„Ein Kaktusfeld?" Ich schüttelte energisch den Kopf. „Da bekommen sie mich nicht hinein!"

Sie musterte mich kalt. „Haben sie einmal daran gedacht, dass unsere Verfolger das ebenso sehen werden?"

Ich streckte meinen Rücken und ignorierte gewissenhaft den Schmerz in meiner Schulter. „Diese besagten Verfolger haben wir jedoch seit mehr als sechs Stunden nicht mehr zu Gesicht bekommen!"

„Möchten sie ihnen heute Nacht gerne begegnen, Mr. Standish?" Ihr Kopf tat eine ungeduldige Bewegung in Richtung der mehr als mannshohen Kakteen. „Unser Weg mag ihnen unwirtlich erscheinen, aber er führt uns nach Osten und gewährt uns Deckung für die Nacht!"

Ich schüttelte erneut den Kopf, und weigerte mich zu begreifen, was ihre Worte andeuteten.

Da schob sie ihren Hut aus dem Gesicht und lächelte plötzlich.

„Sie haben doch Hunger, Mr. Standish, nicht wahr?"

„Ich wüsste nicht, was sie das angeht!"

„Ich höre ihren Magen knurren."

„Und was möchten sie mit dieser Interpretation der Umstände andeuten, Mrs. McKinnon?"

„Sagte ich das nicht bereits?"

Ich sandte ihr einen warnenden Blick. „Hören sie auf, mir die Worte im Mund umzudrehen!"

Doch anstatt sie zum Schweigen zu bringen, schienen meine Worte sie vielmehr zu amüsieren.

„Worüber schmunzeln sie?", fragte ich barsch.

„Sind sie immer so unfreundlich, wenn sie hungrig sind?" Sie lachte trotz der Erschöpfung, die ihr deutlich in das schmutzige Gesicht geschrieben stand.

Ich knurrte leise.

„Kommen sie, Mr. Standish." Ihre Hand berührte leicht meinen Arm. „Wir werden schon bald etwas zu essen für sie finden."