yuzu Kurosaki knallte mit so einer Wucht gegen die Wand hinter dem Senkaimon, das sie die Rigipsplatte unter der Tapete zertrümmerte während sie die Wand mit dem Blut vollschmierte, das ihr aus ihrer gebrochenen Nase schoss. Und ihre Stirn knallte so hart gegen die Wand das sie nicht nur ihr Bewusstsein verlor...
Das Sondereinsatzkommando stürmte ins innere... durchbrach die geschlossenen Türen und durch die Fenster... Nur um ein leeres Haus und eine bewusstlose schwer verletzte Frau auf dem Boden liegend zu finden...
Als ihre Familie und ihre Freunde endlich auf der anderen Seite ankamen, fielen alle erschöpft und erleichtert zu Boden. Die Sonne fing an unterzugehen und tauchte den ganzen Bereich in ein warmes, orangerotes Licht. Langsam begriffen Tatsuki und Mizuiro das sie sich wirklich in der Soul Society befanden. Vorsichtig sah Tatsuki zurück, das Portal war noch offen, so das sie ins innere des Dangai blicken konnten. Ein kalter Schauer lief ihr über den rücken und sie wurde blass.
„Oh, das war vielleicht komisch!" murmelte sie und sah sich um.
Langasam beruhigten sich alle. Die Abarais kamen auf sie zu und halfen Ichigo mit dem bewusstlosen Kazui. Isshin sah nach seinen Töchtern... und sah sofort das Yuzu nicht bei ihnen war.
„Yuzu! Wo ist Yuzu?"
Alle sahen sich um... Yuzu war verschwunden...
Gegenwart..
„Warum?" fragte Masaki.
„Ihr Seelenticket hatte versagt!" erklärte Ichika. „Später fanden wir heraus das es ein Fehler in der Verwaltung war... aber dazu später mehr..."
10 Jahre zuvor...
Während ihre Familie dachte, das Yuzu möglicherweise irgendwo im Dangai gestolpert war und Hilfe brauchte, wurde Yuzu von zwei Männern des Sondereinsatzkommandos aus dem Haus getragen. Ihr Gesicht war voller Blut und sie hatte keinen Ausweis bei sich. So erkannte sie niemand als Mitglied er Familie Kurosaki. Ein Krankenwagen brachte sie zum nächsten Krankenhaus. In der Zwischenzeit beschloss Keigo die Stadt zu verlassen. Er konnte nichts mehr tun. Wenn er jetzt mit der Presse spricht, würde er nur alles verschlimmern. Aber natürlich sah er so viel wie möglich Nachrichten. Nicht wissend das die Polizei die Klinik bereits gestürmt hatte...
In der Soul Society waren alle besorgt. Was wenn Yuzu vom Dangai verschlungen wurde. Doch ein Mitglied der Kidou-Corps, die das Portal überwachten, bestätigten das nur 10 Personen auf der anderen Seite eingedrungen, durchgelaufen und auf dieser Seite wieder herauskamen. Also hatte Yuzu das Dangai niemals betreten...
„WARUM? OH NEIN... MEIN BABY!" schrie Isshin und versuchte wieder zurück zu rennen um sein jüngstes Kind zu retten. Die anderen mussten ihn festhalten da die gefährlichen Sicherheitsvorkehrungen des Dangai wieder aktiviert wurden und es unmöglich war es zu betreten ohne getötet zu werden. Die Shinigami und die Soul Society wussten nicht wie es passieren konnte. Oder warum es passiert ist? Aber es war Fakt das Yuzu Kurosaki in der Welt der Lebenden zurückgelassen wurde... und das war nicht die einzige Überraschung...
„HEY, wann haben Sie sich den den Fummel angezogen?" fragte Mizuiro und alle sahen das Isshin plötzlich ein altes Shihakushou trug.
„Was zum...?! Ich hab doch nicht meinen Körper verlassen... ich hab doch nur..." stotterte Isshin und alle sahen wieder in den Dangai.
Isshins Menschen-Körper, den er vor Jahrzehnten von Urahara erhalten hatte um in der Welt der Lebenden bleiben zu können, lag im Dangai. Als er den Gigai damals erhielt, war er nicht für Reisen in die Soul Society vorgesehen und schon gar nicht dafür geeignet durch das Dangai zu gehen. Das Dangai, war zu viel für es, auch wenn die Schutzmaßnahmen deaktiviert waren. So fing er schon an zu zerbröseln als sie durch das Portal traten. Nun mussten alle ansehen wie Isshins Körper anfing zu verschrumpeln bevor er zu Staub zerfiel...
Jemand anderes, der in der Welt der Lebenden zurückgelassen wurde, lief immer noch in seinem Penthouse auf und ab bis plötzlich jemand an der Tür klopfte. Voller Furcht versuchte Keigo ruhig zu bleiben. Das konnte nur die Polizei sein. Was wenn sie ihn nun verhaften wollten? Was wenn jemand der Polizei erzählt hat das er und Ichigo Freunde waren? Keigo wusste das sie ihm nichts nachweisen konnten! Er war schon vor Jahren gegangen und selbst davor war er nie in Ichigos 'Geschäfte' verwickelt. Keigo hängte die Sicherheitskette der Tür ein bevor er sie vorsichtig öffnete.
„Ja!"
„Keigo, bist du da?" sein Manager Shino Midori stand vor der Tür.
Keigo öffnete die Kette um lies ihn rein. Er war überrascht als er sah das Keigo ganz offensichtlich geweint hatte. „Ist alles okay? Ich habe versucht dich anzurufen?"
„Hast du?" fragte Keigo und sah auf sein Smartphone. Zwei verpasste Anrufe! Aber die hatte er nicht bemerkt weil er ja die ganze Zeit versucht hatte die Kurosakis anzurufen. „Entschuldige, ich war... beschäftigt!"
Die nächste halbe Stunde sprachen sie über Keigos Rolle in 'Kriminallabor Tokio'. Keigo beruhigte sich langsam als er begriff das Shino wohl nichts über seine 'Karakura-Connections' wusste. Aber richtig zuhören konnte er immer noch nicht. Weil er sich sorgen um die Kurosakis machte. Aber warum? Warum sollte er sich sorgen machen? Die Soul Society würde tun was sie immer tun und einfach alle Erinnerungen löschen. Aber was wird jetzt aus den Kurosakis? Werden die Leute sie Lynchen? Oder Makoto? Werden die Shinigami ihr die Todesstrafe geben weil sie sie alle hat auffliegen lassen? Keigo war in seinen Gedanken verloren. Sein Manager merkte das Keigo nicht so fröhlich wie sonst war.
„Du hörst mir ja gar nicht zu!" beklagte er sich.
„Huch... entschuldige! Was hast du gesagt?"
„Ich habe dir gerade gesagt das du in der nächsten Staffel eine Hauptfigur sein wirst und du lächelst nicht einmal? Was ist los mit dir?" fragte Shino. „Keigo... hasst du schon wieder irgendwelche Tabletten genommen?"
„Wa... nein! Ich meine... Wow, ich werde zur Hauptfigur... Das ist... nett!"
„Nett! Das ist alles? Okay, was geht hier vor? Ich sehe doch das du geheult hast. Du du ziehst ein Gesicht als ob jemand gestorben wäre?" fragte sein Manager. „Geht es um Akira? Habt ihr beide euch endlich getrennt?"
„Nein. Akira hat damit nichts zu... Was meinst du den mit endlich?" plötzlich war Keigo ziemlich sauer.
„Na ja, ich weiß nicht so recht. Aber denke diese Frau ist nicht ganz deine Liga! Also... was ist los?"
„Es ist... nur ein Problem aus meiner Vergangenheit von dem ich dachte das ich es gelöst hätte aber... wie auch immer das wird sich schon von selbst regeln... wie immer. Ich muss meinen Flug noch erwischen..."
Gegenwart...
„Wir alle wissen was in Okinawa passiert ist!" erzählte Ichigo. „Mein Sohn... na ja... hat es herausgefunden in dem er einen Film darüber gemacht hat...
„Pah... also bitte, ich erinnere mich an den Vorfall im Gefängnis! Sie können auch normal mit mir Reden." maulte Makoto. „Ihr Sohn hat ihm einen Helm aufgesetzt, ihn geröstet und seine Erinnerungen auf ein Videoband aufgezeichnet...
In Karakura weigerten sich die Teenager währenddessen den Kindern noch mehr zu erzählen...
„Warum?" maulte Keigo jr.
„Weil das schon alles war!" erklärte Kazui. „Danach war ich mit meinen Eltern in der Soul Society und Yupa war einen Monat im Krankenhaus. Und das nur weil deine Tante meine Eltern dafür bestrafen wollte weil dein Vater das richtige getan hat! Bloß gut das der Schuss nach hinten losging..."
10 Jahre zuvor...
Mizuho Asano wusste das etwas vor sich ging, als sie merkte das die Leute um sie herum anfingen über die Kurosakis zu sprechen. Nun da die Kurosakis aufgeflogen waren, würde es nicht mehr lange dauern bis die Verbindungen ihres Bruders zu ihnen ebenfalls ans Tageslicht kommen. Und dann wird das Jugendamt keine andere Wahl haben als einzugestehen das das Anschwärzen durch ihren Bruder nur ein Vorwand war um die Seele des Jungen zu verschlingen. Mizuho hatte ja keine Ahnung das die Sache auch für sie viel zu heiß war. Das musste sie merken als sie sah das die Polizei die Häuser auf der anderen Straßenseite evakuierte. Menschen rannten angsterfüllt durch die Straßen, voller Angst das gleich der Boden unter ihnen Nachgeben könnte. Über der Stadt heulten die Sirenen. Tausende verließen die Stadt, aus Angst ihre Seelen könnten verschlungen werden. Und Mizuho musste feststellen das der Name ihres Bruders bis jetzt nicht einmal genannt wurde. In keinem einzigen Report über die Kurosakis.
„Was zum? Dachte seine Geliebte das sie ihn schützen muss? Ich wusste es... Ich hätte es an TV JPN schicken sollen!" sagte sie wütend und griff sich das Telefon um die Redaktion selbst anzurufen.
Nach über einer halben Stunde in der Warteschleife (tausende riefen beim Fernsehen an um etwas auszusagen), hielt sie sich so kurz wie möglich.
„Keigo Asano, fragen Sie ihn über die Kurosakis! Er ist im Bilde..."
Sofort hängte sie auf. Der Angestellte in der Redaktion des Senders Tokyo-One war überrascht. Er schrieb Keigos Namen mit einem Fragezeichen auf einen Notizzettel und reichte diesen Makoto die wiederum die Notiz sofort in den Papierkorb warf. Sie wusste Bescheid, wollte aber ihr Versprechen halten. Nachdem sie von dem schwer verletzten Yupa erfahren hatte fühlte sie sich schlecht...
Während Keigo seinen Nihon-Air-Flug, vom Flughafen Tokio Haneda zum Naha Airport in Okinawa bestieg, beobachtete ein junger Shinigami namens Kaneda Ochi, der bei einem sehr bekannten Nihon-Air-Absturz im Jahre 1985 starb, während er von Handeda nach Osaka-Itami flog, zusammen mit anderen Shinigami die Kurosakis und deren Freunde wie diese durch die Seireitei zum Kuchiki Anwesen gingen. Der einzige Grund weshalb jeder so ruhig war, war die Tatsache das sie schlicht zu erschöpft waren um sich weiter aufzuregen. Sie vertrauten auf die anderen Shinigami das diese sicher gingen das keiner mehr verletzt wird.
„Das ist also der Berühmte Kurosaki-Clan?!" fragte Kaneda seinen Kameraden neben ihm.
„Ja, aber die scheinen nicht vollständig zu sein!" sagte sein Kamerad.
Bis jetzt wussten sie nur das Yuzu wohl auf dem Weg ins Karakura-General war. Sie wussten das die Ishidas sichergehen würden das niemand in ihre Nähe kommen würde um ihr zu schaden. Und es stimmte auch. Bevor sie flohen, hatte Ishida senior allen die von dem 'übernatürlichen' oder seinen Quincy-Kräften Bescheid wussten, angeordnet stillschweigen zu bewahren und sicherzugehen das alle neuen Patienten die den Kurosakis nahe standen den bestmöglichen Schutz erhalten. Auf diese weise wurde Yuzu (die von den Polizisten nicht erkannt wurde, aber von einer Schwester), mit falschem Namen angemeldet. Yupa (Kazuis Freund) hatte unterdessen nicht so viel Glück. Er wurde von allen anwesenden Polizisten erkannt und seine Eltern konnten nicht glauben das ihr Sohn mit dem Shinigami-Jungen die Schule verlassen hatte um zu diesem verfluchten Laden mit der Höhle darunter zu gehen.
„Er... Er hat ihn verhext! JA... dieses kleine Monster hat mein Baby verhext um seine Seele zu verschlingen!" heulte seine Mutter während sie die Hand ihres Jungen hielt. Er war immer noch nicht bei Bewusstsein. „Warum sonst ist er in diesen Laden gegangen?"
„Ich weiß es nicht... Aber ich habe gerade mit meinen Kollegen gesprochen. Sie suchen überall nach den Kurosakis." erzählte ihr Ehemann. „Irgendwie haben sie es geschafft aus ihrem Haus zu fliehen, aber wir werden sie finden."
Beide waren sich noch nicht bewusst das ihr Sohn seine Verletzungen durch das Sondereinsatzkommando erhalten hatte. In diesem Moment fing Yupa an zu husten. Er wachte endlich auf.
„Oh, Yupa... keine Angst. Alles wird gut!"
„Ka... Ka..." Yupa versuchte Kazuis Namen zu rufen, aber die Schmerzen in seiner Brust waren zu stark. Das war keine große Überraschung nachdem der Polizst ihn getackelt hatte und ihm dabei eine Rippe brach. „Wo... Kazui..."
Seine Eltern waren schockiert...
Auch Kazui wachte endlich auf...
„YUPA...!" schrie Kazui als er aufwachte und von der Trage rutschte, mit der sein Vater und Renji ihn zum Kuchika Anwesen trugen.
Ichigo war so erschrocken das er seine Seite fallen lies und nach seinem Sohn sah.
„Oh KAZUI... Wie geht es dir? Bist du okay?"
„YUPA... ER UND ICH... WIR... Wo bin ich?" erst jetzt merkte Kazui das sie sich wohl in der Soul Society befanden. „Warum sind wir in der Soul Society?"
„Oh, Kazui... Es ist etwas furchtbares passiert." sagte seine Mutter weinend, aber erleichtert weil ihr Sohn endlich aufgewacht war.
„Wo ist Yupa?" fragte Kazui besorgt. „Haben die Bullen ihn verhaftet?"
„Yupa?" fragte Ichigo und begriff langsam worauf sein Sohn hinaus wollte. „Bitte sag mir nicht das er mit dir im Urahra Shop war! WARUM?"
Als sein Vater anfing zu schreien, war Kazui viel zu sehr verängstigt um ihm die Wahrheit zu sagen. Es war ja quasi Fakt das alles nur seine Schuld war, weil er und sein Freund nicht vorsichtig waren. „Er... ist mir gefolgt und... wollte mir Helfen..."
„Awww... Yupa ist wirklich ein wahrer Freund!" sagte Orihime.
Kazui wusste das sie recht hatte. Yupa war wirklich ein wahrer Freund. Er würde ihn niemals hintergehen. Und nun hatte er ihn dort zurückgelassen. Er wollte sich gar nicht erst vorstellen welch furchtbare Dinge die Polizei mit ihm anstellen wird um ihn zum reden zu bringen...
„Komm Kazui!" sagte Ichigo. „Wir bleiben bei den Abarais bis die Soul Society die Erinnerungen der Leute ausgetauscht hat."
Kazui folgte seinen Eltern und sah die anderen Shinigami wie sie sie anstarrten. Er sah auch wie Tatsuki und Mizuiro alles mit Neugier und Erstaunen ansahen. Es war ihr allererster Besuch hier und sie waren natürlich sehr neugierig. Zusammen erreichte die Gruppe das Kuchiki-Anwesen. Inzwischen war es fast Mitternacht. Es war ein schrecklicher und furchtbar anstrengender Tag, den jeder so schnell wie möglich vergessen wollte. Isshin hatte seinen Menschen-Körper verloren, Yuzu war schwer verletzt und lag neben Yupa, Ogawa und Dutzenden weiteren Unbeteiligten (die während Massenpaniken oder der Evakuierung verletzt wurden) im Krankenhaus. Ihr Haus war halb zerstört und die Menschen hatten Angst vor ihnen. Aber am schlimmsten war das sie flüchten mussten um sich hier in der Soul Society zu verstecken.
Ikkaku Madarame lief an ihnen vorbei und grüßte sie. Sie sprachen kurz über die Ereignisse und er erzählte das die halbe 11. Kompanie nach Karakura geschickt wurde um beim Erinnerungsaustausch zu helfen. Und von allen Shinigami, war ausgerechnet er der erste der Ichigo nach Keigo fragte. Und das obwohl er der Shinigami war der Keigo am wenigsten leiden konnte...
„Bist du die Nervensäge mit der schrillen Stimme endlich losgeworden, oder warum habt ihr ihn nicht mitgenommen." fragte der Vizekommandant der 11. Kompanie.
„OH NEIN, KEIGO!" Ichigo erinnerte sich plötzlich. Keigo war immer noch in der Menschenwelt. „Ich hab ihn total vergessen! RUKIA..."
„Keine Sorge! Wir haben alles überprüft! Keigos Name wurde bisher nirgendwo erwähnt." erklärte sie während sie das Tor öffnete. „Sieht so aus als ob er Glück hatte!"
„Ich hoffe das wenigstens er von dem ganzen Mist verschont bleibt..."
Keigo hatte es tatsächlich geschafft von dem ganzen Mist irgendwie verschont zu bleiben. Er saß vorne in der Business-Class auf dem Flug nach Naha und hatte sich halbwegs beruhigt. Eine Flugbegleiterin bot ihm ein paar Zeitungen an aber er wollte keine nehmen. Er hatte Angst noch mehr Dinge zu lesen die er vorher nicht wusste. Aber er dachte auch darüber nach wie es überhaupt so weit kommen konnte und wer dieses Zeug an Makoto geschickt hatte? Keigo nahm sich einen Zettel und einen Stift um sich Notizen zu machen.
Zuerst brauchte er einen Namen für das Chaos. Kurosaki-... Kurosaki... GATE! Ja, Kurosaki-Gate würde passen. Neben Watergate und Diesel-Gate passt es doch. So schrieb Keigo die Worte 'Kurosaki-Gate' in großen Buchstaben auf den Kopf. Gefolgt von einer Liste von Namen. Namen von allen die über die ganze Schinigami-Scheiße bescheid wussten.
Die gleiche Liste wurde von einem älteren Shinigami gefordert als dieser in Rukias Haus auftauchte kurz nachdem ihre Gäste dort eingetroffen waren. Ichigo nahm sich einen Moment und schrieb die Namen aller von denen er wusste das sie sein Geheimnis kennen auf eine Liste. Es war eine kurze Liste und eigentlich völlig unnötig, da ja jeder darauf (außer Keigo) sich gerade hier befand...
Keigo schloss seine eigene Liste ab und schrieb auch eine zweite Liste mit Namen von denjenigen die (vielleicht) Bescheid wussten. Diese Liste beinhaltete alle ihre Klassenkameraden, einige Schlägertypen die Ichigo mal bekämpft hatte und andere Personen die Ichigo aus irgendeinem Grund hassten. Und diese Liste war sehr lang. Keigo kannte selbst nicht alle beim Namen und schrieb einfach 'Typ Nr. 11' oder 'der Kerl aus dem Laden'...
In der Soul Society war Kazui immer noch ängstlich am zittern. Die Erwachsenen hatten sich mittlerweile halbwegs beruhigt und entschlossen sich zu Bett zu begeben.
Renji und Rukia boten ihr Haus auf dem Kuchiki-Anwesen an um darin die Nacht zu verbringen. Sie Renji und Ichika würden solange wieder zurück ins Haupthaus ziehen. Morgen würde alles wieder gut sein, Yupa am Leben und Keigo aus der Klemme. Isshin trauerte nur seinem Körper nach, war aber froh das sein Masaki-Forever-Poster den Dangai überlebt hatte. Alle waren viel zu müde um jetzt noch was zu tun. Aber alle freuten sich schon auf die Rückkehr. Nichtsdestotrotz musste jemand für all das Chaos bestraft werden. Und jeder war gespannt zu wissen wie und warum diese Nachrichtensprecherin sie öffentlich im Fernsehen bloßgestellt hatte.
Tatsuki und Mizuiro wären normalerweise sehr aufgeregt hier zu sein. Aber Rukia versprach ihnen sie morgen, wenn sich alles beruhigt hat, ein bisschen herumzuführen. Und so gingen alle zu Bett. Nur Kazui konnte nicht schlafen. Wohl wissend das alles nur seine Schuld war und das es nur eine Frage der Zeit war bis alle herausfinden das er die Regeln gebrochen hat.
Es war nicht das erste mal das die Soul Society die Erinnerungen der ganzen Welt austauschen musste. Aber es war nicht so einfach wie sich alle dachten. Es war ein komplizierter Prozess, der am Ursprung des Ereignisses angesetzt werden musste. Und das war für alle übereinstimmend die Live-Übertragung... nicht wissend das der wahre Ursprung (Keigos Schwester) gerade damit beschäftigt war alle verbleibenden Beweise im Zimmer ihres Sohnes zu beseitigen...
Als Keigo in Naha landete, stürmte er aus dem Flugzeug und eilte zum nächsten Fernsehbildschirm um sich die Nachrichten anzusehen. Unglücklicherweise berichteten sie immer noch darüber... und das um 3 Uhr morgens. Keigo verbrachte auch den Rest der Nacht wach am Flughafen um fernzusehen und die Nachrichten zu verfolgen... Bis plötzlich der Regisseur anrief um zu Fragen wo er bleibt...
Keigo hastete aus dem Terminal und nahm ein Taxi zum Hotel in dem die Episode gedreht wurde. Seine Freunde unterdessen wachten nach einer kurzen, ruhelosen Nacht auf. Zwei Shinigami der Kidou-Corps, die für den Erinnerungsaustausch zuständig waren kamen kurz darauf. Als Renji sie näherkommen sah, konnte er schon von weitem in ihren Gesichtern sehen das etwas nicht in Ordnung war... und er sollte Recht behalten...
Die Kurosakis und ihre Freunde waren froh über den neuen Morgen, weil es bedeutete das alles wieder beim alten sein musste. Zusammen bereiteten sie sich auf das Frühstück vor, während draußen Rukia und Renji sich mental darauf vorbereiteten das sie ihnen sagen mussten das es nicht funktioniert hatte...
„Und, wie sagen wir es ihnen?" fragte Renji.
„Frag nicht mich! Ich habe absolut keine Ahnung wie wir ihnen sagen sollen das sie vielleicht nie wieder zurückkönnen..." murmelte Rukia und atmete tief durch. „Okay,... Renji, jetzt geht's los..."
Nach diesen Worten, klopfte sie an die Tür und öffnete diese um den Kurosakis entgegenzutreten.
„Guten Morgen!" rief sie mit einer hörbar übertrieben freundlichen Stimme. „Wie geht es euch an diesem wundervollen Morgen?"
Alle sahen sie an. Noch nie hatten sie sie so erlebt.
„Sie brauchen noch mehr Zeit, oder nicht?" fragte Orihime enttäuscht. „Bitte seid ehrlich. Na ja, wir müssen eh noch erst einen neuen Gigai für Isshin besorgen..."
„Ähm... Wie wäre es mit einer hübschen kleinen Besichtigungs-Tour durch die Seireitei für unsere Gäste hier." sagte Renji plötzlich mit einem breiten Lächeln und wies auf Tatsuki und Mizuiro. „Ich meine es ist ihr erster Besuch hier und wir sollten sie ein bisschen herumführen..."
Renjis Lächeln war ein bisschen zu breit. Alle realisierten das etwas nicht in Ordnung war.
„Soll das ein Witz sein?" sagte Ichigo und ging näher zu ihnen. „Seit wann gibt es hier Besichtigungs-Touren? Was ist los? Was ist passiert... ist Yuzu etwa..."
„Nein, Yuzu geht es gut... so weit... Es ist nur... Der Erinnerungsaustausch... ist... ist fehlgeschlagen..." gestand Rukia.
„Und das heißt...?" fragte Mizuiro.
Kazui beobachtete alles durch die halb offene Tür. Voller Furcht schloss er diese als die Erwachsenen anfingen sich gegenseitig anzuschreien darüber was die Konsequenzen sind und wer dafür verantwortlich war. Tränen liefen ihm das Gesicht hinunter und er wollte sich nur noch in einem der anderen Räume verkriechen. Aber als er das andere Zimmer betrat, erwartete ihn dort bereits Ichika.
„HEY! Ich weiß das du was verschweigst!" sagte Ichika während sie ihr Zanpakutou an seine Stirn hielt. „Sage mir... Hast du etwa etwas damit zu tun?"
Kazui wurde blass...
Gegenwart...
„Das war der Moment in dem wir alle begriffen das wir in noch größeren Schwierigkeiten waren als wir zunächst dachten!" erzählte Kazui.
Sein Eltern währenddessen versuchten so ruhig wie möglich zu bleiben während Makoto mit im Raum war.
„Woher weißt du das wir hier sind?" fragte Keigo. „Oder... sagt mir bitte zuerst... wieso bist du immer noch an den Kurosakis interessiert? Du weißt das du sie nicht mehr öffentlich..."
„Ich bin nicht hier um irgendjemanden öffentlich bloß zustellen. Ich weiß es schon seit Jahren und ich habe mittlerweile begriffen das die Sache viel zu heiß für mich ist. Nein, um ehrlich zu sein... deine Exfreundin hat mich vor ein paar Wochen kontaktiert. Sie erinnert sich auch ein bisschen daran was war und hat Angst vor den 'Zauberkräften' oder was auch immer euer Sohn hat..."
„Akira? Du stehst mit ihr im Kontakt?" fragte Keigo. „Hat sie dir etwa gesagt das du ihnen hierher folgen solltest?"
„Nun, sie hat sie hierher verfolgt. Ich habe sie nur begleitet!"
„WOAH... Moment mal! Sie ist hier?" fragte Ichigo geschockt.
Makoto sah ihn an und lächelte unschuldig an. „Sie wartet im Auto!"
Alle waren erschrocken. Also war Keigos Exfreundin auch hier. Alle sahen zu Keigo der sofort aufgab. „Ich kümmere mich um sie!"
Keigo shunpote weg, nur um eine Sekunde später mit seiner Überraschten Exfreundin in den Armen wieder aufzutauchen. Als Keigo sie sich schnappte, hatte Akira gerade mit ihrem Schminkspiegel ihr Make-Up überprüft. Also brauchte sie einen Moment um zu begreifen das sie sich nicht mehr in ihrem Auto befand. Sie war schockiert als sie begriff das sie in Keigos Armen war. Ihr erster Gedanke war sofort der Vorfall mit 'Hollow-Keigo' an dem Abend als ihr Sohn geboren wurde...
"AAAAGHHHHHHH..." Akira schrie so laut, das sich alle die Ohren zuhalten mussten.
Keigo war so erschrocken das er sie fallen lies und instinktiv einen Kidou einsetzte um sie zum schweigen zu bringen.
„Akira... ich weiß es mag für dich eigenartig sein den Toten Vater deines Sohnes zu treffen aber ich bin kein Hollow mehr! Ich war eigentlich nie einer... Glaub mit... Holeigo hat mich nicht kontrolliert. Zumindest nicht immer..."
10 Jahre zuvor...
Keigo sprach gerade mit dem Produzenten und dem Regisseur am Set, das sich auf dem Gelände eines Ferienresorts befand...
„Asano, verschwinde und ruhe dich etwas aus. Du siehst furchtbar aus." sagte der Produzent und hielt die Hand auf Asanos Stirn. „Oh mein Gott... Du hasst ja Fieber!... Geh ins Bett... Bevor du die ganze Besetzung ansteckst. Wir haben einen sehr engen Drehplan. Deine Scene drehen wir morgen. Ich habe etwas Paracetamol in meiner Tasche. Nimm eine und dann fühlst du dich besser...
Keigo warf die erhaltene Medizin heimlich in den nächsten Mülleimer und schloss sich selbst in seinem Zimmer ein. Keigo war nun seit fast zwei Tagen am Stück wach. Er war am Ende... Aber er war sich auch nicht bewusst das tief im inneren seiner Seele... jemand den er nie zuvor bemerkt hatte sich plötzlich stärkter fühlte. Das war seine Chance... Sein Gefängnis war noch nie so schwach wie jetzt. Wenn er jetzt nur noch die Chance hätte seine eigene Stimme zu benutzen anstatt die ganze Zeit nur seine zu hören wie er sich über sein Leben, seine Schwester, seine Freunde und seine Freundin beklagt...
Stundenlang lief Keigo immer auf und ab. Er lief einfach nur auf und ab während der Fernseher lief und die Nachrichten liefen. Endlich trank Keigo wenigstens etwas... Aber leider war es Alkohol aus der Minibar. Er nahm auch eine Beruhigungstablette, die er von seinem letzten Therapeuten erhalten hatte.
„Agh... die schmecken grässlich!" sagte eine Stimme in Keigos Kopf. Keigo war erschrocken und hielt inne. Waren das gerade wirklich seine Gedanken. „Ja... JAAA... Zeit mal auf mich zu hören..."
Zum ersten mal überhaupt... hörte Keigo die Stimme seines geheimen Inneren-Hollows: Holeigo!
Bitte um Review.
