Disclaimer: Gundam Wing und die Charaktere gehören nicht mir sondern Sunrise und Bandai. Ich verdiene auch kein Geld mit dieser Geschichte.
Kapitel 10
Quatre und Heero standen am südlichen Eingang des Lagers und beobachteten mit Interesse die zahlreichen Pferdewagen, die den Nachschub lieferten. Auch einige Kaufleute aus den Grenzgebieten folgten dem Tross und hofften auf gute Geschäfte, jetzt wo die Schlacht vorbei war und die Stimmung der Soldaten wohl nicht besser sein konnte. Außerdem hofften sie alle auf eine die baldige Rückkehr und nicht wenige der Männer wollten ihren Familien im fernen Rom eine Kleinigkeit aus Germanien mitbringen.
Der kleinen Karawane gehörte ebenfalls ein Pferdehändler an, der gerade mit seinen Tieren an den beiden Tribunen vorüberzog.
„Der sieht gut aus.", meinte Heero und deutete auf einen Hengst, der an einem der Wagen angebunden war.
Quatre nickt zustimmend. Ja, das Pferd hatte ein glänzendes Fell, war gut genährt und sah gesund aus. Ihm schien das Gewimmel und der Lärm der Händler, die ihre Waren anpriesen, nichts auszumachen. Ruhig trottete es durch das Lager und Heero und Quatre folgten ihm.
Natürlich gab es in der Armee genügend Pferde, die Heero hätte reiten könnten. Doch nachdem sein Lieblingstier in der gestrigen Schlacht getötet worden war, wollte er sich selbst nach einem adäquaten Ersatz umsehen.
Quatre war nach seinem morgendlichen Gang durch das Lager und der Inspektion der Vorräte auf dem Weg zurück zu seinem Zelt gewesen als er Heero gesehen hatte und da er nichts besseres zu tun hatte, leistete er diesem jetzt Gesellschaft. Wohl auch deshalb, weil Heeros Gesicht auffällig blass war und Quatre sich sorgte, dass Heero sich trotz seiner Wunden überanstrengte. Jeder normale Mann würde wohl noch tagelang in seinem Zelt bleiben, aber Heero... nun ja. Heero war in dieser Hinsicht alles andere als normal und verfügte über einen geradezu eisernen Willen.
So humpelte der junge Tribun auch mehr als dass er lief und seinen linken Arm trug er in einer Schlinge. Sally hatte dies verordnet nachdem sie Heero schon am frühen Morgen im Lager herumlaufen gesehen hatte. Die Ärztin hatte ihm zwar Bettruhe verordnet, aber eingesehen, dass sie ebenso gut zu einer Statue aus Marmor hätte sprechen können. Es hätte den gleichen Effekt gehabt.
Aber auch Quatre machte sich Sorgen um Heero. Treize mochte es nicht glauben, doch die beiden jungen Offiziere waren gute Freunde. Wenn es nicht gerade um Fragen der Kriegsführung ging, denn da entzweiten sie sich regelmäßig und jeder wollte vor dem Legat glänzen.
Unauffällig schlenderten sie beide um den Platz in der Mitte des Lagers und nahmen den Händler und die handvoll Pferde in Augenschein, der er mitgebracht hatte. „Allesamt gute Tiere.", bemerkte Quatre erfreut. Er würde es bei nächster Gelegenheit Trowa berichten, der zu Hause in Rom auch für die Pferde des Legaten verantwortlich war. Vielleicht wollte sich Treize ein neues Pferd für seine Zucht kaufen.
„Ob sie auch für die Schlacht taugen?" Natürlich war ein Pferd für einen Soldaten nur brauchbar, wenn es sich durch lautes Geschrei und dem ohrenbetäubenden Schlachtenlärm nicht aus der Ruhe bringen ließ.
„Ich denke schon. Sehen wir uns den Hengst näher an." Quatre deutete auf den Rappen, den Heero vorher schon ausgemacht hatte.
Der Händler rieb sich bereits erwartungsfroh die Hände als er die beiden Männer sah. Das waren junge Edelleute, da konnte er ruhig den Preis etwas erhöhen.
Doch dies wussten natürlich auch Heero und Quatre. Sie banden den Hengst los und Heero nahm die Hufe und das Gebiss näher in Augenschein, so gut das mit einem Arm ging, während Quatre das Pferd festhielt.
„Nie ist Trowa da, wenn man ihn braucht.", spottete Heero. Nur zu gerne hätte er sich die Meinung des Dieners eingeholt, der mit Tieren schon immer ein sicheres Händchen gehabt hatte. Doch Trowa war mit ihrem Legat auf einen kleinen Ausritt gegangen, ganz sicher würde es erst Abend werden bevor die beiden zurückkehrten.
„Wer braucht mich?"
Quatre und Heero wandten sich verdutzt um. „Ich dachte, du wärst mit Treize unterwegs." Nicht, dass Quatre sich etwa nicht freuen würde seinen Geliebten zu sehen.
Trowa schnaubte auf, es klang eindeutig verärgert und er machte eine wegwerfende Handbewegung. Dann näherte er sich dem Pferd und streichelte es. „Für dich Heero?"
„Ja. Könntest du ihn dir ansehen?"
Ein Lächeln erhellte die Züge des Dieners. „Gerne."
„Also was ist mit Treize?", verlangte Quatre zu wissen während nun Trowa sich die Hufe näher besah.
„Es gab einen kleinen Zwischenfall im Wald. Ein paar Soldaten wollten sich an einem Germanen vergehen."
Mehr brauchte Trowa nicht sagen. Den beiden anderen war klar wie Treize darauf reagiert hatte. Es war nicht so, dass Treize dieser Form von Liebe zwischen zwei Männern abgeneigt wäre – ganz im Gegenteil. Vielmehr verabscheute er es, wenn Soldaten durch solche Taten den Ruf der römischen Armee in ein zweifelhaftes Licht tauchten.
„Dann sollte ich mich um den Germanen kümmern und er selbst ist alleine fort geritten."
„Das sollte er wirklich nicht tun.", stimmte Heero zu und Quatre nickte besorgt. Niemand wusste, ob es nicht noch kleine versprengte Gruppen von Germanen in diesen tiefen Wäldern gab, die sich nur zu gerne an einem einzelnen Römer rächen wollten. Sicher, Treize war einer der besten Schwertkämpfer die es gab. Ebenso war er ein guter Bogenschütze, aber selbst der beste Mann war gegen eine Übermacht oder einen Hinterhalt machtlos.
Außerdem würde es bald beginnen zu schneien. Der Himmel war bereits den ganzen Morgen grau und die Luft roch nach Schnee. In einem fremden Wald war es schon schwer genug sich zu orientieren, aber wenn dann noch alles unter einer Decke aus Schnee verborgen war, würde sich selbst ein Germane hier verirren.
Manchmal tat Treize wahrlich Dinge, die einfach nur leichtsinnig und sogar kindisch waren. Aber Quatre konnte seinen Befehlshaber auch verstehen, sicher wollte Treize einmal wirklich alleine und nicht ständig von seinen Dienern und den Soldaten umgeben sein.
Nachdem Trowa den Rappen einmal umrundet hatte, schwang sich auf dessen Rücken. Der Hengst schüttelte zwar wild mit dem Kopf, fügte sich aber und ließ es geschehen, dass Trowa mit ihm einmal den Platz umrundete und ihn aus dem Lager ritt. „Ich würde ihn kaufen, allerdings muss man sehen, wie er sich in einer Schlacht macht.", empfahl der Diener kurz darauf wieder zurückkam. „Aber er lässt sich gut reiten."
Heero war mehr als erfreut das zu hören und machte sich bereits daran den Händler ausfindig zu machen. Quatre und Trowa ließen ihren Freund den Kauf alleine zu Ende führen und entfernten sich von dem Trubel, der mittlerweile auf dem Platz herrschte. Die Händler hatten ihre Waren ausgebreitet und jeder der Soldaten, der gerade keine Wache schieben musste, versammelte sich hier.
„Es wird Zeit, dass wir nach Hause zurückkehren.", meinte Trowa mit einem Blick zurück auf das Gewimmel.
„Sagst du das, weil dich Treize im Wald stehen gelassen hat?"
„Auch. Irgendetwas belastet ihn. Duo und ich merken das ganz deutlich."
„Wahrscheinlich fehlt ihm Wufei.", raunte Quatre, fast unhörbar und Trowa sah ihn daraufhin entgeistert an. „Unser Legat ist gewissen Dingen nicht abgeneigt.", führte Quatre dann weiter aus. Natürlich wusste niemand außer Quatre, Heero, Sally und den beiden Dienern von diesen Vorlieben. Auch wenn sie in der römischen Gesellschaft nicht gerade ungewöhnlich waren.
„Das meinte ich nicht. Wufei und unser Legat haben noch nie... Ich glaube... Ja, ich glaube da eher, dass ihm Claudius fehlt."
„Claudius? Der Schauspieler vom Apollotheater? Das war mir neu." Wie jeder gute Römer war auch Quatre Klatschgeschichten nicht abgeneigt. Man wusste, dass dieser junge Schauspieler namens Claudius zwei Monate vor dem Feldzug einen reichen Gönner geangelt hatte, doch mehr auch nicht. Sollte Treize sich etwa jetzt für die Schauspielkunst interessieren? War dieser Gönner?
„Nun ja, wenn ich mehr als ein Jahr ohne dich auskommen müsste," Quatre zog Trowa in den geschützten Eingang seines Zeltes. „dann würde ich auch ungemütlich werden." Er lachte dabei und sah Trowa an.
Mit neu erwachtem Hunger küsste Quatre seinen Geliebten und bettelte mit der Zunge um Einlass in diese feuchte, warme Höhle. Prompt wurde er ihm gewährt und Quatre erkundete aufs Neue den ihm so vertrauen Mund. Er zog Trowa tiefer in das Zelt hinein und als sie ihren Kuss wohl oder übel lösen mussten, stolperte Quatre bereits gegen sein Bett.
„Ich habe eine wundervolle Idee.", raunte er und seine Finger lösten die Schnallen, von Trowas Gürtel an dem das Schwert und die Peitsche hingen. Er ließ sie einfach auf den Boden fallen und schnürte die Bändern von Trowas Tunica auf.
„Ah, ich kann es mir denken.", gab Trowa zurück und tastete nun selbst nach den Fibeln, die Quatres Mantel hielten.
„Einwände?", gierig sog Quatre an der neu entblößten Haut am Hals seines Freundes. Im Gegensatz zu seiner eigenen Haut war sie in einem anziehenden Bronzeton gebräunt und strahlte eine ganz eigene Lebendigkeit und Stärke aus. Anders als Quatres blasser Teint.
„Keineswegs."
„Gut." Quatre konnte nicht genug davon bekommen, immer wieder musste er diese Haut küssen und ihr sein Zeichen aufdrücken. Doch wohl oder übel musste er sich jetzt etwas zurückhalten. Denn obwohl Trowa bereits halbnackt vor ihm stand. Quatre selbst trug noch seine Rüstung und es erforderte seine ganze Aufmerksamkeit diese abzulegen, das Gehänge mit dem Schwert, den Brustpanzer und die Beinschienen.
Doch schließlich trug auch er nur noch die rote Tunica, die so charakteristisch für römische Legionäre war. Schnell zog sich Quatre auch diese aus und stand seinem Geliebten nun völlig nackt gegenüber.
Trowa schien dieser Anblick mehr als nur zu gefallen, die anfänglich Wölbung unter seiner Kleidung wurde zu einer sehr ansehnlichen Beule und seine Hände zitterten als er sie auf Quatres Blutergüsse legte. Ein Relikt seiner gestrigen Begegnung mit den Germanen und seinem waghalsigen Ritt durch den Wald. In der Nacht hatten sie ihm zu schaffen gemacht, doch jetzt war all dieser Schmerz vergessen und Quatre spürte nur noch die Berührungen dieser ach so geliebten Finger, die hinabglitten zu seiner Körpermitte. Und ihm schien als ob sich sein Dasein nur noch auf diese Region beschränken würde.
Als dann Trowa noch vor ihm niederkniete, sein Kinn an Quatres Bauch stützte und zu ihm hinaufsah, da konnte er nicht anders als zu lächeln. Er umfing Trowas Gesicht mit seinen Händen, liebkoste mit dem Daumen die Lippen seines Geliebten und dieser ließ seine Zunge hervorschnellen und netzte den Eindringling mit Feuchtigkeit.
Federleichte Küsse wurden auf Quatres Bauch verteilt und ungeduldig wartete dieser darauf, dass sie doch endlich weiter hinabwandern würden.
Als Trowa endlich seine Zunge über Quatres Schaft gleiten ließ, war es diesem als hätte ihm Amor selbst einen brennenden Pfeil durch sein Inneres getrieben. Laut stöhnte er auf und warf den Kopf zurück, kaum in der Lage sich noch auf den Beinen zu halten. Zu intensiv waren die Empfindungen, die ihn durchströmten.
Doch es war kein Gott, der ihm diese Empfindungen bescherte. Es war sein Trowa, sein Geliebter und der legte seine Hände auf Quatres Hüften und erhob sich. Auch Trowa atmete bereits schwer und seine bronzene Haut glänzte im schummrigen Licht des Zeltes.
Quatre war beinahe enttäuscht als sich Trowa aufrichtete. Doch als der Diener sich mit den Händen auf den Rand des Bettes stützte und Quatre aus jenen dunkelgrünen Augen einen auffordernden und leidenschaftlichen Blick zu warf, da war Quatre mehr als nur entschädigt. Er liebte es, wenn sich Trowa ihm so anbot. Ihn ansah, als ob er sich nichts mehr wünschte als dass Quatre ihn in Besitz nehmen würde. In ihn stoßen würde, bis es nicht mehr ging und schlussendlich tief in seinem Inneren die Spuren seiner Begierde hinterlassen würde.
Quatre streckte die Hand aus und glitt mit einem Finger die Furche an Trowas Rücken hinab. Er spürte wie dieser daraufhin erschauerte und auch leise ächzte. Dann griff er nach Trowas Pobacken, verschwendete einen kurzen Augenblick daran sich darüber zu erfreuen wie fest sie waren und trat dann noch einen Schritt näher um in dem Körper seines Geliebten zu versinken.
Wie oft hatte er dies schon getan und doch war es für Quatre jedes Mal ein überwältigendes Gefühl. Diese Enge und der feste Griff um seinen Schaft, der ihn beinahe unbarmherzig umschloss, ihn dazu veranlasste sich sogleich zu verströmen, wenn er sich nicht wieder ein Stückchen zurückzog.
Trowa stöhnte auf, ein kehliger Laut, so voller Wohlbehagen und Lust, dann bog er den Rücken durch und griff nach Quatres Hand. Fest drückte er sie und seine Fingernägel gruben sich in Quatres Fleisch.
Der beugte sich nach vorn, biss seinen Liebsten in den Hals und bemerkte erfreut das Zucken, das daraufhin durch den Körper des anderen lief.
Langsam zog sich Quatre zurück, wieder stöhnte Trowa und schien es nicht abwarten zu wollen, bis Quatre zustieß, sich wieder in ihm vergrub.
Lange würde sie es nicht mehr aushalten und Quatre griff nach Trowas warmen, pulsierendem Schaft. Ließ seine Hand auf und ab gleiten während er seine Hüften vor und zurück bewegte. Immer schneller und immer heftiger, bis schließlich sein Geliebter einen markerschütternden, tiefen Schrei von sich gab und die Bettlaken und Quatres Finger mit den Spuren seiner Leidenschaft befleckte.
Noch einmal ließ Quatre seine Hüften nach vorne schnellen, dann ein zweites Mal und ein drittes Mal bis er auch er sich in den mächtigen Empfindungen verlor, die der Gott ihm schickte.
