Liz Black: Jaja, spiel dich ruhig auf, du kleiner Gockel! Tut mir leid, kann ich wissen, dass du schwache Nerven hast? Nein, also reg dich nicht auf, wenn Wyatt mal eben so entführt wurde und Chris fast abkratzt. xD Ja, ich kann ja Chris Krankheit nicht einfach so unter den Teppich kehren, aber es handelt ja nmicht nur von Chris Krankheit, sondern auch von dem Dämon, der alles zerstören will und wir werden eh alle sterben (das übliche halt )

Kapitel 10

Die erste Aufgabe

,WYATT!''

Die Familie Halliwell war entsetzt. Wyatt war vor ihren Augen entführt worden und sie hatten nichts unternehmen können. Chris konnte es nicht fassen. Durch sein eingreifen in die Vergangenheit hatte er seinen Bruder in unnötige Gefahr gebracht. Wieso sein Bruder? Wyatt war doch noch so jung und unschuldig. Er hatte eine normale Kindheit mit normalen Freunden verdient. Stattdessen wuchs er in einer Hexenfamilie auf, die ständig von Dämonen angegriffen wurde. Und er selbst wollte nicht in einer kaputten Familie aufwachsen... nicht noch einmal. Als kleines Kind hat ihn das alles fasziniert, da war für ihn die Grenze zwischen Phantasiewelt und Realität noch nicht vorhanden, doch als er größer wurde, erkannte er, dass seine Familie jeden Tag erneut ihr Leben aufs Spiel setzten, nur um die Welt vor dem Bösen zu beschützen. Und mit dem wachsenden Alter wuchs auch das Wissen um die Gefahr, die jeder neue Tag brachte.

,Nein'', sagte Piper leise und entsetzt. ,Wyatt.'' ,Oh mein Gott'', sagte Phoebe. ,Er hat ihn echt mitgenommen.'' Paige war die erste, die sich wieder fing. ,Aber er ist nicht verloren. Klar, ein mächtiger Dämon hat ihn entführt und uns eine seltsame Aufgabe gegeben, aber das schaffen wir doch mit links!'' Alle sahen Paige an, als hätte sie verkündet, dass von nun an die Sonne auch in der Nacht scheint. Doch Chris fand, dass jetzt ein wenig Optimismus far nicht mal so fehl am Platz war. ,Wir sollten jetzt das Spiel des Dämons mitspielen und die erste Aufgaben bewältigen. Er ist zwar ein Dämon, doch ich glaube, dass wir ihm in diesem Punkt trauen können.'' ,Ach ja, und woher willst du das wissen?'', fuhr Piper Chris an, die offenbar auf der Suche nach einem Schuldigen war. ,Das ist alles deine Schuld, ohne dein Auftauchen wäre der Dämon jetzt nicht hier. Du bist Schuld daran, dass mein Sohn entführt wurde!'' ,Piper!'', sagte Leo, der seinen Sohn in Schutz nahm. ,Chris trifft keine Schuld und das weißt du, also bitte. Lass uns auf die Forderungen des Dämons eingehen, okay?'' ,Ja'', sagte Piper. ,Es tut mir leid Chris, es ist nur alles so... .'' Sie verstummte. ,Ist schon gut'', sagte Chris, obwohl ihn die anklagenden Worte seiner Mutter sehr weh getan haben.

,Also'', sagte Paige, die schon halb aus dem Raum raus war. ,Zurück zum Buch der Schatten. Wir haben noch unsere Kannibalen Dämonen zu vernichten! Also, worauf warten wir?'' Sie hörte sich übertrieben fröhlich und munter an, sie wollte wie alle anderen im Raum nicht wahrhaben, dass Wyatt fort war. Doch Chris war es egal. Hauptsache sie taten etwas und wurden von ihren Sorgen abgelenkt. Paige war schon draußen und Phoebe und eine verzweifelte Mutter folgten ihr. Leo und Chris sahen sich kurz an. ,Das wird schon wieder'', sagte Leo, auch wenn er selber nicht ganz an seine Worte glaubte, doch er versuchte sich nichts anmerken zu lassen. ,Das hoffe ich Dad'', sagte Chris niedergeschlagen. Er hatte versagt, doch noch nicht verloren. Sie beamten sich auf den Dachboden, wo die drei Schwestern schon auf sie warten.

Oben angekommen, war Piper schon heftig am rumblättern, doch Phoebe sagte,,Ähm Piper, lass mich lieber nach den Dämonen suchen. Du bist nämlich gerade dabei, das Buch der Schatten zu zerfetzen.'' Piper ließ Phoebe ans Buch und stellte sich neben Paige. ,Es tut mir leid, es ist nur so... .'' ,Piper, jetzt entschuldige dich doch nicht bei uns. Dein Sohn wurde entführt.'' ,Ja und ich stand untätig daneben!'' ,Aber du kannst doch nicht dafür Piper! Der Dämon ist viel zu stark'', sagte er, sich noch sehr gut an die Würgeattacke von vorhin erinnern konnte. ,Aber er ist doch mein Sohn!'' ,Ich bin auch dein Sohn'', fügte Chris im Gedanken dazu. Und hoffentlich würde er das auch bleiben. Das alles war nie so geplant gewesen. Er war doch nur zurück gereist, um seinen großen Bruder zu retten und nicht um noch mehr Ärger zu machen. Und schon gar nicht war er hier, um seiner Entstehung im Wege zu stehen. Aber wenigsten wusste er, dass der Chris in dieser Zeit einen guten Vater haben würde.

Phoebe schien inzwischen fündig geworden zu sein. ,Hier'', sagte sie und zeigte auf eine Seite im Buch der Schatten. ,Hier steht was über die Dämonen. Aber eigentlich steht hier nur das, was der Dämon uns gesagt hat. Also sie sind sehr grausam... fressen ihre Opfer auf... keine Körperhygiene... und hier steht nicht, wie man es mit ihnen aufnehmen kann. Aber hier steht wie man sich hin beamen kann.'' ,Also, worauf warten wir?'', sagte Piper und krallte sich Paige. ,Los, beam mich hin Paige.'' ,Aber wir wissen nicht was uns dort erwartet und wie wir uns den Opferdolch holen können und wie gut er bewacht wird und... .'' ,Ist ja gut'', unterbrach sie Piper. ,Aber was sollen wir noch großartig vorbereiten? Los, beam uns hin Paige!'' Paige gab nach und brachte Piper zu den Dämonen. Leo schnappte sich Phoebe und verschwand ebenfalls. Chris folgten ihnen mit der Hoffnung, dass noch nicht alles verloren war.

In der Dämonenhöhle angekommen, bemerkten die Halliwells, dass er keine Höhle, sondern ein Tunnelsystem war. ,Das ist ein Labyrinth'', sagte Paige und starrte auf die vielen Abzweigungen. Offenbar waren sie in so einer Art Haupttunnel, denn er war größer als die Gänge, die von dem großen Tunnel in alle Richtungen abzweigten. ,Und irgendwo hier ist der Dolch'', sagte Chris. ,Und wenn wir ihn suchen wollen, wäre er besser, dem großen Tunnel zu folgen. An dessen Ende muss der Raum für die Zeremonien sein.'' ,Aber wir sollten vorsichtig sein'', sagte Leo. ,Ich habe kein gutes Gefühl bei der Sache.'' ,Könnte an dem widerlichen Gestank liegen'', sagte Phoebe und rümpfte die Nase. ,Das Buch der Schatten hat nicht gelogen, von Körperhygiene halten diese Dämonen echt nichts.'' ,Ich glaube, dass wir uns schnell in die Tunnel verkriechen sollten'', sagte Paige. ,Ich glaube nämlich, dass wir gleich Besuch bekommen werden.'' Und tatsächlich hörten sie Stimmen näher kommen. Die drei Schwestern versteckten sich in einem Gang zur Rechten, während Leo Chris mit sich zog, in einen Gang zur Linken.

Um die Ecke bog eine kleine Gruppe der Dämonen, bestehend aus Sieben. Sie hatten breite Mäuler und spitze Zähne, doch sonst war nichts auffällig an ihnen, außer dass sie den Geruch von Verwesung mit sich brachten und ihre Haut und die zerschlissenen Kleider waren mit Schmutz bedeckt. Chris und Leo drückten sich an die Wände des Ganges. Obwohl der Haupttunnel nur mit wenig Fackeln besetzt war, konnte man genau erkennen, was dort vor sich ging. Einer vor ihnen hielt an und bedeutete den anderen, es ihm gleich zu tun. ,Was ist?'', fragte ein von ihnen. ,Ich rieche etwas'', sagte der Dämon, der zuerst angehalten hatte. ,Riecht ihr es nicht auch? Es riecht nach Menschenfleisch.'' ,Du hast doch bloß Hunger, los lasst uns weitergehen.'' ,Ihr wisst doch, dass wir besonders vorsichtig sein müssen'', sagte einer von ihnen. ,Wir sollten ausschwärmen und nachsehen, was hier los ist. Hier ist jemand, der nicht zu uns gehört.'' Leo sah rüber zu den Hexen. Er sah im schwachem Licht, dass Paige versuchte, ihm durch Armwedeln mitzuteilen, dass sie sich fürs erste trennen mussten. Leo nickte, zum Zeichen des Verstehens und er packte Chris am Arm und deutete in den dunklen, unbeleuchteten Gang, in dem sie sich befanden. Chris nickte und Vater und Sohn zogen sich langsam in den Dunklen Tunnel zurück.

Erst langsam, dann als sie weiter weg vom Geschehen waren immer schneller. Es war dunkel, sie konnten kaum etwas sehen und die Luft war stickig. Dennoch rannten sie. Schließlich blieben sie stehen und verstecken sich in einer Nische. ,Ich glaube, uns ist keiner gefolgt'', sagte Chris völlig außer Atem. Er fühlte er stechen in seinem Oberkörper. Sein Herz. Anscheinend war es nicht so gut, wenn er sich körperlich so sehr anstrengt. ,Ich auch'', sagte Leo. ,Wieso haben wir die Dämonen nicht einfach angegriffen?'', fragte Chris. ,Weil wir nicht wissen, wie stark sie sind'', sagte Leo. ,Außerdem wäre das nicht klug, weil sie dann wissen, dass wir hier sind.'' ,Das wissen sie auch so schon. Sie haben uns gerochen, schon vergessen?'' Immer noch ging sein Atem schnell, doch langsam beruhigte er sich etwas und auch sein Herz ging langsamer, was nicht hieß, dass das stechen und ziehen wegging. Er zwang sich, zur Ruhe zu kommen, was jedoch nicht ganz einfach war. Anscheinend kamen diese Schwächeattacken immer dann, wenn er aufgeregt war, oder sich anstrengte. Auf jeden Fall musste er versuchen, sich in der nächsten Zeit nicht aufzuregen, wenn er seine verbleibende Lebenszeit nicht noch weiter verringern wollte. ,Chris?'', hörte er Leo fragen. ,Alles in Ordnung?'' ,Ja'', log Chris. ,Abgesehen davon, dass wir in einem dämonischen Labyrinth feststecken.'' ,Du weißt genau was ich meine'', sage Leo erst. ,Geht es dir gut? Du hörst dich nicht gut an. Dein Atem geht viel zu schnell.'' ,Nein, alles in Ordnung'', sagt Chris. ,Ich habe nur wenig Kondition. Aber das wird schon wieder, wenn wir in der nächsten Zeit auf Dämonen Jagt sind.'' Leo gab sich mit der Antwort zufrieden, worüber Chris sehr dankbar war. Er glaubte, dass Leo die Tatsache, dass sein Sohn, den er erst seit heute kannte, an einer tödlichen Krankheit litt und jung sterben würde, nicht verkraften würde.

,Wir müssen zu den Schwestern zurück'', sagte Chris. ,Ich hoffe, sie sind den Dämonen noch nicht in die Hände gefallen.'' ,Bestimmt nicht'', sagte Leo. ,Sie sind zu schlau und zu stark, um sich von solchen Dämonen fangen zu lassen.'' ,Das hoffe ich'', sagte Chris. ,Nur wie sollen wir zu den Schwestern zurück? Das Tunnelsystem ist sehr groß, sie könnten überall sein. Und ich weiß den Weg zurück nicht mehr, es ist dunkel, um was zu erkennen und wir sind an vielen Abzweigungen vorbeigelaufen. Wir sollten uns trennen, dann ist unsere Chance größer, die Schwester zu finden.'' ,Nein'', sagte Leo bestimmt. ,Wir müssen zusammenbleiben. Stell dir vor, wenn die Schwestern sich auch getrennt hätten, dann würden wir fünf hier umherirren. Und alleine sind wir zu schwach. Ich will meinen Sohn nicht an einen Dämon verlieren. Und das weißt du, also komm erst gar nicht auf solche Ideen.'' Chris nickte, dann fiel ihm ein, dass es ja dunkel war und Leo ihn nicht sehen konnte. ,Ja Dad.'' Es war ungewohnt, Leo Dad zu nennen, aber er war auch ein gutes Gefühl. Und Leo war mehr für ihn als nur ein Vater. In der letzten Zeit hatten sie zwar ihre „kleinen" Meinungsverschiedenheiten gehabt, doch im Großem und Ganzen hatten sie doch auch Freundschaftliche Zeiten gehabt. Leo war nicht nur ein Vater für ihn, sondern auch ein Freund. Zum Glück. Dann wusste er wenigsten, dass der zukünftige Chris einen liebevollen Vater haben würde.

Aber wie würde Leo sich fühlen, wenn er Klein-Chris im Arm halten würde und im selben Moment wissen würde, dass sein Sohn nur etwas über 20 Jahre leben würde. Aber vielleicht schafften sie es ja, die Krankheit aufzuhalten, wenn sie davon wussten. Aber darüber konnte es sich auch später den Kopf zerbrechen, wenn sie die Schwestern gefunden hatten. Außerdem war bis zu seiner Geburt noch Zeit. Zwar nur noch ein paar Wochen, aber besser als nichts. Wenn er überhaupt gezeugt wurde... . Chris riss sich von seinen Gedanken los. Es nütze nichts, sich den Kopf mit zusätzlichen Sorgen zu füllen.

,Wie sollen wir den Weg finden?'', fragte er, als Leo ein ,Still!'' flüsterte. Chris schwieg. Hatte sein Vater etwas gehört? Er spitze die Ohren und lauschte. Erst war da nur die Stille. Dann waren dort Stimmen. Man suchte immer noch nach ihnen. Die Stimmen kamen näher. ,Du musst dich geirrt haben, wir haben schon alles durchgesucht, hier ist niemand!'' ,Ich glaube immer noch, dass sich hier jemand versteckt. Und ich werde sie finden!'' ,Du hast Hirngespinste! Hier ist niemand! Hör doch auf mich!'' Die Stimmen waren ihnen sehr nahe gekommen und Leo und Chris drängten sich weiter in die Dunkle Ecke, denn die beiden Dämonen kamen offensichtlich mit Fackeln. Ein Licht erhellte den Gang und kurz darauf gingen die beiden Dämonen an ihnen vorbei. Leo und Chris hielten den Atem an und versuchten sich noch weiter im Schutz der Nische zu verstecken. Und sie hatten Glück. Die Dämonen gingen vorbei, ohne etwas zu bemerken.

,Jetzt mach schneller'', sagte einer der Dämonen. ,Ich habe Hunger. Wir müssen noch zur Opferungszeremonie, bevor es was zu Essen gibt.'' Leo und Chris sahen sich an. Im spärlichen Licht der Fackel sahen sie das Leuchten in den Augen des jeweils anderen. Sie nickten. Wenn sie den beiden Dämonen folgen, dann mussten sie auch den gesuchten Dolch finden.

Hm… find es eigentlich schade, dass es so wenig Reviews gibt, aber was soll man machen, wenn die stillen Leser nichts sagen… Wär nett, mal was von euch zu hören!