Titel: Rollenspiel

Autor: Laren

Disclaimer: Ich besitze absolut keine Rechte an Gundam Wing. Und ich gedenke auch keinen müden Pfennig mit diesem Geschreibsel zu verdienen.

Betadank: wie immer an Zanna. ‚knuddel'

So, nach einer längeren Pause (wegen zwei anderen Geschichten und dem wundertollen Urlaub in Ägypten) geht's auch endlich mit Rollenspiel weiter.

Ich hoffe es gefällt euch.


Voller Erwartung wählte Duo eine Nummer die er inzwischen sogar im Schlaf tippen konnte. Er war ziemlich aufgeregt – obwohl aufgeregt beschrieb es nicht wirklich. Er war erwartungsfroh, ja genau, dass passte besser. Heute würde es endlich mit seinem Plan einen Schritt voran gehen.

Die letzten zwei Tage hatte er sich noch zurückgehalten. Zum einen brauchte er immer noch Zeit um über die ganze Rollenspielsache und seiner Erkenntnis danach fertig zu werden, zum anderen wollte er es auch nicht zu schnell forcieren. Das könnte Heero misstrauisch machen und damit alles ruinieren. Aber ein gutes hatte es gehabt, er hatte etwas mehr über den nächsten Schritt nachdenken können.

Schon nach dem dritten Klingeln wurde die Verbindung aufgebaut und Duo bekam Heeros Gesicht auf dem Vidphone zu sehen. Automatisch machte sich ein warmes Lächeln auf Duos Gesicht breit. Er freute sich immer wieder den anderen zu sehen. „Hallo Heero," grüßte er.

Er konnte sich das ja vielleicht nur einbilden, aber für eine Sekunde sah es so aus, als wenn Heero auch lächeln würde. Zumindest sahen seine Augen etwas fröhlicher aus. „Hallo Duo, wie ich sehe bist du pünktlich."

Duo grinste. Er hatte die letzten Tage immer zur gleichen Zeit angerufen, und Heero hatte das jetzt sicher schon als festen Punkt in seinen Tagesplan eingefügt. „Aber natürlich. Und wie geht es dir, Heero?"

Diese Frage hatte er seinem Freund jetzt schon öfter gestellt, doch heute überraschte ihn Heeros Antwort ein wenig. Heero stockte für einen Moment, dann nickte er kurz und sagte schlicht, „Besser."

Duo zog seine linke Augenbraue hoch, dann begutachtete er seinen Freund genauer. Und tatsächlich die dunklen Augenringe waren verblasst, er sah insgesamt wacher und weniger fertig aus. ‚Besser' schien eine adäquate Beschreibung von Heeros Zustand zu sein. Das freute Duo mächtig. „Das ist toll, Heero. Wie kommts?"

„Ich habe deinen Ratschlag befolgt."

Duo zwinkerte. „Welchen von den vielen?" Er konnte es einfach nicht lassen das zu fragen. Immerhin wollte er doch wissen was Heero denn nun geholfen hatte.

„Nun, ich habe mit Gwen geredet. Habe sie gefragt ob sie bereit ist eine höhere Position einzunehmen."

„Lass mich raten, sie war begeistert von der Aussicht auf eine Beförderung?" scherzte Duo.

„Hn, dass damit auch eine ordentliche Gehaltserhöhung verbunden ist hat ihr auch zugesagt," antwortete Heero mit einem Lächeln in der Stimme. „Nein im ernst. Sie war davon begeistert endlich mal mehr leisten zu können. Und damit hat sie eigentlich Recht, sie ist seit Anfang an dabei, sie kennt die Firma fast so gut wie ich. Und auf ihr Urteil ist mehr verlass als auf meinen Aufsichtsrat. Sie wird sich gut dabei machen. Und sie hat dir im Prinzip Recht gegeben. Sie meint auch dass ich mich überarbeite und mich wieder mehr um meine eigentlichen Aufgaben kümmern sollte."

„Das ist echt toll. Hoffentlich wird die Gute jetzt nicht in Arbeit untergehen."

Heero wiegte den Kopf. „Ich befürchte dazu ist sie zu gut organisiert. Außerdem hat sie sich sofort aus dem Sekretärinnenpool eine eigene Assistentin besorgt. Das ist Gwen, sie fackelt nicht lange wenn etwas erledigt werden muss."

Das hörte sich für Duo wirklich gut an. Die Frau schien kompetent zu sein und sie würde wahrscheinlich dem Aufsichtsrat das Fürchten lehren. „Das sind wirklich gute Nachrichten, Heero."

„Ja und es ist noch nicht einmal alles. Ich habe auch mit Quatre gesprochen. Lang und ausführlich. Ich war dumm ihn nicht schon vorher um Hilfe gebeten zu haben."

„Hey kein Problem, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht Heero. Mach dir deshalb keine Vorwürfe," munterte Duo seinen Freund auf. Das würde ihm jetzt noch fehlen, dass sich der andere selbst zerfleischte weil er auf die naheliegendste Informationsquelle nicht gekommen war. „Ich nehme also an dass Quatre dir helfen konnte."

„Sehr sogar. Obwohl er im Grunde nur noch einmal wiederholt hat was du auch schon gesagt hast."

„Was soll ich sagen? Ich bin wohl ein Genie was die Leitung von Multinationalen Firmen angeht," kicherte Duo.

Heero lachte auch kurz. „Ja, sieht so aus. Vielleicht solltest du deinen Beruf als Autor an den Nagel hängen. Wie dem auch sei, Quatre hat mir ein paar gute Ratschläge zum Delegieren gegeben. Und er hat mir auch jemanden empfohlen den ich für meinen Aufsichtsrat einstellen soll."

„Das ist toll. Woher kennt Quatre ihn?"

Heero schaute kurz zur Seite, so als wenn er von einem Notizzettel etwas ablesen würde. „Es scheint so, dass Jamie – so heißt er – nach seinem Studium bei WEI zu arbeiten angefangen hat. Er scheint ziemlich unorthodox zu sein und hat in seiner Abteilung innerhalb kürzester Zeit einiges auf den Kopf gestellt. So wurde Quatre dann auch auf ihn aufmerksam. Er hatte eigentlich vor ihn langsam aber sicher für die oberste Führungsriege von WEI vorzubereiten, meinte aber dass Jamie mehr als perfekt für Wing wäre. Es wäre zwar ein Verlust für WEI aber Quatre findet dass Jamie sicher absolut begeistert von der Aussicht wäre für Wing zu arbeiten. Was auch stimmt."

Duo zog wieder seine Augenbraue hoch. „Oh, hast du ihn schon getroffen? Wieso ist dieser Wunderknabe denn so geeignet für Wing? Ich mein, gute neue Manager gibt es sicher viele?" Duo wusste auch nicht wieso er sich jetzt so in die Defensive gedrängt fühlte. Aber ihm kam die Geschichte ein bisschen Spanisch vor. Schließlich war Heero nicht dafür bekannt zu schnell Vertrauen zu anderen Menschen zu finden.

„Ja, ich hab fast den gesamten Vormittag mit Jamie telefoniert. Seit dem Gespräch bin ich mir wirklich sicher dass er der Richtige für den Job ist. Quatre hatte Recht, wir werden gut zusammen arbeiten können."

Das ging Duo wirklich zu schnell. Erst hatte es so lange gedauert bis er Heero davon überzeugt hatte, das dieser Hilfe brauchte. Und jetzt fand sein Freund schon beim ersten Versuch die richtige Hilfe? Natürlich glaubte Duo nicht das Quatre Heero jemandem empfehlen würde der gänzlich falsch für den Job war, aber dass Heero von heute auf morgen so eine Entscheidung fällte, das war schon komisch. „Bist du dir wirklich sicher?" fragte Duo deshalb nach.

Heero nickte kurz. „Ja. Soweit ich seine fachliche Qualifikation beurteilen kann hat Quatre mir wirklich den besten empfohlen. Und Jamie ist nett wir haben uns sofort verstanden. Du weißt wie schwer das mit mir ist… Und Jamie ist nicht nur nett, er ist ein absoluter Fan von Deathscythe, was einer der Gründe ist wieso Q so überzeugt davon war das er der richtige für den Job ist. Jamie ist letztes Jahr sogar der Online-Spiel-Champion geworden und hält seitdem den Punkterekord. Wir haben sogar schon vorher miteinander per Email kommuniziert – natürlich unter seinem Spielernamen, weshalb ich ihn nicht sofort erkannt hab. Ich habe ein wirklich gutes Gefühl was Jamie angeht. Er liebt Deathscythe und versteht worum es bei dem Spiel, bei der Firma geht. Ihn werden nicht nur stumpfe Marktanteilzahlen interessieren, sondern das Spiel an sich. Ich brauchte gar nicht lang zu überlegen um ihm ein Angebot zu machen."

Duos Alarmsirenen heulten auf. Dieser Jamie war also ‚nett' und ein Fan des Spieles – sogar ein Champion was auch immer das bedeutete. Wenn er so war wie alle anderen Fans von Deathscythe dann war er sicher auch jemand der den Boden anbetete auf dem Heero wandelte. Jetzt fehlte nur noch das Jamie auch gut aussah. Das klang alles viel zu perfekt. Das klang als ob Quatre sich dabei mehr gedacht hatte als Heero nur einen guten Mitarbeiter zu empfehlen. Wenn Duo es nicht besser wüsste, dann würde er annehmen müssen, das Q versuchte Heero mit diesem Jamie zu verkuppeln. Was im Prinzip ein guter Plan wäre, man gebe Heero einen netten, passenden jungen Mann an die Seite damit sie zusammen arbeiteten und nach kurzer Zeit würde Heero sicher anbeißen. Auf so eine Idee würde Quatre garantiert kommen.

Aber das würde er nicht tun, oder? Er würde doch nicht wissentlich Duos Pläne torpedieren. Schließlich war er doch derjenige der auch nach sieben Jahren immer wieder versucht hatte Duo davon zu überzeugen das er sich niemals von Heero hätte trennen dürfen. Da würde er doch nicht irgend so einen perfekten Partner vor Heeros Nase setzen und damit Duos Chancen verringern? Quatre war schließlich sein Freund!

Aber dann wurde Duo etwas anderes bewusst. Nämlich das Q ja gar nicht wusste dass er versuchte Heero zurück zu gewinnen. Noch vor ein paar Wochen hatte er die grundsätzliche Idee weit von sich gewiesen und von seiner erschütternden Erkenntnis das er Heero noch liebte hatte er außer Janine niemandem erzählt. Also konnte es doch sein das Q da versuchte den Kuppler zu spielen. Duo schluckte schwer. Er wollte keine Konkurrenz. Und ganz sicher keine die den ganzen Tag mit Heero zusammenarbeitete und bewiesenermaßen ein Deathscythe Fan war.

Aber was sollte er jetzt tun? Heero die Idee ausreden, nachdem es ihn soviel Überredungskunst gekostet hatte seinen Freund davon zu überzeugen dass er Hilfe in der Firma brauchte? Sicher nicht. Der Heero mit dem er heute telefonierte war wieder fast so wie der alte. Er sah zwar immer noch etwas erschöpft und fertig aus, aber wirkte nicht mehr so als wenn er das gesamte Leid der Erde auf seinen Schultern tragen würde. Und er hatte relativ schnell Vertrauen zu einer anderen Person gefasst. Was wäre Duo für ein Freund wenn er das torpedieren würde nur weil er sich vor ein wenig Konkurrenz fürchtete?

Ganz sicher nicht! Duo seufzte. Dann würde er sich halt etwas mehr anstrengen müssen. Es war sowieso Zeit für den nächsten Schritt seines Plans. Aber etwas interessierte ihn doch noch. „Online-Spiel-Champion?" fragte er mit Erstaunen in der Stimme.

Heero nickte. „Ja," antwortete er knapp. Aber er schien zu bemerken das Duo nicht wirklich viel mit der Antwort anfangen konnte. „Deathscythe kann man auch online spielen. Wir haben ein riesiges Netzwerk dafür. Dieses Netz wird durchschnittlich von 200000 Usern genutzt. Es gibt sogar Meisterschaften und im letzten Jahr hat Jamie die gewonnen. Mit einer sehr guten Punktezahl die bisher noch nicht geschlagen wurde."

Online spielen. Ja Duo hatte von der Möglichkeit in seiner Spielanleitung gelesen. Hatte sich aber erst nur auf sein eigenes Spiel konzentriert. In den letzten Wochen war er richtig süchtig nach Deathscythe geworden. Das Spiel war klasse. Duo nahm sich vor auch mal die Online Version zu probieren. Es konnte schließlich nicht schaden mehr Information zu bekommen. Außerdem würde er sich diesen Rekord von diesem Jamie mal anschauen. Wie schwer konnte es schon sein den zu brechen? Duo wusste das er irrational war und Unsinn dachte, aber das war ihm egal.

„Oh, da wir gerade davon reden, sind die Spiele die du von mir wolltest rechtzeitig angekommen?" fragte Heero.

Duo musste automatisch lächeln. Es war schön dass sich Heero so eine Kleinigkeit nicht nur gemerkt hatte, sondern auch von sich aus danach fragte. „Ja, hat alles geklappt Heero. Das Paket ist rechtzeitig angekommen und ich habe alle Informationen bekommen die ich brauchte."

Ein leichtes Lächeln huschte auch über Heeros Gesicht. „Das ist schön Duo. Ich hoffe sehr dass ich bald das Ergebnis deiner Forschung zu Gesicht bekomme."

Duo musste aufpassen das er sich nicht an seinem innerlichen Lachen verschluckte. „Oh, das wirst du schon noch Heero, keine Angst." Duo machte eine kurze Pause, dann entschied er sich jetzt endlich den nächsten Punkt auf den Tisch zu bringen. „Das führt mich aber zu meiner nächsten Frage, Heero. Ist unsere alte Wohnung gerade frei?"

Kurz nachdem sich herausgestellt hatte was für einen Erfolg Deathscythe war, waren Heero und Gordon aus der Wohnung ausgezogen. Heero und Duo hatten damals kurz beratschlagt was sie mit der Wohnung machen sollten. Keiner von beiden sah sich selbst in der nächsten Zukunft darin wohnen. Heero und Gordon hatten ihr Haus und Duo lebte in einer anderen Stadt. Aber beide hatten ein komisches Gefühl dabei die Wohnung zu verkaufen. Sie war immerhin ihr erstes wirkliches Heim gewesen. Trotz all der schlimmen Dinge die dort passiert waren gab es auch Massen an guten Erinnerungen. Und sie beide hatten es nicht nötig die Wohnung zu verkaufen um das Geld aufzuteilen. Deshalb waren sie nach langen Überlegungen auf eine bessere Idee gekommen.

Immer wenn Wing für einen Mitarbeiter oder Gast eine Unterkunft benötigte, nahmen sie die Wohnung. Heero bestand darauf Duo dafür sogar Miete zu bezahlen. Geld das Duo gar nicht haben wollte und sofort in seine Waisenhausstiftung fließen ließ. Aber es war ein gutes Arrangement für beide Seiten. Und jedes Mal wenn Duo nach Kalifornien reiste hatte Duo einen Ort wo er bleiben konnte.

Heero sah ihn erstaunt an. „Ja, sie ist zur Zeit frei. Wieso fragst du? Willst du mal wieder Nadine besuchen?"

Duo holte tief Luft. Jetzt musste er ziemlich geschickt vorgehen um nicht zu Lügen. Er bemühte sein Gesicht so fröhlich und neutral wie möglich zu halten. „Das auch. Aber nicht nur Nadine. Ich will natürlich auch dich besuchen. Und ich muss sowieso in die Stadt, denn ich brauch noch mehr Informationen für mein derzeitiges Projekt. Die bekomm ich nur da. Außerdem will Dan das ich dort bei einigen Vertragsverhandlungen dabei bin. Du siehst, viel zu tun und ich dachte, ich schlag einfach ganz viele Fliegen mit einer Klatsche."

„Hn!" kam als Antwort.

Das verwunderte Duo doch sehr. „Hn?" fragte er deshalb nach.

Heero sah komisch aus. Duo konnte gar nicht richtig beschreiben wie. Ein bisschen traurig, etwas verwundert und ungläubig. Heero schien mit sich zu ringen ob er antworten sollte oder nicht, doch dann nach einem tiefen Seufzer tat er es. „Duo, du hast mich noch nie besuchen wollen. Wieso jetzt? Hat dich Quatre darauf angesetzt?"

Das war ein harter Schlag für Duo. Aber da er ehrlich mit sich selbst war, gestand er sich sofort ein dass Heero Recht hatte. In den letzten Jahren war er niemals in die Stadt gekommen um Heero zu besuchen. Um genau zu sein, er hatte sich dann zwar immer mit ihm getroffen – aber eigentlich nur weil es sich komisch anfühlte in der gleichen Stadt zu sein und ihn nicht einmal kurz zu besuchen. Und so hatten sich diese Treffen immer eher wie eine leidige Pflicht angefühlt. Etwas das wohl auch Heero mitbekommen haben musste. Duo schimpfte sich selbst aus. Er wusste jetzt woran es gelegen hatte, dass er sich so ungern mit Heero getroffen hatte. Alles wegen Gordon. Alles weil er die beiden nicht zusammen hatte ertragen können.

Natürlich wusste Heero das nicht, und schien angenommen zu haben dass sich Duo aus anderen Gründen so verhielt. Duo stand jetzt vor der schwierigen Frage wie er das Erklären sollte, ohne zuviel zu verraten. „Heero bitte glaub nicht das ich dich nicht treffen wollte. Du warst mein bester Freund und du wirst das auch immer sein. Ich hab dir schon vor ein paar Tagen erklärt dass ich einfach Gordon nie gemocht habe. Ich konnte ihn nicht ertragen und ich muss mich dafür entschuldigen, dass ich zuließ dass sich das auf unsere Freundschaft ausgewirkt hat.

Und was deine andere Frage anging. Nein, Quatre hat mich nicht angestiftet. Er weiß noch nicht einmal dass ich dich besuchen komme. Ich schwöre dir, dass ich diese Vertragsverhandlungen da habe und dass ich unbedingt wegen meines Projektes dorthin muss." Duo wunderte sich selbst wie weit er die Wahrheit strecken konnte. „Und dass ich deshalb in der Nähe von zwei guten Freunden bin und die beide auch sooft wie möglich sehen möchte, dass ist der Bonus zu dieser Reise den ich nicht ungenutzt lassen werde. Glaubst du mir?"

Heero blickte ihn für ein paar Momente einfach stumm an. Er schien einen inneren Kampf mit sich zu fechten. Vertrauen. Duo wurde bewusst wie schwer es für Heero jetzt sein musste wieder anderen zu vertrauen. Duo wünschte sich wohl zum tausendsten Mal, dass er Gordon in die Finger bekommen würde. Es würde Duo wirklich gut tun, seine ganze Frustration an dem Zwerg auszulassen.

Das kleine, zaghafte Lächeln war wieder auf Heeros Gesicht erschienen. „Ok, ich glaube dir dass Quatre nichts damit zu tun hat. Wann wirst du ankommen?"

Duo überschlug schnell was er noch alles vorbereiten musste. Am liebsten hätte er ‚morgen' gesagt, aber er wollte Heero auch nicht zu sehr überrumpeln. „Übermorgen," sagte er deshalb. „Kannst du mich am Shuttelport abholen?"

Heero zog wieder überrascht seine Augenbraue hoch, doch bevor Duo seine Frage zurück nehmen konnte nickte er.

Duo seufzte erleichtert und grinste breit. „Cool. Die Taxifahrer bei euch sind nämlich alle wahnsinnig. Ich freu mich schon darauf dich zu treffen."

„Ich mich auch," gab Heero leise zu.

Danach plätscherte ihr Gespräch noch ein wenig hin und her. Als Duo dann einige Minuten später die Verbindung beendete war er glücklich aber auch besorgt. Besorgt weil Heero teilweise so verschlossen und zurückhaltend war. Glücklich, weil er ihn bald wieder sehen würde. Er war entschlossener denn je, Heero zurück zu gewinnen.

Duo überlegte schon was er alles tun würde sobald er in Heeros Nähe war, doch dann erinnerte er sich daran dass er hier und jetzt noch andere wichtige Sachen zu erledigen hatte. Er würde jetzt seinen blonden Freund anrufen und ihm klar machen dass Heero ganz sicher keine Kuppelaktionen von Quatres Seite aus brauchte. Und dann würde er sich dieses Online Spiel vornehmen. Rekord, Ha! Er würde diesem Jamie schon noch zeigen wie viel sein Rekord wert war!