Tatatatataaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa. Das zehnte Kapitel und die lang erwarteten Prüfungen warten nur darauf gelesen zu werden, wollen wir doch mal sehen, was Ile alles so kann, hm? ;)

Ich weiß es schon! (höhö)

Vielen Dank mal wieder an meine Reviewer: Sus, meine liebe Bald-Lehrerin Kiene (hoffe, dir geht's gut;)), lauretta8 und Rubics Cube, hab' euch alle lieb. Und freu mich auf weitere Reviews von euch.


Prüfungen

Ile ging langsam zurück zu seiner Baumbehausung. Eragon schien ziemlich verwundert darüber gewesen zu sein, dass er ihn besucht hatte, vor allem schien er am Anfang wütend über irgendetwas gewesen zu sein, Ile hoffte inständig, dass nicht er der Grund war, denn er wollte keinen der anderen beiden Drachenreiter gegen sich aufbringen. Sie mussten schließlich zusammen kämpfen und sich auch vertrauen können.

Du redest von Vertrauen?, Ile hasste diese Stimme in seinem Kopf, die sich immer sehr nach seinem Vater anhörte, denn es war sein Gewissen und das meldete sich immer in den unpassendsten Momenten. Irgendwann wirst du es ihnen erzählen müssen, ob du willst oder nicht.

Ja, ich weiß, gab Ile trotzig zurück, aber noch nicht!

Er stieg schon die Treppe hoch und als er oben angekommen war, ging er geradewegs in das Schlafzimmer. Hírador war noch nicht da, was ihn nicht wirklich wunderte, da dem Drachen wohl noch immer viel Aufmerksamkeit zuteil wurde, Ile gönnte ihm das von Herzen und freute sich für seinen Drachen.

Ile zog seine Robe aus und sein Untergewand wieder an und legte sich ins Bett, morgen würde bestimmt ein anstrengender Tag werden.

Er dachte wieder daran, wie Eragon geguckt hatte, als er ihn gefragt hatte, was wohl nach der Schlacht mit Galbatorix sein würde. Eragon schien sich über so etwas noch gar keine Gedanken gemacht zu haben, doch Ile konnte das nicht verstehen, denn es ging immerhin um ihr aller Schicksaal. Dachte Eragon womöglich, dass er den Kampf mit Galbatorix nicht überleben würde, dachte er, es würde keinen Sinn machen über so etwas nachzudenken? Ile dachte an fast nichts anderes, aber vielleicht auch nur, weil er sich nicht eingestehen konnte, dass dieser Kampf sein Ende sein konnte. Er konnte sich nicht vorstellen nur so kurz zu leben, denn die alles entscheidende Schlacht würde bald kommen, das war jedem klar, auch ihm, doch sterben würde er nicht! Das schwor er sich hiermit und gleichzeitig wusste er, dass er nie selbst über sein Schicksaal würde entscheiden können, zumindest nicht ganz allein.

Machst du dir schon wieder so viele Gedanken, Ile?, Hírador war gerade im Anflug auf den Eingang, der für ihn vorgesehen war, Du solltest wirklich damit aufhören, davon bekommt man graue Haare und das wäre in deinem Alter doch etwas merkwürdig, meinst du nicht?

Wie so oft musste Ile über seinen Drachen grinsen, Hírador schien das perfekte Gegenstück zu ihm zu sein, er brachte Ile von seinen trüben Gedanken weg und zeigte ihm die fröhliche und unbeschwerte Welt, während Ile Hírador den Ernst des Lebens beibringen konnte.

Du weißt doch, mein Freund, ich mache mir immer Gedanken. Auch über, wie nennst du diese Fragen noch gleich? „Dinge, die einen Weisen zur Verzweiflung bringen, doch dem Narren vollkommen egal sind".

Ja, so bist du nun mal, Ile und genau deswegen, bin ich bei dir geschlüpft.

Hírador flog elegant durch die Öffnung und stupste Ile kurz darauf mit seiner Nase an, um ihm seine Zuneigung zu zeigen.

Danke, sagte Ile nur und vergrub sein Gesicht in dem seines Drachen. Er konnte Híradors warmen Atem auf seiner Haut spüren und fühlte sich sofort zu Hause, seit einem Jahr schon wusste Ile, was er in seinem bisherigen Leben vermisst hatte, nämlich die Nähe des Drachen, welcher zu ihm gehörte. Früher hatte er immer geglaubt, dass der frühe Verlust seiner Mutter in ihm diese Gefühle ausgelöst hatte, doch das Eigentliche war das Fehlen des besten Freundes gewesen und er war einfach nur froh, dass er diesen jetzt endlich gefunden hatte. Hírador war es in seinem Leben in dem Ei natürlich nicht anders ergangen, er hatte ewig auf den gewartet, bei dem er schlüpfen konnte und dann war Ile gekommen und hatte ihn befreit, aber umgekehrt war es genauso gewesen, Hírador hatte Ile wieder näher zu seinem Vater gebracht, die beiden hatten die Beziehung zueinander, nach dem Tod von Iles Mutter, verloren, doch Hírador hatte Iles Vater die Gelegenheit gegeben, sich in Iles Augen wieder zu beweisen.

Denk nicht mehr so viel nach, Ile. Morgen ist ein großer Tag, die Prüfungen liegen an und wir sollten ausgeschlafen sein, findest du nicht?, Hírador gähnte und Ile konnte dabei das gigantische Maul des Drachen in seinen vollen Ausmaßen sehen.

Ja, aber nur, wenn du mich bis dahin nicht ausversehen gefressen hast

Der Drache klappte auf der Stelle sein Maul zu, was ein äußerst unangenehmes Geräusch erzeugte, welches Ile die Nackenhaare zu Berge stehen ließ.

Hírador legte sich nun auf das Podest, während es sich Ile im Bett bequem machte, die Decke, unter der er lag, verbannte er jedoch recht schnell wieder, da ihm darunter zu warm war.

Kurz darauf waren die beiden schon eingeschlafen und man hörte nur noch tiefes Atmen aus der Baumbehausung der beiden.

Der nächste Morgen brach mit einer hellen Sonne an, die, zu Iles Unglück, genau auf ihn schien und er davon natürlich wach wurde. Jetzt verfluchte er sich dafür, am Abend zuvor nicht die Schutzvorrichtung zugezogen zu haben. Doch er wollte jetzt nicht aufstehen, um seinen Drachen nicht zu wecken, dieser lag, natürlich noch friedlich schlafend, immer noch auf seinem Podest. Ile konnte alle möglichen Grüntöne erkennen, jetzt, da die Sonnenstrahlen auf seine Schuppen fielen.

Ile schaute bewundernd zu, wie sich das Licht an dem natürlichen Schutz seines Drachen brach und dachte gleichzeitig an die bevorstehenden Prüfungen. Er fragte sich, was wohl von ihm und seinem Drachen verlangt werden würde. Der Schwertkampf war natürlich klar und er wusste auch, dass die Elfen sehr erstaunt sein würden, wenn er einen von ihnen schlagen konnte. Er wusste nicht genau warum, aber er wollte unbedingt den Elfen im Schwertkampf schlagen, den sie ihm vorsetzen würden. Wahrscheinlich einen nicht allzu erfahrenen, denn sie dachten ja nicht, dass er schon so weit in seiner Ausbildung vorangeschritten war. Die Magie-Prüfung würde auf jeden Fall auch drankommen, hauptsächlich wahrscheinlich um zu testen, welche Wörter er in der Alten Sprache kannte. Gut, dass die Elfen nicht wussten, dass es noch ein Dorf außerhalb ihres Waldes gab, dass die Alte Sprache auch noch oft benutzte. Es war zwar nicht die Muttersprache, doch man sprach doch noch oft in ihr, um die Deutlichkeit seiner Worte zu unterstreichen. Ile glaubte auch, dass man sie im Wissen um Alagäsia prüfen würde. Hírador würde vermutlich seine Fähigkeiten im Fliegen beweisen müssen und sein Wissen über Winde und Luftlöcher und sonstiges würde man wohl auch abfragen.

Innerlich lachte Ile. Das alles hatten sie schon vor Ewigkeiten gelernt, hauptsächlich von seinem Vater, doch auch sein Dorf hatte tatkräftig mitgeholfen. Er hatte niemandem gegenüber Verpflichtungen eingehen müssen, die Leute im Dorf hatte er freiwillig beschützt, besonders vor den wilden Tieren, die in letzter Zeit sehr umtriebig geworden waren, aber auch vor Urgals musste er seine Leute beschützen.

Nach dem Tod seines Vaters, waren die meisten Dorfbewohner in ihren Hauptsitz umgezogen, wo sie jetzt auf Ile und Hírador warteten, bis sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben würden. Mit dem Gedanken daran, welche Verantwortung er durch den Tod seines Vaters übertragen bekommen hatte wurde Ile fast schlecht. Er glaubte einfach nicht daran, dass er so ein guter Führer war wie sein Vater, doch das gesamte Dorf glaubte an ihn, auch die, die nicht im Dorf gelebt hatten, hatten sich für ihn ausgesprochen, als sie die letzte Versammlung gehabt hatten. Obwohl sie die Entscheidung nach Ellesméra zu gehen, Ile überlassen hatten, waren sie doch alle dafür gewesen, dass er hier her kam. Schließlich hatte er es auch für die beste Idee gehalten.

Ile stand auf und zog seine Hose an, dann ging er zu der Öffnung, durch die Hírador immer kam und sah nach draußen.

„So früh schon auf?", Ile drehte sich erschrocken um. Vor ihm stand Eragon, er hatte ihn nicht kommen hören, so tief war er in Gedanken gewesen. Wieder mal ärgerte er sich über sich selbst, dass er nicht aufmerksamer war, so wie sein Vater es immer gewollt hatte.

„Ähm, ja, ich..- ähm", mehr brachte Ile in dieser Schrecksekunde nicht raus. Er schüttelte einmal kurz den Kopf und schaffte es, wieder klar zu denken, „Ich bin etwas früher wach geworden."

Eragon hatte weniger festliche Kleidung als auf dem Fest an, doch sie wirkten immer noch recht königlich. Ile musste das Hochziehen seiner rechten Augebraue mit allem Willen unterdrücken. Er wollte Eragon schließlich nicht beleidigen.

„Verstehe", Eragon schmunzelte vor sich hin. Er dachte wohl, dass Ile aufgeregt war und deshalb nicht hatte schlafen können. Ile wusste, dass es keinen Zweck hatte ihm das auszureden und so schwieg er einfach und wartete darauf, dass Eragon wieder das Wort ergriff.

Er musste auch nicht lange warten: „Vielleicht hast du dich schon gefragt, was du heute beweisen musst", Ile nickte zum Zeichen, dass er wirklich schon darüber nachgedacht hatte, „Gut. Wie die Königin schon gesagt hat gehört heute der Schwertkampf dazu,", Ile fragte sich in seinem Geist, warum das eigentlich immer als erstes genannt wurde, „dann natürlich die Magie und du wirst auch gefragt werden, was du von der Alten Sprache weißt, denn es ist nicht damit getan, dass man nur Worte sagt, man muss sie auch in der richtigen Grammatik aussprechen", an dieser Stelle sagte Ile gar nichts, denn er hatte keine Lust, dass Eragon jetzt schon fragen stellen würde, die konnte er sich für später aufheben, denn Ile wusste ganz genau, dass man die richtige Grammatik benutzen musste, „Auch dein Drache wird geprüft werden, aber nicht von den Elfen, denn diese fühlen sich zu unwürdig dafür."

Hier horchte Ile zum ersten Mal auf. Würde er wirklich heute schon den legendären Drachen Glaedr kennen lernen? Sein Lehrmeister in Geschichte hatte ihm viel von dem goldenen Drachen erzählt.

Nach außen hin bewahrte er jedoch seine neutrale Maske und hob nur in höflicher Neugier die Braue. „Wirklich?"

„Ja, du wirst bestimmt staunen, so ging es zumindest mir und Murtagh, als wir ihn zum ersten Mal trafen. Die Prüfungen beginnen in einer Stunde, ich habe dir etwas zu Essen mitgebracht, dein Drache kann sich natürlich noch etwas anderes fangen", damit verließ er Ile dann auch.

Hast du zugehört?, diese Frage richtete sich an Hírador, der, kurz nachdem Eragon aus der Tür war, die Augen aufgeschlagen hatte. Ile hatte natürlich bemerkt, dass sein Drache wach geworden war.

Ja, glaubst du, wir bekommen Glaedr heute schon zu sehen? Und seinen Reiter Oromis?, Hírador klang aufgeregt.

Ich weiß nicht, aber es könnte schon sein, oder?

Hoffentlich! Ich möchte den Drachen sehen. Er kann mir bestimmt noch einiges beibringen, nichts gegen deinen Vater, aber er war nun mal kein Drache.

Ile schnaubte. Bist du dir da so sicher? Ich nämlich nicht.

Hírador lachte kehlig und flog nach draußen, um noch zu frühstücken. Ile ging währenddessen baden und aß danach sein Frühstück, das er von Eragon bekommen hatte, dann zog er seine Kleidung an, die er schon angehabt hatte, nicht die der Elfen, weil sie ihm zu feierlich schienen, natürlich durfte sein Schwert nicht fehlen. Dann war die Stunde auch schon fast um und er machte sich auf den Weg nach unten.

Hírador wartete schon auf ihn, genauso wie Gerat, der gespannt zu Ile hochsah, wohl in der Hoffnung ihn vollkommen aufgelöst zu sehen, doch Ile war immer noch sehr gelassen, er wusste, was er konnte und was man ihm noch beibringen musste. Er beherrschte alle Standarttricks der Drachenreiter, was er wollte, war eine Ausbildung auf höherem Niveau. „Guten Morgen, Drachenreiter", Gerat verbeugte sich und er hatte natürlich wieder in der Alten Sprache gesprochen.

„Einen guten Morgen auch dir Gerat", Ile hatte keine Lust auf die Spielchen des Elfen, doch er wollte den Schein wahren und sagte diese Worte auch in der Alten Sprache, was ihn keinerlei Mühe kostete, was wiederum Gerat zu ärgern schien.

„Die Königin erwartet dich und deinen Drachen am Übungsplatz." Ile nickte und sie gingen zum Platz.

Keiner der Elfen trainierte heute, sie alle standen um das Rund herum und beobachteten Ile, Gerat und Hírador, wie sie immer näher kamen. Sie alle wollten sehen, wie sich der letzte der drei neuen Drachenreiter schlug. Die Königin stand mit ihrer Tochter und den anderen beiden Drachenreiter an der gegenüberliegenden Seite des Platzes. Bis jetzt war in der Mitte noch niemand zu sehen, doch Gerat nickte Ile zu und er ging festen Schrittes zur Mitte des Übungsfeldes, sein Drache war kurz hinter ihm.

Die Königin schaute interessiert zu Ile hinüber, Eragon und Murtagh wirkten gut aufgelegt und Arya schaute wie immer so, dass man nicht wusste, was sie dachte. Saphira und Dorn standen etwas hinter den anderen, doch sie waren so groß, dass sie alles überblicken konnten.

Und dann hörte Ile, genau zur selben Zeit wie Hírador, das Geräusch von Flügelschlagen, kurz darauf sahen sie auch schon etwas großes, goldenes auf sich zufliegen. Ile zog scharf die Luft ein, dies war tatsächlich Glaedr und wenn ihn nicht alles täuschte, saß auf seinem Rücken Oromis, sein Reiter.

Sein Vater hatte ihm von den beiden erzählt, sie waren die einzigen, die von den Reitern übrig geblieben waren und sie versteckten sich, weil sie beide nicht mehr kampffähig waren und keine unnötige Aufmerksamkeit auf die Elfen lenken wollten.

Dann landeten die beiden auch schon und Oromis stieg schwerfällig von seinem Drachen, Glaedr fehlte eins seiner Vorderbeine, Oromis schien äußerlich nichts zu fehlen, doch Ile wusste, dass er eine innere Sperre hatte, welche verhinderte, dass er höhere Magie einsetzen konnte, doch Ile war sich sicher, von ihm noch viel lernen zu können.

Sowohl Ile, als auch Hírador verbeugten sich, sie wussten, wen sie vor sich hatten. Die beiden schien es ein wenig zu überraschen, doch sie dachten sich anscheinend nichts dabei und Oromis kam auf Ile zu.

„Drachenreiter", das war alles, was er zunächst sagte, doch auch er sprach in der Alten Sprache. Ile gab das gleiche Wort zurück, dann führte er die Finger an die Lippen und grüßte Oromis auf die elfische Art und der gab den Gruß zurück.

„Willkommen zu deinen Prüfungen, Ile, der letzte der neuen Drachenreiter. Ich bin Oromis und dieser Drache dort ist Glaedr, wir waren einst Drache und Reiter, doch heute sind wir nur noch Lehrer", er lächelte und sah zu Eragon und Murtagh hinüber, „Heute werden wir sehen, was du alles kannst. Dein Drache wird getrennt eine andere Prüfung ablegen und zwar mit Glaedr und den anderen beiden Drachen, Saphira und Dorn. Fragen über mich werden wir auf später verlegen." Die ganze Zeit über hatte er in der Alten Sprache gesprochen.

Hírador lachte, aber nur so, dass Ile es hören konnte und sie wünschten sich gegenseitig Glück, danach flog er auch schon mit den anderen Drachen weg.

„Nun, Ile, da du alles zu verstehen scheinst, was ich sage, hast du deinen ersten Test schon bestanden, der zweite ist nun, dass du ein paar Worte der Alten Sprache sagen musst und dann werden Sätze drankommen und wir werden sehen, ob du mit der Grammatik gut klar kommst."

Natürlich kam Ile damit klar und so war diese Prüfung kein Problem für ihn. Die Elfen staunten nicht schlecht, als er alles richtig machte, was Oromis ihm auftrug, dieser behielt die ganze Zeit eine ruhige Miene und ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Er fragte und fragte, doch nichts konnte Ile erschüttern, er wusste, was er zu tun hatte und auch wie er es zu machen hatte. Sein Vater hatte dafür gesorgt.

Danach kam die Prüfung in der Magie dran. Er musste unter anderem Dinge in Bewegung versetzen, Wasser aus dem Erdreich aufsteigen lasse und noch anderes, was er mit Leichtigkeit erledigte. Danach kamen schwierigere Sachen dran, er musste zum Beispiel eine Kugel aus Wasser formen und in die seltsamsten Gestalten verwandeln. Dann wurde er über die Todesworte ausgefragt, die er auch alle kannte. Als sie damit fertig waren, sollte er mit der Magie seiner Umgebung einen Stein vom Boden heben, seine eigenen Reserven durfte er nicht anzapfen. Ile ging einen Moment in sich und nahm dann die Tiere und Elfen um ihn herum wahr, die Elfen blendete er direkt aus, ebenso die beiden Reiter, dann die schwachen Tiere und Pflanzen, was zurückblieb waren ein paar kräftige Hirsche und ein paar uralter Bäume, dann vollführte er den Zauber, ohne jemandem Schaden zuzufügen.

Das schien nun alle zu überraschen, denn selbst Oromis sah beeindruckt aus, dieser Ausdruck verschwand jedoch schnell wieder und sie machten weiter. Jetzt war die Geschichte der Drachenreiter dran. Innerlich lachte Ile über die Einfachheit der bisherigen Aufgaben, das hier war sein Lieblingsthema gewesen. Er wurde alles mögliche gefragt, vom Anfang bis zum Ende der Drachenreiter, aber auch über die richtige Pflege der Drachen, wo er einige Male keine Antwort hatte, weil er das mit seinem Vater nie durchgegangen war, da dieses Thema erst später hatte kommen sollen, doch so weit war es nie gekommen. Er war froh darüber einige neue Dinge zu erfahren und die Elfen schienen einfach froh, dass er etwas falsch machte.

Als er schließlich auch diese Prüfung bestanden hatte, wenn auch mit kleinen Mängeln, kam nun endlich das, worauf alle hier anwesenden gewartet hatten: Der Schwertkampf.

Doch nicht Oromis würde gegen Ile kämpfen, sondern Gerat, der mit einem überheblichen Grinsen in die Mitte des Platzes kam. Ile zitterte nun fast vor unterdrückter Vorfreude, endlich würde er beweisen können, was er mit dem Schwert alles konnte.

Gerat zog blank und er tat es ihm gleich. Er packte sein Schwert mit der rechten Hand und zog es aus seiner Scheide von seiner rechten Schulter. Nun waren die Elfen vollkommen baff, als sie sahen, wie es aussah: Zuerst war da die Farbe: Grün. Die Elfen wusste natürlich, wie man Schwerter färbt, doch sie wussten nicht, dass dieses Geheimnis auch anderswo bekannt war. Am Schaft lief es erst genauso, wie jedes andere Schwert auch, doch ab der Mitte waren Bogen in das Schwert geschmiedet, so dass es fast zusammenlief, doch dann noch mal breiter wurde, bis es schließlich zur Spitze kam. Ile war sehr stolz auf die Form seines Schwertes, er hatte auch lange dafür gebraucht, doch er konnte sicher sein, dass es so ein Schwert nirgendwo sonst gab.

Gerat schien für kurze Zeit etwas unsicher, doch das verschwand schon nach kurzer Zeit, dann machten sie ihre Schwerter unscharf, indem sie sie mit einer Schutzschicht umgaben und dann hob Gerat sein Schwert in Kampfposition und Ile tat es ihm nach. Dann wachte ein unseliger Gedanke in ihm auf. Er würde Gerat erst mal in Sicherheit wiegen und erst später zuschlagen, also wartete er auf den ersten Angriff, der auch prompt kam und zwar mit ziemlicher Härte, er wehrte ihn geradeso ab und taumelte in gespieltem Gleichgewichtsverlust. Gerat fühlte sich schon als Sieger und ließ sich etwas Zeit mit seinem nächsten Schlag und Ile tat wieder das Gleiche wie beim Ersten. Danach griff Ile Gerat an, doch der parierte mit Leichtigkeit und ging wieder zum Angriff über. Dies ging dann ein paar mal so, bis Gerat beschloss, dass Duell zu beenden, doch gerade, als er zum finalen Schlag ansetzte, ließ Ile sein Schwert mit übermenschlicher Geschwindigkeit auf ihn niedersausen. Gerat, der mit einem Gegenangriff gar nicht mehr gerechnet hatte, riss das Schwert herum und bekam den Schlag nur knapp pariert, was seinen angeborenen Reflexen als Elf zu verdanken war. Ile war jedoch nicht in gnädiger Stimmung und ließ eine Schlagfolge auf Gerat niederprasseln. Dieser wich aus, weil er keine Möglichkeit sah, sie abzuwehren und machte eine Rolle zur Seite. Ile folgte ihm mit einem Sprung und wartete bis Gerat sich ein bisschen erholt hatte, er wollte schließlich nicht unfair gewinnen. Gerat sammelte sich rasch wieder und nun ging der Kampf erst richtig los, denn weder Ile noch Gerat wollten sich jetzt geschlagen geben.

Sie schenkten sich nichts mehr und wurden in ihrem, inzwischen schon fast tödlichen, Tanz immer schneller. Dann gelang es Gerat die Oberhand zu gewinnen und er schlug auf Iles linke Seite ein, weil er hoffte, dass er die linke Seite nicht so gut verteidigen konnte, da Ile ja allem Anschein nach, Rechtshänder war, doch auf eine solche Gelegenheit hatte der nur gewartet. Ile wechselte die Führerhand und schickte Gerats Schwert auf eine Reise übers Feld, dann setzte er dem Elf die Spitze seines Schwerts an die Kehle.

Gerat schien gar nicht begriffen zu haben, was vor sich ging. Die beiden atmeten schwer. Dann brandete Beifall auf und Ile wurde wieder bewusst, dass er bei seiner Prüfung war, er sah sich erschrocken um und steckte sein Schwert weg. Gerat wirkte wie auf den Schlips getreten und ging ohne auch nur ein Wort zu sagen. Ile stand nun ganz allein auf dem Feld, während die Elfen begeistert von seiner Leistung schienen. Die Königin, Oromis, Eragon, Murtagh und Arya jedoch sahen den jungen Mann etwas entsetzt an, denn sie stellten sich alle die gleiche Frage: Woher konnte er das?

Doch dann kam Oromis über das Feld und gratulierte ihm zu seinem Sieg und er sagte hätte jetzt nur noch eine Prüfung vor sich.

Iles Gesicht fiel in sich zusammen. Noch eine Prüfung? Er hatte seine ganze Kraft in diesen Schwertkampf gelegt.

„Was macht dein Drache gerade?", nur das wollte Oromis wissen? Ile hätte fast laut aufgelacht.

„Er wird gerade von Glaedr in den verschiedenen Wegen einem Sturm auszuweichen geprüft."

„Drachenreiter! Komm bitte mit!", die Königin hatte gesprochen.


Ich kann leider nicht verprechen, dass ich immer so lange Kapitel schreibe, in Zunkunft, aber ich bemüh' mich :)